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Interessierst Du dich für Polen?

122 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Polen, Interesse, Polnische Geschichte ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Interessierst Du dich für Polen?

23.06.2025 um 07:38
@nasenstüber

Der Mann scheint in Polen der Hit zu sein? Na, du wirst es verstehen, was er singt ...

Youtube: SKOLIM - Daj mi Jedno Słowo (Official Video) NOWOŚĆ 2025
SKOLIM - Daj mi Jedno Słowo (Official Video) NOWOŚĆ 2025
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Und was lernen wir daraus, @Betonschwein ? Auch polnische Frauen stehen auf Muskeln und schöne Autos, streng dich an xP


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26.06.2025 um 18:36
Der im Netto an der Kasse ist schon schnuckelig. :)


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07.08.2025 um 21:52
Polens Wirtschaft boomt, könnte dieses Jahr die Schweiz als 20größte Volkswirtschaft überholen. Nur in D bekommts keiner mit.
Polen ist nach den Worten von Ministerpräsident Donald Tusk auf dem besten Weg, in diesem Jahr zur weltweit zwanzigstgrößten Volkswirtschaft aufzusteigen und dabei die Schweiz zu überholen. Bereits jetzt habe Polen Japan hinter sich gelassen, wenn das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Kaufkraft gemessen werde, sagte Tusk am Montag.
Quelle: https://www.polskieradio.pl/400/7764/Artykul/3547619,Polen-k%C3%B6nnte-Schweiz-als-20gr%C3%B6%C3%9Fte-Volkswirtschaft-abl%C3%B6sen

Was sind die Gründe? Etwas in Sachen Analyse gibts hier
Was sich in Tarnowo Podgorne im Kleinen betrachten lässt, gilt in vieler Hinsicht für das Land als Ganzes. „Kein ehemals sozialistischer Staat hat die Transformation so gut gemeistert wie Polen“, erklärt Marcin Piatkowski. Der Wirtschaftsprofessor an der privaten Kozminski-Universität in Warschau forscht zur wirtschaftlichen Entwicklung Polens nach dem Systemwechsel und hat ein Buch über „Europas Wachstums-Champion“ geschrieben.

„Polens Wirtschaftsleistung ist dreieinhalbmal so hoch wie vor 35 Jahren“, sagt Piatkowski. Laut dem Internationalen Währungsfonds werde das Land bis Ende des Jahres beim kaufkraftbereinigten Pro-Kopf-Einkommen Japan überflügeln. „Das ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte.“
Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/international/eu-wie-polen-zur-wirtschaftlichen-erfolgsgeschichte-europas-wurde/100146169.html

und hier
Unser Nachbarland boomt. In Deutschland bekommt das kaum jemand mit. Dabei sind die wirtschaftlichen Beziehungen zu Polen besonders eng.
Quelle: https://www.zdfheute.de/wirtschaft/polen-wirtschaft-wirtschaftswachstum-100.html

Etwa
Die Ursachen liegen für Thomas Obst auf der Hand: "Polen hat gut ausgebildete Arbeitskräfte. Kombiniert mit geringen Arbeitskosten und der liberalen Arbeitsmarktpolitik hat dies ausländische Firmen angelockt, ihre arbeitsintensiven Fertigungsschritte nach Polen auszulagern."
und
Dies könnte zu Fachkräfteengpässen führen, denn weiterhin verlassen auch viele gut ausgebildete Arbeitskräfte das Land. Doch die Polen versuchen diese Probleme auf einem anderen Wege auszugleichen. "Die jährlichen Arbeitsstunden liegen 268 Stunden über denen der Deutschen", sagt Thomas Obst. Das alles sollte ein Grund sein, den Begriff "polnische Wirtschaft" künftig in einem anderen Licht zu betrachten.
Quelle: ebenda

@nasenstüber
@Betonschwein


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08.08.2025 um 20:04
@interrodings

Nobelpreisträgerin Herta Müller hat einen offenen Brief geschrieben.

Ein wichtiger Blick auf eine völlig entgleiste Debatte.

Ist schon ein Jahr alt. Wird derzeit häufig verlinkt (etwa auf Twitter), weil er sich wie eine Antwort liest auf die sog. Prominenten.

Ich tue ihn mal hierhin, warum?
"Ganz normale Männer"

Seit dem 7. Oktober denke ich immer wieder über ein Buch über die Nazizeit nach, das Buch "Ganz normale Männer" von Christopher R. Browning. Er beschreibt die Vernichtung jüdischer Dörfer in Polen durch das Reserve-Polizeibataillon 110, als es die großen Gaskammern und Krematorien in Auschwitz noch nicht gab. Es war wie der Blutrausch der Hamas-Terroristen auf dem Musikfestival und in den Kibbuzim. An nur einem Tag im Juli 1942 wurden die 1.500 jüdischen Einwohner des Dorfes Józefów abgeschlachtet. Kinder und Säuglinge wurden auf der Straße vor ihren Häusern erschossen, die Alten und Kranken in ihren Betten. Alle anderen wurden in den Wald getrieben, wo sie sich nackt ausziehen und auf dem Boden herumkriechen mussten. Sie wurden verhöhnt und gefoltert, dann erschossen und in einem blutigen Wald liegen gelassen. Das Morden wurde pervers.

