Weihnachts-Doppelmord an Geschwisterpaar in Gütersloh
02.02.2016 um 19:54Und ein letztes Mal: Viel Spaß beim Lesen:
http://www.guntmarwolff.com/guetersloh-doppelmord-prozess-urteil/
Wie sollte er sich durch ein falsches Geständnis eine geringere Strafe verschaffen können? Ein Geständnis setzt ja voraus, dass er etwas getan hat. Weniger als Totschlag ist hier aber nicht denkbar - fahrlässige Tötung im Straßenverkehr kommt hier wohl kaum im Frage. Wenn er mit seinem falschen Geständnis wiederum andere belasten würde, käme sehr schnell heraus dass es falsch ist.Lars01 schrieb:Hängt sicher davon ab, wie es einem so gefällt im Gefängnis und ob jemand draußen auf einen wartet. Hätte ich die Chance durch ein Geständnis mehrere Jahre früher entlassen zu werden, würde ich auch ein falsches Geständnis ablegen. Der Familie/Freunde kann man solchen einen Schritt erklären.
Natürlich braucht man ihn! Er muss weiterhin dicht halten. Die Abhängigkeit ist wechselseitig: Jens wird nicht plaudern und die beiden Campingfreunde werden ihn nicht fallen lassen.kannmanmachen schrieb:Wobei die Campingfreunde ihn jetzt auch nicht mehr brauchen,alle Jobs sind erledigt, jetzt ruiniert man sich ja eher den Ruf, wenn man noch zu ihm hält. Gestern war der letzte Tag wo man noch versucht hat, zu ihm zu halten und beizustehen, aber half ja alles nix.
Den Satz habe ich nicht verstanden...kannmanmachen schrieb:Finde nur immer wieder faszinierend, dass die Beschreibung der Tötung bei der Nebenklägerin mehr Emotionen auslöst als die Beschreibung der Tötung der Mutter.
Das hat mich damals bei dem Mord in Koblenz schon gewundert, da wurde das ganz ähnlich formuliert. In dem Fall wurde die Schwiegertochter verurteilt, die nachweislich mehrfach in dem Haus gewesen ist und die angegeben hatte, nach Entdeckung der Tat regelrecht mit den Leichen gekuschelt zu haben. Damit wollte sie vermutlich präventiv mögliche Spuren von sich wegerklären. Die eigentliche Pointe ist, dass dann aber garkeine Spuren von ihr gefunden wurden - garkeine.obskur schrieb:Scheinbar wurden keine Spuren am Tatort gefunden, die auf eine weitere Person hindeutet, entweder gab es keine, weil keine Person weiter da war oder eine weitere Person hat sich perfekt angestellt und keine Spuren hinterlassen.
ja und ja, da gibt es doch mittlerweile eine Bezeichnung dafür, nämlich den CSI-Effekt.KonradTönz1 schrieb:Sind manche Leute einfach schlechte Spurengeber? Oder verbreiten Serien populäre wie CSI einen völlig falschen Spurenoptimismus?
@AnRoAnRo schrieb:Genau das ist der Punkt und das ist meine Vermutung! Im Knast hat er sich zwar gegenüber P. damit gebrüstet, er wäre der »Güthenker« - aber er war nur der Handlanger.
Der Türöffner und Experte für Explosionen.