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Der Fall Jens Söring

29.217 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

30.05.2018 um 18:26
Oder am besten noch Kontakt zu Freunden, die über die Sache von vor 32 Jahren noch mehr wissen.

CK wurde ja in der ABC-20/20 Doku von den Ermittlern explizit genannt.
Genauso ein NB in The Promise
Gail Ball vermutet ob er ihr schreibt.
Da könnte es also in der Tat noch Kontakt geben.

Das eine CK nicht zur Polizei gelaufen ist, als EH Söring vor ihr verdächtigte, ist merkwürdig. Sie mochte ihn doch nicht.
Wo sie doch zuvor in der Nacht zwischen Mordtat und Leichenfund das Alibi schrieb. Warum eigentlich. Hatte EH was an der rechten Hand?


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Der Fall Jens Söring

30.05.2018 um 18:58
Zitat von BluelleBluelle schrieb:Du glaubst was anonym vorgetragen wird und reimst dir großes Familientreffen zusammen.
Das ist eine Unterstellung, ich nenne die Quelle und deren Inhalt und spreche von Teilen ihrer Familie, was völlig korrekt ist.
Zitat von BluelleBluelle schrieb:Bei so einer grossen Familie recht dürftig.
Was heißt hier große Familie? Es geht ja in erster Linie um die direkt Betroffenen.

2 von 4 Brüdern haben Kontakt mit ihr, einer verzeiht ihr. Die Schwester und weitere 2 Brüder äußern sich aktuell scheinbar weder positiv noch negativ.

EH äußert sich öffentlich kaum zu dem Fall, weil sie es als Schuldige nicht für angemessen hält.

Ihre Äußerungen zu JS, dass dieser langsam mal aufhören soll, die Wahrheit zu verdrehen und sich als Unschuldiger auszugeben, bringen ihr keinen Vorteil. Selbst wenn JS wegen DNA etc. freigelassen würde (was nie passiert), wäre sie nicht automatisch die Täterin. Es ist also nicht Angst, weshalb sie sich äußert, sondern Wissen über JS Täterschaft und ein Vernunft-Appell an ihn. Sie gibt sogar zu, in Sörings Prozess gelogen zu haben, ein weiteres Zeichen von Reife und Reue.

Howard Haysom sagte 2010:

Er habe besonders für Söring keine Sympathie, von dem er glaube, dass der das Messer führte. Söring habe im Knast Bücher geschrieben, die Virginia und das Rechtssystem kritisieren. Damit hat sich dieser Mörder seiner Eltern, Jens Söring, ein Business von Falschheit und Bösartigkeit aufgebaut. Söring sei bereits ein Zugeständnis gemacht wurde, nämlich dass er nicht die Todesstrafe bekommt.

*

Hier sollte suggeriert werden, dass der Kontakt zur Familie bei Söring und Haysom gleich schlecht sei. Das ist falsch. Vater und Bruder von Söring haben sich von ihm abgewandt und ich wette, JS ist auch daran unschuldig :-)

Sörings Unterstützer sind mMn. alle durch ihn selbst aktiviert worden bzw. mittels Schneeballsystem. Dennoch sind es mMn. nur drei Handvoll Leute. Filme wie "Das Versprechen", die ein Plädoyer für Sörings Unschuld verkaufen, beteiligen sich natürlich an der seichten Meinungsmache und Akquise, eher bedenklich diese Einseitigkeit. Dann kommen Leute die sich grad mal 200 Std. mit dem Fall beschäftigen und glauben den Fall neu aufgeklärt zu haben, in Wirklichkeit geben sie alle nur ihre Meinung / ihr Bauchgefühl zum besten, wie GM und wie wir hier auch.

Unterstützer finde ich gut, wenn es ihnen um die unmenschlich langen Haftstrafen geht, dann aber bitte auch EH unterstützen, bietet sich ja an, weil ihr Name immer auftaucht. :)

Howard Haysom sagt oben, wieso Söring in Virginia 2010 noch schlechter angesehen wird, als 25 Jahre zuvor. Der neue Gouverneur, der ja die letzten 4 Jahre schon Vize war, macht auf mich den Eindruck, dass er es genauso laufen lässt, wie immer.


