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Warum das Elektroauto in 7 Jahren jeder haben will

2.790 Beiträge, Schlüsselwörter: Akku, Elektroauto, Musk, Autoindustrie, E-auto, Strompreis
aero
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Warum das Elektroauto in 7 Jahren jeder haben will

16.10.2017 um 01:34
E-Auto-Pionier mit Problemen Tesla bestätigt Rauswurf Hunderter Mitarbeiter

Der E-Auto-Hersteller Tesla trennt sich überraschend von mindestens 400 Mitarbeitern, darunter vielen Führungskräften. Grund seien die Ergebnisse einer "Leistungsüberprüfung". Der Konzern hatte Produktionsziele verfehlt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/tesla-wirft-hunderte-mitarbeiter-raus-a-1172974.html


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Warum das Elektroauto in 7 Jahren jeder haben will

17.10.2017 um 09:10
VW möchte seine Elektrofahrzeug Prudktion ankurbeln......trifft dabei aber auf ein Problem da sich schon verschiedene Male angesprochen habe......für den Ausbau benötigen sie rund 130.000 Tonnen Kobalt..dummerweise lag die weltweite Produktion im letzten Jahr bei nur 123.000 Tonnen die dazu überwiegend aus Bürgerkriegsgebieten in Afrika stammen....

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Droht-VW-der-Elektro-Schock-article20086209.html


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18.10.2017 um 04:07
@querdenkerSZ
tja, die Sache ist aber ein wenig komplexer...

Erstens: aus Deinem Link:
. Es fanden sich aber kaum Bieter. Die Ausschreibung sei deshalb bis Ende Oktober verlängert worden.

Ein Grund dafür war offenbar, dass der Autogigant bei der Ausschreibung so vorging, wie er es bisher aus Verhandlungen mit Zulieferern gewöhnt ist: Er versuchte die Kosten mit Langzeitverträgen zu drücken. Laut "FT" strebte VW Lieferungen deutlich unter dem derzeitigen Marktpreis an. "Sie sind arrogant, weil sie das als Autobauer so gewöhnt sind", zitiert das Blatt einen Händler. "Es hat keinen Sinn, darüber zu verhandeln - es ist nicht mal ein Diskussionspunkt."  
Die können sich eben die Kunden aussuchen, und was soll ich sagen wo landet ein Lieferant wohl wenn er sich die Kunden aussuchen kann?

Und dann ist eben noch das Recycling.
Meinst Du mit Jahresproduktion Kobalt aus minen, oder die gesamte Produktion?
Denn das Kobalt verpufft ja nicht, es ist in form von Altbatterien UND Magneten UND Hartmetallschrott im Umlauf.
http://www.umicore.com/about/elements/cobalt
Recycling

Much of the cobalt is recovered from the production processes of manufacturers of applications like hard metal and cemented carbide tools or NiMH and Li-ion rechargeable batteries. Cobalt can also be recovered from end-of-life products such as spent rechargeable batteries, petrochemical catalysts and alloys used in aerospace applications.
->Wenn ich heutzutage Rohstoffe brauche und zahle bekomme ich sie, und wenn ich Verfahren entwickeln muß. Das könnte man dann auch gleich als Existenzberechtigung auf dem Markt sehen.

Bzw. das ganze muß eben langam anlaufen. Langsam aber konstant.

http://www.zeit.de/mobilitaet/2015-08/elektromobilitaet-batterie-recycling
http://www.focus.de/auto/news/batterie-recycling-das-zweite-leben-nach-dem-e-auto_id_6137657.html
Nach einer neuen Studie von Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) und Deutscher Messe AG können alte Lithium-Ionen-Akkus im Jahre 2025 mit 25 Gigawattstunden (GWh) etwa genauso viel Strom zur Verfügung stellen wie die Hälfte aller deutschen Pumpspeicher-Kraftwerke. Voraussetzung: Der Markt für Elektromobilität in Deutschland müsste in Schwung kommen.


