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Der rätselhafte Mordfall an Michael H. Bonnie (2012 Aachen-Sief)

274 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: 2012, Aachen, Michael Bonnie ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der rätselhafte Mordfall an Michael H. Bonnie (2012 Aachen-Sief)

29.11.2017 um 09:31
Zitat von lloi22lloi22 schrieb am 25.08.2017:Meistens ist der naheliegendste Gedanke der richtige...
Macht für mich auch wenig Sinn, dass ihn nachts jemand vor dem Haus aufgelauert haben sol
Yo... aber es wurde ja nichts ermittelt was den Freund als tatverdächtig erscheinen lässt. Wobei das ja auch nichts heisst.

Er wurde als clean bezeichnet u. man rätselt wo er damals eine mehrwöchige Auszeit verbracht hat.
Vllt Entgiftung oder Therapie ?
Dazu wäre interessant zu wissen mit welchen Drogen er mal befasst war...


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Der rätselhafte Mordfall an Michael H. Bonnie (2012 Aachen-Sief)

08.04.2018 um 18:24
Ich habe mir den Mordfall eben nochmals angeschaut. Ich glaube nicht das sich Es so abgespielt hat, wie im Filmfall dargestellt. Meine Theorie ist das MB das Geld bei einem Entrümpelungsauftrag gefunden hat. Die Tatsache, dass das Geld nach Scheinen sortiert war, lässt darauf schließen. So etwas machen gerne alte Leute, die ihr Vermögen zu Hause aufbewahren. Der Freund hat ja wohl bei diesen Aufträgen geholfen. Er wusste bestimmt von dem Geld. Es könnte also während der Feier zu einem Streit um das Geld gekommen sein. Er fährt hinterher und begeht die Tat. Danach schafft er die Leiche fort und nimmt den Schlüssel des Getöteten und legt ihn in sein Auto. Danach kann er so seine Version der Polizei mitteilen. Er hat so sogar noch eine plausible Erklärung falls ein Zeuge ihm in dieser Nacht eventuell in der Nähe des Bauernhof oder mit dem Auto hat wegfahren gesehen.


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Der rätselhafte Mordfall an Michael H. Bonnie (2012 Aachen-Sief)

08.04.2018 um 20:38
@Rheinland
Interessante Theorie. Auch mich macht der zeitliche Ablauf stutzig, der Freund - im Filmfall jedenfalls so dargestellt - ist Herrn Bonnie ja sofort nachgefahren. Da blieb für einen Zufallstäter (Totschlag) wohl keine Zeit die Tat zu begehen und das Opfer zu verstecken.


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Der rätselhafte Mordfall an Michael H. Bonnie (2012 Aachen-Sief)

09.04.2018 um 22:51
@südtiroler
Mein Wohnort befindet sich etwa 20 km von Aachen entfernt. Ich kenne Aachen-Sief und auch Oberforstbach wo die Feier stattfand sehr gut. Es sind maximal 6 - 8 min. Fahrtzeit; nachts höchstens 4 - 5 min. Wenn der Freund unmittelbar hinterher gefahren ist, hätte er doch was gesehen oder gehört vom Tatablauf. Ich glaube nicht an ein Zufallsopfer.


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Der rätselhafte Mordfall an Michael H. Bonnie (2012 Aachen-Sief)

10.04.2018 um 12:07
Ich kann auch nicht glauben dass dieser Fall einfach nicht geklärt werden kann.
So weit ich das in Erinnerung habe war der Freund schon tatverdächtig aber man konnte es ihm nicht nachweisen.
Es spricht aber vieles für ihn.


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Der rätselhafte Mordfall an Michael H. Bonnie (2012 Aachen-Sief)

10.04.2018 um 22:40
Zitat von MR________XMR________X schrieb:So weit ich das in Erinnerung habe war der Freund schon tatverdächtig aber man konnte es ihm nicht nachweisen.
Soweit ich weiß war der Freund von MB nie tatverdaechtig.
Jemand könnte MB aufgelauert haben und dass weitere Tatgeschehen verlagerte sich auf den Hof, dadurch könnte der Freund als er später auf dem Hof ankam schon nichts mehr mitbekommen haben.


