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Der Fall Jens Söring

17.720 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis, Messer, Karten, Sohn, Doppelmord, Unschuldig, Richter, Schuldig, Briefe + 24 weitere
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

14.12.2015 um 20:21
http://elizabethhaysom.tumblr.com/

Elizabeth Haysom (@elizabethhaysom) | ...
https://twitter.com › elizabethhaysom


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Der Fall Jens Söring

15.12.2015 um 08:52
@Superflyon

Danke, das sind die links, die ich meinte?

Was meint ihr? Handelt es sich tatsächlich um DIE EH??


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Der Fall Jens Söring

15.12.2015 um 09:39
Also der tumblr Link ist wohl von ihr ziemlich sicher.

Für Twitter müsste ich mir einen Account erst anlegen, möchte ich nicht, ohne sieht man da aber nichts.


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Der Fall Jens Söring

15.12.2015 um 09:50
Ja ich würd mal sagen, sie sind beide von ihr. Sie ist nun Bloggerin. 😁😄


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Der Fall Jens Söring

15.12.2015 um 09:51
@clone_clown

Meines Wissens braucht man keinen Account bei Twitter um dort mitlesen zu können.

http://twitter.com/elizabethhaysom


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Der Fall Jens Söring

15.12.2015 um 11:10
Was ist daran so sensationell – EH hat eben ihre Ghostwriter wie JS auch?!


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Der Fall Jens Söring

15.12.2015 um 11:24
Hallo zusammen,

ich habe mir den Fall Söring einige Stunden intensiv angesehen und möchte auch ein paar Worte darüber verlieren.

Ich sehe auf der einen Seite einen dummen, eingebildeten Jungen, der wohl vor knapp 30 Jahren den größten Fehler seines Lebens beging, und dann einen belesenen Mann, der heute mit Schrecken auf diese Zeit zurückblickt. Einen Mann der sich nicht mehr wehren kann, weil ein idiotisches Strafsystem ihn fesselt.

Die Frage nach Schuld oder Unschuld, sollte langsam begraben werden, wobei ich ihn ganz klar für schuldig halte, aber das spielt auch keine Rolle mehr.

Ich bin der Meinung, dass ein Mensch, der so eine schreckliche Tat begeht, Strafe verdient hat und nicht zu knapp, aber solange dieser Mensch kein krankhafter Psychopath ist, sollte man ihm eine zweite Chance im Leben einräumen. Und 30 bis 35 Jahre Strafe sind mehr als genug.

Die Todesstrafe sollte weltweit abgeschafft werden und wenn die Amerikaner das nicht wollen, weil ihr "christlicher" (Aber)Glaube das nicht zulässt, dann sollten die Hinterbliebenen, die Ausführung der Exekutionen selbst übernehmen und nicht der Staat.

Holt Jens nach Deutschland und gut ist.

Gruß
Wühler


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Der Fall Jens Söring

15.12.2015 um 11:31
Wühler schrieb:Ich bin der Meinung, dass ein Mensch, der so eine schreckliche Tat begeht, Strafe verdient hat und nicht zu knapp, aber solange dieser Mensch kein krankhafter Psychopath ist, sollte man ihm eine zweite Chance im Leben einräumen. Und 30 bis 35 Jahre Strafe sind mehr als genug.
Da bin ich grundsätzlich bei dir, aber solange JS diese schreckliche Tat nicht eingesteht und ehrlich Reue zeigt, soll er auch schön im Gefängnis bleiben.
Übrigens ist seine Haltung auch ein Grund dafür, warum ihm parole bislang nicht gewährt wurde.


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Der Fall Jens Söring

15.12.2015 um 14:59
@Carietta
ja bei dem Link klappt es. Danke. Muss ich mal in Ruhe lesen, ist alles so unübersichtlich im Chatcharakter.

@Wühler
Ich bin da ganz bei @ElvisP. Es ist keine Einsicht vorhanden. Es ist aber auch so, sollte er gestehen, dass er dennoch für immer drin bleibt. Daher ist er in einer Zwickmühle. Das kan ich aus JS Sicht verstehen, dass er mit der Unschuldstaktik weiterkommt womöglich. Ich finde 30 Jahre für einen Doppelmord allgemein nicht genug. Bei anderen Straftaten bin ich dafür sehr viel lockerer.

