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Onlinedurchsuchung

312 Beiträge, Schlüsselwörter: Überwachung, Datenschutz, Big Brother, Schäuble, Onlinedurchsuchungen
ralo
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Onlinedurchsuchung

28.03.2007 um 09:58
@sailor

ich kann dem nur zustimmen was du schreibst!

der staatzeigt
auch wieder mal sehr deutlich, das er bei seinen bürgern erst einmal vermutet,das alle
kriminelles potential besitzen. weiß jemand, ob die onlineuntersuchungen, diebis dato
schon gemacht wurden, als beweismittel rechtskräftig sind? denn es ist jawohl so, wenn
ich z.bsp. ein telefonat mitschneide um einen anderen dingfest zumachen, dieses nicht
als beweismittel zulässig ist. wenn ich pech habe bekomme ichsogar eine strafe. der
mittschnitt von gesprächen erfordert immer eineeinverständniserklärung von den
beteiligten.

ich würde es begrüßen, wenn derstaat auch so agil reagieren würde
bei den ganzen internetbetrügereien, wie z.bsp. dieseiten, die kinder direkt ansprechen
(hausaufgaben.de, usw.) um für den abruf einerseite 30€ abzukassieren. da tut sich der
gesetzgeber aber wieder mal sehr schwer.

oder wie wären denn
onlineuntersuchungen von firmenrechnern, um das hintergehenvom finanzamt zu belegen?
aber wenn man natürlich selbst im aufsichtsrat sitzt wirdman sich ja wohl nicht selbst
ausspionieren.


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sailor
ehemaliges Mitglied

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Onlinedurchsuchung

28.03.2007 um 11:32
Ich würde mal so sagen, in der Vermutung, dass in jedem Bürger ein gewisses kriminellesPotential vorhanden ist, hat der Staat gar nicht so unrecht. Aber das alleine ist janichts generell verwerfliches und auch nichts strafbares. Was ist ein Potenzial? Hatnicht (fast) jeder schon mal gelogen? Es ist eher die Frage in wie weit der Staat in derLage ist durch Prävention, Erziehung, Bildung und positiven Angeboten,Motivationsförderung die in einem Menschen schlummernden positiven Potentiale zu weckenoder zu fördern, sodass negatives Potential erst gar nicht großartig entwickelt wird.

Mit Generalverdächtigungen, in jedem Bürger erst einmal einen Kriminellen zusehen, der beweisen soll, dass er ein lieber und braver Bürger ist, mit Stasimethoden,Bespitzelungen, Schnüffelaktionen, Kontrollen und Überwachung und der Gleichen entstehtkein besonders gutes Klima um Vertrauen zum Staat zu gewinnen. Damit weckt der Staatselber Misstrauen gegenüber seinen Bürgern, denen er nur noch schlechtes zutraut undunterstellt. Wäre der Staat den Bürgern zunächst positiv eingestellt, würde der Bürgerdieses Verhalten dem Staat gegenüber mit der Zeit auch wieder erbringen.

DieEntwicklung geht vom tatsächlichen und nachweislichen Überführen eines Täters durchBeweise seiner Tat immer mehr hin zur Verurteilung aufgrund des unbewiesenen Verdachts.Und in Verdacht kann prinzipiell jeder geraten. Das alleine aber kann kein rechtsgültigesVerurteilungskonzept sein, dass schon der Verdacht alleine ausreicht um jemanden hinterdem man etwas vermutet, schon verurteilt. Ohne Beweise, die einen Verdacht erhärten, ohneechte Tatbestände, geht die Tendenz zu einer Generalisierten Verdächtigunsmaschinerieüber. Das schürt Misstrauen und ist für eine freiheitlich-demokratische Grundordnung dasreinste Gift !

Wenn der Staat wieder eine gesunde Vertrauensbasis zu seinenBürgern schaffen will, ihnen eine freie Entfaltung und Entwicklung im positiven Sinnebieten und gewähren will, muss er auch entsprechend handeln. Durch Gesetze und Verbote,die die persönlichen Freiheiten immer mehr einschränken, durch Generalverdächtigungen,durch immer stärkeres Misstrauen gegenüber den eigenen Bürgern im Staat wächst aber eherder Unmut und das gegenseitige Misstrauen und er erreicht durch solcheÜberwachungsstrategien eher das Gegenteil.

