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Fusion: Stellarator (Wendelstein 7-X), Tokamak (ITER) & Andere

243 Beiträge, Schlüsselwörter: Fusion, Kernfusion, Iter, Tokamak, Wendelstein

Fusion: Stellarator (Wendelstein 7-X), Tokamak (ITER) & Andere

11.09.2020 um 17:25
Zitat von caligae168
caligae168
schrieb:
Und die Sache mit den Verzögerungen verstehe ich nicht.Ich hab ja geschrieben wie mein Bezug zur KF ist.Ich bin da technisch nicht auf dem laufenden.Aber vielleicht kannst du mir da etwas weiterhelfen.Vor allem habe ich dich so verstanden, dass das kein reines technisches Problem ist?
Bei ITER ist es halt so, anstatt das die Länder nur Geld geben, tragen sie in Form von Bauteilen zum Projekt bei. Ich weiß jetzt nicht Konkret welches Land was zuliefert. Mal ein Zitat von der ITER Webseite:
The lion's share of Member contributions to ITER (90 percent) will be delivered "in-kind." That means that in the place of transferring money, the Members will be delivering components, systems (and for Europe ... buildings) directly to the ITER Organization. (Ten percent of contributions will be transferred "in-cash" for the operational budget of the ITER Organization.)

This unique procurement sharing program has an important purpose, allowing all Members to gain direct industrial experience in key fusion technologies. By participating in ITER, the Members are also preparing their scientific, technological and industrial infrastructure at home for the step after ITER—a demonstration fusion reactor.

The distribution of in-kind fabrication tasks was based both on the interests and the technical and industrial capacities of each of the Members. The fabrication of key components is shared broadly—for example, the fabrication of the vacuum vessel sectors is shared between Europe (5 sectors) and Korea (4 sectors); the central solenoid is a collaboration between the United States and Japan; divertor manufacturing and testing is divided between Europe, Russia and Japan; India and the United States are sharing responsibility for ITER's cooling water systems; the blanket system will be produced by China, Europe, Korea, Russia and the United States; and finally, six ITER Members (all but India) are involved in the production of ITER magnets.
Quelle: https://www.iter.org/mach/manufacturing

Jetzt kann man sich vorstellen was dies für ein zusätzlicher Abstimmungsaufwand ist und gleichzeitig Risiko wenn jemand Bauteile zuliefert die evtl. nicht die entsprechende Qualität haben. Das diese Vorgehensweise nur zu Verzögerung und Mehrkosten führen kann, sollte jedem klar sein.



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Fusion: Stellarator (Wendelstein 7-X), Tokamak (ITER) & Andere

12.09.2020 um 19:57
@taren
Zitat von taren
taren
schrieb:
Bei ITER ist es halt so, anstatt das die Länder nur Geld geben, tragen sie in Form von Bauteilen zum Projekt bei. Ich weiß jetzt nicht Konkret welches Land was zuliefert. Mal ein Zitat von der ITER Webseite:
Hallo @taren!
Irgendwie erinnert mich das an Airbus.Bei mrinem letzen job vor dem Ruhestand war ich 14 Jahre bei MBB in Kirchheim/Teck Nabern.Wenn man damals von MBB(Messerschmitt-Bölkow-Blohm) redete, dachte jeder sofort an Ottobrunn.Aber Nabern war das Stammwérk von dem alles ausging.Airbus gehörte damals auch dazu.

Es gab eine Zusammenarbeit mit British-Aerospace und dem französischen Luftfahrt-Konzern(Name entfallen).Aber was ich noch weiss, ist dass die Einzelkomponenten mit dem sogenannten "Super-Guppy" nach Toulouse zur Endmontage geflogen wurde.

Während meiner Zeit dort wurde auch MBB von Daimler übernommen Und sozusagen zerlegt.
Uns betraf das auch.Und das muss auch die Zeit gewesen sein als Airbus "eigenständig" wurde.Stichwirt: Ende des "Kalten Krieges".
MBB im klassischen Sinne gab es danach auch nicht mehr.MBB hatte vorher den Tornado und den Hubschrauber Bo 105 produziert.
In Nabern wurden vor allem sogenannte Flugkörper(Roland,Hot,Milan,Kormoran) hergestellt.Wobei es auch eine Komponenten-Lösung gab.Die Laborierung geschah zB in Schrobenhausen.Nur für den Fall, Laborierung nennt man den Einbau von zB Treibmittel
und Sprengsatz.
Inwieweit die geschilderten Abläufe Einfluss auf die Fertigungsdauer hatten, kann ich nicht sagen, da ich auf einem anderen Sektor tätig war.
Aber ich denke mir, dass es so ähnlich war wie von dir bei der KF geschildert Umstände.
Gruss @caligae168



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12.09.2020 um 20:34
@taren
ITER ist ein TOKAMAK, das Ding funktioniert ähnlich wie ein Transformator, nur mit einer sehr niedrig frequenten Wechselstrom, das hat zufolge, dass der Strom und das Magnetfeld und somit die Kernreaktion nicht kontinuierlich erfolgt.

Beim Stellerator wird das Plasma von einem komplexen Magnetfeld eingeschlossen und dadurch eine kontinuierliche Kernreaktion ermöglicht.

Ich denke, dass ITER auch wichtige Erkenntnisse zur numerischen Modellierung das Plasmas liefern wird, aber selbst der Stellerator wird momentan nicht mit Tritium beschickt, da man das Experiment dann nicht modifizieren kann, weil alles strahlt.

Ich denke daher bevor es einen echten Fortschritt geben wird, müssen erst einmal die mathematischen Verfahren (nichtlineare Algebra, nummerische Simulation des Plasmas) optimiert werden.



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