@Wühler
Ich weiss nicht wie weit Du zurück gelesen hast, aber warum sollte er nach Deutschland geholt werden und gut ist? Dann will ich Riechmann auch hier haben und Debbie Milke schon lange. Das wäre also ungerecht. Nenne mir einen sachlichen Grund, warum er in den Flieger steigen sollte und andere nicht?


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Der Fall Jens Söring

15.12.2015 um 15:23
@ ElvisP & clone

Genau das macht doch dieses idiotische Strafsystem aus. Man lässt einem Täter auch nach 30 Jahren keine Chance, die Tat zu gestehen, weil man noch monströser ist, als der Täter selbst.

Wenn er gesteht, kommt er in den USA nicht mehr raus, weil das System dann sagt, „seht ihr, wir haben den richtigen Mann verurteilt“ - bleibt er bei seiner wirren Geschichte, „könnte“ er mit viel viel viel Glück irgendwann nach Deutschland ausgeliefert werden. Die Chance für ihn, sieht also besser aus, wenn er bei seiner Geschichte bleibt.

Jens war sicher ein begabter Junge, sein Vater stand in der Öffentlichkeit, er hatte Ziele und wollte jetzt nicht alles verlieren, weil er ein großer Teil dieser abscheulichen Morde war. Das kann man menschlich nachvollziehen, obwohl ich diesen „jungen“, hochnäsigen Jens nicht mag. Er war und wäre sicher ein weiteres A-loch auf dieser Welt geworden, wenn er den „normalen“ Lebensweg gegangen wäre. Zum Glück wurde uns das erspart! *gg

Aber von so einem hochnäsigen Jungen (1990) zu verlangen, eine solch abscheuliche Tat zu gestehen, ist mehr als krank. Wer würde damals, in seiner Situation schon zugegeben haben, ein bestialischer Mörder zu sein? Und das vor der Weltöffentlichkeit? Das ist lachhaft.

Noch was, jeder halbwegs gebildete Mensch, hätte diesen Fall in wenigen Tagen lösen können, das war sicher keine Kunst, eher Routine.

Menschen sind nun mal nicht alle gleich, denn die Natur schafft nichts gleiches, so wie jeder Gashalm sich vom anderen unterscheidet, obwohl sie optisch gleich wirken, sind sie dennoch unterschiedlich.

Die USA sollen ihn nach Deutschland ausweisen, alles andere ergibt menschlich gesehen keinen wirklichen Sinn und dient nur der persönlichen Befriedigung dieser perversen, „hochgebildeten“ Alleswisser und Klugscheißer dieser Erde.

Ich bin sogar davon überzeugt, dass der „heutige“ Jens, wenn er eines Tages nach Deutschland kommt, seine Tat gestehen wird und ein Buch darüber schreibt, alles andere wäre auch bloße Zeitverschwendung und davon sollte, gerade Jens wohl die Schnauze voll haben.

@ clone

Das gilt natürlich auch für die anderen deutschen Bürger, die in den USA seit über 25 Jahren einsitzen und nicht zu den gefährlichen Psychopathen zählen. Hier war nun mal das Thema Jens Söring, sonst mache ich da keine Unterschiede.

Gruß
Wühler


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Der Fall Jens Söring

15.12.2015 um 17:10
er ist in den Staaten aufgewachen, hat nur wenige Jahre in Deutschland gelebt. Das Verbrechen wurde dort verübt. Dass er wegen den besseren Haftsbedingungen und der möglichen früheren Entlassung nach Deutschland möchte ist verständlich. Ob das so in Ordnung ist, ist eine andere Frage. Warum sollte es ihm anders ergehen, als anderen Gefangenen?

Es ist doch so, wäre er Amerikaner, müsste er die Strafe dort ohne Wenn und Aber absitzen und hoffen , irgendwann einmal begnadigt zu werden.


