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Der Fall Jens Söring

29.217 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

07.05.2018 um 19:58
Zitat von ElvisPElvisP schrieb:Du hast echt nicht kapiert, was ich sagen wollte, oder?
Klar hab ich....Du kannst ja lesen wie ich den blog benenne....

Macht der dann übrigens wieder dicht wenn die Luft raus ist?


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Der Fall Jens Söring

07.05.2018 um 20:21
Über die Bedeutung des Interview mag ich irgendwie nicht spekulieren. Aber einen kleinen Zeitverteib einstreuen:)

Youtube: The Fear of 13 - Official Trailer
The Fear of 13 - Official Trailer


Im Film "the fear of 13" gibt es eine Parallele: Die Blutgruppe führte zur Veruteilung eines Unschuldigen.

... und vielleicht gibt es ja irgendwann doch noch eine zweite Parallel:

=> nachdem sich das "System" extrem beharrlich gesträubt hatte den Fehler einzugestehen, mussten sie es doch letztendlich tun.
=> aber trotzdem hielten sie ihn noch für einige Monate im Gefängnis und zögerten die Freilassung heraus, um die mediale Aufmerksamkeit zu
vermeiden.

So quasi, nach so vielen Jahren im Todestrakt und im Gefängnis und nachdem sie ein Leben zerstört hatten, öffneten sie "bei Nacht" eine Hinterhoftür und ... das wars. Megaschäbig!

Der Film hat ein tolles Format und der Hauptdarsteller ist der Betroffene selbst. Ich kann ihn sehr empfehlen. Ein Film der ein Licht auf Vorverurteilung und Konsequenzen wirft und einem die Bedeutung von "moral certanty" anhand eines gebrochenen Menschen noch einmal vor Augen fürt.

Leider nur in Englisch, aber dafür kommen dann die Orginalstimme sehr gut rüber.


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Der Fall Jens Söring

07.05.2018 um 20:41
@Aehm
Danke, das hört sich sehr interessant an und ich werde mir den Film sicher mal bald angucken, wenn ich zwei Stunden Zeit am Stück habe.
In Deutsch gibt es den wahrscheinlich nicht?!


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Der Fall Jens Söring

07.05.2018 um 20:47
@ligala
leider nein, aber soweit ich mich erinnere hatte er deutsche untertitel ...

... ist auf amazon ... weiss nicht ob er sogar in prime kostenfrei ist


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Der Fall Jens Söring

08.05.2018 um 06:39
Zitat von AehmAehm schrieb:leider nein, aber soweit ich mich erinnere hatte er deutsche untertitel ...

... ist auf amazon ... weiss nicht ob er sogar in prime kostenfrei ist
Ich habe den Film auf Prime gesehen (glaube so an die 4.- Euro wenn ich mich nicht täusche).

Absolut sehenswert - er hat mich sehr berührt.

Ich sehe auch gewisse Parallelen - auch was die innere Entwicklung angeht, wenn man früh
in den Knast kommt und im Geist lebendig bleibt.

Apropos lebendig - Besagter Protagonist gefällt mir sehr gut, wie er erzählt, man ist richtig gebannt ihm
zuzuhören.

Mir scheint Fehler einzugestehen, gerade in diesem Bereich - der Justiz -, nach wie vor sowohl in D, wie auch A
oder anderen Ländern mehr als schwierig zu sein.
Bei manchen sträuben sich mir allerdings die Haare.


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Der Fall Jens Söring

08.05.2018 um 08:39
Zitat von BluelleBluelle schrieb:Mir scheint Fehler einzugestehen ... mehr als schwierig zu sein.
In der Tat.
Wenn ich Sörings Version glauben wollte, müsste ich aber anerkennen, dass 100 Geisterfahrer unterwegs sind. Ist es da nicht naheliegender, dass jemand anders Probleme hat, Fehler einzugestehen? Nur mal so zum drüber nachdenken, abseits aller Psychologie, Juristerei und harter Fakten.


