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Techno Sapien und der Transhumanismus

Techno Sapien und der Transhumanismus

07.08.2013 um 22:52
@Yotokonyx
Weniger den Super Menschen, der von Regierung oder Partei per seh als Super Mensch bezeichnet wird. Sondern völlig neue Lebensformen die in der Lage sind auf andere Planeten zu leben mit einem völlig anderen Klima.


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Techno Sapien und der Transhumanismus

07.08.2013 um 23:01
@Watthattdu

Achso. Doch ob das so ohne weiteres möglich sein wird? Das wird die Zeit zeigen. Eigentlich schade das man das nicht miterlebt.


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Techno Sapien und der Transhumanismus

10.08.2013 um 10:41
@Yotokonyx
Durch Technologische Singularität könnte es sein das man so einiges mitbekommt von dieser Entwicklung.


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d-d
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Techno Sapien und der Transhumanismus

11.08.2013 um 15:07
Meiner Meinung nach sollte der Mensch einfach lernen mehr als nur 20% seines Gehirns zu nutzen, denn dann wäre der Tranhumanismus überflüssig. Der "reine" Mensch wird meiner Meinung nach jedem synthetischen Leben immer überlegen sein. Data aus Ster Trek is da ein gutes Beispiel. Ein perfekter Android, hoch intelligent, extrem stark usw. und trotzdem ist er nicht in der Lage zu fühlen und versucht seinerseits als Maschine menschlicher zu werden. Ich bin kein Feind von Technologie oder Fortschritt. Nur sollte man nicht vergessen das der Mensch die Technologie erschaffen hat und nicht umgekehrt und der Mensch auch Herr über Technologie bleiben sollte. Klar wärs cool wenn man sich mit der Technik vernetzen könnte aber es sollte der Homo Sapien sein der die Kontrolle über sich hat und nicht der Computer. Toll wenn wir durch Technologie z.B. Krebs heilen könnten und uns dann ein Häcker durch einen Trojaner als Bombe missbraucht.


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Techno Sapien und der Transhumanismus

11.08.2013 um 15:17
d-d schrieb:Meiner Meinung nach sollte der Mensch einfach lernen mehr als nur 20% seines Gehirns zu nutzen, denn dann wäre der Tranhumanismus überflüssig.
toll wäre es wenn sich dieses dumme gerücht nicht weiter halten würde.

der mensch nutzt 100% seines gehirns, nur nicht alles zur selben zeit.
ne durchgebrannte murmel wäre ja irgendwie scheisse oder?


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d-d
ehemaliges Mitglied

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Techno Sapien und der Transhumanismus

11.08.2013 um 15:19
Na dann halt lerne es voll und gleichzeitig zu nutzen.


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Techno Sapien und der Transhumanismus

11.08.2013 um 15:47
@d-d

welchen sinn sollte das haben ausser das dein gehirn schrott geht?


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d-d
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Techno Sapien und der Transhumanismus

11.08.2013 um 16:02
Geb mich geschlagen ...


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Repulsor
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Techno Sapien und der Transhumanismus

11.08.2013 um 17:03
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Die Vertreter des Transhumanismus finden sich vor allem im angelsächsischen Raum.
Wie kommt man zu dem Schluss das die Vertreter vor allem sich in diesem angelsächsischen Raum befinden?


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Techno Sapien und der Transhumanismus

11.08.2013 um 17:06
@Repulsor
Repulsor schrieb:Wie kommt man zu dem Schluss das die Vertreter vor allem sich in diesem angelsächsischen Raum befinden?
Weil man solche Länder wie Japan oder China immer vergisst.
Allein schon in deren Pop Kultur gibt es sehr viele Roboter und andere technische Dinge.


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Repulsor
ehemaliges Mitglied

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Techno Sapien und der Transhumanismus

11.08.2013 um 17:07
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Die Frage ist, wenn man es wissenschaftlich und gesellschaftlich gleichermaßen betrachtet, denkt ihr der Mensch könnte grundsätzlich etwas an seiner Natur ändern, sich vielleicht gar gänzlich von den natürlichen Abhängigkeiten unabhängig machen? Zumindest im physischen Sinne von der eigenen und umgebenden Biosphäre?
Der Mensch wird nicht alles an seiner Natur ändern (auch wenn sie es könnten).