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Der Fall Jens Söring

15.12.2015 um 19:54
@ Venice2009

Sicher haben Sie auf der einen Seite recht, das Verbrechen wurde in den USA und an US-Bürgern bzw. kanadischen Einwanderen, die in den USA lebten begangen, aber Jens Söring ist und bleibt ein deutscher Staatsbürger und nach unserem Rechtsempfinden, gebührt ihm eine zweite Chance, wobei es, wie ich ihrem Posting entnehmen kann, auch andere Meinungen gibt. Keine Gnade für "verurteilte" Mörder.

Man darf aber nicht vergessen, dass sehr viele Menschen schon unschuldig hingerichtet wurden oder immer noch in den Todeszellen der USA auf ihre Hinrichtung warten. Die wurden auch "verurteilt"!

Hier muss doch jeder halbwegs vernüftige Mensch erkennen, dass in diesem Justiz-Strafsystem etwas nicht stimmen kann, wenn unschuldige hingerichtet oder bis an ihr Lebensende weggesperrt werden, sie trotz Verurteilung unschuldig sind.

Ich würde dieses unmenschliche Strafsystem in den USA auch für dort ansässige Menschen ändern wollen, weil es völlig abnormal und wie oben schon beschrieben, fehlerhaft und pervers ist.

Da urteilt ein Richter wegen eines Mordes, aber bei Morden an Millionen Menschen, scheint er keine Gesetze zu besitzen. Wie soll das ein vernunftbegabter Mensch jemals verstehen können? :(


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Der Fall Jens Söring

15.12.2015 um 20:52
clone_clown schrieb:Ich weiss nicht wie weit Du zurück gelesen hast, aber warum sollte er nach Deutschland geholt werden und gut ist? Dann will ich Riechmann auch hier haben...
Eben, und weil ich das ebenso sehe, bat ich in meinem Brief an die Bundesregierung um Klarstellung. Warum wird pro aktiv die defacto Freilassung von Söring betrieben, wenn andere deutsche Staatsbürger weiter ihre Strafe absitzen müssen? Dieses Vorgehen ist mindestens inkonsistent.
Übrigens bekam ich heute Post von McAuliffe, viel bla bla, man freut sich über jede Rückmeldung zu dem Fall bla bla und will die Entscheidung genau überdenken bla bla. Na immerhin....

@Wühler
Deine Argumentation ist wenig stringent. Du schreibst selber, dass du Söring für schuldig hältst, schreibst dann aber:
Wühler schrieb:Wenn er gesteht, kommt er in den USA nicht mehr raus, weil das System dann sagt, „seht ihr, wir haben den richtigen Mann verurteilt“ - bleibt er bei seiner wirren Geschichte, „könnte“ er mit viel viel viel Glück irgendwann nach Deutschland ausgeliefert werden. Die Chance für ihn, sieht also besser aus, wenn er bei seiner Geschichte bleibt.
Hier vergisst du, die Seite der Opfer, also der Familie der Haysoms. Was glaubst du, wie die sich fühlen, wenn JS nur auf Grund von Lügen freikommt? JS hat doch auch den Verwandten erheblichen Schaden zugefügt. Du machst es dir zu leicht.

Weiter schreibst du:
Wühler schrieb:Aber von so einem hochnäsigen Jungen (1990) zu verlangen, eine solch abscheuliche Tat zu gestehen, ist mehr als krank. Wer würde damals, in seiner Situation schon zugegeben haben, ein bestialischer Mörder zu sein? Und das vor der Weltöffentlichkeit? Das ist lachhaft.
Er hat die Tat ja zunächst gestanden. Zudem erwarte ich von einem erwachenden Mann Ende 40, dass er zu seinen Taten steht. Der JS von heute soll diese gruselige Tat (erneut) gestehen. Was ist daran gruselig?

