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Onlinedurchsuchung

312 Beiträge, Schlüsselwörter: Überwachung, Datenschutz, Big Brother, Schäuble, Onlinedurchsuchungen

Onlinedurchsuchung

08.04.2007 um 02:01
Link: blog.kairaven.de (extern)


Die Zeit freundlicher Kritik und ständiger Mahnung, bei derTerrorismusbekämpfung
Augenmaß zu wahren, geht zu Ende. Nun ist Widerstand geboten.Unter der neuen
"Sicherheitsarchitektur", die der Innenminister Schäuble plant,verbirgt sich die
Verwandlung der Bundesrepublik in einen Überwachungsstaat.

Egon Bahr hat
geschrieben, Staatsräson gehe vor Menschenwürde. Das ist falsch. OhneAchtung vor der
Menschenwürde verliert der Staat jede Räson. Er wird zurHerrschaftsmaschine, die man
fürchten muss, aber nicht mehr achten kann.
Wieschön, dass man eine solch klare
und notwendige Feststellung mittlerweile auch aus demMunde eines Politikers vernehmen
kann, der immer noch eine gewichtige Stimme auf dempolitischen Parkett besitzt, wenn es
um Fragen der Bürgerrechte geht und dieseFeststellung auch in einer der Zeitungen
erscheint, die für mich noch zu denPresseerzeugnissen zählt, die sich eine kritische
Position bewahren und ihrer Aufgabeals "vierte Macht" etwas mehr Ernst beimessen als die
anderen Blätter und Sender.

Denn genau darum geht es – jetzt: Wir müssen in
den "Widerstandsmodus" gegen diefortgesetzten Angriffe gegen unseren demokratischen
Rechtsstaat umschalten, denn dieVerfechter des präventiven Sicherheitsstaates als
autoritärer Ausprägung der"Herrschaftsmaschine", die der Staat immer schon war, legen
schon seit Jahren keinenkeinen Wert auf Kritik und öffentlichen Diskurs, um das
Spannungsfeld zwischenSicherheit und Freiheit auszuloten, bevor man Einschränkungen der
Freiheit vornimmt.

Öffentliche Beteuerungen der Verfechter, dies tun zu wollen
und bei ihremVorgehen die demokratische Grundordnung und den Rechtsstaat zu achten,
werden nur nochausgesprochen, weil man weiß, dass dies zu den demokratischen
Gepflogenheiten gehörtund zur notwendigen Rhetorik, mit der man der Öffentlichkeit
glaubhaft machen muss,dass jede Erosion des Rechts- und Verfassungsstaates ihrerseits
auf demokratischenVerfahren fusst. Der Abbau von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit
unter dem Primat vonSicherheit und Kontrolle hat sich demokratisch zu vollziehen.


Dagegenverhallen die demokratischen Mittel und Wege der Mahnung und Kritik zusehend
ungehört,die Verfechter halten nicht inne, um sie von allen Seiten zu beleuchten,
sondernschalten reflexhaft auf Blockade und Abwehrhaltung, die man bevorzugt über die
Medienzelebriert, begleitet von der einen oder anderen Diffamierung der Vertreter der
Kritik– das ist zur Zeit der Zustand und das Klima in Deutschland, in denen der Diskurs
überdie Wahrung unserer Demokratie und unserer Rechte bei Wahrung und Ergreifungder
notwendigen Sicherheitsmaßnahmen, die sinnvoll, effizient und verhältnismäßigsind, nicht
geführt wird.

Deshalb muss von uns der Diskurs vermehrt im"Widerstandsmodus"
geführt werden, wobei sich – wie immer – die Frage des "Wie"stellt.

