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Elon Musk träumt von Marskolonie

286 Beiträge, Schlüsselwörter: Elon Musk, Marskolonie

Elon Musk träumt von Marskolonie

03.10.2016 um 16:46
Fedaykin schrieb:Also wäre es logisch die Robotik voranzutreiben.
Wird doch gemacht. Bis Roboter aber so intuitiv auf verschiedenste Situationen reagieren können wie Menschen dauerts noch paar Jahrzehnte.


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Elon Musk träumt von Marskolonie

03.10.2016 um 17:34
Ach, tut es das?

Einige erzählen ja schon von der Baligen KI

Na ist ja auch Egal

Wie erwähnt sollte man den Menschenanteil möglichst gering halten.

Und ich stelle die Frage warum sollte man Menschen auf den Mars ansiedeln?


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Elon Musk träumt von Marskolonie

03.10.2016 um 18:01
mayday schrieb:Beachte aber, ich meinte 20cm lange Nanotubes, allesamt.
Die 10^16 waren jetzt nur für eine Fläche von 1x1 mm. Und das alle 20 cm, in Wirklichkeit kürzer da die auch noch verdrillt werden müssen. Also sagen wir alle 10 cm brauchst du 10^16 20 cm lange Nanotubes und das auf 36000 km.

3.6x10^7 x 10^16=3.6x10^23 Nanotubes. Das Seil hat jetzt aber nur eine Durchschnittsfläche von 1x1 mm. Für ein Weltraumlift brauchst du davon nochmal paar tausend die miteinander verdrillt werden. Alles in allem 10^26 Nanotubes.

Ich sage nicht, dass das unmöglich ist. Aber ich denke bis 2050 technisch nicht umsetzbar. Es ist eine Sache ein paar Nanotubes im Labor herzustellen, eine ganz andere solche Mengen wie oben herzustellen und auf atomarer Ebene optimal zu verdrillen.


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Elon Musk träumt von Marskolonie

03.10.2016 um 18:07
Fedaykin schrieb:Und ich stelle die Frage warum sollte man Menschen auf den Mars ansiedeln?
Es liegt in der Natur des Menschen neues zu entdecken und zu erleben.


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Elon Musk träumt von Marskolonie

03.10.2016 um 18:08
Jo, aber deswegen muss man es nicht Besiedeln

über eine Forschung die notfalls sogar Bemannt Stattfindet kann man ja Streiten.

Aber der Mars ist halt recht eintönig

Also als Gag, aber Sinnvoll?

wie gesagt die Schwerkraft ist schon eines der Probleme.


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Elon Musk träumt von Marskolonie

03.10.2016 um 18:16
Fedaykin schrieb:Jo, aber deswegen muss man es nicht Besiedeln
Ich halte auch nichts von einer Besiedlung. Erstmal ein Fuss draufsetzen wär schon mal ein Anfang.


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Elon Musk träumt von Marskolonie

03.10.2016 um 22:51
@Micha007
Micha007 schrieb: Der Unterschied zwischen Visionären und Wissenschaftler ist der, das Letztere auf der Physik/Chemie/Biologie, sowie den Erkenntnissen aufbauen. Erstere aber diese außer Acht lassen, sich etwas ausdenken, aber keinen Gedanken daran verlieren, wie ihre Visionen in die Tat umzusetzen wären (denn dazu müßten ja wieder die real vorherrschenden physikalischen Gesetze involviert werden).
Und somit sind Visionäre in den Naturwissenschaften relativ ungeeignet.
MIcha007 schrieb: wie ihre Visionen in die Tat umzusetzen wären
Ich nehme diesen Satz mal raus.
Doch Sie wüssten wie man Visionen in Taten umsetzen könnte zumal die Theoretischen, da Sie ja erst beim ersten mal nicht mehr theoretisch wären, nur fehlt das liebe gute Geld für solche Projekte. Die Zeit haben wir ja, zumal gibt's zurzeit keine bevorstehende Katastrophe wo uns die Zeit davon eilt.

Und Naturwissenschaftler sind auch keine Projektleiter, aber es braucht eben alle um solche Projekte überhaupt zum Leben zu erwecken. Erinnert mich manchmal an die Pyramiden, eigentlich unmöglich und trotzdem stehen die dort (z.B. Ressourcen, Ihre eigene Entwicklung und Geld/Gold/Wertmaterial).


