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Solarzellen auf allen Dächern

267 Beiträge, Schlüsselwörter: Dach, Alternative Energien, Atom. Solar

Solarzellen auf allen Dächern

09.04.2015 um 16:36
Die kalkulierten Energiekosten halte ich bestenfalls für unseriös wenn nicht schlimmer.

Sie können nur auf verfügbaren technologien und derzeitigen Rohstoffpreisen bzw prognostiziert künftige Entwicklung auf diesem Sektor (Bevölkerungswachstum, Energiebedarf etc)

Hier liegen eine menge zahlen im dunklen geschweige denn der technologische Faktor den du kaum auch nur auf 10 Jahre vorraussagen kannst.

Die Öl preise sind das beste Beispiel, von neuen Technologien sowohl zur Reduktion von Bedarf als auch "Produktion" sind hier der Schlüsselfaktor. Aber auch die wirtschaftliche lage denn eine Rezession brauch weniger Energie


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Solarzellen auf allen Dächern

09.04.2015 um 17:55
@kleinundgrün
kleinundgrün schrieb:Was kostet denn aktuell das kWpeak bei einer Größe von 6-8 kWpeak als Festpreis mit Einbau und Anschluss (also "all inclusive")? Weniger als 2.000 EUR brutto?
Schau mal hier...
http://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/kosten
...für einen groben Überblick.
Konkret kann man das aber nur sagen, wenn man deine genauen Gegebenheiten kennt, da müsstest du dir halt ein Angebot geben lassen.
Am günstigsten ist es natürlich bei Selbstmontage, falls man sich sowas zutraut, allerdings benötigst du nen Elektro-Meisterbetrieb, der seinen Stempel auf die Anträge für den EVU macht.
Meine Anlage hat in Eigenleistung ca. 1100€/kWp + USt. gekostet und das war vor 2 Jahren.

mfg
kuno


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Solarzellen auf allen Dächern

09.04.2015 um 20:18
Bei den Kosten immer auch den Umbau des Hausanschlusses bedenken. Ich weiß nicht wie das bei euch in Deutschland ist, aber hier bei uns müssen diese Hausanschlüsse auf den aktuellen Stand der Technik (und hier vor allem auf den Stand der aktuellen Richtlinien des EVU) gebracht werden.

Je nachdem wie viel hier zu machen ist ( Alter der Anlage, Situation ect.) sind hier auch gleich mehrere 1000 Euro zu investieren.


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09.04.2015 um 22:59
@insideman
insideman schrieb: Ich weiß nicht wie das bei euch in Deutschland ist, aber hier bei uns müssen diese Hausanschlüsse auf den aktuellen Stand der Technik (und hier vor allem auf den Stand der aktuellen Richtlinien des EVU) gebracht werden.
Das ist in Deutschland auch so, aber soo teuer ist es auch nicht. Ich habs bei mir selber gemacht und das kostete ca. 250€ incl. Steuer, wenn mans machen lässt vielleicht das Doppelte, schätze ich mal.

mfg
kuno


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10.04.2015 um 07:39
@kuno7

was hast du da gemacht?

Wie gesagt, es kommt immer darauf an wie alt die Anlage ist. Wenn die 20 Jahre und mehr hat, dann kostet alleine das Material oft schon 1500 Euro.

Diese Arbeiten kann man dann auch nicht einfach selbst machen.

Da müssen Einsätze und Kästen ausgetauscht werden, welche sich unmittelbar vor dem Zählpunkt befinden.

Was anderes ist es natürlich, wenn die Anlage neu ist und man nur eine für die PV benötigte Absicherung im Hausverteiler einbauen muss.