Wir
können dem Sicherheitsstaat individuell und technisch unsereGegenwehr demonstrieren,
indem jeder das gesamte Potential und Spektrum an Technikenativiert, die in der
Spezialistensprache als "die Privatsphäre verstärkende Techniken"bezeichnet werden, ganz
unabhängig davon, ob sie konkret "hinter dir und mir hersind". Wir können öffentlich bei
Demonstrationen wie der kommenden Freiheit stattAngst - Demo gegen Sicherheits- und
Überwachungswahn am 14. April präsent sein, umunsere Ablehnung zu zeigen und darauf
hoffen, dass die Medien in ihrerBerichterstattung diese Ablehnung aufgreifen und
transportieren. Wir können unsereAblehnung bei kommenden Wahlen deutlich machen, indem
wir den Parteien unsereZustimmung verweigern, die sich in der Regierung und im Bundestag
am Abbau unsererGrundrechte beteiligen oder beteiligt haben. Jeder kann sich an Aktionen
beteiligen,die sich der Wege bedienen, die uns der Rechtsstaat dafür zur Verfügung
stellt:Petitionen und Verfassungsbeschwerden. Jeder kann seine Stimme so laut wie
möglicherheben – in persönlichen Gesprächen am Arbeitsplatz, im Bekannten- und
Freundeskreisoder in Chats, in Anrufen bei Radio- und TV-Sendungen, die sich unserer
Kritik widmen,in Leserbriefen zu Presseartikeln, die dies ebenfalls machen, in Form
permanenterkritischer Berichterstattung "von unten" in Webforen, Weblogs und auf
Homepages.

http://blog.kairaven.de/archives/1071-In-den-Widerstandsmodus.html


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Onlinedurchsuchung

08.04.2007 um 23:11
hier mal was zum Bundestrojaner. *g (Satire!)



Liebe Bürgerinnen undliebe Bürger,

sicher haben Sie in den Medien die Diskussionen über dieOnline-Durchsuchung von Privat-Computern im Rahmen der Bedrohung der Sicherheit derBundesrepublik Deutschland durch den internationalen Terrorismus verfolgt.

Leider wurde der Sinn und Zweck dieser Online-Untersuchungen von den meisten Medienein wenig verzerrt dargestellt.

Von den Medien völlig vernachlässigt wurde derAspekt der Sicherheit für Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, und Ihre persönlicheIT-Struktur.

Der von der Bundesregierung im Zusammenhang mit dem bekanntenSoftwarehersteller Dodo entwickelte Bundestrojaner bedeutet vor allem für Sie einen nichtzu unterschätzenden Gewinn an Sicherheit. Denn der Bundestrojaner überwacht IhrenComputer rund um die Uhr und meldet verdächtige Dateien sofort an bis zu 37Sicherheitsbehörden weiter, darunter das Gemeinsame Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) desBundesinnenministeriums.

Der Vorteil für Sie als Computernutzer ist, daß Siesich dank des Bundestrojaners keine Sorgen mehr um die Sicherheit Ihres Computers oderIhrer Daten machen müssen. Das erledigen nach Download und Installation desBundestrojaners die deutschen Sicherheitsbehörden für Sie. Sollten alle Stricke reißen,dann haben die Sicherheitsbehörden auch ein Back-Up Ihrer Datensätze für Sie parat. Siesehen also, der Bundestrojaner bringt Ihnen nur Vorteile. Zögern Sie deshalb nicht, ladenSie noch heute den Bundestrojaner herunter und installieren Sie ihn auf IhrenFestplatten.

Danach brauchen Sie nie mehr an den Bundestrojaner denken, er wirdautomatisch aktualisiert, läuft immer als Hintergrundprozeß und gibt Ihnen einfach dasgute Gefühl, sicher im Internet unterwegs zu sein.


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Onlinedurchsuchung

08.04.2007 um 23:15
Link: www.gulli.com (extern)

der Link ist auf der Seite im Anhang zu finden.


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alphaomega
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Onlinedurchsuchung

08.04.2007 um 23:23
schaut doch mal bei opensky.cc vorbei !


