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Dimensionale Physik – TOE oder fundamentaler Irrtum?

40 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Physik, ART, SRT ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Dimensionale Physik – TOE oder fundamentaler Irrtum?

31.08.2026 um 19:28
Vorwort:

Ich schreibe den Thread nicht um wen zu dissen! Primär ist der Grund, ich finde, falsche Behauptungen sollten richtig gestellt werden, wenn wer öffentlich antritt und erklärt, er habe eine TOE, würde einen Paradigmenwechsel in der Physik einleiten, die Allgemeine Relativitätstheorie und die Quantenmechanik vereinigt, dann muss er sich auch einer öffentlichen Diskussion stellen.

Er hat ja einen klar formulierten Anspruch, und auf YouTube kann man in den Kommentaren nicht wirklich eine sachliche anständige Diskussion führen. Wenn also kein Raum angeboten wird, eine Plattform, wo man sich dazu austauschen kann, dann muss man eben eine nehmen, wo es zumindest technisch möglich ist. Und hier auf Allmystery geht das. Nebenbei, Kommentare wurden auf YT nicht freigeschaltet, er sagt, er hat da nichts blockiert, sein Kontaktformular auf seiner Seite ging aber auch nicht, eventuell hat er es nun zum Funktionieren gebracht.

Und es wird auch etwas mystisch, versprochen. ;)

Ich habe mir Herrn Christian Kosmak schon ein paar mal geschrieben, er hatte zuerst ca. 13 Videos zu seiner Dimensionalen Physik auf YT veröffentlicht und diese nun alle auf privat gestellt, weil sie - wie er zugibt - zum Teil fehlerhaft waren.



Um was geht es nun genau, kurz zusammengefasst, Herr Kosmak behauptet, die ART und die QT zu einer TOE zu vereinigen, seine Worte, nicht meine. Er spricht von einem Paradigmenwechsel in der Physik.

Das ist eine ganz gewaltige Hausnummer, und es ist - finde ich - etwas bizarr, wie er vorgeht, er erklärt nämlich, die Mathematik der ART und der QT einfach zu behalten, die passt schon, aber er will das nun anders erklären und begründen.

Konkret hat er also nur eine Geschichte, also Prosa, keine neue Gleichung, er leitet keine Konstanten ab, oder bringt wirklich etwas Substanzielles.

Schlimmer, er macht ganz grobe elementare Fehler in seinen Aussagen, Fehler die schon bei Newton beginnen, also bis zur SRT und so, kommt er gar nicht, ohne schon Fehler zu machen.



Ich beginne mal vorne, wo die Dimensionale Physik schon scheitert, dazu ein paar Aussagen von Herrn Kosmak.

  1. Bewegung als intrinsische Eigenschaft des Objekts (der entscheidende Bruch)
    Christian Kosmak schrieb:Noch ein Wort zur Bewegung. Das der Bewegungszustand eines Objektes, eine Geometrie in der Raumzeit des Objektes selbst ist, dürfen wir ohne Einschränkung als, sagen wir mal, ungewöhnlich bezeichnen. Daran müssen wir uns erstmal gewöhnen.

    Verändern sich nicht alle Raumdimension identisch, so erhält man eine Bewegung im Raum. Das, was wir umgangssprachlich als Bewegung beschreiben. Verändern sich alle Raumdimensionen identisch, dann ist dies eine Veränderung als Ruhemasse oder das Gegenstück, die Raumzeitexpansion.
    Quelle: Dimensionale-Physik-5-1-20260123.pdf

    Und direkt danach:
    Christian Kosmak schrieb:Aus unserem Ansatz heraus sollte der Umstand, dass wir die Bewegung direkt in der Geometrie der Raumzeit verankern, nicht verwundern. Die Raumzeit besteht nur aus Länge und Zeit. Damit muss die Raumzeit eine Darstellung von Geschwindigkeit sein.
  2. Das ist der Kernfehler: Bewegung wird zu einer inneren geometrischen Eigenschaft des Objekts selbst gemacht. Das widerspricht dem Relativitätsprinzip schon bei Newton.



  3. Raumzeit als Substanz / Objekt (verstärkt den absoluten Charakter)
    Christian Kosmak schrieb:Mit dem Ansatz der Raumzeitdichte und der Raumzeit als Objekt/Substanz, ist dies Fragestellung geklärt.
    Christian Kosmak schrieb:Die Raumzeit als Substanz, mit den Eigenschaften der Kontinuität und der Differenzierbarkeit …
    Christian Kosmak schrieb:… dass die Raumzeit als eine einzige Substanz zu betrachten ist.



Und auf Seite 16 schreibt er noch:
Christian Kosmak schrieb:In der Metrik der Raumzeit gibt es keine klassische Dehnung oder Dichte.

Die Definition, was die Längeneinheit 1 Meter oder die Zeiteinheit 1 Sekunde ist, wird verändert.
....
Man weiß gar nicht, wo man da anfangen soll, also er beginnt damit, dass er sich die Gleichung der ART von Einstein greift und den Energie-Impuls-Tensor (es ist ein Tensor), also Raumzeitdichte bezeichnet. Also erstmal nur eine neue Bezeichnung. Klar ist aber, ein Tensor ist nicht normal was wie eine Dichte.

Dann erklärt er in seinem Dokument nun mehrfach, dass Bewegung selbst die Struktur eines Objektes ändert, Bewegung wird also absolut, eine intrinsische Eigenschaft des Objektes selbst. Ich hatte ihm damals schon erklärt, dass das so nicht geht, in den alten Videos (so weit ich weiß, ich kann es aktuell nicht noch mal evaluieren, da die auf privat stehen) hat er von einer Erhöhung der Raumzeitdichte selbst geschrieben, im Dokument ist dazu auch noch der Schwamm auf einem Bild als Beispiel zu sehen.

Nun erklärt er, ja da wird gar nichts wirklich verdichtet, sondern die Einheiten selbst werden verändert. Auch das ist falsch, es gilt das Relativitätsprinzip, nichts an den Einheiten ändert sich, die Dauer der Sekunde wie die Länge von einem Meter sind eindeutig definiert, da ändert sich nichts. Zu sagen, wenn ein Objekt für mich bewegt ist, dann ändert sich die Längeneinheit mit der ich das Objekt messe und darum gibt es die Lorentzkontraktion ist falsch. Es ist für mich bewegt und ich messe es in meinem System kürzer, ganz real, keine Einheit wird verändert. Ebenso ist das mit der Zeitdilatation, eine Sekunde ist eine Sekunde, ich messe physikalische Vorgänge mit der Dauer meiner SI-Sekunde in meinem System und diese dauern dann länger.



So, es gibt noch viel mehr, aber ich wollte hier erstmal einen Anfang machen. Denn leider mag Herr Kosmak nicht mehr auf meine Mails antworten, die aber ganz ehrlich uns sachlich waren. Ich wollte mit ihm einfach nur mal das Uhrenparadoxon im Rahmen der SRT diskutieren, so zwei Uhren treffen sich, gegen gegenseitig dilatiert. Ich kann dazu hier im Forum auch noch mal einen Thread aufmachen, wo das genauer erklärt wird, ist ein Weg zur Relativität der Gleichzeitigkeit, zum Relativitätsprinzip, zur SRT.

Hier noch mal die beiden aktuellen Videos zur Dimensionalen Physik:
Youtube: DP 1.0 Paradigmenwechsel in der Physik
DP 1.0 Paradigmenwechsel in der Physik
Externer Inhalt
Durch das Abspielen werden Daten an Youtube übermittelt und ggf. Cookies gesetzt.

Youtube: DP 2.0 Alles ist ein Objekt - Raumzeit
DP 2.0 Alles ist ein Objekt - Raumzeit
Externer Inhalt
Durch das Abspielen werden Daten an Youtube übermittelt und ggf. Cookies gesetzt.

Ich würde gerne mal Eure Meinung hören, und bitte sachlich bleiben. Und eventuell traut der Mann der die TOE in die Welt meint zu bringen, sich hier ja selber in den Dialog.


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Dimensionale Physik – TOE oder fundamentaler Irrtum?

31.08.2026 um 21:56
Hallo Zusammen,

ich bin besagter Christian Kosmak und diskutiere meine Theorie : Dimensionale Physik, auch gerne hier.

Nr. 1 Das Kontaktformular auf meiner Seite https://dimensionale-physik.de/ funktioniert nun wieder.
Nr. 2 Auf YouTube gibt es keine Einschränkung für Kommentare. Ich habe aber festgestellt, dass bei zum langen Text oder zu vielen Sonderzeichen der Kommentar von YouTube gefiltert wird. Ich bekommen diese nicht zu sehen.
Nr. 3 Ich gebe nocheinPoet aber Recht. Für eine Diskussion ist ein Forum besser geeignet.

Ich gehe gerne auf alle Anregungen zu den Videos ein. Es kommt immer am Sonntag um 10:00 ein neues Video zur Serie dazu. Der Ansatz in der Dimensionalen Physik stellt sich an einigen Stellen komplett gegen dem Mainstream in der Physik. Z.B. wird die Quantenfeldtheorie aus der Allgemeinen Relativitätstheorie heraus abgeleitet und nicht umgekehrt.
Das Relativitätsprinzip ist damit ganz allgemein eins der Hauptthemen. Dort erkläre ich die Dinge natürlich zum Teil abweichend vom Lehrbuch. Sonst gäbe es keine neue Sichtweise auf die alten Theorien.

Das Problem bei diesen Diskussionen sind Aussagen wie:
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb:Das ist der Kernfehler: Bewegung wird zu einer inneren geometrischen Eigenschaft des Objekts selbst gemacht. Das widerspricht dem Relativitätsprinzip schon bei Newton.
Ja, ich widerspreche Galileo/Newton! Aber das hatte auch schon Einstein gemacht, sonst hätte er die SRT nicht entwickeln müssen. Dort gibt es ein anders Relativitätsprinzip als bei Newton. Wenn ich keine abweichende Aussagen in der Theorie hätte, dann würde dies wenig Sinn ergeben.
Mein Meinung nach ist das für viele Leute sehr schwierig zu verstehen (auch wenn es einfach aussieht), weil bei Einstein für eine "lokale" Veränderung eines Objektes ein "globales" mathematisches Modell verwendet wird. Man muss daher sehr genau klären, was ist eine reale Veränderung und was ist nur eine Sichtweise eines Beobachters.
Ein Relativitätsprinzip entsteht, wenn man nur eine Differenzen und keinen Absolutwert feststellen kann. Genau das erkläre ich über eine Geometrie in der Raumzeit selbst. Denn bei dem Ansatz wird klar, dass die Raumzeit selbst nicht als eine Referenzsystem dienen kann. Es gibt weder einen Nullpunkt "Absolute Ruhe" noch eine für den Vergleich verwendbare maximale Geschwindigkeit. Auch wenn diese bei der Lichtgeschwindigkeit auf den ersten Blick anders aussehen mag.