Das Buch heißt "Ganz normale Männer", weil dieses Reserve-Polizeibataillon nicht aus SS-Männern oder Wehrmachtssoldaten bestand, sondern aus Zivilisten, die wegen ihres Alters nicht mehr für den Militärdienst geeignet waren. Sie kamen aus ganz normalen Berufen und wurden zu Monstern. Erst 1962 kam es zu einem Prozess in diesem Fall von Kriegsverbrechen. Aus den Prozessakten geht hervor, dass einige der Männer "einen Riesenspaß an der ganzen Sache hatten". Der Sadismus ging so weit, dass ein frisch verheirateter Hauptmann seine Frau zu den Massakern mitbrachte, um ihre Flitterwochen zu feiern. Denn der Blutrausch ging in anderen Dörfern weiter. Und die Frau schlenderte in ihrem mitgebrachten weißen Hochzeitskleid zwischen den auf dem Marktplatz zusammengepferchten Juden umher. Sie war nicht die einzige Ehefrau, die zu Besuch kommen durfte. In den Prozessunterlagen berichtet die Frau eines Leutnants: "Eines Morgens saß ich mit meinem Mann im Garten seiner Unterkunft und frühstückte, als ein einfacher Mann aus seinem Zug an uns herantrat, eine steife Haltung einnahm und erklärte: 'Herr Leutnant, ich habe noch nicht gefrühstückt! Als mein Mann ihn fragend ansah, erklärte er weiter: "Ich habe noch keinen Juden getötet.

Sie sind sich ihrer Freiheit nicht mehr bewusst

...
Quelle: https://truthofthemiddleeast.com/de/herta-muller/

Vielleicht kennst ja schon, aber hatte ihn gerade mit Gewinn gelesen.


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08.08.2025 um 20:14
Zitat von FellatixFellatix schrieb:Vielleicht kennst ja schon, aber hatte ihn gerade mit Gewinn gelesen.
Kannte ich noch nicht. Danke.


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16.08.2025 um 18:39
Gestern am Freitag und nicht nur übrigens war der 105. Jahrestag des "Wunders an der Weichsel", von 1920.

Polen stoppte Lenins kommunistische Weltrevolution.

Wikipedia: Schlacht bei Warschau (1920)

Hätte die Sowjetunion damals gewonnen, wären womöglich sowohl Polen als auch Europa heute politisch und kulturell nicht mehr wiederzuerkennen. So jedenfalls sehen die Polen das.

Wenn es so etwas gibt wie westliche Arroganz, dann ist sie im Umgang mit Ostmitteleuropa zu greifen.

Weder die Aufnahme Polens in die EU noch die Unterstützung der Ukraine gegen Russland haben dieser Arroganz, dem Desinteresse und deutscher Unkenntnis abgeholfen. In einer Rezension zum Buch von Stephan Lehnstaedt (Der vergessene Sieg) hat Jens Jessen dazu Nötiges gesagt.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 05.09.2019
In einer knappen Besprechung würdigt Jens Jessen das Buch des Berliner Historikers und Professors für Holocaust-Studien Stephan Lehnstaedt. Mit der ihm typischen großen Geste verweist Jessen darauf, wie wenig Wissen und Neugier über die Geschichte Mitteleuropas hierzulande herrsche, insbesondere über die moderne Geschichte Polens und der Ukraine. Er betont, wie nötig historische Kenntnisse wären, um auch die aktuelle Situation zu verstehen. Die Komplexität polnisch-ukrainischer Beziehungen hat sich, so lernen wir, zu einem großen Teil in den Jahren nach dem ersten Weltkrieg geformt, in ebenjenen Jahren also, die der Titel bereits angibt. Und es stimmt natürlich, dass von dem wechselweise von der Roten Armee, von Weißgardisten, polnischen und ukrainischen Truppen besetzten Kiew, den im Hintergrund wirksamen Nationalismen und der deutschen Nachhilfe darin kaum einer etwas weiß. Mit diesem Buch, so Jessen, ist dem gründlich abzuhelfen.
Quelle: https://www.perlentaucher.de/buch/stephan-lehnstaedt/der-vergessene-sieg.html


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16.10.2025 um 00:24
Richard Herzinger ist tot.

Eine wichtige Stimme und ein unermüdlicher Kämpfer für die Sache der Freiheit.

Das polnische Pilecki Institut hat einen schönen und sehr langen Nachruf veröffentlicht.
Lieber Herr Herzinger,

Sie werden uns sehr, sehr fehlen – mit Ihrer herzlichen, zugleich direkten Art, Ihrem unendlichen enzyklopädischen Wissen, Ihrer moralischen Klarsicht und Ihren stets bereichernden Beiträgen in so vielen Bereichen.

Die Nachricht vom Tod Richard Herzingers hat uns in dieser Woche tief getroffen. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freunden und allen, die ihm nahestanden.

Herr Herzinger war aus unserer Sicht nicht nur ein wichtiger Freund des Instituts, sondern auch einer der bedeutendsten deutschen Journalisten und Denker der letzten Jahrzehnte. Als kritischer, häufig unbequemer Geist, wie ihn jede lebendige Demokratie braucht, schrieb er unter anderem für den Tagesspiegel, Die Zeit und Die Welt. Seine große Liebe galt der Freiheit und dem klassischen Liberalismus. Dementsprechend leidenschaftlich setzte er sich für all jene Länder ein, die sich ihre Freiheit erkämpfen mussten, darunter das freie Polen nach 1989, die Ukraine, die sich gegen den russischen Vernichtungsfeldzug wehrt, und viele andere. Dass Richard Herzinger einer der am häufigsten im Pilecki Institut auftretenden Panelisten war (ganz unten finden Sie eine kleine Auswahl), erfüllt uns mit Stolz. Er war ein sehr gern gesehener Stammgast und, wie wir oft sagten, ein polnischer Bürger im Geiste, auch wenn er kein Wort Polnisch sprach.