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Onlinedurchsuchung

08.04.2007 um 23:25
guter Tip, alpha ;)


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Onlinedurchsuchung

09.04.2007 um 02:46
das mit den antivirenprogramme war doch klar


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alphaomega
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

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Onlinedurchsuchung

09.04.2007 um 15:15
das schlimme ist das es eben so klar ist ;)


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Onlinedurchsuchung

09.04.2007 um 19:01
Link: www.miprox.de (extern)

hier ein gutes und kurzes pdf zumthema:

http://www.miprox.de/Sonstiges/Verschwoerungen.pdf


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sailor
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Onlinedurchsuchung

11.04.2007 um 13:45
Mal angenommen, die Onlineschnüffelaktionen werden irgendwann demnächst legal, auch wennhierzu das Grundgesetz mal wieder geändert werden müsste, aber Herr Schäuble lässt janicht locker... was passiert eigentlich, wenn dann mal bei den Usern X und Y tatsächlich"verdächtige" Daten auf deren Platten gefunden werden?

Zur "Beweissicherung"müssten diese Daten dann auch noch kopiert werden ! Könnte ja sein, dass der oderdiejenige die es dann betrifft, die brisanten Daten inzwischen wieder gelöscht hat... ZumKopieren muss aber das Urheberrecht beachtet werden oder ausgehebelt werden, dennpersönliche Daten vom User selbst verfasst sind Sein geistiges Eigentum und eineVervielfältigung ist somit in Form einer "Sicherungskopie" gar nicht zulässig, da hierbeidas Urheberrecht verletzt würde. Auch ist es streng genommen "Geistiger Dienstahl". Ichfrage mich, wie man diese Hürden per Gesetz eigentlich überwinden will, selbst wenn derOnline-Lauschangriff legitimiert würde?

Und was passiert dann tatsächlich mit soeinem, möglicherweise "versehentlich" unter Verdacht geratenem User X oder Y? Bestrafungohne jede Form der Anhörung, ohne jede Aufklärung der Sachlage? OhneVerteidigungsmöglichkeit? Was wenn es sich später als "Irrtum" herausstellt? UnterVerdacht kann nahezu jeder im Prinzip kommen. Reicht der Verdacht schon für eine Anklageoder Verurteilung aus? Wie sehen die Pläne dahingehend von unserer Bundesregierungeigentlich aus?

Und wie will man solche heimlichen Schnüffelaktionen eigentlichmit unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung in Einklang bringen? Nicht nur dieunverletzlichkeit der Wohnung müsste gestrichen werden, sondern auch das Urheberrecht undauch der Geistige Diebstahl in Form von gesicherten Kopien müsste dann rechtlich generellerlaubt werden, was weitreichende Folgen hätte, da hier der Schutz der Privatsphärenahezu komplett ausgehebelt würde.

Auf der einen Seite sind Bestrebungen im Gange,das Aufzeichnen von Fernseh,- und Rundfunksendungen für den privaten Gebrauch zuverbieten, auf der anderen Seite will aber der Staat selber Zugriffsrechte auf privateDatenträger seiner Bürger per Gesetz einfordern und sogar Kopien von privaten Dateienziehen, die zur Beweissicherung nötig wären, unter Umgehung sämtlicherUrheberschutzrechte. Was soll das werden? Ein totalitärer Überwachungsstaat der mehrRechte für sich selbst gegen seine eigenen in der Regel friedlichen Bürger in Anspruchnehmen will und die Rechte und Freiheiten der Bürger immer mehr einschneiden will? Wiegeht das mit unserer freiheitlich-demokratischen Rechtsverfassung überhaupt inEinklang?


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alphaomega
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Onlinedurchsuchung

11.04.2007 um 15:59
@sailor

"Was soll das werden? Ein totalitärer Überwachungsstaat der mehr Rechtefür sich selbst gegen seine eigenen in der Regel friedlichen Bürger in Anspruch nehmenwill und die Rechte und Freiheiten der Bürger immer mehr einschneiden will? Wie geht dasmit unserer freiheitlich-demokratischen Rechtsverfassung überhaupt inEinklang?"

