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Solarzellen auf allen Dächern

267 Beiträge, Schlüsselwörter: Dach, Alternative Energien, Atom. Solar

Solarzellen auf allen Dächern

23.11.2012 um 09:07
Ban schrieb:Was passiere eigentlich wenn über 51% der Deutschen einen "nur Ökostrom" Anbieter haben.
Oder was passiert eigentlich wenn über 60% der 35° schrägen und nach Süden ausgerichteten Dächer eine Photovoltaik der 2011 Generation installiert haben ?
Das wird vermutlich nicht funktionieren. Wenn aber doch, wird der Strompreis stark steigen, da es weniger Abnehmer der konventionellen Kraftwerke gibt.
mayday schrieb: Eine kleinere Solaranlage, welche genügend elektrische Energie liefert, um die Wärmepunpe zu betreiben
Die wär dann aber nicht mehr so klein. Und wie heizt Du nachts? Oder im Winter, wenn Schnee auf den Panels liegt?

Im Prinzip kannst Du es leicht ausrechnen. Ein mittleres Einfamilienhaus verbraucht 25.000 kWh Wärme im Jahr. Bei einer JAZ der Pumpe von 4 bedeutet das, dass rund 6250 kWh Strom benötigt werden. Der qm Solarpanelfläche bringt zwischen 70 und 120 kWh Strom pro Jahr. Rechnen wir mal mit 100. Lade- und Enrladevorgang einer Batterie kostet jeweils ca. 10% Verlust. Der qm Solarfläche produziert also 81 kWh/a Strom. Das wäre dann eine Fläche von 77 qm nur für die Heizung. Das ist keine kleine Anlage mehr.


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23.11.2012 um 09:43
@mayday
Noch eine kleine Anmerkung. Das oben beschriebene System funktioniert natürlich nur, wenn Du einen Stromspeicher mit einer Kapazität von 6000 kWh hast, in den Du das ganze Jahr den Strom "sammelst". Ich kenne jetzt nicht die Preise, aber ein Batteriepuffer mit 6 kWh kostet vermutlich um die 5.000 EUR. Du wärst dann insgesamt bei ein paar Millionen EUR für Deine Heizung. Vermutlich rechnet sich das nicht.
Alternativ brauchst Du eine deutlich größere Fläche, die auch im Winter genügend Strom produziert, so dass Du mit einem kleinen Puffer auskommen kannst.


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23.11.2012 um 09:46
@kleinundgrün

Dann kommen wir wieder darauf hinaus, dass einfach mehr Wärme eingespart werden muss. Es ist ohnehin sinnvoller ein Haus zumindest energieneutral zu konstruieren. Das nette Diagram zeigte uns ja schon das wir über 80% der Energie für Wärme und Warmwasser benötigen.

@Ban
Ban schrieb:nur Ökostrom
Kommt auch drauf an wie dieser Ökostrom entsteht. Man kann z.B. billigen Atomstrom dafür nutzen, um die Speicherbecken von Pumpspeicherkraftwerken aufzufüllen und den dann produzierten Strom als Ökostrom teuer verkaufen.

@mayday
Naja da sie nichtmal die "simplere" heiße Fussion hinkriegen ist der Ansatz Solarenergie schon richtig.
Immerhin plant man mit Testläufen der Reaktoren erst nach 2050, allgemeiner Betrieb demenstprechen später. Auch unser Reaktor hier in HGW soll nur das Verfahren und ein paar Komponenten testen. Außerdem bin ich skeptisch mit den Zeitangaben in den Planungen, denn nach anderen Planungen hätte ich für meinen diesjährigen Sommerurlaub auch den neuen Haupstadtflughafen nutzen können.
mayday schrieb:Interessant wäre auch eine Kombination; eine Wärmepumpe welche...
Ich mag den Ansatz zur Kombination von Techniken, so können sie sich unterstützen und das System wird ausfallsicherer.
mayday schrieb:...Strom verwendet wird um Wasserstoff zu produzieren...
Kommt dann nur darauf an wieviele sich einen Wasserstofftank in ihrer diereckten Nachbarschaft vorstellen können. Es wäre aber auf alle Fälle ein guter Energiespeicher, da man den Tank auch mit einer Brennstoffzelle verbinden kann, welche dann z.B. Nachts Strom erzeugt. Da sie nebenbei Temperaturen von über 100°C erreicht wäre auch eine Warmwasserbereitung möglich.