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Repulsor
ehemaliges Mitglied

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Techno Sapien und der Transhumanismus

11.08.2013 um 17:09
@Yotokonyx
Yotokonyx schrieb:Allein schon in deren Pop Kultur gibt es sehr viele Roboter und andere technische Dinge.
Ja deshalb frage ich ja.^^
Yotokonyx schrieb:Weil man solche Länder wie Japan oder China immer vergisst.
Muss wohl wahr sein. :D


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Techno Sapien und der Transhumanismus

11.08.2013 um 17:25
@Repulsor

Ich glaube wir denken einfach zu amerikanisch.

Forscher haben eine elektronische Haut entwickelt. Zufällig in Tokyo.
http://www.computerbild.de/artikel/cb-Aktuell-Internet-eSkin-Forscher-entwickeln-elektronische-Haut-8594886.html


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Repulsor
ehemaliges Mitglied

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Techno Sapien und der Transhumanismus

11.08.2013 um 18:24
@Yotokonyx
Beide Entwicklungen sind faszinierend. Ich bin gespannt wie sich das noch weiter entwicklen wird.

Wäre super wenn man das Ich auf eine Festplatte laden könnte, dann würde man die Welt noch in 1000 Jahren erleben können. :D


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Techno Sapien und der Transhumanismus

11.08.2013 um 18:27
@Repulsor

Darfst dann aber nicht dem Kopiergedanken unterliegen. Denn eine Kopie bist nicht du!!


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Repulsor
ehemaliges Mitglied

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Techno Sapien und der Transhumanismus

11.08.2013 um 18:37
@Yotokonyx
Das kann ich noch nicht beurteilen. Aber technisch ist die Kopie natürlich nicht mit dem Original zu vergleichen.

Ich weiß nicht ob das Gehirn ebenfalls altert, wenn dem nicht so ist, könnte man auch das ganze Gehirn vom Körper trennen und dann in einer Maschine sein dasein fristen.


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Wolfshaag
ehemaliges Mitglied

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Techno Sapien und der Transhumanismus

11.08.2013 um 19:12
@cRAwler23
Hier eine Doku von Arte, welche Dich interessieren dürfte. Natürlich auch jeden anderen, der hier liest und schreibt. Gut, ok, der Bildschnitt ist typisch Arte, also etwas schnarchnasig, aber es geht ja um die Thematik und besagte Doku fasst fast alle Punkte, welche ich hier gelesen habe auf und sagt etwas dazu, es kommen eine Menge Wissenschaftler, Professoren, Investoren, Philosophen, etc. zu Wort.
Auf jeden Fall sehr interessant zu schauen.


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Hoffmann
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Techno Sapien und der Transhumanismus

12.08.2013 um 10:48
Ich denke nicht, dass Transhumanismus eine gangbare Option ist.

Die Grundidee scheint simpel zu sein: Ein Gehirn künstlich nachzubauen in Gestalt elektronischer Schaltkreise und damit ein Bewusstsein zu simulieren, dass sich als "Ich" wahrnimmt. Was in der Natur geklappt hat, muss prinzipiell auch auf künstlichem Weg nachstellbar sein, weil sowohl natürliche wie auch künstliche Gehirne auf der Basis materieller Strukturen funktionieren. Also sind künstliche Gehirne prinzipiell möglich und somit auch konstruierbar. So weit, so gut.

Das Problem ist hierbei - wie so oft - die Vernachlässigung des Kontextes, der ein natürliches Gehirn funktionieren lässt und die Einnahme einer monokausalen Perspektive, die zu einem extremen Reduktionismus führt, aus dem wiederum nur Bruchstückhaftes erwachsen kann.

So etwas ist geeignet zur Befriedigung utopistischer Träume, aber leider nicht praktisch umsetzbar, weil sich die komplexer als gedacht erweisende Realität als Hindernis entpuppt, an dem der Versuch, das Traumgebilde Realität werden zu lassen, kläglich scheitert - nicht ohne eine Menge Schaden zu hinterlassen, der im Nachhinein wieder mühsam repariert werden muss.

Doch der Reihe nach:

Ein natürliches Gehirn existiert nicht losgelöst vom Körper, in dem es gewachsen ist. Es ist ein integraler Bestandteil desselben und konstituiert diesen im Kontext mit allen anderen Geweben. Über den Blutkreislauf ist das Gehirn mit den vielfältigen Stoffwechselvorgängen vernetzt, und umgekehrt, reguliert das vegetative Nervensystem im Nachhirn den Blutkreislauf. Somit besteht bereits hierin eine mehr als innige Verbindung zu einem Ganzen.

