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Der Fall Jens Söring

30.223 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

16.04.2017 um 15:45
Wieso kann dieser jemand nicht ausfindig gemacht werden. Oder soll es EH alleine gemacht haben, 2 Erwachsene abgeschlachet, gleichzeitig, ohne sich dabei überhaupt zu verletzen. Bei JS wurde laut einem Zeugen eine Handverletzung gesichtet nach den Morden. Auch wenn  es von ihm natürlich wieder Mal abgestritten wird bzw der Zeuge wieder Mal der Lüge bezichtigt. 


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Der Fall Jens Söring

16.04.2017 um 16:10
@yasumi Dh hatte ungefähr 2 Promille intus, da kann ich mir durchaus vorstellen, dass er sich hat profozieren lassen. Dass die Eltern ihn nicht mochten, erfolgte laut Aussage eines der Brüder. Die Mutter hatte es ihm bei einem Telefonat erzählt.
Woher weißt du, was er genau in den Geständnissen gestanden hat. Darüber was JS äussert wäre ich vorsichtig, denn dass muss lange noch nicht stimmen. 


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Der Fall Jens Söring

16.04.2017 um 18:11
Zitat von yasumiyasumi schrieb:Er hat sich als Doppelmörder selbst ins Spiel gebracht. Die Frage die ich mir stelle ist: Hat er sich ins Spiel gebracht, weil er es gerne gewesen wäre, oder weil er es tatsächlich war?

Dieses "Tun als ob" etwas weitergedacht: ich würde auch nicht ausschließen, dass er - nach der ganzen Planung und dem Rumfantasieren - im letzten Moment "gekniffen" hat, im Auto wartete ("jemand muss doch aufpassen, dass niemand kommt"), und erst dann, als alles vorbei war, ins Haus ging (in Socken, um die teuren Schuhe nicht zu ruinieren), um auch mitreden zu können. Um dennoch den Eindruck erwecken zu können, er wäre dabeigewesen, der Gefährliche, Gesetzlose. Um so tun zu können, als ob.

Und am Ende hat er sich womöglich mit seinem kalkulierten, prahlerischem Geständnis verkalkuliert.

So seh ich das momentan.
-Was möchtest Du damit andeuten? Vielleicht, dass JS zum Zeitpunkt der Morde nicht er
selber war. Möglicherweise hat er sich aus seinem Alltagsbewusstsein ausgeklinkt in dem
Moment als er sich zu den Morden entschlossen hat, weil es nicht seinem normalen
Bewusstseinszustand entsprach. Er hat sich selber als völlig außer sich empfunden und
konnte so auch die Morde begehen? In dem Moment kam der Wolf in ihm zum Vorschein,
sprich der soziopathische Anteil seiner selbst.

Seine sonstige Art lässt ja nicht unbedingt auf Soziopathie schließen. Jedenfalls nicht im
ersten Moment. Man muss bei JS hinter den Vorhang sehen können, um das zu erkennen.

Allerdings kann man das auch leicht so erkennen, wenn man etwas nachdenkt. Seine
Supporter wollen das aber nicht sehen, da sie an ihrer eigenen Sicht auf ihn festhalten, sie
würden sich sonst selber verraten. Sie würden das auch nicht tun, wenn sie nicht Vorteile
davon hätten. Z.B. in der Öffentlichkeit stehen und wahrgenommen zu werden.


Jetzt kommt es ihm so vor, als ob jemand anders die Morde begannen hat, da er sich nicht
(mehr) vorstellen kann, es selber gewesen zu sein.
Er hat also im Lauf der vielen Jahre diese Tat ganz von sich abgespalten und kann sie sich
selber nicht mehr zuordnen. Will es auch nicht, sonst würde er jetzt "offiziell" als Lügner
dastehen. Er ist also mindestens doppelt gehindert diese Tat einzugestehen. Er als
"Feingeist" (was er auch sein kann), würde so etwas niemals tun. Als Lügner dazustehen
geht auch nicht. Er würde sich damit in sich selber verraten und auch seine Unterstützer
verraten, derart, dass sie dann so enttäuscht wären über seine "Ehrlichkeit", dass sie nicht mehr
weitermachen würden. Er würde so viele "Freunde" verlieren. Ich denke, er empfindet sie
tatsächlich als Freunde, da sie ihn viel besser "verstehen können" als die anderen Leute
im Gefängnis.