Es wäre besser, wenn der Staateinmal darüber nachdenken würde, wieder ein positiveres Klima hier zu schaffen, gesundeRahmenbedingungen aufzubauen, die es ermöglichen in Frieden miteinander und nichtgegeneinander zu leben und leben zu lassen. Die Sicherheit stellt sich mit der Zeit in soeinem Lande von selbst ein, da jeder Einzelne am Erhalt einer solche Oase interessiertist. In einem Lande aber, wo man Angst haben muss vor dem immer allmächtiger werdendenKontrollstaat, wo man schon Angst haben muss sich in der Öffentlichkeit normal zuverhalten, ohne dabei gleich unbewusst verdächtige Erkennungsmerkmale zu senden, ist einefreie Entfaltung nicht mehr möglich. Wo man sich für seine Handlungen schon rechtfertigenmuss, warum man gerade so und nicht wie es erwartet wird, verhalten hat usw... geht dieFreiheit irgendwann völlig verloren. Und in so einem Staat will irgendwann auch niemandmehr leben, auch wenn er eine gewisse Sicherheit bietet.


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alphaomega
Diskussionsleiter
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Onlinedurchsuchung

28.03.2007 um 18:49
eben.

was soll das sein? ein staat der seinem volk so derbe
misstraut hatkeine zukunft.


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Onlinedurchsuchung

28.03.2007 um 23:37
Ja sailor, so oder ähnlich verhält es sich. Was ich jedoch nicht ganz verstehe ist,wie Behörden wie der Verfassungsschutz, MAD usw. den Bundestrojaner einsetzen (werden)bzw. gezielten Zugriff auf die Rechner verdächtiger Personen bekommen (sollen).

Wer sich einigermaßen auskennt und sich mit offenen Augen im Netz bewegt, E-MailAnhänge unbekannter Absender nicht öffnet, sich mit Hard- & Softwarefirewall schützt undobendrein beispielsweise ein Linuxsystem benutzt - falls Windows, dann miteingeschränkten Benutzerrechten - wie soll dann fremde, ungewollte Schadsoftwareinstalliert werden die auch noch telefoniert?

"Verdächtig" machen sichmittlerweile auch diejenigen, denen Privatsphäre noch etwas bedeutet, indem sie sich derÜberwachung und Zensur des Netzes entziehen wollen, z.B. durch Verschüsselung derE-Mails/Remailer, Verschlüsselung von Festplatten oder Nutzung vonAnonymisierungsdiensten wie TOR. Klar, leider werden diese Dienste tatsächlich auch gernevon kriminellen Elementen genutzt, was ja gerade das Totschlagargument für die HerrenPolitiker ist, diese im gleichen Atemzug verbieten zu wollen, was demnächst mitziemlicher Sicherheit (Wortwitz!) kommen wird.

Wie man sich auch im Kreise dreht- der Überwachungsstaat, wie er seit einigen Jahren Stück für Stück (und von Jahr zu Jahrschneller) errichtet wird, wird nicht aufzuhalten sein. Es sei denn es geschieht einkleines Wunder.

Sehr passend hierzu ist übrigens der Vergleich mit dem Frosch,den man in kaltes Wasser setzt. Otto Normalbürger bekommt von alldem nichts mit. Oder esist ihm gleichgültig, er hat ja selbst genug Probleme oder einfach nicht die Muse, maldie Birne etwas anzustrengen und sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Sehr, sehrschade.


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sailor
ehemaliges Mitglied

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Onlinedurchsuchung

29.03.2007 um 11:40
Methoden um den Inhalt einer Festplatte zu durchleuchten gibt es viele. Dazu braucht mannoch nicht einmal unbedingt einen Trojaner. Besonders anfällig sind die W-LAN(Drahtlosen) Rechner, die nicht via Kabel mit dem Netz verbunden sind. Aber Trojanerkönnen auch trotz aller Sicherheitsvorkehrungen unbemerkt eingeschleust werden, denn wennman aktiv mit dem Netz verbunden sein will, also nicht nur lesen, sondern agieren will,ist immer eine Lücke vorhanden. Selbst wenn man nur passiv im Internet wäre, öffnet manDatenverbindungen, sonst wäre es gar nicht möglich. Aber ich bin kein Techniker. Das"wie" wird man schon längst ausgeklügelt haben, und da nutzt auch keine noch so großeSicherungsapparatur eines Rechners. Denn irgendwo gibt es immer Löcher, da ansonsten garkein Internetzugang möglich ist.