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Der Fall Jens Söring

30.05.2018 um 19:19
Zitat von Sector7Sector7 schrieb:Das ist eine Unterstellung, ich nenne die Quelle und deren Inhalt und spreche von Teilen ihrer Familie, was völlig korrekt ist
Also bitte, eine Quelle zu nennen, ein anonymer Blog eines anonymen Menschen ist für mich leider überhaupt nicht serlös und nennenswert.
Es sollte schon etwas offizielles sein wie ich finde. Derjenige kann ja ruhig seine Meinung dort kundtun, aber bitte, wenn ich jedem der mal einen Blog ins I-Net stellt, alles glauben würde, na ja.

Schau wenn wir hier die Seiten von JS Unterstützern verlinken, geht gleich das große Geschrei los, und dort stehen aber Leute namentlich dahinter. Quellen werden genannt und auch diese ganz offiziell verlinkt.
Ich denke Du siehst den Unterschied.


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Der Fall Jens Söring

30.05.2018 um 19:24
Zitat von BluelleBluelle schrieb:Also bitte, eine Quelle zu nennen, ein anonymer Blog eines anonymen Menschen ist für mich leider überhaupt nicht serlös und nennenswert.
Seit wann ist The New Yorker, die es seit fast 100 Jahren gibt, ne anonyme Quelle?


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Der Fall Jens Söring

30.05.2018 um 19:29
@Sector7
Ich habe keinen Link gefunden und eigentlich ging es ja die ganze Zeit um die andere Quelle..
Habe jetzt Seiten zurückgeblättert, also ersichtlich war das nicht.
Aber gut, dann ist die Quelle in Ordnung, für mich zumindest und wird wohl so stimmen.


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Der Fall Jens Söring

31.05.2018 um 10:41
http://www.eugrz.info/PDF/EGMR4/EGMR04-27.pdf

Bitte das Urteil nochmals lesen. Ab RN 92 ff. kommen die für die hier aufgeworfene Frage relevanten Ausführungen.

Das Gericht hat geprüft, wie wahrscheinlich eine Verurteilung zum Tode ist und stellt hierbei auch auf die Geständnisse ab und darauf, dass Updike dementsprechend angekündigt hatte , die Todesstrafe zu fordern.
Gleichzeitig weist das Gericht darauf hin, dass die gegebene Zusicherung Updikes, im Falle der Verurteilung, dem Richter zu empfehlen, die Todesstrafe nicht zu verhängen, absolut nicht ausreicht, um dem Auslieferungsabkommen mit GB zu genügen und es als unwahrscheinlich erscheinen zu lassen, dass Söring im Todestrakt landet.

Letzteres war übrigens das, was für das Gericht den Tatbestand der Folter und grausamen Behandlung erfüllte, nicht die Todesstrafe an sich, da dieser Teil der EGMR erst 1990 in GB ratifiziert wurde.

Das Urteil war von 1989. Wäre ich Sörings Anwalt gewesen, dann hätte mich dieses Urteil darin bestätigt, dass an dem Geständnis festgehalten werden muss, um eine Auslieferung zu verhindern. Alles andere wäre aus anwaltlicher Sicht ein schlechter Rat gewesen, da viel zu riskant und mit unvorhersehbaren Folgen. Wäre Updike bei seiner Position geblieben, dann wäre Söring in der Tat nicht ausgeliefert worden in die USA. Nur weil Updike im weiteren Verlauf auf den Antrag, die Todesstrafe zu verhängen, verzichtet hat, war eine Verurteilung hierzu unwahrscheinlich geworden und damit die Auslieferung ohne Verstoß gegen das Folterverbot möglich.

Festzuhalten bleibt danach, dass die Todesstrafe und das Landen im Todestrakt keinesfalls, weder faktisch noch sonstwie, 1987 vom Tisch war, andernfalls hätte das Gericht 1989 die Auslieferung Sörings an die USA nicht mehr als unzulässig angesehen.