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Elon Musk träumt von Marskolonie

03.10.2016 um 22:53
@Fedaykin
Fedaykin schrieb: jo, aber deswegen muss man es nicht Besiedeln
Jo und warum müssen, man darf es aber dennoch besiedeln.
Fedaykin schrieb: wie gesagt die Schwerkraft ist schon eines der Probleme.
Dein Problem, aber es gibt genug Wissenschaftler die sich gerne an diesen Problemen herangehen und nicht schon vorher wie du die Hände vor die Augen schlagen und sagen, ne geht nicht.

Geht nicht, gibt's nicht (keine Regel ohne Ausnahmen). :)


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Elon Musk träumt von Marskolonie

03.10.2016 um 23:01
@aero
aero schrieb: Das sehe ich auch daran wie unausgegoren verschiedene themenzweige beim projekt marsbesiedelung sind.
Lernt ihr es denn nie?
Auch Windows 3.11 hat sich weiterentwickelt, es gibt nichts was perfekt in die Welt gesetzt wird und keine Fehler hat. Mit der Zeit wird es besser und der Situation, Funktion, etc. gerechter und einsetzbar. Und manches verwirft man dann wieder, aber auch aus dem kannst du andere Sachen ableiten die für die Zukunft massgebend sind oder waren.

Du kannst nicht etwas zu 100% Perfekt entwickeln (keine Regel ohne Ausnahmen, Anschaungsbild der Blickwinkeln), das braucht seine Zeit und es wird verschiedene Phasen geben, bei einigen werden Tiefschläge kommen und diese müssen einfach so schnell wie möglich korrigiert und dann weiter gemacht werden damit man das Ziel nicht verliert.
- Fluss Rubicon -


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aero
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Elon Musk träumt von Marskolonie

03.10.2016 um 23:05
In einem satz;

In dem "tesla-mobil" projekt geb ich dir auf die aussage deines beitrags absolut recht.

- Veni Vidi Vici -


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Elon Musk träumt von Marskolonie

04.10.2016 um 09:54
continuum schrieb:Jo und warum müssen, man darf es aber dennoch besiedeln.
Das ist eine Juristische Frage oder Mars Freiwild ist und ob da einfach einer Aufschlagen darf.
continuum schrieb:Dein Problem, aber es gibt genug Wissenschaftler die sich gerne an diesen Problemen herangehen und nicht schon vorher wie du die Hände vor die Augen schlagen und sagen, ne geht nich
Ich kenne keinen Wissenschaftler der Behauptet man könne die geringere Schwerkraft auf dem Mars Kompensieren. Gut ob man mit viel Sport etwas dagegen wirken kann.

Ist ja auch egal, ich sage nur Musk ist so visionär wie ein scifi Magazin.

Wenn er etwas realistischer Wäre könnte man das Ganze ja als mehr als nur PR sehen.


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aero
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Elon Musk träumt von Marskolonie

05.10.2016 um 09:03
Hier ist nochmal in einem video zu sehen wie man dieses unternehmen geplant hat.




Was ein weiterer aspekt für mich ist,

wir kennen das wenn bei einer längeren reise in einem flugzeug oder mit der bahn, kinder anfangen sich nicht mehr wohlfühlen, wenn sie anfangen zu quängeln.
(Ohne dies kindern negativ ankreiden zu wollen. Jeder mensch war ja mal ein kind.)

Aber wie stellt sich Musk diesen teil seiner planungen vor ?

Sollen dort nur erwachsene mitfliegen dürfen die sich dann dort vermehren ? (Geplant pro flug ca. 100 teilnehmer.)

Soll das nur ein altersruhesitz sein ?


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aero
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Elon Musk träumt von Marskolonie

05.10.2016 um 10:19
In einer gedankenrechnung kalkuliert dieser autor mit dem unterfangen eines fluges zum mars.

http://www.bernd-leitenberger.de/flug-zum-mars1.shtml


Dabei ergeben sich schon situationen und zusammenhänge,

wie gesagt auch im physischen und im psychischen sinn,

die wir als laien mit unseren "mond-flug-kenntnissen" gar nicht richtig durchdacht bekommen.

Alleine schon der medizinische aspekt und die kenntnisse aus langzeitflügen russischer und amerikanischer astronauten, die in diesem thread bestimmt bereits angesprochen wurden.



Ich kritisierte schon öfters bei verschiedenen Musk-projekten das der mensch, mmn, nur wie eine art "gedankliches playmobil-männchen" in verschiedenen anzahlmengen da und dort einkalkuliert etc. wird.

