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Der Fall Uwe Barschel

Der Fall Uwe Barschel

30.07.2012 um 23:39
Also einige Argumente finde ich schon sehr hanebüchen...

ich kann mir ohne Probleme etwa den zweiten Hemdknopf aufreissen, während der oberste noch geschlossen ist, egal wie weit die Krawatte dabei gelockert ist, oder nicht.

Und wenn ein Geheimdienst involvioert war, wieso erschiessen sie ihn nicht und lassen es wie Selbstmord aussehen?
Wenn man eh den Portier usw bestechen muss, ist das doch die wesentlich unaufwendigere Variante...statt dessen ein Medikmentencokctail der wahlweise rektal oder per Magensonde eingeführt werden soll... also ich weiß nicht....


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Der Fall Uwe Barschel

30.07.2012 um 23:46
@john-erik
john-erik schrieb:Und wenn ein Geheimdienst involvioert war, wieso erschiessen sie ihn nicht und lassen es wie Selbstmord aussehen?
Eine Waffe wirft Fragen auf: Wo kam sie her? Wie lange hatte er sie schon? Sein Umfeld hätte nicht bestätigen können, dass sie zu seinem Besitz gehörte. Also: ungeeignet.
Ein initiierter Suizid muss stattdessen der Persönlichkeit des Opfers entsprechen. Barschel war nicht für Wut oder Jähzorn bekannt - das würde aber eine Schusswaffe suggerieren.
Zu einem Politiker, der dem Ende seiner Laufbahn entgegen sieht, passt das medikamentöse Ableben in der Badewanne eben besser.


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Der Fall Uwe Barschel

31.07.2012 um 00:33
Und ein Medikamentencocktail wirft keine Fragen auf? Woher kam er? Wo hat er ihn sich besorgt?

Ich wußte nicht, dass sich nur jähzornige Menschen erschießen, ich dachte dass sei oft auch eine Frage der Ehre / Entehrung...

Findest du nicht auch, dass es für einen Mord ganz schön umständlich und konstruiert ist?

Ich finde es höchst seltsam dass auf einemal diese Sterbehilfethese immer auftaucht.
1987 war davon nie die Rede, egal ob man an Mord oder Selsbtmord glaubte.


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Der Fall Uwe Barschel

14.10.2012 um 15:45
egal welchen Theorien man hier, im "Amateur-Profiling" , nachgeht und egal welche man
fuer richtig haelt...an irgendeiner Stelle hinken Sie alle...

Der Selbstmord, der vom Motiv her gut ins Bild passen wuerde, allerdings
vom "Cocktail" und dessen einnahmemethode her, fast auszuschliessen ist.

Die sterbehilfe, bei der man sich fragen darf, wenn es eine war, warum leg ich den
Todessuechtigen nicht einfach ins bett und verabreiche ihm dort nach und nach
die Medizin. Warum noch die Unordnung mit dem einzelnen Schuh, dem Knopf, den medi-
Resten auf dem Handtuch, und warum dann noch die Badewanne?

Einem auftragsmoerder, egal unter welcher Flagge, wird es in erster Linie darum gehen
keine DNA am Tatort zu hinterlassen, der wuerde hoechstwahrscheinlich so sauber
und steril wie moeglich arbeiten *peng, peng* huelse sichern, projektil entfernen und
sich wieder aus dem staub machen, und nicht noch so stuemperhaft das Zimmer
umdekorieren...

Wie man es dreht und wendet, irgendjemand ist daran interessiert, dass hier niemals
Licht ins dunkle kommt...

Und dieser irgendjemand hat in den letzten 25 Jahren ausgezeichnet gearbeitet...


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Der Fall Uwe Barschel

14.10.2012 um 21:50
nachbar schrieb:Einem auftragsmoerder, egal unter welcher Flagge, wird es in erster Linie darum gehen
keine DNA am Tatort zu hinterlassen
'87 war DNA Analyse voll im Trend.

