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Schwarze Löcher

1.268 Beiträge, Schlüsselwörter: Universum, Schwarze Löcher

Schwarze Löcher

10.05.2019 um 11:12
@Arrakai
Arrakai schrieb:außer man berücksichtig z.B. den Luftwiderstand, dann schwenkt er erst später auf eine Geodäte ein, das hatte ich mit "nicht ewig" gemeint. In der Zeit, bis er auf die Geodäte einschwingt, "hält" die Energie.
Mit Reibungswiderstand befindet sich der Ball ja nie auf seiner Geodäte, (außer wenn man Spitzfindig ist am Umkehrpunkt der Parabelflugbahn, da dort der Ball relativ zur Luft ruht, und die geschwindigkeitsabhängige Reibungskraft verschwindet).


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10.05.2019 um 11:18
mojorisin schrieb:Mit Reibungswiderstand befindet sich der Ball ja nie auf seiner Geodäte, (außer wenn man Spitzfindig ist am Umkehrpunkt der Parabelflugbahn, da dort der Ball relativ zur Luft ruht, und die geschwindigkeitsabhängige Reibungskraft verschwindet).
Hast du auch wieder recht... Also besser gleich ganz ignorieren. Es war trotzdem der Hintergrund zu meiner Formulierung "Die kinetischen Energie, die man ihm mitgibt, hält halt nicht ewig". ;)

Der Umkehrpunkt der Parabelflugbahn ist trotzdem ein wirklich interssanter Ort. Zum Beispiel ist an diesem Punkt die Raumzeit immer lokal flach. Davon hatten wir es ja schon mal... ;)


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10.05.2019 um 11:23
Arrakai schrieb:perttivalkonen schrieb:
Die verwendete Energie dient einzig dazu, den Ball von einer Geodäte auf eine andere Geodäte zu kicken.

Nein, das stimmt so nicht. Die Energie sorgt für den Impuls des Balls. Der landet sofort auf seiner Geodäten - außer man berücksichtig z.B. den Luftwiderstand, dann schwenkt er erst später auf eine Geodäte ein,
Zugegeben, so kann man deine Formulierung ebenfalls interpretieren. Ich habe nur ein Wenig Probleme mit "von einer Geodäte auf eine andere Geodäte". Solange du ihn festhältst, ist er eigentlich nicht auf einer Geodäten. Aber sei's drum, das ist der Morgen der unpräzisen Formulierungen... ;)

Ich trinke jetzt mal nen Esprosso.


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10.05.2019 um 11:29
@Arrakai
Arrakai schrieb:Zum Beispiel ist an diesem Punkt die Raumzeit immer lokal flach. Davon hatten wir es ja schon mal... ;)
Ich will dich nicht mit Spitzfindigkeiten nerven, aber ;-)

Die Raumzeit ist lokal immer flach, unabhängig ob der Ball sich am Umkehrpunkt der Parabel befindet oder woanders. Grund dafür ist das Flachheit bedeutet, es gibt eine Tangentialfläche an der entsprechende Stelle in der raumzeit, und die gibt es solange es sich nicht um eine echte Singularität handelt. Und das ist natürlich unabhängig von der Position des Balles.


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10.05.2019 um 11:32
Arrakai schrieb:Zugegeben, so kann man deine Formulierung ebenfalls interpretieren.
Na zum Glück doch noch angekommen.
Arrakai schrieb:Solange du ihn festhältst, ist er eigentlich nicht auf einer Geodäten.
Das Aufheben und Hochwerfen des Balls ist der (tatsächlich vorhandene) Zeitraum der Energiezufuhr (oder Impulszufuhr) für den Geodätenwechsel. Eher hättest Du bemängeln müssen, daß der zuvor auf dem Boden ruhende Ball keiner Geodäte folgte. In meinem Post hatte ich sogar noch überlegt, hinzuzuschreiben, daß der Ball, wenn er zuvor liegt, keiner Geodäte folgt, sondern quasi einen konstanten Geodätenwechsel durchmacht, aber ich wollte es nicht verkomplizieren, sondern nur den Knackpunkt benennen. Bei nem Volleyballspiel, wo der Ball im Flug umgekickt wird, wäre es sauberer.
Arrakai schrieb:Der Umkehrpunkt der Parabelflugbahn ist trotzdem ein wirklich interssanter Ort. Zum Beispiel ist an diesem Punkt die Raumzeit immer lokal flach.
@mojorisin war schneller...