Allerdings sind moderne Akkus besser als ihr Ruf, die Kinderkrankheiten mit Überhitzung und Brand sind überwunden, ebenso wie Memoryeffekte. Bei korrekter Lagerung kommst du mit denen 10-15 Jahre über die Runden. Wenn nur der Preis nicht wäre, sowie die Aussichten die IBM gibt mit dem Lithium-Luft-Akkumulator, projektierte 11kWh/kg sollen drinn sein. Einen Akku mit 2.5kWh/kg haben sie schon gebaut. Ein Vielfaches der bisherigen Energiedichten (Li-Akkus erreichen etwa 150-200 Wh/kg).


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mayday
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23.11.2012 um 18:23
kleinundgrün schrieb:Die wär dann aber nicht mehr so klein. Und wie heizt Du nachts? Oder im Winter, wenn Schnee auf den Panels liegt?
Ja richtig, soll es komplett autonom sein, geht es nicht ohne Batteriepuffer.

Bei dem Konzept Wärmepumpe+Solaranlage, dachte ich ohne Akkus, dafür mit Stromnetzanbindung (und Stromrückeinspeisung ins Netz bei Überschuss) Nachts liefern die Solarzellen zwar keinen Strom, aber die Temperatur im Gebäude darf auch ein wenig sinken, da die meisten Menschen nachts schlafen gehen. Die Masse des Gebäudes speichert zudem wärme, so dass ein Gebäude das sagen wir mal 8 Stunden keine Heizung hätte, auch nicht gleich auskühlt.

Nachts kannst du die Wärmepunpe mit Netzstrom betreiben. Nachtstrom kostet deutlich weniger als tagsüber. Die Wärmepunpe deswegen, damit Heizen von Wasser nicht mit fossilen brennstoffen gemacht werden muss und auch nicht direkt mit dem Strom aus Solarzellen. Der Strom aus dem Netz betreibt nachts die Wärmepumpe

kleinundgrün, wie du geschrieben hast, eine Wärmepunope hat ja einen Wirkungsgrad von vielleicht 1:3, also sagen wir mal 1kw Strom- Eingangsleistung ergibt rund 3kW Wärme-Ausgangsleistung. du musst nun also nachts nur 1kw einkaufen und nicht drei. (nur freie Beispielzahlen)

Die Solaranlage kann beliebig gross sein, je nach Budget, da sie so ja nur ein Zusatz ist zur Wärmepunpe und dem Netzstrom, aber umso grösser die Solaranlage, desto weniger Strom muss natürlich vom Netz eingekauft werden.


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mayday
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23.11.2012 um 19:28
TheDarnas schrieb:Kommt dann nur darauf an wieviele sich einen Wasserstofftank in ihrer diereckten Nachbarschaft vorstellen können
Ja das Speichern von Wasserstoff ist in der Tat noch ein Problem, in flüssiger Form muss es in gut isolierten druckbeständigen Flaschen bei tiefen minustemperaturen gelagert werden. Die sicherheit, wenns mal brennt z.B. ist auch ein Problem
TheDarnas schrieb:Allerdings sind moderne Akkus besser als ihr Ruf, die Kinderkrankheiten mit Überhitzung und Brand sind überwunden, ebenso wie Memoryeffekte.
Gut hat sich da wenigstens mal was getan, Lipos kenen ich primär vom RC-Modellbau, die energiedichte ist zwar super, aber die Ladezyklen sind begrenzt und die Singer halten meist nicht länger als drei Jahre, aber Lipos sind da wohl e ned gut geeignet.
TheDarnas schrieb:Naja da sie nichtmal die "simplere" heiße Fussion hinkriegen ist der Ansatz Solarenergie schon richtig.
Heisse Fusion hast du recht, da stehen wir erst am Anfang. Iter, Wendelstein 7x,Z-Machine usw. sind hoffungsvolle Projekte, sollte man damit erfolgreich sein, wird erst ab 2050 die ersten Industrieenergiewerke an Netz gehen können.

