Weil Gerhard Schröder Scheiße erzählte, mal wieder, nein es wurde nicht "Russland" überfallen.
Ja
Tatsächlich hat Deutschland 1941 die Sowjetunion überfallen, zu der auch die Ukraine gehörte, die besonders unter der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik litt.
Und tja
Zu den Zivilisten in der Ukraine, die täglich getötet werden oder nach den massiven Angriffen auf die Energieinfrastruktur in Eiseskalte und Dunkelheit ausharren müssen, äußert sich Schröder in seinem ausführlichen Gastbeitrag nicht.
Quelle:
https://www.n-tv.de/politik/Altkanzler-Gerhard-Schroeder-gegen-Daemonisierung-Russlands-id30279003.htmlAuch deshalb tut Erinnerung not.
Historiker Klaus Hillebrand
Holocaust in der Ukraine
Die Erde voller Knochen
Die Ukraine hat nach Polen die meisten Holocaust-Opfer zu beklagen. Noch heute ist das Land voller Massengräber. Gedenken ist auch deshalb mühsam.
27.1.2026
erinnert an den "Holocaust durch Kugeln".
An manchen Orten hat das von der SS gebildete „Kommando 1005“ noch vor dem deutschen Rückzug aus der Ukraine 1944 die Leichname geborgen und verbrannt, auf dass keine Erinnerung an die Tat bleiben sollte. Die Knochen wurden in einer extra dafür konstruierten Knochenmühle gemahlen.
Doch es waren zu viele Mordstätten, der Rückzug ging zu rasch vonstatten und das Kommando 1005 kam mit der Bergung nicht hinterher. Deshalb liegen viele der Ermordeten noch heute bisweilen unbeachtet irgendwo in der Ukraine in einem Massengrab.
Quelle:
https://taz.de/Holocaust-in-der-Ukraine/!6148024/Lesenswert.
Peggy Lohse schreibt da heute auch über die Bedeutung "dezentraler Erinnerung", auch mit Blick auf die Opfer des gegenwärtigen Krieges.
Blumen für Opa
Seit 2009 werden in der Ukraine Stolpersteine für Holocaustopfer verlegt. Dezentrale Erinnerung ist auch für Gedenken in Putins Angriffskrieg wichtig.
Quelle:
https://taz.de/Gedenken-in-der-Ukraine/!6147422/Inzwischen gehe ich davon aus, dass er das mit Absicht macht, der Gerhard. Er ist ja nicht dumm.
Dieses Russland-Ding, das steckt irgendwie tief drin in der SPD, immer noch, das weiß Gerhard auch.
Deshalb auch Erinnerung an Bürgerrechtler Werner Schulz, RIP, der sich mit Joschka Fischer überwarf und so vieles richtig sah.
Denn Schulz redete dagegen schon 2014 an, nicht nur gegen Rot-Rot-Grün
Ich würde Gysi nicht diesen verlogenen Antifaschismus durchgehen lassen, der mir schon zu DDR-Zeiten übel aufgestoßen ist. Damals wurde der Volksaufstand 1953 als faschistischer Putsch dargestellt und die Mauer als antifaschistischer Schutzwall verklärt, auch von Gysi. Heute sagt die Linke, in Kiew seien Faschisten an der Macht. Auf der Krim gab es Plakate, auf denen das Referendum als Wahl zwischen Hakenkreuz und Russland dargestellt wurde. Gysi haut wider besseren Wissens in die gleiche Kerbe. Das halte ich ihm vor. Viele angebliche Pazifisten von der Linken, der Partei mit der höchsten Offiziersdichte, sind früher im Kampfgruppenanzug herumgerannt und haben Paramilitärs gespielt.
Also gibt es für Rot-Rot-Grün keine Chance?
Ich halte von Rot-Rot-Grün nichts. Außenpolitisch passt das nicht zusammen.
Hier:
Zum anderen sind da die ehemaligen Wehrmachtsoldaten, von Eppler über Bahr bis zum Oberleutnant Helmut Schmidt. Die haben alle einen riesengroßen Schuldkomplex, den ich auch haben würde, wenn ich auf Russen geschossen hätte. Aber was ist das für eine schizophrene Empathie? Man setzt Russland heute mit der Sowjetunion gleich, obwohl es die meisten Opfer in der Ukraine gab. Die Ukraine war vollständig besetzt, Hitler hat vor allem auf die Kornkammer und auf den Donbass gezielt. Deshalb waren die Vernichtungsaktionen dort auch besonders mörderisch. Diese Empathie mit der Ukraine bringen die Epplers, Bahrs und Schmidts leider nicht auf. Schmidt geht sogar so weit, dass er der Ukraine unterstellt, sie sei nie eine Nation gewesen.
Haben Sie als ehemaliger Bürgerrechtler einen anderen Blick auf den früheren KGB-Mann und heutigen Präsidenten Wladimir Putin?
Ich habe in ihm immer diesen skrupellosen und kaltblütigen Geheimdienstoffizier gesehen. Während seiner Rede im Bundestag 2001 bin ich rausgegangen. Viele Abgeordnete waren begeistert, weil er Deutsch gesprochen hat, und haben dennoch kaum auf seine Worte gehört. Wir haben Putin unterschätzt, diesen Gewalttäter. Zum ersten Mal hörte ich von ihm, nachdem meine Freunde vom Neuen Forum am 6. Dezember 1989 die Stasi-Zentrale in Dresden besetzt hatten. Am selben Abend wollten sie zur KGB-Zentrale. Dort kam ihnen ein Mann mit gezogener Pistole entgegen und sagte: Keinen Schritt weiter. Ich bin Offizier der Roten Armee und bereit, dieses Objekt bis zur letzten Patrone zu verteidigen. Das war der Oberstleutnant Putin.
Quelle:
https://www.tagesspiegel.de/politik/wir-haben-putin-unterschatzt-diesen-gewalttater-5164912.htmlAuch was er da sagt, über die Sanktionen und welche Sprache Putin verstehen würde, auch damit behielt er Recht.
Was wäre denn, wenn wir uns nicht ans Völkerrecht halten? Und beispielsweise das Abkommen kündigen, das die Durchfahrt durch den Bosporus regelt? Dann käme die russische Flotte, die demnächst aufgerüstet werden soll, aus dem Schwarzen Meer nicht mehr raus. Diese Sprache würde Putin verstehen.
Quelle:
https://www.tagesspiegel.de/politik/wir-haben-putin-unterschatzt-diesen-gewalttater-5164912.html(Das Interview ist von 2014.)
Da muss ich auch noch mal an Mützenich (SPD) denken, wie er vor 2 Jahren im Bundestag fragte, Wo waren sie denn, die warnenden Stimmen?
Och, die Stimmen gab es. Durchaus. Vor allm in Polen. Und in Frankreich. Und in der EU-Kommission. Und in der Bild-Zeitung. Und sogar im Bundestag.
@Karakachanka