@univerzalBei mir verhält sich das bzgl. Handy auch so: Gebrauchtgerät, Prepaid. Das Gerät wird pfleglich behandelt (Schutzhülle, allgemein der Umgang damit - hatte auch noch nie ein zerbrochenes Display oder vergleichbare Schäden), genutzt bis es kaputt und nicht mehr reparierbar ist (Akkutausch wird bei Bedarf durchgeführt ist) oder so veraltet dass es nicht mehr einsetzbar ist (das letzte musste ich verschrotten da es keinen der verfügbaren Mobilfunkstandards mehr unterstützte).
Der o.g. Gebrauchtkauf des Laptops für 200 Euro war da ein gutes Beispiel: Solides Gerät (hatte es noch viele Jahre im Einsatz, mit der Zeit aufgerüstet), konnte es auf einmal bezahlen; da ein Neugerät zum Vollpreis kaufen und abstottern wäre nie in Frage gekommen.
Ich kaufe generell nichts das man monatlich abbezahlt. Wenn es finanziell knapp ist, aber auch ansonsten: Tendenz zu Gebauchtkauf, Kauf nach tatsächlich genutzter Funktionalität, bei Optionalem (a la "hätte ich gerne für ein Hobby") ruhig auch abwarten. Habe da auch immer noch die Tendenz, wenn ich mir etwas relativ Teures (das ich mir leisten kann) gekauft habe erstmal einige Zeit gerade bei den optionalen Käufen (für Hobbies, Freizeit) deutlich zu reduzieren - owohl es finanziell nicht heikel ist, aber irgendwie "habe ich das so drin", aus Gewohnheit.
Oder Handy: Als Notfallhandy das auch mal auf Reisen als Navi (zu Fuß und im ÖPNV) zum Einsatz kommt, einmal im Monat zum Onlinebanking für 2FA herhalten muss und oft einen ganzen Monat lang nicht eingeschaltet wird, so meine persönliche Verwendung, brauche und will ich kein teures Modell. Das kann so gut wie jedes - schaue dann, wenn das bisherige nicht mehr nutzbar ist, was meinen Ansprüchen genügt (Akku tauschbar, nicht zu klobig, moderater Preis) und schaue das gebraucht zu kaufen.
Leider habe ich es auch im privaten Umfeld immer wieder gesehen, dass z.B., jeweils von knappem bis moderatem Einkommen, ein neues iPhone bei lediglich Verwendung als Nofallhandy und "wenn ich unterwegs mal was nachschauen will" gekauft wurde, monatlich regelmäßig für 500 Euro und mehr "bei Amazon" bestellt wurde (auf Nachfrage: es handelte sich um Hobbyausrüstung, um den Ersatz vorhandener und funktionsfähiger Dinge "würde gerne mal was Neues hben"), ... und dabei Schulden gemacht wurden.
In einem Fall ein junger Arbeitnehmer mit einem m.E. gerade fürs Alter soliden Gehalt und hohen Konsumschulden, weil immer wieder etwas an der Wohnungseinrichtung, Unterhaltungselektronik, Kleidung... neu gekauft wurde, und sogar unausgepackt oder ausgepackt aber ungenutzt herumstand. Mehrere Handys gleichzeitig abbezahlen, teils Dinge abbezahlen die in der Zwischenzeit schon wieder kaputt waren...
(Kene Unterstellungen. Diejenigen nannten diese Käufe, dieses Verhalten mir gegenüber selbst. Ich gönne denjenigen auch sich etwas zu kaufen (wenn jemand z.B. meint, als Notfalltelefon das neueste iPhone oder Samsung zu brauchen: muss jeder selbst entscheiden) - diejenigen nannten zum dem Zeitpunkt aber selbst, dass sie "kaum wissen wie sie das zahlen sollen" bis waren schon bei der Schuldnerberatung. Die zuletzt genannte Person war schließlich wegen Kaufsucht in Behandlung.)