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10.04.2015 um 10:45
@insideman
insideman schrieb:was hast du da gemacht?
Ich habe den Zählerschrank getauscht, die Zuleitung vom HA neu verlegt und nen SLS eingebaut.
Was nach dem Zählerschrank kommt, interessiert das EVU nicht (zumindest hier bei EON-e-dis und Vattenfall).
insideman schrieb:Diese Arbeiten kann man dann auch nicht einfach selbst machen.
Nein, natürlich nicht, ich bin aber Elektroinstalateur, deshalb ging das bei mir.
insideman schrieb:Was anderes ist es natürlich, wenn die Anlage neu ist und man nur eine für die PV benötigte Absicherung im Hausverteiler einbauen muss.
Das sollte man aber auch nur machen, wenn man weiß was man tut.

mfg
kuno


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11.04.2015 um 10:20
kuno7 schrieb:Was nach dem Zählerschrank kommt, interessiert das EVU nicht (zumindest hier bei EON-e-dis und Vattenfall).
Ist richtig. Bei uns ist es aber , vor allem in Wien und Umgebung so, dass nicht nur der Schrank wo der Zähler sich befindet auf dem aktuellen Stand sein muss, sondern auch der Kasten davor.

Diese Kästen indem sich dann die Vorzählersicherungen befinden sind meist schon ewig da und sind aus Blech. Das ist nicht mehr erlaubt, somit muss dann der Kasten getauscht werden oder, mit Zustimmung des EVU´s, ein Sondereinsatz in diesen bestehenden Kasten eingebaut werden.

Die Schraubsicherungen die sich darin befinden, müssen ja ohnehin auch weg. Nun wenn du den Kasten komplett austauschen musst, kannst du dir als Elektriker ja vorstellen wie viel da kosten wird, die sind nämlich sehr oft in Betonmauern versetzt. Sollte der Blechkasten bestehen bleiben dürfen, kostet das Sondereinsatzgerüst alleine an Material noch immer mehrere 100 Euro.

Und alleine die Arbeit die du dir selber gemacht hast ( was ja die allermeisten Menschen nicht können), hat doch schon einen Wert im 4 stelligen Bereich, wenn man eine Firma kommen lässt.


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11.04.2015 um 10:29
http://www.glasstec.de/cipp/md_glasstec/custom/pub/content,oid,13508/lang,1/ticket,g_u_e_s_t/~/Fachartikel_Solar_Nr._3_F...

Ich finde das passt ganz gut hierrein. Geht um eine neue Art Solarzellen die bereits jetzt (im Labor) bessere Werte erzielen wie herkömmliche Zellen, aber deutlich günstiger zu produzieren sind.


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Solarzellen auf allen Dächern

11.04.2015 um 13:28
@insideman
insideman schrieb: dass nicht nur der Schrank wo der Zähler sich befindet auf dem aktuellen Stand sein muss, sondern auch der Kasten davor.
Du meinst den Hausanschlusskasten, der gehört bei uns noch zum Netz des ÜNB und müsste für den Fall auch von denen gewechselt werden, auf deren Kosten, was ein Grund sein dürfte, warum das hier nicht vorgeschrieben ist.
insideman schrieb:Und alleine die Arbeit die du dir selber gemacht hast ( was ja die allermeisten Menschen nicht können), hat doch schon einen Wert im 4 stelligen Bereich, wenn man eine Firma kommen lässt.
Naja, Zählerschrank wechseln incl. Umlauf und Pv-Anlage anschließen dauert je nach dem so 4-6 Stunden, aber du hast recht, die Meisten werden es machen lassen müssen, schon allein deshalb, weil man die Unterschrift von nem eingetragenen Meisterbetrieb braucht, und die leistet nicht jeder überall.

mfg
kuno


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Solarzellen auf allen Dächern

13.04.2015 um 01:21
@bofh

Die Meinung, dass die kalkulierten Energiekosten unseriös sind, kannst du gerne haben. Du wirst mir jedoch sicher zustimmen, dass die Preise sich zukünftig weiter nach oben bewegen werden oder? Falls nicht empfehle ich mal ein paar links, inklusive der Prognose des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Und erfahrungsgemäß ist es sogar so, dass Politiker und Ministerien schlechte Nachrichten oder Prognosen sogar noch etwas schönen und es werden keine negativen Nachrichten rausgehauen, wenn diese nicht auch tatsächlich so zu erwarten sind.