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Der rätselhafte Mordfall an Michael H. Bonnie (2012 Aachen-Sief)

16.12.2020 um 00:53
Ich bin schon 8 Jahre am überlegen was dort passiert sein könnte. Mindestensd einmal im Monat komme ich in Sief vorbei. Das Dorf liegt übrigens an der belgischen Grenze, mitten in der Höckerlinie. Ich besorge mir meinen Kaffee in Lichtenbusch. Was das Geld angeht. Ich komme selbst aus dem Handwerk. Kleinere Firmen arbeiten, zumindest1/3 schwarz ohne Rechnung! Irgendwohin muss das Geld.
Meine Autoteile besorge ich selbst und lasse die 19% weniger schwarz einbauen. Ganz normal hier in Aachen. In den kleineren Firmen wo ich gearbeitet habe auch uso. Es beschwert sich keiner drüber. Der Laden läuft. Das muss kein Drogengeld gewesen sein. Die Gegend ist derart abgelegen das man ohne Auto nirgendwo hinkommt. Von Schleckheim aus fahren zumindest Busse nur nicht so spät in der Nacht.
Ich bin zu dem Schluss gekommen das es eine Beziehungstat aus der eigenen Familie sein könnte, schliesslich hat so ein Hof nicht einen unerheblichen Wert. Alle Freunde und Bekannte meinerseits haben sich wegen dem Erbe mit den Geschwistern vollkommen verkracht und überschlagen. Da telefoniert keiner mehr mit dem Anderen oder macht sich Sorgen. Und wenn so einer dauerhaft bei der Mama wohnt ohne sich ein eigenes Leben aufzubauen, stört es die Geschwister und bleibt im Nest sitzen. Irgendjemand muss die Alten ja auch pflegen.
Gefahrlos alkoholisiert darf man in der Gegend fahren, nur keinen Unfall bauen.
Auf belgischer Seite sie das schon anders aus, wer da alkoholisiert angetroffen wird mit dem PKW wurd bis nach Hause begleitet und ein Schutzgeld wird verlangt (Schwarzgeld für Polizisten).
Ich habe mir den Hof angesehen. Da ist eher was in der Familie zu suchen als beim Freund. Das Motiv ist eher im Geld der Familie zu suchen.
Nur meine Überlegung. Und das so jemand so spät gefunden wird ist am Tor zur Eifel ganz normal. Vor einem Jahrzehnt wurde ein Holländer im Hohen Venn gefunden der über 10 Jahre verschwunden war und nur noch an der Kleidung erkannt wurde.mit Wildverbiss.


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Der rätselhafte Mordfall an Michael H. Bonnie (2012 Aachen-Sief)

16.12.2020 um 01:09
Ne fahrt von Schleckheim zum Bonnihof dauert max. 10 Minuten in der Nacht. Da ist auf der zu querenden Monschauerstr. kein Verkehr.


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Der rätselhafte Mordfall an Michael H. Bonnie (2012 Aachen-Sief)

03.05.2023 um 02:20
In der Todesanzeige steht, er war verheiratet. Das wurde nie erwähnt. Es hieß immer nur, dass er mit seiner Mutter auf dem Hof wohnte. Seltsam finde ich das.


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Der rätselhafte Mordfall an Michael H. Bonnie (2012 Aachen-Sief)

03.05.2023 um 12:22
Hast Du die richtige Todesanzeige gelesen? Habe gerade extra nachgesehen. Unter der Anzeige von Michael Bonnie stehen die Eltern, die Geschwister und Freunde. Von einer Ehefrau ist da nichts zu sehen...


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Der rätselhafte Mordfall an Michael H. Bonnie (2012 Aachen-Sief)

23.05.2023 um 12:06
Vielleicht war es auch eine Beziehungstat unter den beiden Freunden.