„Der Warschauer Aufstand gegen die NS Besatzung vor achtzig Jahren ist eine der beeindruckendsten Manifestationen europäischen Freiheitsstrebens im 20. Jahrhundert“

schrieb er zum 80. Jahrestag des Aufstands in seiner Kolumne im Perlentaucher.

„Kaum präsent sind dementsprechend in der hiesigen Öffentlichkeit die bedeutenden militärischen Beiträge der polnischen Exilstreitkräfte zum Sieg über NS Deutschland, wie etwa die herausragende Leistung polnischer Piloten in der Luftschlacht um England 1940."

Für Herzinger stand das zerstörte Warschau sinnbildlich für die immer wiederkehrende Konfrontation zwischen Freiheit und totalitärer Gewalt - ebenso wie die Trümmer von Grosny, Aleppo oder Mariupol. Ihr Anblick ließ für ihn nur eine unmissverständliche Schlussfolgerung zu: Die freie Welt bleibt verpflichtet, den Opfern jeder verbrecherischen Aggression beizustehen und der Zerstörungslust von Großmächten entschieden zu widerstehen. Den Freiheitssinn Polens sowie Mittel- und Osteuropas konnte Herzinger also auswendig buchstabieren wie kaum ein anderer. Als einer der frühesten und unermüdlichsten Unterstützer der freien Ukraine reiste er viele Male dorthin und mahnte den Westen und die NATO, Russland entschieden entgegenzutreten. Dasselbe galt für das Baltikum, das freie Belarus und Georgien, aber auch für Länder wie Venezuela. Sein Blick reichte überall dorthin, wo die Freiheit auf Messers Schneide stand. Kein Wunder also, dass er sich mit gleicher Vehemenz für ein freies Syrien, für Taiwan und in den 1990er Jahren für ein westliches Eingreifen in Srebrenica einsetzte, um dem Genozid der serbischen Soldateska Einhalt zu gebieten.

Dieses publizistische Engagement fußte auf einer teils instinktiven, teils tief durchdachten klassisch liberalen Philosophie: Meinungsfreiheit, Rechtsstaat und Marktwirtschaft verstand Herzinger als Grundvoraussetzungen politischen und wirtschaftlichen Fortschritts. Doch dies allein reiche nicht aus, um diesen Prinzipien weltweit zum Durchbruch zu verhelfen. Der mal mehr, mal weniger verlässliche, US Schutzschirm sei unerlässlich, da diktatorische Regime im Regelfall nicht lange ohne Eroberungsbestrebungen auskämen. Die von den Vereinigten Staaten angeführte Weltordnung sei gewiss unvollkommen gewesen, erschien Herzinger jedoch als die beste, die es je gegeben hat. Entgegen der damals vorherrschenden, feierlichen „Ende der Geschichte“-Grundstimmung sah er allerdings schon in den 1990er Jahren dunkle Wolken am Horizont dieser Ordnung aufziehen. Bereits vor dreißig Jahren schrieben er und Hanno Stein in ihrem Buch Endzeit Propheten oder die Offensive der Antiwestler:

„Das Antiwestlertum befindet sich im historischen Aufwind und gewinnt im In- wie im Ausland weiterhin Einfluss. Es trägt geistige und politische Strömungen vom Öko Fundamentalismus bis zur Neuen Rechten, vom amerikanischen Political Correctness Syndrom bis zur russischen Eurasier Ideologie, vom islamischen Fundamentalismus bis zum Ethnopluralismus der französischen Nouvelle Droite.“

Worte, die, wie es so (un)schön heißt, unverhofft aktuell klingen. Herzinger und Stein erkannten früh, dass das klassische Links rechts Schema zu kurz greift, um den Herausforderungen ihrer Zeit gerecht zu werden. Stattdessen lauteten für sie die entscheidenden Fragen: antiwestlich oder prowestlich oder, in seiner späteren Ausprägung, proliberal oder antiliberal, freiheitlich oder autoritär.
Quelle: https://berlin.instytutpileckiego.pl/de/news/nachruf-fur-richard-herzinger-19552025

(Der Nachruf ist noch viel länger.)


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27.10.2025 um 17:54
Polen ist jetzt Berlins wichtigster Handelspartner.
Polen ist erstmals Berlins wichtigster Handelspartner. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey fährt mit einer Delegation nach Warschau, um für Berlin zu werben. In Erinnerung bleiben wird vor allem ein Auftritt der SPD-Politikerin. Von Jonas Wintermantel
Und wie blicken manche Polen so auf Deutschland?
Auf dem Podium sagt Ratajczak, die deutsche Wirtschaft sei oftmals viel zu genügsam. "Der Unternehmergeist in Deutschland fehlt, weil die Gesellschaft satt ist. Wir leben in einer Wohlstandsgesellschaft, denken immer an die große Industrie, an den alten Maschinenbau", sagt der Unternehmer. "Aber die karge Realität ist jetzt da." In vielen Bereichen laufe Deutschland den USA oder China hinterher. Nicht Jahre, sondern Jahrzehnte. Gerade deshalb sei es wichtig, nicht immer wieder die Unterschiede zu betonen. Vielmehr solle man, sagt er, in Europa gemeinsam wirtschaftlich wachsen.