Trotzdem möchte ich den faktor mensch doch noch einmal mit diesem gedankenszenario hervorheben.
Risiko 2:

Die Dauer

Medizinische Probleme


Der derzeitige Langzeitrekord bei bemannten Flügen liegt bei 408 Tagen. Geht man davon aus, das alle Astronauten auf dem Mars landen, so ist diese Dauer aus medizinischer Sicht ausreichend, um einen Flug durchführen zu können. Selbst die längsten Bahnen haben Reisezeiten von unter 300 Tagen.

Danach befindet sich die Besatzung zumindest unter reduzierter Schwerelosigkeit auf dem Mars. Ohne Schwerkraft verliert man Muskelmasse und Knochensubstanz. Etwa 1 % Knochenmasse pro Monat selbst bei Training. Der Verlust an Muskelmasse ist stark schwankend und besser durch Krafttraining beeinflussbar.

Die größten Probleme bei einem langen Flug sind die Schwächung der Knochen und aller Muskeln, trotz intensiven Trainings. Auf dem Mars herrscht aber 1/3 der irdischen Schwerkraft. Das bedeutet, das sich die Besatzung auf dem Mars regenerieren kann, und wieder die Muskelmasse aufbauen kann. Da die Astronauten bei Außeneinsätzen sich in schweren Raumzügen bewegen ist der Effekt sogar relativ hoch.

Dazu ist aber genügend Zeit nötig. Auf der Erde müssen Astronauten nach einigen Monaten Fluges aus der Kapsel getragen werden und benötigen 2-3 Monate für die Regeneration ihrer Leistung um wieder arbeiten zu können. Schon aus diesem Grunde ist ein langer Aufenthalt auf dem Mars nötig und scheidet ein kurzer Flug über die Venus aus.

Es gibt einige Szenerien die davon ausgehen, das eine Expedition wie bei Apollo getrennt wird in eine Landebesatzung und eine Orbitbesatzung. Ein solches ist z.B. in der SuW Spezial 3 "Mars" beschrieben. Dieses hat den Nachteil, das die Orbitbesatzung 3 Jahre lang keine Schwerkraft fühlt. Die Erfahrung mit Flügen von einem Jahr zeigen, das schon hier ein sehr starker Abbau der Muskelmasse vorliegt.

Nach heutiger Sicht ist ein solch langer Aufenthalt medizinisch nicht verantwortbar. Eine Orbitbesatzung könnte zudem fast nichts durchführen, was preiswerter ein unbemannter Satellit erledigen könnte. Es gäbe sogar sehr starke Spannungen.

Denn ein Teil der Besatzung fliegt zum Mars - 10 Monate lang - bleibt in einer Umlaufbahn und die Kollegen landen. 500 Tage darf dieser Teil der Besatzung dann zuschauen wie die Kollegen den Mars erforschen, während sie selber nur passive Beobachtungen durchführen können.

Berechnungen ergaben, dass jemand der 3 Jahre lang der Schwerelosigkeit ausgesetzt ist als 40-45 Jähriger dann den Knochenbau eines 90 jährigen aufweist. Mit diesem Knochenbau einen Wiedereintritt bei der Landung auf der Erde mit mehreren G Belastung zu überstehen, dürfte sehr problematisch sein.

Der Fall, dass die Besatzung sehr lange in der Schwerelosigkeit ist muss aber berücksichtigt werden. Es kann sein, dass man die Mission abbrechen muss. Neben der bemannten Mission muss man ja Treibstoff zur Rückkehr zum Mars schicken, auf dem Mars eine Behausung landen und dazu noch Ausrüstung und dort eine Stromversorgung installieren.

Das sind in den meisten Szenarien zusätzliche Flüge. Meistens 4 Flüge insgesamt, davon ist nur einer bemannt. Es gibt nun zwei Möglichkeiten: Die 3 unbemannten Flüge schon ein Startfenster vorher zu starten - sie kommen dann 16-20 Monate vor dem Start der bemannten Mission an und man kann deren Start abbrechen wenn eine dieser Vorbereitungsmissionen scheitert.

Allerdings sind dann alle Teile auch so lange den Marsbedingungen ausgesetzt und die Gefahr von Fehlfunktionen ist dann größer. Die zweite Möglichkeit ist diese wenige Wochen vorher zu starten und auf anderen Bahnen schneller zum Mars zu senden. 2 Monate vor der Ankunft der Besatzung landen dann die unbemannten Teile.