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Der rätselhafte Mordfall an Michael H. Bonnie (2012 Aachen-Sief)

14.10.2024 um 19:36
Der Fall ist jetzt bei Mordorte ein Thema.
Michael Bonnie verschwindet spurlos: Nach einer Geburtstagsparty fährt der 41-jährige zurück zum Hof seiner Eltern nach Aachen-Sief. Sein bester Freund merkt, dass Michael Bonnie seine Haustürschlüssel vergessen hat und fährt ihm hinterher. Als er am Hof ankommt, steht dort das Auto von Michael Bonnie. Das Licht ist an, das Radio spielt - aber Michael Bonnie ist weg. Daraufhin legt der beste Freund den Schlüssel auf den Fahrersitz und fährt wieder. Am nächsten Morgen findet die Mutter von Michael Bonnie das verlassen Auto und den Schlüssel. Ihr Sohn aber ist verschwunden. Die Familie des 41-Jährigen sucht ihn, doch stattdessen finden sie nur mehrere Umschläge mit insgesamt 14.700 Euro. Es ist unklar, woher das Geld stammt.
Quelle: Youtube: Auto verlassen, Radio spielt: Was geschah mit Michael Bonnie? | WDR Lokalzeit MordOrte
Auto verlassen, Radio spielt: Was geschah mit Michael Bonnie? | WDR Lokalzeit MordOrte
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Der rätselhafte Mordfall an Michael H. Bonnie (2012 Aachen-Sief)

17.10.2024 um 18:56
Ich finde den Fall sehr mysteriös.
Wusste der Mörder evtl, dass er auf dem Heimweg ist und hat ihn vor seiner Haustür abgefangen?


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Der rätselhafte Mordfall an Michael H. Bonnie (2012 Aachen-Sief)

23.10.2024 um 20:08
Zitat von kittykakittyka schrieb am 17.10.2024:Wusste der Mörder evtl, dass er auf dem Heimweg ist und hat ihn vor seiner Haustür abgefangen?
Finde ich am wahrscheinlichsten. Oder er hat dort auf ihn gewartet? Da der Freund ja absolut ausgeschlossen wurde und dieser schon wenig später am Hof ankam, blieb ja kaum Zeit. Wirklich rätselhaft.


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Der rätselhafte Mordfall an Michael H. Bonnie (2012 Aachen-Sief)

24.10.2024 um 13:02
Ich denke hierbei handelt es sich sicherlich um eine Beziehungstat. Täter und Opfer haben sich garantiert gekannt. Das lässt viel Raum für Spekulationen.


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Der rätselhafte Mordfall an Michael H. Bonnie (2012 Aachen-Sief)

24.10.2024 um 15:20
Zitat von RheinlandRheinland schrieb:Ich denke hierbei handelt es sich sicherlich um eine Beziehungstat. Täter und Opfer haben sich garantiert gekannt. Das lässt viel Raum für Spekulationen.
Interessant wäre auch die Zeitspanne, wann B. von der Feier fuhr und wann ihm der Freund hinterherfuhr?


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Der rätselhafte Mordfall an Michael H. Bonnie (2012 Aachen-Sief)

17.05.2026 um 14:18
Hat .man nicht normalerweise Auto und Hausschlüssel an einem Schlüsselbund? Vielleicht gab es einen Streit zwischen den Beiden und der ist ihm deswegen hinterher gefahren. Alles andere wäre schon Zufall, wenn ausgerechnet an dem Abend der Mörder vor der Tür wartete.


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Der rätselhafte Mordfall an Michael H. Bonnie (2012 Aachen-Sief)

17.05.2026 um 16:33
Zitat von Victoria-JaneVictoria-Jane schrieb:Hat .man nicht normalerweise Auto und Hausschlüssel an einem Schlüsselbund?
Wenn ich meine Schlüsselsammlung an den Autoschlüssel hänge, wird der im Zündschloss krumm gezogen. Mir sind sehr viele Menschen bekannt, die gerade den Kfz-Schlüssel von den anderen Schlüsseln getrennt haben. Auch, um das Kfz besser an z.B. Familienmitglieder verleihen zu können.