Es ist eine Erzählung, die an diesen zwei Tagen häufiger durchscheint. Polen sei agil, hier herrsche Unternehmergeist, die Leute seien noch "hungrig". In Deutschland dagegen wolle man vor allem den Wohlstand wahren und dabei bloß keine Risiken eingehen. "Es ist schon so, dass man die Deutschen in Polen oft als arrogant wahrnimmt. Als Land, das immer nach Westen schaut", gibt eine Wirtschaftsvertreterin zu. Es gilt also auch, Brücken zu bauen und Vorurteile abzubauen.

Franziska Giffey ist in Warschau, um ein anderes Bild vom Wirtschaftsstandort Berlin zu zeichnen. Dazu bekommt sie die Gelegenheit, als sie am nächsten Tag auf dem Podium der deutsch-polnischen Außenhandelskammer sitzt. Das Thema: Markenbildung. Zur - nicht gerade herzlichen - Begrüßung wird Giffey von der Moderatorin mit einer Studie zur Unbeliebtheit Berlins konfrontiert.
Quelle: https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2025/10/polen-berlin-handelspartner-franziska-giffey-wirtschaft-senat-warschau-berlin.html

Dagegen redete Giffey an. Das ist ihr Job, als Wirtschaftssenatorin.


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03.11.2025 um 03:34
@Betonschwein

Gibts dich noch?

Hätte das auch in deine Umfrage packen können, aber weiß nicht, obs dich noch gibt. Und passt auch hier.

Es gibt ein neues Buch über die Konfliktzone Ostsee.

Da gehts auch um Polen. Und Deutschland. (Und alle anderen Anrainerstaaten.)

Rez. etwa hier
Deutschland begreife den Ernst der Lage nicht

Oliver Moody ist ein ausgewiesener Experte für die Region. Er arbeitet seit 2018 als Skandinavienkorrespondent für »The Times« und »The Sunday Times« und bereist die baltischen Länder regelmäßig. Im Zentrum seines Buchs stehen die Veränderungen, die der Ostseeraum durch den Krieg in der Ukraine erfahren hat – die Wörter »Putin« und »Ukraine« gehören zu den häufigsten im Text. So führe dieser Krieg zum Erstarken des Nationalismus in den baltischen Ländern. Finnland und Lettland unterstützten die Ukraine schon früh mit Waffen, weil sie den Widerstand der Ukrainer als Teil ihres eigenen Selbstbehauptungskampfs sehen. Die Deutschen kommen bei Moody nicht gut weg. Das deutsche Wahlvolk, rügt er, beschäftige sich lieber mit Themen wie Arbeit, Mieten, Bildung und Migration als mit der russischen Bedrohung.
Quelle: https://www.spektrum.de/rezension/buchkritik-zu-konfliktzone-ostsee/2289345

Und hier
Polen beschreibt Moody als das neue Machtzentrum Ostmitteleuropas. Die Bevölkerung besitze eine bessere Schulbildung als die deutsche, die Kaufkraft steige, das Militär sei bestens ausgestattet, und die Wirtschaft floriere. Ein Lobgesang, wie der Autor selbst konstatiert, der schon mehrmals auf Polen angestimmt wurde, das sich trotz seiner „Megafon-Diplomatie“ (S. 184) teils innenpolitisch selbst lähmte und die hohen Zukunftserwartungen nicht einlösen konnte. Zudem sei das Land noch immer von einer „posttraumatischen Souveränität“ (so der Titel einer Publikation des polnischen Autors Jarosław Kuisz) geprägt und suche nach einer oftmals beinahe sendungsartig überhöhten Mission.

Deutschland und der Ostseeraum

Der Bundesrepublik attestiert der Autor in der Zeitenwende eine „Identitätskrise“ – ein vermutlich ebenso oft wiederkehrender Topos wie jener der polnischen Sternstunde. Ob die 2022 ausgerufene Zeitenwende gelinge, sei für die Ostseeregion von höchster Bedeutung. Die russische Vollinvasion der Ukraine habe den Ostseeraum, so Moody, „ins Zentrum der deutschen Aufmerksamkeit gerückt“ (S. 211). Eine vermutlich etwas optimistische Aussage, die der Autor selbst relativiert, indem er sich äußerst skeptisch hinsichtlich einer deutschen Führungsrolle in der Region und des Erfolgs der Zeitenwende zeigt. Denn, so konstatiert Moody, die Zeitenwende war in kürzester Zeit umstritten und kostspielig; das habe allgemeine Zukunftsängste der Deutschen genährt. Im Baltikum werde die wirkliche Tragweite und Umsetzung dieses Reformprozesses kritisch beäugt. Gegenüber der Volksrepublik China fahre Deutschland zum Beispiel den gleichen Kurs wie zuvor.