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10.05.2019 um 12:42
Moin Leute

hab mal zwei Fragen.

Nehmen wir mal ein Schwarzes Loch und ein Magnetar würden sich auf sehr engem Abstand umkreisen. Was würde mit den Magnetfeld des Magnetar passieren. Würde das Magnetfeld einfach durch das SL gehen oder würde das Magnetfeld durch das SL verzerrt oder sogar zerstört werden?


Die zweite Frage hatte ich schon mal geposted, leider hat da niemand drauf geantwortet :(

Weis jemand von euch was es mit der "Ladung" eines SL auf sich hat ?


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10.05.2019 um 12:55
mojorisin schrieb:Die Raumzeit ist lokal immer flach, unabhängig ob der Ball sich am Umkehrpunkt der Parabel befindet oder woanders. Grund dafür ist das Flachheit bedeutet, es gibt eine Tangentialfläche an der entsprechende Stelle in der raumzeit, und die gibt es solange es sich nicht um eine echte Singularität handelt. Und das ist natürlich unabhängig von der Position des Balles.
Das sehe ich genauso. Es ist auch keine Spitzfindigkeit, ich habe das auch schon häufig geschrieben. Aber wie gesagt, der Morgen der unpräzisen Formulierungen... Was ich sagen wollte: Das ist ein Ort, an dem unmittelbar einsehbar ist, dass die Raumzeit flach ist. Auch dann, wenn man versucht, das an anderen Punkten wegzudiskutieren...


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10.05.2019 um 13:14
perttivalkonen schrieb:Das Aufheben und Hochwerfen des Balls ist der (tatsächlich vorhandene) Zeitraum der Energiezufuhr (oder Impulszufuhr) für den Geodätenwechsel.
Ihm wurde auch schon Energie zugeführt, als er auf dem Boden lag. Immerhin wird er dort permanent von seiner Geodäte wegbeschleunigt.
perttivalkonen schrieb:Arrakai schrieb:
Solange du ihn festhältst, ist er eigentlich nicht auf einer Geodäten.

Das Aufheben und Hochwerfen des Balls ist der (tatsächlich vorhandene) Zeitraum der Energiezufuhr (oder Impulszufuhr) für den Geodätenwechsel. Eher hättest Du bemängeln müssen, daß der zuvor auf dem Boden ruhende Ball keiner Geodäte folgte.
Natürlich folgt der Ball auf dem Boden keiner Geodäte, da er permanent vom Boden wegbeschleunigt wird. Wenn du ihn in der Hand hältst, ist sozusagen die Hand der Boden. Zusätzlich kommt noch deine Bewegung hinzu. Alles zusammen verändert dann den Impuls. Also warum macht das für dich einen Unterschied?
perttivalkonen schrieb:In meinem Post hatte ich sogar noch überlegt, hinzuzuschreiben, daß der Ball, wenn er zuvor liegt, keiner Geodäte folgt, sondern quasi einen konstanten Geodätenwechsel durchmacht, aber ich wollte es nicht verkomplizieren, sondern nur den Knackpunkt benennen. Bei nem Volleyballspiel, wo der Ball im Flug umgekickt wird, wäre es sauberer.
Sobald du den Ball loslässt und die anderen Einfussfaktoren (v.a. den Luftwiderstand) ausblendest, dann folgt der Ball sofort seine Geodäten. Das hat mojorisin auch bereits erläutert:
mojorisin schrieb:Er befindet sich genau ab loslassen von der Hand auf einer geodäteischen Weltlinie, denn genau ab loslassen von der Hand bewegt sich der Ball kräftefrei. das geht solange bis er auf den Boden prallt, dort erfährt der Ball eine Kraft die ihn davon abhält seiner Geodäte zu folgen.
Falls du aber diese Effekte nicht ausblendest, dann folgt der Ball genau genommen niemals einer Geodäten. Auch sas hat mojorisin bereits geschrieben:
mojorisin schrieb:Mit Reibungswiderstand befindet sich der Ball ja nie auf seiner Geodäte, (außer wenn man Spitzfindig ist am Umkehrpunkt der Parabelflugbahn, da dort der Ball relativ zur Luft ruht, und die geschwindigkeitsabhängige Reibungskraft verschwindet).
Was meinst du in diesem Zusammenhang dann mit "konstantem Geodätenwechsel"? Entweder der Ball folgt einer Geodäte, oder er tut es nicht..