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Der Fall Jens Söring

08.05.2018 um 08:46
Zitat von Mr.StielzMr.Stielz schrieb:In der Tat.
Wenn ich Sörings Version glauben wollte, müsste ich aber anerkennen, dass 100 Geisterfahrer unterwegs sind. Ist es da nicht naheliegender, dass jemand anders Probleme hat, Fehler einzugestehen? Nur mal so zum drüber nachdenken, abseits aller Psychologie, Juristerei und harter Fakten.
Ich denke das sollte man - wie so vieles - nicht schwarz/weiß sehen.
Da wir alles Menschen sind, werden Fehler gemacht, egal in welchem Bereich, egal wo.

JS als Status Quo zu sehen erscheint mir in diesem Sinne fehl am Platz.
Schubladendenken liegt mir eher fern.

Ausserdem hat JS Fehler eingestanden.


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Der Fall Jens Söring

08.05.2018 um 09:20
Zitat von BluelleBluelle schrieb:Ich denke das sollte man - wie so vieles - nicht schwarz/weiß sehen.
...
Schubladendenken liegt mir eher fern.
Ja, der Fall hat es aber leider an sich, dass es i.W. nur zwei Schubladen gibt und wenig dazwischen. Die Verurteilung auf der einen Seite, die Geschichte des selbstlosen Helden und unschuldigen Opfers auf der anderen Seite; da kann der Fall nur polarisieren.
Zitat von BluelleBluelle schrieb:Ausserdem hat JS Fehler eingestanden
Vielleicht bin ich schlecht informiert, aber ich sehe nicht, wo Söring ernsthaft Fehler eingesteht. Das, was er eingesteht (unbeteiligt auf Drogenkurierfahrt zu sein, unwissentlich ein falsches Alibi konstruiert zu haben, eine Doppelmörderin gedeckt und mit einem falschen Geständnis gerettet zu haben, ...) dient nur dazu, wesentlich schwerere Vorwürfe zu entkräften, bis nichts mehr übrig ist als "ein Vergehen wie mehrfaches Falschparken". Allein diese Formulierung lässt tief blicken. Söring malt sich selbst ein bisschen zu weiß, das erhöht den Kontrast zum Schwarzen.


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Der Fall Jens Söring

08.05.2018 um 09:47
Zitat von Mr.StielzMr.Stielz schrieb:Wenn ich Sörings Version glauben wollte, müsste ich aber anerkennen, dass 100 Geisterfahrer unterwegs sind. Ist es da nicht naheliegender, dass jemand anders Probleme hat, Fehler einzugestehen? Nur mal so zum drüber nachdenken, abseits aller Psychologie, Juristerei und harter Fakten.
Das hängt halt auch immer von der Perspektive ab. Du glaubst, er hat sich so auffällig verhalten und die Morde gestanden, weil er sie begangen hat.

Angenommen, Elizabeth war es alleine: Wenn Söring die Morde und die Situation - in die sich Elizabeth als Täterin gebracht hatte - versucht hat, auszunutzen, um sie dauerhaft und auch als Freundin (nicht nur als Seelenverwandte) an sich zu binden, dann wäre sein Verhalten ebenfalls zu erklären, ohne dass er die Morde ausgeführt hätte.

Man kann das auch so auflösen: Er hatte sie in der Hand, konnte sie jederzeit an die Behörden verraten. Und genau so hat sich Elizabeth auch verhalten, als sie ihm durch Asien und Europa gefolgt war. (Sie sollen auch erst nach den Morden zusammen intim geworden sein.) Und deswegen hatte Söring auch ein sehr großes Interesse daran, dass sie eben nicht als Täterin verurteilt wird.

In Deutschland wäre er vermutlich gar nicht verurteilt worden - bei dem Gespräch mit dem Psychologen und dem deutschen Staatsanwalt lässt sich erkennen, dass Söring auf verminderte Schuldfähigkeit hinaus wollte - und ob ein deutscher Staatsanwalt bei ungewissem Ausgang den Aufwand betrieben hätte, Zeugen aus den USA einzufliegen, um überhaupt irgendwas gegen Söring in der Hand zu haben? Ich habe da meine Zweifel. Ein falsches Geständnis wäre so riskant gar nicht gewesen.

Die die glauben, Söring sei der große Manipulator, vergessen dabei, dass die Version, die sie für die wahre halten, ebenfalls von Söring stammt - und die Wahrscheinlichkeit, dass sie der Wahrheit entspricht, gering ist. Das wäre die Ironie in diesem Fall, wenn die, die glauben, Sörings Manipulationen durchschaut zu haben, selber Opfer seiner Manipulationen geworden wären.

