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Himmelsscheibe von Nebra

135 Beiträge, Schlüsselwörter: Himmelsscheibe, Nebra

Himmelsscheibe von Nebra

30.12.2013 um 08:35
@Simowitsch

Hast Du eine Erklärung für die Räuchermännchen des Erzgebirges und ihre Vebindung zum brennenden Dornbusch? Zufall kann das nicht sein, raucht ja beides....


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Himmelsscheibe von Nebra

30.12.2013 um 22:50
Lieber Somowitsch,

lass dich von den Trollen nicht unterkriegen. Ich stimmdir voll zu!

LG,
Bertram Vogel


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Himmelsscheibe von Nebra

11.05.2019 um 13:09
@Spöckenkieke
Was ist denn deiner Meinung nach aktuell der Stand der Dinge, was die Funktionalität und ggf. weitere Bedeutungen der Himmelsscheibe angeht?

Welche Thesen (Literatur) sind anerkannt, welche nicht?


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Himmelsscheibe von Nebra

15.05.2019 um 14:35
@Nemon
Das ist es ja. Die Nebrascheibe stammt aus dem Kunsthandel. Man hat mit anhaftender Erde versucht den Ausgrabungsort zu finden. Und meint ihn gefunden zu haben, da man dort noch ein paar andere Gegenstände fand. Interessant ist dabei, dass es sich per Definition um einen Depotfund handelt. Also keine Opfergabe oder sakrale Niederlegung, sondern man hat hier etwas für die spätere Verwendung abgelegt. Aber es wohl nicht mehr geschafft wieder zurück zu kehren. Im Unterschied zu einem Opferfund, bei dem die Gegenstände absichtlich unbrauchbar gemacht werden, da sie zur sakralen Verwendung bestimmt sind. (Die Schwerter werden dabei zb gefaltet und zerbrochen, damit sie nicht jemand anderes als Schwerter dienen können). Ob nun das wirklich so zusammengehört ist eigentlich immer noch nicht geklärt und wird wohl auch nicht geklärt werden. Hier mal was zu ab Kapitel 2 https://www.academia.edu/33052909/Authentizitätsprüfungen_Methoden_Möglichkeiten_Grenzen._Kapitel_2_aus_Rupert_Gebhard_und_Rüdiger_Krause_Bernstorf._Archäologisch-_naturwissenschaftliche_Analysen_der_Gold-_und_Bernsteinfunde_vom_Bernstorfer_Berg_bei_Kranzberg_Oberbayern_

Daraus folgendes Zitat:" Pernicka räumt also ein, dass der Punkt der Zusammengehörigkeit der Funde noch nicht geklärt ist. Weiter schreibt Pernicka an anderer Stelle: „Die Bleiisotopenverhältnisse sind allerdings sehr unterschiedlich, sodass eine gleichzei-tige Herstellung aller Teile des Hortfundes sehr un- wahrscheinlich ist.“ Pernicka stellt also fest, dass die Teile des Fundes nicht gleichzeitig entstanden sind und somit auch nicht zusammengehören können."

Vorher wurde auch schon festgestellt, dass sie aus unterschiedlichen Gegenden kommen. Daraus wird ja nun die Geschichte mit den Pilgern usw konstruiert. Stützt aber meiner Meinung nach eher die Grundlage des Depotfundes als Hortfund. Also Zusammengetragene Gegenstände, die schnell mal versteckt werden.

Nebra also als eisenzeitlichen oder bronzezeitlichen Pilgerort zu sehen ist völlig übertrieben. Das geben die Befunde und Funde einfach nicht her. 5 "Pilger" haben sich in einem einzigen Loch ihrer Gegenstände erleichtert und alle anderen kamen nicht auf die Idee.
Was die Scheibe bedeutet ist auch nicht ganz klar. Da sie nicht wirklich in die Ikonographie ihrer Zeit passt. Normalerweise wird die Sonnenscheibe immer in Verbindung mit Tieren dargestellt, Pferd, Schlange, Fisch, Bukranien, Mischwesen oder mit Booten. So hat man krampfhaft versucht die kleinen Striche an den Goldbögen nicht als Werkzeugspuren zu interpretieren, sondern als Besatzung von Booten. Finde ich nun total an den Haaren herbeigezogen.

Eigentlich kann man nur sagen, dass man nicht genau weiß, was die Scheibe bedeutet, bis man weitere vergleichbare Funde hat, oder weitere Funde, die die Bedeutung der Scheibe erklären können.