Aber diese Datenspionage an sich ist, ob legaloder illegal (www bedeutet weltweit ! - Und jedes Land hat seine eigenen Bestimmungen)besonders für Industriespionage geeignet. Fachwissen kann so ungehindert in andere Ländertransferiert werden, ohne dass man es bemerkt. Technische Entwicklungen, Erfindungen,Patentgeschütztes Material, es ist nicht mehr geschützt. Dieser Nebeneffekt ist eineechte Gefahr für die Wirtschaft ! Da öffnet sich dann in Zukunft ein dunkler Markt, dermit solchen brisanten Fachwissensmaterial handel treibt, zollfrei, rechtsfrei, über alleGrenzen hinweg. Darüber hat man anscheinend noch gar nicht nachgedacht.


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alphaomega
Diskussionsleiter
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29.03.2007 um 14:48
Wer sich einigermaßen auskennt und sich mit offenen
Augen im Netz bewegt, E-MailAnhänge unbekannter
Absender nicht öffnet, sich mit Hard- & Softwarefirewall
schützt und obendrein beispielsweise ein Linuxsystem
benutzt - falls Windows,dann mit eingeschränkten
Benutzerrechten - wie soll dann fremde, ungewollte
Schadsoftware installiert werden die auch noch
telefoniert?




---
stimmt ganz genau. viele normal user installieren sich
windows xpoder schlimmer noch vista und belassen alles
bei den grundeinstellungen. das istquasi eine einladung
für viren und hacker. linux ist eine gute alternative zu
microsoft, doch dafür muss man auch ein bischen lesen
und sich mit dem systembefassen. ich find man sollte
soviele betriebssystem ausprobieren wie es geht undfür
sich das geeignetste rauspicken.


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Onlinedurchsuchung

01.04.2007 um 00:01
Ich glaube viele unterschätzen auch das Risiko das von so einer Überwachungsmethodeausgeht. das ständige Schlagwort vom : "Wer nix zu verbergen hat, der hat auch nix zuverbergen" ist in dem Zusammenhang sicher auch nicht nützlich!

Leudde, ich hättekein Problem damit wenn mal draußen einer mit grünem Hut klingelt und will meinen Rechnerfilzen, dann läuft das nämlich alles schön Rechtsstaatlich ab nachdem ich meinen Nachbarnals Zeugen gerufen hab. Was so zum Himmel stinkt ist das fummeln an der Kiste imHeimlichen!

Hat einmal jemand drüber nachgedacht daß diese Spitzel dann mitvollen Systemrechten arbeiten? Da isses doch ganz einfach : Erst lädt man die Beweisehoch, danach zeigt man an.

So kriegt man RuckZuck seine unliebsamen Leudde inden Knast, die sich nicht wehren können da die "Beweise" ja tatsächlich auf ihrem Rechnersind. Klingelts?

Solche Methoden in den Händen einer Regierung die es mit derDemokratie vielleicht irgendwann nicht mehr ganz so ernst nimmt, und du hast eineDiktatur für die Ewigkeit.



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Onlinedurchsuchung

01.04.2007 um 00:55
"Solche Methoden in den Händen einer Regierung die es mit der Demokratie vielleichtirgendwann nicht mehr ganz so ernst nimmt, und du hast eine Diktatur für die Ewigkeit. "


Ich würde den ersten Halbsatz nicht in Futur-Konjunktiv formulieren ;) DieDiktatur mal ausgenommen, so krass würd ichs auch nicht sehen.

Das Volk hat dieMacht, und solange das nichts unternimmt, werden nach und nach die Grundrechte abgebautwerden. Die harmlosen Klageschreie von Datenschützern interessieren da doch niemand. DieMedienlandschaft trägt den Rest zum leichtverdaulichen Einheitsbrei bei, den der willige,unkritische Bürger schluckt.


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carlosbrasil
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Onlinedurchsuchung

01.04.2007 um 01:24
Ich bin sicher, dass man die grossen Fische auf diese Art eh nicht zu fassen bekommt. Diekaufen sich ganz einfach eine exterene Festplatte. So lange sie im Internet sind, klemmensie diese ab und danach wieder an. Und E-Mails schreiben diese Mitbürger dann eben nichtim klartext sondern mit irgendwelchen abgesprochenen Sätzen.


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Onlinedurchsuchung

01.04.2007 um 04:10
@carlosbrasil : "Die kaufen sich ganz einfach eine exterene Festplatte. So lange sie imInternet sind, klemmen sie diese ab und danach wieder an."

Naja, ganz so einfachisses nicht, immerhin geht es ja um die Pööösen Pupen die im Netz Schweinkram tauschen.Das geht aber eben nur mit eingesteckter Pladde.