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Chefheizer
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18.10.2017 um 10:09
d.fense schrieb:Nach einer neuen Studie von Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) und Deutscher Messe AG können alte Lithium-Ionen-Akkus im Jahre 2025 mit 25 Gigawattstunden (GWh) etwa genauso viel Strom zur Verfügung stellen wie die Hälfte aller deutschen Pumpspeicher-Kraftwerke. Voraussetzung: Der Markt für Elektromobilität in Deutschland müsste in Schwung kommen.
Naja, es ist sicher eine gute Idee, doch unter was für einer Prämisse? Außerdem müsste es heißen „speichern“ und nicht „zur Verfügung stellen“, denn um Strom zurück ins Netz zu führen braucht es noch etwas mehr als ein Ladegerät. Auch wieder Theorie, die praktische Umsetzung könnte in Form großer Batteriefarmen oder kleiner dezentraler Heimspeicher geschehen.


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18.10.2017 um 17:56
Ergänzung:
Als Konzern der sicherlich auch in USA liefern will und auf künftige EU Umsetzung vorbereitet sein will kommen eh nur conflict free smelters in Frage.

Große e autos sind ein oximoron...

@Chefheizer
ich kann nur die Qualität zitieren die dort steht.
Das konzept die degradierten Zellen weiter einzusetzen scheint aber schon fast beschlossene Sache, wie und wozu auch immer.
Daß solche Konzepte im Gespräch sind ziegt doch nur daß es Lösungen gibt, man der Sache aber Zeit geben muß.

Am Beipsiel Kobalt sei mal angenommen erstmal enormer Bedarf da, im Gegenzu wird aber dann in 10-20 Jahren enormer Anstieg der Produktion durch recycling stattfinden.
Fängt man JETZT nicht langsam an und steigert konstant, entwickelt ganzheitliche Konzepte so hat nicht nur der Kobalt Markt in 10-20 jahren äußerst ungesunden schluckauf...


Zu den "hilfe mein Akku geht kaputt" Pessimisten
Also ich sehe die Mietkonzepte so überflüssig wie einen kropf:
http://www.zeit.de/mobilitaet/2015-08/elektromobilitaet-batterie-recycling
Die Antworten sind erfreulicher, als viele Skeptiker vermuten. Zunächst einmal sind Ausfälle während der Garantiezeit extrem selten. Nissan etwa zählt beim Leaf in Europa bisher nur drei kaputte Batterien. Mindestens eine davon geht auf die Folgen eines Unfalls zurück. Und das beim mit bald 200.000 Exemplaren meistverkauften Elektroauto überhaupt.
Das wird sichsicherlich in den preisen und konditionen positiv auswirken.


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18.10.2017 um 20:51
Hallo @d.fense , hallo @alle !


Wenn ich auf den Plan vom "second live" der Autobatterien eingehen darf.

Mein Eindruck ist das dort eine "kuriose Kopfgeburt" ein Eigenleben entwickelt. Nach dem Motto: "würde, würde, hohe Hürde" müßten eine Reihe von Vorbedingungen erfüllt sein um so etwas zu realisieren.

Erst einmal müßten genügend E-Autos im Umlauf sein um einen solchen Plan im größeren Maßstab zu realisieren. Dann müßte man den "Herstellerangaben" vertrauen können und Versuche aus Dänemark zum Verbrauch bei E-Autos zeigen doch das man es nicht kann. Auch müssen die zusammen verwendeten Batterien in etwa die gleichen technichen Daten und die gleichen Verschleißraten aufweisen, sonst gibt das einen Schuß in den Ofen.

Auch ist mir nicht klar weshalb jemand, der seinen "homemade Sonnenstrom" puffern will, Akkus verwenden soll, die für Autos nicht mehr gut genug sind. Der würde doch lieber Akkus kaufen, die von Anfang an für Solaranlagen gebaut wurden und neu sind.


Gruß, Gildonus


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18.10.2017 um 23:17
@Gildonus
solch ein Gedanke ist ja nur der Anfang.
In diesem Fall hier entstand er wohl aus der Frage wie man den verbrauchern die hohe Reichweite, schnelladefähigkeit und Leistung bieten kann aber dennoch die Resourcen und Kosten bzw. Recycling Aufwand im Griff haben KÖNNTE.