Bei einem Problem würde die Besatzung nicht auf dem Mars landen sondern nur einen Marsorbit (sofern der Treibstoff dafür ausreichend ist - das ist eine Frage wie genau die Mission aussieht) oder sie bleibt in einer sonnenumlaufbahn.

Damit man aus der Sonnenumlaufbahn wieder zur Erde zurückkehren kann muss diese eine Umlaufdauer haben die mit der Umlaufszeit der Erde ein einfaches Verhältnis bildet. Eine solche Bahn ist zum Beispiel eine in 243 Millionen km Entfernung, diese hat 1.5 Jahre Umlaufszeit, führt damit nach 3 Jahren zur Erde zurück (die dann dreimal die Sonne umrundet hat und die Mission zweimal).

Eine solche Bahn hat einen Geschwindigkeitsbedarf von 3400 m/s zusätzlich zur Kreisbahngeschwindigkeit von der Erde aus - das ist nicht viel mehr als bei einer Hohmannbahn. Allerdings hat das Raumschiff beim Mars dann eine Relativgeschwindigkeit von 4.6 km/s, während es bei einer Hohmannbahn nur etwa 2.7 km7s. sind.

Für Missionen die erst in einen Orbit einschwenken und dann landen braucht man also deutlich mehr Treibstoff. Noch kürzere Flugzeiten zum Mars und zurück zur erde würde eine Umlaufbahn mit 2 Jahren Umlaufszeit mit einem Aphel in 325 Millionen km Entfernung ergeben.

Der Mars wäre nach 3-4 Monaten erreicht, die Besatzung würde bei einem Missionsabbruch nach 2 Jahren wieder auf der Erde landen. Allerdings muss man dann schon 5 km/s zusätzlich zur Kreisbahngeschwindigkeit beim Start aufbringen und beim Mars angekommen hat die Fähre eine Relativgeschwindigkeit von 9 km/s. Man benötigt dann stärkere Hitzeschutzschilde zur Landung. ein einschwenken in einen Orbit ist bei dieser Differenz nicht mehr möglich.

Die Besatzung kann natürlich durch den Treibstoff den sie hat die Bahn ändern. in jedem Falle aber wird sie mindestens einen Umlauf, d.h. mindestens 1.5 Jahre ununterbrochen in der Schwerelosigkeit sein, wenn sie die Mission abbricht. Es könnten aber auch 3 Jahre sein. Auf diese Extremwerte muss man sich einstellen und gewährleisten, dass die Astronauten so lange fit sind.

Es gibt jedoch schon bei der Hinreise ein Problem: Die Besatzung die auf dem Mars landet ist geschwächt, hat bis zu 15 % ihrer Knochenmasse verloren und muss nun zuerst ein Habitat erreichen, Vorräte umladen und Ausrüstung fertig machen, dies alles in schweren Raumanzügen. Wie soll die Besatzung auf dem Mars diese Herausforderung meistern ? Dazu eine Zahl: Gary Lineker war 5 Monate an Bord der MIR.

In diesen 5 Monaten verlor er 65 % seiner Kraft. Vor dem Aufenthalt konnte er 45 kg stemmen, danach noch 15 kg. 5 Monate sind in etwa die Zeit, die eine Besatzung von der Erde zum Mars braucht. Man geht davon aus, dass eine 1000 tägige Marsmission trotz Training etwa 50 % der Muskelmasse verlieren wird.

Eventuell wird man daher für die Reise zum Mars zu einer Rotation des Wohnmoduls übergehen. Da die Besatzung nicht forscht braucht man keine Schwerelosigkeit. Umgekehrt wäre eine Rotation die 40 % der Erdanziehung erreicht, sehr gut als Vorbereitung für die Besatzung, denn diese herrscht auch auf dem Mars.

Dies kam man z.B. bei einer Station mit 30 m Durchmesser erreichen, wenn diese alle 12 Sekunden um ihre Achse rotiert. Zumindest in den äußeren Bezirken herrschen dann 0.4 G. Hier sollten sich Wohnmodule befinden, in denen die Besatzung die längste Zeit verweilt. Dazu muss die Station nicht so lang sein.

Es reicht wenn man zwischen Treibstofftank und Wohnteil ein Seil spannt - allerdings gibt es dann Probleme wenn man die räumliche Lage ändern möchte. Besser wäre eine entfaltbare Gitterstruktur, die dann aber sehr große Kräfte aufnehmen muss.