Daher bitte weniger Dogma: Ist nicht Newton muss falsch sein und ich muss Newton verstehen, sondern mehr aus der Theorie selbst heraus: Wie schaffe ich es, dass bei einer echter Veränderung an einem Objekt für ein Beschleunigung noch ein Relativitätsprinzip zustande kommt.

Ich kenne diese Forum noch nicht und bin auf die Diskussionen gespannt. Ich werde aber nicht jeden Tag reinschauen können. Ich versuche er aber auf jeden zweiten Tag hinzubekommen.


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Dimensionale Physik – TOE oder fundamentaler Irrtum?

31.08.2026 um 22:30
Zitat von CossyCossy schrieb:... ich bin besagter Christian Kosmak und diskutiere meine Theorie : Dimensionale Physik, auch gerne hier.
Moin, Hut ab, ich nenne Dich hier beim Nickname, also Cossy, es sei denn, Du möchtest den Vornamen haben. Mich kannst Du gerne mit Poet, neP oder nocheinPoet ansprechen.

Ist schon später, zu Deinen Aussagen gehe ich morgen in Ruhe ein, aber ich freue mich, dass Du den Weg hier ins Forum gefunden hast. Wirklich gut, dann kann man das hier ganz sachlich und eben mit dem Ziel, die Physik richtig darzustellen, ja mal angehen. Gut möglich, dass so auch andere User hier ins Forum finden, die Deine Videos sehen, gesehen haben oder noch sehen werden. Ich mag es über Physik zu diskutieren.


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Dimensionale Physik – TOE oder fundamentaler Irrtum?

01.09.2026 um 02:56
Zitat von CossyCossy schrieb:Der Ansatz in der Dimensionalen Physik stellt sich an einigen Stellen komplett gegen dem Mainstream in der Physik. Z.B. wird die Quantenfeldtheorie aus der Allgemeinen Relativitätstheorie heraus abgeleitet und nicht umgekehrt.
Also die ART ist wie die QFT eine eigenständige Theorie. Keine wird aus der anderen abgeleitet. Und auch Du leitest mit der DP nicht die QFT aus der ART ab.


Zitat von CossyCossy schrieb:Das Relativitätsprinzip ist damit ganz allgemein eins der Hauptthemen. Dort erkläre ich die Dinge natürlich zum Teil abweichend vom Lehrbuch. Sonst gäbe es keine neue Sichtweise auf die alten Theorien.
Wir sollten Begriffe wie "Erklären, Behaupten, Belegen" auf das Sorgfältigste auseinanderhalten.

Du stellst erstmal in Deinem PDF (Video gibt es aktuell ja nur ein neues) Behauptungen auf. Wie weit die wirklich was erklären, muss man sehen, ebenso, ob sie was belegen können.


Zitat von CossyCossy schrieb:Das Problem bei diesen Diskussionen sind Aussagen wie:
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb:Das ist der Kernfehler:

Bewegung wird zu einer inneren geometrischen Eigenschaft des Objekts selbst gemacht. Das widerspricht dem Relativitätsprinzip schon bei Newton.
Ja, ich widerspreche Galileo/Newton!
So weit so gut, damit bestreitest Du das ganz allgemein schon mal nicht. Schauen wir es uns darum genauer an.


Zitat von CossyCossy schrieb:Aber das hatte auch schon Einstein gemacht, sonst hätte er die SRT nicht entwickeln müssen. Dort gibt es ein anders Relativitätsprinzip als bei Newton.
Rhetorisch geschickt formuliert, hilft aber natürlich dennoch nicht. Man muss schauen, wo genau Einstein Newton widersprochen hat und in welchem Punkt. Und wo eben nicht.

Einstein hat nicht dem Relativitätsprinzip von Newton selbst widersprochen. Die SRT erweitert es sogar, bei Newton haben wir nur Mechanik, die Gleichungen von Maxwell (MG) haben aber bei der Galilei-Transformation (GT) ein Problem, sie sind nicht invariant. Das Problem ist also das Relativitätsprinzip von Newton, die MG widersprechen dem RP.

Aber die MG sind Lorentz invariant, also mit der Lorentz-Transformation (LT) funktionieren die MG und das RP bleibt funktional.

Einstein widerspricht also mit der SRT nicht dem Relativitätsprinzip von Newton, im Gegenteil rettet er es für den Elektromagnetismus. Ich kann das auch gerne sehr viel ausführlicher Erklären, wen es interessiert, der fragt einfach nach.


Zitat von CossyCossy schrieb:Wenn ich keine abweichende Aussagen in der Theorie hätte, dann würde dies wenig Sinn ergeben. Die LT geht ja bei normalen Geschwindigkeiten in die GT über. Der Unterschied zeigt sich ja nur bei sehr hohen Geschwindigkeiten.
Nun ja, es ist eben auch so, dass ich nicht Deine Meinung teile, Du hättest mit der DP eine eigene Theorie, von einer TOE will ich mal gar nicht sprechen. Du sagst ja selbst, Du willst die ganze Mathematik der ART und der QFT behalten, ist ja nicht schlecht. Aber nur eine Geschichte, also Prosa, also einfach was zu erzählen, zu dem was es gibt, ist keine neue Theorie. Es ist im besten Fall eine alternative Erklärung. Und wie weit die plausibel ist, will ich hier ja mit Dir diskutieren.

So, nun zu "abweichenden Aussagen", das RP gilt, Newton hat es formuliert, Einstein hat es für den Elektromagnetismus gerettet. Du zerbröselst aber mit Deinen Behauptungen in der DP das RP grundsätzlich, Du erweiterst nicht die SRT (machst Du ja eh nicht, weil Du keine eigenen Gleichungen hast), Du widersprichst dem klassischen RP und natürlich dann auch dem im Rahmen der SRT.


Zitat von CossyCossy schrieb:Mein Meinung nach ist das für viele Leute sehr schwierig zu verstehen (auch wenn es einfach aussieht), weil bei Einstein für eine "lokale" Veränderung eines Objektes ein "globales" mathematisches Modell verwendet wird. Man muss daher sehr genau klären, was ist eine reale Veränderung und was ist nur eine Sichtweise eines Beobachters.
Was genau soll nun wie genau schwer zu verstehen sein?

Ich hatte Dir ja in der Mail schon was vorgeschlagen, greifen wir es hier auf, zwei Uhren fliegen aneinander vorbei. Generell mag ich keine Beobachter in Beispielen, weil da kommt immer was mit "Sehen" und dann ist es schwierig. Generell bevorzuge ich einfach zwei Bezugsysteme, konkret wo immer möglich zwei Inertialsysteme und das sind einfach auch immer Koordinatensysteme. Hier gilt das RP, Geschwindigkeit ist relativ.

Ganz deutlich, es gibt keinen Unterschied, ob sich Uhr A (ruhend in S) an Uhr B (ruhend in S') vorbeibewegt, oder Uhr B an Uhr A.

Ein fiktiver Beobachter (ich schmeiße den später wieder raus) der auf Uhr A sitzt, sagt eben, Uhr B ist für mich bewegt, sie geht dilatiert. Der Beobachter auf Uhr B sagt genau dasselbe, nur über Uhr A. Jeder Beobachter auf der Uhr misst die Uhr des anderen, dilatiert, weil diese in seinem IS eben bewegt ist.

Also wo soll hier eine reale Veränderung genau nun sein?


Zitat von CossyCossy schrieb:Ein Relativitätsprinzip entsteht, wenn man nur eine Differenzen und keinen Absolutwert feststellen kann.
Ich würde nicht sagen, es entsteht. Aber erstmal geschenkt, meint Du nicht feststellen kann, oder es nicht gibt? Deine Aussage ist missverständlich und unklar.

Uhr A und B bewegen sich mit 0,8666... c zueinander. Die Geschwindigkeit ist absolut oder? Dennoch gilt das RP.


Zitat von CossyCossy schrieb:Genau das erkläre ich über eine Geometrie in der Raumzeit selbst. Denn bei dem Ansatz wird klar, dass die Raumzeit selbst nicht als eine Referenzsystem dienen kann. Es gibt weder einen Nullpunkt "Absolute Ruhe" noch eine für den Vergleich verwendbare maximale Geschwindigkeit. Auch wenn diese bei der Lichtgeschwindigkeit auf den ersten Blick anders aussehen mag.
Ich habe Deine Aussagen zitiert, nur ein paar davon. Aber gut, halten wir fest, Du erklärst, man kann gegenüber der Raumzeit selbst keine Bewegung messen.

Das ist seltsam, da Du ja erklärst, Raumzeit wäre ein Objekt, eine Substanz. Ich kann Dich entsprechend gerne zitieren.

Also was genau erklärst Du nun wie über die Raumzeit selbst?


Zitat von CossyCossy schrieb:Daher bitte weniger Dogma:

Ist nicht Newton muss falsch sein und ich muss Newton verstehen, sondern mehr aus der Theorie selbst heraus: Wie schaffe ich es, dass bei einer echter Veränderung an einem Objekt für ein Beschleunigung noch ein Relativitätsprinzip zustande kommt.
Langsam, was genau soll sich bei einem Objekt wie wo durch verändern?

Und noch langsamer, Du schreibst nun Beschleunigung, die ist absolut, im Rahmen der SRT gilt hier das RP nicht. Bei einen beschleunigten Objekt treten Kräfte auf, man kann das am Objekt selbst messen.

Schau mal, Du beschreibst in Deinem PDF die Geschwindigkeit eines Objektes als intrinsische Eigenschaft des Objektes. Geschwindigkeit, nicht Beschleunigung. Das ist das Problem, auch kinetische Energie ist relativ, eine Batterie kann man aufladen, die Energie steckt real im Objekt, kinetische Energie nicht. Eben weil die Geschwindigkeit selbst relativ ist und keine intrinsische Eigenschaft des Objektes.

Wir hatte ja mal zu Deinen alten Videos schon mal diesen Punkt, die Bilder mit dem Schwamm hast Du noch im PDF. Nun schreibt Du da aber, glaub es ist neuer, Du willst nicht mehr das Objekt selbst verändern, sondern die Einheiten für Zeit und Länge. Das ist natürlich falsch, die Einheiten ändern sich nicht, die sind fest definiert, in der ART wie der QFT.

Du willst ja eben eine andere Raumzeitdichte bekommen, nun durch die Veränderung der Einheiten. So geht es aber nicht.