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Der Fall Jens Söring

31.05.2018 um 10:55
Zitat von asadehasadeh schrieb:Festzuhalten bleibt danach, dass die Todesstrafe und das Landen im Todestrakt keinesfalls, weder faktisch noch sonstwie, 1987 vom Tisch war, andernfalls hätte das Gericht 1989 die Auslieferung Sörings an die USA nicht mehr als unzulässig angesehen.
@asadeh, sehr richtig. Erst Ende 1989/ Anfang 1990 war die Sache endgültig vom Tisch . Updike wird das nicht gerade erfreut haben, denn er musste ja zurückrudern
Zitat von Sector7Sector7 schrieb:Unterstützer finde ich gut, wenn es ihnen um die unmenschlich langen Haftstrafen geht, dann aber bitte auch EH unterstützen, bietet sich ja an, weil ihr Name immer auftaucht. :)
Na, dann nehme ich doch mal an, dass du sowohl Söring als auch Haysom in ihrem berechtigten und verständlichen Wunsch, frei zu kommen unterstützt, nicht wahr ;)


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Der Fall Jens Söring

31.05.2018 um 11:25
Ich hatte ja nach Neaton gefragt...und einer Erklärung dazu vor der Jury.

Dann würde es keine Blogs und Argumente geben, die gebetsmühlenartig Sörings Schuld insbesondere an der Anzahl seiner falschen Geständnisse ("hard fact") festmachen wollen.

Ich bin mir aber sich, dass eine KS eine solche Prozesseinstellung in the Promise gezeigt hätte.


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Der Fall Jens Söring

31.05.2018 um 12:31
Zitat von mr_majesticmr_majestic schrieb:Ich hatte ja nach Neaton gefragt...und einer Erklärung dazu vor der Jury.

Dann würde es keine Blogs und Argumente geben, die gebetsmühlenartig Sörings Schuld insbesondere an der Anzahl seiner falschen Geständnisse ("hard fact") festmachen wollen.

Ich bin mir aber sich, dass eine KS eine solche Prozesseinstellung in the Promise gezeigt hätte.
Sorry aber ich verstehe nur Bahnhof :)


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Der Fall Jens Söring

31.05.2018 um 12:42
Zitat von asadehasadeh schrieb:Das Urteil war von 1989. Wäre ich Sörings Anwalt gewesen, dann hätte mich dieses Urteil darin bestätigt, dass an dem Geständnis festgehalten werden muss, um eine Auslieferung zu verhindern
Also "musste" er vielleicht aus taktischen Gründen an seinem Geständnis festhalten, was aber wiederum nichts darüber aussagt, ob es im Kern der Wahrheit entspricht oder nicht. Es geht nur ums Taktieren.

Ich habe ohnehin so das Gefühl, in der Wahrheitsfindung ist längst ein Endzustand erreicht. Ihr habt vermutlich schon jedes Mosaikteilchen gedreht und gewendet und ausdiskutiert und auf jedes Schuldargument findet sich irgendein (mehr oder weniger fadenscheiniges)Gegenargument. Andererseits gibt es auf manche offene Fragen keine klare Antwort, nur Vermutungen.