Ich dachte aber da eher an LENR (Low energy Nuclear Reaction) Die infos stammen überwiegend aus dem Netz. 1989 als Fleischmann die Fusion im Wasserglas verkündete, ging es durch alle Medien. die Forscher konnte keine Gammastrahlung messen und deswegen wurde gesagt, dass es keine Fusion war. Fleischmann wurde seitdem nicht mehr ernst genommen.

Seitdem wurde in Labors weiter getüftelt und in den letzten Jahren bekam das Thema sehr viel Aufwind! Einige Professoren berichten dass diese "Transmutationseffekte" (ein metall transmutiert in ein anderes metall) heute stattfinden und dabei grosse Hitze entstehen kann. Einige wollen dabei auch geringe Mengen an Strahlung gemessen haben. Ob das nun echte Fusion ist oder nicht, da gibt es selbst unter Forschern verschiedene Meinungen.

Andrea Rossi aus Italien ist der erste der mit seinem angeblich marktreifen "eCat" ein auf LENR basierter Reaktor. Ein 1Mw Modell soll bereits ausgeliefert worden sein und weitere wurden bestellt, zudem arbeitet er an einer Zertifizierung für sein 10KW Modeel für Privatgebrauch. Rossi gab diverse Präsentationen und Publikationen, aber keiner weis genau ob seine Messdaten stimmen und wie das innerer seines eCats im Detail nun aussieht.

Fakt ist; es gibt nicht nur Rossi. Ein Labor in den USA, im auftrag der Navy (in Missouri) Japan und Griechenland arbeiten an LENR sowie viele kleinere Labs auf der ganzen Welt.

Ein Opensource Projekt ist z.B. das hier, jeder Bauschritt und alle Messungen werden publiziert
http://www.quantumheat.org/index.php/replicate/progress-blog?limitstart=0

Einige der meiner ansicht interessanteren Videos verlinke ich hier






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26.11.2012 um 11:37
@mayday

Ach eCat wieder, solange Rossi das nicht patantiert bekommt (alle Patente wurden abgelehnt) bleib ich da sehr skeptisch. Und Dr. Zawodny hat schön zurückgerudert, seine Aussage ist aus dem Kntext gerissen worden.
Hört sich ja alles toll an, aber eine Erklärung wie Nickel mit dem Wasserstoff reagiert und was in den Zellen von statten geht will er nicht preisgeben.
Gibt noch zu viele Stellen wo Rossi nur mit Aussagen kommt, aber die Wissenschaft will Beweise.


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26.11.2012 um 22:25
@kleinundgrün
kleinundgrün schrieb am 23.11.2012:Im Prinzip kannst Du es leicht ausrechnen. Ein mittleres Einfamilienhaus verbraucht 25.000 kWh Wärme im Jahr. Bei einer JAZ der Pumpe von 4 bedeutet das, dass rund 6250 kWh Strom benötigt werden. Der qm Solarpanelfläche bringt zwischen 70 und 120 kWh Strom pro Jahr. Rechnen wir mal mit 100. Lade- und Enrladevorgang einer Batterie kostet jeweils ca. 10% Verlust. Der qm Solarfläche produziert also 81 kWh/a Strom. Das wäre dann eine Fläche von 77 qm nur für die Heizung. Das ist keine kleine Anlage mehr.
In einem anständigen neuen Einfamilienhaus sollte man heute mit ca. 10000kWh Wärme auskommen und eine Solewärmepumpe schafft bei guter Auslegung eine JAZ von rund 4,5.
Den PV-Strom mit Akkus vom Sommer in den Winter zu holen ist natürlich Unsinn, aber zum unterstützen einer Wärmepumpe ist eine PV-Anlage sehr gut geeignet. Würde ich ein heute Haus mit ca. 150m² Wohnfläche bauen wäre WP mit PV mein Favorit im Zusammenspiel mit einer guten Gebäudehülle.

