Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Der Fall Jens Söring

29.217 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

25.01.2017 um 08:16
ich finde zwischen einem unteren und mittleren Beamten ist ein Vizekonsul schon eine ganz andere Nummer. Wir müssen uns auch an Quellenangaben halten, das sollte auch für @Friedhelm65 gelten. Er hat mal wieder eine Behauptung aufgestellt, die falsch ist (was ja auch genauso offensichtlich von seinen anderen Unterstützern betrieben wird) und es herrscht wieder mal Stille. Das kann es doch auch nicht sein.

Zum Anwalt, finde ich es im Nachhinein schwierig ihm die Schuld in die Schuhe zu schieben. JS hatte sich freiwillig für ihn entscheiden. Als angeblich Unschuldiger, hätte er während des Prozesses merken müssen, dass die Verteidigung nicht rund läuft. Stichwort Sockenabdruck, dass er es so hingenommen hat, dass man ihm diesen "untergejubelt" hat, erscheint mir immer noch als Unglaubwürdig. Spätestens da, hätte man sich einen anderen Anwalt suchen können, und diesen nicht auch noch in der Tatsacheninstanz beauftragt. Kann ich so persönlich nicht nachvollziehen, da es am Geld für einen Verteidiger ja nicht mangelte. Er war, wie auch so häufig fälschlicherweise behauptet wird, kein Pflichtverteidiger gewesen.


melden

Der Fall Jens Söring

25.01.2017 um 16:00
@Venice2009

Ich weiß nicht ob man einfach so einen Anwalt wechseln kann in den USA während das Hauptverfahren bereits läuft. Das dauert ja sicher einige Tage oder eher Wochen bis sich ein guter Verteidiger in einen recht komplexen Fall wie diesen eingearbeitet hat.

In Deutschland darf die Hauptverhandlung maximal um 30 Tage unterbrochen werden, sonst gilt das Verfahren als gescheitert. Ich meine, ich hatte diesbezüglich mal etwas gelesen im Falle Beate Zschäpe, als die vor ein paar Monaten oder Jahren mal wieder ihre drei Erstanwälte loswerden wollte.

Ich weiß aber nicht wie das in den USA bzw. in Virginia gehandhabt wird. Ich schätze, dass auch hier unser Experte @Rick_Blaine mehr dazu schreiben kann; auch wenn er, wenn ich mich recht erinnere, Rechtsanwalt in Kalifornien ist und die haben ein anderes Strafgesetzbuch dort.

Jeder andere Bundesstaat, der Bund, die Militärgerichtsbarkeit, die Territorien, das eigenständige District of Columbia (die Bundeshauptstadt) etc. hat in den USA ein eigenes Strafgesetzbuch. Eine ziemlich heftige Bürokratie wenn man mal so bedenkt, dass es in Deutschland für alle 16 Bundesländer nur eins gibt, welches für alle angewandt wird. Aber so ist das nunmal.


melden

Der Fall Jens Söring

25.01.2017 um 17:39
@Hesse18
sind es bei Zschäpe nicht Pflichtverteidiger, die man nicht so ohne Weiteres wechsel kann? Ich kenne mich auch nicht so genau aus, aber er hat ihn ja weiterhin beauftragt. Also kann er sich zunächst im Prozess nicht so schlecht vertreten gefühlt haben.


melden

Der Fall Jens Söring

25.01.2017 um 18:41
@Rick_Blaine
@FF

Das ist doch letzlich Wortklauberei, welchen Titel der Vater hatte. Fakt ist, dass der Vater sich gleich zwei Anwälte leisten konnte und Super- Jens eben nicht von einem Pflichtverteidiger vertreten wurde, wie es hier fälschlicherweise behaupted wurde. Die Quellen sind übrigens auch nicht widersprüchlich. Der zweite (local) counsel wird einfach nicht in jedem Artikel erwähnt. Er findet sich aber tatsächlich in vielen Zeitungsberichten aus der Zeit und er ist auch in den TV-Ausschnitten vom Prozess zu sehen. Ich hatte den einen Link nur eingestellt, um deutlich zu machen, dass der Hauptanwalt aus einem anderen Bundesstaat kam und er somit kein Pflichtverteidiger sein konnte.