Und:
Wühler schrieb:Ich bin der Meinung, dass ein Mensch, der so eine schreckliche Tat begeht, Strafe verdient hat und nicht zu knapp, aber solange dieser Mensch kein krankhafter Psychopath ist, sollte man ihm eine zweite Chance im Leben einräumen. Und 30 bis 35 Jahre Strafe sind mehr als genug.
Du hälst ihn für schuldig, denkst aber, dass er kein krankhafter Psychopath ist? Das verstehe ich nicht. Ich halte Söring für sehr gefährlich, er ist schuldig und nicht geständig, warum diesen Menschen auf die deutsche Gesellschaft loslassen?


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Der Fall Jens Söring

15.12.2015 um 22:19
@ ElvisP

Sicher halte ich ihn für schuldig und ebenso Elisabeth Haysoms, doch wenn Jens bis ans Lebensende hinter Gittern bleibt, dort womöglich noch stirbt, wird der Familie Haysom auch nicht geholfen sein. Oder ist ihr die Rachsucht wichtiger, als die Aufklärung ihres Familiendramas?

Bis heute wissen sie nicht, was sich dort im Jahr 1985 wirklich abspielte, das wissen nur Jens und Elisabeth.

So makaber das auch klingen mag, es bleibt also nur Jens, der zur Aufklärung der Tat beitragen kann, da Elisabeth wohl weiter schweigen wird.

Im Familieninteresse der Haysoms, wäre es also sinnvoll, sich für Jens Abschiebung einzusetzen und nicht auf Teufel komm raus, seinen Tod zu fordern, sonst erfahren sie nie die ganze Wahrheit und es wird ein „ewiges“ Rätsel dieser Familie bleiben, wann, wer und warum, diese Tat stattfand.

Das ist auch eine Lebenslange (im wahrsten Sinne des Wortes) Strafe, die dieses perverse US-Strafsystem verursacht. Die Familie Haysom wird niemals die Wahrheit erfahren und zu allen Zeiten in der Zukunft wird diese dunkle, fragende Wolke über ihren Namen schweben, eine Lücke, die niemals geschlossen werden kann, eine Lücke, die aus reiner Rachsucht und nicht aus Menschlichkeit erwuchs. Schrecklicher Gedanke.

Ich hatte oben schon angefügt, dass er nicht gestehen bzw. bereuen kann, zumindest jetzt nicht, da er noch Hoffnung auf Abschiebung hat, sonst nimmt er sich selber diese letzte Chance. So dumm kann wirklich kein Mensch sein.

Ja, ich halte ihn für schuldig, aber nicht für einen krankhaften Psychopathen, der aus reiner Mordlust Leben tötet, sondern für einen Mann, der in jungen Jahren wohl eher aus dem Affekt heraus zum Mörder wurde und heute, nach 30 Jahren, wohl keine Gefahr mehr für die Gesellschaft darstellt. Man kann natürlich nie in die Gedankenwelt eines Menschen blicken, aber wer will das schon.

Sicher hast du recht, die Tat war nicht normal, aber wenn man sein Leben bis zur Tat betrachtet, so wurde er sicher nicht mit allzu großer Liebe aufgezogen, da dieser Menschenschlag eher darauf bedacht ist, seine Brut in unsinnige Ausbildungen zu stecken, damit sie Karriere machen, die aber mehr Schaden an Geist und Seele anrichten, als ihnen je bewusst werden kann. *gg