Den Umgang mit China behandelt Moody auch im Kapitel über Litauen. Das kleine baltische Land habe sich erfolgreich gegen Erpressungsversuche aus Peking gewehrt und die westlichen Verbündeten zu einer geschlossenen Haltung animiert. Daran zeige sich laut Moody, wie Kleinstaaten der Region nicht nur im Umgang mit Russland, sondern auch gegenüber anderen autokratischen Herausforderungen souverän agieren und über ihrer eigenen Gewichtsklasse boxen können. Auf diese Weise hätten die baltischen Staaten einen „moralischen Führungsanspruch“ errungen (S. 257).
Quelle: https://www.kas.de/de/web/die-politische-meinung/artikel/detail/-/content/unruhiges-mare-baltikum


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13.11.2025 um 18:48
AfD Boss Tino Chrupalla interessiert sich neuerdings für Polen. Sogar groß in der Talkshow.
AfD-Chef Tino Chrupalla: "Polen könnte eine Bedrohung für uns sein"
Artikel von Jakub Dutkiewicz
Quelle: https://www.msn.com/de-de/nachrichten/other/afd-chef-tino-chrupalla-polen-k%C3%B6nnte-eine-bedrohung-f%C3%BCr-uns-sein/ar-AA1QjI8B

Jetzt sagen doch tatsächlich manche, der Mann habe nicht mehr alle Tassen im Schrank.

Ach was.

Was lernen wir daraus, Tino?

Die Polen bloß nicht verärgern, Tino.

Mit der deutschen militärischen Bereitschaft könnten die Polen schon übermorgen in Aachen stehen.

Ach, und Gerhard Schröder hatte sich letzten Monat ja mal wieder geäußert. Weil er musste, Per Video.

Warum keine Schlagzeilen? Schlechtes Kollektiv-Gewissen?

Jedenfalls?

Das meiste weiß er nicht mehr.

Aber das, das weiß er noch.
Dann wird er kurz nostalgisch. "Mit Wladimir Putin habe ich wirklich ausreichend interessante Gespräche über Weltpolitik geführt."
Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Weiss-ich-nicht-mehr-werd-ich-Ihnen-auch-nicht-sagen-article26103932.html

Und das. Das auch.
"Was die polnische Regierung für Einwände hatte, das interessierte mich nicht", so Schröder, wobei unklar blieb, ob er sich auf seine Zeit als Kanzler oder als Gas-Lobbyist bezog.
Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Weiss-ich-nicht-mehr-werd-ich-Ihnen-auch-nicht-sagen-article26103932.html

Interessierte halt nicht. Basta.

Ganz große Europäer sind sie, die Deutschen.

@Betonschwein

Du fehlst.


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09.12.2025 um 14:10
Nachdem er gut losgelegt hatte, finde ich das etwas enttäuschend.
Exklusiver Club: Die E3 haben sich in der wachsenden außenpolitischen Krise als europäisches Führungstrio etabliert, das sich im kleinen Kreis vorbespricht, bevor andere Staaten konsultiert werden (zum Bedauern etwa der Polen, die gern mit dabei wären).
Quelle: https://www.politico.eu/newsletter/berlin-playbook/merz-und-das-ende-der-transatlantischen-illusion/

Wo es um die Ukraine geht, sollte Polen immer mit dabei sein.

Und der mdr blickt in Sachen Bürgergeld nach Italien und Polen.

Wie schaut es in Polen aus?
Im Nachbarland Polen gibt es Bürgergeld wie in Deutschland auch nicht. In Polen erhalten nur besonders Bedürftige unter der Einkommensschwelle eine geringe Sozialhilfe. Dabei bekommt eine alleinstehende Person etwa 180 Euro. Ein Zuschuss zur Miete kann ebenso beantragt werden. Familien können zusätzliche Leistungen erhalten. Die Sozialämter entscheiden über den Bedarf und die Dauer der Leistung. "Der Hauptzweck der Sozialhilfe besteht in der Unterstützung von Personen und Familien bei der Bewältigung von schwierigen Lebenssituationen mit dem Ziel der Wiederherstellung eines selbstbestimmten Lebens und zur Ermöglichung eines Lebens unter würdigen Umständen", erklärt die Europäische Kommission in ihrer Broschüre "Ihre Rechte der sozialen Sicherheit in Polen".

Interessanterweise sehen viele Polen die bessere soziale Absicherung in Deutschland nicht nur positiv, wie ein Passant in der Grenzstadt Zgorzelec an der Neiße meint: "Ich war selbst einmal arbeitslos und dann stand mir nur zwölf Monate Unterstützung zu. Und dann wusste ich nicht mehr, was weiter. Und in Deutschland leben die Leute ziemlich bequem. Sie haben dann keine Angst, total unterzugehen. Was aber nicht immer vorteilhaft ist."
Quelle: https://www.mdr.de/nachrichten/welt/politik/sozialleistungen-buergergeld-laender-vergleich-europa-106.html


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14.01.2026 um 21:00
Gerade wünsche ich mir einmal mehr, dass die deutschen Politiker ein bisschen polnischer wären im Umgang mit sowas wie Orban, Putin & Co:
Der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski hat Ungarns Regierungschef Viktor Orban wegen dessen Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin symbolisch den Lenin-Orden verliehen. Sikorski antwortete am Freitag im Onlinedienst X mit "Glückwunsch" und einem Foto des Lenin-Ordens, der höchsten zivilen Auszeichnung für besondere Verdienste für die Sowjetunion, auf einen Beitrag Orbans. Darin hatte dieser sich gerühmt, durch die Entscheidung beim EU-Gipfel, eingefrorene russische Vermögenswerte nicht zur Unterstützung der Ukraine nutzen, "die unmittelbare Kriegsgefahr erfolgreich abgewendet" zu haben.
Quelle: https://www.n-tv.de/ticker/Polens-Aussenminister-verleiht-Orban-symbolisch-den-Lenin-Orden-id30165349.html?utm_source=0047a12ec555ae95f68d22af2121d302b3&utm_medium=obbow&utm_campaign=00134be395ed7577e53a97e93dd80ce28a&utm_adtitle=Polens+Au%C3%9Fenminister+verleiht+Orban+symbolisch+den+Lenin-Orden&dicbo=v4-y1J9CZn-1195586831-1


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20.01.2026 um 06:42
@Karakachanka

Schön, dass du noch an meine Umfrage denkst :)

Ich würde da sagen, es geht da (bei den Unterschieden) auch, aber nicht nur um (die) Politiker.