Es bleibt somit für JS m.M.n. eigentlich nur, sich die richtige Strategie zu überlegen. Seine Selbstpräsentation als Unschuldiger mit Märtyrerattitüde und Unterstützerschar scheint jedenfalls bei den Zielpersonen nicht zu fruchten. Die schätzen ihn offenbar so ein wie @Sector7 und andere hier. Das liegt möglicherweise auch zum gewissen Teil am nicht zu unterschätzenden Sympathiefaktor, den er ja auch hier im Thread anscheinend nicht bei allen verbuchen kann. Ich zitiere mal ein paar User:
Zitat von Ashford1986Ashford1986 schrieb am 06.03.2016:Meiner Meinung nach ist Jens ein narzisstischer Soziopath.
Zitat von ElvisPElvisP schrieb am 12.03.2017:Das JS ein Soziopath ist, erkennt man relativ einfach an seinem Verhalten. Seine Newsletter und der Blog, den er lange betrieb, lassen tief blicken.
Zitat von trailhamstertrailhamster schrieb am 03.05.2017:Söring ist ein Paradebeispiel dafür, wie es Psychopathen schaffen, eine große Gemeinde von Anhängern für die eigene Sache kämpfen zu lassen
Zitat von Hesse18Hesse18 schrieb am 18.12.2016:ich denke, dass ein solcher Narzist/Psychopath/Soziopath nicht entlassen gehört
Zitat von Sector7Sector7 schrieb am 22.05.2018:Ich halte ihn für einen intelligenten und eloquenten Menschen, aber in erster Linie für einen unsympathischen und narzisstischen Lügner und Manipulator mit psychopathischen Zügen.
Was also sollte Söring jetzt tun, um seine Chancen zu verbessern? Für seine mutmaßlichen Lügen und Arroganz sollte er ja nicht bestraft werden, obwohl durch so einen Eindruck unterschwellig sicher häufig eine Entscheidung mit beeinflusst wird.
Soll er trotzdem so weitermachen? Oder besser eine Kehrtwende? Schweigen?

War er nicht mal sehr gläubig? Vielleicht hätte er sich diesen Bibelhinweis zu Herzen nehmen sollen, und sei es nur aus strategischen Gründen:
"Ich sage euch, so wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die da keine Buße nötig haben."


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Der Fall Jens Söring

31.05.2018 um 13:14
@Seps13
Wir mir scheint, ist hier eine Riege von ausgebildeten Fachleuten.
Gut dass Du das mal so aufgelistet hast.

Von allen ist eben keiner ausgebildeter Psychiater noch sind hier Ferndiagnosen erlaubt.
Schon zweimal wenn diese am eigenen Küchentisch vor dem Laptop erstellt werden.
Niemand kennt ihn persönlich, aber scheint ihn zu kennen.

Unglaublich wohin allein ein Mensch, der manchen unsympathisch ist, führt.
Das grenzt schon an Hass und hat weniger mit Diskussionskultur oder mit für Schuldig halten zu tun, hier wird einfach nur ein Mob betrieben.
Zitat von Seps13Seps13 schrieb:Seine Selbstpräsentation als Unschuldiger mit Märtyrerattitüde und Unterstützerschar scheint jedenfalls bei den Zielpersonen nicht zu fruchten
Wen meinst Du damit, noch ist nichts entschieden.
Diese Selbstpräsentation von der Du sprichst, geht auch sehr stark von dem Freundeskreis aus.
Man hat hier immer den Eindruck JS macht das alles, schreibt und tut und macht, aus dem Gefängnis ohne Internet und wenig Besuchen oder wie?


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Der Fall Jens Söring

31.05.2018 um 13:31
Zitat von BluelleBluelle schrieb:Von allen ist eben keiner ausgebildeter Psychiater noch sind hier Ferndiagnosen erlaubt.
Schon zweimal wenn diese am eigenen Küchentisch vor dem Laptop erstellt werden.
Niemand kennt ihn persönlich, aber scheint ihn zu kennen.
?? Klar gibt es Leute, die ihn persönlich kennen und die wurden befragt, zB ehemalige Mitschüler. Söring wurde da zB als schwul eingeschätzt, weil er mit Mädchen kaum mehr als 3 Worte sprach. Für den Abschlussball hätten Eltern ein Mädchen gebeten, sich zu erbarmen. Er wird als Besserwisser und Unsympath beschrieben, den niemand mochte. Mit Lehrern hätte er immer diskutiert, weil er glaubte, alles besser zu wissen. Er hätte im Grunde seine Unsicherheit und Versagensangst mit Überheblichkeit und Rhetorik überspielt.

Ihn grundsätzlich als Psychopathen zu bezeichnen geht natürlich zu weit, aber die anderen Einschätzungen kann man mMn. schon in gewisser Weise untermauern.