Und wo ich schon mal beim Thema bin, die Lorentzkontraktion ist real, sie hat physikalische Auswirkungen, das Seil von Bell reißt, und Protonen sind flach wie Pfannkuchen, wenn sie durch den LHC in sausen. Im LHC muss man die extreme Längenkontraktion in longitudinaler Richtung bei den Berechnungen berücksichtigen. Also die Längenkontraktion ist keine reine Koordinatenillusion – sie hat messbare Konsequenzen.

Vermutlich liegt hier auch ein Problem die SRT richtig zu verstehen. Und ich gestehe, dieser Punkt ist nicht wirklich einfach, um das aber zu begreifen, muss man tiefer einsteigen und wirklich aus was rechnen. Fakt ist aber, Dein bewegter Schwamm wird nicht zusammengedrückt, nur weil er sich gegenüber wem anderen in dessen System bewegt. Und auch die Einheiten für Länge und Zeit ändern sich in keinem System. Und ich kann das gerne, wenn es wen hier interessiert, sehr genau erklären, vermutlich aber dann in einem eigenen Thread zur SRT, den hab ich eh schon geplant.


Zitat von CossyCossy schrieb:Ich kenne diese Forum noch nicht und bin auf die Diskussionen gespannt. Ich werde aber nicht jeden Tag reinschauen können. Ich versuche er aber auf jeden zweiten Tag hinzubekommen.
Cool, passt, ich freue mich drauf und kein Stress, wir haben ja Zeit.


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Dimensionale Physik – TOE oder fundamentaler Irrtum?

01.09.2026 um 12:32
Ein sehr schweres Thema. Eine Theorie die die die allgemeine Relatitätstheorie und die Quntenmechanik vereint wäre natürlich sehr schön.
Ist aber schon deshalb schwierig weil die Quantenphysik sich mit Vorgängen beschäftigt die innerhalb von Atomen stattfinden, also auf ganz kleinem Raum; die allgemeine Relativitätstheorie sich dagegen mit Vorgängen im wesentlich größeren Maßstäben befasst.
Die Erkenntnis dass Raum, Zeit und Gravitation in beiden Welten eine Rolle spielen hilft nicht weiter weil wir nicht in der Lage sind diese drei Komponenten die unsere Welt bilden und zusammenhalten in ihrer Struktur zu verstehen. Die Frage ist ob wir einfach zu dumm sind um die Stuktur zu erkennen oder ob diese Komponenten gewissermaßen "für sich" stehen, ganz einfach "da" sind und die Frage nach ihrer Entstehung damit unzulässig ist.
Wenn das der Fall sein sollte können wir die Frage nach einer übergreifenden Theorie vergessen.
Es gibt schlichtweg keine.


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Dimensionale Physik – TOE oder fundamentaler Irrtum?

01.09.2026 um 21:00
Danke, dass Du immer zu jedem einzelnen Satz ein Anmerkung machst, aber so wird das nichts.
Das werden ewige Beschreibungen mit vielen Sprüngen. Vorschlag: Wir nehme einfach einen Punkt und kauen diesen durch.
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb:
Zitat von CossyCossy schrieb:Daher bitte weniger Dogma:

Ist nicht Newton muss falsch sein und ich muss Newton verstehen, sondern mehr aus der Theorie selbst heraus: Wie schaffe ich es, dass bei einer echter Veränderung an einem Objekt für ein Beschleunigung noch ein Relativitätsprinzip zustande kommt.
Aber das hatte auch schon Einstein gemacht, sonst hätte er die SRT nicht entwickeln müssen. Dort gibt es ein anders Relativitätsprinzip als bei Newton.
Rhetorisch geschickt formuliert, hilft aber natürlich dennoch nicht. Man muss schauen, wo genau Einstein Newton widersprochen hat und in welchem Punkt. Und wo eben nicht.

Einstein hat nicht dem Relativitätsprinzip von Newton selbst widersprochen. Die SRT erweitert es sogar, bei Newton haben wir nur Mechanik, die Gleichungen von Maxwell (MG) haben aber bei der Galilei-Transformation (GT) ein Problem, sie sind nicht invariant. Das Problem ist also das Relativitätsprinzip von Newton, die MG widersprechen dem RP.

Aber die MG sind Lorentz invariant, also mit der Lorentz-Transformation (LT) funktionieren die MG und das RP bleibt funktional.

Einstein widerspricht also mit der SRT nicht dem Relativitätsprinzip von Newton, im Gegenteil rettet er es für den Elektromagnetismus. Ich kann das auch gerne sehr viel ausführlicher Erklären, wen es interessiert, der fragt einfach nach.
Deine Vermutung, dass Einstein das RP nach Einstein mit einer Erweiterung gerettet hat ist aus meiner Sicht so nicht richtig. Einstein hat mit der Verwendung der LT ein anderes RP verwendet als Newton. Wie Du selber bemerkt hast funktioniert Newton/Galileo nicht mit MG. Der Wechsel von GT zu LT ist keine Erweiterung. Das ist eine komplett andere Art von RP.

Beispiel: Damit bei Newton ein RP existieren kann, darf es keinen absoluten Ruhepunkt für eine Geschwindigkeit geben. Man darf ja nur Differenzen erkennen können. Über eine maximale Geschwindigkeit hat man zu Newtons Zeiten einfach noch nicht nachgedacht. Das wäre aber für ein RP das Gleiche wie ein absoluter Ruhepunkt. Wie macht Newton dies? Das hat er sehr schön und sehr kurz in seinem ersten Axiom erklärt. Wie schreiben das heute immer: "Es gilt das Relativitätsprinzip". Newton war da viel eleganter.
Für ihn gab es sogar so was wie absolute Ruhe. Das entspricht auch dem damaligen Zeitgeist. Diesen absoluten Ruhepunkt kann man aber für eine Messung nicht verwenden. Denn laut seinem Axiom kann man diesen von einer beliebigen geradlinigen und gleichförmigen Bewegung nicht unterscheiden. Damit ergibt sich immer nur eine Differenz zwischen Geschwindigkeiten => RP. Es hilft Dir nichts , wenn du tatsächlich auf den absoluten Ruhepunkt bist. Das kann man nicht feststellen und auch nur für eine geradlinigen und gleichförmigen Bewegung halten.

Newton gibt in seinem ersten Axiom den Grund für die Existenz eines RP an und behaupten nicht einfach das ein RP gilt. Sehr elegant!!!

Einstein führt mit der Lichtgeschwindigkeit eine absoluten Maximalwert für eine Geschwindigkeit ein. Damit kann es direkt für eine Geschwindigkeit kein RP geben. In der SRT werden dem bewegten Objekt immer Geometrien zugewiesen und diese verglichen. Damit der Vergleich der Geometrien und die damit entstehende Differenz => RP, überhaupt Sinn macht, muss es einen absoluten Punkt für allen identischen geben. Sonst kann man die Geometrien nicht abgleichen. Das übernimmt eben die Lichtgeschwindigkeit. => Das hat mit Newton nichts mehr zu tun.

Bitte nicht einfach sagen wir gehen von GT auf LT. Das sind einfach nur Formeln. Ein mathematisches Model. Warum muss ich bei Newton GT und bei Einstein LT benutzen. Was ist der Grund, warum man diese so verwenden muss. Das ist die interessante Verständnisfrage an der Stelle.


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Dimensionale Physik – TOE oder fundamentaler Irrtum?

01.09.2026 um 21:12
Zitat von Lupo54Lupo54 schrieb:Ein sehr schweres Thema. Eine Theorie die die die allgemeine Relatitätstheorie und die Quntenmechanik vereint wäre natürlich sehr schön.
Richtig! Das ist erstmal reines Wunschdenken. Es gibt bis jetzt keinen Beweis, dass eine Vereinigung möglich sein muss. Genau deshalb starte ich so komisch mit dem Ansatz, dass alles Raumzeit ist und es nur diese eine Objekt gibt. Das erkläre ich hoffentlich im Video 2.0 ausreichend.
Zitat von Lupo54Lupo54 schrieb:Ist aber schon deshalb schwierig weil die Quantenphysik sich mit Vorgängen beschäftigt die innerhalb von Atomen stattfinden, also auf ganz kleinem Raum; die allgemeine Relativitätstheorie sich dagegen mit Vorgängen im wesentlich größeren Maßstäben befasst.
Das ist auch Richtig. Das Problem in der Vereinigung ist aber genau umgekehrt. Die QFT kommt bei der Quantisierung immer nur bis zu einem bestimmten Maß. Die ART kommt ohne eine Quantisierung bis auf null. Da und bei noch einigen Punkte wie Unschärfe oder Verschränkung stehen sich die mathematischen Beschreibung der beiden Theorien bereits im Grundsatz unvereinbar gegenüber.
Zitat von Lupo54Lupo54 schrieb:Die Erkenntnis dass Raum, Zeit und Gravitation in beiden Welten eine Rolle spielen hilft nicht weiter weil wir nicht in der Lage sind diese drei Komponenten die unsere Welt bilden und zusammenhalten in ihrer Struktur zu verstehen. Die Frage ist ob wir einfach zu dumm sind um die Stuktur zu erkennen oder ob diese Komponenten gewissermaßen "für sich" stehen, ganz einfach "da" sind und die Frage nach ihrer Entstehung damit unzulässig ist.
Wenn das der Fall sein sollte können wir die Frage nach einer übergreifenden Theorie vergessen.
Es gibt schlichtweg keine.
Ich behaupte in der Dimensionalen Physik, dass beide Theorien aus einem gemeinsamen Modell heraus erklärbar sind, Startpunkt ART. Leider wird man aber eine identische mathematische Beschreibung nicht bekommen. Das verbietet die Dimensionale Physik sogar. Also ein klares Jein beim letzten Punkt


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Dimensionale Physik – TOE oder fundamentaler Irrtum?

01.09.2026 um 22:45
Zitat von CossyCossy schrieb:Danke, dass Du immer zu jedem einzelnen Satz ein Anmerkung machst, aber so wird das nichts.
Nun ich diskutiere schon länger im Forum, und es hat sich als sehr sinnvoll gezeigt, die Punkte einzeln der Reihe nach anzusprechen. So kann man dann Stück für Stück Dinge abhaken. Eben zum Beispiel, dass Du offen zugibst, dem RP von Newton zu widersprechen. Hätte ja auch anders sein können und Du hättest das bestritten. Wir müssen erstmal eine Basis finden, wo Du genau Dich wie positionierst, was Du anerkennst, wo wir eben schon mal einig sind.


Zitat von CossyCossy schrieb:Das werden ewige Beschreibungen mit vielen Sprüngen.