sehr schöner post, und gut das du fragst, denn, genau das
fragensich die wenigsten, denn, sie haben ja alle nichts zu befürchten, zu verstecken etc...
wie du richtig erkannt hast, werden hier viele rechte der bürger einfachabgeschnitten, zb auch das die wohnung unantastbar ist. darüber sind sich viele nicht imklaren, deswegen ist es wichtig möglichst viele menschen über dieses thema aufzuklärenstatt nach berlin zu fahren und sich knut den eisbären anzusehen ;)


"Und waspassiert dann tatsächlich mit so einem, möglicherweise "versehentlich" unter Verdachtgeratenem User X oder Y? Bestrafung ohne jede Form der Anhörung, ohne jede Aufklärung derSachlage? Ohne Verteidigungsmöglichkeit? Was wenn es sich später als "Irrtum"herausstellt? Unter Verdacht kann nahezu jeder im Prinzip kommen. Reicht der Verdachtschon für eine Anklage oder Verurteilung aus? Wie sehen die Pläne dahingehend von unsererBundesregierung eigentlich aus?"

Pläne? Das weiß unser Herr Schäuble selber nicht.Die meinsten Informationen die ich darüber bekommen könnte sind meist nicht aussreichendoder wiedersprechen sich oder sind einfach hohl. Mich würde das aber auch sehrinterssieren.
oder ist das wirklich der versuch bestimmte personen einfach 'mund tot'zumachen, nach dem motto: es war auf deiner platte, du bis schuld, halts maul;)
??

Erstaunlich ist auch hier das verhalten der Medien, die teilweise völligohne kritische beleuchtung über dieses Thema berichten. Überschriften wie 'Anti TerrorDatei kommt' sind gang und gebe, und bei dem wort Terror haben viele Menschen schon ganzautomatisch verständnis für die notwendigkeit einer verknüpfung von Geheimdiensten undPolizei im In- und Ausland.

Am meisten stört mich das Volk, die Bürger diescheinbar zu faul sind sich zu informieren und für ihre rechte zu kämpfen. Der Staat hatwirklich erreicht was er will, den dummen pöbel klotz hohl gemacht und nur noch zu einemfähig: konsum ohne fragen zu stellen.


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alphaomega
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Onlinedurchsuchung

11.04.2007 um 17:24
Die Frage ist auch, wie man Terror definiert. Es ist durchaus möglich das igrendwann derfreie Meinungsaustausch schon als Terror definiert werden kann. Das kann bedeuten das esschwieriger werden kann für Menschen die sich kritisch dem System gegenüber äussern, auchwenn deutsche Politker Länder wie Russland gerne diesbezüglich den erhobenden Zeigefingerzeigen und sagen: 'na,na... meinungsfreiheit ist ein hohes gut', doch ehrlich wissen siedoch ganz genau, daß genau diese Meinungsfreiheit und ganz besonders die Möglichkeit derÄusserung einestages zu einem ernsten Problem werden kann. Nicht so sehr auf der Starße,da haben sie die Bürger weitesgehened verbannt, nur ein paar Jugendliche machen hin undwieder mal ein bischen Rabatz, dies aber ehr aus Langeweile als aus bewusstem Frust. DasInternet, muß über kruz oder lang, aus den Augen eines Politkers, kontrolliert werden unddas dafür ein paar Grundgesetze geändert werden müssen, ist doch wohl selbstverständlich. Schließlich ist das alles nur zum Schutz und Wohl des geliebten Volkes.
Die kehr Seite der Medallie ist dem normalen Bürger, oder Online Nutzer kaum bekannt,da eben über diese aus welchen Gründen auch immer, im öffentlichen verdümmungs Prozess(TV, Bild etc...) nicht, und wenn dann meist falsch oder voreingenommen berichtetwird.
Auch wenn im Moment den meisten bekannt ist das es sich hier um dieses putzigeTierchen, dem Bundestrojaner handelt der so im Hintergrund guckt was sich so auf meinerPlatte befindet, geht es doch um weit mehr als 'nur' das.
Der Begriff 'der glässerneMensch' ist vielleicht bald wörtlich zu nehmen. ;)
Nicht nur das heutzutage schondurch WEB 2.0 die Interessen der Menschen weltweit ausspioniert werden (und diese gebensie gerne bekannt, macht ja spaß)
jetzt ist viel interessanter zu schauen was sie soin ihre e-mail schreiben, an wen sie sie schicken und warum. Welche Privaten Fotos so aufdem Rechner sind und ganz nebenbei stöbert man noch mal im Tagebuch des zu schützenden'Kunden'.
Die Frage ist für mich dann ganz klar: Warum ? Wer vertraut hier wem nichtmehr?