Daß jetzt Verträge und Pufferstationen von null auf aus dem Boden wachsen und damit alle Probleme ohne jedweder Mühe oder ANPASSUNG verpuffen ist natürlich utopisch.

Die Hersteller sind ja bzgl. Recycling in der Pflicht, daher wäre es an ihnen diese Varianten in der Tiefe durchzuspielen und ggf. Verträge mit Stromversorgern abzuschließen, die Entwicklung der Hardware gemeinsam abzustimmen.

Jedes Akkusystem altert anders, was man mit den dingern anstellen könnte das muß der Hersteller sich überlegen.
Meißt ist das erste was nachlässt Maximalkapazität und Schnelladefähigkeit, ein deutlich überdimensionierter akku mag da bei günstigem Preis noch hervorragend geeignet sein.
Tesla hatte ja auch den Wandakku...

Im Grunde denke ich wird sich auch etwas anderes automatisch ergeben, viele werden wenn es finanziell aufwändig ist den Akku zu erneuern feststellen daß sie eigentlich nur einen Bruchteil der maximal Reichweite benötigen und keine schnelladefähigkeit in der Praxis und ihrem Akku das second life einfach in ihrem Zweitwagen verbringen lassen bis gar nix mehr geht. Statt für 4k€ nen neuen Akku 20-30min täglich zu nutzen und dabei durch reine Standzeit unbenutzt altern zu lassen.


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Warum das Elektroauto in 7 Jahren jeder haben will

19.10.2017 um 16:09
venerdi schrieb am 13.10.2017:Guten Abend,

ob das Elektroauto von der breiten Masse angenommen wird oder nicht hängt nach meiner Meinung nur von wenigen Faktoren ab.

1. Ladezeit muss vergleichbar mit dem heutigen Tanken sein.
2. Ladepunkte müssen wenigstens in Europa so oft anzutreffen sein wie heute die Tankstellen.
3. Reichweite muss vergleichbar mit heutigen Benzinern oder Diesel sein, auch im Hochsommer oder im tiefsten Winter.
4. Anschaffungspreis muss vergleichbar mit heutigen Fahrzeugen sein.
Billiger Strom ist kein Argument da der Ladestrom dann sicher wie Treibstoff besteuert wird.

Die breite Masse hat sich an die Möglichkeiten die mit heutigen Fahrzeuge geboten werden gewöhnt.
Eine neue Technik muss wenigstens genauso gut in der Benutzung sein wie die alte Technik sonnst wird sie niemals von der breiten Masse angenommen.

Wenn sie trotzdem durchgesetzt werden soll dann geht es nur mit brutalem Zwang.
Dürfte jedoch nicht so gut sein für die Pension der Politiker.


Venerdi
Zu:
1.Sorry aber für 1000km weit fahren unter 2 Stunden tanken müssen wird in den nächsten 10 Jahren kaum möglich sein
2.Da stimme ich dir zu 100% zu,laut Wikipedia haben wir 75.000 Tankstellen mit durchschnittlich 6 Säulen,für E-Autos brauchen wir sogar mehr. Aber auch darauf müssen wir mindestens noch 6 Jahre warten.
3.Der Durchschnitt steigt und steigt aber um den selben wert wie ein Verbrenner zu erreichen und dabei die selben Fahrzeugwerte zu haben,das sehe ich erst ab 2020 frühestens.
4.E-Autos mit den selben werten aber billiger, sehe ich erst 2023.

Ich wünsche mir zusätzlich das im Strommix zumindest 50% Erneuerbare drin sind bevor 5 Millionen PKW elektrisch fahren.


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Warum das Elektroauto in 7 Jahren jeder haben will

19.10.2017 um 16:38
@Ban

Danke für Deine Bestätigung das es mit den Elektroautos wohl in den nächsten Jahren nicht zu einem großen Durchbruch kommt.

Heute fahre ich an die Tankstelle meines Vertrauens und tanke.
Nach 10 Minuten ist der Wagen aufgetankt und ich habe eine Espresso getrunken und bezahlt.
Kann man also auf dem Weg nach Hause eben mal machen.