Die Unterschiede zeigen sich auch im Kleinen.
Sonja Zekri berichtet in der SZ, wie sich polnische Kulturinstitutionen auf das Szenario eines russischen Angriffs vorbereiten. Wie schnell kann ein Museum evakuiert werden, wo sind die Werke sicher vor Bomben? Diese Fragen stellt sich zum Beispiel der Kunsthistoriker Andrzej Betlej, Direktor des Wawel-Schlosses in Krakau: "Und während man ihm zuhört, spürt man Kampfgeist und eine Dringlichkeit, die aus deutscher Perspektive gleichermaßen mitreißend wie fremd wirkt. Bei aller Sorge über den russischen Expansionismus: Probe-Evakuierungen der Berliner Museumsinsel für den Fall eines Angriffs? Schwer vorstellbar. "
Quelle: https://perlentaucher.de/9punkt/2026-01-19.html

Und (auch wenn es da nicht um Polen oder Russlands Angriffskrieg geht), ist Deutschland nicht schon längst - auf dem Weg zu einer - Republik der Angsthasen? Fragt Jochen Buchsteiner.
Ängstliche Deutsche: Mit Hurra in die Entmündigung
Artikel von Jochen Buchsteiner, Berlin
• 12 Std
Quelle: https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/%C3%A4ngstliche-deutsche-mit-hurra-in-die-entm%C3%BCndigung/ar-AA1Uwxwf

Der Artikel gefiel mir auch, weil er provokant zum Nachdenken anregt.

Da gehts um Helmpflicht beim Skifahren, Rundum-Betreung und noch Einiges Mehr :)

Hatte mir auch überlegt, Umfrage dazu?, aber bräuchte Zeit und versteht hier eh keiner.

Du wohl schon, dagegen, und liebe Grüße.


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21.01.2026 um 20:30
Ich lese in deinen Threads immer mit, ich mag sie.
Ich habe nur nicht immer Bock mich mit Trolle, Deppen oder Schwachmaten sinnlos zu Tode zu diskutieren. Zum gefühlt unendlichsten Mal.

Aber das hat gut in deinen Thread gepasst, also habe ich es da mal reingepackt.
Ich war mal so glücklich Deutsche sein zu dürfen. Da war ich so um die 25.
Jetzt wäre ich gerne Polin. Sie sind mit irgendwie näher, als das Verhalten der Deutschen.


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28.01.2026 um 03:14
Weil Gerhard Schröder Scheiße erzählte, mal wieder, nein es wurde nicht "Russland" überfallen.

Ja
Tatsächlich hat Deutschland 1941 die Sowjetunion überfallen, zu der auch die Ukraine gehörte, die besonders unter der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik litt.
Und tja
Zu den Zivilisten in der Ukraine, die täglich getötet werden oder nach den massiven Angriffen auf die Energieinfrastruktur in Eiseskalte und Dunkelheit ausharren müssen, äußert sich Schröder in seinem ausführlichen Gastbeitrag nicht.
Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Altkanzler-Gerhard-Schroeder-gegen-Daemonisierung-Russlands-id30279003.html

Auch deshalb tut Erinnerung not.

Historiker Klaus Hillebrand
Holocaust in der Ukraine
Die Erde voller Knochen

Die Ukraine hat nach Polen die meisten Holocaust-Opfer zu beklagen. Noch heute ist das Land voller Massengräber. Gedenken ist auch deshalb mühsam.

27.1.2026
erinnert an den "Holocaust durch Kugeln".
An manchen Orten hat das von der SS gebildete „Kommando 1005“ noch vor dem deutschen Rückzug aus der Ukraine 1944 die Leichname geborgen und verbrannt, auf dass keine Erinnerung an die Tat bleiben sollte. Die Knochen wurden in einer extra dafür konstruierten Knochenmühle gemahlen.

Doch es waren zu viele Mordstätten, der Rückzug ging zu rasch vonstatten und das Kommando 1005 kam mit der Bergung nicht hinterher. Deshalb liegen viele der Ermordeten noch heute bisweilen unbeachtet irgendwo in der Ukraine in einem Massengrab.
Quelle: https://taz.de/Holocaust-in-der-Ukraine/!6148024/

Lesenswert.

Peggy Lohse schreibt da heute auch über die Bedeutung "dezentraler Erinnerung", auch mit Blick auf die Opfer des gegenwärtigen Krieges.
Blumen für Opa

Seit 2009 werden in der Ukraine Stolpersteine für Holocaustopfer verlegt. Dezentrale Erinnerung ist auch für Gedenken in Putins Angriffskrieg wichtig.
Quelle: https://taz.de/Gedenken-in-der-Ukraine/!6147422/

Inzwischen gehe ich davon aus, dass er das mit Absicht macht, der Gerhard. Er ist ja nicht dumm.

Dieses Russland-Ding, das steckt irgendwie tief drin in der SPD, immer noch, das weiß Gerhard auch.

Deshalb auch Erinnerung an Bürgerrechtler Werner Schulz, RIP, der sich mit Joschka Fischer überwarf und so vieles richtig sah.