Ich kann natürlich noch mehr Lesematerial einstellen, aber das sollte erstmal genügen

Und wer hätte ernsthaft vor 20 Jahren Gedacht, dass sich der Strompreis bis heute VERDOPPELT hat? Bestimmt die allerwenigsten.


http://www.rp-online.de/wirtschaft/die-strompreise-werden-um-fuenf-prozent-pro-jahr-steigen-aid-1.4125356

http://www.focus.de/finanzen/news/energie-oettinger-sieht-strompreis-bis-2030-steigen_aid_693250.html

http://www.faz.net/agenturmeldungen/unternehmensnachrichten/roundup-gabriel-verteidigt-kohle-plaene-industrie-dann-steig...

http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/entwicklung-der-energiemaerkte-energiereferenzprognose-kurzfassung,p...

@kuno7
was bestärkt dich in der Annahme, dass der Strompreis stagnieren wird?
Das ist nämlich auch für meine berufliche Zukunft sicherlich mitbestimmend, daher habe ich immer gerne noch weitere Informationen und Meinungen zu dem Thema.

@kleinundgrün
Wie teuer das pauschal ist, kann man nie sagen, da es von der Dachbeschaffenheit usw. abhängt.
Ich habe auch nicht gesagt, dass sich eine PVA per se immer ab einer Größe vn 4-4,5 KWp rechnet. Aber in 90 % der Fälle erfahrungsgemäß schon.

Was den Einwand betrifft, dass es sich nicht rechnet, wenn man erst spät Abends zu Hause ist, da gebe ich recht. In dem Fall rechnet es sich erst, sobald kostengünstige Speicher zur Verfügung stehen. Das dauert wohl leider noch.
Aber es gibt Haussteuerungsoptionen, dass z.B. die Wäsche dann Automatisch tagsüber wäscht usw.

Wie so oft Ausnahmen bestätigen die Regel, da die Kernzeit des Stromverbrauchs in Deutschland zwischen 14-22 Uhr liegt.

Die Einspeisevergütung für überschüssigen Strom beträgt zur Zeit 12,50 Cent/KWH bei einer Größe bis 10 KWP.
Natürlich wird man damit nicht reich oder sonstiges. Aber zum Eigenverbrauch rechnet sich eine Anlage ab 4 KWp.


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Solarzellen auf allen Dächern

13.04.2015 um 09:59
freezer100488 schrieb:Aber in 90 % der Fälle erfahrungsgemäß schon.
Dieses "erfahrungsgemäß" würde mich interessieren. Wie wird denn nachkalkuliert?

So wie ich das kenne, werden maximal die gewonnen kWh gezählt und sonst nichts.


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Solarzellen auf allen Dächern

13.04.2015 um 15:20
@kleinundgrün

Nachkalkuliert wird anhand der Differenz zwischen eingespeisten Strom und aus dem Netz bezogenen Strom.
Vielleicht sollte ich och dazu erwähnen, dass eine PVA nach aktuellem Stand nicht 100 % des Stromverbrauchs deckt, sondern maximal 50 %.

Es wird ebenfalls eine wirtschaftlichkeit berechnet, anhand von Angaben des Interessenten. Hierbei wird berücksichtigt, wann wie viele Personen im Haushalt sind und zu welchen zeiten bestimmte Tagesabläufe durchgeführt werden.
Es werden ebenfalls Beratungen durchgeführt, wie eine PVA Anlage wirtschaftlicher genutz werden kann (Tagsüber Waschen, Saugen Duschen usw.)

Hier sieht man auch nochmal, dass zwischen 10 und 20.30 Uhr der Hauptteil des Stromverbrauchs liegt. Wobei das Maximum bei ca 12 und 19.00 Uhr liegt.