Tatort gesehen? Da wurde grad alles erklärt. :)


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Der Fall Uwe Barschel

15.10.2012 um 10:57
mir ging es in erster Linie um die schnelle
und saubere Erledigung des Auftrags,
einschließlich der Spurenbeseitigung... ;)


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Der Fall Uwe Barschel

13.12.2013 um 01:38
@2800:

Zum Fall Barschel gibt es schon viel Material, z. B. die Aussagen von Viktor Ostrovsky, wie der Hergang im Hotel Beau Rivage in Genf gewesen sein soll. Genau überprüfen kann man das nicht mehr, aber es würde zu den Ergebnissen der Obduktion passen.

Danach soll ein Hit-Team des Mossad Barschel liquidiert haben, weil er sich zu sehr in Waffengeschäfte, die über Dänemark und Schleswig-Holstein liefen, eingemischt haben soll.


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Der Fall Uwe Barschel

13.12.2013 um 07:51
Waffengeschäfte über Schleswig Holstein? Bundesländer machen Waffengeschäfte? Erklär mal kurz. @Momjul


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Der Fall Uwe Barschel

13.12.2013 um 08:33
@StUffz

Nur mal so auf die Schnelle was in der öffentlichen Diskussion steht.

http://www.shz.de/schleswig-holstein/wirtschaft/u-boot-deal-kostet-schleswig-holstein-millionen-id290443.html

Das die Waffen de facto der Bund liefert, ist klar, dass da aber möglicherweise Dinge in Etats des nördlichen Bundeslandes versteckt werden oder zusätzliche Dinge abgewickelt werden (und wurden) ist nicht auszuschliessen und auch nicht besonders unwahrscheinlich.


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Der Fall Uwe Barschel

13.12.2013 um 08:40
@StUffz
@Momjul hat ja nicht behauptet, dass die Bundesländer direkt in diese Geschäfte verwickelt wären.
Aber wenn man es geographisch sieht, ist es nicht so abwegig.
Dänemark grenzt an Schleswig-Holstein und ist immer noch eine wichtige Seefahrt Nation.
Da gab es doch diesen Vorfall mit der "Thor Liberty", das fuhr für eine dänische Reederei und
wurde wegen dubioser Waffenladungen aufgehalten.
Interessanter Artikel dazu:
http://www.taz.de/!84746/
Etwas weiterführender, gerade was die dänische Rolle im internationalen Waffenhandel angeht,
ist dieser Artikel:
http://www.ag-friedensforschung.de/themen/export/daene.html


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interrobang
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Der Fall Uwe Barschel

13.12.2013 um 12:53
@skep
der internetseite ag-friedensforschung stehe ich skeptisch gegenüber da sie sehr einseitig berichtet. weis man wer hinter der seite steht?


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Der Fall Uwe Barschel

14.12.2013 um 00:51
Israel war und ist zwar mit dem Iran verfeindet, fürchtete aber damals seine arabischen Nachbarn mehr. Die Araber hatten bereits mehrfach angegriffen und trotz letztendlicher Niederlage die israelischen Streitkräfte (IDF) stark gefordert. Der Iran war ja von einer A-Bombe noch weit weg.

Deshalb hat Israel im Iran-Irak-Krieg der 80er-Jahre an den Iran (oder an beide Seiten) Waffen geliefert. Diese durften aber nicht ganz so offiziell geliefert werden und deshalb machte man solche verzwickten Deals.

Die USA haben es ähnlich gemacht und den Iran und den Irak mit Waffen beliefert, damit sich beide Regionalmächte blockieren. Allerdings haben sie mit dem Iranischen Geld gleich die Contras in Nicaragua (gegen die linke, sandinistische Regierung) unterstützt. Nach dem Vietnamkrieg war der Kongress nämlich unwillig, zu leicht Waffenlieferungen zuzustimmen. Deshalb musste das unter der Hand laufen.
Damals wurde auch der Drogenhandel ordentlich angeheizt und das Medellin-Kartell blühte auf. Während nämlich Waffen und Ausrüstung nach Mittelamerika geliefert wurden, kamen Drogen zurück. Es lohnt ja nicht, so eine Maschine einfach leer fliegen zu lassen. Viele Flüge liefen über Mena in Arkansas, als dort Bill Clinton Gouverneur war.
Erst durch den Absturz einer Transportmaschine und der Gefangennahme des überlebenden Eugene Hasenfus (so heisst er!) flog die ganze Nummer auf, aber "zum Glück" für Mafia und Geheimdienste konnte der aussagebereite Pilot Barry Seal noch rechtzeitig zum Schweigen gebracht werden. 1986 wurde er von einem Hitteam bei Baton Rouge in Lousiana mit einem ganzen Magazin einer Maschinenpistole in seinem Auto gestreckt. Seal spielte übrigens schon zu Kennedys Zeiten in den Diensten eine Rolle. Die Pistoleros wurden später festgenommen, aber Seal konnte nicht mehr auspacken.