Um die Qualität hier hochzuhalten, rege ich an, die Unwahrheiten die hier von den Söring- Jüngern gestreut werden zukünftig gemäß den Board Richtlinien zu sanktionieren. Ansonsten macht die Diskussion wenig Sinn.


1x zitiertmelden

Der Fall Jens Söring

25.01.2017 um 22:01
Hier übrigens nochmal den Link zum Sockenabdruck von oehlinho
oehlinho

ich habe die Erklärung von Jake bibb gelesen, die auf der seite von söring verlinkt ist. Bibb war einer der geschworenen damals.

http://q.b5z.net/i/u/7000525/f/SockenSchuabdruck/IV_C_1_Affidavit_by_Juror_Jake_Bibb.pdf (Archiv-Version vom 29.12.2019)
Anscheinend, scheint es in Amerika schwerer zu sein, jemanden zu verurteilen, durch das Geschworenensystem.
Oder nicht jeder Geschworener, hat sich intensiv mit dem Fall befasst.
Wahrscheinlich wäre, JS ein freier Mann, wenn sein Anwalt, den Sockenabdruck entkraftet hätte.
Aber im Grunde, können in dem Fall nur JS/ JS + EH / EH + Weitere Person/en die Haysoms getötet haben, irgendjemand muss die Haysoms ja getötet haben.
Durch die Flucht, zum ungünstigsten Zeitpunkt, Das Geständnis, das er als erster geflohen ist, EHs Tagebuch und einige weitere Indizien, kann man meiner Meinung zu 99% von seiner Schuld ausgehen, und das sehen ja auch, fast alle so.


melden

Der Fall Jens Söring

26.01.2017 um 07:54
@Hesse18

Man muss unterscheiden zwischen einen Verteidiger entlassen und einen Pflichtverteidiger entlassen. Ausserdem kommt es auf den Zeitpunkt an. In der Hinsicht sind die Regeln in allen amerikanischen Bundesstaaten gleich:

Die Verfassung garantiert die freie Anwaltswahl. Das bedeutet, der Angeklagte kann einen Verteidiger jederzeit entlassen, ohne das begründen zu müssen.

Aber: es gibt zwei Einschränkungen:

1. Der Pflichtverteidiger wird vom Staat bezahlt: den kann ich nicht so einfach entlassen, da ein Anwaltswechsel ja mehr Aufwand und Arbeit bedeutet, und daher mehr kostet. Hier muss ich gute Gründe angeben. Ein Vertrauensverlust gilt allerdings in der Regel schon als ein solcher.

2. Ist das Verfahren schon weit fortgeschritten, würde der Wechsel des Verteidigers vermutlich bedeuten, es muss von vorne begonnen werden. Könnte der Angeklagte das nach Belieben tun, könnte er ein Urteil ewig hinauszögern. Daher gilt: wenn die Hauptverhandlung begonnen hat, muss der Richter einen Verteidigerwechsel genehmigen, und das soll er nur bei Vorliegen guter und wichtiger Gründe tun.

Dennoch ist mir in meiner Praxis in den USA noch nie eine so abstruse Situation wie im NSU Prozess begegnet.

JS hatte offensichtlich einen Wahlverteidiger. Dieser war aus Michigan, also dem Bundesstaat, in welchem sein Vater beschäftigt war, daher vermute ich, war der Vater an der Wahl dieses Anwalts wohl beteiligt. Um in einem Bundesstaat praktizieren zu können, in dem man keine generelle Zulassung hat (pro hac vice), muss man allerdings noch einen dort zugelassenen Anwalt dazu beauftragen. Das ist aber meist nur Formsache und dieser "local" attorney hat dann selten eine aktive Rolle im Prozess. Begründet wird die Regel damit, dass immer ein Anwalt "vor Ort" erreichbar sein soll und sich mit den lokalen Regeln auskennen soll. Die eigentliche Verteidigung wird aber dann von dem gewählten Anwalt aus dem anderen Staat organisiert, geplant und durchgeführt.