Denn letztendlich deckt sich die offizielle Version mit dem Gespräch mit dem deutschen Staatsanwalt. Und dass diese Version sehr sorgfältig mit Hilfe eines Anwalts zusammengesetzt wurde, mit der klaren Zielsetzung, in Deutschland wenn möglich gar nicht verurteilt zu werden, sollte denke ich klar sein.

Man kann natürlich die Meinung vertreten, wer sich so auffällig und verdächtig verhält braucht sich nicht zu wundern, wenn er dann für einen Mörder gehalten wird: Selber Schuld.

Aber wir sind ja hier nicht im Kindergarten.
Zitat von Mr.StielzMr.Stielz schrieb:Ja, der Fall hat es aber leider an sich, dass es i.W. nur zwei Schubladen gibt und wenig dazwischen. Die Verurteilung auf der einen Seite, die Geschichte des selbstlosen Helden und unschuldigen Opfers auf der anderen Seite; da kann der Fall nur polarisieren.
Jetzt nicht auf den Fall schieben, wenn man es sich einfach machen will.


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Der Fall Jens Söring

08.05.2018 um 10:07
Zitat von yasumiyasumi schrieb:In Deutschland wäre er vermutlich gar nicht verurteilt worden - bei dem Gespräch mit dem Psychologen und dem deutschen Staatsanwalt lässt sich erkennen, dass Söring auf verminderte Schuldfähigkeit hinaus wollte - und ob ein deutscher Staatsanwalt bei ungewissem Ausgang den Aufwand betrieben hätte, Zeugen aus den USA einzufliegen, um überhaupt irgendwas gegen Söring in der Hand zu haben? Ich habe da meine Zweifel. Ein falsches Geständnis wäre so riskant gar nicht gewesen.
genau, er wolle auf verminderte Schuldfähigkeit hinaus. Genauso wie er zuerst dachte, wenn er die Tat gesteht, wird er nach Deutschland ausgeliefert. Daher wahrscheinlich auch das Geständnis, was er nach 3 Tagen freiwillig abgab. Da auch dieser Plan nicht aufging, wusste er, mit welcher Strafe er in den USa zu rechnen hätte, somit entstand die alternative Geschichte.

Dass man ihm diesen Unfug nicht glauben möchte, ist für mich mehr als nachvollziehbar. Er ist eine Person die alles kontrolliert, sieht man auch jetzt. ER hat die Fäden in der Hand. Er hat alles arrangiert, die Flucht, die gefälschten Papiere. Auch die Idee für die Betrügereien gingen auf sein Konto. Und plötzlich möchte er uns verkaufen, er hätte von nichts gewusst? Das ist mehr als unglaubwürdig.

Insbesondere wurde in dem Fall 1,5 Jahre ermittelt, bevor die beiden letztendlich geschnappt wurden. Denn es wurde weder nach den beiden gefahndet, noch gab es einen internationalen Haftbefehl. Die beiden brachten sich durch die Briefe ganz alleine ins Spiel. Da war niemand, der es auf die beiden abgesehen hatte!


