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Der Fall Jens Söring

29.217 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

05.11.2018 um 15:18
Korrektur er kam 2001 wieder frei.


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Der Fall Jens Söring

05.11.2018 um 15:21
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:Was ist das für ein Beweis, was die Nachbarn dachten? Das meine ich Ernst. Würde dir das als Beweis ausreichen um jemanden schuldig zu sprechen? Oder ist es lediglich ausreichend für dich, damit man von JS ablenkt?
Konnte die Nachbarin nach über 1 Jahr denn genau wissen, an welchem Wochenende sie die Autos gesehen hat? Kann sie sich nicht z. B. um eine Woche geirrt haben?
Wie man es halt so brauch...echte Verwässerungsstaktik....;)

Natürlich wurde die J.Bass nicht erst nach einem Jahr befragt....Nachbarn und Freunde waren so ziemlich das Erste!...Du verwechselst das mit dem Zeugen hier!....aber wie ich Dir schon mal versucht habe zu erklären was entlastend und belastend in dem Fall heisst.....Es gibt in einer zusammen gesteckten Indizienkette einer Theorie folgend auch nicht den finalen Schuldbeweis....

„Das »Geständnis« war ausführlich, und viele Details waren richtig. Außerdem schien meine Geschichte, wenn auch schwach, durch die wissenschaftlichen Erkenntnisse gestützt zu werden: 1986 hatte ich behauptet, ich hätte während des Kampfes selbst eine Schnittwunde abbekommen, und den Ermittlern zwei winzige Narben an den Fingern meiner linken Hand gezeigt. Von diesen Wunden konnte das Blut Gruppe 0 stammen, das man am Tatort gefunden hatte.
Im Kreuzverhör wiesen meine Anwälte freilich auf die vielen Diskrepanzen zwischen meinem »Geständnis« und den tatsächlichen Verhältnissen in Loose Chippings hin.
Als nächsten Zeugen rief der Vertreter der Anklage einen Mann namens Fishton auf, der aussagte, er habe einen Verband an meiner Hand und einen großen Bluterguss unter meinem Auge gesehen, als ich vor fünf Jahren beim Beerdigungsgottesdienst für die Haysoms im Haus von Mrs. Waitie neben Karen Wong gestanden hatte. Niemand konnte die Aussage dieses Mannes bestätigen: nicht die Mitstudenten am College, mit denen ich in der Zeit nach den Morden am Unterricht teilgenommen hatte, nicht die vielen anderen Bekannten der Haysoms, die bei dem Gottesdienst dabei gewesen waren, nicht einmal die Haysom-Familienmitglieder. Staatsanwalt Updike stellte sogar fest, dass sich nicht einmal Karen Wong erinnern konnte, ob ich zum Zeitpunkt des Gottesdienstes irgendwelche Verletzungen hatte.

„Seltsamerweise war Mr. Fishton mit seiner Geschichte erst zur Polizei gegangen, nachdem ich während meines Londoner »Geständnisses« die Schnitte an meinen Fingern erwähnt hatte, also mehr als ein Jahr nach dem Gottesdienst, auf den er sich bezog. Meine Anwälte konnten nicht herausfinden, ob irgendeine Verbindung zwischen dem Zeugen Fishton und Colonel Fishton aus dem amerikanischen Militärgeheimdienst bestand, dem Freund von Derek und Nancy Haysom, der Elizabeth in Berlin aufgespürt hatte, nachdem sie aus England weggelaufen war.
Selbst ich hätte nicht so blöd sein dürfen, Ermittler Gardner bei meinem Verhör 1986 die Narben an meiner Hand zu zeigen. Aber damals hatte ich befürchtet, er würde mein »Geständnis« nicht glauben, wenn ich ihm nicht wenigstens einen kleinen Beweis lieferte. Erst im zweiten Teil des Verhörs, nachdem die Ermittler Beever und W. dazugekommen waren, hatte ich mich aus lauter Verzweiflung entschlossen, dieses Detail hinzuzufügen. “

Auszug aus: Jens Söring. S, 305.
„ Zweimal lebenslänglich / Wie ich seit drei Jahrzehnten für meine Freiheit kämpfe
.“ iBooks.


Falls Du JS wie üblich nicht glaubst, weil der ja ein Berufslügner ist.....versuche einfach den logischen Zusammenhang zu sehen oder widerlege seine Falschaussagen.