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Der Fall Jens Söring

31.05.2018 um 13:35
Darf ich nach deinen Quellen fragen? Zu welchem Zweck und von wem wurden diese Leute befragt?


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Der Fall Jens Söring

31.05.2018 um 13:39
Zitat von Seps13Seps13 schrieb:Ashford1986 schrieb:
Meiner Meinung nach ist Jens ein narzisstischer Soziopath.
ElvisP schrieb:
Das JS ein Soziopath ist, erkennt man relativ einfach an seinem Verhalten. Seine Newsletter und der Blog, den er lange betrieb, lassen tief blicken.
trailhamster schrieb:
Söring ist ein Paradebeispiel dafür, wie es Psychopathen schaffen, eine große Gemeinde von Anhängern für die eigene Sache kämpfen zu lassen
Hesse18 schrieb:
ich denke, dass ein solcher Narzist/Psychopath/Soziopath nicht entlassen gehört
Sector7 schrieb:
Ich halte ihn für einen intelligenten und eloquenten Menschen, aber in erster Linie für einen unsympathischen und narzisstischen Lügner und Manipulator mit psychopathischen Zügen.
Welche anderen Einschätzungen? Das sind alles psychiatrische Diagnosen, die schon Fachleuten bisweilen Kopfschmerzen bereiten, sie überhaupt zu diagnostizieren.

Hier steht - narzistischer Soziopath
Soziopath
Narzist/Psychopath/Soziopath
unsympathisch, narzistischer Lügner und Manipulator mit psychopathischen Zügen.

Also bei mir im Gym waren auch sogenannte Nerds die niemand mochte, waren mehr für sich, lasen viel, gingen wenig weg.
Na und?? Deshalb ist jemand krank oder wie?
Alles was die Schüler dort sagen ist diese Mentalität, die andere ausgrenzt, die nicht so sind wie sie, ich finde sowas unmöglich.

und wo steht das denn überhaupt mit den Mitschülern, auch im Newyorker?


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Der Fall Jens Söring

31.05.2018 um 13:47
Zitat von ligalaligala schrieb:Darf ich nach deinen Quellen fragen? Zu welchem Zweck und von wem wurden diese Leute befragt?
Wenn ich mich richtig erinnere, stand das in Beyond Reason.
Zitat von BluelleBluelle schrieb:Na und?? Deshalb ist jemand krank oder wie?
Er wurde ja in England auch von Profis untersucht, die eine Geistesstörung feststellten, die nicht ausschließlich mit EH zu tun gehabt haben muss und selbst wenn, durch die Trennung nicht verschwunden sein muss. EH hat sich im Knast psychiatrische Hilfe gesucht, Söring auch?


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Der Fall Jens Söring

31.05.2018 um 13:54
Ich wollte eigentlich keinen Streit um seinen Charakter und Sympathie oder Antipathie entfachen (er polarisiert aber schon, stelle ich fest), sondern mehr zur Diskussion stellen, ob er die falsche Vorgehensweise gewählt hat und ggf. ob er diese noch ändern kann und sollte, unabhängig von Schuld oder Unschuld.


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Der Fall Jens Söring

31.05.2018 um 13:55
Zitat von ligalaligala schrieb:Na, dann nehme ich doch mal an, dass du sowohl Söring als auch Haysom in ihrem berechtigten und verständlichen Wunsch, frei zu kommen unterstützt, nicht wahr ;)
Aber sicher doch, BGH-Urteil:

Voraussetzung für die Überzeugung des Tatrichters von einem bestimmten Sachverhalt ist nicht eine absolute, das Gegenteil oder andere Möglichkeiten denknotwendig ausschließende – oder wie das Landgericht mehrfach formuliert "zwingende" – Gewissheit. Vielmehr genügt ein nach der Lebenserfahrung ausreichendes Maß an Sicherheit, das vernünftige Zweifel nicht aufkommen lässt.