Vorschlag:

Wir nehme einfach einen Punkt und kauen diesen durch.
Das ist der Weg. ;)


Zitat von CossyCossy schrieb:
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb:
Zitat von CossyCossy schrieb:Daher bitte weniger Dogma:

Ist nicht Newton muss falsch sein und ich muss Newton verstehen, sondern mehr aus der Theorie selbst heraus: Wie schaffe ich es, dass bei einer echter Veränderung an einem Objekt für ein Beschleunigung noch ein Relativitätsprinzip zustande kommt.
Aber das hatte auch schon Einstein gemacht, sonst hätte er die SRT nicht entwickeln müssen. Dort gibt es ein anders Relativitätsprinzip als bei Newton.
Rhetorisch geschickt formuliert, hilft aber natürlich dennoch nicht. Man muss schauen, wo genau Einstein Newton widersprochen hat und in welchem Punkt. Und wo eben nicht.

Einstein hat nicht dem Relativitätsprinzip von Newton selbst widersprochen. Die SRT erweitert es sogar, bei Newton haben wir nur Mechanik, die Gleichungen von Maxwell (MG) haben aber bei der Galilei-Transformation (GT) ein Problem, sie sind nicht invariant. Das Problem ist also das Relativitätsprinzip von Newton, die MG widersprechen dem RP.

Aber die MG sind Lorentz invariant, also mit der Lorentz-Transformation (LT) funktionieren die MG und das RP bleibt funktional.

Einstein widerspricht also mit der SRT nicht dem Relativitätsprinzip von Newton, im Gegenteil rettet er es für den Elektromagnetismus. Ich kann das auch gerne sehr viel ausführlicher Erklären, wen es interessiert, der fragt einfach nach.
Deine Vermutung, dass Einstein das RP nach Einstein mit einer Erweiterung gerettet hat ist aus meiner Sicht so nicht richtig. Einstein hat mit der Verwendung der LT ein anderes RP verwendet als Newton. Wie Du selber bemerkt hast funktioniert Newton/Galileo nicht mit MG.
Gut, da haben wir schon mal einen Punkt, den wir klären sollten.



Halten wir mal unstrittige Fakten fest, Einstein stellte mit der SRT zwei Postulate auf::


  1. Das Relativitätsprinzip - Die Gesetze der Physik sind in allen Inertialsystemen gleich (es gibt keinen Äther).

  2. Die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit - Die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum ist in allen Inertialsystemen konstant, unabhängig von der Bewegung der Quelle.

Wir bleiben gleich mal beim ersten Punkt. Und diese Aussage ist bis zum Äther das RP von Newton.


Was das Relativitätsprinzip wirklich sagt:

Das RP (sowohl bei Galilei/Newton als auch bei Einstein) besagt, die Gesetze der Physik (also die Formeln, die Differentialgleichungen, die Erhaltungssätze) sind in allen Inertialsystemen gleich.

Es besagt aber nicht, dass die gemessenen Zahlenwerte (wie Ort, Zeit, Masse oder eben die Form eines Objekts) in allen Systemen gleich sein müssen.

Schon bei Newton hängen Position \color{#f0e0d0}(x) und Geschwindigkeit \color{#f0e0d0}(v) vom Beobachter ab.

Wenn du im fahrenden Zug sitzt, hat der Kaffeebecher vor dir die Geschwindigkeit \color{#f0e0d0}(v= 0). Für jemanden am Bahndamm hat er \color{#f0e0d0}(v = 100 \text{ km/h}). Beide Beobachter messen unterschiedliche Geschwindigkeiten.

Beide Beobachter benutzen aber dieselbe Physik (Newtons Gesetze), um die Bewegung des Bechers korrekt zu beschreiben. Newton kannte die Gleichungen von Maxwell natürlich noch nicht.

Ganz klar hat Einstein also das RP von Newton beibehalten, Newton hat eben nur mit den Geschwindigkeiten gerechnet, die ihm so bekannt waren. Er konnte auch keine Experimente machen, wo Geschwindigkeiten von fast c eine Rolle gespielt haben.


Zitat von CossyCossy schrieb:Der Wechsel von GT zu LT ist keine Erweiterung. Das ist eine komplett andere Art von RP.


Beispiel:

Damit bei Newton ein RP existieren kann, darf es keinen absoluten Ruhepunkt für eine Geschwindigkeit geben. Man darf ja nur Differenzen erkennen können.
Deine Formulierungen sind "schwierig", der Begriff "absoluter Ruhepunkt" taucht so bei Newton nicht auf, auch nicht in der SRT. Es wäre von Vorteil, wenn Du Dich an dem üblichen Syntax der Phyisk orientieren würdest. Weil sonst muss man grübeln, was Du wohl nun genau meinst.


Zitat von CossyCossy schrieb:Über eine maximale Geschwindigkeit hat man zu Newtons Zeiten einfach noch nicht nachgedacht.
Mag sein, wer weiß, spielt aber für das RP keine Rolle.


Zitat von CossyCossy schrieb:Das wäre aber für ein RP das Gleiche wie ein absoluter Ruhepunkt.
Eine maximale Geschwindigkeit ist doch nicht das Gleiche, wie ein absoluter Ruhepunkt, unabhängig ob Du das nun auf das RP beziehst oder nicht. Dein "absoluter Ruhepunkt" ist hier ein Problem, weil sich das so physikalisch schwer einordnen lässt.

Für die Diskussion, ganz einfach zum RP bei Newton und dann bei Einstein, braucht es so eine Bezeichnung nicht. Ich vermute, Du ziehst Dir das aus der Vorstellung für einen absoluten Raum, dann müsstest Du das aber auch so schreiben. Ging Newton von der Existenz eines absoluten Raumes aus? Ja, aber das spielte für die Formulierung seines Axioms und des RP keine Rolle, taucht darin mit keinem Wort auf. Gibt es nicht mal implizit.


Zitat von CossyCossy schrieb:Wie macht Newton dies? Das hat er sehr schön und sehr kurz in seinem ersten Axiom erklärt. Wie schreiben das heute immer: "Es gilt das Relativitätsprinzip". Newton war da viel eleganter.

Für ihn gab es sogar so was wie absolute Ruhe. Das entspricht auch dem damaligen Zeitgeist. Diesen absoluten Ruhepunkt kann man aber für eine Messung nicht verwenden. Denn laut seinem Axiom kann man diesen von einer beliebigen geradlinigen und gleichförmigen Bewegung nicht unterscheiden. Damit ergibt sich immer nur eine Differenz zwischen Geschwindigkeiten => RP. Es hilft Dir nichts, wenn du tatsächlich auf den absoluten Ruhepunkt bist. Das kann man nicht feststellen und auch nur für eine geradlinigen und gleichförmigen Bewegung halten.

Newton gibt in seinem ersten Axiom den Grund für die Existenz eines RP an und behaupten nicht einfach das ein RP gilt. Sehr elegant!!!
Ja, vorweg, ein Ausrufezeichen reicht aus. Mehr wirken unseriös. Zur Sache, Newton hat im sogenannten Scholion schon über einen absoluten Raum geschrieben und auch über absolute Ruhe. Du machst daraus ein absolutes ausgezeichnetes System mit einem Ruhepunkt, oder ganz vielen davon. Man kann ja schon mal, damals, davon ausgehen, es könnte einen absoluten Raum geben und in dem könnte man ruhen. Ist eine Annahme, kein Grund für die Existenz des RP.

Denn er hat die Natur ja genau beobachtet und kam dann zum RP, denn so war Newton schon ein brillanter Geist und erkannte sofort das fundamentale Problem, man kann diese absolute Ruhe mit keinem Experiment der Welt nachweisen.


Newton schrieb dazu:

Es ist jedoch sehr wohl möglich, dass im unendlichen Raum kein Körper sich in wahrer Ruhe befindet [...]. Es kann mithin die absolute Ruhe aus den Stellungen der Körper in unseren Gegenden nicht definiert werden.

Und das erkennst Du ja soweit auch an, ich sage mal, Newton hat hier Physik und Philosophie klar getrennt. Es war aber nur eine Annahme, dass es einen absoluten Raum gibt, und er hat eben klar erkannt und eben auch dazu explizit geschrieben, das kann man mit keinem Experiment belegen.

Damit spielt diese Annahme physikalisch absolut keine Rolle. Newton stellte nämlich fest, eenn wir uns in einem geschlossenen Schiffsbauch befinden, können wir durch kein mechanisches Experiment im Inneren feststellen, ob das Schiff absolut ruht oder sich gleichförmig bewegt. Das ist der Kern des klassischen Relativitätsprinzips.


Zitat von CossyCossy schrieb:Einstein führt mit der Lichtgeschwindigkeit eine absoluten Maximalwert für eine Geschwindigkeit ein.
Ja.


Zitat von CossyCossy schrieb:Damit kann es direkt für eine Geschwindigkeit kein RP geben.
Diese Aussage macht so keinen Sinn. Was willst Du damit nun aussagen? Die SRT hat ganz klar das RP, es ist in der Formulierung äquivalent zu der von Newton, und bezieht nun aber etwas mit ein, was Newton so noch nicht kannte, eben den Elektromagnetismus, die Gleichungen von Maxwell.

Auch Einstein sagt, Geschwindigkeit ist relativ, so wie Newton, und es gibt kein Experiment, mit dem man eine Geschwindigkeit gegenüber dem Raum selbst messen könnte. Und da der absolute Raum von Newton, später dann "Äther" genannt, eh immer nur eine Annahme war, die man nicht belegen konnte, ihn nie gefunden hat, hat Einstein den einfach rausgenommen.

Sehr elegant!


Zitat von CossyCossy schrieb:In der SRT werden dem bewegten Objekt immer Geometrien zugewiesen und diese verglichen.
Keine Ahnung, auch hier ist Deine Formulierung unverständlich. In S bewegt sich die Rakete mit \color{#f0e0d0}(v = 0.866 \text{ c}). Bitte welche Geometrie wird der Rakete denn nun in der SRT zugewiesen? Was soll der Begriff "Geometrie" hier überhaupt? Kannst Du dazu mal was zitieren?


Zitat von CossyCossy schrieb:Damit der Vergleich der Geometrien und die damit entstehende Differenz => RP, überhaupt Sinn macht, muss es einen absoluten Punkt für allen identischen geben. Sonst kann man die Geometrien nicht abgleichen. Das übernimmt eben die Lichtgeschwindigkeit. => Das hat mit Newton nichts mehr zu tun.
Wirklich, ich bin ehrlich bemüht, Deine Aussagen zu verstehen, und ich habe schon etwas Ahnung von Physik. Das was Du da schreibst, mag für einige pseudophilosophisch elegant sein, aber ich kämpfe echt mit der Interpretation.

  • Was für Geometrien willst Du vergleichen?
  • Warum muss es einen absoluten Punkt geben und warum für alle identisch?

Die Lichtgeschwindigkeit ist kein absoluter Punkt, keine Geometrie, ganz im Ernst, wir müssen hier mal die Begriffe wirklich sauber klären. Du nimmst was, meinst damit etwas, und man kann nicht mal wirklich klar erkennen, was Du genau meinst und wie Du dahin gekommen bist.