Über den Blutkreislauf werden die Nervenzellen mit allem Nötigen versorgt, was sie zu ihrem Funktionieren benötigen. Insbesondere die Regeneration der Zellen infolge ihres Funktionierens ist hierbei von zentraler Bedeutung. Ausfälle müssen kompensiert, Ersatzverknüpfungen geschaffen und der Gesmtstoffhaushalt aufrecht erhalten und recycelt werden. Dazu muss Material (in Gestalt verschiedener organischer Moleküle, die als Ausgangssubstanzen für weitere Synthesen dienen) und Energie (bevorzugt ATP) bereitgestellt werden sowie Sauerstoff für die Mitochondrien, die sich in den Zellen befinden. Alles das erfolgt über das wässrige Medium.

Der Stoffwechsel gewährleistet ein metastabiles Gleichgewicht jenseits des chemischen Gleichgewichts, das sich einstellen würde, wenn der Stoffwechsel ausbliebe - kurz: wenn der Organismus tot ist.

Die große Illusion der Transhumanisten ist nun, dass das, was aus einem funktionierenden biologischen Gehirn entwächst, nämlich Bewussstsein, Denken und Ichwahrnehmung, auch dann zu haben ist, wenn man ein künstliches Gehirn konstruiert, das von jeglichem Stoffwechsel abgekoppelt ist, so dass der Körper, wie wir ihn kennen, entbehrlich wird. Meiner Ansicht nach kann das nicht funktionieren.

Es ist natürlich möglich, künstliche Gehirne zu konstruieren - zumindest prinzipiell - eventuell sind solche Gehirne auch in der Lage, ein virtuelles Abbild ihrer Umgebung zu simulieren, einschließlich der Gerätschaften, die an das Gehirn angeschlossen sind, um sich z.B. fortzubewegen. Ob der Sprung vom reinen Wahrnehmen ("Da ist ein Hindernis.") und Reagieren (Ausweichreaktion) zum Ichbewusstsein ("Ich weiche dem Hindernis aus, und ich weiß, dass ich es bin, der das tut.") gelingt, ist zwar - wiederum prinzipiell - nicht ausgeschlossen, entzieht sich aber der objektiven Nachprüfbarkeit.

Angenommen, es vollzieht sich in einem künstlichen Gehirn der Sprung zum Ichbewusstsein als Resultat eines längeren Lernprozesses (Über die Erfahrung der Außenwelt in Kontrast zur Erfahrung der Innenwelt ergibt sich die Konstruktion des Ichbegriffes zur Bezeichnung des Trägers der Innenwelt), dann ist das auf diesem Weg gewonnene Ich ebenso autonom wie das, was in einem beliebigen natürlichen Gehirn entstanden ist.

Und ebenso, wie man die verschiedenen natürlichen Ichs nicht beliebig verpflanzen kann (weil jedes Ich seine eigene Geschichte mit seinem eigenen Gehirn hat), kann man ein natürlich gewachsenes Ich nicht auf ein künstliches Gehirn transferieren, in der Hoffnung, man bliebe hinterher derselbe, der man vorher war - nur eben auf der Basis eines künstlichen Substrats.

Einer der größten Mythen in diesem Zusammenhang ist die Vorstellung, Subjektivität ließe sich auf einen gewissen Datenumfang reduzieren, so als käme es nur auf die Rechenleistung an, die das Gehirn schaffen muss - die Software "Bewusstsein" ist dann beliebig kopierbar und transferierbar - am besten per Funksignal direkt ins Gehirn, wo es sich dann einnistet. So einfach ist es denn nun doch nicht.

Man kann Bewusstsein zwar auf einen Begriff bringen und diesen dann als sprachliche Einheit nach Art eines Lexikoneintrags auf einen Datenspeicher übertragen, aber das ist wohl nicht damit gemeint, wenn es heißt, Bewusstsein zu übertragen. Gemeint ist doch wohl, dass das, was geschieht, damit Bewusstsein entsteht, übertragen wird. Und das ist etwas Prozessuales, das sich nicht kontextfrei auf eine Menge an Bits reduzieren lässt.