Wir können hier also vermuten, dass der lokale Anwalt keine grössere Rolle gespielt hat.

Noch eine Bemerkung zur Kritik an jenem Anwalt: In den USA ist es üblich, dass wenn man einen Strafprozess verliert, meist den Anwalt wechselt. Das heisst also, der Anwalt, der die Revision einlegen soll, ist meist nicht der Anwalt, der in der Tatsacheninstanz verteidigt hat.

Das hat zwei Gründe: erstens ist eine Revision ganz anders als ein Prozess, und es gibt Anwälte, die spezialisieren sich auf Revisionen. Hier wird tieferes juristisches und wissenschaftliches Wissen gefordert, als der Prozessanwalt braucht und umgekehrt wäre so mancher Revisionsanwalt im Tatsachenprozess etwas hilflos. Aber noch wichtiger ist der zweite Grund: Der Revisionsanwalt soll ja auch gerade die Verteidigung in der Tatsacheninstanz beurteilen und eventuelle Fehler in der Revision darlegen. Seine eigenen Fehler erkennen und zugeben ist aber nicht jedermanns Sache, daher ist es besser, ein neuer Anwalt schaut sich die Revision an.

Hier hat JS aber offensichtlich den Anwalt der Tatsacheninstanz zumindest in einem habeas Verfahren wieder beauftragt. Das bedeutet dann vermutlich, er, JS, war mit der Arbeit dieses Anwalts bis dahin zufrieden. Das lässt dann die Vorwürfe gegen den Anwalt im Nachhinein ein wenig blass erscheinen. Und so haben es wohl auch die Revisionsgerichte gesehen.


2x zitiertmelden

Der Fall Jens Söring

26.01.2017 um 09:04
@Mr.Mystery1990
das ist wieder mal so ein Irrglaube der Unterstützer, dass er auf jeden Fall frei gekommen wäre, hätte der Anwalt den Sockenabdruck entkräftigt. Man muss sich bewusst sein, dass JS mehrfach gestanden hat. Das Geständnis schien auch schlüssig zu sein, denn selbst sein super Experte der auf falsche Geständnisse spezialisiert ist, kam nicht zu dem Schluss dass es sich um ein falsches Geständnis handelte. Sondern dass einige Punkte, genau die, auf die uns JS bereits schon 1000 mal hingewiesen hat, einen Widerspruch ergeben. Aber das ist nun einmal etwas anders, als ein falsches Geständnis. Und das was von dem Geständnis bekannt ist, macht auch Sinn. Nur weil JS sein Geständnis zurückgezogen hat, heisst es nicht, dass ihm jeder seine Geschichte abkauft. Er denkt tatsächlich, dass es so sein müsste, genauso wie seine Fans es ihm abnehmen, aber das sind eben nicht alle. So nach dem Motto heute gestehe ich und morgen nehme ich es wieder zurück und jeder muss mir glauben. In Pippi Langstrump Manier, ich mache mir die Welt wie sie mir gefällt.

Soweit ich es noch richtig in Erinnerung habe, ist die Jury recht schnell zum Schuldspruch gekommen. Das hätte u. U. anders ausgesehen, wäre der Sockenabdruck entkräftigt worden, länger gedauert, aber mit den Indizien glaube ich nicht, dass er frei gekommen wäre. Er hat gestanden, er hat Täterwissen offenbart, er hat die passende Diagnose gestellt bekommen, in den Briefen ein Dinner erwähnt was geplant war (und das kann nicht auch noch Zufall sein, dass die Eltern ausgerechnet bei einem Dinner sterben). Der Zeitpunkt der Flucht, als es für ihn brenzlig wurde, floh er zuerst. Die kriminelle Energie nach der Flucht usw. Das spricht nicht wirklich dafür, dass es sich hier um jemanden handelt der unschuldig ist. Bis heute hat er es trotz großer finanzieller Unterstützung nicht geschafft, einen anderen Täter zu präsentieren. Daher ist es für mich mehr als unwahrscheinlich, dass der Falsche einsitzt.


melden

Der Fall Jens Söring

26.01.2017 um 10:45
@Mr.Mystery1990
@Venice2009

Ich denke JS wäre auch ohne den oft bemühten Sockenabdruck verurteilt worden. Die lange Indizienkette, seine multiplen Geständnisse uns seine wirren Ausführungen über den Tathergang und die Begleitumstände, hätten wohl so oder so dazu geführt, dass er 12:0 verurteilt worden wäre.