Es ist also vorstellbar, dass er als "jemand anderer" die Morde begannen hat. Dann das Haus
verließ und sich ins Auto setzte. Jetzt, im Auto, zu sich kam, wieder die eigentliche Person
JS wurde, und das Blut an sich bemerkte. Das verwirrte ihn und er wollte nachsehen gehen.
Registrierte die Tat im Haus, machte sich einigermaßen sauber und fuhr zu EH zurück.
Es gab daher für ihn einige Zeit lang 2 Versionen seiner selber. Der eigentliche JS und die 2. Person, der Mörder. Deswegen hat er auch später gestanden. Aus bekannten Gründen
noch später diese Mörderpersönlichkeit in sich verleugnet und stellt sich jetzt als "unschuldig" dar und ist davon wohl auch überzeugt. 

Es gibt ja durchaus die Möglichkeit, dass jemand 2 Persönlichkeiten in sich haben kann.
Ähnlich wie  Dr. Jekyll and Mr. Hyde.
Ohne Therapie ist es für mich gut vorstellbar, dass, wenn er wieder in Freiheit wäre, der Wolf
ihn ihm wieder zum Vorschein kommen kann, unter bestimmten Bedingungen.

Das waren meine Ideen (Meinung) zu Deinem Kommentar. 


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Der Fall Jens Söring

16.04.2017 um 18:23
@yasumi

Wenn ich es richtig erinnere, kam die 2009er DNA Untersuchung durch das sogenannte Post Conviction DNA Testing Programme zustande. Auf Veranlassung von JS. Ulkig: heute behaupted Super- Jens, dass er die Ergebnisse ganz bewusst nicht vor Gericht eingebracht hat (was möglich gewesen ware, aber nie passiert ist). Ich habe das nie so recht geglaubt.

Das passt auch gewissermaßen zu den aktuellen DNA "Beweisen", die JS ebenfalls hätte vor Gericht bringen können, was aber erneut nicht passiert ist.


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Der Fall Jens Söring

16.04.2017 um 19:03
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:Woher weißt du, was er genau in den Geständnissen gestanden hat.
Es geht ja darum, was er nicht gesagt hat. Meine Quelle dafür ist der Free Lance-Star, die hab ich angegeben, und daraus zitiert. Ob das so stimmt, weiß ich natürlich nicht.
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:Darüber was JS äussert wäre ich vorsichtig, denn dass muss lange noch nicht stimmen.
Da hast du recht, weswegen ich bei der Aussage:
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:Dh hatte ungefähr 2 Promille intus, da kann ich mir durchaus vorstellen, dass er sich hat profozieren lassen.
vorsichtig wäre, denn dass das Gespräch "hitzig" wurde, bezieht sich glaub ich allein auf die Aussage von Jens Söring.

Er oder sie oder beide zusammen können ja auf "Friedensangebot" gemacht, und mit Derek Haysom darauf angestoßen haben, bis er betrunken war, um ihn dann leichter überwältigen zu können. Es gibt ja leider keine unabhängigen Zeugen.
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:Bei JS wurde laut einem Zeugen eine Handverletzung gesichtet nach den Morden.
Das ist in der Tat eine wichtige Zeugenaussage, auch wenn ich noch nichts Konkreteres dazu finden konnte. Aber sowohl Elizabeth Haysom spricht von einer Handverletzung, als auch Jens Söring selbst - wenn man dem Buch von Ken Englade glauben schenken will. Und natürlich muss man dabei auch den beiden glauben. Womit ich am meisten Schwierigkeiten hab.

Ich tu mich ehrlich gesagt mit dieser Zeugenaussage etwas schwer. Irgendwie denk ich mir, müssten doch auch Ermittler bei der Beerdigung anwesend gewesen sein, die dann etwas hätten bemerken können. Denn zu dem Zeitpunkt war es noch völlig unklar, wer hinter den Morden stecken könnte, und bislang bin ich davon ausgegangen, dass es dann üblich ist, auch zu dokumentieren, wer alles die Trauerfeier besucht.
Zitat von kelten-maisiekelten-maisie schrieb:-Was möchtest Du damit andeuten?
Ich meine folgendes: ich kann mir Jens Söring als jemanden vorstellen, der seine Rolle und Bedeutung in einer Situation überbewertet.