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Himmelsscheibe von Nebra

17.05.2019 um 19:43
Zitat von SpöckenkiekeSpöckenkieke schrieb:Also keine Opfergabe oder sakrale Niederlegung, sondern man hat hier etwas für die spätere Verwendung abgelegt. Aber es wohl nicht mehr geschafft wieder zurück zu kehren. Im Unterschied zu einem Opferfund, bei dem die Gegenstände absichtlich unbrauchbar gemacht werden, da sie zur sakralen Verwendung bestimmt sind. (Die Schwerter werden dabei zb gefaltet und zerbrochen, damit sie nicht jemand anderes als Schwerter dienen können).
Jetzt muss ich mal doof fragen: Ist der Brauch mit dem Verbiegen oder Zerbrechen von Waffen wirklich schon für die Frühe Bronzezeit belegt? Mir fällt da spontan kein Beispiel ein. Richtige Waffen kommen in den Hortfunden der Aunjetitzer Kultur ohnehin eher selten vor (meistens Dolche oder Lanzenspitzen), aber ein verbogenes Exemplar fällt mir spontan nicht ein. Auch bestand ja nicht unbedingt eine Notwendigkeit, die Schwerter von Nebra unbrauchbar zu machen. Durch ihre viel zu kurzen Griffe waren sie als echte Waffen ohnehin nicht brauchbar, sondern sie dienten wohl eher als Zeremonial- oder Prunkgegenstände.
Zitat von SpöckenkiekeSpöckenkieke schrieb:„Die Bleiisotopenverhältnisse sind allerdings sehr unterschiedlich, sodass eine gleichzei-tige Herstellung aller Teile des Hortfundes sehr un- wahrscheinlich ist.“ Pernicka stellt also fest, dass die Teile des Fundes nicht gleichzeitig entstanden sind und somit auch nicht zusammengehören können."
Die Zusammengehörigkeit lässt sich dadurch aber auch nicht in Zweifel ziehen, da auch in anderen Hortfunden Gegenstände unterschiedlicher Herkunft auftreten.
Zitat von SpöckenkiekeSpöckenkieke schrieb:Normalerweise wird die Sonnenscheibe immer in Verbindung mit Tieren dargestellt, Pferd, Schlange, Fisch, Bukranien, Mischwesen oder mit Booten.
Diese typischen Darstellungen aus der nordischen Bronzezeit sind allerdings deutlich jünger als die Himmelsscheibe
Zitat von SpöckenkiekeSpöckenkieke schrieb:So hat man krampfhaft versucht die kleinen Striche an den Goldbögen nicht als Werkzeugspuren zu interpretieren, sondern als Besatzung von Booten. Finde ich nun total an den Haaren herbeigezogen.
Hierfür gibt es allerdings Parallelen auf Felsbildern und Rasiermessern. Gut, die sind natürlich auch alle jünger als die Himmelsscheibe, aber immerhin wurde das Boot ja erst in einer späten Bearbeitungsphase hinzugefügt.

Im Übrigen sollte der verlinkte Artikel von Krause und Gebhard auch ein wenig mit Skepsis betrachtet werden. Es handelt sich hierbei nämlich um eine Art "Retourkutsche", weil Meller und seine Kollegen aus Halle maßgeblich daran beteiligt waren, die von Krause und Gebhard hoch gehypten Gold- und Bernsteinfunde aus Bernstorf als Fälschungen zu entlarven.


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Himmelsscheibe von Nebra

18.05.2019 um 12:14
Zitat von E.SchützeE.Schütze schrieb:Jetzt muss ich mal doof fragen: Ist der Brauch mit dem Verbiegen oder Zerbrechen von Waffen wirklich schon für die Frühe Bronzezeit belegt?
Das konnte ich jetzt tatsächlich nicht finden. Scheint sich erst ab der Urnenfelderzeit einzuschleichen. Aber die entgültigkeit des Opfers scheint es auch schon im Neolithikum gegeben haben. Also Ablage an nicht mehr zugänglichen Orten, wie im Moor versenken und idealerweise die Wiederholbarkeit. Also, dass immer wieder geopfert wurde. Entsprechend spricht Meller auch immer von einem Depotfund.
Zitat von E.SchützeE.Schütze schrieb:Hierfür gibt es allerdings Parallelen auf Felsbildern und Rasiermessern. Gut, die sind natürlich auch alle jünger als die Himmelsscheibe, aber immerhin wurde das Boot ja erst in einer späten Bearbeitungsphase hinzugefügt.
Ja, ich schrieb ja, es gibt diese Bilder, die entfernt an sowas denken lassen.

fisch

Aber auf der Nebrascheibe habe ich eher das Gefühl, dass damit das Gold fixiert wurde.

barke

Würden die Präastronautiker mit so einem Argument kommen, würden die Archäologen das auch nicht gelten lassen.