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Der rätselhafte Mordfall an Michael H. Bonnie (2012 Aachen-Sief)

um 12:07
Für mich liegt der Fall doch recht klar:

Beginnen wir mit dem Freund. Er heißt Kai, ist Fernfahrer und Michael Bonnie ist sein bester Kumpel. Er lädt ihn ein, mit ihm in seinen Geburtstag hinein zu feiern. Die beiden verbringen den Abend in der Wohnung von Kai, trinken einiges. Um 4 Uhr morgens bricht Michael auf, vergißt aber seinen Hausschlüssel in der Wohnung des Freundes. Kai bemerkt den Hausschlüssel ein wenig später und fährt ihm nach. Die Entfernung von Oberforstbach, wo Kai wohnt, und Aachen-Sief, wo Michael auf einem Hof bei seiner Mutter wohnt, beträgt 5 Kilometer, mit dem Auto also weniger als 10 Minuten. Dort angekommen findet er den Wagen des Freundes, einen blauer Golf IV, wie folgt verlassen vor: Der Schüssel steckt, das Scheinwerferlicht ist an, das Radio läuft, das Seitenfenster auf der Fahrerseite ist heruntergekurbelt, die Fahrertür steht offen. Zu diesem Zeitpunkt ist Michael wahrscheinlich bereits tot. Halten wir einen Moment inne: Es ist der 4. März 2012 zwischen 4 Uhr und 4 Uhr 30 morgens, es war in dieser Nacht vermutlich bewölkt (es hatte in Aachen geregnet) und vielleicht um die 3 Grad, jedenfalls zu kalt um bei offenen Seitenfenster zu fahren. Der Hof im Baumgartsweg 60 steht vereinzelt. In einer Entfernung von 3 Kilometer führt die A44 an dem Hof vorbei, also donnernder Autoverkehr in der Ferne, sonst völlige Stille. Die Grenze zu Belgien ist nur wenige Hundert Meter entfernt. Kai schaut sich ein wenig um, legt schließlich Michaels Hausschlüssel auf den Fahrersitz und fährt nach Hause. Der dargestellte Ablauf basiert alleine auf den Angaben Kais. Es gibt keine Zeugen dafür, dass Michael seinen Hausschlüssel vergessen hat, Kai ihm nachgefahren ist usw. Da Kai das Opfer als letzter lebend gesehen hat, wird er von Polizei genau überprüft. Diese Überprüfung hat vermutlich ergeben, daß die beiden eben beste Kumpel waren, vielleicht schon zwanzig oder dreissig Jahre miteinander befreundet. Da ist also kein Motiv, rein gar nichts, es macht keinen Sinn.

Kommen wir zu der Mutter und der Familie des Opfers. Die Mutter entdeckt den so verlassenen Wagen Michaels um 7 Uhr morgens im Hof. Da Michael nirgends auf dem Hof ist, sein Bett unberührt, müssen bei der Mutter eigentlich alle Alarmglocken geschrillt haben. Dennoch meldet sie ihn erst am 12. März, also erst 8 Tage später, bei der Polizei als vermisst. Die Mutter wird später erklären, daß Michael schon einmal (oder mehrmals) verschwunden gewesen ist ohne vorher Bescheid zu geben oder die Abwesenheit später zu erklären. Die Mutter und die Geschwister starten in diesen 8 Tagen keine privaten Suchaktionen nach Michael mit Flyern etc., stattdessen durchsuchen sie das Haus. Wonach haben sie dort gesucht? Die Schwester findet auf dem Dachboden Briefcouverts mit Geldscheinen, insgesamt 14700 Euro. Die Couverts sind, anders als bei Aktenzeichen XY dargestellt, je mit einem Zahlencode beschriftet, die die Polizei bis heute nicht entschlüsseln konnte. Vor wem hat Michael das Geld verstecken wollen? Das Finanzamt führt keine Hausbesuche durch und bei einer polizeilichen Durchsuchung wären die Couverts sofort gefunden worden. Die Anwort kann nur Mutter, die Familie heißen. Wollte Michael nicht, dass seine Mutter wußte, wieviel er tatsächlich mit den Entrümpelungen verdiente? Dann hätte er das Geld in nur einen Briefumschlag versteckt. Was die Schwester auf dem Dachboden jedoch entdeckte, sieht mit Verlaub mehr nach der fantasievollen Buchführung eines Kleinkriminellen aus.