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Der Fall Jens Söring

08.05.2018 um 10:18
Zitat von yasumiyasumi schrieb:Die die glauben, Söring sei der große Manipulator, vergessen dabei, dass die Version, die sie für die wahre halten, ebenfalls von Söring stammt - und die Wahrscheinlichkeit, dass sie der Wahrheit entspricht, gering ist. Das wäre die Ironie in diesem Fall, wenn die, die glauben, Sörings Manipulationen durchschaut zu haben, selber Opfer seiner Manipulationen geworden wären.
ganz richtig ist das auch nicht. Es gab nun einmal den Briefwechsel vor der Tat, in der JS von einem Dinner schrieb, bei dem die Eltern letzendlich auch zu Tode kamen. Scheinbar sahen das die englischen Ermittler ähnlich, weswegen sie Kontakt mit den Behören in Virginia aufnahmen. Er war unkooperativ, und ja, das macht verdächtigt. Gerade wenn es sich um eine Indizienkette handelt. Genau zu der Zeit als er aufgefordert wurde seine Abdrücke zu hinterlassen, ist er geflohen. Das spricht auch nicht unbedingt für seine Unschuld, und macht verdächtigt. Dann die Flucht, das Geständnis, er wusste einige Details die nur der Täter wissen konnte, er hat eine Narbe, er äußerte sich diesbezüglich vor dem deutschen Staatsanwalt wie genau es dazu kam. Außerdem brachte er EH ins Spiel, dass es möglich wäre, dass sie auch am Tatort gewesen ist. Obwohl er sie doch eigentlich retten wollte? Er, der niemandem zum Henker schickt? Dann die Rüclnahme des Geständnisses erst nach 4 Jahren, kurz vor seinem Prozess. Obwohl EH bereits verurteilt war.
Natürlich hat er für alles eine harmlose Erklärung. Die muss man aber nicht glauben! Wie wahrscheinlich ist, dass es sich nicht so zugetragen hat und es 2 weitere Täter gibt? EH alleine geht nun einmal nicht.


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Der Fall Jens Söring

08.05.2018 um 10:53
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:Insbesondere wurde in dem Fall 1,5 Jahre ermittelt, bevor die beiden letztendlich geschnappt wurden. Denn es wurde weder nach den beiden gefahndet, noch gab es einen internationalen Haftbefehl.
Richtig. Nichts deutete auf Söring als Täter hin, selbst nach 1,5 Jahren Ermittlungen nicht. Man ging von einer Frau aus, die der Familie nahe stand. Erst durch Elizabeths Aussage konnte Söring der Prozess gemacht werden. Falls sie die Täterin war, dann hätte sie ein Motiv, ihn als Täter zu benennen.

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Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:Dass man ihm diesen Unfug nicht glauben möchte, ist für mich mehr als nachvollziehbar.
Genau das meinte ich mit:
Zitat von yasumiyasumi schrieb:Man kann natürlich die Meinung vertreten, wer sich so auffällig und verdächtig verhält braucht sich nicht zu wundern, wenn er dann für einen Mörder gehalten wird: Selber Schuld.
Aber wir sind ja hier nicht im Kindergarten.
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Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:Außerdem brachte er EH ins Spiel, dass es möglich wäre, dass sie auch am Tatort gewesen ist.
Aus dem selben Grund, wie du dir überlegt hast, ob Elizabeth später nochmal im Haus war: wenn es Spuren von ihr im Haus gab, müssen sie erklärt werden. Und wenn man - wie du jetzt und Söring damals - Elizabeth als Täterin ausschließen will, muss man sich eben eine Erklärung ausdenken, egal wie merkwürdig diese auch ist.

Das Naheliegende wäre natürlich anzunehmen, dass Elizabeth am Tatort war als die Morde passierten.


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Der Fall Jens Söring

08.05.2018 um 10:55
@Venice2009
OK, dass Dich JS logische Erklärungen zu den Briefinhalten, zur Flucht und dem Festhalten an den Geständnissen bis 1989 nicht überzeugen können oder vielleicht zum Überdenken anregen, ist ja nichts Neues.

Allerdings kannst Du im Newsarchiv genau nachlesen, wie es die Medien dargestellt haben:
https://das-versprechen.de/news-archiv/
Nach der Flucht im Oktober 85 gab es sehr wohl eine Suche nach den beiden im System von Interpol.
Wofür ich allerdings keine Belege finde ist, dass Gardner (Reid hatte ja das Sherrif Department verlassen) zwischen Oktober 85
und April 86 (ca. 1 Jahr nach den Morden und 6 Monate nach der Flucht) Personen vernommen hätte oder weitere Verdächtigungen ausgesprochen. Auch ist nicht davon auszugehen, dass weiterhin 24h/Tag, wie angeblich zu Anfang, in den Fall für Ermittlungen
investiert wurden.
Er ist dann zu Updike, beide sind nach London und daraufhin wurde Anklage erhoben und der Case gebastelt. Da Updike ziemlich schnell mit EH als Kronzeugin klarkam wissen wir ja wie der Fall weiterging.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Gardner auch nur einen Sekunde an einer Überprüfung oder Findung für entlastende Beweise in Richtung Söring verschwendet hat (Das FBI Profil wäre nur einer gewesen, Hotelzeugen z. B. andere).