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=12288&nr=50115&pos=20&anz=659

Ich bin nicht dafür, die Anforderungen an Indizienprozesse zu erhöhen, ich bin aber auch nicht dafür, potenziell Unschuldige willkürlich zu bestrafen. Einen akzeptablen Kompromiss sehe ich in der Trennung von Schuld-Urteil und Strafmaß im Vergleich zu beweisbaren Taten und klaren Indizienfällen. Damit käme der Schuldige zwar ggfs. besser weg, als verdient, dafür würde der potenziell Unschuldige aber kein unangemessen hartes Opfer "des Systems".

Natürlich stehen die Opfer und Angehörigen und der Schutz der Gesellschaft an erster Stelle aller Überlegungen, auch dafür muss das Strafmaß angemessen sein. Es kann nicht sein, dass ein nicht überführter aber sehr wahrscheinlicher Mörder unbestraft bleibt.

Zurück zum Fall:

Ich als Richter hätte beide des gemeinschaftlichen Mordes an den Eltern für schuldig befunden. Jedoch mit einem "in dubio pro reo"-Strafmaß, da man keinem von beiden die Ausführung vor Ort per Indizienkette nachweisen konnte, in meinen Augen wohl aber die Tat an sich.

Und zwar u.a. aufgrund einer lebensnahen Beurteilung
- der inkonsistenten DC-Versionen beider
- des Vor- und Nachtatverhaltens beider
- der psych. Diagnosen beider
- der Spurenlage + Profiling
- der Verhöre / Geständnisse beider

Beide waren sehr jung, JS in einem psych. Ausnahmezustand oder psych. krank, EH psych. krank und drogenabhängig. Beide hatten für mich beste Prognosen für eine Reintegration. Der Staat konnte nicht ausreichend per Indizien nachweisen, ob beide am Tatort waren oder nur einer - und dann nicht welcher der beiden.

Bei dieser speziellen Konstellation des Falls hielte ich ein Strafmaß nach deutschen Bewertungsgrundsätzen in Höhe von 10-12 Jahren ohne Bewährungschance für angemessen - für die Verhältnisse in Virginia vllt. 20 Jahre. Für beide dieselbe Strafe versteht sich, psych. Behandlung und psych. Gutachten vor Entlassung obligatorisch.

Nun sind beide schon 32 Jahre in Haft, EH wird nach fast 50 Jahren Knast auf Bewährung ihrer 90-jährigen Haftstrafe frei kommen, JS im Grunde nie, er hätte sogar die Todesstrafe erhalten.

Leute in Virginia et al., denkt ma n bissl nach, was soll der Scheixx?

(1) Niemand kann beweisen, dass der überhebliche Söring alleine oder überhaupt am Tatort war! Ergo darf er keinesfalls höher bestraft werden als die Komplizin oder objektiv gesehen mind. gleich wahrscheinliche Täterin Haysom.

(2) Haftstrafen bis ins hohe Alter oder bis zum realen Lebensende für Jugendliche (bis 24 Jahre) in der Phase der Identitätsfindung, hier für einen Teenager (Söring, 18) und eine junge Erwachsene (Haysom, 20) sind ganz eindeutig ein Verbrechen und ein Armutszeugnis des Staates, insofern keine Gefahr für die Allgemeinheit (mehr) besteht. Die Todesstrafe sowieso!

Das wird jeder fähige Richter mit einem der Lebenserfahrung nach ausreichenden Maß an Sicherheit, das vernünftige Zweifel nicht aufkommen lässt, bestätigen!


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Der Fall Jens Söring

31.05.2018 um 14:04
@Sector7
Na, das ist doch mal ein überzeugendes Statement! Volle Zustimmung.


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31.05.2018 um 14:06
@Bluelle
Bezog sich hier drauf
Zitat von mr_majesticmr_majestic schrieb:Hätte Neaton die Begründung für die Geständniskette nicht auch vor der Jury erklären müssen? Also ein weiterer Punkt auf Neatons Negativliste?
In "Parent Slasher" hört man Neaton einen Satz zur Auslieferung Sörings sagen....mehr kenne ich dazu nicht.


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Der Fall Jens Söring

31.05.2018 um 14:08
@Sector7

Auch von mir volle Zustimmung!


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