mfg
kuno


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mayday
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26.11.2012 um 22:56
Um ehrlich zu sein, traue ich Rossi auch nicht über den Weg, das hat nicht nur mit LENR zutun, sondern eher seiner Person und vor allem mit unserösen Vetriebspartnern, mit denen er ein Netz aufbaut um (angeblich) seine eCats zu vermarkten. Ich bin diesbezüglich auch sehr skeptisch und würde derzeit keine Cent in Rossi investieren.

Was Rossi's Patentanträge angeht, das lässt kaum Rücjschlüsse zu, die Anträge wurden zurückgewiesen, primär weil sein Funktionsprinzip unzureichend erklärt wurde, er hat nun einige Monate Zeit, um die Papiere nachzureichen.

Abgesehen von Rossis Selbstdarstellungen (die bereits nicht mehr anschauen kann), gibt es einige Wissenschaflter die festhalten an LENR und nicht mehr davon reden ob es funktioniert, sondern warum es funktioniert (Transmutation und Wärmeentwicklung). Interessant finde ich serösere Quellen u.a. die Universität von Missouri aus dem Jahr 2009. Die im 12. Teil von Frank Gordon (Leiter einer US-Navy Forschungsgruppe) detailierte Untersuchungsergebnisse vorlegt, die nuklearen Reaktionen sind besonders eindrucksvoll...daneben gibt es zahlreiche andere Doktoren und Professoren die auf diesem Gebiet weltweit Forschen und Experimentieren.

Ob LENR (oder wie man es nennen will) eine Zukunft ist oder nicht, ist entscheidender, nicht Rossi mit dem eCat. Sollte an der Sache was dran sein, werden irgendwann die Grossen Firmen ihr eigens Ding Entwicklen und keine mit Haushaltsalufolie bepakten Reaktoren ausliefern wie Rossi.

Wer sich auf dem laufenden halten möchte, kann auch die Meldungen bei Heise verfolgen:
http://www.heise.de/tp/artikel/36/36635/1.html

Da noch ein unabhängiges "Cellani replication Open Source Projekt" hier ist insofern interessant, dass hier alles frei veröffentlicht wird.
http://www.quantumheat.org/index.php/replicate/progress-blog?limitstart=0

aber zurück zu Solarzellen, ist schon ziemlich OffTopic


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27.11.2012 um 10:32
kuno7 schrieb:In einem anständigen neuen Einfamilienhaus sollte man heute mit ca. 10000kWh Wärme auskommen
ich weiß gar nicht, wie ich auf 25000 kWh gekommen bin. Aber Du hast recht, bei KfW70 und 150 qm wären es in etwa 10.000 kWh.
kuno7 schrieb:eine Solewärmepumpe schafft bei guter Auslegung eine JAZ von rund 4,5
Ist da auch der Verbrauch der Pumpen und sonstiger Nebenaggregate und eine Zuheizung an sehr kalten Tagen mit eingerechnet?
kuno7 schrieb:aber zum unterstützen einer Wärmepumpe ist eine PV-Anlage sehr gut geeignet
Dem ist nichts hinzuzufügen.
kuno7 schrieb:Würde ich ein heute Haus mit ca. 150m² Wohnfläche bauen wäre WP mit PV mein Favorit im Zusammenspiel mit einer guten Gebäudehülle.
Ökologisch gesehen, sicherlich. Aber wahrscheinlich rechnet es sich nicht wirklich. Eine gute Sole-WP mit Tiefenbohrung dürfte so um die 25.000 EUR kosten. Dazu noch 15.000 EUR für 8 kW peak PV. Das sind dann mindestens 30.000 EUR Mehrkosten zu einer Gastherme. Das muss man erst mal einsparen.