Solange diese neue Technik nicht wenigsten den gleichen Komfort bietet wie die heutige Technik sehe ich schwarz für einen Durchbruch.

Die Sicherheit im Krisenfall mal vollkommen außen vor gelassen.
Heute hat der Wagen eine Reichweite von 800 bis 1000 km und wenn im Kofferraum noch 6 oder 7 Reservekanister mit 20 Liter sind dann komm ich mit meinem Kombi über 3000 km weit ohne auf irgendeine Versorgung angewiesen zu sein.
Für Elektroautos habe ich bis jetzt noch keine "Reservekanister" gesehen.

Elektroautos schaffen nur dann einen schnellen Durchbruch wenn er gewaltsam durchgesetzt wird.


Venerdi


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19.10.2017 um 17:22
venerdi schrieb:Heute fahre ich an die Tankstelle meines Vertrauens und tanke.
Nach 10 Minuten ist der Wagen aufgetankt und ich habe eine Espresso getrunken und bezahlt.
Kann man also auf dem Weg nach Hause eben mal machen.
Naja, wenn man nur Kurzstrecke fährt, dann musst du beim Elektroauto praktisch nie zum tanken, ok zumindest wenn du eine eigene Garage mit Stromanschluss oder am Arbeitsplatz eine Möglichkeit zum laden hast. Für diejenigen mit nur einem Parkplatz und dieser evtl. nicht fest, sieht es ungleich schlechter aus.


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19.10.2017 um 19:14
venerdi schrieb:Heute hat der Wagen eine Reichweite von 800 bis 1000 km und wenn im Kofferraum noch 6 oder 7 Reservekanister mit 20 Liter sind dann komm ich mit meinem Kombi über 3000 km weit ohne auf irgendeine Versorgung angewiesen zu sein.
Für Elektroautos habe ich bis jetzt noch keine "Reservekanister" gesehen.
So kram gibt es ja als Ansatz, aber ist schwachsinn. Einen Generator oder Akku kann man genauso (wenig) sicher machen als Ladung im Kofferraum wie Blechkanister.
Wenn du mehr als 50km fahren mußt bist du eben nicht die Zielgruppe, hast du nur den Kombi und nutzt ihn entsprechend oft über Langstrecken so bist du in diesem Jahrzehnt kein e Kunde.
Hat Deine Frau allerdings noch einen wagen den sie 90% Kurzstrecke und innerstädtisch nutzt dann stellt sich eben die Frage ob man zwei Karren braucht die bis nach England fahren könnten obwohl sie zu 99,99% nur bis zum Edeka im Nachbarsort genutzt werden.
venerdi schrieb:Elektroautos schaffen nur dann einen schnellen Durchbruch wenn er gewaltsam durchgesetzt wird.
Wenn Durchbruch bei Dir bedeutet alle Pkw zu elektrifizieren oder einen nennenswerten Marktanteil zu bekommen bei Langstrecke, dann ist dem so.

Wenn Durchbruch bedeutet daß man im Bereich der innnerstädtischen und nahpendler bis 50km nennenswerten Marktanteil schafft vielleicht.
Diese Fahrzeuge haben nicht das Problem der großen akkus, der hohen Ladeströme, der großen Mengen Rohstoffe.
Da steckt Mutti nach dem einkaufen einfach an (für den Garagentoröffner bereits vorhandenen) Lichtstrom an und nach 2 Stunden ist das Ding wieder frisch geladen. Im Winter ist sie dankbar per app den Innenraum vorheizen zu können, im Sommer vorklimatisieren.
Ihr reichen 120 spitze bei ausreichend Druck hinterm Pedal durch große Überlastfähigkeit eines entsprechenden Motorkonzeptes sowie 50km Reichweite im Winter oder Sommer und die werden seltenst ausgenutzt.
Dummerweise versuchen sich eben die Premium Marken im premium Segment die Physik dem Markt, bzw. dem was sie aus dem Markt gemacht haben, anzupassen.

https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2017/08/PD17_288_12211.html
Auch auf Kurzstrecken bis unter fünf Kilometer spielen Busse und Bahnen keine große Rolle (8 %). Die Wahl fällt für 40 % der Erwerbstätigen auf das Auto.
Da ist der sinnvolle Markt!