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10.05.2019 um 13:25
Arrakai schrieb:Ihm wurde auch schon Energie zugeführt, als er auf dem Boden lag.
Da wird keine Energie zugeführt, während der Ball liegt. Da wirkt ne Kraft.
Arrakai schrieb:Wenn du ihn in der Hand hältst, ist sozusagen die Hand der Boden.
Wenn Du von einem vorherigen zeitweiligen Halten ausgehst. Wie ich schon sagte, fasse ich den Prozeß des Aufhebens und hochwerfens als quasi einen punktuellen Akt zusammen. Deswegen mache ich da keinen Unterschied zwischen langsamem Aufheben, zwischenzeitlichem Verharren in der Hand und dann Hochwerfen.
Arrakai schrieb:Sobald du den Ball loslässt und die anderen Einfussfaktoren (v.a. den Luftwiderstand) ausblendest, dann folgt der Ball sofort seine Geodäten. Das hat mojorisin auch bereits erläutert
Me too. Nur daß es für mich klar war, daß wir hier grad von solchen Sachen wie Luftwiderstand, Ball mal kurz halten, Schwungholen, Wurfbewegung bis Loslassen... absehen. Solche Nebenüberlegungen bringst Du ein.


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10.05.2019 um 14:41
@Arrakai
Arrakai schrieb:Ihm wurde auch schon Energie zugeführt, als er auf dem Boden lag. Immerhin wird er dort permanent von seiner Geodäte wegbeschleunigt.
Das sorgt bei mir auch immer für Verwirrung aber ich denke folgendes Gedankenexperiment kann helfen. Stellen wir uns eine Humanzentrifuge vor die im absoluten Vakuum betrieben unter Abwesenheit jeder Gravitation. Wenn die Zentrifuge rotiert wird ändert sie ohne äußere Krafteinwirkung ihre Rotationsgeschwindigkeit nicht. Dennoch erfährt der Astronaut darin ein kontinuierliche Zentripedalkraft die in an die Außenwand drückt. Da die Energie des Gesamtsystems konstant bleibt wird auch dem Astronaut in der Zentrifuge keine Energie zugeführt, obwohl er konstant eine Kraft verspürt. Das heißt nicht alle beschleunigten Bewegungen gehen mit einer Energieänderung einher.


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10.05.2019 um 14:53
mojorisin schrieb:Das heißt nicht alle beschleunigten Bewegungen gehen mit einer Energieänderung einher.
Mist hier fehlt ein Komma:

Das heißt, nicht alle beschleunigten Bewegungen gehen mit einer Energieänderung einher.

Oder etwas deutlicher: Eine beschleunigte Bewegung geht nicht notwendigerweise mit einer Erhöhung der kinetischen Energie einher.


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10.05.2019 um 16:47
perttivalkonen schrieb:Arrakai schrieb:
Ihm wurde auch schon Energie zugeführt, als er auf dem Boden lag.

Da wird keine Energie zugeführt, während der Ball liegt. Da wirkt ne Kraft.
Welche Kraft meinst du? Die Schwerkraft? Durch diese hat er dann aber auch potentielle Energie, die jederzeit in kinetische Enrgie umgwandelt werden kann. Aus Kraft folgt in diesem Falle also Energie.
perttivalkonen schrieb:Wenn Du von einem vorherigen zeitweiligen Halten ausgehst. Wie ich schon sagte, fasse ich den Prozeß des Aufhebens und hochwerfens als quasi einen punktuellen Akt zusammen. Deswegen mache ich da keinen Unterschied zwischen langsamem Aufheben, zwischenzeitlichem Verharren in der Hand und dann Hochwerfen.
Ok, aus Gründen der Vereinfachung ist das durchaus zulässig. Aber als Begründung, weshalb die eine Aussage mehr zu bemängeln sein soll als die andere, taugt es nicht. Es ist eine willkürliche Zusammenfassung, ohne physikalische Relevanz. Physikalisch begründbar ist im direkten Vergleich eher das Zusammenfassen von "auf dem Boden liegen" und "in der Hand halten", da der Ball in beiden Fällen von seiner Geodäten wegbeschleunigt wird.
perttivalkonen schrieb:Me too. Nur daß es für mich klar war, daß wir hier grad von solchen Sachen wie Luftwiderstand, Ball mal kurz halten, Schwungholen, Wurfbewegung bis Loslassen... absehen. Solche Nebenüberlegungen bringst Du ein.
Wenn du die nicht einbringst, dann gibt es m.E. aber keine Möglichkeit, einen "konstanten Geodätenwechsel" physikalisch sinnvoll zu interpretieren. Wie gesagt, eine Erklärung dazu fände ich interessant...