Doch selbst wenn es gelingen sollte, den Kontext, innerhalb dessen in einem natürlichen Gehirn Bewusstsein entsteht, dahingehend zu verstehen, dass er sich als digitale Bitfolge darstellen lässt, bedeutet das noch lange nicht, dass der Kontext des Empfänger-Gehirns passgenau zum Kontext des Spender-Gehirns ist. Das heißt: Selbst wenn der Prozess der Entstehung von Bewusstsein in eine transferierbare Form gebracht werden kann (was allerdings höchst zweifelhaft ist!), bedeutet das nicht zugleich, dass es auch erfolgreich transferiert und implantiert werden kann. Das was dann herauskommt, hat mit dem, woher es kommt u.U. wenig bis nichts zu tun und ist nicht vorhersehbar.

Mit viel Glück erhält man eine andere Persönlichkeit, die mit dem Dilemma zurechtkommen muss, keine eigene Geschichte zu haben, sondern fertig "ins Sein geworfen" wird. Mit etwas weniger Glück erschafft man so etwas wie Frankensteins Monster, das an seinem Dilemma zerbricht und irgendwann als Psychopath durchknallt. Und in den meisten Fällen erhält man nichts Verwertbares, weil irgendwelche Schaltkreise nicht das machen, was vorher die entsprechenden Neuronen gemacht haben.

Eine weitere Überlegung in diesem Zusammenhang ist die Idee, dass man das natürliche Gehirn sukzessive durch künstliche Implantate ersetzt, bis dann nur noch der letzte Rest - die Simulationszentrale des Bewusstseins nämlich - verbleibt, um dann auch noch ersetzt zu werden. Für Menschen mit einschlägigen Behinderungen sind Gehirnimplantate natürlich eine große Erleichterung, und hier sollte die Forschung auch unbedingt vorangetrieben werden. Denkbar ist weiterhin die globale Vernetzung über Gehirnimplantate mit dem Internet - ob sie wünschenswert ist oder nicht, sei einmal dahingestellt.

Die Simulation des Bewusstseins ist jedoch untrennbar mit dem Körper verbunden, in dem das Gehirn gewachsen ist. Das heißt: Ich kann zwar mit künstlichen Implantaten weitere Körperfunktionen installieren und auf diese dann auch via Knotenpunkt zugreifen, aber diese ersetzen nicht den biochemischen Gesamtkontext, in den das Gehirn nicht einfach nur eingebunden ist, sondern diesen selbst mit konstituiert, wie oben ausgeführt wurde.

Man kann einen Teil des Körpers durch künstliche Organe bzw. Extremitäten ersetzen und über Gehirnimplantate steuerbar machen - eventuell sogar das Herz, wenn man eine geeignete Rückkopplungsschleife installiert. Spätestens beim Verdauungstrakt und den damit assoziierten Organen scheitert es jedoch mit dem Ersatz durch künstliche Implantate. Eine Zeit lang kann man sich mit künstlicher Ernährung durch Infusion behelfen, aber irgendwann wird das Material für den anabolischen Metabolismus knapp, und mit der Leber scheidet auch die Entgiftungsfunktion aus.

Also gibt es bereits auf dieser Ebene natürliche Grenzen, die durch die organisierte Biochemie gesetzt sind, der auch das Gehirn unterworfen ist. Auch Cyborgs müssen sich ernähren, trinken und atmen - und ja, auf Toilette gehen müssen sie auch. Man würde also sehr viel Geld in eine Durchgangsstation investieren, die am Ende nur das leistet, was der natürliche Organismus bereits hat. Eine sukzessive Gehirnverdrängung durch künstliche Implantate würde in eine Sackgasse führen.

Doch angenommen, es würde gelingen, auch den letzten Rest Gehirn (in doppelter Wortbedeutung!) mit künstlichen Implantaten zu ersetzen: Dann hätten wir ein anderes materielles Fundament, auf dem sich Bewusstsein manifestiert. Es mag sein, dass dieses Fundament gegen Infekte, Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs immun ist - weil der Stoffwechsel fehlt - aber unsterblich ist man damit ja noch nicht, wie es sich die Transhumanisten erhoffen.

Irgendwann geht auch in einem künstlichen Gehirn mal etwas kaputt und muss repariert werden. So lange die dazu nötige Infrastruktur verfügbar ist (sprich: das Vorhandensein von Produktionsstätten für Ersatzteile), ist das kein Problem. Was aber, wenn nicht? Was tun bei der nächsten Krise? Wer entscheidet über die Verteilung bei knappen Ressourcen nach welchen Kriterien und auf welcher Rechtsbasis?