Ich hatte die beiden Axiome von Einstein oben genannt, dass erste Axiom passt äquivalent zu dem RP von Newton. Die Lichtgeschwindigkeit als absolute Geschwindigkeit spielt dabei überhaupt keine Rolle. Das könnte auch so stehen, wenn die Lichtgeschwindigkeit nicht in allen Systemen konstant c wäre. Nur wäre dann die Koordinatentransformation eine andere, konkret müsste man dann nicht die LT nehmen, sondern könnte bei der GT bleiben.


Zitat von CossyCossy schrieb:Bitte nicht einfach sagen wir gehen von GT auf LT. Das sind einfach nur Formeln. Ein mathematisches Model.
Ich sage nicht, wir gehen einfach von der GT auf die LT. Im Gegenteil ist das ja sehr gut begründet, eben wegen den MG. Und ja, es sind Formeln, von mir aus auch ein mathematisches Modell, wobei ich darunter auch wieder etwas anderes als nur eine Formel verstehe, aber geschenkt.


Zitat von CossyCossy schrieb:Warum muss ich bei Newton GT und bei Einstein LT benutzen. Was ist der Grund, warum man diese so verwenden muss. Das ist die interessante Verständnisfrage an der Stelle.
Du musst bei Newton nicht die GT benutzen, kannst auch die LT nehmen. Die LT geht ja eben in die GT über, wenn die Geschwindigkeiten gering sind. Newton wusste eben nichts über die Gleichungen von Maxwell und den Elektromagnetismus, ich bin sicher, zwei Stunden im Gespräch mit Einstein, und er wäre begeistert gewesen und hätte zugestimmt.



Also, ich halte mal fest, Einstein widerspricht nicht dem RP von Newton, ich kann gerne auch beide Axiome noch mal zusammen zitieren. Im Gegenteil, Einstein übernimmt es. Und er sagt eben, dass muss grundsätzlich so gelten. Es gibt kein Experiment, mit dem man eine Geschwindigkeit gegenüber dem Raum selbst messen könnte.

Aber die Gleichungen von Maxwell gehen nun mal so wie sie formuliert sind, von einem absoluten Raum aus, oder konkret, sie sind für ein Ruhesystem definiert. Und das Problem ist, wenn man das nun in ein bewegtes System transformiert, mit der GT, müssten sich die Gleichungen ändern, eben weil sie nicht Galilei invariant sind.

Das war in der Physik damals echt ein großes Problem, man hätte nämlich doch schon gerne das RP behalten, das Newton formuliert hat.

Und man wusste sogar schon, es gibt eine Koordinatentransformation, eben die LT, mit der das passt, die MG sind eben Lorentz invariant. Aber vor der SRT hat man das mehr so für eine mathematische Sache gehalten.

Einstein hat das Prinzip nicht verändert, er hat es nur ernst genommen. Durch Elektrodynamik war das RP von Newton verletzt, weil er für Raum und Zeit absolute Gültigkeit verlangte \color{#f0e0d0}(t' = t), was nicht zu den Gesetzen der Elektrodynamik passte.

Einstein hat das RP gerettet, indem er zeigte, das Prinzip ist absolut fehlerfrei, aber wir müssen Newtons falsche Annahme über Zeit und Raum opfern.

Wenn also Einstein Newton widersprich, dann nur in dessen Annahme, Raum und Zeit wären absolut. Das war aber eh nur eine Annahme und Newton trennte Physik und Philosophie. Für Newtons mathematische Physik (seine Formeln) spielte der absolute Raum keine Rolle.

Konkret, Newton ging davon aus, dass grundsätzlich \color{#f0e0d0}(t' = t) und \color{#f0e0d0}(l' = l) gilt. Das man eine im System zu einem bewegte Uhr genauso misst, wie eine ruhende. Und dass ein Stab mit der Länge \color{#f0e0d0}l eben seine Länge nicht ändert, nur weil er im System bewegt ist.

Das ist alles, die Formeln funktionieren in allen Systemen gleich (Galilei-Invarianz). Die "absolute Ruhe" war für Newton ein metaphysisches, fast religiöses Konzept – er sah den absoluten Raum als das Sensorium Gottes (sensorium dei), in dem sich die Schöpfung befindet.

Newton glaubte also zwar aus philosophisch-theologischen Gründen an einen absoluten Raum (und damit theoretisch an eine "absolute Ruhe"). Aber mathematisch ist dieser absolute Raum in Newtons eigenen Bewegungsgleichungen überhaupt nicht enthalten. Da in \color{#f0e0d0}(F = m \cdot a) nur die Beschleunigung (die zweite Ableitung des Ortes) vorkommt, fällt jede konstante Geschwindigkeit komplett heraus.

Es gibt in Newtons Mechanik keinen mathematischen Fixpunkt für Ruhe.


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Dimensionale Physik – TOE oder fundamentaler Irrtum?

03.09.2026 um 15:53
@Cossy

So, ich will eben mal die noch offenen Fragen an Dich in einer Liste zusammenfassen:


  1. Was genau soll sich bei einem Objekt "echt" verändern? (Bei Bewegung / Geschwindigkeit – nicht Beschleunigung)

  2. Wo genau soll bei zwei aneinander vorbeifliegenden Uhren eine "reale Veränderung" liegen? (Beide messen die jeweils andere dilatiert – wo ist hier etwas Intrinsisches am Objekt?)

  3. Meinst Du mit "man kann nur Differenzen und keinen Absolutwert feststellen", dass man ihn nicht feststellen kann, oder dass es ihn nicht gibt?

  4. Was genau erklärst du über die Raumzeit selbst? Du sagst einerseits, man könne gegenüber der Raumzeit keine Bewegung messen, andererseits nennst Du die Raumzeit eine Substanz/Objekt.

  5. Welche "Geometrie" wird einem bewegten Objekt in der SRT Deiner Meinung nach "zugewiesen"? (Bitte mit Zitat oder klarer Definition)

  6. Warum muss es Deiner Ansicht nach einen "absoluten Punkt für alle identisch" geben, damit man Geometrien vergleichen kann und warum soll die Lichtgeschwindigkeit diesen Punkt darstellen?

  7. Wie genau widerspricht eine maximale Geschwindigkeit (c) dem Relativitätsprinzip? (Du behauptest das, aber es ist unklar, warum)




Zusätzlich implizit offen geblieben:


  1. Wie genau soll die Veränderung der "Definition" von Meter und Sekunde funktionieren, ohne das Relativitätsprinzip zu verletzen?

Das sind die zentralen Punkte, auf die Du bisher nicht substanziell eingegangen bist. Du hast den Widerspruch zu Galileo/Newton zugegeben und versucht, ihn mit Einstein zu legitimieren, aber die konkreten Nachfragen zu Deiner eigenen Konstruktion (besonders was sich "echt" am Objekt ändert, wenn es "real/wirklich/absolut" bewegt) bleiben offen.

Schau, Du berufst Dich wo auf Newton, der an einen absoluten Raum geglaubt hat, aber selbst erklärt, denn kann man nicht messen. Dass man ein absolute Bewegung gegenüber dem Raum selbst nun nicht messen kann, bestätigst Du ja soweit wie ich Dich verstanden habe.

Bleibt eben offen, was genau soll sich nun wie am Objekt selbst verändern, und ist seine Bewegung nun real absolut gegenüber den Raum oder der Raumzeit, aber nicht messbar?

Oder ist die Bewegung nun doch einfach nur relativ, das RP von Newton/Einstein erkennst Du so an, wie formuliert?



Denn Du sagtest ja selbst:
Zitat von CossyCossy schrieb:
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb:Das ist der Kernfehler:

Bewegung wird zu einer inneren geometrischen Eigenschaft des Objekts selbst gemacht. Das widerspricht dem Relativitätsprinzip schon bei Newton.
Ja, ich widerspreche Galileo/Newton!
Wie genau sieht nun Dein Widerspruch aus?

Bedenke, Du erklärst Raumzeit zu einem Objekt, einer Substanz, mit allen Eigenschaften, die ein Objekt haben muss, damit es ein Objekt ist. Und man kann sich gegenüber einem Objekt bewegen, damit führst Du im Grunde den Äther wieder ein.

Bevor wir also über Lokalität und andere richtig wichtige Dinge diskutieren, müssen wir das hier erstmal klären.


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Dimensionale Physik – TOE oder fundamentaler Irrtum?

03.09.2026 um 17:18
Zitat von Lupo54Lupo54 schrieb:Ein sehr schweres Thema.
Ganz sicher, und sehr unwahrscheinlich, dass eine Person das mal eben alleine schafft. Noch unwahrscheinlicher ist es, dass es mit einem Ansatz gelingt, der so in keiner Weise mal wo angerissen wurde. Im Grunde unmöglich, also ich würde sagen, unmöglich ist es, dass zu schaffen, ohne neue Gleichungen. Denn da ändert sich ja eben nichts.

Die SRT hat neue Gleichungen geliefert, die Wirkung manifestiert sich aber erst bei sehr hohen Geschwindigkeiten, bei kleinen Geschwindigkeiten bleibt es beim guten Newton.

Und die ART hat dann mal so richtig hingelangt, die Gleichungen sind wirklich eine Hausnummer.


Zitat von Lupo54Lupo54 schrieb:Eine Theorie die die die allgemeine Relativitätstheorie und die Quantenmechanik vereint wäre natürlich sehr schön.
Und wie schön das wäre, gibt dafür ganz sicher einen Nobelpreis. Um das überhaupt nur angehen zu können, muss man die Probleme kennen, ein ganz zentrales Problem ist, es gibt eben Unendlichkeiten, also Werte, die gegen unendlich gehen, war schon in der QM ein ganz große Problem. Hier hat die Normierung geholfen, man muss viel Wissen haben, um das wirklich alles richtig begreifen zu können.

Fakt ist aber, was in der QM noch geht, geht in der RT so nicht mehr, man bekommt die nicht normiert, man wird die Unendlichkeiten einfach so nicht los. Also, wenn man versucht die RT mal eben zu quantisieren, klappt es nicht.

Anderes großes Problem, die RT ist ein lokale Theorie, die QT eben nicht. Will ich nicht hier schon jetzt im Detail erklären, geht aber um Quantenverschränkung und spukhafte Fernwirkung. Die Physik hat in den letzten Jahren recht sicher gezeigt, unser Universum ist nicht lokal, was eben klar für die QT und gegen die RT spricht.

Damit ist die RT nicht falsch, sondern was wie "unvollständig". Sie liefert ja sehr genauer Ergebnisse und wurde nie wirklich falsifiziert.