Aber wenn es nicht so sehr auf eine Amortisation ankommt, ist es eine tolle Lösung.


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mayday
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27.11.2012 um 20:56
kuno7 schrieb:eine Solewärmepumpe schafft bei guter Auslegung eine JAZ von rund 4,5
kleinundgrün schrieb:Ist da auch der Verbrauch der Pumpen und sonstiger Nebenaggregate und eine Zuheizung an sehr kalten Tagen mit eingerechnet?
Im Netz noch nachgeschaut, es ist abhängig wie hoch das Delta t ist oder anders

"Je höher die Wärmequellentemperatur und je tiefer die Nutzungstemperatur (Heizungsseite) sind, umso besser ist der Wirkungsgrad der Wärmepumpenanlage"

Der max. Wirkungsgrad einer Sole WP kann einen COP von 4.5 haben, im Jahresmittel aber relativiert er sich auf ein tieferes Niveau.

Es gibt da grobe Erfahrungswerte und Tabellen und müsste individuell ausgerechnet werden, aber ganz Grob sind dann eher so um die 3.0 im Jahresmittel (die elektrische Energie für die Pumpe ist da natürlich mit eingerechnet.)


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mayday
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27.11.2012 um 21:07
"Umso geringer die Temperaturdifferenz, desto höher der Wirkungsgrad", was sich auf Anhieb schlecht anhört ist aber besonders für Neubauten bzw. für gut isolierte Gebäude ein Vorteil. Ein Gebäude mit Bodenheizung kann mit relativ tiefen Wassertemperaturen geheizt werden und damit wird auch der Wirkungsgrad der WP automatisch gesteigert.


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27.11.2012 um 21:17
@mayday

Richtig, solange du nur die Raumluft auf Temperatur bringen/halten willst und nicht auch noch die Gebäudestrucktur ist der Wirkungsgrad ausreichend.
Wenn man sich dann noch wieder abgewöhnt im Winter nur ein T-Shirt in der Wonung anzuhaben, braucht man weniger Wärme als man denkt.
Wärmepumpen gehen auch in die andere Richtung oder? Im Sinne einer Klimaanlage im Sommer.


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mayday
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27.11.2012 um 21:58
Ja ein WP hat immer zwei Seiten, du pumpst Wärme von der einen Seite auf die Andere, somit wird eine kälter und die andere wärmer. ein Kühlschrank ist auch eine WP, hinten entsteht Wärme die abgeführt werden muss und drinnen ist das Kaltregister.

Bei der Erdsonde WP befindet sich die Sonde im Grundwasser und entzieht dem Grundwasser Wärme, da es aver da soviel Grundwasser gibt und Grundwasser sich erneuert/fliesst, bleibt die Grundwassertemperatur nahezu konstant, was gut für den Wirkungsgrad der WP ist, denn würde die Temperatur immer sinken, könntest auch immer wie weniger Wärme aus dem Grundwasser in das Haus "pumpen"

Im Winter läuft die Heizung nicht, so könnte der Prozess umgedreht werden. In unseren Breitengraden denkt man meist nicht an Klimageräte. Es gibt Häuser die eine WP nutzen um im Winter als Heiznebenprodukt Wasser, das sich in einem Tank unter dem Boden z.B. hinter dem Haus befindet, zu kühlen bis es einfriert zu Eis.

Der Tank ist sogut isoliert, dass das Eis bis in den Sommer bestehen bleibt. Im Sommer dann wird die latente Energie des Eises genutzt (kurzm Eis wird aufgetaut) um das Haus zu kühlen.