Das Rumgejammere über den Abdruck ist doch nur eine billige Masche, genau wie das Geheule über seinen Anwalt oder den Richter.


melden

Der Fall Jens Söring

26.01.2017 um 10:58
Er hat sich halt total verkalkuliert. Erst hat er gedacht, es würde ihm niemand draufkommen, dass er der Mörder ist, bzw. er wird nicht geschnappt. Irrtum. Dann hat er gedacht, er wird nach Deutschland ausgewiesen und bekommt eine Jugendstrafe, die er auf einer Backe absitzt. Irrtum. Und seitdem probiert er halt systematisch alle erdenklichen Schlupflöcher durch, die ihn irgendwie raus bringen könnten.


melden

Der Fall Jens Söring

26.01.2017 um 12:19
@ElvisP @Venice2009

Sowie ich es verstanden habe, gab der Sockenabdruck, den Rückschluss für diesen Jake bibb, das JS der Täter/an der Tat beteiligt war.
Er schreibt ja, das es für ihn schwerer bis unmöglich wäre, ihn mit der Tat, in Verbindung zu bringen.
Ich sehe es, wie ihr, man braucht keinen 100% Beweis für JS Schuld wenn man über 20 Indizien hat gegen ihn, zudem die Konstellation EH + Weitere Person/en, extrem unwahrscheinlich ist.


melden

Der Fall Jens Söring

26.01.2017 um 13:00
@Rick_Blaine

Vielen Dank wie immer für Ihre plausiblen Ausführungen. Ich hatte mir schon so etwas in der Richtung gedacht.

@Venice2009 und @ElvisP

Ich möchte noch einmal daran erinnern, dass Sörings Geständnis trotz Widerruf doch verwendet werden durfte in den Verhandlungen. Warum das so war, dass steht in einem der Links zu den Urteilen der Revisionsgerichte drin, welche ich vor ein paar Monaten hier im Thread gepostet hatte.

Ich stimme euch beiden voll und ganz zu, dass JS selbst ohne den eher schwachen Beweis des Sockenabdrucks allein aufgrund seines Verhaltens und weiterer Indizien verurteilt worden wäre.


melden

Der Fall Jens Söring

26.01.2017 um 13:02
@Mr.Mystery1990
Ziel einer Jury ist es einstimmig zu einem Ergebnis zu kommen. Grundsätzlich hätte Jake Bibb für nicht schuldig stimmen können. Vielleicht noch 2 oder 3 weitere Geschworene. Es müssen aber ALLE Geschworenen für ein nicht schuldig stimmen, damit es zu einem Freispruch kommt. Da reichen nicht 2, 3 oder 6 Geschworen aus.

Bei der Indizienkette glaube ich persönlich nicht, dass tatsächlich alle 12 Geschworenen für nicht schuldig plädiert hätten. Wie ich schon schrieb, vielleicht hätte es länger gedauert zu einer Urteilsfindung, aber nur aufgrund des Sockenabdrucks, ist JS nicht verurteilt worden. Das wird immer gerne hervorgekramt, weil der Abdruck nicht aussagekräftig ist. Was aber nicht zwangsläufig bedeutet, dass er die komplette Jury von seiner Unschuld überzeugt hätte. Das wird nur so von seinen Anhängern dargestellt, ist also rein spekulativ, wie immer.