Noch ein Problem, dieses mal auf der Seiter der QT, die RT ist kontinuierlich, die QT diskret, wenn man nun die Raumzeit quantelt, dann gibt es ein Problem mit der Lorentzinvarianz. Bedeutet, Licht würde sich in unterschiedlichen Richtungen ein klein wenig unterschiedlich schnell ausbreiten, hat man bisher nicht messen können.


Zitat von Lupo54Lupo54 schrieb:Ist aber schon deshalb schwierig weil die Quantenphysik sich mit Vorgängen beschäftigt die innerhalb von Atomen stattfinden, also auf ganz kleinem Raum; die allgemeine Relativitätstheorie sich dagegen mit Vorgängen im wesentlich größeren Maßstäben befasst.

Die Erkenntnis dass Raum, Zeit und Gravitation in beiden Welten eine Rolle spielen hilft nicht weiter weil wir nicht in der Lage sind diese drei Komponenten die unsere Welt bilden und zusammenhalten in ihrer Struktur zu verstehen.

Die Frage ist ob wir einfach zu dumm sind um die Struktur zu erkennen oder ob diese Komponenten gewissermaßen "für sich" stehen, ganz einfach "da" sind und die Frage nach ihrer Entstehung damit unzulässig ist.

Wenn das der Fall sein sollte können wir die Frage nach einer übergreifenden Theorie vergessen. Es gibt schlichtweg keine.
Glaube nicht, wir sind zu dumm, es dauert eben etwas. Gibt ja sehr gute Ansätze und wenn man sich selbst damit beschäftigt und überlegt, kann man auch schon eine Richtung erkennen, die plausibel ist und was verspricht. Was aber nicht bedeutet, man hat eben mal eine TOE gestrickt.

Persönlich sehe ich es so, dass Raum und Zeit, also Raumzeit nicht fundamental sind, sondern emergent. So wie Temperatur emergent ist und nicht fundamental. Ein Atom alleine hat keine Temperatur.

An die Stringtheorie und die Schleifenquantengravitation glaub ich auch weniger. Spannend, aber es gibt einfach zu wenig was man da findet. Aktuell gibt es einen neuen Ansatz, wie man ein Graviton detektieren könnte, wenn das gelingt, wäre das aber noch heftiger, als das mit den Gravitationswellen.

Mal sehen, eventuell erweitern wir den Thread hier etwas und ich gebe mehr allgemeinen Background, hab schon ein paar Videos, die hier passen könnten.


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Dimensionale Physik – TOE oder fundamentaler Irrtum?

05.09.2026 um 07:40
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb:Mal sehen, eventuell erweitern wir den Thread hier etwas
Du wirst diese "Crackpot"-Theo doch nicht ernsthaft aufwerten, indem du sie hier noch vertiefen willst. Das ist nichts weiter als vergeudete Lebenszeit, da man schon beim ersten "überfliegen" so viele methodische und logische Fehler findet, dass man am Ende die ersten schon wieder vergessen hat.

Wir brauchen hier dringend eine neue Rubrik mit dem Titel "Pseudo-Wissenschaft", bei dem jedem klar ist (sein sollte), worauf man sich beim "Betreten" einlässt. So eine Rubrik könnte dann zur Belustigung beitragen, oder noch besser als abschreckendes Beispiel dafür, was mit einem passieren kann, wenn man sich zu Dingen äußert, von denen man keine Ahnung hat, und damit meine ich ganz sicher nicht dich (@nocheinPoet). :)


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Dimensionale Physik – TOE oder fundamentaler Irrtum?

05.09.2026 um 12:41
Zitat von Peter0167Peter0167 schrieb:und damit meine ich ganz sicher nicht dich (@nocheinPoet).
Nein, warum eigentlich nicht, weil er dem Kanon folgt? Jemand spricht über RT und fragt sich ernsthaft, was das mit Geometrie zu tun haben soll? Respektiert nicht, dass es verschiedene Relativitätsprinzipien gibt? ...


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Dimensionale Physik – TOE oder fundamentaler Irrtum?

05.09.2026 um 13:14
Zitat von simulakronsimulakron schrieb:dass es verschiedene Relativitätsprinzipien gibt?
So wie ich es verstanden habe, ging es hier nicht darum, ob die Relativitätsprinzipien nun unterschiedlich sind (denn das sind sie in der Tat), sondern um die Frage ob Einsteins Relativitätsprinzipien die von Galileo/Newton nun erweitern, oder nicht. Der "Kanon" geht nun davon aus, dass Einstein das galileische Relativitätsprinzip (Klassische Mechanik) erweitert hat.

Das spezielle Relativitätsprinzip erweiterte das galileische Relativitätsprinzip im Jahre 1905 zunächst auf den Elektromagnetismus, wobei die klassischen Gesetze der Mechanik als Spezialfall enthalten blieben.

10 Jahre später erfolgte die zweite Erweiterung durch das allgemeine Relativitätsprinzip, in dem die beiden Vorgänger wiederum als Spezialfall enthalten waren, und die Beschränkung auf unbeschleunigte Inertialsysteme aufgehoben wurde.

Darüber besteht so weit ich weiß auch ein weitgehender Konsens. Wie @Cossy nun auf diese, vom Konsens abweichende Idee kommt, kann ich nicht nachvollziehen...
Zitat von CossyCossy schrieb am 31.08.2026:Ja, ich widerspreche Galileo/Newton! Aber das hatte auch schon Einstein gemacht, sonst hätte er die SRT nicht entwickeln müssen. Dort gibt es ein anders Relativitätsprinzip als bei Newton.
Wie gesagt, Einstein hat mit seinen Relativitätsprinzipien dem von Newton und Galileo nicht widersprochen, sondern durch seine Verallgemeinerungen die Beschränkung auf die klassische Mechanik aufgehoben. Ich hoffe, der Unterschied ist klar. :)

So, und nun habe ich erst einmal Feiaamd. :)


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Dimensionale Physik – TOE oder fundamentaler Irrtum?

05.09.2026 um 14:08
Zitat von Peter0167Peter0167 schrieb:
Zitat von simulakronsimulakron schrieb:dass es verschiedene Relativitätsprinzipien gibt?
So wie ich es verstanden habe, ging es hier nicht darum, ob die Relativitätsprinzipien nun unterschiedlich sind (denn das sind sie in der Tat), sondern um die Frage ob Einsteins Relativitätsprinzipien die von Galileo/Newton nun erweitern, oder nicht. Der "Kanon" geht nun davon aus, dass Einstein das galileische Relativitätsprinzip (Klassische Mechanik) erweitert hat.

Das spezielle Relativitätsprinzip erweiterte das galileische Relativitätsprinzip im Jahre 1905 zunächst auf den Elektromagnetismus, wobei die klassischen Gesetze der Mechanik als Spezialfall enthalten blieben.

10 Jahre später erfolgte die zweite Erweiterung durch das allgemeine Relativitätsprinzip, in dem die beiden Vorgänger wiederum als Spezialfall enthalten waren, und die Beschränkung auf unbeschleunigte Inertialsysteme aufgehoben wurde.

Darüber besteht so weit ich weiß auch ein weitgehender Konsens. Wie @Cossy nun auf diese, vom Konsens abweichende Idee kommt, kann ich nicht nachvollziehen...
Zitat von CossyCossy schrieb am 31.08.2026:Ja, ich widerspreche Galileo/Newton! Aber das hatte auch schon Einstein gemacht, sonst hätte er die SRT nicht entwickeln müssen. Dort gibt es ein anders Relativitätsprinzip als bei Newton.
Wie gesagt, Einstein hat mit seinen Relativitätsprinzipien dem von Newton und Galileo nicht widersprochen, sondern durch seine Verallgemeinerungen die Beschränkung auf die klassische Mechanik aufgehoben. Ich hoffe, der Unterschied ist klar. :)
Ob die Evolution eine Erweiterung oder jeweils neues Konzept ist wohl eher Geschmackssache.
Im "Kanon" der Physik geht man eher auf die mathematische Evolution ein. Da ist das Wort "Erweiterung" passend. Man nimmt einfach eine immer mächtigere/abstraktere Symmetriegruppe an, Einverstanden.

Wenn ich mir aber das jeweilige logische Konzept hinter den Evolutionsschritten der RT anschauen, dann ist das Wort "Erweiterung" für mich einfach falsch.
Nur der Schritt von Galileo (Geschwindigkeit) zu Newton (allgemeines Inertialsystem) kann ich als Erweiterung sehen. Dort hat sich die Grundlage, warum es das RT gibt, nicht verändert.
Von einem statischen Raum zu einer dynamischen Raumzeit ist eine grundsätzlich Änderung.
Auch von SRT zu ART, bin ich mit einer "Erweiterung" nicht einverstanden. In der SRT werden die lokalen Raumzeit Geometrien von Objekten verglichen. In der ART komme ich auch mit nur einem einzigen Objekt aus. Dort wird die globale umgebende Raumzeit für zu mind. einem Objekt beschrieben.


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Dimensionale Physik – TOE oder fundamentaler Irrtum?

05.09.2026 um 16:51
Zitat von Peter0167Peter0167 schrieb:Darüber besteht so weit ich weiß auch ein weitgehender Konsens. Wie @Cossy nun auf diese, vom Konsens abweichende Idee kommt, ...
Zitat von CossyCossy schrieb am 31.08.2026:Ja, ich widerspreche Galileo/Newton! Aber das hatte auch schon Einstein gemacht, sonst hätte er die SRT nicht entwickeln müssen. Dort gibt es ein anders Relativitätsprinzip als bei Newton.
... kann ich nicht nachvollziehen ...

Wie gesagt, Einstein hat mit seinen Relativitätsprinzipien dem von Newton und Galileo nicht widersprochen, sondern durch seine Verallgemeinerungen die Beschränkung auf die klassische Mechanik aufgehoben. Ich hoffe, der Unterschied ist klar. :)
Willkommen im Team.

Er sagt nun ja auch nicht, er widerspricht Einstein, sondern eben schon Newton und Galileo. Das ist auch doppeltseltsam, von Newton haben wir die GT als Koordinatentransformation und die hat uns ja zum Mond gebracht. Bei sehr kleinen Geschwindigkeiten gegenüber der Lichtgeschwindigkeit reicht die eben aus.

Du siehst es nun ja wohl eben auch so wie ich und sagst, es wird auch ganz allgemein so in der Physik gesehen, ist eben Usus, dass Einstein hier das RP von Newton erweitert hat und dem nicht einfach widerspricht.