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10.05.2019 um 18:17
Arrakai schrieb:Welche Kraft meinst du? Die Schwerkraft?
Nein, sondern die Kräfte, welche den Ball daran hindern, durch die Materie hin zum Massezentrum seiner Geodäte zu folgen. Also die "Gegenkraft zur Gravitations"kraft"" quasi.
Arrakai schrieb:Durch diese hat er dann aber auch potentielle Energie, die jederzeit in kinetische Enrgie umgwandelt werden kann. Aus Kraft folgt in diesem Falle also Energie.
Potentielle Energie ist doch auch nur so ein Hilfskonstrukt wie Gravitationskraft.
Arrakai schrieb:Ok, aus Gründen der Vereinfachung ist das durchaus zulässig. Aber als Begründung, weshalb die eine Aussage mehr zu bemängeln sein soll als die andere, taugt es nicht.
Moooment! Unsere neuerliche Diskussion ging von diesem Punkt aus. Von Deinem total falschen (und wie Du nachgereicht behauptet hast, nur schlecht formulierten):
Arrakai schrieb:Die kinetischen Energie, die man ihm mitgibt, hält halt nicht ewig.
Fassen wir jetzt mal zusammen. Für Dich ist kinetische Energie und damit auch potentielle Energie ne echte Energieform. Die steckt man als kinetische Energie in so nen Ball beim Hochwerfen rein, und dann wandelt diese sich - nicht endlos reichend - bis zum Zenitpunkt in potentielle Energie um. Der Ball fgliegt nach dieser Deiner Vorstellung gar nicht kräftefrei bis zum Zenitpunkt, sondern erst dort an diesem Punkt ist die kinetische Energie aufgebraucht (=umgesetzt). Das meintest Du mit "hält nicht ewig". Für Dich ist das Hochfliegen des Balles keine kräftefreie Geodäte. Deswegen war für Dich erst an diesem Punkt die Raumzeit flach.

Nach und nach mußtestz Du einräumen, daß das alles so gar nicht sauber ist, aber das hast Du jeweils als "Formulierungsfehler am Morgen" geschoben. Jetzt aber kommst Du erneut mit dem "Pendant zur kinetischen Energie, die sich da aufbraucht", nämlich der potentiellen Energie. Du kommst einfach von dieser Schul-Physikerklärung nicht weg.

Und strafst Dich selbst sogar Lügen, wenn Du behauptest, Du hättest es ja so ungefähr gemeint, wie Mojo oder ich es Dir entgegengehalten hätte.

Und jetzt pochst Du auch noch auf die erst von Dir eingeführten Nebensächlichkeiten, die zur Beschreibung des eigentlichen physikalischen Vorgangs schlicht nichts austragen. Nee Du, die sind irrelevant!

Würde es darum gehen, das Bahnverhalten eines hochgeworfenen Balles sauber vorauszusagen odgl., dann müßte man auch Luftwiderstand udgl. mitberücksichtigen. Wenn der Ball aber nur ein Beispielbild ist, um ein Phänomen zu beschreiben, dann hat dieser Kram schlicht nichts dabei verloren. Da kannste vielleicht in nem Nebensatz darauf hinweisen, daß es in der Realität noch weitere Einflüsse geben kann, aber dennoch ist das nicht gleichwertig. Deine Darstellung ist von vorne bis hinten mehr zu bemängeln.

Vielleicht ändert sich ja mal Dein Diskussionsverhalten, ich steige jedenfalls an dieser Stelle aus. Wieder mal.


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10.05.2019 um 19:59
perttivalkonen schrieb:Nein, sondern die Kräfte, welche den Ball daran hindern, durch die Materie hin zum Massezentrum seiner Geodäte zu folgen. Also die "Gegenkraft zur Gravitations"kraft"" quasi.
Gegenkraft zur Gravitationskraft? Actio/Reactio? Echt jetzt?

Das Objekt erfährt durch den Boden eine Beschleunigung von seiner Geodäten weg. That’s it, das schreibe ich ja die ganze Zeit.