Aber zurück zu Barschel: Barschel hat mehrere dubiose Nummern gefahren, von denen einige aber von seinem Vorgänger geerbt waren. Im Fall des Waffenschmuggels über SH (Schleswig-Holstein) war Barschel nämlich gar nicht so "amused".
Begeisterter war er dagegen in Sachen Handel mit der (damals offiziell verfeindeten) DDR, wo er wohl mehrfach für Deals zu Gast war und ab und zu auch mal 'nen Puff besucht hat.
Es ging wohl darum, dass die DDR, deren Regime schon Mitte der 80er-Jahre einen Imageverlust befürchtete, neue Kreuzfahrtschiffe brauchte. (Später sah man, wie recht man mit den Befürchtungen hatte, denn 1990 gab es keine DDR mehr!)
Dafür boten sich gerade südafrikanische Schiffe an, aber das damalige rechtsgerichtete/antimarxistische Apardheid-Regime war offiziell strikt mit dem DDR-Regime verfeindet, so dass seine Schiffe zuerst über SH politisch "umlackiert" werden mussten.
Neben solchen zivilen Geschichten ging es sicher auch um Waffendeals, wenn man sieht, wohin Barschel laut Aussagen seines Fahrers bei DDR-Reisen fuhr, nämlich zu geheimen Waffenlagern.
Zur Erinnerung an später Geborene: Wenn man damals einfach mal die Grenze, also den "Eisernen Vorhang" unangemeldet durchqueren wollte, konnte man erschossen werden!
Weltweit drohte ein Atomkrieg!
Barschel muss bei seinen zahlreichen DDR-Besuchen also offiziell angemeldet gewesen sein. Man konnte nicht wie heute "eben mal" nach drüben fahren.

Es ist also sehr wahrscheinlich, dass Barschel ermordet wurde, zumal schon vorher seine Maschine abgestürzt ist und er als einziger überlebte. Wahrscheinlich hat man ihn mit Versprechungen auf entlastendes Material ins Beau Rivage nach Genf gelockt, ihm dann beim Umtrunk einen Drink mit Schlafmitteln gegeben und ihm dann fieberauslösendes Mittel anal eingeführt. Als er dann überhitzte, konnte man ihn in eine inzwischen vorbereitete Wanne mit Eiswasser hineinwerfen, in der er starb. So beschreibt es Ostrovsky und so macht es nach den Ergebnissen der Obduktion Sinn.


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Der Fall Uwe Barschel

15.02.2014 um 15:29
Kürzlich wurde ein Krimi gezeigt, in dem wieder der Fall Barschel zum Thema war.
Ich verstehe einfach nicht, dass die Staatsanwaltschaft diesen Fall so mir dir nicht ad acta gelegt hat, obwohl so viele Ungereimtheiten aufgetaucht sind. Auch in diesem Film wurden sie wieder aufgezeichnet. Ich verstehe nun , dass die Frau Barschel nicht mit der ganzen Abhandlung über den Tod ihres Mannes einverstanden ist.


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Der Fall Uwe Barschel

17.02.2014 um 09:39
Der Fall Barschel ist heute eine nette VT, bei der von irgendwelchen imaginären Waffengeschäften spekuliert wird.

ein israelischer Ex-Geheimdienstler und Romancier hatte die Iran-Contra-Affäre einfach mit Barschels Tod zusammengemischt und daraus eine Geschichte fabuliert, die sich bis heute großer Beliebtheit erfreut.

die reale Vorgeschichte zu Barschels Tod ist dagegen völlig in den Hintergrund gerückt:

Wikipedia: Barschel-Affäre

dass es sich dabei eigentlich um einen der brutalsten Fälle von journalistischer Vorverurteilung handelte, durch die obendrein eine Wahl massiv beeinflusst wurde, hat man dem hochethischen Spiegel, der für die Belastung gegen Barschel 50.000 DM hingeblättert hatte, längst nachgesehen.