Die Mehrzahl der Tage im Jahr sind in deutschland von 12-19 Uhr hell. Und wenn man wie gesagt bestimmte Aktivitäten verlagert, ist es sogar möglich, dass selbst im Winter der Hauptteil des stromverbrauchs bei Helligkeit benötigt wird.

vdew-slp-h0


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Solarzellen auf allen Dächern

13.04.2015 um 15:42
freezer100488 schrieb:Aber es gibt Haussteuerungsoptionen, dass z.B. die Wäsche dann Automatisch tagsüber wäscht usw.
Dafür müssen die Geräte aber smart grid beherrschen!


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Solarzellen auf allen Dächern

13.04.2015 um 15:49
freezer100488 schrieb:Nachkalkuliert wird anhand der Differenz zwischen eingespeisten Strom und aus dem Netz bezogenen Strom.
Was aber sämtliche Randbedingungen unterschlägt. Also geändertes Verbraucherverhalten z.B.

Das gezeigte Lastprofil ist ein typisches "Ich koche mittags und abends mit Strom" Profil. Oder?

Ich will Solarenergie überhaupt nicht schlecht reden - im Gegenteil. Nur erscheinen mir die Wirtschaftlichkeitsprognosen, die im Vorfeld erstellt werden, in aller Regel viel zu optimistisch. und ich habe einige Leute gefragt, die seit Jahren PV-Anlagen betreiben - und zumindest von denen hat keiner ehrlich nachkalkuliert. Außer dass sie die eingespeiste Menge an Strom addierten und dem Ergebnis die Anschaffungskosten gegenüber stellten, hat keiner das tiefer beleuchtet.

Auch kenne ich niemanden, der dauerhaft sein Verbrauchsverhalten so angepasst hat, dass es wirtschaftlich sinnvoll ist. Zwar kann man seine Waschmaschine programmieren - aber wenn der erste Enthusiasmus vorüber ist (während man täglich 12 mal den eingespeisten Strom abliest), dann wird gewaschen, wenn es gerade passt. Und nicht, wenn gerade die Sonne scheint.

Zusätzlich stellt sich die Frage, ob eine Einspeisung die nächsten 10 Jahre wirklich wie bisher funktioniert oder ob aus Gründen der Netzstabilität in Gebieten mit hoher PV-Abdeckung die Abnahme reduziert wird und der Ertrag schlicht verpufft. Dieses Risiko muss natürlich auch in die Berechnung der Rendite mit einbezogen werden.

Und nicht zuletzt sind da die laufenden Kosten der Anlage. Die bedeuten auch einen Gegenwert von einigen hundert kWh.

Ich denke, wenn es optimal läuft - also wenn die Anlage richtig dimensioniert und installiert ist (was nicht immer der Fall ist) und wenn man von größerem Pech verschont bleibt und wenn die Abnahmezeiten den Bereitstellungszeiten einigermaßen entsprechen, dann ist eine kleine Rendite drin.
Aber als Bauherr trägt man eben zu einem gewissen Grad die o.g. Risiken, so dass diese in einer prognostizierten Kalkulation berücksichtigt werden müssen. Und diese Ehrlichkeit fehlt nach meinem Empfinden.


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13.04.2015 um 16:01
insideman schrieb:Dafür müssen die Geräte aber smart grid beherrschen!
Vor allem müsste derjenige, der die Waschmaschine be- und entlädt "smartgridfähig" sein. Und daran scheitert es in der Praxis dann doch.
Die guten Vorsätze, die Waschmaschine zu beladen, bevor man morgens aus dem Haus geht und die Wäsche abends zu versorgen halten doch eher nur ein paar Monate an. Und dann fällt man in die alten Routinen zurück und wäscht, wenn es am wenigsten nervt.


