Begrenztes Gehirn
14.12.2004 um 00:53
Wenn ich mich schwer tue, um was vorzustellen, wende ich mich an Mathematik (und Geometrie) z.B. Grenzwertfunktionen, und bilde mir Limes daraus :)
Das, was überall verbreitet ist, dass wir die Unendlichkeit uns nicht vorstellen können, ist meiner Meinung nach wegen religiöser Sichtweise vor Jahrtausenden entstanden und beeinträchtigt bzw. beschränkt sogar unser Wissens- und Vorstellungsvermögen. In Wirklichkeit gibt es keine Unendlichkeit. Wenn was unendliches existieren würde, würden wir auch nicht existieren. Weil das würde dann bedeuten, dass wir zB unendlich klein wären, und somit ein nichts. Das sind wir aber nicht, egal ob objektiv oder subjektiv. Auch wenn ich fragen würde, was wir uns zB nicht vorstellen können? Und sobald was erklärt wird, ist das Unendliche nicht mehr ganz unendlich, sondern vielmehr sequentiell geführte Gedankengänge.. bis ins unendliche. Das ist ein Unterschied. Z.B. Pi ist irrational und nach dem Komma unendlich und hört nie auf. Doch das ist irreführend, wenn man das stets folgt. Ich will das Anhand des folgenden Beispiels bisschen näher erklären: Stellt euch mal zwei Spiegel vor, die gegen einander gerichtet sind, und ihr seid mitten drin, und seht in einem der beiden Spiegeln, und es folgt immer wieder das selbe Bild, jedoch kleiner und weiter, und man fragt sich ob das nie aufhöre? Genau das ist der springende Punkt. Ein Mathematiker (oder Logiker, Denker, Analytiker etc) würde, wenn er bereits was bewiesen oder ein Beweis nachvollzogen hat oder es verstanden und ihm schon logisch vorkommt, würde sich das nicht mehr fragen, denn er kennt die Herleitung und kann damit eine Algorithmus (2 Spiegel) erstellen, und weiß, dass das Unendliche sich durch Reihenentwicklungen (etc) darin bildet. D.h. er kann die Spiegel erkennen. Ja das Unendliche befindet sich also dazwischen, und kann als eine Einheit gesehen werden; doch man darf aber nicht vergessen, dass die zwei Spiegeln diesen Effekt hervorrufen. Es sind ja nur die zwei Spiegel. Und genau solche Spiegel befinden sich in unserem Gehirn, bei vielen Problematik-Aufgaben, wenn wir sie nicht lösen können und sehen deshalb nur ins Unendliche, weil wir durch die Spiegel denken! Es ist also viel wichtiger offen und absorptionsbereit zu bleiben und sobald eine Information folgt, schnappen und eigene Realität daraus bilden bzw. die Realität unter Umständen stabilisieren, um möglichst konsequent die Spiegel zu erkennen. Als Beispiel dazu kann ich die Poincare Hypothese nennen, sie war eines der sieben größten ungelösten Milleniums-Probleme im Jahr 2000. Und das wurde schon von Herrn Poincare vor 100 Jahren behauptet. Seit dem scheiterten die besten Mathematiker, um dieses Problem zu lösen. Doch im Jahre 2003 kam ein russischer Mathematiker mit seiner erstaunlichen (über 100 Seiten) Lösung und bewies den berühmten Poincare'schen Vermutung mit den Worten: Man muss sich das nur vorstellen! :)
Und das Universum wird sich meiner Meinung nach nie zusammen ziehen. Da draußen labern ungeheure dunkle Energien, die unseren Universum sogar fast exponentiell zur Expansion wirken lassen. Das ist erst seit letzten Jahren bekannt. Zusätzlich kommt die Tatsache, dass das Universum sich mit der Zeit abkühlt(!), wegen der Expansion.. Also meine Behauptung, rechnen wir mit den Grenzwerten und nehmen wir die Unendlichkeit als ein arithmetisches Modell: Bis jetzt hat es ca. 15 Milliarden Jahre gedauert um die Hintergrundstrahlungs-Temperatur 2,73 K zu erreichen (das ist die jetzige Temperatur des Universums). Da wir wissen, dass es am Anfang um Potenzen heiß war, und jetzt nur mehr 2,73 K, bilden wir nun limes Temperatur daraus, gegen Null (wegen der Expansion und Abkühlung) => Temperatur des Universums = absoluter Nullpunkt (nur theoretisch)! Dies bedeutet, dass irgendwann keine Wechselwirkungen mehr folgen, wenn 0 K ( = -273,15°C ) erreicht werden würde. Aber bevor das geschieht, kommt der Faktor mit den dunklen Energien in frage, denn das Universum wird ordentlich verzerrt und kann sich NICHT mehr zusammen ziehen. Höchstens sich wie ein platzendes Glas auseinander reißen. Dieses Beispiel ist natürlich übertrieben, die Temperatur wird (theoretisch) erst im Unendlichen genau 0 K, aber wir haben einen Anfang (1. Spiegel) und ein Ende (2. Spiegel), q.e.d.; aber nicht durchschauen, dass ist gefährlich.
Ich hoffe ich konnte das gut erklären.
Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit.
-Marie von Ebner-Eschenbach