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Der Fall Jens Söring

08.05.2018 um 11:00
@yasumi
du erklärst es so für dich, woher willst du wissen, dass er so dachte? Das ist doch nur Deine Annahme, es könnte doch genauso gut sein, dass er plötzlich umschwenkte, weil er sah was ihm für eine Strafe drohte und er brachte deshalb EH ins Spiel. Ihm wurde bewusst, auf was er sich eingelassen hatte? Könnte doch auch eine plausible Erklärung sein?

Er brachte den alternativen Täter erst während des Prozesses ins Spiel. Wäre es nicht von Vorteil gewesen, wenn er Namen benennen hätte können?
Zitat von yasumiyasumi schrieb:Richtig. Nichts deutete auf Söring als Täter hin, selbst nach 1,5 Jahren Ermittlungen nicht. Man ging von einer Frau aus, die der Familie nahe stand. Erst durch Elizabeths Aussage konnte Söring der Prozess gemacht werden. Falls sie die Täterin war, dann hätte sie ein Motiv, ihn als Täter zu benennen.

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Naja, EH kann es ja nicht gewesen sein. Sie hat die Blutgruppe B. Es wurde eine Person mit der Blutgruppe 0 gesucht. Die Blutgruppe die JS hat. Scheinbar gab es keine andere weibliche Person der man hätte die Tat nachweisen können. Warum glaubt du diesem Profil denn so uneingeschränkt? Meinst du solche Profile sind unfehlbar?


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Der Fall Jens Söring

08.05.2018 um 11:09
Zitat von mr_majesticmr_majestic schrieb:ca. 1 Jahr nach den Morden und 6 Monate nach der Flucht) Personen vernommen hätte oder weitere Verdächtigungen ausgesprochen. Auch ist nicht davon auszugehen, dass weiterhin 24h/Tag, wie angeblich zu Anfang, in den Fall für Ermittlungen
investiert wurden.
Er ist dann zu Updike, beide sind nach London und daraufhin wurde Anklage erhoben und der Case gebastelt. Da Updike ziemlich
warum ist nicht davon auszugehen? Dass nicht mehr so intensiv ermittelt wird wie zu Beginn ist klar. Selbst heute gibt es noch Cold Cases die nach 30 Jahren aufgeklärt werden. Die Fälle werden also immer wieder herausgekramt.
Nur weil du es dir nicht vorstellen kannst, bedeutet es nicht, dass mit der Flucht der beiden die Ermittlungen eingestellt worden sind. Scheinbar gab es niemanden, der mit dem Verbrechen, außer die beiden eben, in Verbindung gebracht werden konnte.


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Der Fall Jens Söring

08.05.2018 um 11:24
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:du erklärst es so für dich, woher willst du wissen, dass er so dachte? Das ist doch nur Deine Annahme, es könnte doch genauso gut sein, dass er plötzlich umschwenkte, weil er sah was ihm für eine Strafe drohte und er brachte deshalb EH ins Spiel. Ihm wurde bewusst, auf was er sich eingelassen hatte? Könnte doch auch eine plausible Erklärung sein?
Ja. Wie man den Fall sieht, hängt vor allem davon ab, wie man den Fall sehen will. Es gibt halt keine eindeutigen Beweise.

Du willst Söring als Täter sehen, und deswegen drehst du alles so, dass am Ende ein "er war's" rauskommt.

Ich weiß nicht, was da passiert ist, deswegen bewerte ich die Umstände im Zweifel zu seinen Gunsten.


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Der Fall Jens Söring

08.05.2018 um 11:30
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:warum ist nicht davon auszugehen? Dass nicht mehr so intensiv ermittelt wird wie zu Beginn ist klar. Selbst heute gibt es noch Cold Cases die nach 30 Jahren aufgeklärt werden. Die Fälle werden also immer wieder herausgekramt.
aber das ist es doch genau in diesem Fall und darum dreht sich doch der ganze Strang hier aus Sicht der Zweifler oder gar Überzeugten...