Ein Beispiel: Ich bin auf einer Demo, es gibt Gegendemonstranten. Lautstark skandiere ich, provoziere. Bis die Gegendemonstranten angreifen. Dann ziehe ich mich zurück, lass die anderen machen und beobachte das ganze aus der Distanz. Nachher, wenn ich davon erzähle, bin ich aber derjenige, der ganz vorne mitgekämpft hat, der detailliert beschreibt, wie die Fäuste flogen. Stolz zeige ich meine Narben.

So in der Art. Ist natürlich Küchenpsychologie, klar. Und natürlich weiß ich nicht, wie es im Fall der Haysoms tatsächlich war.
Zitat von ElvisPElvisP schrieb:Wenn ich es richtig erinnere, kam die 2009er DNA Untersuchung durch das sogenannte Post Conviction DNA Testing Programme zustande. Auf Veranlassung von JS.
Ah danke. Dann ging das also doch von ihm aus. Hm.


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Der Fall Jens Söring

16.04.2017 um 19:17
Ich habe mich anfangs auch total getäuscht und hatte riesiges Mitleid mit Jens. Nachdem was ich hier gelesen habe glaube ich nicht mehr an die Unschuld.


Was mich dennoch wundert:  Wenn er so ein narzistischer Psychopath ist warum nimmt er anfangs die Schuld auf sich und gesteht?? Ein Psychopath hätte dass auch damals nicht gemacht.


Hier wurde mal berichtet er hätte Unterstützer schlecht behandelt nachdem Sie ihm nicht mehr helfen konnten. Habe im Thread nichts gefunden um was ging es da??


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Der Fall Jens Söring

16.04.2017 um 19:23
@yasumi
Sicherlich weiss niemand, was genau JS gestanden bzw nicht gestanden hat. Laut Gardner hat er sehr detailliert gestanden.
Dass polizebeamte an einer Trauerfeier teilnehmen sieht man sehr oft in Krimis. Ob es 1985 auch schon üblich gewesen ist weiß ich nicht. Aber es wurden da auch angeblich Beweisstücke zum wegputzen freigegeben, also kann ich mir durchaus vorstellen, dass bei der Trauerfeier keine Ermittlungsbeamten vor Ort waren. 

Immerhin gibt es ja diesenZeugen laut Gardner. Aus welchem Grund hätte er sich sowas ausdenken sollen. Oder jemanden zu Unrecht beschuldigen?


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Der Fall Jens Söring

16.04.2017 um 19:26
@robin1991
Schau mal im Forum schwarzes Hamburg. Da schrieb eine Unterstützerin die auch schriftlichen Kontakt zu JS hatte. 

@yasumi mit der Promille wird sich JS nicht ausgedacht haben. Die Leichen würden ja untersucht... Daher wird das schon stimmen


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Der Fall Jens Söring

16.04.2017 um 19:41
Ich schreibe vom Handy, und das möchte nicht wie ich will*g*
@yasumi Ich finde, dass sich der Ablauf den JS gestanden hat, der bekannt ist, schlüssig anhört. Ganz im Gegenteil zu der Geschichte mit dem Liebesgeständnis das wenig Sinn macht und unglaubwürdig klingt.

Dazu passt die Höhe Promillezahl, ein Streit, die Eskalation usw. 


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Der Fall Jens Söring

16.04.2017 um 21:09
@Venice2009
@yasumi

Der Zeuge, der bei JS die Schnittwunde bei der Beerdigung gesehen hat, hat dies vor Gericht bezeugt. Es ist also hoch offiziell belegt (transcript), dass es diese Aussage gibt. Zum Wahrheitsgehalt kann ich natürlich nichts sagen, aber warum sollte sich der Zeuge das ausdenken?


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Der Fall Jens Söring

16.04.2017 um 22:34
@alle

Es gibt die Theorie, dass ein Mörder immer noch einmal an seinen Tatort zurückkehrt. Dies soll nach dem hier vielfach zitierten Geständnis bei JS ebenfalls der Fall sein.

Im Fall von JS gibt es eine schlüssige Indizienkette. Ob sich noch andere DNA im Haus befunden haben mag ist nebensächlich; denn selbst JS hätte seine eigene DNA plausibel im Haus erklären können, da JS mit EH zuvor schon im Haus mit EH gewesen ist.

Nach den hier vorliegenden Indizien, die nicht zwingend ineinander greifen müssen, bin ich überzeugt, das JS auch von jedem deutschen Gericht verurteilt worden wäre. Das abgegebene Gesrändnis ist dabei sowieso schon ein k.o.-Kriterium.