ich muß weg ;)

ao


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alphaomega
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Onlinedurchsuchung

13.04.2007 um 12:58
Freitag, 13. April 2007
Fahndung mit Passbildern
Hirsch droht mit Klage

DiePläne von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) für einen Online-Zugriff derPolizei auf die bei Meldeämtern gespeicherten Passfotos stößt beim Koalitionspartner SPDauf Skepsis. "Das wird es mit uns nicht geben, das ist ganz klar", sagtSPD-Innenpolitiker Klaus Uwe Benneter bei n-tv. "Wir sind jetzt dabei, eine EU-Verordnungumzusetzen, wonach biometrische Daten in den Passdokumenten mit drin sein sollen. Daswerden wir so 1:1 umsetzen. Und dazu gehört nicht, dass das bisherige Passregister nun zueiner Fahndungsdatei ausgeweitet wird oder eben zu einer allgemeinen Auskunftsdateiwird."

Der CDU/CSU-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach unterstützt SchäublesVorschlag. "Nicht nur für Raser, auch für Ganoven" solle die Polizei direkt Foto-Datenabrufen können, sagte er der "Neuen Presse". Allerdings solle die Polizei Fotos nur nachDienstschluss einer Meldebehörde und bei nachgewiesener Eilbedürftigkeit abrufen dürfen.Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) forderte die SPD auf, der Unionentgegenzukommen. Unterdessen wurde bekannt, dass sich die Pläne nicht nur auf neueReisepässe mit einem Chip, sondern auch auf ältere beziehen.

Beckstein sagte, dievon Schäuble angedachten Änderungen des Passrechts für den Zugriff auf gespeichertePassfotos und Fingerabdrücke seien unvermeidlich. "Bilder müssen für polizeilicheErmittlungen verwendbar sein, Fingerabdrücke sollten sich allerdings aufSchwerkriminalität beschränken", erklärte er in der "Leipziger Volkszeitung". Es solltensich "diejenigen, die in der SPD Sicherheitspolitik machen, den vernünftigen Lösungennicht verschließen". Eine vernünftige Regelung müsse "nahe an unserer Linie" gefundenwerden. Die Terrorgefahr in Deutschland sei noch zu wenig im Bewusstsein der Bevölkerungverankert.

Hirsch droht mit Klage

Strikt gegen die die Pläne von Schäubleist der frühere nordrhein-westfälische Innenminister Burkhard Hirsch (FDP). Sollte es zurso genannten Vorratsdatenspeicherung kommt, dann werde er Verfassungsbeschwerde einlegen,sagte er dem Hessischen Rundfunk. "Wenn der Staat dazu übergeht, jeden Bürger wie einenmöglichen Straftäter zu behandeln, dann wird sich der Bürger fragen, ob er diesem Staatnoch vertrauen kann."

Betroffen von der geplanten Passfoto-Abfrage sind nachInformationen der "Schwäbischen Zeitung" nicht nur die Inhaber der neuen biometrischenReisepässe, die seit Ende 2005 ausgegeben werden. Vielmehr werde bereits bei einemGroßteil der Reisepässe und Personalausweise das Passbild bei den Behörden digital -unddamit abrufbar -gespeichert.


