Nyx_07 schrieb am 02.08.2026:Es gibt doch dafür um die 50 Euro im Regelsatz was für einen Single nicht viel ist aber bei 2 Personen sind es schon 100 Euro plus evtl. Kinder, da wundert es nicht, dass sich die Leute Autos leisten können.
Und so müsste es auch bleiben, mMn und nicht strikt ein D-Ticket ausgegeben werden, davon hätte die Landbevölkerung mit 2 Bussen am Tag ja nichts.
Das sehe ich auch so.
Und dann sind es ggf. nichtmal zwei Busse am Tag bei der Landbevölkerung. Wie sollten da ohne Auto z.B.: Einkauf, Arztbesuche, Behördentermine, Elternabend erledigt werden? Immer jemanden bitten mitfahren zu dürfen ist nicht realistisch möglich (schön natürlich wenn eine Fahrgemeinschaft möglich ist).
Bin auch generell mehr für Eigenverantwortung denn für Gutscheine, die immer wieder auf individuelle Lebenssituationen nicht passen - passen sie nicht, fehlt erst recht Geld.
Komme selbst prima ohne Auto klar, seit 20 Jahren... aber eben in der Stadt. Eltern, andere Verwandte auf dem Land: Bus einmal am Tag "hin", einmal "zurück", und das ist entweder ein Schulbus (= nur zu Schulzeiten), oder dann noch ein anderer Bus der täglich einmal eine größere Stadt anfährt, aber von so weit außerhalb des Orts dass ein Auto schon zum Erreichen des Busses nötig ist.
Ist sicherlich nicht überall so, es gibt bestimmt auch ländliche Orte mit passabler Anbindung, gibt es aber.
Als jemand mit zwar heutzutage stabilem und solidem Einkommen, aber aufgewachsen bei Eltern die meist arbeitslos waren (später Hartz-IV-Bezug), und auch selbst Leuten im Umfeld die auf Sozialleistungen angewiesen sind:
Auf die Idee, jemandem etwas zu neiden, käme ich nicht. Die "Sätze" mögen für den ein oder anderen gut reichen (Aussagen von v.a. jüngeren Leuten ohne tatsächlichen Sozialleistungsbezug, die angeben sie würden von weniger gut zurechtkommen, oder auch "im Studium hatten wir weniger", glaube ich), meist aber nur unter optimalen Bedingungen, wie z.B.: Gesund (= es fallen keine Zusatzkosten an, es können "beliebige" Lebensmittel und sonstige Produkte genutzt werden), alle Kinder gesund, die Tafel oder eine andere Möglichkeit Lebensmittel günstig zu erhalten ist gut erreichbar, Wohnlage und Gesundheit erlauben es ohne eigenes motorisiertes Fahrzeug auszukommen oder es wenig zu nutzen. Wenn das nicht gegeben ist, wird's ganz schnell ganz eng.