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Der Fall Uwe Barschel

17.02.2014 um 11:20
und ein weiteres zeigt der Fall Uwe Barschel ganz klar.
wie die ermittlungsbehörden in der schweiz wie auch in deutschland den tod von Uwe Barschel einfach als selbstmord taxierten obwohl vieles ja alles gegen selbstmord spricht.


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Der Fall Uwe Barschel

17.02.2014 um 12:05
EC145 schrieb:und ein weiteres zeigt der Fall Uwe Barschel ganz klar.
wie die ermittlungsbehörden in der schweiz wie auch in deutschland den tod von Uwe Barschel einfach als selbstmord taxierten obwohl vieles ja alles gegen selbstmord spricht.
Barschel war vom Spiegel medial hingerichtet worden, was wohl ein klares Motiv für einen Selbstmord war:

http://aron2201sperber.wordpress.com/2014/02/17/die-friedrich-affare/

für die Waffengeschäfte, von denen Ostrovsky (wohl durch die Iran-Contra-Affäre inspiriert) fabuliert hatte, konnte hingegen nie ein realer Hinweis gefunden werden.


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Der Fall Uwe Barschel

17.02.2014 um 15:26
@aronsperber
aronsperber schrieb: was wohl ein klares Motiv für einen Selbstmord war:
das würde ich so nicht unterschreiben. denn es gibt und gab so viele ungereimtheiten.


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Der Fall Uwe Barschel

17.02.2014 um 15:48
EC145 schrieb:das würde ich so nicht unterschreiben. denn es gibt und gab so viele ungereimtheiten.
es mag einige Ungereimtheiten geben, es gibt aber auch viele Fakten, die man nicht einfach ignorieren sollte:
Im Jahr 1987/88 erschütterte die Barschel-Affäre Schleswig-Holstein und die gesamte Bundesrepublik Deutschland. Dieser Skandal kam durch die Äußerungen des Journalisten und ehemaligen Barschel-Mitarbeiters Reiner Pfeiffer gegenüber dem Spiegel ins Rollen.

In seiner Ausgabe am 7. September 1987 meldete das Magazin Der Spiegel, dass Engholm von Detektiven beschattet worden und dass gegen ihn eine anonyme Steueranzeige erstattet worden sei. Dass die Vorgänge auf Pfeiffers Aktivitäten zurückgingen, wurde nicht bekannt.[1]

Wikipedia: Barschel-Affäre

Als Schubladenaffäre wurde 1993 ein politischer Skandal in Schleswig-Holstein bezeichnet. Er wurde durch das Geständnis des schleswig-holsteinischen Sozialministers Günther Jansen (SPD) ausgelöst, er habe dem Auslöser der Barschel-Affäre, Reiner Pfeiffer, insgesamt 40.000 bis 50.000 DM in bar geschenkt.

Wikipedia: Schubladenaffäre


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17.02.2014 um 23:38
Für mich ist das ein ..."klarer Fall von Selbstmord"...

Nein erlich, ich gehe ganz klar von Mord aus.
Denn dafür spricht einfach die ganze auffindesituation,...mit klamotten in der badewanne, ausgespülte wiskeyflasche, der abgerissende knopf , die schuhe, die verschwundene weinflasche usw usf,.....


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Der Fall Uwe Barschel

18.02.2014 um 06:36
@guyrush
guten morgen.
guyrush schrieb: Nein erlich, ich gehe ganz klar von Mord aus.
Denn dafür spricht einfach die ganze auffindesituation,...mit klamotten in der badewanne, ausgespülte wiskeyflasche, der abgerissende knopf , die schuhe, die verschwundene weinflasche usw usf,.....
ja deine auflistung in deinen zeilen sprechen für mord. kein selbstmörder spült eine whiskyflasche aus und reisst sich knöpfe ab.

lg: Eurocopter


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