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alphaomega
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Onlinedurchsuchung

13.04.2007 um 15:43
Link: www.heise.de (extern)



Es ist nicht einfach, die Folgen zunehmender Überwachung zubemerken


http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25066/1.html


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sailor
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Onlinedurchsuchung

14.04.2007 um 12:10
......... die Bedrohung durch den allgegenwärtigen Terror muss furchtbar sein. GeradeDeutschland wird, wie wir es ja tagtäglich aus den Nachrichten hören permanent vonTerroranschlägen heimgesucht. Täglich kommen neue Drohungen. Viele Großstädte sind schonvöllig zerbombt worden. Gut, dass wir jetzt endlich einen so wunderbaren, uns überallschützenden Kontroll,- und Überwachungsstaat haben, der uns Bürger doch weitestgehendüberall die höchstmögliche Sicherheit garantiert. Ja, unsere Freiheiten sind zwar alleweg. Es war damals eine sehr schöne Zeit gewesen, sagte mir zumindest noch meinGroßvater, kurz bevor er starb. Aber dafür haben wir eine Sicherheit in unserem Lande,die wohl unübertrefflich ist.

Klar, großartig darüber offen reden können wir jetztnicht mehr. Überall könnten Lauschmikrofone stecken oder Überwachungskameras. Jeder kannjederzeit und überall geortet werden und nicht nur das, auch identifiziert werden. Manist nirgendwo mehr allein, der große Bruder überwacht uns nun 24 Stunden lang allüberall.Aber auch wenn wir uns nun hüten müssen, etwas kritisches über den Staat zu sagen, denndie das taten, waren auf mysteriöse Art und Weise plötzlich nicht mehr unter uns, es gibtauch nichts kritisches über den Staat zu sagen. Wir haben vollstes Vertrauen in unserenStaat, er will ja nur unser bestes und uns schützen und die größtmögliche Sicherheitgeben.

Das letzte Flugzeug, das über Berlin abgeschossen wurde hat zwar erheblicheVerwüstungen in der Hauptstadt angerichtet und leider sind alle Passagiere dabei umsLeben gekommen und auch viele die sich im Abschussbereich befanden. Aber wir müssen ebenalle Opfer bringen. Nicht auszudenken, wenn die Terroristen das Regierungsvierteltorpediert hätten. Wir Bürger haben die Pflicht unseren Staat und unsere Regierung zuschützen, so wie der Staat uns Bürger alle schützt, dank dieser Überwachunsgmaschinerie.Dafür müssen wir doch Dankbar und Ergeben sein.

Es soll auch Fälle gegeben haben,wo versehentlich Leute einfach verhaftet wurden, man hat sie verwechselt. Aber da istunser Staat rigoros, er sagt uns ja ganz genau wie wir uns in der Öffentlichkeit zuverhalten haben, wer sich nicht daran hält und so in das Raster kommt, der ist es dochselber schuld. Koffer, wer trägt heute noch Koffer, da muss man sich dann ja auch nichtwundern, wenn man sich verdächtig macht. Auch Rucksäcke wurden verboten. Man trägt heutealles wie vorgeschrieben in durchsichtigen Plastiktüten, damit der Inhalt allüberalldurchgescannt werden kann. Wer so unvorsichtig ist und mit einem geschlossenen Kofferdurch die Gegend rennt, der ist es doch selbst schuld oder?

Warum sollten wir demStaat auch etwas über uns verheimlichen? Wir haben schließlich nichts zu verbergen. Undwarum soll der Staat nicht auch alles über uns wissen? Schließlich will er uns ja nurschützen. Manchmal frage ich mich natürlich schon, warum es trotzdem immer noch zuAnschlägen kommt und diese nicht verhindert werden konnten. Es heißt, das System sei auchnoch nicht vollständig ausgebaut. Es könne leider noch nicht jeden Bürger erfassen, vorallem die aus anderen Ländern hier herkommen, die haben ja auch noch nicht diesen Chip,der sie indentifiziert. Und hier in Deutschland bekommt man den auch nur dann, wenn mansich nachweislich in den letzten 10 Jahren absolut nichts zu schulden hat kommen lassen.Das wird überprüft. Die mit dem Chip können also recht frei, na ja, unbescholtenzumindest, hier herumlaufen. Die, welche irgendwann mal aufgefallen sind, bekommen einenVermerk im Chip, sodass sie immer damit rechnen müssen, mal überprüft zu werden. Damitmuss man leben, wenn man Sicher sein will im eigenen Land vor den eignene Bürgern. Mankann ja heute niemandem wirklich mehr über den Weg trauen. Gut also, dass wenigstens derStaat den großen Überblick über jeden einzelnen Bürger hat und so den friedlich gesinntenund gesinnungstreuen Genossen zu schützen weiß........

