Die Zukunft der künstlichen Intelligenz
09.07.2013 um 16:50Nun wird also Schwarmintelligenz ausprobiert:
http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.de/2013/07/unterwasser-roboter-bilden.html
Nenne mir einen einzigen Prozess in der natur, der wirklich deterministisch ist, den man also mit absoluter Genauigkeit vorhersagen kann!TheHudson schrieb:Wer sagt denn, dass der Mensch kein deterministisches System ist?
Und wer sagt, das der Mensch einen freien Willen hat? Bewiesen ist das nicht!
Du weist aber schon was das Ergebnis von diesem Test war ?Michael. schrieb:Ich gebe der KI Forschung bei der Geschwindigkeit noch 8 Jahre,bis man das Gehirn eines 21 jährigen mit einem IQ von 120 simulieren kann.
Hier liegt ein grundsätzliches Problem der KI-Entwicklung. Diese tut sich unglaublich schwer, wenn es um jenes geht, was gemeinhin als gesunder Menschenverstand bezeichnet wird. Denn diese resultieren auf einer großen Menge von Fakten, die ein Mensch während seiner Entwicklung lernt und auch auf abstrakter und vergleichender Ebene miteinander verknüpfen kann.
@TheHudsonDer Zufall ist einfach eine Voraussetzung für freien Willen. Ohne Zufall wäre alles determiniert und damit wäre nichts frei!
Wie leitest Du aus zufälligen Ereignissen, auf die der Mensch keinerlei Einflussmöglichkeiten hat (sonst wären sie schlicht nicht zufällig, sondern determiniert, hätten also eine Ursache), einen freien Willen des Menschen ab?
Aber auch ein Wille der nicht Kausal verfugt ist, ist kein Freier Wille, sondern zufälliger Wille. Ein Ereignis kann nur determiniert oder zufällig sein, insbesondere kann also eine Willensentscheidung nur determiniert oder zufällig sein. Da ist kein Raum für einen Freien Willen.linuxerr schrieb:Es gibt nur diese beiden Möglichkeiten, entweder entspringt alles einer Ursache-Wirkungskette, dann sind wir Computer und der freie Wille ist unsere eigene Täuschung.
oder
es ist möglich, die Ursache-Wirkungskette aufzubrechen, also Ereignisse stattfinden, die keine Ursache haben. Das nennt man allgemein auch Zufall.
Ich habe nie behauptet, Quantenphysik würde es nicht geben.linuxerr schrieb:Die Disskussion zu beginnen, ob es Quantenphysik gibt oder nicht ist müßig, weil sie zu der Diskussion führt ob es überhaupt etwas gibt.
hast Du allerdings nicht verstanden, was ich mit der Determiniertheit zufälliger Prozesse in den Naturwissenschaften eigentlich aussagen wollte. Eine weitere Diskussion darüber möchte ich an dieser Stelle aber auch nicht anfangen.linuxerr schrieb:Sie setzt den echten Zufall voraus.
Korrekt - Der Inhalt unseres Wollens wäre in diesem Fall zufällig.TheHudson schrieb:Wir hätten keinerlei ursächlichen Einfluss auf unseren eigenen freien Willen. Wir könnten gar nicht selbst entscheiden, weil eine Entscheidung ein reiner Zufallsvorgang wäre. Aus diesem Zufall heraus käme unser Handeln zu stande und es wäre in genau diesem Fall eine reine Illusion unseres Verstandes, wenn wir annehmen, dass wir an dieser Stelle die Ursache unserer Entscheidung gewesen sind.
Frei, im Sinne von frei von einer Ursache - vielleicht.TheHudson schrieb:Ich entnehme Deiner Argumentation und Deinem letzten Satz im vorherigen Post, dass es Deiner Meinung nach keinen freien Willen gibt?
Verstehe ich es richtig, dass Du damit auch einen Zufallsvorgang als "Ursache" ausschließt?RaChXa schrieb:Frei, im Sinne von frei von einer Ursache - vielleicht.
Ja. Ich stelle mir das so vor: Bestimmte Parameter in der mathematischen Beschreibung eines physikalischen Vorgangs entsprechen keine echten physikalischen Parameter, sondern sind Zufallsvariablen.linuxerr schrieb:Also wenn unsere Denkprozesse den Zufall nutzen, heißt das doch nicht, dass man vollig wahlloses Zeug tut. Ich habe das in der Diskussion zum Gehirn schon einmal geschrieben. Die Datenverarbeitung/übertragung in den Synapsen erfolgt chemisch und unterliegt damit bei kleinen Transmittermengen sehr stark dem Zufallsprinzip
Was ist "gewisse" Determiniertheit?TheHudson schrieb:Physikalische Gesetze setzen einen gewissen Determinismus voraus.
Genau, solange nichts klar ist, probiert dass Gehirn einfach zufällig herum. Wir machen das doch im Prinzip genauso. Wenn irgendetwas vollkommen unklar ist, probiert man erst einmal sinnlos rum, um überhaupt ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Parameter überhaupt Einfluss haben und wie hoch der ist. Mit zunehmender Versuchsanzahl kristallisiert sich dann ein Muster heraus, wie das beobachtete System so reagiert und unsere Suche wird zielgerichteter und das sinnlose Probieren erhält zunehmend Struktur.RaChXa schrieb:Bestimmte Parameter in der mathematischen Beschreibung eines physikalischen Vorgangs entsprechen keine echten physikalischen Parameter, sondern sind Zufallsvariablen.