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27.11.2012 um 23:34
@kleinundgrün
kleinundgrün schrieb:Ist da auch der Verbrauch der Pumpen und sonstiger Nebenaggregate und eine Zuheizung an sehr kalten Tagen mit eingerechnet?
Die Heizwasserumwälzpumpe und die Warmwasserzirkulationspumpe sind meiner Meinung nach nicht enthalten, die hat man aber schließlich bei jedem Heizsystem.
kleinundgrün schrieb:Ökologisch gesehen, sicherlich. Aber wahrscheinlich rechnet es sich nicht wirklich. Eine gute Sole-WP mit Tiefenbohrung dürfte so um die 25.000 EUR kosten. Dazu noch 15.000 EUR für 8 kW peak PV. Das sind dann mindestens 30.000 EUR Mehrkosten zu einer Gastherme. Das muss man erst mal einsparen.
Das muß nicht so sein, google mal nach "Grabenkollektor", da liegt man mit ein wenig Eigenleistung im selben Preisbereich wie eine Gasheizung, allerdings mit deutlich geringeren Betriebskosten.
Die PV-Anlage finanziert sich derzeit über die Einspeisevergütung ja von selbst und nach der Amortisation hat man dann günstigen selbsterzeugten Strom.

@mayday
mayday schrieb:Es gibt da grobe Erfahrungswerte und Tabellen und müsste individuell ausgerechnet werden, aber ganz Grob sind dann eher so um die 3.0 im Jahresmittel (die elektrische Energie für die Pumpe ist da natürlich mit eingerechnet.)
Kommt immer darauf an wie gut die Anlage ausgelegt ist, gute Planung ist bei einer Wärmepumpe sehr wichtig. Ich kenne allerdings Anlagen die mit JAZ von 4,5 und besser laufen. Wie du schon richtig bemerkt hast braucht es eben eine gute Quelle und niedrige Heizwassertemperaturen, dann klappt es auch mit einer guten JAZ.

mfg
kuno


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28.11.2012 um 09:53
kuno7 schrieb:Die Heizwasserumwälzpumpe und die Warmwasserzirkulationspumpe
Ich dachte eher an die Pumpe, die die Sole bewegt und das Heizregister, das ein Einfrieren verhindern soll.
kuno7 schrieb:da liegt man mit ein wenig Eigenleistung
Ich habe mal gegoogelt. Aber nach "ein wenig" sieht diese Eigenleistung nicht gerade aus, wenn man sich die Gräben ansieht. Zudem schein man ein größeres Grundstück zu benötigen, wenn man eher in die Fläche als in die Tiefe geht.
kuno7 schrieb:Die PV-Anlage finanziert sich derzeit über die Einspeisevergütung ja von selbst
Dann hast Du aber keinen strom für Deine WP, wenn Du einspeist.
kuno7 schrieb:und nach der Amortisation
Die bei 20+ Jahren liegt, oder?


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28.11.2012 um 13:53
@kleinundgrün
kleinundgrün schrieb:Ich dachte eher an die Pumpe, die die Sole bewegt...
Nein, der Strom für die Solepumpe ist in jedem Fall in der JAZ mit drin.
kleinundgrün schrieb:...und das Heizregister, das ein Einfrieren verhindern soll.
Sowas kenne ich nur vom Wärmetauscher einer KWL, bei einer Wärmepumpe wäre mir das neu.
kleinundgrün schrieb:Ich habe mal gegoogelt. Aber nach "ein wenig" sieht diese Eigenleistung nicht gerade aus, wenn man sich die Gräben ansieht.
Die Gräben würde ich von einer Firma mit einem Bagger machen lassen, was ich so gehört habe liegt man da so bei 1000€, bei nicht unüblichen 70-80m Grabenlänge. Die Eigenleistung beschränkt sich im wesentlichen auf das bestellen und verlegen der PE-Rohre, was wohl von 3 Leuten an einem Tag zu schaffen sein soll. So ein Grabenkollektor kostet dann so um die 2000€, wärend eine Bohrung mit ähnlicher Entzugsleistung schon mal 8000€ kosten kann.
kleinundgrün schrieb: Zudem schein man ein größeres Grundstück zu benötigen, wenn man eher in die Fläche als in die Tiefe geht.
Ein ca. 400m² großes Grundstück reicht schon, wenn man einmal aussen herum die Gräben langzieht, für rund 10000kWh Wärme pro Jahr (also ca. 70-80m), dass sollten die meisten Grundstücke hergeben.
kuno7 schrieb:
Die PV-Anlage finanziert sich derzeit über die Einspeisevergütung ja von selbst