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19.10.2017 um 20:09
@taren
taren schrieb:Naja, wenn man nur Kurzstrecke fährt, dann musst du beim Elektroauto praktisch nie zum tanken, ok zumindest wenn du eine eigene Garage mit Stromanschluss oder am Arbeitsplatz eine Möglichkeit zum laden hast. Für diejenigen mit nur einem Parkplatz und dieser evtl. nicht fest, sieht es ungleich schlechter aus.
Richtig erkannt.
Für viele ist damit das Elektroauto unbrauchbar.
Sie haben keinen Stromanschluss an der Stelle wo das Fahrzeug geparkt werden muss.

@d.fense

Ja ich benutze den Kombi nicht nur zum Brötchenholen sondern fahre damit auch längere Strecken. Kommt vor das ich den Tank in einem Tag leerfahre.

Zu meinen Lebzeiten werde ich wohl kaum zur Zielgruppe für die Elektroautos gehören.

Mein Wagen ist warm, auch der Motor, wenn ich im Winter einsteige. Nennt sich Standheizung das Teil und kann auch fernbedient werden.

So wie Du geschrieben hast sind die Elektroautos also nur als komfortable Einkaufstasche für die täglichen Brötchen zu gebrauchen.
Wobei sie nur wirklich nutzbar sind wenn zu Hause geladen werden kann.

Also nicht das was ich mir unter einem Fahrzeug vorstelle.


Venerdi


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Warum das Elektroauto in 7 Jahren jeder haben will

19.10.2017 um 20:11
Hallo @querdenkerSZ , hallo @alle !


Wenn es nicht das Lithium ist, dann ist es das Kobalt.

Wenn man eine völlig neue Technologie von "jetzt auf gleich" durchdrücken will, stellt sich immer die Frage nach den Rohstoffen. Es dauert Jahre bis eine neue Mine in Betrieb gehen kann und das haben unser "klugen Politiker" auch nicht bedacht.

Ich habe allerdings den Eindruck das VW möglicherweise (!) auf diesem Weg der Politik die Sache madig machen will.


Gruß, Gildonus


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19.10.2017 um 20:23
venerdi schrieb:Für viele ist damit das Elektroauto unbrauchbar.
Das war aber vor 100 Jahren für Benzin betriebene Autos nich anders, da hättest wohl auch du auf das Pferdefuhrwerk geschworen und den neumodischen Automobilen keine große Zukunft eingeräumt.
Damals gabs kaum ne Tankstelle, heute gibts kaum Ladesäulen, aber das muss ja nich so bleiben.

mfg
kuno


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Chefheizer
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19.10.2017 um 22:01
@d.fense
Okay.
Es gibt in Japan ein ganz interessantes Pilotprojekt, nämlich ein 50MW Akkuspeicherkraftwerk. Ziemlich genialer Ansatz, vor allem die Bündelung der Akkumulatoren in Standardcontainern ist eine sehr saubere und wartungsfreundliche Angelegenheit.

http://electronics360.globalspec.com/article/6402/mitsubishi-installs-50mw-energy-storage-system-to-japanese-power-compa...


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Warum das Elektroauto in 7 Jahren jeder haben will

20.10.2017 um 12:33
Chefheizer schrieb:Es gibt in Japan ein ganz interessantes Pilotprojekt, nämlich ein 50MW Akkuspeicherkraftwerk.
um missverständnissen vorzubeugen: hierbei handelt es sich aber nicht um eine installation von gebrauchten e_car akkus, sondern um eine  zurechtgeschneiderte lösung auf basis von nas-zellen (sodium-sulfur).

und von pilot-projekt im richtigen sinne kann man auch nicht sprechen, da diese systeme in japan bereits vorhanden sind (mittlerweile +- 200mw in der summe).

siehe z.b. hier:
https://www.ngk.co.jp/nas/case_studies/rokkasho/

---

2nd life wird z.b. hier durchgeführt:
http://media.daimler.com/marsMediaSite/de/instance/ko/Weltweit-groesster-2nd-Use-Batteriespeicher-geht-ans-Netz.xhtml?oi...

http://www.bosch-presse.de/pressportal/de/en/a-second-life-for-used-batteries-64192.html

https://media.group.renault.com/global/en-gb/groupe-renault/media/pressreleases/21194120/les-vehicules-electriques-pourr...

https://media.group.renault.com/global/en-gb/groupe-renault/media/pressreleases/92203/renault-et-powervault-donnent-une-...