Leider sind eben diese PööösenPupen nicht in der BRD, was dann den Bundestrojaner wieder dazu degradiert die Leuteauszuspionieren die etwas "kritisch" zur Regierung stehen. Aber das ist sicher auchwieder eine VT. Vielleicht sollte ich mal wieder Urlaub machen. ;-)



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sailor
ehemaliges Mitglied

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Onlinedurchsuchung

01.04.2007 um 12:56
@alphaomega:..." Wer sich einigermaßen auskennt und sich mit offenen
Augen im Netzbewegt, E-Mail Anhänge unbekannter Absender nicht öffnet, sich mit Hard- &Softwarefirewall schützt und obendrein beispielsweise ein Linuxsystem benutzt"... Hast dumal mit Linux gearbeitet? - Also mir ist das sehr sehr schwer gefallen, mit Linux zuarbeiten. Da ist der Umgang mit MS-Betriebssystemen um einiges einfacher. Zwar nichtsicherer, aber was nutzt es, wenn ein Betriebsystem nur von Fachleuten genutzt werdenkann und man schon einiges an Fachwissen haben muss und daneben immer ein DickesHandbuch, um mit Linux arbeiten zu können, das ist wirklich kein Vergnügen.


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sailor
ehemaliges Mitglied

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Onlinedurchsuchung

01.04.2007 um 13:29
@Alep: Wer sagt, dass die Schnüffler eigentlich mit vollen Systemrechten arbeiten(dürfen)? Wenn dem so wäre, hieße das ja nicht nur Schnüffeln, sondern auch Manipulieren.Das Recht an meinem Rechner Manipulationen, also Veränderungen durchzuführen hat aber nurder Administrator. Sobald jemand anderer die gleichen Rechte an meinem Rechner besitzt,wie zB. ich selbst, müsste ich sie ihm erst übertragen haben. Ohne meine Einwilligungdürfte da also eigentlich niemand auch nur ein Stäubchen oder Bittchen auf meinerFestplatte verändern. Ansonsten wäre das in meinen Augen Sachbeschädigung. Dagegen mussman als Rechtsbürger doch etwas machen können?


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Onlinedurchsuchung

01.04.2007 um 14:03
oder man kommuniziert mit skype welches alles 256-bit aes verschlüsselt
zb


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Onlinedurchsuchung

01.04.2007 um 16:30
@sailor:

Das ergibt sich schon aus der Tatsache daß du ja dann deinemSchweinkramordner Explizit die Zugriffsrechte durch System usw. entziehen könntest, somitwäre ja der Inhalt für alle außer den Nutzer unsichtbar.

Du glaubst duch wohlnicht daß sich die Schnüffler durch sowas aufhalten lassen? Im Übrigen ist ja genau daseines meiner Hauptbedenken : Erst läd man dir die "Beweise" auf die Platte, danach zeigtman dich an. Ob einen der Schnüffler interessiert ob er dass darf oder nicht? Da sitztbestimmt kein Bundesdatenschutzbeauftragter dabei wenn das passiert, oder?

Soeinfach! Das ist nur eine Frage der Zeit bis es bei der ersten "unliebsamen Person"passiert!

Gruß ℵ


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Onlinedurchsuchung

01.04.2007 um 16:43
@gabrieledecloudo: " oder man kommuniziert mit skype welches alles 256-bit aesverschlüsselt zb"

Wäre schön wenn du Recht hättest, aber wie war das mit"privater Schlüssel, öffentlicher Schlüssel"? Wie war das mit "Geheimdienst hilft beimEntwickeln von Betriebssystem"? Selbst das eindringen soll (ich glaub ich hab´s beiHeise gelesen) unabhängig davon sein ob du einen Mailanhang öffnest oder nicht, da sie inden Datenstrom beim Download eingreifen und dir Datenpakete unterschieben. Selbst dasUpdaten deiner Firewall oder Virenscanner würde dich ans Messer liefern.

Zuguterletzt darf man sich mal eines vor Augen halten : Wenn die öffentlichzugänglichen Verschlüsselungen in der Tat nicht zu knacken wären, dann hätten ja weltweitdie Justiz und Ermittler keine Chance gegen die Kriminellen, oder? Denkst du daß CIA, NSAund die ganzen Hallodries zulassen daß man sie verarscht indem man die Festplatteverschlüsselt?

Gruß ℵ


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tetsuo
ehemaliges Mitglied

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Onlinedurchsuchung

01.04.2007 um 16:46
Wenn der Staatsanwalt an der Haustüre klingelt, bleibt meist nur noch der Knopfdruck zutun übrig, welcher den Elekromagneten in Betrieb setzt. Festplatte gelöscht, -allesklar...Nicht vergessen, ein paar Festplatten bei nicht nachvollziehbaren Ebay-Personen zuerwerben, damit man auch bei eventuell folgenden, forensischen Untersuchungen derFestplatte, eine gute Ausrede parat hat.