Theoretisch hätten die anderen Jury Mitglieder die Zweifler genauso von seiner Schuld überzeugen können.


melden

Der Fall Jens Söring

26.01.2017 um 13:48
Es gibt ein neues Buch von Super- Jens:

"A Far, Far Better Thing". Hierbei handelt es sich um die englische Übersetzung von "Nicht Schuldig", ergänzt durch die geistigen Ergüsse von Bill Sizemore, dem Hofberichterstatter von JS (sozusagen das US- amerikansiche Pendant zu KS).

https://lanternbooks.presswarehouse.com/Books/BookDetail.aspx?productID=501236

Dann bin ich auch noch über ein media kit gestolpert, dass ich euch nicht vorenthalten wollte:

https://de.scribd.com/document/337610745/Jens-Soering-Media-Kit


melden

Der Fall Jens Söring

26.01.2017 um 17:31
@Venice2009
Ich bin kein Anhänger von JS, aber soweit ich weiß, müssen Jurys zu einstimmigen Ergebnissen kommen, um ihn zu Verurteilen, sprich würde 1 Zweifler schon ausreichen.

Hab hier nochwas gefunden:

http://www.minilex.de/a/was-sind-geschworene-und-welche-aufgaben-haben-sie
In den Vereinigten Staaten von Amerika müssen sich alle über die Schuldfrage einig sein und auch tatsächlich so lange tagen bis eine einstimmige Entscheidung zustande gekommen ist. Das kann in manchen Fällen sogar Tage dauern.



melden

Der Fall Jens Söring

26.01.2017 um 17:40
Ok, hab hier noch was gefunden, ist aber nicht in Virginia:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/etan-patz-jury-kann-sich-nicht-auf-urteil-einigen-a-1033149.html
Niemand kann sich daran erinnern, dass eine Jury in New York länger über Schuld und Unschuld diskutierte. 18 Tage lang versuchten sieben Männer und fünf Frauen im State Supreme Court von Manhattan, eine Frage zu beantworten: Hat Pedro H. vor 36 Jahren den sechsjährigen Etan Patz gekidnappt und umgebracht?

Elf Juroren waren überzeugt: Pedro H. ist ein Entführer und Kindsmörder. Ein Juror blieb dabei: Die Beweise gegen H. reichen für eine Verurteilung nicht aus. In New York müssen Jurys zu einstimmigen Ergebnissen kommen. Deshalb erklärte Richter Maxwell Wiley am Freitag das Verfahren zum "Mistrial", zum "ergebnislosen Prozess". Das geschieht häufiger, wenn sich Juroren nicht einig werden.

In einem der berüchtigtsten Kriminalfälle der New Yorker Geschichte stehe Staatsanwalt Cyrus Vance nun eine schwierige Entscheidung bevor, schreibt die "New York Times": Entweder müsse er einen weiteren kostspieligen Prozess gegen H. anstrengen - mit der Beweislage, die diese Jury nicht überzeugte. Oder Vance müsse H. trotz eines Geständnisses laufen lassen, allerdings nicht sofort. Mindestens bis zum 10. Juni wird er in Haft bleiben, dann ist ein Termin vor Gericht angesetzt. Vance hat mitgeteilt, er halte H. für schuldig.

Nur ein Juror war nicht überzeugt. Das könnte laut "New York Times" dafür sprechen, dass die Staatsanwaltschaft einen neuen Prozess riskiert.



melden

Der Fall Jens Söring

26.01.2017 um 17:52
@Mr.Mystery1990
meistens wird sich die Jury einig. Wie gesagt, sie diskutieren ja auch noch in deinem genannten Fall 18 Tage lang. Ich kenne den Fall nicht, daher kann ich dazu nichts sagen.

Im Fall von JS spricht aber vieles dafür, dass er an der Tat beteiligt war. Man muss die Indizien, wie schon so oft erwähnt, als ein Ganzes sehen und nicht eins heraus picken und sagen, dass es nicht für JS spricht.

Ob Bell tatsächlich bei einem nein geblieben wäre? Wer weiß das schon so genau, nach tagelanger Diskussion. Das ist reine Spekulation, wie ich schon schrieb, genauso hätten ihn die anderen noch umstimmen können. Wir wissen es nicht, auch wenn seine Unterstützer immer wieder etwas anderes behaupten.


melden

Der Fall Jens Söring

27.01.2017 um 04:34
@Venice2009
@Mr.Mystery1990

Für ein Urteil im Strafprozess muss die Jury einstimmig sein. Das bedeutet für "schuldig" oder auch "nicht schuldig" müssen sich alle 12 Juroren einig sein.