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20.10.2017 um 13:07
d.fense schrieb:tja, die Sache ist aber ein wenig komplexer...
yep, ist es in der tat!

der artikel suggeriert dem laien, dass ohne co es aus ist mit der elektrifizierung! (vorab: trifft nicht zu ;) )

dazu kann man ne ganze menge schreiben, aber würde hier den rahmen sprengen.

wer sich mit der chemischen zusammensetzung der verschiedensten cell-typen auskennt, welche rolle dabei co neben ni, al & mn bei den nca & nmc batterien spielt, dass neben diesen typen lfp-, lmo-, lto-batterien ganz ohne co auskommen, und dass etliche grössen in der cathodenherstellung (umicore, nichia, sumitomo, lg chem) immer mehr und mehr vom co wegkommen wollen und werden (gibt massig r&d in dieser hinsicht; ni soll dabei mehr und mehr den co-anteil ersetzen) sowie andere hochgehandelte typen wie z.b. li-s irgendwann in den nächsten +5 jahren den durchbruch schaffen werden, kann solche artikel nicht wirklich ernst nehmen ...

(funfact: der anteil von co in der erdkruste ist beinahe das 2x von li. oft ein nebenprodukt bei der förderung von ni & cu!)

ebenso hat @d.fense auch das recycling angesprochen.

dazu schrieb ich mitte juni folgendes:
"4 prozesse, namentlich umicore-, sony-sumitomo-, toxco- & recupyl-, zeigen auf, dass es sehr wohl möglich ist, grundstoffe (und insbesondere die hauptkostenträger(!)) wie co, ni, cu, mn, fe etc.pp. für libs zu recyclen!

lithium(carbonat) kann man vernachlässigen (und wird es auch bei diesen 4 prozessen) da billig und in massen vorhanden.

...

nur ist das im moment von der skalierung her nicht sehr bedeutend, da es noch einfach zu wenig recyclebares material in form von e_car-batterien auf dem markt gibt. in 5/10 jahren wird diese situation sich aber ändern.
der widerbelebte ev-markt 2.0 ist gerade mal etwas mehr wie 5 jahre alt, und die meisten batterien haben noch nicht mal die hälfte ihrer garantiezeit abgespult ;)

(zudem kommt hinzu, dasss selbst die hersteller wie panasonic, lg chem und co. in zukunft auf kostengünstigeres kathodenmaterial setzen werden.)

ein weiterer aspekt, welcher bei allen 4 prozessen, beachtet werden musss, ist der immense energiehunger. ein grosser dämpfer für eine "positive" energiebilanz.
nachtrag zum recyclen von libs:
ich muss mich da korrigieren. beim toxco- (+-20%) & recupyl-prozess (>50%) wird lithium rückgewonnen."


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20.10.2017 um 13:35
Gildonus schrieb:Erst einmal müßten genügend E-Autos im Umlauf sein um einen solchen Plan im größeren Maßstab zu realisieren.
yep
Gildonus schrieb:Dann müßte man den "Herstellerangaben" vertrauen können und Versuche aus Dänemark zum Verbrauch bei E-Autos zeigen doch das man es nicht kann.
jadajadajada, dir müsste doch klar sein unter welchen bedingungen diese herstellerangaben evaluiert werden, oder?! und den versuch aus dänemark hab ich ja auch in bezug auf diese tatsachen kommentiert. nihil sub sole novum!
Gildonus schrieb:Auch müssen die zusammen verwendeten Batterien in etwa die gleichen technichen Daten und die gleichen Verschleißraten aufweisen, sonst gibt das einen Schuß in den Ofen.
das sind u.a. die grundvoraussetzungen für den wiedereinsatz ...
Gildonus schrieb:Auch ist mir nicht klar weshalb jemand, der seinen "homemade Sonnenstrom" puffern will, Akkus verwenden soll, die für Autos nicht mehr gut genug sind. Der würde doch lieber Akkus kaufen, die von Anfang an für Solaranlagen gebaut wurden und neu sind.
eigtl. ja.
aber bei ausgemusterten e_car akkus reden wir immer noch von +-70% der ursprünglichen restkapazität. und wenn diese zu einem wesentlich günstigeren preis als eigens für den hausgebrauch erstellte systeme zu haben sind - besser wären -, würde sich die anschaffung für den hauseigentümer wohl lohnen ...