Denn Schulz redete dagegen schon 2014 an, nicht nur gegen Rot-Rot-Grün
Ich würde Gysi nicht diesen verlogenen Antifaschismus durchgehen lassen, der mir schon zu DDR-Zeiten übel aufgestoßen ist. Damals wurde der Volksaufstand 1953 als faschistischer Putsch dargestellt und die Mauer als antifaschistischer Schutzwall verklärt, auch von Gysi. Heute sagt die Linke, in Kiew seien Faschisten an der Macht. Auf der Krim gab es Plakate, auf denen das Referendum als Wahl zwischen Hakenkreuz und Russland dargestellt wurde. Gysi haut wider besseren Wissens in die gleiche Kerbe. Das halte ich ihm vor. Viele angebliche Pazifisten von der Linken, der Partei mit der höchsten Offiziersdichte, sind früher im Kampfgruppenanzug herumgerannt und haben Paramilitärs gespielt.

Also gibt es für Rot-Rot-Grün keine Chance?

Ich halte von Rot-Rot-Grün nichts. Außenpolitisch passt das nicht zusammen.
Hier:
Zum anderen sind da die ehemaligen Wehrmachtsoldaten, von Eppler über Bahr bis zum Oberleutnant Helmut Schmidt. Die haben alle einen riesengroßen Schuldkomplex, den ich auch haben würde, wenn ich auf Russen geschossen hätte. Aber was ist das für eine schizophrene Empathie? Man setzt Russland heute mit der Sowjetunion gleich, obwohl es die meisten Opfer in der Ukraine gab. Die Ukraine war vollständig besetzt, Hitler hat vor allem auf die Kornkammer und auf den Donbass gezielt. Deshalb waren die Vernichtungsaktionen dort auch besonders mörderisch. Diese Empathie mit der Ukraine bringen die Epplers, Bahrs und Schmidts leider nicht auf. Schmidt geht sogar so weit, dass er der Ukraine unterstellt, sie sei nie eine Nation gewesen.

Haben Sie als ehemaliger Bürgerrechtler einen anderen Blick auf den früheren KGB-Mann und heutigen Präsidenten Wladimir Putin?

Ich habe in ihm immer diesen skrupellosen und kaltblütigen Geheimdienstoffizier gesehen. Während seiner Rede im Bundestag 2001 bin ich rausgegangen. Viele Abgeordnete waren begeistert, weil er Deutsch gesprochen hat, und haben dennoch kaum auf seine Worte gehört. Wir haben Putin unterschätzt, diesen Gewalttäter. Zum ersten Mal hörte ich von ihm, nachdem meine Freunde vom Neuen Forum am 6. Dezember 1989 die Stasi-Zentrale in Dresden besetzt hatten. Am selben Abend wollten sie zur KGB-Zentrale. Dort kam ihnen ein Mann mit gezogener Pistole entgegen und sagte: Keinen Schritt weiter. Ich bin Offizier der Roten Armee und bereit, dieses Objekt bis zur letzten Patrone zu verteidigen. Das war der Oberstleutnant Putin.
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/politik/wir-haben-putin-unterschatzt-diesen-gewalttater-5164912.html

Auch was er da sagt, über die Sanktionen und welche Sprache Putin verstehen würde, auch damit behielt er Recht.
Was wäre denn, wenn wir uns nicht ans Völkerrecht halten? Und beispielsweise das Abkommen kündigen, das die Durchfahrt durch den Bosporus regelt? Dann käme die russische Flotte, die demnächst aufgerüstet werden soll, aus dem Schwarzen Meer nicht mehr raus. Diese Sprache würde Putin verstehen.
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/politik/wir-haben-putin-unterschatzt-diesen-gewalttater-5164912.html

(Das Interview ist von 2014.)

Da muss ich auch noch mal an Mützenich (SPD) denken, wie er vor 2 Jahren im Bundestag fragte, Wo waren sie denn, die warnenden Stimmen?

Och, die Stimmen gab es. Durchaus. Vor allm in Polen. Und in Frankreich. Und in der EU-Kommission. Und in der Bild-Zeitung. Und sogar im Bundestag.

@Karakachanka


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31.01.2026 um 02:54
Polens Wirtschaft?

Nach wie vor: sie boomt.
Während Deutschland konjunkturell stagniert, wächst Polens Wirtschaft um etwa drei Prozent im Jahr. Was ist das Erfolgsgeheimnis des Nachbarlandes? Ein Ortsbesuch bei zwei Unternehmen.
Liegt es auch daran?
Die Polinnen und Polen lebten jahrzehntelang in einem sozialistischen Wirtschaftssystem, das ihnen von der Sowjetunion aufgedrückt worden war. Unternehmerisches Handeln wurde unterdrückt, eigene Anstrengungen kaum belohnt. Seit der Transformation zur Marktwirtschaft ist das anders.

Christopher Fuß beobachtet, wie der Aufstiegswille der Polinnen und Polen die wirtschaftliche Entwicklung vorantreibt. Er leitet das Warschauer Büro von Germany Trade & Invest, der Außenwirtschaftsagentur des Bundes. "In Deutschland höre ich oft den Satz: Ich will meinen Wohlstand sichern, ich will meinen Wohlstand wahren", sagt Fuß. "Das haben wir hier in Polen nicht. Hier will man mehr erreichen, hier will man aufsteigen. Diesen Hunger können wir uns in Deutschland abgucken."
Nicht alles läuft rund, aber Polen holt immer weiter auf.
Aber Polen hole auf und mache dabei vieles richtig, sagt der Wirtschaftsexperte Christopher Fuß. Wenn er deutsche Unternehmensvertreter vor der glitzernden Skyline von Warschau empfängt, blickt er regelmäßig in erstaunte Gesichter. "Die Leute machen dann wirklich die Augen auf, die Kinnlade fällt runter", beschreibt Fuß die Eindrücke deutscher Delegationen. Die beeindruckende Entwicklung des Nachbarlandes habe man in Deutschland gar nicht so sehr auf dem Schirm.