Das Problem von rotierenden Stationen ist, dass diese Kräfte auch auf alle Materialen wirken und sie nicht gleichförmig sind, sondern in steigendem Abstand zur Rotationsachse abnehmen. Eine rotierende Station ist daher sicher die letzte Möglichkeit die man einschlagen wird.

Zumal diese dann auch wesentlich schwerer als eine nicht rotierende sein wird und diese Zusatzmasse muss transportiert werden. Künstliche Schwerkraft ist aber wichtig: Sie verhindert, anders als Krafttraining, nicht nur den Muskelabbau sondern bremst auch die Entkalkung der Knochen.

Die Alternative ist es nicht die Station rotieren zu lassen, aber zum Training künstliche Schwerkraft einzuführen. Das könnte über eine Zentrifuge geschehen, bei der man sogar mehr als 1 g erzeugen kann. Die ESA favorisiert diese Idee und zumindest ist dies wohl effizienter als das stundenlange Training, das heute die Astronauten absolvieren, und das nur den Abbau verlangsamen kann und für eine Marsmission nicht ausreichen würde,

einfach weil diese viel länger dauert als die 180 Tage die heute für einen ISS Aufenthalt geplant sind. 1.5 Stunden an Bord einer Zentrifuge von 8 m Größe sollen genauso effizient sein, wie die 4 Stunden Krafttraining die heute pro Tag absolviert werden.

Riskant könnte in jedem Fall eine Erkrankung während des Aufenthalts oder ein Unfall sein. Selbst mit einem Arzt an Bord dürfte es kaum möglich sein, eine komplette Krankenhauseinrichtung mitzuführen. Eine Basisausstattung ist aber mitführbar und damit kann man die häufigsten chirurgischen Eingriffe durchführen.

Assistenz kann auch von der Erde kommen durch Videos, eventuell dreidimensionale Virtualisierung. Eine Online-Hilfe scheidet wegen der Funklaufzeiten aus, daher wird wohl ein Besatzungsmitglied eine medizinische Ausbildung besitzen.

Operationen scheiden während der schwerelosen Phase bei Hin- und Rückflug aus - so dachte man noch vor einigen Jahren. Inzwischen hat man dies erprobt und es scheint möglich zu sein, wenn man über das entsprechende Training verfügt.
Bei einem Parabelflug der ESA wurde während 22 Parabeln (a 30 Sekunden Dauer) z.B. eine simulierte Tumorentfernung an einem Arm durchgeführt.

Psychologische Probleme

Eines unterschiedet einen Marsflug grundlegend von einer Erdorbit oder Mondmission: Die Abschottung von der Außenwelt über lange Zeit. Mondflüge dauerten maximal 11 Tage, Erdorbitallüge dauerten zwar länger, doch konnten die Astronauten jederzeit zurückkehren, sie bekamen regelmäßig Besuch von Gästen und hatten Funkkontakt mit der Erde und ihren Angehörigen.

Trotzdem kam es bei russischen Langzeitflügen zu Schwermut und Arbeitsverweigerung. Dies, obwohl bei russischen Besatzungen sehr viel mehr Wert darauf gelegt wird als bei der USA, dass die Menschen miteinander auskommen. Weiterhin nahm die Konzentrationsfähigkeit rapide ab und Fehler häuften sich rapide an.

Dies ist bei einem Marsflug noch kritischer als bei Erdorbitmissionen, weil hier kein Flugabbruch möglich ist. (Man denke hier an das Rammen von Mir durch den M-34 Progresstransporter).

Das Fernsehbeispiel "Big Brother" ist in dieser Hinsicht vielleicht ganz lehrreich: Die Kandidaten haben dort offensichtliche Probleme wenn sie 100 Tage aufeinander hocken. In einer Raumstation ist der Platz noch beengter, der Kontakt noch abgeschotteter und niemand kann den Container verlassen...

Man kann die Situation von Astronauten zum Mars nicht mit früheren Entdeckungsreisen vergleichen, wie dies so gerne getan wird. Damals waren die Besatzungen größer. Es gab bei den Entdeckungen kontakte mit anderen Menschen, fremden Kulturen und man verließ das Schiff um auf Inseln neue Welten mit einer neuen Botanik kennenzulernen.