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Warum das Elektroauto in 7 Jahren jeder haben will

20.10.2017 um 13:59
aero schrieb am 16.10.2017:Der E-Auto-Hersteller Tesla trennt sich überraschend von mindestens 400 Mitarbeitern, darunter vielen Führungskräften. Grund seien die Ergebnisse einer "Leistungsüberprüfung". Der Konzern hatte Produktionsziele verfehlt.
bei tesla ist ein wenig die kacke am dampfen.

was man so liest, haben diese ereignisse nichts mit der leistungsüberprüfung gemein. laut etlichen betroffenen seien keine aktuellen gemacht worden, und bei anderen könne die bewertung aus diesen pa´s nicht der grund dafür sein, da top.

von über 1.200 stellen ist die rede, v.a. im sales- & marketingbereich, sowie administration.

und inwiefern diese entlassungswelle (die eigtl. recht moderat ausfällt bei einer angestelltenzahl von +33.000; betrifft ja nicht nur tesla motors) mit dem nicht in schwung kommen der model 3 produktion zu tun hat, darüber kann man spekulieren ...

klatsch mal 3 links rein, die etwas näher darauf eingehen (direkt & indirekt):
http://www.greencarreports.com/news/1113282_tesla-axes-hundreds-of-employees-for-performance-with-model-3-lagging-report
https://dailykanban.com/2017/10/tesla-stealthily-disclose-model-3-ramp-issues/
https://dailykanban.com/2017/10/tesla-gigafactory-solar-power-scrapped-insider-claims/


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20.10.2017 um 15:49
kuno7 schrieb:Das war aber vor 100 Jahren für Benzin betriebene Autos nich anders, da hättest wohl auch du auf das Pferdefuhrwerk geschworen und den neumodischen Automobilen keine große Zukunft eingeräumt.
Damals gabs kaum ne Tankstelle, heute gibts kaum Ladesäulen, aber das muss ja nich so bleiben.

mfg
kuno
Und wo sollen diese Ladesäulen entstehen? Klar, auf der grünen Wiese weit ab vom Schuss gibt es billig Grundstücke zu kaufen die man anschließend nur mehr betonieren und eletrifizieren muss. Aber in Wohngebieten und Städten? Hängt da an den Laternen das Ladekabel? Wie sichert man Autos die auf der Straße laden vor Vandalismus?

Wie lange hält der Akku wenn ich im Winter stundenlang auf der Autobahn stehe weil es einen Stau/Unfall gibt? Aktuelle Elektroautos halten nicht lange durch wenn Klima oder Heizung betrieben werden.
Was wenn ich liegenbleibe? Beim Verbrenner reicht ein Reservekanister und ich erreiche in 99% der Fälle eine Tankstelle. Generator im Kofferraum verbauen?

E-Autos lohnen sich im Moment vielleicht als Zweitwagen der eh kaum gefahren wird und einen Parkplatz/Garage mit Stromanschluss bietet. Und selbst dann rechnet sich die Technik niemals wegen der hohen Anschaffungskosten, somit ist das eher eine Nischengeschichte für Leute mit vermeintlichem Umweltbewusstsein.  

Vom Schwerverkehr will ich gar nicht erst anfangen. Tonnenschwere Akkus baut kein Mensch in einen LKW wo jedes Kilo zugunsten der Nutzlast eingespart wird.


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