Auch Unternehmer Adam Piotrowski macht große Augen, wenn er durch sein Heimatland fährt. "Wenn ich die Fabriken sehe, die Infrastruktur, die Straßen, die Rechenzentren, die gerade entstehen", schwärmt er, "dann glaube ich, wir können stolz darauf sein, wo wir als Polen stehen." Für ihn und für viele seiner Landsleute stehe aber fest, dass sie noch lange nicht genug haben. Das sei eben die polnische Mentalität.
Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/polen-wirtschaft-boom-100.html

Mit dem Wirtschaftswachstum wächst auch ein neuer Markt: Luxus, Kunst und Immobilien.
Reichtum und Luxus haben eine weitere Adresse: Polen. Im Unterschied zu Deutschland boomt die Wirtschaft bei unseren oft unterschätzten Nachbarn. Die Zahl der Reichen und Superreichen wächst rasant – und mit ihr ein Markt für Luxus, der von Fünf-Sterne-Ressorts bis Kunstinvestments reicht. Erfolgreiche Unternehmer zeigen, wie wohlhabend Polen heute ist und dass der wirtschaftliche Abstand zu Deutschland immer kleiner wird.
Luxusmakler Paweł Łączyński erzählt.
In seiner Heimatstadt Gdynia ist der 45-Jährige ein Platzhirsch. Nun will er in der Hauptstadt Warschau Fuß fassen, wo er momentan noch einer unter vielen ist. Wie hunderttausende seiner Landsleute hat auch Łączyński früher Erfahrungen beim Arbeiten in Deutschland gesammelt – in einem Lagerhaus. "Als ich das erste Mal in Deutschland war, konnte ich mir nicht einmal ein gutes Dessert leisten. Und jetzt kaufen wir dort Autos, einfach weil sie günstiger sind. Wir wollten wohlhabender leben und dafür haben wir hart gearbeitet", erzählt der Self-Made-Man.

Im Fleiß und der Motivation seiner Landsleute sieht er einen der Gründe für Polens wirtschaftlichen Aufstieg. Von der deutschen Arbeitsmoral, die er aus seiner Zeit als Lagerarbeiter kennt, hält er dagegen nicht viel: "Wenn es Richtung Mittag ging, hörten meine deutschen Kollegen auf zu arbeiten – selbst wenn sie nur noch eine oder zwei Paletten vor sich hatten. Die ganze Firma stand für eine Stunde still. Ich dagegen habe die Ladung fertiggemacht, und der Fahrer konnte gleich weiterfahren, ohne zu warten. Bis heute erinnere ich mich an diese Unterschiede in der Einstellung zur Arbeit und Verantwortung." Die Statistik scheint ihm Recht zu geben: Bei den jährlichen Arbeitsstunden liegen die Polen 268 Stunden über den Deutschen.
Und Kunstsammlerin und Model Scout Gosia Leitner
Und Modelscout Leitner ist stolz, Polin zu sein. Inzwischen wüssten sogar ihre amerikanischen Kunden, wo Polen liege und dass es ein Land mit nahezu 40 Millionen Einwohnern und einer eigenen Kultur sei. "Polnischsein ist heute vor allem ein Synonym für harte Arbeit, Intelligenz und hohe Qualität", ist sie überzeugt.
Quelle: https://www.mdr.de/nachrichten/welt/osteuropa/land-leute/polen-reichtum-wohlstand-100.html


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31.01.2026 um 03:02
Das Lied hier wurde 1980 zur inoffiziellen Hymne von Solidarnosc.

Youtube: p/ Żeby Polska była Polską - Jan Pietrzak
p/ Żeby Polska była Polską - Jan Pietrzak
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Da wird auch noch mal an Ronald Reagan gedacht - und eingespielt - wie er sagte: Let Poland be Poland.

Nix Internationale, sorry @Betonschwein .

Dagegen beschuldige Egon Bahr (SPD) die Solidarnosc, den Frieden in Europa aufs Spiel zu setzen.

Und Willy Brandt? Der wollte Lech Walesa leider nicht treffen, nicht einmal die Hände schütteln, als er 1985 Warschau besuchte (dabei hatten sie so darauf gehofft und gebeten; er war ja Vorsitzender der Sozialistischen Internationale).


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31.01.2026 um 15:09
Ganz besonders ist das polnische Alphabet, wo es viele Sonderzeichen gibt, und viele polnische Buchstaben sind für Deutsche kaum auszusprechen



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Youtube: Polish alphabet with pronunciation and examples, part 1/3
Polish alphabet with pronunciation and examples, part 1/3
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Im polnischen gibts auch solche Wörter wie die Stadt Bydgoszcz


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01.02.2026 um 12:33
Ich finde die polnische Sprache irgendwie schön. Versteh zwar kein Wort, aber klingt schön.


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01.02.2026 um 13:23
im moment nicht so - der australische Dschungel ist gerade mehr im gespräch.


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