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13.04.2015 um 21:56
@freezer100488
freezer100488 schrieb:was bestärkt dich in der Annahme, dass der Strompreis stagnieren wird?
Zweierlei, erstens hätte die EEG Umlage schon dieses Jahr stärker sinken müssen, als sie abgesenkt wurde und seither hat sich nichts neues ergeben, was die derzeitige Umlage weiterhin rechtfertigt. Ich bin ohnehin der Ansicht, dass das längst fällige Absenken nur deshalb verzögert wurde, damit man uns die geringere Umlage als Erfolg der sogenannten "Strompreisbremse" der Regierung verkaufen kann.
Zweitens sind durch die EE die Großhandelspreise für Strom deutlich gefallen, der günstigere Preis wurde aber noch nicht (bzw. kaum) an die Endkunden weitergereicht, was aber irgendwann, aufgrund der Konkurrenzsituation, passieren wird.
Dies sind die Gründe, warum ich kurzfristig von leicht sinkenden Preisen ausgehe (1-2 Cent) und da der Ausbau der EE bei weiter fallender Vergütung nur langsam voran schreitet, sehe ich derzeit auch keinen Grund, weshalb die Umlage wieder steigen sollte.
Mögliche Szenarien für höhere Abgaben könnten noch beim Netzausbau oder beim Offshore-Wind lauern, da habe ich aber keine Infos, die diese Annahme stützen. Auch ein steigen der Preise für fossile Energien oder Währungsschwankungen wären möglich, aber der Brennstoffkostenanteil im Strompreis ist doch vergleichsweise gering, als das ein realistisch erscheinender Preisanstieg sich merklich im Endkundenpreis auswirken könnte.

Zu deinen verlinkten Artikeln :
Der eine Artikel vom Oettinger ist von Ende 2011, da war halt jedem klar, dass die Umlage steigen würde, damals konnte man mit PV ja auch noch richtig Kohle machen und der andere is ca. ein Jahr alt und da würden mich mal seine Gründe für 5%/a Strompreissteigerung interessieren, vermuten tue ich aber eher Panikmache im Sinne der Großen 4.

Der Artikel aus der FAZ is das übliche Lobbyisten Geschwafel, die drohen halt jedes mal mit Weltuntergang, wenns ihnen an die Profite geht, das darf man nicht so ernst nehmen.

Die Prognose vom BMWi fand ich interessant und teile deren Einschätzung, zumindest bis 2025, danach wirds dann doch eher recht spekulativ, imho.
freezer100488 schrieb:Und erfahrungsgemäß ist es sogar so, dass Politiker und Ministerien schlechte Nachrichten oder Prognosen sogar noch etwas schönen und es werden keine negativen Nachrichten rausgehauen, wenn diese nicht auch tatsächlich so zu erwarten sind.
Mag sein dass dies so schon des öfteren der Fall war, aber hier ist es imho so, dass bewusst Horrorszenarien konstruiert wurden, um Stimmung gegen einen weiteren schnellen Ausbau der EE zu machen und um die sogenannte "Strompreisbremse" erfolgreich aussehen zu lassen.

mfg
kuno


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15.04.2015 um 04:22
ALso ich bin nicht der Meinung das Energiepreise zwangsläufig nach oben gehen.
Keineswegs. Energiepreise sind wie alles mehr oder weniger basierend auf Angebot und Nachfrage.

Jetzt werden zukünftige Energiepreise kalkuliert auf Basis von derzetigem verbrauch, dem zu erwartendem Wachstum und bestenfalls noch der zu erwartenden Produktion auf Basis derzeitiger Technologie.

Diese Werte können aber keinesfalls wirklich ernst genommen werden einfach weil klar ist das wir bei allen Faktoren sehr große unbekannte haben.