Für Gardner ist er seit der Verurteilung geschlossen (und innerlich natürlich schon vorher). Gardner ist persönlich mit Söring aneinander geraten seit dessen Erstvernehmung. Das ist keine Interpretation von Vetter, sondern das gibt Gardner in jedem Interview um Besten.
Durch JS Arroganz, die es zweifelsfrei in diesen Interviews gab, hat sich Garner gradewegs herausgefordert gefühlt (Machtkampf).
Aus so einem gebildeten Eindruck inklusive der Verdächtigungen gibt es so gut wie kein zurück mehr. Updike hat sich dieser Einstellung angeschlossen. Es ist aber wie Reid sagt.....daran ist auch die grosse Klappe von Söring schuld gewesen.
Deshalb hat auch keiner eine Veranlassung gesehen den Widersprüchen des Erst-Geständnisses nachzugehen.
Es war von Anfang an eine persönliche Sache und eher nicht eine, die von Professionalität getragen wird.


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Der Fall Jens Söring

08.05.2018 um 11:41
Zitat von yasumiyasumi schrieb:Ja. Wie man den Fall sieht, hängt vor allem davon ab, wie man den Fall sehen will. Es gibt halt keine eindeutigen Beweise.

Du willst Söring als Täter sehen, und deswegen drehst du alles so, dass am Ende ein "er war's" rauskommt.

Ich weiß nicht, was da passiert ist, deswegen bewerte ich die Umstände im Zweifel zu seinen Gunsten.
Ich will Söring nicht als Täter sehen. Ich sehe die Indizien, die, wie ich finde, klar für ihn als Täter sprechen. Er hat es in all den Jahren nicht geschafft, einen tatsächlichen Beweis für seine Unschuld zu liefern. Selbst die DNA-Analyse ist zwielichtig zu betrachten.
Konkrete andere Täter, kann er auch nicht benennen. Die Landstreicher (die ausgeschlossen wurden), dann Kim, der Sohn des Richters, er schießt in alle Richtungen. Das ist das was ich sehe, aber nichts wirklich Konkretes. In all den Jahren nicht. Außer die Schuld allen anderen in die Schuhe zu schieben. Schuld ist nur eine Person, und zwar er. Er hat sich in die Sache hineinziehen lassen. Die anderen hätten gar nicht agieren müssen, wenn er sich auf das alles nicht eingelassen hätte. Und zwar egal, welchem Teil man nun glaubt.
Zitat von mr_majesticmr_majestic schrieb:Für Gardner ist er seit der Verurteilung geschlossen (und innerlich natürlich schon vorher). Gardner ist persönlich mit Söring aneinander geraten seit dessen Erstvernehmung.
naja, der Fall war für Gardner mit dem Urteil geschlossen. Das Urteil wurde durch mehrere Instanzen bestätigt. Hätte Gardner auf eigene Faust und eigene Kosten weiter ermitteln sollen bzw. gab es keinerlei Anlass dazu.


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Der Fall Jens Söring

08.05.2018 um 11:48
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:naja, der Fall war für Gardner mit dem Urteil geschlossen. Das Urteil wurde durch mehrere Instanzen bestätigt. Hätte Gardner auf eigene Faust und eigene Kosten weiter recherchieren sollen bzw. gab es keinerlei Anlass dazu.
Ich denke Du wolltest zuvor argumentativ 1,5 Jahre Ermittlung unterstreichen. Meine Bewertung ging eher zu einer Tendenz von null Ermittlungen während der 6 Monate nach der Flucht, mit Ausnahme: wo sind die bzw. könnten die sein (Kim hatte den Ermittlern auch Briefe gegeben).
Wie siehst Du das jetzt? Das mit Interpol hast Du sicherlich auch gelesen?

Wenn wir Gardners Verhalten im nächsten Schritt, also im Anschluß an das Urteil bewerten, bleibt eigentlich nur festzustellen, dass er alles im Ermittlungsinteresse von Söring (was logisch heisst "wer war der wahre Täter am Tatort") blockt wo er nur kann.


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Der Fall Jens Söring

08.05.2018 um 12:18
@mr_majestic
nö habe ich nicht gelesen, aber eine Aussage vom Sheriff habe ich gelesen. Ich zitiere mal aus dem Artikel : We've been looking at everything we can," the sheriff said. "They've spent more years there (Nova Scotia) than here. If it's something that's a revenge killing, it's there. We're not leaning either way."


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