Eine traurige Geschichte. :(


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Der Fall Jens Söring

15.12.2015 um 23:21
@Wühle
Die Tat ist in Virginia begangen worden ist, es muss das System dort zu Grunde gelegt werden. Und das ist bestimmt in vielen Punkten nicht ok. Klar kann man sagen, alle sollen dann frei. Aber dann führen wir die Diskussion Strafsystem Mittel-und nordeuropa vs. USA und letztendlich müsste man sie auch vs. Thailand, Russland, Iran, Nordkorea, Kolumbien, Somalia und 150 andere Länder führen, die eher "nicht so gute" Justizsysteme haben.
Als eine Affekttat sehe ich das nicht, die schleichende Manipulation geschah über die Zeit der aktiven Beziehung der beiden vor der Flucht. Er hätte früher erkennen können, was mit ihm geschieht. Auf Unzurechnungsfähig oder seelisch getrübt, das würde ich schon eher zulassen. EH hat hier insgesamt "sehr gute Arbeit" geleistet, was die Auswahl der Person, also JS, die Manipulation und die eigene Rettung letztendlich betrifft.
Im übrigen glaube ich, dass wenn er hier in DE gesteht oder gar ein Buch schreibt, die Haysom-Angehörigen und andere Beteiligte eher entrüstet als entlastet wären. Ich finde ein Mord ist zu tiefgreifend, als mit 15 Jahren zu vergelten. Da muss man schon seine 25 Jahre schaffen. Bin aber jenachdem durchaus auch für definitiv lebenslänglich ohne parole, bei schweren oder Mehrfachmorden. "Dont do the crime, if you cant do the time". Sorry für die Härte, aber da kenne ich wenig Spass. Man kann Menschen nicht immer anraten, cool mit dem Verlust umzugehen. Das ist anmassend. Wie gesagt, bei anderen Straftaten bin ich locker, aber die absolute Endgültigkeit ist nur im Mord. Andere Straftaten kann man eher verzeihen.
Ich glaube auch nicht, dass Die betroffenen Personen auf der anderen Seite vom Ozean gross zweifeln. Die sind doch die Entschiedenen, was die Schuldfrage betrifft. Die fühlen sich bestimmt befriedigter, dass sie meinen zu wissen wer schuld ist, und JS einsitzt, als das JS in DE ist und sie wissen er war es, weil er es nun zugibt, und kann hier schön, am besten noch dieses jahr Weihnachten, Gänsekeule mit Knödel und Rotkohl essen. Das würde die Betroffenen glaube ich mehr fertig machen.
Ich bin beim Strafmass für Mord sehr bei den Amerikanern, allerdings zu begleiten durch bessere Resozialisierung.


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Der Fall Jens Söring

16.12.2015 um 00:01
@ElvisP
Echt immerhin, dass von McAuliffe geantwortet wurde. Dass sie "genau überdenken" wollen klingt erstaunlich, da die doch so entschieden sind. Ist wohl eine diplomatische Antwort, um nicht den Eindruck als Hardliner zu erwecken, aber ich kann mir eine Überstellung nicht vorstellen.

Wenn JS das dennoch hinkriegt, dann hat er was geschafft. Dann wäre ich erstaunt und das wäre irgendwie krass so insgesamt, nicht nur weil er dann in zwei Jahren oder so durch unsere Strassen tigert, sondern überhaupt wie er sich dann daraus bugsiert hat.
Vor EH raus, das ist unlogisch, das würde nicht passen, dass die Virginianer so handeln.


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Der Fall Jens Söring

16.12.2015 um 01:06
@ clone

Ein Justizsystem kann nicht gut sein, wenn es unschuldige Menschen hinrichtet oder auf Lebenszeit einsperrt. Da spielt es keine Rolle, wo es ist. Auch in Deutschland stimmt nicht alles im Justizsystem, aber hier bekommt ein Mensch, zumindest eine zweite Chance oder darf als unschuldiger irgendwann die Zelle verlassen, obwohl das sicher kein Trost für ihn ist.

Du schreibst: Als eine Affekttat sehe ich das nicht, die schleichende Manipulation geschah über die Zeit der aktiven Beziehung der beiden vor der Flucht.

Ja, hier hast Du wohl recht, die Tat wurde von beiden geplant, aber belassen wir es dabei, dass es dennoch eine Beziehungstat war und kein willkürliches Opfer ausgewählt wurde. Ob Jens solch einen Plan nochmals durchziehen würde, bezweifle ich ganz stark.

Ja, Mord muss hart bestraft werden, doch müssen wir klarstellen, dass keine unschuldigen darunter sind, da „muss“ das System geändert werden, ob es will oder nicht.

Wir dürfen einfach keine unschuldigen Menschen hinrichten oder auf ewig einsperren, nur weil ein karrieregeiler Mensch ihn für schuldig hält, das ist schlimmer als Mord, das ist Folter und Mord ...