Es wird nirgendwo darauf eingegangen, woher denn JS, falls JS unschuldig sein sollte, wie zumindest der Unterstützerkreis der Unschuldstheorie vermutet, die Kenntnis gehabt haben sollte, dass das Jugendstrafrecht in der BRD bei manchen Heranwachsenden noch Anwendung findet und hier ein Strafmaximum von 10 Jahren existiert?

Spricht nicht mehr dafür, dass diese Sachkenntnis nicht doch von einem seinerzeit jugendlichen Mithäftling aus Deutschland stammte, der durch einen  Untersuchungshaftaufenthalt in der BRD vor seiner Straffälligkeit in England diesen Umstand ihm dort erörterte?

Angenommen, der JS hätte tatsächlich bereits zuvor darüber gewußt, dann wäre es mehr wie logisch und klug von ihm gewesen, dass er sich auf seiner Flucht, die auch über Deutschland führte, einfach nur noch dort bis zu dessen Ergreifung mit oder ohne EH aufgehalten hätte.

JS feilt an seinem Fall, wo es nur geht, so mein Gesamteindruck.
Wie unklug wäre es gewesen, wenn JS den Fall auf sich nehmen wollte und dann trotz drohender Verfolgung noch nach England reiste.

Für mich spricht alles dafür, das JS sich erhoffte in England nur wegen Scheckbetrugs verurteilt zu werden und - nach Verbüßung der dortigen Strafe - anschließend die Flucht fortsetzen wollte. Nachdem aber Scotland Yard die Briefe dort fand, war der JS urplötzlich verdächtigt worden EH ihre Eltern getötet zu haben. 

Meiner Meinung nach, brach über JS eine Welt zusammen, als JS mit den Mordvorwürfen konfrontiert wurde. Die Situation verstand JS wohl als aussichtslos. Das erklärt die schonungslosen Bekenntnisse im Sinne der Geständnisse. Sonst hätte ja JS auch noch bevor JS mit den Mordvorwürfen konfrontiert wurde gegenüber einer deutschen Behörde gestehen können. Diese hätte dann als Erster Auslieferungsantrag gestellt. Wenn verschiedene Staaten einen Auslieferungsantrag stellen, dann wird zuerst das Land bedient, welches als erstes den Antrag stellte. Das hätte Super-Jens - nach einschlägiger Befassung mit der Materie - sowieso wissen müssen, oder?


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Der Fall Jens Söring

16.04.2017 um 23:25
Zitat von Ashford1986Ashford1986 schrieb:Meiner Meinung nach, brach über JS eine Welt zusammen, als JS mit den Mordvorwürfen konfrontiert wurde. Die Situation verstand JS wohl als aussichtslos. Das erklärt die schonungslosen Bekenntnisse im Sinne der Geständnisse.
Sehe ich auch so... wobei es, im eigentlichem Sinne, keine Vorwürfe gewesen sein mögen, sondern anhand der vorliegenden Indizien schon was mehr.

Ich kann mir vorstellen, das JS den deutschen Behörden (auch) eine tolle Story aufgetischt hätte u. er nicht vorhatte, für 10 Jahre "im Bau" zu gehen...


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Der Fall Jens Söring

16.04.2017 um 23:39
@borabora

In der Gesamtschau schien mir das Vorgehen - nach dem Fluchtansatz - etwas planlos gewesen zu sein. JS hatte Eh in der Hand und umgekehrt. JS kann aber doch nicht allen Ernstes geglaubt haben ein Leben lang auf der Flucht sein zu können. Auf einmal dann die Verhaftung in England.

Klug wäre es doch gewesen, wenn JS nicht erst nach Thailand geflohen wäre, sondern schnurstracks nach Deutschland. Eventuell hätte man bei einer Verhaftung der beiden in der BRD gleich beiden hier den Prozeß gemacht. Es wären dann überschaubare Urteile dabei herausgekommen. EH hätte man nach einer Verurteilung in der BRD nicht erneut in den USA vor Gericht stellen können.

Ich glaube daher nicht an einen "Super-Jens", sondern mir fällt da mehr der von sich selbst überzeugte JS in den Fokus.

Das JS beispielsweise "Gardener" töten wollte, das wird einfach ignoriert. Jedes einzelne Detail in diesem Nexus erschreckt mich immer wieder aufs Neue!


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Der Fall Jens Söring

16.04.2017 um 23:47
@Ashford1986

Sehe ich auch so.