Michael, das Opfer, wohnte mit 41 Jahren noch bei seiner Mutter. Er hatte keine Freundin, er hat keinen Beruf gelernt und hielt sich offenbar mehr oder weniger mit Gelegenheitsjobs (Entrümpelungen/Haushaltsauflösungen, handwerkliche Dienstleistungen) über Wasser. Er hatte 2012 noch kein Mobiltelefon und bei seinem Golf IV war die Heckklappe notdürftig mit weißem Klebeband fixiert. Er wird von Nachbarn als nett, hilfsbereit und zurückhaltend beschrieben. Die Polizei hatte allerdings eine Akte für ihn angelegt – wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetzes und wegen weiterer, kleinerer Delikte im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln. Zum Zeitpunkt seines Todes soll er clean gewesen sein. Es gab aber offenbar genug Gerüchte über Verbindungen in das Drogenmilieu, vielleicht auch über Geschäfte dort.

Meine Hypothese zu dem Tathergang: Die Täter (ich vermute wenigstens zwei Täter und werde weiter unten erklären warum) warten in dieser Nacht auf dem Hof auf die Rückkehr Michaels. Das heißt, sie wußten, dass er in der Nacht zurückkehren würde, vielleicht auch wo er war. Sie hatten ein Fluchtfahrzeug in der Nähe abgestellt. Michael fährt auf den Hof, stoppt den Wagen. In diesem Moment treten die Täter aus Dunkel an den Wagen heran. Kennt Michael die Täter? Jedenfalls will er nicht aussteigen, sondern läßt nur das Seitenfenster herunter, um mit ihnen zu sprechen. Die Täter fordern ihn auf auszusteigen oder greifen zu ihm ins Seitenfenster, um ihn dazu zu zwingen. Sie töten ihn sofort mit mehreren Stichen ins Herz und tragen seine Leiche von dem Wagen fort. Irgendwann in dieser Zeit kommt also Kai. Die Täter konnten das nicht wissen, aber sie konnten in der Stille der Nacht den Wagen frühzeitig wahrnehmen und entsprechende Maßnahmen treffen. Vermutlich hat es Kai das Leben gerettet, dass er nicht lange nach seinem Freund gesucht hat. Die Täter tragen die Leiche Michaels zu zweit über die Wiese hinter dem Haus zu dem Abflussrohr, das dort beginnt und einige hundert Meter weiter in den Iterbach mündet. Und deshalb sind sie zweit: um keine Schleifspuren auf der Wiese zu hinterlassen, die sofort auf das Versteck hingewiesen hätten. Die Täter entkleiden Michael und legen ihn in dem Abflußrohr ab. Die Kleidung, die Spuren der Täter tragen könnte, nehmen sie mit. Nicht aber seinen Personalausweis, das wäre dumm gewesen. Dieser wird mit der Leiche in das Abflussrohr deponiert. Das Versteck ist derart gut, daß die Polizei, die bei ihrer Suche keinen Stein auf den anderen läßt, die Leiche nicht findet. Bekanntlich werden 10 Monate später, nach einem Hochwasser, Skelettfragmente von Michael in den Iterbach gespült und gefunden. Die Täter mussten eine sehr genau Ortskenntnis gehabt haben oder den späteren Tatort genau augekundschaftet haben. Die Tat war offenbar minutiös geplant und ist mit chirurgischer Präzision ausgeführt worden. Das Werk von Profis – und es ist eine Hinrichtung.

Meine Hypothese zum Tathintergrund: Michael war möglicherweise hin und wieder als Drogenkurier tätig. Sicher nur ein kleiner Fisch. Vermutlich hat er sich aber für intelligenter gehalten als er war und etwas getan, was man in dieser Branche besser nicht tut. Vielleicht Ware abgezweigt und noch auf eigener Rechnung gearbeitet. Oder Ähnliches.


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