Diese Menschen, die verantwortlich für solche Fehler sind, (Ermittler, Staatsanwälte und Richter) müssen selbst zu lebenslang oder zum Tode verurteilt werden, wenn ihnen ein solcher Fehler unterläuft. Gleiches Recht für alle!

Du schreibst: Ich bin beim Strafmaß für Mord sehr bei den Amerikanern, allerdings zu begleiten durch bessere Resozialisierung.

Solange dieses unmenschliche System herrscht, wird es keine adäquate Resozialisierung geben, weil lebenslängliche in den USA keine Resozialisierung brauchen, da sie eh bis ans Ende ihrer Tage dort sind! *gg


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Der Fall Jens Söring

16.12.2015 um 10:54
@clone_clown

Der Tenor des Schreibens war reserviert - negativ. Es wird zu keiner Haftüberstellung kommen, da bin ich mich sehr sicher. Daran glaubt übrigens auch JS nicht (das schrieb er vor der Veröffentlichung des Artikels).

@Wühler

Ich verstehe nicht, warum du immer wieder auf unschuldige Menschen Bezug nimmst. Niemand hier im thread will, dass unschuldige Menschen eingesperrt oder gar hingerichtet werden. Wir sind uns doch einig, dass JS schuldig ist.

Zudem teile ich deine Arbeitshypothese nicht, dass JS nach erfolgter Haftüberstellung seine Geschichte komplett ummodelt. Er ist ein eitler Pfau und würde wahrscheinlich weiter als Schriftsteller arbeiten wollen- da passt die Nummer mit der Tränendrüse (*zu unrecht 30 Jahre im Ami- Knast gesessen*) viel besser, als wenn sich herausstellt, dass er tatsächlich ein Monstrum ist (btw: was wohl seine FB Fanboys dazu sagen würden^^).


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Der Fall Jens Söring

16.12.2015 um 14:01
@ ElvisP

Sicher sind wir uns einig, dass er schuldig ist, da habe ich keine großen Zweifel.

ABER

Jens bezieht seine Unschuldsbeteuerung nicht aus der Tat an sich, er sagt ja selber, dass er sich, was die Tat betrifft, schuldig fühlt.

Er bezieht seine Unschuld eher aus dem amerikanischen Rechtssystem und das man ihn, nach amerikanischen Recht, so nicht verurteilen durfte, selbst wenn er der Täter sei, sonst beugt man das Recht und dann wird aus Recht Unrecht. Darüber sollten wir uns auch im klaren sein und keinesfalls vergessen, so schrecklich die Tat auch war.

Man kann ein Unrecht nicht mit einem anderen Unrecht bekämpfen, das ist kriminell. Gleiches Recht für alle!

Und da hat und ist, Jens im Recht. Allein wegen dieser Formfehler (z. B. Recht auf einen Anwalt bei Verhören etc.).

Gerade als Schriftsteller wird er nicht um die Wahrheit herum kommen, sonst verstauben seine Bücher ungelesen, das kann er sicher nicht wollen.

Warten wir es ab.


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Der Fall Jens Söring

16.12.2015 um 15:48
demzuufolge wäre es in Ordnung gewesen, ihn laufen zu lassen, wegen eines Verfahrensfehlers. Das wäre ein Schlag ins Gesicht der Opferfamilien gewesen.

Allerdings sollte man nicht vergessen, dass ihn EH belastet hat und er 5 mal gestanden hat Es ist nicht so, dass man einen Fremden in eine Sache involviert hat, wofür er nichts kann und ihn grundlos belastet hat.

Übrigens bin ich für Resozialisierung @Wühler ich weiß nicht wie Sie darauf kommen, dass es nicht so wäre. Nur in diesem bestimmten Fall bin ich es nicht. Denn hier sitzt der Richtige der sich gar nicht mit der Tat auseinander gesetzt hat.

Weil er viel Wind um seine Sache macht, heisst es nicht, dass er besondere Vorzüge genießen sollte. Das ist unverantwortlich gegenüber anderen deutschen Gefangenen die in ausländischen Gefängnissen sitzen. Also entweder alle oder keiner.


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