Überhaupt ist es irritierend, das man bei diesem Fund aus allen Zeiten der Bronzezeit so wie allen Regionen Ähnlichkeiten sucht und dann daraus die Verbindung postuliert, die die Ähnlichkeit hervorgebracht hat. Solche Zirkelschlüsse galten zu meiner Zeit als Sackgassen.

Auch sowas hier halte ich für nicht zulässig.

nepra

Denn hier verwendet man Radosophie vom Feinsten. Ich kann wahrscheinlich in ganz Norddeutschland Plätze finden, auf die das passen würde. Woher weiß man denn, dass die Scheibe nicht zu einem Punkt 200km weiter westlich oder östlich gehört?
Zitat von E.SchützeE.Schütze schrieb:Im Übrigen sollte der verlinkte Artikel von Krause und Gebhard auch ein wenig mit Skepsis betrachtet werden.
Ja, gerne, auch wenn ich zB. die Beziehungsdramen dahinter gar nicht kannte. Aber wie ich oben schon schrieb. Anfangs, (war gerade am Ende meines Studiums als die Scheibe bekannt wurde) gab es durchaus Kritik an der Interpretation und am Vorgehen. Heute finde ich dazu irgendwie nichts mehr, obwohl ich finde, dass die Zuordnung der Scheibe und Interpretation ihrer Funktion usw. nicht immer zulässig ist nach den Regeln der wissenschaftlichen Vorgehensweise.

Ich finde gleiches Recht für alle. Was ich von Däniken erwarte, muss auch Meller liefern.


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Himmelsscheibe von Nebra

01.07.2019 um 14:01
Das wurde doch in kornkreisen gefunden sonst hätte man die Scheibe nie entdeckt...


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Himmelsscheibe von Nebra

01.07.2019 um 14:07
Zitat von EgonZweiEgonZwei schrieb:Das wurde doch in kornkreisen gefunden sonst hätte man die Scheibe nie entdeckt...
Was genau willst du denn damit sagen?


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Himmelsscheibe von Nebra

01.07.2019 um 17:28
Zitat von EgonZweiEgonZwei schrieb:Das wurde doch in kornkreisen gefunden sonst hätte man die Scheibe nie entdeckt...
Erzähl mal, du scheinst du dir brandheissen News zu haben.
Quelle dazu?

Mir ist nur bekannt, dass das Ding mit Hilfe von Metalldetektoren auf einem "Berg" in der Nähe von Mittelroda gefunden wurde.
Auf Bergen sind ja Kornkreise eher selten. Deshalb wäre die Quelle deines "Wissens" ganz wichtig.


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Himmelsscheibe von Nebra

01.07.2019 um 19:15
@Nemon
@Zyklotrop
Diese Scheibe wurde doch vor über 20 jahren gefunden irgendwo bei Hildesheim in Niedersachsen in einem getreidefeld wo außerdem kornkreisen waren.. war doch mal in den Medien...angeblich ist das alles nur inszeniert aus was weiß ich für gründen lol


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Himmelsscheibe von Nebra

01.07.2019 um 19:27
Zitat von EgonZweiEgonZwei schrieb:Diese Scheibe wurde doch vor über 20 jahren gefunden irgendwo bei Hildesheim in Niedersachsen in einem getreidefeld wo außerdem kornkreisen waren.. war doch mal in den Medien...angeblich ist das alles nur inszeniert aus was weiß ich für gründen lol
Gefunden wurde die Himmelsscheibe von Nebra auf dem Mittelberg nahe der Stadt Nebra in Sachsen-Anhalt. (Daher auch der Name) Weiß der Geier wie Du da auf Hildesheim (Niedersachen) kommst und das Ganze dann auch noch mit Kornkreisen verbindest.


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Himmelsscheibe von Nebra

01.07.2019 um 19:32
Zitat von LibertinLibertin schrieb:Weiß der Geier wie Du da auf Hildesheim (Niedersachen) kommst und das Ganze dann auch noch mit Kornkreisen verbindest.
Himmelsscheiben stehen generell in Korrelation mit Kornkreisen, ebenso wie Kornkreise mit Außerirdischen. Das ist uraltes Geier-Geheimwissen, und wird nicht weiter hinterfragt ... wusstest du das etwa nicht?


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Himmelsscheibe von Nebra

01.07.2019 um 19:35
Zitat von Peter0167Peter0167 schrieb:Himmelsscheiben stehen generell in Korrelation mit Kornkreisen, ebenso wie Kornkreise mit Außerirdischen. Das ist uraltes Geier-Geheimwissen, und wird nicht weiter hinterfragt ... wusstest du das etwa nicht?
Ich noch viel zu lernen habe als junger Padawan.