Die Grundprobleme der Gesellschaft, die wir heute vorfinden, werden in einer transhumanen Gesellschaft nicht gelöst, nur weil sich das Substrat ändert, auf dem sich die Individuen konstituieren, welche in der Gesamtheit die Gesellschaft aufbauen, in der sie - nein, nicht leben, aber existieren. Darum ist Transhumanismus ein utopistisches Projekt, wo mit Hilfe von Technologie alte Unsterblichkeitsphantasien verwirklicht werden sollen, aber aus naheliegenden Gründen nicht eingelöst werden können.

Von daher: Für manche vielleicht ein schöner Traum, aber sonst nichts.

Oder anders: Das Gute daran ist nicht neu und das Neue daran ist nicht gut.

In diesem Sinne ...


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Techno Sapien und der Transhumanismus

13.08.2013 um 11:30
Wolfshaag schrieb:Hier eine Doku von Arte, welche Dich interessieren dürfte. Natürlich auch jeden anderen, der hier liest und schreibt. Gut, ok, der Bildschnitt ist typisch Arte, also etwas schnarchnasig, aber es geht ja um die Thematik und besagte Doku fasst fast alle Punkte, welche ich hier gelesen habe auf und sagt etwas dazu, es kommen eine Menge Wissenschaftler, Professoren, Investoren, Philosophen, etc. zu Wort.
Auf jeden Fall sehr interessant zu schauen.
Schau ich mir gleich mal an, danke :)
Repulsor schrieb:Wie kommt man zu dem Schluss das die Vertreter vor allem sich in diesem angelsächsischen Raum befinden?
Natürlich gilt das besonders auch (oder gerade) für Japan und China. Ich würde sagen generell für alle technophilen Regionen der Welt. Warum das so ist, nun ich denke mir es liegt an der Gewöhnung an Technologie, der weiten Verbreitung, dem Know How und den Wissenschaften. Es gibt inzwischen sogar mehr und mehr Projekte in der 3. Welt wo man nicht mit gerechnet hätte das auch dort Innovation aufblühen kann.

http://www.dw.de/afrikas-klimatechnik-holt-auf/a-16873002

http://www.taz.de/!89460/

http://audiovisuell.biz/it-in-indien/

Ich sehe in Zukunft sogar eine Verlagerung der technologischen Innovationsregionen, mehr und mehr Richtung Osten, wobei Süd Korea und Japan mit China und Indien zusammen schon fast mehr zu bieten haben als Kerneuropa, auch wenn wir noch immer recht gut dastehen, den einzigen wirklich wichtigen Rohstoff den wir hier haben ist unser technologisches Know How.
Repulsor schrieb:Der Mensch wird nicht alles an seiner Natur ändern (auch wenn sie es könnten).
Zumindest nichts an den physikalischen Gesetzmäßigkeiten ;)
Doch mit gezielter Gentechnologie, in Kombination mit Nanotechnologie und Kybernetik könnte vielleicht auch die völlige Unabhängigkeit von der "Natur" (damit meine ich die Biosphäre der Erde) erreichen. Natürlich sollte er die Biosphäre nicht vorher so sehrt belasten das diese kollabiert. Ich sehe den Sinn sogar darin das der Mensch dann im Sinne des Fortschritts so weit unabhängig wird das er später damit sogar die Natur entlasten kann, vielleicht helfen wir nur so der Umwelt wenn wir technologische Fortschritte nicht aufgeben wollen.
Hoffmann schrieb:Die Grundprobleme der Gesellschaft, die wir heute vorfinden, werden in einer transhumanen Gesellschaft nicht gelöst, nur weil sich das Substrat ändert, auf dem sich die Individuen konstituieren, welche in der Gesamtheit die Gesellschaft aufbauen, in der sie - nein, nicht leben, aber existieren. Darum ist Transhumanismus ein utopistisches Projekt, wo mit Hilfe von Technologie alte Unsterblichkeitsphantasien verwirklicht werden sollen, aber aus naheliegenden Gründen nicht eingelöst werden können.
Der Transhumanismus ist ein weites Feld, es geht nicht nur um "Unsterblichkeit" die wirklich rein utopisch erscheint (und in meinen Augen auch nicht nötig ist), es geht mehr um neue Wege der technologischen Evolution, eine Synthese mit der biologischen Evolution, beide Komponenten wachsen immer mehr zusammen und ergeben zusammen viele neue Möglichkeiten. Das utopische ist nur das "Ziel" des Transhumanismus den Menschen gänzlich von seiner natürlichen Abhängigkeit und Begrenzung zu befreien, doch der Weg ist das Ziel und da reichen schon kleine Fortschritte, Schritt für Schritt ;)
Hoffmann schrieb:Von daher: Für manche vielleicht ein schöner Traum, aber sonst nichts.
Wie einst der Traum von Fliegen, am Anfang waren alles mal Träume, die dann später zu Innovationen und Projekten der Realität wurden :D