(aus dem Tagebuch einesDeutschen des Jahres 2012)


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trabius
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Onlinedurchsuchung

14.04.2007 um 18:19
Das Internet wurde dazu erfunden,um alle auszuspionieren!


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Onlinedurchsuchung

14.04.2007 um 18:24
ja wieder mal ein qualifizierter und thema spezifischer beitrag von trabius!


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trabius
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Onlinedurchsuchung

14.04.2007 um 18:54
das HANDY auch kauft euch alle ein STEW 3 TELEFON damit kann man euch nicht so gutabhören,
oder redet mal wieder miteinander


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Onlinedurchsuchung

14.04.2007 um 19:21
Link: www.heise.de (extern)

Schäubles Symptome

Peter Mühlbauer 10.04.2007

Trüben Traumata dieUrteilsfähigkeit des Ministers?

"Um einen Lebenden zu verstehen, muss man wissen,wer seine Toten sind. Und man muss wissen, wie seine Hoffnungen endeten - ob sie sanftverblichen oder ob sie getötet wurden. Genauer als die Züge des Antlitzes muss man dieNarben des Verzichts kennen." (Manès Sperber)

In den [extern] Blogs wird heftigdarüber spekuliert, und nicht nur in den Postings auf Heise [extern] vermuten es eineMenge Leser, sondern auch in den Foren von [extern] Focus, dem [extern] Tagesspiegel undder [extern] Süddeutschen Zeitung: leidet Schäuble nicht nur an den körperlichen Folgendes Attentats, sondern auch an einer traumatisierten Psyche, die seine Wahrnehmungentscheidend trübt?


Posttraumatische Belastungsstörung
Obwohl sich keineFerndiagnosen stellen lassen und das Innenministerium über die Krankengeschichte desMinisters weit weniger umfassend Einsicht gibt, als es der Minister von seinen Bürgerngerne hätte, spricht einiges für das Vorliegen einer sogenannten PosttraumatischenBelastungsstörung (PTBS). Selbst wenn man die recht engen Kriterien der professionellenPsychologie für die Entwicklung einer solchen Störung anlegt - Todesgefahr oder schwereVerletzung -, kommt man im Fall Schäuble zum Ergebnis: das könnte passen. Naomi Breslaunahm in ihrer Studie von 1998 Schussverletzungen sogar als typisches Beispiel derPTBS-Auslöserkategorie "mit Waffe verletzt", die ihr zufolge bei Männern mit einerWahrscheinlichkeit von 18,1% zu einer PTBS führt.
Würde Schäuble nicht auffällighandeln, könnte man immer noch davon ausgehen, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 4/5keine Posttraumatische Belastungsstörung vorliegt. Aber Schäuble verhält sich auffälligund dieses auffällige Verhalten passt auffallend gut in die Symptomatik derPosttraumatischen Belastungsstörung. Vor allem die Hypervigilanz, die übersteigerteSchreckhaftigkeit, das Wahrnehmen abstrakter Gefahren als konkret und die dementsprechendfalsche Interpretation dessen, was geeignet, erforderlich und angemessen ist. Das von Dr.Markos Maragkos im [local] Interview zu Posttraumatischen Belastungsstörungen genannteBeispiel des durch einen Unfall traumatisierten Autofahrers, der zur Vermeidung derGefahr das Autofahren ganz sein lässt, erinnert frappant an Schäubles Umgang mit derVerhältnismäßigkeit, wenn es um die Methoden zur Vermeidung zukünftiger Verbrechengeht.