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Himmelsscheibe von Nebra

02.07.2019 um 03:59
Zitat von EgonZweiEgonZwei schrieb:Diese Scheibe wurde doch vor über 20 jahren gefunden irgendwo bei Hildesheim in Niedersachsen in einem getreidefeld wo außerdem kornkreisen waren.. war doch mal in den Medien...angeblich ist das alles nur inszeniert aus was weiß ich für gründen lol
Es gab mal einen Fall, wo man in einem Kornkreis irgendein metallischen Gegenstand gefunden lassen hat, weil irgendein Banause den/die Gegenstände da wohl vergraben haben soll. Hat aber nichts mit der Nebrascheibe zu tun.

Finde ich eigentlich ein bissel schade, dass immer wieder Leutz kommen und Hanebüchen proklamieren.


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Himmelsscheibe von Nebra

14.07.2019 um 22:53
Bisschen was Neues mal wieder:

Himmelsscheibe: Auf der Suche nach dem Weg des Wissens
Das Wissen auf der Himmelsscheibe von Nebra stammt aus Ägypten oder dem Zweistromland. Aber wie kam diese Information nach Mitteldeutschland? Ein Team von Unterwasserforschern und Archäologen will jetzt in Süditalien nach Antworten suchen.



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Himmelsscheibe von Nebra

02.10.2019 um 01:12
Hmm, für eine Freundin habe ich einen Übertopf für Pflanzen mit der Nebrascheibe bemalt. Nach Originalbildern.
Dabei kam der Gedanke, daß dieses Schild einem Schwangerschaftskalender, also zur Berechnung eines Geburtstermines dienen könnte.
Wichtig wären dabei die Randlöcher. Ich denke nicht, daß diese für eine Befestigung an was auch immer gebohrt wurden.
Eher für eine Art Fadentechnik....
Auf der Scheibe sind so gesehen Symbole für "leeren Bauch", "keine Periode mehr", "Schwangerschaft ersichtlich" und für die Errechnung des Geburtstermines ein Orientierungspunkt am Sternenhimmel.
Die Löcher am Rand könnten für die Wochen der Schwangerschaft zählen.
Eine Frau wird schwanger, weiß aber nicht seit wann und wann ihr Kind vielleicht kommt. Ist ja wichtig, z.B. wegen der Vorsorge über den Winter...
So, jetzt hält der, oder die sich damit auskennen, die Scheibe zum Himmel. Richtet diese an den Plejaden aus und der Mondstellung (ist unverkennbar, diese Sternenkonstellation). Dann wird ein Faden in das Randloch geschoben, an dem die letzte Periode war (Menstruation).
Dann wird's kompliziert, jetzt wird der Faden nach gewissen Regeln durch die anderen Randlöcher gefädelt und wahrscheinlich anhand des Kreuzungspunktes der wahrscheinliche Geburtstermin bestimmt.
Irgendwie so...
Kann mich auch irren.


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Himmelsscheibe von Nebra

02.10.2019 um 01:30
Und jetzt, mit viel Phantasie:
Diese Art Mathematik und der Deutung wussten nur wenige Menschen.
Das Geheimnis wurde nur an Einzelne weitergegeben.
Unglücklicherweise stirbt der Lehrer, bevor sein Nachfolger (m/w/d) ausgebildet wurde und damit das Wissen um die Benutzung der Scheibe.
Die Menschen, die um das Können der Scheibe wussten, sie aber nicht mehr nutzen konnten, erwiesen ihr deshalb ein stattliches Begräbnis.
Vielleicht liegt der letzte der darum wusste in der Nähe oder tiefer im Grab der Himmelsscheibe....
Wie gesagt, mit Phantasie...


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Himmelsscheibe von Nebra

02.10.2019 um 01:59
Zitat von DiehnaDiehna schrieb:Die Löcher am Rand könnten für die Wochen der Schwangerschaft zählen.
Seit wann gibt es die Woche? Die alten Ägypter kannten zum Beispiel eine Zehn-Tage-Periode, die alten Römer hatten einen achttägigen Zyklus, und die Azteken kannten derer sogar zwei, eine von fünf Tagen und eine von dreizehn Tagen. Die Löcher am Rand sind erst spät gefertigt worden; die Nutzung der Scheibe kann also lange Zeit nicht mit diesen Löchern zusammengehangen haben.