Die Marsbesatzung wird immer in Raumanzügen durch eine lebensfeindliche Wüste stapfen, niemals eine Menschenseele kennenlernen, geschweige denn ´Südseeinseln mit kristallklarem wasser und braunhäutigen Schönheiten. Daraus ist ersichtlich, dass die Besatzung einer sehr großen psychologischen Belastung ausgesetzt wird.

Der psychologische Aspekt ist einer der größten Unbekannten bei einem Marsflug. Man kann es nur schwer simulieren, weil der Flug von 3 Jahren einfach zu lange ist. Für die Besatzung sehr wichtig ist, das während der ganzen Zeit kein Sprechkontakt mit der Erde da ist.

Man kann sich zwar unterhalten, doch gibt es Funklaufzeiten von 3 bis 21 Minuten. Eine echte, spontane Kommunikation ist hier nicht möglich, nur "Statements". Die Kommunikation wird dann wohl ähnlich sein wie bei einem E-Mail Kontakt oder dem Zusenden von Videos.

Andererseits hat die Landung auf dem Mars auch positives. Anders als in einer Raumstation kann die Besatzung dort in einer Landschaft herumwandern, diese erforschen und arbeiten. Sie entkommt zumindest der Enge der Behausung und es gibt auch die Möglichkeit sich zu trennen, indem ein Teil der Besatzung einen Ausflug macht und ein anderer im Wohnmodul bleibt.
Hierbei geht es sich nur um ein paar einzelne astronauten und dem vorhaben sie zum mars zu schicken, und dann wieder zurück zu holen.

Die ernährung (die ich auch schon einmal in einem anderen beitrag ansprach), versorgung, hygiene und so fort, kommen hierbei noch gar nicht zur sprache.

So langsam ärger ich mich über Musk, weil er mir, expliziet mit seiner marsidee und seinem blinden optimismus dabei vorkommt, wie ein kleiner junge der glaubt eine aufregende idee zu haben, nur ein väterliches lächeln erntet weil es sofort als eine kindliche utopie zu durchschauen ist und aber immer weiter versucht dich davon zu überzeugen.

All diese widrigkeiten auszublenden, uns eine geplante mt. everest besteigung in der gleichen erklärweise darzustellen, "...dann fliege ich nach asien, kletter auf den everest, mache dort ein foto und fliege wieder zuück.." empfinde ich, desto mehr ich davon erfahre, desto weltfremder.
Sry.

Und erspart mir bitte speziell bei diesem thema diesen "entdeckeroptimismus" ala´ "..man muß auch ins kalte wasser springen..." und "..wer nichts wagt der..."usw.


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Elon Musk träumt von Marskolonie

05.10.2016 um 12:05
aero schrieb:So langsam ärger ich mich über Musk, weil er mir, expliziet mit seiner marsidee und seinem blinden optimismus dabei vorkommt, wie ein kleiner junge der glaubt eine aufregende idee zu haben, nur ein väterliches lächeln erntet weil es sofort als eine kindliche utopie zu durchschauen ist und aber immer weiter versucht dich davon zu überzeugen.
Trifft es , aber Ärgern? Augen Rollen reicht.


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Elon Musk träumt von Marskolonie

08.10.2016 um 13:45
@Fedaykin
@aero

Ärgern, nur weil er geniale IDEEN hat die unbedingt verwirklicht werden müssen????
Nein, einer muss ja anfangen. Auch wenn ihr es euch nicht vorstellen könnt, er kann es.

Trotzdem braucht es Geld, das alles jetzt schon durchdacht ist und ein Detailkonzept vorliegt hat auch noch niemand bestreitet. Wacht auf, es braucht noch viel bis dorthin, aber wisst ihr was wichtig ist? DER WEG DORTHIN, also lernt laufen und ihr werdet feststellen, irgendwann könnt ihr sogar Rennen und wenn das zu wenig wird, erfinden die genialen Wissen Schaffenden z.B. eine Bahn, Autos und wenns hochinaus muss sogar Flugzeuge. Obwohl nur Vögel fliegen können, schafften es diese Wissen Schaffenden Menschen auch das. Und nochwas, es war ein stetige Verbesserung der IDEEN und des Wagnis!

Wer nicht wagt der nicht gewinnt.
Wer wagt kann Verlieren, wer nicht wagt der hat VERLOREN !!!!!!!!!!!!!


Forza Elon Musk!!


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08.10.2016 um 14:42
In so vielen anderen dingen und projekten, und nicht nur welche die mit Musk zu tun haben, gebe ich dir recht.