Wie sehr sich das auswirken kann beweist uns das Rohöl gerade jetzt. Wurde in den 80ern noch vorrausgesagt das in etwa 15 Jahre die Vorräte erschöpft sein werden wurden wir nicht nur hier eines besseren belehrt, im gegenteil die Dynamik des Marktes und die negativ Entwicklung haben gleich noch einen Massiven Wertverlust des Rohstoffs auf min 5 weitere Jahre vermutlich aber eher 10 Jahre ausgelöst.

Und das obwohl die Produktion in den Traditionellen Ländern eingebrochen ist danks diverser Krisen und Iran immer noch unter Sanktionen steht.

Jetzt halten wir uns vor Augen das gerade die Elektronik in den nächsten 5 Jahren min 70% Energie einsparen wird bei den großen verbrauchern (Displays, PCs, Rechenzentren etc) und min 30% bei den kleinen (zb DVD Player etc).

Kühltechnik wird sich in den nächsten 10-20 Jahren ebenfalls massiv ändern (zb Schallkühl verspricht hier ware Wunder). Heiztechnik ebenfalls.

Gleichzeitig stehen einige gar nicht Uninterresante neue Energiegewinnungstechnologien (sowohl Atomar als auch alternative) sowie massive Weiterentwicklung im Bereich Energie Speicherung.

Und last but not least siehts nicht so aus das die Prognosen für die steigerung der Wirtschaftsleistung zutreffen, im Gegenteil mit massiven Folgen für den Energiesektor.

Vielmehr frühren dann noch weiter "Grüne" Steuern dazu das die Förderungen schon jetzt den Energiemakrt praktisch ruinieren. DIe Folge sind Sinkende Preise und das keineswegs kurzfristig.

Da der Energiebereich das große Ding dieser Jahre und Jahrzente ist und sein wird ist es sogar sehr wahrscheinlich das Preise stabil bis sinken.

Viel schlimmer wirds noch wenn tatsächlich viele Häuslbauer dem Solarzellentrend folgen möchten. Dann kann man sich sicher sein das die Preise in den Keller gehen.


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15.04.2015 um 07:53
@bofh
Nun es ist ja heutzutage so, dass der Strompreis schon so niedrig ist, wie er wirtschaftlich möglich ist. Der Strompreis vom 14.04.2015 wurde mit 3,06 €ct/kWh an der Börse gehandelt. Die restlichen ca 26 Cent sind Steuern, Umlagen usw.
Steigt der Strompreis an der Börse um nur einen Cent, steigt der Preis für den Endverbraucher Proportional mit. Dass die Steuern wegfallen ist nicht realistisch, genauso wenig wie die Umlagen, da der Fehler der viel zu hoch garantierten Einspeisevergütung damals gemacht wurde. Selbst die aktuellen 13 Cent / Kwh sind noch viel zu hoch, sodass aus meiner Sicht nicht viel Spielraum für eine Preisstabilität bleibt. Kann man natürlich anders sehen, die Zukunft wird zeigen, wer recht hat...


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15.04.2015 um 08:54
@freezer100488
freezer100488 schrieb:Steigt der Strompreis an der Börse um nur einen Cent, steigt der Preis für den Endverbraucher Proportional mit.
Das stimmt so nicht, da die Umlage, die Differenz aus Vergütung und Börsenpreis ist. Steigt der Börsenpreis, sinkt die Umlage und umgekehrt.

mfg
kuno


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15.04.2015 um 10:13
Das ist richtig, jedoch besteht der Strompreis nicht bloß aus der Umlage, sondern aus Beschaffung und Marge, Netznutzung und Zähler, Konzessionsabgabe, KWKG (Kraftwärmekopplungsgesetz) EEG, §19-NEV-Umlage, Stromsteuer, Mehrwertsteuer.

Das Proportionale Ansteigen war auch nicht auf die Umlage, sondern eben auf jene Steuern und Sonderabgaben bezogen.

Einfaches Beispiel: allein schon wegen der Mehrwertsteuer steigt der Preis für den Endverbraucher, bei einer Verteuerung um 1 Cent an der Börse, um 1,19 Cent/kwh.


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