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Himmelsscheibe von Nebra

03.10.2019 um 13:21
Hatte dazu vor etlichen Jahren mal was gelesen und auch gleich wieder gefunden :)

Herbert R. Stollorz (ausgewanderter dt. Uhrenmacher und mitunter Erfinder des Schreib/Lesekopfes von Festplatten) hatte dazu bereits in 2004 ein interessante Auslegung verfasst.
Er deklariert die Scheibe als "Frühchristliche Lehrscheibe".
Sein Studium der Bibel wo er u.a. auf das hebräische Alphabet/Zahlensystem kam, half ihm dabei die Scheibe unter diesem Gesichtspunkt zu interpretieren.

Hier ein kurzer übersetzter Auszug:
Auf dem Bild zähle ich 40 Löcher rund um die Himmelsscheibe, was mich an die Stundenpositionen im aztekischen Kalender erinnert. Die hebräische Bedeutung von Zahlen und Buchstaben wird sofort erkannt, sobald Sie in diesem System ausgebildet sind. Meine veröffentlichten Bücher versuchen das zu tun. Bitte haben Sie bis dahin etwas Geduld mit dieser ungewohnten Behandlung des alten Wissens, die im hebräischen Alphabet-Zahlensystem zum Ausdruck kommt. Wenn Sie sich damit vertraut machen, werden Sie hoffentlich selbst die zutreffenden Zusammenhänge der bedeutenden Erkenntnisse erkennen, die durch die Anwendung dieser Methodik aus dem grafischen Inhalt dieser Disk gewonnen werden.
Das goldene Zentrum ist die Sonne, und im metaphysischen Zahlensystem des hebräischen Alphabets übersetzt sich die Sonne in die Zahl 1, die den Gott des Universums darstellt. Die Himmelsscheibe im Bild der Zeitung teilte die Bronzetafel zu Recht in vier Quadranten auf, sodass der gesamte Inhalt der Scheibe im hebräischen Zahlensystem zu Nummer 4 wird, was ich später als Darstellung von vier Zeitzyklen oder Alter interpretieren werde.
Schließlich gibt es vierzig Löcher an der äußeren Peripherie, die die Zahl 40 darstellen. Zusammen werden diese Zahlen 1-4-40 im hebräischen Alphabet-Zahlensystem „ Aleph-Daleth-Mem “ geschrieben und als Gruppierung bedeutet sie „Mann“. oder, wie auf Deutsch geschrieben, „ Mensch “. Die Bronzetafel erzählt daher die Geschichte des Menschen in der Zeitdimension.
https://www.apocalypse2008-2015.com/himmelssheibe.html


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Himmelsscheibe von Nebra

03.10.2019 um 15:35
@noway

Die Himmelsscheibe wurde zum einen stilistisch, zum anderen mit Hilfe von radiometrisch datierten organischen Beifunden datiert. Sie ist mehr als anderthalb Jahrtausende älter als "frühchristlich".

Bis zur Zeitenwende gibt es keine Belege, daß im Hebräischen Buchstaben zur Wiedergabe von Zahlen(werten) verwendet wurden. Man schrieb Zahlen in Form von Zahlwörtern. In früheren Zeiten gab es durchaus auch Zahlenkürzel, die aber durch einfache Strichmarkierungen erfolgten, nicht durch Buchstaben. Schon auf der Höhe der Entstehung der neutestamentlichen Schriften spielte hebräische bzw. aramäische Spreche wie Schrift keine Rolle im außerpalästinisch-syrischen Christentum.

Die Löcher de Nebrascheibe gehören nicht von Anfang an dazu, können also nicht für die Erklärung des ursprünglichen Sinns herangezogen werden.

Zum einen ist es Willkür, sich diese drei Zahlen herauszupicken, man hätte auch für die Sonnenbarke eine Zahl ermitteln können oder die Pleiaden-Zahl berücksichtigen oder sämtliche Sterne auszählen können. Zum anderen ist es willkürlich, die Sonne mit Gott gleichzusetzen und diesem dann die Zahl eins zuzuordnen, wo doch auch andere Zahlen mit Gott in Verbindung gebracht wurden / werden können. Ebenso willkürlich ist es, die Zahlen/Buchstaben so zu ordnen und nicht z.B. 40-1-4, was hebräisch me'od ergäbe, was zumeist mit "sehr" übersetzt werden kann, aber auch zum Ausdruck des Superlativs verwendet wird, substantivisch steht es für die Kraft des (menschlichen) Eiferns, Strebens, Anstrengens (so in 5.Mose6,5; 2.Könige23,25 "Gott mit aller Kraft lieben").

Mehr als Radosophie ist das nicht. Dafür aber stehen echte Fakten dagegen.


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