Zitat von CossyCossy schrieb:Ob die Evolution eine Erweiterung oder jeweils neues Konzept ist wohl eher Geschmackssache.
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Zitat von CossyCossy schrieb:Im "Kanon" der Physik geht man eher auf die mathematische Evolution ein. Da ist das Wort "Erweiterung" passend. Man nimmt einfach eine immer mächtigere/abstraktere Symmetriegruppe an, Einverstanden.
Deine Formulierungen sind wirklich, für mich zumindest, gewöhnungsbedürftig. Also ich würde hier nie von einer mächtigeren Symmetriegruppe sprechen. Aber es ist so schon wo richtig, von der Galilei-Gruppe mit der SRT in die Poincaré-Gruppe und von dort mit der ART sogar in die Gruppe der allgemeinen Koordinatentransformationen (Diffeomorphismengruppe).

Und das ist dann die mathematisch mächtigste Stufe. Die physikalischen Gesetze sind hier nun völlig unabhängig von den gewählten Koordinaten (Koordinatenunabhängigkeit). Die Poincaré-Symmetrie gilt hier nur noch lokal (in einem unendlich kleinen, frei fallenden Bezugssystem).

Man lernt eben nie aus. :D Wie gesagt, es ist wo schon klar, aber so formuliert ist es für mich neu.


Zitat von CossyCossy schrieb:Wenn ich mir aber das jeweilige logische Konzept hinter den Evolutionsschritten der RT anschauen, dann ist das Wort "Erweiterung" für mich einfach falsch.
Nun ja, Du schriebst ja schon von "Geschmackssache", was Du da nun für Dich so schmeckst, juckt die Physik eben nicht. Und dank Dir und dem Hinweis zur Gruppe, ist das nun sogar noch viel deutlicher eine Erweiterung. Gehen wir in die Mengenlehre und schauen es uns genauer an.


Eine Analogie:

Die Galilei-Transformationen verhalten sich zur Lorentz-Gruppe ähnlich wie die ganzen Zahlen (\color{f0e0d0}\mathbb{Z}) zu den reellen Zahlen (\color{f0e0d0}\mathbb{R}). Die ganzen Zahlen sind eine echte Teilmenge der reellen Zahlen. Wenn man bei den reellen Zahlen die Nachkommastellen "wegschneidet" (sie gegen Null laufen lässt), landet man wieder bei den ganzen Zahlen.


Was genau bedeutet "Erweiterung" im Sinne der Symmetrie?

Wenn Physiker sagen, Einstein hat das Prinzip erweitert, meinen sie zwei Dinge, die man mengentheoretisch und geometrisch beschreiben kann.

  1. Die Größere Menge an Transformationen: Die Poincaré-Gruppe enthält mathematisch gesehen mehr physikalisch erlaubte Transformationen und Verknüpfungen als die Galilei-Gruppe. Sie beschreibt die Geometrie eines vierdimensionalen Raumes (Minkowski-Raum), der die flache dreidimensionale Welt von Newton als Projektion beinhaltet.

  2. Die Erweiterung des Gültigkeitsbereichs: Newtons Prinzip galt nur für langsame Geschwindigkeiten (\color{f0e0d0}v \ll c). Einsteins Symmetriegruppe umfasst die Gesamtheit aller physikalisch möglichen Geschwindigkeiten (von \color{f0e0d0}0 bis fast \color{f0e0d0}c). Die "Menge der beschreibbaren Phänomene" ist bei Einstein also drastisch größer.


Die höchste Stufe, die Allgemeine Relativitätstheorie:

Nimmt man noch die Allgemeine Relativitätstheorie hinzu, wird das Ganze zu einer hierarchischen Kette von Mengen.

\color{f0e0d0}\footnotesize\text{Newton\ (Galilei-Gruppe)}\subset \text{Spezielle\ Relativität (Poincaré-Gruppe)}\subset \text{Allgemeine\ Relativität (Diffeomorphismen)}

Jede Stufe ist eine mächtigere mathematische Struktur, die die vorherige als Spezialfall in sich zusammenschnürt und einbettet.

Einstein hat also das Fundament von Newton nicht eingerissen, sondern das Newtonsche Prinzip in eine viel größere, umfassendere mathematische "Menge" eingebettet.

Also Erweiterung passt hier einfach nicht nur gut, es ist klar richtig.


Zitat von CossyCossy schrieb:Nur der Schritt von Galileo (Geschwindigkeit) zu Newton (allgemeines Inertialsystem) kann ich als Erweiterung sehen. Dort hat sich die Grundlage, warum es das RT gibt, nicht verändert.
Du meinst sicher "... RP gibt". Und beim RP gab es keine Erweiterung, von Galileo zu Newton. Galileo beschrieb die Dinge mehr kinematisch, Newton hat Dynamik draufgelegt, ganz einfach gesagt.

Aber konkreter, Newton hat eben keine neuen Symmetrie-Transformationen hinzugefügt. Die "Menge der erlaubten Koordinatenwechsel" blieb die Galilei-Gruppe. Aber er hat die Menge der physikalischen Gesetze, die unter dieser Transformation unverändert (invariant) bleiben, massiv vergrößert.

Denn Galilei sprach nur von fallenden Tropfen und fliegenden Fliegen auf einem Schiff. Newton hingegen zeigte dann, dass dieselbe Symmetrie für die Bewegung der Planeten, die Gezeiten und die gesamte Mechanik des Universums gilt.


Kurz zusammenfassend:

Während Einstein die mathematische Struktur (die Symmetriegruppe) von einer flachen 3D-Welt in eine 4D-Raumzeit erweiterte, hat Newton Galileis Symmetriegruppe beibehalten, aber das physikalische Fundament der Welt (Masse, Kraft, Beschleunigung) darin erst mathematisch formuliert.


Zitat von CossyCossy schrieb:Von einem statischen Raum zu einer dynamischen Raumzeit ist eine grundsätzlich Änderung.
Was denn nun, oben schreibst Du, Du "kannst" das als Erweiterung sehen, nun als grundsätzliche Änderung, wir sind eben noch bei Newton und Galileo und Du schreibst hier jetzt dynamische "Raumzeit". Die Raumzeit haben wir erst mit Einstein. Noch mal ganz deutlich, Newton hat das RP nicht erweitert oder grundsätzlich geändert, er hat das aber alles mal hübsch und in bunt mathematisch klar ausformuliert.


Zitat von CossyCossy schrieb:Auch von SRT zu ART, bin ich mit einer "Erweiterung" nicht einverstanden.
Schwierig, denn es geht in der Physik, und hier gerade ganz sicher bei den Grundlagen, nicht um persönliche Meinungen. Ich habe das oben, eben sogar durch Deinen Hinweis auf "Gruppen" recht klar aufgezeigt, die Mengenlehre ist Programm.

Das Relativitätsprinzip wurde ganz klar erweitert und so wird es in der Physik auch allgemein verstanden. Wenn Du einen Nobelpreis hättest, so auf dem Kaminsims, dann hätte es eventuell etwas Gewicht, wenn Du mit etwas nicht einverstanden bist, aber recht sicher auch nicht hier beim Relativitätsprinzip.

Du musst ja mal schauen, wir sind ganz weit unten bei den Grundlagen, bei dem was beim Studium der Physik gar nicht mehr besprochen wird, sondern was einfach klar ist. Wenn Du zu einer TOE willst, solltest Du nicht doch, so beim Fundament, das nehmen, was einfach klar und unstrittig ist?

Also in der Physik anerkannt und unstrittig?


Zitat von CossyCossy schrieb:In der SRT werden die lokalen Raumzeit Geometrien von Objekten verglichen. In der ART komme ich auch mit nur einem einzigen Objekt aus. Dort wird die globale umgebende Raumzeit für zu mind. einem Objekt beschrieben.
Das ist wieder etwas seltsam, ich hatte Dich ja schon gebeten, mal meine Fragen zu beantworten, und diese Aussage wirfst neue Fragen auf. Du schreibst hier nun von lokalen Raumzeit-Geometrien von Objekten, die in der SRT verglichen werden sollen.

Was soll eine Raumzeit-Geometrie eines Objektes genau nun überhaupt sein? Ein Inertialsystem? Was genau vergleichst Du da in der SRT, oder was glaubst Du, wird da nun genau wie verglichen?

Und was soll das nun in der ART dann nur noch für ein Objekt sein?

Also, ich würde Dich bitten, erstmal die offenen Fragen von mir zu beantworten. Wenn wir da dann allgemein hier mehr Klarheit haben, was genau Du überhaupt meinst, schlage ich noch mal das Uhrenparadoxon vor, das ist für das Verstehen des Relativitätsprinzip nämlich richtig gut gemacht.

Wiki ABC 03
Bildgrundlage: Wikipedia: Zeitdilatation#Verwendung der Eigenzeit bei zwei Inertialsystemen

Ich habe die Grafik von Wikipedia genommen und neu zusammengesetzt, und sogar in einer weiteren Grafik (bisher hier nicht gezeigt) erweitert. Dazu dann Ereignisse benannt und alle Koordinaten und Größen berechnet. Also Geschwindigkeit, Abstände und was man so noch braucht.

Und da kannst Du uns gerne auch die Raumzeit-Geometrien zeigen, welche Du meinst, die verglichen werden. Und von mir aus, gehen wir dann damit auch noch mal in der ART, und Du zeigst uns, wo Du da nun nur noch ein Objekt für die Beschreibung hast.

Aber ich halte das für nicht zielführend, das Uhrenparadoxon nun in die ART zu drücken.


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Dimensionale Physik – TOE oder fundamentaler Irrtum?

05.09.2026 um 17:26
Hatte ein Beitrag übersehen.
Zitat von Peter0167Peter0167 schrieb:
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb:Mal sehen, eventuell erweitern wir den Thread hier etwas ...
Du wirst diese "Crackpot"-Theo doch nicht ernsthaft aufwerten, indem du sie hier noch vertiefen willst. Das ist nichts weiter als vergeudete Lebenszeit, da man schon beim ersten "überfliegen" so viele methodische und logische Fehler findet, dass man am Ende die ersten schon wieder vergessen hat.
Ja, nun, also ich war schon mal so vor ca. einem Jahr mit @Cossy in einem kurzen "Dialog", zu seinen Videos, die er nun ja alle auf privat gestellt hat.

Erstmal was grundsätzlich, ich finde es immer gut, wenn Menschen die Welt hinterfragen, sich fragen, wie funktioniert das alles. Und wenn sie sich dann dazu noch selbst was überlegen, finde ich auch das anerkennenswert. Nun geht es hier sogar so weit, dass ein Dokument mit über 130 Seiten erstellt wurde und auch ein Kanal auf YouTube, wo die "Überlegungen" erklärt werden. Sogar nun in der zweiten Runde.

Das ist schon Arbeit, Aufwand, das erkenne ich an und finde das positiv.