Dann hast Du aber keinen strom für Deine WP, wenn Du einspeist.
Ich habe das mal grob überschlagen:
PV-Anlage mit 8kWp sollte etwa 15000€ kosten.
Finanzierung über 20 Jahre ca. 3000€, bei 2%.
Einspeisevergütung derzeit gut 1000€/a bei 30% Eigenverbrauch.
30% Eigenverbrauch macht ca. 2000-2200kWh/a, je nach Standort und Ausrichtung.
Wärmepumpenverbrauch bei 10000kWh Wärme ca. 2500kWh Strom bei JAZ 4.
Wegen der Speicherproblematik kann man natürlich nicht den gesammten Eigenverbrauch über die Wärmepumpe verbrauchen, aber gut die hälfte sollte nicht unrealistisch sein. Der Rest ist dann für Haushaltsstrom.
kleinundgrün schrieb:Die bei 20+ Jahren liegt, oder?
Nach der Überschlagsrechnung oben würde ich sagen: Jep, dürfte hinkommen, wobei eine Lebenserwartung von 25-30 Jahren meiner Meinung nach nicht völlig utopisch klingt.

mfg
kuno


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28.11.2012 um 15:18
kuno7 schrieb:Sowas kenne ich nur vom Wärmetauscher einer KWL, bei einer Wärmepumpe wäre mir das neu.
da bin ich mir auch nicht sicher. Ich meine nur mich zu erinnern, wenn es zu kalt ist, muss die Sole erwärmt werden.
kuno7 schrieb:also ca. 70-80m
Das genügt für 10.000 kWh?


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28.11.2012 um 15:25
Gut das hier kein Mod reinschaut, wegen Offtopic :)

Aber ganz ehrlich, diese Sachen sollte man ruhig in ihrem Zusammenhang/Zusammenspiel diskutieren.
Zum Solarstrom gehört auch seine sinnvolle Nutzung und Unterstützung.


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28.11.2012 um 18:32
@kleinundgrün
kleinundgrün schrieb:Das genügt für 10.000 kWh?
Kann man pauschal nicht genau sagen, da die Entzugsleistung stark von der bodenbeschaffenheit abhängt, 78-80m das wären eher ein Mittelwert.

@TheDarnas
TheDarnas schrieb:Aber ganz ehrlich, diese Sachen sollte man ruhig in ihrem Zusammenhang/Zusammenspiel diskutieren.
Zum Solarstrom gehört auch seine sinnvolle Nutzung und Unterstützung.
Sehe ich ganz genauso. Bei sinkender Einspeisevergütung und steigenden Strompreisen wird der Eigenverbrauch eine immer größer werdende Rolle spielen und Wärmepumpen eignen sich sehr gut zum selbstverbrauchen von Solarstrom. Falls ich mich für eine PV-Anlage entscheide werde ich mir auch eine kleine WP installieren, denke ich.

mfg
kuno


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05.12.2012 um 16:32
http://www.wallstreet-online.de/nachricht/4887846-3d-solarzellen-energieausbeute-verdoppeln
Neue 3d-Waferzellen, der Prototyp ist in Arbeit und soll bis zu 200% mehr Ausbeute ergeben.

Bleibt zu hoffen das die Firma nicht vorher pleite geht und die Innovation in der Versenkung verschwindet.


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