Können sich die Juroren aber beim besten Willen nicht einigen, werden sie das dem Richter mitteilen, der sie dann entlassen wird. Das bedeutet, der Prozess ist komplett geplatzt, in den USA gibt es dafür den Fachbegriff: "mistrial."

Der Angeklagte bekommt nun wieder den Status wie vor dem Verfahren. Im Gegensatz zu einem Freispruch kann die Staatsanwaltschaft nun versuchen, das ganze Verfahren mit einer neuen Jury noch einmal von vorne zu beginnen. Sie muss es allerdings nicht.


melden

Der Fall Jens Söring

27.01.2017 um 09:35
Das hat doch die Anwältin von JS bei allen Fernsehinterviews bereits alles erläutert, nämlich, daß ein Schuldspruch nur dann zustande kommt, wenn alle 12 Jurymitglieder ein einstimmiges Urteil fällen und das eine Jurymitglied hat ja später eine eidesstattliche Versicherung abgegeben, daß er JS nicht für schuldig befunden hätte, wenn der Sockenabdruck nicht gewesen wäre.

Also wäre es ohne den Sockenabdruck, also ohne diesen "Fake-Beweis" nicht zu einem einstimmigen Urteil und damit auch NICHT zu einem Schuldspruch gekommen.

Dies wird auch als Hung Jury bezeichnet.

Das Gericht entscheidet dann, ob es die Jury dazu auffordert, nochmal neu zu verhandeln, um dadurch ggf. doch noch zu einer einstimmigen Entscheidung zu kommen oder ob es einen Mistrial erklärt.

Wenn die Jury weiterhin unentschieden bleibt, erklärt das Gericht daraufhin einen mistrial, was wohl in seinem Fall auch so gewesen wäre, denn der Sockenabdruck gab den Ausschlag dafür, daß die Jury ihn überhaupt "einstimmig" verurteilen konnte.

All dies ist aber nichts neues, sondern ist schon seit laaaangem bekannt und geht aus den diversen Statement seiner Anwältin, die diese in diversen Fernsehinterviews gegeben hat, bereits hervor.

Die entsprechenden links zu den Orginal Statement seiner Anwältin und auch der link zu der eidesstattlichen Versicherung des betreffenden Jurymitglieds gehen ebenfalls aus seiner Website hervor.


melden

Der Fall Jens Söring

27.01.2017 um 10:26
@Friedhelm65
Es wäre wirklich nett, wenn du dich auch anderer Informations-Quellen bedienst, außer die immer gleiche... JS-PAGE. *Gähn*
Im übrigen bist du immer noch ein paar Quellenangaben "schuldig", die hier z.B. @ElvisP und andere gefordert hatten.

@ElvisP
Zitat von ElvisPElvisP schrieb:Um die Qualität hier hochzuhalten, rege ich an, die Unwahrheiten die hier von den Söring- Jüngern gestreut werden zukünftig gemäß den Board Richtlinien zu sanktionieren. Ansonsten macht die Diskussion wenig Sinn.
Dem stimme ich VOLL und GANZ zu.


melden

Der Fall Jens Söring

27.01.2017 um 10:32
Wenn das ehemalige Jury-Mitglied das so behauptet, ist das doch völliger Humbug. Es kann doch gar nicht wissen, wie die Diskussion weiter gegangen wäre und ob es sich nicht im weiteren Verlauf doch von der Vielzahl der gegen Jens Söring sprechenden Indizien hätte überzeugen lassen. Diese Diskussion zur Entscheidungsfindung kann die Person doch nicht einfach ausklammern. Darum wird ja beraten, und was zählt, ist nicht eine Meinung zwischendurch, sondern das Urteil am Ende. Wenn ein Jury-Mitglied sich aufgrund eines einzigen Indizes zu einem Urteil verleiten ließe, wäre das außerdem sehr fahrlässig. Es hat doch immer sämtliche Umstände gemeinsam zu bewerten - und die sprechen durchaus deutlich gegen Söring. Zumindest meiner Meinung nach.


melden