Es gibt aber zwei Probleme die ich sehe, das erste Problem, wenn es im Grunde offensichtlich ist, dass da grundlegend falsche Annahmen gemacht werden, wenn die Basis schon wackelt. Dann wird hier eigene Lebenszeit verbrannt, und man wird eben in die Kiste der Crackpots gelegt. So richtig bin ich mir da noch nicht sicher, der Begriff wird ja inzwischen sehr negativ und abwerten verwendet, war aber mal etwas neutraler. Heute steht er ja schon für "Spinner". Darum mag ich das auch so nicht. Also nicht einfach so mal eben. Was die Einordnung angeht, wirst Du aber wohl allgemein viel Zuspruch finden, mehr als Widerspruch.

Ein normaler Crackpot nimmt sich in der Regel aber nicht zurück und erklärt, er habe sich geirrt. Und er geht auch nicht wirklich in eine sachliche Debatte, also nicht richtig, nicht auf der Sachebene. Das versuche ich hier ja eben noch.

Das andere Problem ist, wenn man das so veröffentlicht, und auf YT zeigt, dann bringt man falsche Informationen in die Welt. Für Menschen mit Ahnung kein Problem und jede KI erkennt es sofort, aber es gibt Menschen, die keine oder wenig Ahnung von Physik haben, und die haben unter den alten Videos auch kommentiert.

Und das ist ein Punkt, da juckt es mich, ich will nicht, dass die Welt anderen Menschen falsch erklärt wird.


Zitat von Peter0167Peter0167 schrieb:Wir brauchen hier dringend eine neue Rubrik mit dem Titel "Pseudo-Wissenschaft", bei dem jedem klar ist (sein sollte), worauf man sich beim "Betreten" einlässt. So eine Rubrik könnte dann zur Belustigung beitragen, oder noch besser als abschreckendes Beispiel dafür, was mit einem passieren kann, wenn man sich zu Dingen äußert, von denen man keine Ahnung hat, und damit meine ich ganz sicher nicht dich (@nocheinPoet). :)
Ich weiß nicht, es gibt ja "bösartige" Menschen, es gibt naive Menschen, es gibt nette Menschen, gibt Menschen die sich etwas verrannt haben. Ich finde nicht, dass man sich da so pauschal über andere Menschen lustig machen sollte und sie als abschreckendes Beispiel nehmen.

Ich will es nicht verallgemeinern, Jocelyne Lopez damals, mit ihrem Blog, oder Peter Rösch und die anderen Crackpots, also ja, das ist eine andere Hausnummer, die nenne ich auch so, da gibt es oft auch mal eine politische und rassistische Motivation an der Kritik. Und nebenbei, Lopez ist wieder aufgetaucht, hatte lange nichts mehr von der gelesen.

Also hier eben nochmal ein Link zu einem "Austausch" von - meiner Meinung nach - echten Crackpots:

https://www.kritik-relativitaetstheorie.de/2026/06/versuch-einer-ordnung-der-unterschiede-bzw-begriffe-diesbezuegliche-fragen-an-zenon-aus-elea-a-einstein-und-g-cantor/

Mit Lopez und anderen aus der Truppe hab ich vor Jahren über Jahre diskutiert, oder es versucht, sachlich können die nicht lange durchhalten und die sind in keiner Weise mit @Cossy zu vergleichen.

Viele "Crackpots" fangen ja schon damit an, dass sie erklären, Einstein hat sich geirrt. Nun Cossy erkennt die Physik, nach eigenen Aussagen ja so erstmal an, will alle Gleichungen behalten. Ja gut, er widerspricht nun aktuell dem PR explizit, aber ich halte das noch nicht für dogmatisch, nehme ich mal eben als eine Art Arbeitsthese. Bisher ist er ja noch im Dialog, ich befürchte natürlich, er steigt da schnell wieder aus, aber ich hatte ja auch nicht damit gerechnet, dass er hier überhaupt sich einer Debatte stellt.

Hat er und mich damit positiv überrascht. Und er hat nicht nur erkannt, er hat mal sich geirrt, er hat seine Videos privat geschaltet und versucht es nun neu. Zeigt mir, ein wenig scheint er doch schon an Wahrheit interessiert zu sein, nicht nur daran, wo zu glänzen.

Und wir müssen hier den Mist von Lopez und ihrer Truppe nicht aufgreifen, die Frau ist einfach wirklich nicht lernfähig, sie ist leider auch vom Hass zerfressen, was ich zur Not auch belegen kann.


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Dimensionale Physik – TOE oder fundamentaler Irrtum?

05.09.2026 um 20:22
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb:Erstmal was grundsätzlich, ich finde es immer gut, wenn Menschen die Welt hinterfragen, sich fragen, wie funktioniert das alles.
Diesem Grundsatz kann ich vollumfänglich beipflichten, wir dürfen niemals aufgeben uns selbst und das vermeintlich gesicherte Wissen zu hinterfragen. Sobald wir anfangen dies zu tun, oder auch nur die Methodik verlernen, wie wir uns korrekt "empor irren", wie es Harald Lesch einmal formulierte, dann sind wir salopp gesagt am Arsch, aber voll und ganz. :)

Das Thread-Thema ist aber geradezu ein Paradebeispiel dafür, wie man es nicht machen sollte. Hier wird nicht hinterfragt, hier wird einfach behauptet, und zudem noch aus dem Nichts ein Konstrukt in einer wissenschaftlich verbrämten Sprache aus dem Hut gezaubert, und zwar ohne alles, was eine echte wissenschaftliche Hypothese so ausmacht.

Daher habe ich den Quark anfangs auch als "Crackpot-Theo" klassifiziert, und dabei spielt der Aufwand den der Autor sich damit gemacht hat auch keinerlei Rolle, im Gegenteil, je länger und intensiver sich jemand mit solchen "Ideen" im stillen Kämmerlein beschäftigt, desto mehr versagt die wissenschaftliche Selbstkontrolle, und man täuscht am Ende nicht nur sich selbst, sondern auch andere.

Okay, @Cossy befindet sich derzeit wohl in der Phase, in der er hofft mit einer Veröffentlichung Bestätigung zu finden, was angesichts einer weit um sich greifenden Verblödung auch erfolgversprechend ist, ihm aber am Ende kein Stück weiter helfen wird, weil es nun mal nicht zielführend ist, wie er die Sache angeht.

Meine Empfehlung an ihn wäre, diese ungeheure Energieleistung in die richtigen Bahnen zu lenken und beginnend bei den Grundlagen zunächst einmal versuchen die bekannte und weitgehend anerkannte Physik zu erlernen und zu verstehen. Vielleicht ist er ja noch jung genug, um ein naturwissenschaftliches Studium zu durchlaufen, und anschließend in die "echte" Forschung einzusteigen.

Das ist natürlich ungleich schwerer, als sich Geschichten auszudenken und einfach zu behaupten Newton lag falsch, aber heute wohl der einzig gangbare Weg um sich selbst und damit auch andere voran zu bringen. Oder um die weisen Worte von neP zu verwenden:

"Das ist der Weg."


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Dimensionale Physik – TOE oder fundamentaler Irrtum?

05.09.2026 um 20:30
Nachtrag:

Übrigens hatten wir hier vor Kurzem erst einen ähnlichen Fall:

Modell-Check: Das kaskadierende 4D-Bulk-Universum (Laien-Hypothese) (Beitrag von AndiOderSo)

Der Verfasser, ich glaube er hieß Andi oder so, bezeichnete sich zunächst als Laie und tat so, als ob er hier nur seine "Theorie" überprüfen lassen wollte. Später stellte sich dann aber schnell heraus, dass er nur eine KI missbräuchlich benutzte, um wirre Texte zu formulieren, weil er dem Irrtum unterlag, er könne sich damit über etablierte Wissenschaftler stellen.

Am Ende kann man ein solches Schiksal nur noch bedauern, da keinerlei Anzeichen erkennbar waren, dass er da ohne fremde Hilfe wieder raus kommen würde.


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Dimensionale Physik – TOE oder fundamentaler Irrtum?

05.09.2026 um 23:29
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb:Einstein hat also das Fundament von Newton nicht eingerissen, sondern das Newtonsche Prinzip in eine viel größere, umfassendere mathematische "Menge" eingebettet.
Da möchte ich als Laie meine Zweifel anmelden. Die Analogie mit den Ganzen/Reellen Zahlen in Hinblick auf Newton/SRT
finde ich strenggenommen nicht korrekt. Bereits bei sehr kleinen Geschwindigkeiten unterscheiden sich die beiden Theorien, wenn auch nur sehr sehr gering, aber dennoch. Teilmengeninterpretation widerlegt?
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb:Du musst ja mal schauen, wir sind ganz weit unten bei den Grundlagen, bei dem was beim Studium der Physik gar nicht mehr besprochen wird, sondern was einfach klar ist.
Eben da will @Cossy meinem Verständnis nach ansetzten.
Ist eine rein prosaische Theorie/Hypothese in der Physik grundsätzlich pseudowissenschaftlich? Wenn ja, warum?


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Dimensionale Physik – TOE oder fundamentaler Irrtum?

06.09.2026 um 00:08
Zitat von VerwunderterVerwunderter schrieb:Da möchte ich als Laie meine Zweifel anmelden. Die Analogie mit den Ganzen/Reellen Zahlen in Hinblick auf Newton/SRT
finde ich strenggenommen nicht korrekt.
Zweifel sind immer gut, Menschen ohne gesunde Skepsis sind dazu verdammt alles zu glauben, und das will schließlich niemand.

Der Grund, warum gern mit Analogien, oder wie ich es nennen würde mit Vergleichen gearbeitet wird, ist Folgender: Vergleiche bzw. Analogien sind sehr hilfreich dabei, ein besseres Verständnis für komlexe und schwierige Sachverhalte zu erlangen. Wenn sich jemand mit einer bestimmten Thematik schwer tut, kann es helfen, wenn man das Problem auf eine artverwandte oder auch gänzlich andere Thematik überträgt, so lange man auf diese Weise grundlegende Prinzipien verdeutlichen kann.

Bei der von dir angezweifelten Analogie mit der Mengenlehre ging es um grundlegende prinzipielle Zusammenhänge, und keineswegs darum, ob beim Vergleich zwischen Newton und Einstein absolut gleiche Beträge für Geschwindigkeiten heraus kommen.

Der entscheidende Punkt ist, dass sich die Relativitätsprinzipen nicht gegenseitig widerlegen, sondern einfach nur unterschiedliche Entwicklungsstufen darstellen, die aufeinander aufbauen, und bei der jedes RP in der jeweils höheren Stufe als Spezialfall enthalten ist.

Die Analogie mit den Zahlen ist absolut zulässig, da sie genau dieses grundlegende Prinzip beinhaltet und auf einfache und verständliche Weise die Problematik verdeutlicht. Wenn das bei dir nicht der Fall ist, findet sich bestimmt noch eine andere Analogie, die das Potential besitzt, auch bei dir die letzten Zweifel zu zerstreuen.


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