Hier mal Norwegen, irgendwo zwischen den Lofoten und Tromsö:
Original anzeigen (4,8 MB)Wobei solche spezielleren Lagen eher kritisch gesehen werden, von mir übrigens auch. Dort eine WKA zu errichten, ist eine Herausforderung und es sind IMHO belastendere Eingriffe in die Ökologie nötig im Gegensatz zu uns. Daher werden vermehrt Offshore Anlagen errichtet.
Auch wehren sich die Sami aus gutem Grund:
Doch zurück zu dem Tag im Februar 2023, an dem wir das Erdöl- und Energieministerium besetzten. Warum war ein so radikaler Schritt nötig? In den vergangenen zwanzig Jahren hat die norwegische Regierung gemeinsam mit internationalen Unternehmen, unter anderem den Stadtwerken München, mehr als 270 Windkraftanlagen in Fosen gebaut.
Erneuerbare Energien werden ja meist als etwas Positives gesehen. Doch diese Anlagen hat man illegal auf dem Land der dort lebenden Sami gebaut und es damit für die nächste Generation der Rentierhirtinnen und -hirten unbrauchbar gemacht. Wie eng die Kultur der Sami mit der Rentierzucht verbunden ist, zeigt sich in unserer Sprache, unserer Kleidung und unserer Philosophie. Gehen das Land und die Herden verloren, gefährdet das unsere gesamte Kultur.
Die betroffenen Sami-Familien haben unermüdlich gegen den Bau der Turbinen gekämpft und zogen bis vor den Obersten Gerichtshof in Norwegen. Und sie gewannen! Am 11. Oktober 2021 erging das Urteil, dass der Bau von zwei Windenergieanlagen auf Storheia und Roan die Zukunft der samischen Rentierzucht in Fosen gefährdet und gegen die Menschenrechte der dort lebenden Indigenen verstößt. Die Richter bezogen sich insbesondere auf Artikel 27 des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte der Vereinten Nationen (ICCPR).
Die Freude über diesen Erfolg war groß. Aber 500 Tage nach dem Urteil, im Februar 2023, war noch immer nichts geschehen. Zwar hatte der Oberste Gerichtshof die Konzessionen für die Windkraftanlagen für ungültig erklärt, doch die Unternehmen ignorierten das. Die Anlagen liefen illegal weiter, wobei auch noch das Bild vermittelt wurde, man produziere grüne Energie.
Um diesem Unrecht ein Ende zu setzen, beschlossen ich und einige andere Sami-Aktivistinnen und -Aktivisten von der Umweltorganisation „Natur og Ungdom“ („Natur und Jugend“), das Ministerium zu besetzen.
Wir protestieren nicht gegen grüne, nachhaltige Energien. Nein, wir wehren uns gegen eine neue Form von Kolonialismus, die wir »Greenwashed Capitalism« nennen. Sami-Hirtinnen und -Hirten ihr Land zu stehlen, um darauf große, prestigeträchtige Anlagen zu bauen, ist nicht gut für die Umwelt.
Quelle:
https://www.kulturaustausch.de/ausgaben/indi-pendent/windraeder-auf-sami-land/Die oben gezeigte Anlage liegt IMHO nicht auf Sami Land.
Andererseits fand ich in einem Museum im Norden Finnlands in einem Sami Museum das:
Original anzeigen (2,0 MB)Soweit ich das verstehen konnte, ging es denen nicht um die pauschale Ablehnung, Finnland deckt immerhin 25% seines Strombedarfs durch Wind ab, alleine die riesige Holz- und Papierverarbeitungsindustrie ist schon atemberaubend.