Aber speziell bei diesem marsprojekt unterscheide ich, trotz als ebengleicher optimist, ob etwas noch als eine in die realität umsetzbare vision anzusehen ist, oder ob einem der gesunde menschenverstand sagt, halt, was sagen wirkliche experten dazu.

Und nicht nur unbedingt experten von der nasa, die selber ganz tief in die begründungskiste greifen wenn es darum geht mal wieder ein milliardenteures, aber im nutzen fragwürdiges projekt durchzuboxen.
(Einen evtl. nasa-marsflug mitgemeint.)

Sondern auch fachleute die auf verschiedenste probleme bei diesem projekt hinweisen, die Musk dann auf einer seiner Steve Jobbs-ähnlichen präsentationen mit seinem doch zt. etwas durchschaubaren optimismus versucht auszubügeln.

Meiner persönlichen meinung nach scheitert es alleine schon an der versorgung, also an einer gesicherten und gesunden ernährung, und wie diese dauerhaft und nachhaltig verfügbar bleibt.



Und das ist auch noch meine persönliche meinung;

Es wird sich bei diesen Musk-projekten auch noch heraustellen das der mensch, wie ich dies hier schon öfters kritisierte, in der theorie immer nur ein rechenfaktor war, der in diesen "gedankenvisionen" auf oder abgerechnet wurde.

Erst wenn diese projekte ausgereift sind, auch das marsprojekt sollte es tatsächlich umgesetzt werden, wird sich zeigen das das ganze was du hier mit solch einem wirklich positiv menschlichem lebensgefühl propagierst und aufpusht, und ich in vielen anderen dingen in meinem leben genauso empfinde wie du es ausdrückst,
beinahe dann wie eine ohrfeige wirkt, wie ein vortäuschen falscher tatsachen, wenn die menschen spüren und empfinden das dieser allgemein angesprochene aufbruchsgeist eigentlich nur ein paar sog. "visionären" und ihrem finanzkonto galt, für die die menschen aber emtionslose roboter waren und sind, die sich wie emotionslose trottel iwo in einem auto sitzend sich von hü nach hott fahren lassen oder in einem mars-wohn-container liegen und ins graue oder künstlich bunte starren.
continuum schrieb:Ärgern, nur weil er geniale IDEEN hat die unbedingt verwirklicht werden müssen????
Nein, einer muss ja anfangen. Auch wenn ihr es euch nicht vorstellen könnt, er kann es.

Trotzdem braucht es Geld, das alles jetzt schon durchdacht ist und ein Detailkonzept vorliegt hat auch noch niemand bestreitet. Wacht auf, es braucht noch viel bis dorthin, aber wisst ihr was wichtig ist? DER WEG DORTHIN, also lernt laufen und ihr werdet feststellen, irgendwann könnt ihr sogar Rennen und wenn das zu wenig wird, erfinden die genialen Wissen Schaffenden z.B. eine Bahn, Autos und wenns hochinaus muss sogar Flugzeuge. Obwohl nur Vögel fliegen können, schafften es diese Wissen Schaffenden Menschen auch das. Und nochwas, es war ein stetige Verbesserung der IDEEN und des Wagnis!

Wer nicht wagt der nicht gewinnt.
Wer wagt kann Verlieren, wer nicht wagt der hat VERLOREN !!!!!!!!!!!!!


Forza Elon Musk!!
Du wirst in den späteren auwirkungen nachdem diese projekte einmal ausgereift sind sehen, das sich das in den jetzigen gedankenspielen von Musk schon gerieben haben muß...ihm aber der mensch dabei egal war und ist.

Sieh dir seine lebensvita an.

Von klein auf hat er es nicht anders gelernt. Wenns auf dem weg iwie probleme gibt läßt man sich scheiden.

Auch von kritischen geschäftspartnern.

Irgendwann hat man nur noch ja-sager um sich rum, und das kann dann fatal enden.


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08.10.2016 um 14:49
OT.

@continuum

Entschuldige, hatte vergessen dich zu @.


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Elon Musk träumt von Marskolonie

09.10.2016 um 01:40
@aero
klaro ich weiss was du sagen willst. Aber immer nur Nein sager, das hindert ungemein den Fortschritt.
Zudem sollten gewisse Leute aus ihren Märchen aufwachen und einfach eingestehen, das es schon immer in der Geschichte Menschen gebraucht hat, die sich für andere geopfert haben. Und mit Kollateralschaden, wird auch hier auf der Erde gearbeitet auch wenn ihr alle eure Augen verschliesst und immer wieder wegschaut, es macht es nicht erträglicher.