Klug wäre es vor allen Dingen gewesen, auf die Tötungsabsichten, die Elisabeth geäussert hat, erst gar nicht einzugehen, sondern ihr andere Wege aufzuzeigen.

So aber nahm das Unglück seinen Lauf.

Wer weiss, was sich Söring so alles gedacht hat, warscheinlich dachte er, er würd jedes noch so grosse Hindernis überwinden, k.A.


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Der Fall Jens Söring

17.04.2017 um 00:10
@borabora

Es gibt Menschen, die urplötzlich einen bahnbrechenden Erfolg hatten, dann so sehr von sich selbst überzeugt sind sodass diese sich für unfehlbar halten (maßlose Überschätzung). Eine weitere Bestätigung mag die Eroberung von EH als Intimpartner gewesen zu sein. Der muß er ja auch irgendwie beeindruckt haben. Wenn sich dann aber plötzlich Probleme ergaben, waren diese eben für einen JS wahrscheinlich aus Unerfahrenheit nicht mehr steuerbar. Diese Hypothese stelle ich auf, selbst wenn ein unbedachter JS halt gemeint hätte, man könne doch einen Doppelmord einfach mal so auf sich nehmen.

Der deutsche Jugendknast ist nicht gerade mal eine Station, wo ein JS besonders gut angekommen wäre. Es gibt dort eine schlimme hierarchische Subkultur. Neuankömmlinge werden nicht abgesondert. JS hätte sich dort beweisen müssen. Das wären harte Jahre für ihn geworden. JS ist und wäre ja nicht zum klassischen Jugendgefängnisinsassen mutiert.

Ich hätte dem JS diese Erfahrung nicht gewünscht. Gleichwohl ist JS jetzt wohl in einer Situation, in der sich JS gar nichts mehr richtig vorstellen kann; denn es fehlt ihm schlichtweg die Lebenserfahrung. Jemand, der nach drei Jahrzehnten in ein repressives System hineingewachsen ist, der wird in anderen politischen oder unter anderen sozialen Verhältnisssen nicht überlebensfähig sein.  JS war sehr jung dauerhaft in die Mühlen der Justiz gelangt, anders bei Manson oder Mandela.

Bereits in der BRD bestehen erhebliche Schwierigkeiten Gefangene nach nur zehn Jahre Haft wieder zu resozialisieren. Nach 30 Jahren üblicherweise nur geriatrisch oder über betreutes Wohnen überhaupt noch vorstellbar. Der Staat als Unternehmer hat keinen Gewinn an einem alten Mann ohne Berufs- und Lebenserfahrung. Sozialfälle gibt es auch in der BRD mehr als genug.

Einen Vierzigjährigen Söring hätte man vielleicht unter wirtschaftlichen Aspekten noch in der BRD zu integrieren versuchen können, aber einen untherapierten JS tut sich wohl keiner kostenmäßig wirklich an, oder?

N.B. Ich glaube, JS hat sich aus puren Versagensängsten in seine jetzige ausweglose Situation manövriert (W. Schmidbauer:"Die Ohnmacht des Helden").

Es muß immer das Prinzip herangezogen werden, wer "unverschuldet" in Not geraten ist, der kommt zuerst. Wer aber mal einen Doppelmord so einfach gesteht und dafür noch belobigt werden möchte, der gilt keineswegs als sozialpolitisch mit Vorrang zu behandeln.
Daher ist es sehr richtig eingeschätzt, wenn dem JS seine Lage nunmehr als "aussichtslos" eingeschätzt wird. Das weiß JS wohl am besten zu beurteilen. Den "sozialen Tod" aber stirbt jemand erst dann, sobald niemand mehr über einen Menschen spricht ("Welt der Ideen, nach Sir Karl Popper die "Welt 3").


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Der Fall Jens Söring

17.04.2017 um 00:36
Zitat von Ashford1986Ashford1986 schrieb:JS kann aber doch nicht allen Ernstes geglaubt haben ein Leben lang auf der Flucht sein zu können.
Aufgrund seiner Selbstüberschätzung wird er dies vielleicht tatsächlich gedacht haben. Er hat ja immer, je nachdem, was die Ermittler gegen ihn in der Hand hatten, eine Geschichte aufgetischt, die, zumindest teilweise, gelogen waren.

In den Geständnissen hat er ja Fehler eingebaut, um dann zurückrudern zu können. So nach dem Motto: Ich war es ja gar nicht.