Fassen wir jetzt mal zusammen: Du sprichst von einer „Kraft“, die den Ball auf dem Boden hält. Diese nennst du „Gegenkraft“, ein klassisches Konzept aus der Newton‘schon Mechanik. Und tust dabei auch noch so, als würdest du relativistisch argumentieren. Wobei doch jeder wissen sollte, dass gerade hier die Energie in der Raumzeit (oder von mir aus auch dem Gravitationsfeld) eine zentrale Rolle spielt.

Und strafst Dich sogar selber Lügen, indem du keine Fragen beantwortest, sondern zusammenschreibselst, was ich WIRKLICH, GANZ ECHT JETZT gemeint habe.

Bleibt offen, wie du vor dem Hintergrund deiner eigenen, vollkommen präzisen und in sich vollkommen konsistenten Argumentation folgende Fragen beantwortest:

  • Weshalb der Ball (ohne diesen Kram) laut deiner Argumentation nicht sofort entlang seiner Geodäten fällt, sondern erst auf „von einer Geodäte auf eine andere Geodät gekickt“ werden muss.

  • Was der von dir so postulierte „konstanten Geodätenwechsel“ sein soll

  • Warum ich bemängeln soll, dass der Ball anfangs auf dem Boden liegt, aber nicht, dass er in der Hand gehalten wird.



Aber die Antworten werde ich nicht mehr bekommen, denn wie immer:
perttivalkonen schrieb:ich steige jedenfalls an dieser Stelle aus. Wieder mal.
:o


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10.05.2019 um 21:42
mojorisin schrieb:Dennoch erfährt der Astronaut darin ein kontinuierliche Zentripedalkraft die in an die Außenwand drückt.
Ja, genau. Man könnte auch argumentieren, dass der Astronaut aufgrund seiner Trägheit seiner Geodäten folgen will, das aber nicht kann, da der Boden der Zentrifuge eine Kraft auf ihn ausübt (ja, so trivial ist es halt...).

Bei der Unterscheidung zwischen den klassischen Begriffen und den relativistischen bin ich aber generell nicht mehr so streng, dazu hat mich die von mir angestoßene Diskussion und speziell folgender Kommentar gebracht:
pukahontas schrieb am 30.04.2019:Schwurbeln würde ich es zwar nicht gerade nennen, aber wenn er schreibt dass es in der ART keine potentielle Energie gibt […], würde ich das nicht unterschreiben. Die potentielle Energie ist ganz einfach die Differenz der lokalen Energie (relativistische Masse mal c²) und der Erhaltungsgröße der Gesamtenergie at infinity, auch in der Relativitätstheorie gewinnt der Körper im freien Fall genau so viel kinetische Energie wie er an potentieller Energie verliert (in dynamischen Raumzeiten kann es aufgrund der Retardierung zwar vorkommen dass weniger kinetische Energie gewonnen wird als potentielle Energie verloren wird, aber auch dabei bleibt die Bilanz intakt wenn man die Energie die in Form von Gravitationswellen davongetragen wird berücksichtigt).
mojorisin schrieb:Das heißt nicht alle beschleunigten Bewegungen gehen mit einer Energieänderung einher.
Hmm, ja, danke, das klingt überzeugend... Lass mich noch mal drüber nachdenken, damit ich mich selbst auch so richtig davon überzeugen kann... Notfalls frage ich noch mal bei dir nach. :)


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11.05.2019 um 09:49
Alteiche schrieb:Weis jemand von euch was es mit der "Ladung" eines SL auf sich hat ?
Hmmmm... Viele Gedanken dazu habe ich mir dazu bisher ehrlich gesagt nicht gemacht.

Das Magnetfeld der Erde entsteht ja durch den Dynamoeffekt des rotierenden Erdkerns (oder so ähnlich jedenfalls). Hier entsteht also ein elektromagnetisches Feld in der Erde, das über Austauschteilchen (Photon) nach außen wirkt. Genauso kann es beim Schwarzen Loch also nicht funktionieren.

Aber klar ist, dass die Materie um das Schwarze Loch elektrisch geladen ist. Und da sie mit rotiert, bildet sich eine Magnetosphäre. Auch der Jet, der dadurch entsteht, ist elektrisch geladen.

Ich denke, das wird es sein...
Alteiche schrieb:Würde das Magnetfeld einfach durch das SL gehen oder würde das Magnetfeld durch das SL verzerrt oder sogar zerstört werden?
Es würde auf jeden Fall sehr stark durch die Gravitation beeinflusst werden, wie Licht. Und wenn die Austauschteilchen hinter den Horizont geraten, sind sie weg.