mehr >

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25046/1.html


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sailor
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Onlinedurchsuchung

15.04.2007 um 09:40
Das Internet ist sicherlich nicht dazu erfunden worden um andere auszuspionieren.Zweifelsohne ist es aber möglich. Das Handy ist auch nicht erfunden worden um andereauszuspionieren, zweifelsohne ist es aber möglich, ebenso ist das Telefon als solchesnicht erfunden worden um auszuspionieren, aber man hat die Möglichkeit damit, es zu tun.Auch die LKW-Mautanlagen sind wohl kaum dazu aufgebaut worden um damit VerdächtigeKriminelle aufzuspüren, aber man kann es. Und mittels Navigationssystemen kann manFahrzeuge und Personen ebenfalls orten und damit auch überwachen. - Die Frage ist, ob manimmer alles das was technisch möglich ist, auch umsetzen muss? Ob das überhaupt notwenigist und ob es überhaupt sinnvoll ist und in welchem Aufwands,- Kosten und Nutzenfaktor essteht in Bezug auf die damit verbundenen Resultate.

Sollte der Staat (DieRegierung) tatsächlich so einen totalen Überwachungsapparat hier aufbauen wollen, mussich allen ernstes an der freiheitlich-demokratischen Gesinnung mancher Politikerernsthaft zweifeln. Denn mit dieser totalüberwachung via biometrischer Daten,Fingerabdrücken, Anti-Terrordatei, Onlinezugriff von überall, Vernetzung vonVideoüberwachung, Aushebelung der menschlichen Grundrechte, Grundgesetzänderungen,Aufhebung des Urheberrechts, der unverletzlichkeit der Wohnung, später eventuell derkörperlichen Unversehrtheit und der Menschenwürde usw... über das legitime Schnüffeln aufprivaten Festplatten der eignen Büger, verwanzung der Wohnräume, Ortung durch Handy,Navigationssysteme, Missbrauch der Mautanlagen zur Überwachung aller Bürger,Abschießbefehlen von verdächtigen Flugzeugen über bewohnten Lebensräumen, sowie dasgenerelle Abhören von allen Telefongesprächen und Emails bis hin zum Verzicht auf dasPostgeheimnis und dem durchschnüffeln von Briefen... kann man nicht mehr ernsthaft alsDemokratisch bezeichnet werden und macht sich äusserst unglaubwürdig. Solche Maßnahmender Totalüberwachung wären in einem Kriegsfall, Notfall oder in extremenKrisensituationen noch so gerade einigermaßen vertretbar, aber wohl kaum bei denderzeitigen, verhältnismäßig normalen Zuständen. Ein solcher Überwachungsapparat stelltdie Methoden der Gestapo des dritten Reichs und der Stasi absolut in den Schatten undwäre ein Molloch an Überwachung wie es etwas ähnliches noch nie seit Bestehen derMenschheit gegeben hat. So ein Apparat steht in keinem Verhältnis zu den tatsächlichenGegebenheiten. Brauchen wir das/ wollen wir das?

Damit man einige wenigeKriminelle und daneben eine gewissen Kreis an Verdächtigen, von denen der größte Teilunbescholten ist, ein klein wenig besser unter Kontrolle bekommen kann, wobei es auch dakeine 100% Sicherheit gibt, und die wirklichen Terroristen auch Möglichkeiten nutzenwerden, sich dieser Kontrolle zu entziehen, der einzelne Bürger aber nicht, soll jederBürger vom Staat als potenzieller Verbrecher angesehen werden, der erst einmal beweisensoll, dass er ein friedlicher Mensch ist? Vertauen als Grundlage für eine MenschenwürdigePolitik wird hier ziemlich schnell verspielt. Wie soll ein Bürger noch Vertrauen in soeinen Überwachungsstaat haben, der herumspioniert, heimlich herumschnüffelt und jedenSchritt und Tritt der eigenen Bürger kontrollieren und misstrauisch überwachen lässt? Werhat hier eigentlich in erster Linie kein Vertrauen mehr zu den eigenenBürgern?


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