Hab ich mal so gelesen... ;-)


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Onlinedurchsuchung

01.04.2007 um 20:25
spinne ich oder wieso wurde gerade der Thread über den Bundestrojaner gelöscht??? warumdns?

naja, dann setz ich den hier noch mal rein.

Bundestrojaner inELSTER-Software entdeckt

April 01, 2007 (webmaster)
Untersuchungen des ChaosComputer Clubs ergaben, dass der Bundestrojaner über die aktuelle Version derElster-Software verbreitet wird.

Seit dem 19. März 2007 wird die aktuelleELSTER-Software für das Jahr 2006/2007 in der Version 8.1.0.0 [1] für den Steuerbürgerbereitgestellt. Schon von Anfang an hegten Experten Zweifel an der Integrität der 18 MBgroßen .exe-Datei. Nach einer mehrtägigen intensiven Analyse fand der Chaos Computer Club(CCC) nun deutliche Hinweise, dass über die fragwürdige Software der sog. Bundestrojaner[2] verbreitet wird.

Der Bundestrojaner, kürzlich als neues Werkzeug desÜberwachungsstaates in die Schlagzeilen geraten, soll das Ausspähen der gesamtensteuerpflichtigen Bevölkerung ermöglichen. Jeder Bürger mit eigenem Einkommen wird inZukunft verpflichtet, die Steuererklärung mittels ELSTER-Software abzugeben. Dass es demCCC nach wenigen Tagen gelang, den Trojaner ausfindig zu machen, spricht nicht eben fürdie Qualität der Spitzelsoftware.

Die Analyse zeigte verschiedene verdächtigeModule, wie z. B. wte0104-brsjm.digit, das u. a. vorhandene Mikrofone und Kameras inmodernen Computern einschalten kann. Weitere Routinen dienen der Durchsuchung der auf demRechner gespeicherten Dateien. Eine Funktion sendet Daten vom Benutzerrechnerferngesteuert an den BKA-Rechner mit der IP-Adresse 217.7.176.25 [3].

DerTrojaner tauscht offenbar auch einige Systemdateien aus, um sich unabhängig vomELSTER-Programm auf dem System einzunisten. Die Schadsoftware erzwingt danach einenNeustart des Rechners. Auf dem Bildschirm des betroffenen Computers erscheint dazu dieFehlermeldung: "Systemfehler 70797976 - Neustart erforderlich."

Pikanterweisewird ein Port auf dem infizierten Rechner geöffnet, der es erlaubt, neue Suchbegriffenachzuladen. Das ist insofern problematisch, da die Suchfunktion eine Schwachstelleenthält, die es einem Angreifer erlaubt, nicht nur Suchbegriffe, sondern beliebige Datenund ausführbaren Code auf dem Rechner zu platzieren. "Damit ist der unbemerktenManipulation aller Daten Tür und Tor geöffnet," sagte CCC-Spezialexperte Jens-ThorbenJanckiewozki.

Eine erste Ausnutzung dieser Nachladeschwachstelle wurde auchschon in der freien Wildbahn beobachtet. Ein schwer zu analysierender, auf Schwachstellendes Bundestrojaners aufsetzender Wurm dient wahrscheinlich dem Abfangen von PIN- undTAN-Eingaben von Onlinebanking-Benutzern der Postbank. Auch erste Zusammenschlüsse vongekaperten Rechnern zu sogenannten Botnetzen wurden im Verlaufe des Samstags beobachtet.Der Chef des BSI hatte unlängst Botnetze als größte Gefahr im Internet ausgemacht.

Bisher war weder das BKA noch das Bundesinnenministerium für eine Stellungnahme zuerreichen. Unter der Hand gab ein Techniker des BKA jedoch zu, dass in den eigenen Reihenniemand den Trojaner programmiert hätte. Dafür mussten schon aus Kostengründen im AuslandFachkräfte angeworben werden. Die großen Antivirenhersteller haben mittlerweile ebenfallsmit der Analyse begonnen und hoffen in den nächsten Tagen entsprechende Updates zuverbreiten.


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Onlinedurchsuchung

01.04.2007 um 20:27
Link: www.ccc.de (extern)

achso, der link


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Onlinedurchsuchung

01.04.2007 um 20:34
hehe, mein Kommentar fehlt auch noch. : )

das ist definitiv einVerfassungsverstoß.

Die "Unverletzlichkeit der Wohnung" gehört zu denGrundrechten.

das kann echt nicht sein, was da abgeht.


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