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11.05.2019 um 11:47
Arrakai schrieb:Natürlich folgt der Ball auf dem Boden keiner Geodäte, da er permanent vom Boden wegbeschleunigt wird. Wenn du ihn in der Hand hältst, ist sozusagen die Hand der Boden. Zusätzlich kommt noch deine Bewegung hinzu. Alles zusammen verändert dann den Impuls
Könnte man das auch so mit einfachen Worten beschreiben (versuche ich immer damit ich es besser verstehen kann):

Der Ball der auf der Erde liegt wird durch deren Beschleunigung / Boden davon abgehalten seiner natürlichen Bahn
durch die Raumzeit zu folgen (der Bahn die die "geradeste" in einer gekrümmten Raumzeit ist und zugleich auch
die, in welcher er die größtmögliche Eigenzeit hat).

Wird er jetzt hochgeworfen so entfernt er sich durch die ihm zugeführte kinetische Energie noch weiter von dieser
Bahn. Erst am "Umkehrpunkt" (nämlich dann wenn sich die durch den Wurf zugeführte kinetische Energie komplett
in potentielle umgewandelt hat) ist er für kurze Zeit in der Lage durch freien Fall seiner natürlichen Geodäte
kräftefrei (schwerelos) zu folgen, aber nur so lange bis er auf der Erde aufschlägt.
Hmmmm
LG


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11.05.2019 um 14:49
Sonni1967 schrieb:Könnte man das auch so mit einfachen Worten beschreiben (versuche ich immer damit ich es besser verstehen kann):

Der Ball der auf der Erde liegt wird durch deren Beschleunigung / Boden davon abgehalten seiner natürlichen Bahn durch die Raumzeit zu folgen
So ungefähr. Der Ball wird durch die Kräfte, welche die Materie des Erdbodens zu einer für den Ball undurchdringlichen Barriere machen, von seiner Geodäte wegbeschleunigt. Die Schwere des Balles ist seine Trägheit, wie sie gemeinhin bei Beschleunigung zu verspüren ist.

Würde der Ball nicht auf festem Erdboden liegen, sondern auf Luft, so würde er nahezu frei fallen, da die molekularen Bindungskräfte des Fluidums Luft nur minimal sind. Selbstverständlich sind diese Kräfte hier dennoch vorhanden, und sie führen genauso wie der Erdboden, nur eben schwächer, zu einer konstanten Beschleunigung des Balles weg von seiner Geodäte (hin zu einer neuen Geodäte, von der er dann kontinuierlich gleich wieder weiter wegverschoben wird). Aber es sind eben diese Bindungskräfte, die dazu führen. Dabei ist es völlig egal, ob der Ball auf der Erde durch ruhende Luft nach unten fällt, oder ob er sich im "schwerelosen All" in einem gerade hochfahrenden Windkanal befindet, was dann klassisch ne Energieübertragung (kinetische Energie, von der Luft zum Ball übertragen) wäre.
Sonni1967 schrieb:Erst am "Umkehrpunkt" (nämlich dann wenn sich die durch den Wurf zugeführte kinetische Energie komplett in potentielle umgewandelt hat) ist er für kurze Zeit in der Lage durch freien Fall seiner natürlichen Geodäte kräftefrei (schwerelos) zu folgen, aber nur so lange bis er auf der Erde aufschlägt.
Bereits beim Loslassen des Balles am Ende des Wurfaktes befindet sich der Ball auf dieser Geodäte, nicht erst ab dem "Umkehrpunkt". (Außer, Du nimmst den Luftwiderstand mit ins Boot, aber dann befindet sich der Ball sowohl vor als auch nach Erreichen jenes "Umkehrpunktes" nicht auf seiner Geodäte.)


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11.05.2019 um 20:37
perttivalkonen schrieb:Bereits beim Loslassen des Balles am Ende des Wurfaktes befindet sich der Ball auf dieser Geodäte, nicht erst ab dem "Umkehrpunkt".
Hmm, bereits nach dem Loslassen des Balles befindet sich der Ball in dem Zustand wo er versucht die Bahn zu nehmen
wo er die maximalste Eigenzeit hat. (seiner natürlichen Geodäte).