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Techno Sapien und der Transhumanismus

13.08.2013 um 12:59
@cRAwler23

Doch den Transhumanismus könnte es auch möglich sein, das wir das All besiedeln und Städte auf den Mond, Mars usw. errichten ohne auf die Biologie des Menschen zu achten.
Man könnte gut durch Gentechnik oder Prothesen den Muskelzerfall stoppen. Auch der Körper wäre dann nicht mehr so stark vom Druck abhängig.


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Techno Sapien und der Transhumanismus

13.08.2013 um 13:13
@Yotokonyx
Absolut richtig! Und darin besteht auch meine Hoffnung. Aus diesem Grund hoffe ich das man die massiven Investitionen in die Militärs und Banken dieser Welt mehr wieder in Wissenschaft, Forschung und Innovation investieren wird (wenn man schon beim monetären System bleibt).







Da ist das Thema Singularität der Technologie immer wieder inspirierend. Jason Silva bringt diese Thematik schön auf den Punkt. Besonders "From Psychedelics to Cyberdelics" ist sehr interessant, schau dir mal die 3 Videos an, die stimmen einen etwas optimistisch im Gegensatz zu den ganzen konservativen Säcken die diese Welt verpesten :D


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Kürbis
ehemaliges Mitglied

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Techno Sapien und der Transhumanismus

15.08.2013 um 20:18
Für mich gibt es vor allem ein Grund, der für Tranhumanismus spricht:
Der Grund für eine schlechte Welt ist auf letzter Ebene schließlich der Mensch also ist die logische Konsequenz für ein gutes System den Menschen zu ändern. Gehirnschnittstellen mögen interessant sein aber das eigentliche Potenzial liegt in der Eugenik.

Wir können niemals so gut sein, wie Menschen die keine natürlichen Menschen sind.
Man könnte das Aggressionspotenzial hemmen, Hochbegabungen zum Alltag machen usw.
Man könnte eine nahezu perfekte Welt schaffen, eine die wir Primitivlinge niemals schaffen werden können.

Warum hat man wohl so eine beschissene Welt Geschichte?
Weil Menschen halt Fail sind.
;)


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Techno Sapien und der Transhumanismus

15.08.2013 um 20:21
@Kürbis
Kürbis schrieb:eigentliche Potenzial liegt in der Eugenik.
Diese Meinung werden aber nicht alle teilen. Dies könnte zu einem Problem werden. Nicht jeder kann sich eine Optimierung leisten. Da werden sich in Zukunft noch einige Probleme sammeln.


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Kürbis
ehemaliges Mitglied

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Techno Sapien und der Transhumanismus

15.08.2013 um 21:26
@Yotokonyx
Über die Preisfrage kann man jetzt natürlich nur spekulieren.
Erstmal müsste das natürlich eh staatlich überwacht werden, damit da keine Monster geschaffen werden können.
Schlimmer als jetzt kann ich mir die Probleme aber auch nicht vorstellen. (Global gesehen)
Täglich verhungern Menschen weil sie sich nichts zu Essen leisten können…
Trotzdem brennt hier nicht die Straße.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es deshalb zu einem Bürgerkrieg kommt.
1 % der Weltbevölkerung hält 43 % des Vermögens…
Schere zwischen den Einkommen ist hier in Deutschland ebenfalls extrem hoch.
Einige werden kriminell weil sie auch gern alles hätten, die landen dann halt im Knast.

Probleme ja, aber nichts was es nicht schon viel schlimmer gegeben hätte.
Kann ich mir nicht vorstellen.


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Techno Sapien und der Transhumanismus

15.08.2013 um 23:07
@Kürbis
wie soll dein so unperfekter mensch jemals etwas perfektes schaffen können? Von daher werden auch deine Transhumen-Übermenschen nicht vollkommen sein, und am ende steht die Welt noch schlimmer da, als jetzt.


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