Wie gesagt, es gibt NIE das ausgereifte Projekt das man Starten kann ohne Rückschläge hinnehmen zu müssen. Jemand setzt die Werte auf einen bestimmten Punkt und das kann durch Glück stimmen, das zweite mal kann es aber schon ein Fehler sein.

Und die Versorgung wurde ja schon von der NASA teils als Konzept in der Idee und in der Theorie abgedeckt. Wenn das Liebe GELD da wäre würde man genau solche Faktoren auch Rechnen und Kalkulieren können, es ist leider nichts mehr Gratis.

ES werden Vorab sogesagt Container jahrelang auf den Mars geschossen, nähe Pol usw.
Gab ja schon Gedanken, als Versuchsprojekte Gefangene als ihre letzte Chance dorthin zu befördern, damit Sie der Welt wieder etwas zurück geben könnten. Naja, habe den Artikel gerade nicht gefunden.
Nur so, es gibt noch weitere Möglichkeiten, die wir bis jetzt noch gar nicht diskutiert haben, ob es sich auszahlt, das wird man in 100 Jahren Wissen oder eben nicht.

Je nachdem wie wir als intelligentes Tier vorangehen und unsere Überlebenschance erhöhen wollen oder es dem Zufall überlassen ob unsere Spezies sich im Weltraum ausbreitet.

Wir können unsere Zukunft weitgehend selber gestalten, das war schon immer so(keine Regel ohne Ausnahmen).


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Elon Musk träumt von Marskolonie

09.10.2016 um 02:40
@continuum
continuum schrieb:Gab ja schon Gedanken, als Versuchsprojekte Gefangene als ihre letzte Chance dorthin zu befördern, damit Sie der Welt wieder etwas zurück geben könnten.
Man muß sich immer wieder vor augen halten das solche dinge, die man mit den gedanklich gewohnten vor allem physkalischen, physischen und auch psychischen gegebenheiten auf der erde ausspricht, bei einer marsreise ganz anders durchdacht werden müßten.

Selbst diese im ersten moment gar nicht mal so uninteressante idee kann man dann nicht so aussprechen, als wenn man plant hier auf der erde ein paar gefängnisinsassen auf einem schiff zu einer abgelegenen insel bei australien zu transportieren.



Ich persönlich vertrete weiterhin die meinung das mit den kosten, die díeses von Musk geplante marsprojekt kosten würde, eher projekte zur rettung unserer erde gestartet werden sollten.

Wenn ein einmal als manager tätiger mensch mit seinen geldern ganze urwaldgebiete in südamerika zum schutz und erhalt aufkaufen kann, könnten in diesen dimensionen und planungen für nachhaltige (mars)-innovationen mmn noch ganz andere dinge auf der erde realisiert werden.

Vllt. sogar, ja, auch zt. in werbung zusammen mit den vereinten nationen investiert, wo die einzelnen nationen gebeten würden, laß uns auch hier wie bei einem marsflug grenzen zum wohl der menschheit ausloten, mit ihrem bevölkerungsaufkommen ausgewogener umzugehen.

Das bei den vereinten nationen zum einen ersteinmal eine ganz andere philosophie im ethischen denken über geburtenplanung gemeinsam durchdacht wird.

Das jeder erdenbürger dann versteht das damit kein "rassistisches denken" in einem faschistischen sinn oder einer anderen negativen ideologie gemeint ist, sondern ein gemeinsames ökologisches denken zur nachhaltigen schonung der dazu an voraussetzungen als der mars doch besser geeigneten erde.

Wenn man solch ein denken und planen in die ökologische re-naturalisierung eines unwirtschaftlichen planeten investiert, hätte man mmn auch die nötige innovative kreativität in die re-naturalisierung von wüstenrandgebieten auf der erde, oder dem aufarbeiten von meerwasser zu trinkwasser...als zwei mögliche beispiele.


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aero
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Elon Musk träumt von Marskolonie

09.10.2016 um 02:57
Edit. 2:40 uhr

@all

Und jedes argument, das gegen eine schutzkampagne zum schutz und erhalt der erde anstatt dem mars vorgebracht wird, muß immer mit einer gegenfrage rechnen die lautet...

"...wenn du glaubst das du es auf der erde nicht schaffst, wie willst du das auf dem mars realisieren ?..."


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