Wenn er könnte würde er sich sagen: Ich muss möglichst hoch nach oben weil
da habe ich die maximalste Eigenzeit (mehr Zeit auf der Uhr /ART ). Ich muss das aber möglichst langsam machen weil
mir sonst die die SRT einen Strich durch die Rechnung macht ( weil durch höhere Geschwindigkeit die Zeit wieder langsamer
vergeht / sie runter drückt).

Laut ART will der Ball schnell Höhe gewinnen aber laut SRT nur langsam (weil je schneller er sich nach oben bewegt,
desto langsamer wieder die Zeit für ihn).

Der Ball muss einen "Kompromiss" finden was seine maximale Eigenzeit angeht zw. der ART und SRT.
Das finde ich schwer zu verstehen wenn beiden Theorien zusammen da noch berücksichtigt werden müssen aber
ich glaub langsam zu erahnen wie du das meintest dass der Ball bereits beim Ende des Wurfaktes schon
seiner natürlichen Bahn folgt ( heute Mittag dachte ich schon es halbwegs begriffen zu haben aber werde ja dauernd gestört
und dann jetzt, ist es wieder weg, grrr).

[url=] Youtube: Allgemeine Relativitätstheorie • Prinzip der maximalen Eigenzeit • AzS (22) | Josef M. Gaßner [/url]

Muss glaub ich noch paar mal das Video gucken um zu verstehen :)
Danke und liebe Grüße Sonni :)


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12.05.2019 um 00:30
@ Arrakai

Erst mal danke für deine Antworten.

Das hab ich im Internet gefunden (nach langem suchen). Die "Ladung" scheint wenn ich das richtig verstehe tatsächlich eine Eigenschaft vom Schwarzem Loch selbst zu sein.

Die genannten Metriken, Kerr- und Schwarzschild-Geometrie, sind Lösungen der Feldgleichungen im Vakuum. Vakuum bedeutet, dass der Energie-Impuls-Tensor verschwindet. Dies kann man ein relativistisches Vakuum nennen, das strikt vom Quantenvakuum zu unterscheiden ist.
Die elektrisch neutralen Schwarzen Löcher sind Raumzeiten (vierdimensionale Mannigfaltigkeiten: eine Zeitdimension, drei Raumdimensionen), die sich demnach komplett im Vakuum befinden.
Wie angedeutet, gibt es aber auch die elektrisch geladene Verallgemeinerung eines Schwarzen Loches. Das elektrisch geladene, statische Pendant zur Schwarzschild-Lösung heißt Reissner-Nordstrøm-Lösung (1918). Ein Reissner-Nordstrøm-Loch hat die Eigenschaften Masse M und Ladung Q.
Die allgemeinste Form Schwarzer Löcher repräsentiert die Kerr-Newman-Lösung (1965). Diese Löcher haben drei Eigenschaften, nämlich Masse M, Drehimpuls J und elektrische Ladung Q. Kerr-Newman-Löcher haben die 'meisten Haare' (siehe Keine-Haare-Theorem).
Im Gegensatz zur Schwarzschild- und Kerr-Geometrie sind Reissner-Nordstrøm- und Kerr-Newman-Raumzeit keine Vakuumlösungen der Einsteinschen Feldgleichungen: der Energie-Impuls-Tensor ist hier der Maxwell-Tensor, weil eine Ladung in ihrer Umgebung ein elektromagnetisches Feld erzeugt. Die Feldgleichungen der ART, die diese geladenen Schwarzen Löcher lösen, heißen Einstein-Maxwell-Gleichungen. Alle Formen elektrisch geladener Löcher scheinen jedoch in der Astrophysik irrelevant zu sein, weil Plasmaflüsse in der Umgebung diese Ladung neutralisieren würden. Das Gros der Astrophysiker diskutiert daher nur die Existenz der Kerr- und Schwarzschild-Löcher. Es wurde bisher noch kein Schwarzes Loch mit elektrischer Ladung beobachtet - sehr wohl allerdings einige Kandidaten, die rotieren; z.B. das superschwere Loch im Zentrum unserer Heimatgalaxie.

Hier der Link zur Seite: https://www.spektrum.de/astrowissen/lexdt_s02.html
Arrakai schrieb:Es würde auf jeden Fall sehr stark durch die Gravitation beeinflusst werden, wie Licht. Und wenn die Austauschteilchen hinter den Horizont geraten, sind sie weg.
Ok das das Magnetfeld durch Gravitation beeinflusst werden kann wusste ich noch nicht. Wieder was dazugelernt :Y:


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