Vielleicht hat er sich schon immer für unfehlbar gehalten, schließlich ist er während der ganzen Zeit nicht eingeknickt, was evtl. aufgrund eines
Erfolgserlebnisses der Fall gewesen wäre.
Zitat von Ashford1986Ashford1986 schrieb:. Gleichwohl ist JS jetzt wohl in einer Situation, in der sich JS gar nichts mehr richtig vorstellen kann; denn es fehlt ihm schlichtweg die Lebenserfahrung. Jemand, der nach drei Jahrzehnten in ein repressives System hineingewachsen ist, der wird in anderen politischen oder unter anderen sozialen Verhältnisssen nicht überlebensfähig sein.
Über das u. wie es für ihn damals im Gefängnis (10 Jahre? Jugendknast) gewesen wäre, hat er sich wohl keine richtigen Gedanken gemacht.
Für ihn war wichtig, vor den Ermittlungen vielmehr vor seiner Tat u. seiner Verhaftung (Finger-Fussabdrücke) zu fliehen.

Von da ab nahmen es die Beiden, wie es kam, wie Du schon anmerktest... planlos.
Zitat von Ashford1986Ashford1986 schrieb:Es muß immer das Prinzip herangezogen werden, wer "unverschuldet" in Not geraten ist, der kommt zuerst. Wer aber mal einen Doppelmord so einfach gesteht und dafür noch belobigt werden möchte, der gilt keineswegs als sozialpolitisch mit Vorrang zu behandeln.
So ist es, wobei Söring schon viel Beistand, eigentlich zuviel (wenn man um seinen Fall Bescheid weiss) erfahren hat.


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Der Fall Jens Söring

17.04.2017 um 11:37
@Valentino
Ich halte es für überflüssig, Briefe nach Virginia zu schreiben. Der Freundeskreis unterstützt JS ja nicht wirklich, oder wenn doch, dann tun sie alles, um das Gegenteil zu erreichen. Sie wollen v. a. selbst profitieren. Ich halte es für ausgeschlossen, dass er demnächst freikommt. Wie andere schon schrieben, hat er keine Lobby in Virginia und das System dort erlaubt nicht, Leute auf Zuruf freizulassen.


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Der Fall Jens Söring

17.04.2017 um 12:25
@Ashford1986 und @borabora:

Ich kann euch beiden nur voll und ganz zustimmen. JS ist nicht so intelligent wie er glaubt oder wie er es uns glauben lassen will. Er war damals und ist es heute noch ziemlich naiv in Bezug darauf, dass er glaubt, dass die wichtigen Leute dort in Virginia im System ihn doch für unschuldig halten müssen, weil er aus seiner Sicht eine glaubwürdige Version der Dinge (für mich Ausreden) aufgetischt hat. Wenn man aber selbst neutral an den Fall ran geht, dann fallen einem recht schnell einige Unstimmigkeiten auf, weshalb ich recherchierte vor etwa 14 Monaten und hier im Forum landete. Die ganzen Gerichtsurteile, welche ich letztes Jahr hier im Thread reingestellt hatte, hatten ungemein weitergeholfen, genauso wie @Ashford1986 zahlreiche und nachgewiesene Ausführungen in Bezug auf Söring hier im Thread.


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Der Fall Jens Söring

17.04.2017 um 13:32
Sein Ziel war es gewesen mit einer geringst möglichen Strafe davonzukommen. Egal unter welchen Umständen. Und bis heute noch immer kein Wort des Bedauerns über die furchtbareTat oder bezüglich der Opfer. Die sind und waren ihm egal. 


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Der Fall Jens Söring

17.04.2017 um 13:58
Ich denke, das JS am Anfang als er gestanden hat das er der Jenige war der die Morde begangen hat, auch die Wahrheit gesagt hat und das tat er aus liebe zu seiner Freundin damals (nicht weil er nicht wollte das sie auf den elektrischen Stuhl kommt, Menschen versuchen vor allem sich selbst zu schützen wenn es um das eigene Leben geht und er wusste auch das ihm keine Todesstrafe blüht). Als die Liebe dann nach all den Jahren und durch die Trennung im Gefängnis verschwand, fing er an zu lügen in der Hoffnung nach Deutschland zurück zu können.

Die Ratte kann gerne in den Staaten bleiben bis zur Verwesung, hier gibt's schon genug kranke und obendrein noch eine unfähige Polizei. 


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