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Der Fall Jens Söring

05.11.2018 um 15:31
Zitat von mr_majesticmr_majestic schrieb:Das »Geständnis« war ausführlich, und viele Details waren richtig. Außerdem schien meine Geschichte, wenn auch schwach, durch die wissenschaftlichen Erkenntnisse gestützt zu werden: 1986 hatte ich behauptet, ich hätte während des Kampfes selbst eine Schnittwunde abbekommen, und den Ermittlern zwei winzige Narben an den Fingern meiner linken Hand gezeigt. Von diesen Wunden konnte das Blut Gruppe 0 stammen, das man am Tatort gefunden hatte.
die Frage bleibt aber unbeantwortet, woher er das wusste, dass sich jemand am Tatort verletzt hat? Nicht von EH, denn sie wird ihm wohl kaum erzählt haben, dass sich ihr Komplize am Tatort verletzt hätte. Woher also die stimmigen Angaben? Dazu schreibt er doch nichts!
Zitat von mr_majesticmr_majestic schrieb:Natürlich wurde die J.Bass nicht erst nach einem Jahr befragt....Nachbarn und Freunde waren so ziemlich das Erste!...Du verwechselst das mit dem Zeugen hier!....aber wie ich Dir schon mal versucht habe zu erklären was entlastend und belastend in dem Fall heisst.....Es gibt in einer Indizienkette nicht auch den finalen Schuldbeweis....
doch es gibt eine Indizienkette. Das was jemanden von Anfang bis zum Ende belastet und er es nur fadenscheinig erklären kann und immer wieder ständig muss! So wie JS er erklärt sich quasi um Kopf und Kragen und so umständlich und unglaubwürdig, dass es zum Haare raufen ist.
Zitat von mr_majesticmr_majestic schrieb:ls nächsten Zeugen rief der Vertreter der Anklage einen Mann namens Fishton auf, der aussagte, er habe einen Verband an meiner Hand und einen großen Bluterguss unter meinem Auge gesehen, als ich vor fünf Jahren beim Beerdigungsgottesdienst für die Haysoms im Haus von Mrs. Waitie neben Karen Wong gestanden hatte. Niemand konnte die Aussage dieses Mannes bestätigen: nicht die Mitstudenten am College, mit denen ich in der Zeit nach den Morden am Unterricht teilgenommen hatte, nicht die vielen anderen Bekannten der Haysoms, die bei dem Gottesdienst dabei gewesen waren, nicht einmal die Haysom-Familienmitglieder. Staatsanwalt Updike stellte sogar fest, dass sich nicht einmal Karen Wong erinnern konnte, ob ich zum Zeitpunkt des Gottesdienstes irgendwelche Verletzungen hatte.
wann wurden denn diese Zeugen vernommen? Nach über 4 Jahren oder?
Zitat von mr_majesticmr_majestic schrieb:elbst ich hätte nicht so blöd sein dürfen, Ermittler Gardner bei meinem Verhör 1986 die Narben an meiner Hand zu zeigen. Aber damals hatte ich befürchtet, er würde mein »Geständnis« nicht glauben, wenn ich ihm nicht wenigstens einen kleinen Beweis lieferte. Erst im zweiten Teil des Verhörs, nachdem die Ermittler Beever und W. dazugekommen waren, hatte ich mich aus lauter Verzweiflung entschlossen, dieses Detail hinzuzufügen. “
das hätte er doch ganz leicht machen können, in dem er z. B. etwas über die Tatwaffe aussagte ;). Wie er sie besorgt hat, aber er stammelte im Geständnis größtenteils nur herum, da hat er keinesfalls versucht, sie glaubwürdig zu überzeugen. Oder hast du noch ein anderes Geständnis parat? Da kommt immer nur, er kann sich nicht erinnern, er weiß nichts usw. Ist das überzeugend? Beantworte auch mal auf diese Fragen bitte! Ohne wieder mit irgendetwas anderem zu kommen. Stelle mal die Passagen ein, die du überzeugend findest, dass man wirklich erkennt, er wollte die Ermittler mit seinem Geständnis überzeugen, dass er es gewesen ist!


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Der Fall Jens Söring

05.11.2018 um 15:39
Was Du anscheinend nicht verstehen willst ist, dass JS der Beziehungspartner von EH war. Zumindest glaubte er das.
Er hat sie nicht ausgeliefert. Also hängt er mit drin.

EH hatte andere "angegefixt", die sind aber nicht drauf angesprungen. Waren aber auch nicht mit ihr "zusammen".
Nach 4 Jahren befragt? Vielleicht denkst Du noch mal genau drüber nach. Neaton hat jedenfalls EH mit dem Kauderwelsch konfrontiert, den sie 4 Jahre zuvor aussagte.


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Der Fall Jens Söring

05.11.2018 um 15:46
Zitat von mr_majesticmr_majestic schrieb:Was Du anscheinend nicht verstehen willst ist, dass JS der Beziehungspartner von EH war. Zumindest glaubte er das.
Er hat sie nicht ausgeliefert. Also hängt er mit drin.
Er hat sie nicht nur nicht ausgeliefert. Er hat viel dafür getan, daß man ihn für den Täter hält.
Aber das Rettungsmotiv lässt sich überhaupt nicht erkennen... Nenne doch Mal die für dich überzeugenden Passagen im Geständnis, dass man erkennt, ja, er wollte die Tat auf sich nehmen.
Seltsamerweise begründet er es nur, wegen der Verletzung am Finger. Da wollte er plötzlich authentisch sein, in Bezug auf den Rest hat er sich wenig Mühe gegeben.


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Der Fall Jens Söring

05.11.2018 um 17:27
Zitat von Seps13Seps13 schrieb:Wo ist denn der kleine Teppich vorm Bad mal abgebildet?
KA, hab den nur von der Zeichnung.
Zitat von BluelleBluelle schrieb:Sind wir jetzt wieder soweit, dass JS so ziemlich alle schlechten Eigenschaften, die ein Mensch nur haben kann in sich birgt.
Hauptsache der Strang ist voll von lauter intelligenten Menschen, geradlinig und rechtschaffen...prima. ;)
Da kommt es ja gerade gut, wenn jemand herhalten muss für die eigenen inneren "bösen" Anteile.

Was ist er alles laut Eurer Einschätzung:
Psychopath
Soziopath
Serienmörder
Manipulator
Lügner
Dumm
Unverschämt
Narzist
u. v. m.

Wenn man davon ausgeht, dass ihn niemand von Euch kennt, noch ein Psychologiestudium abgelegt hat (Ferndiagnosen mal von abgesehen)
ganz schön hoch hinaus, Hut ab vor so viel intelligenter - oder besser bauernschlauer - Analysefähigkeit.
Küchenpsychologische Analysen und Unterstellungen gegen andere User in den Thread zu spammen, ist natürlich viel angemessener, richtig? :palm:

Ich bin überzeugt, dass sich Söring mit dem Trigger "Zuspruch Elternhass" den Zugang und die Beziehung zu EH auf berechnende Art und Weise ergaunert und das Thema bis zum Exzess (Mord) gesteuert und ausgeschlachtet hat, um EH unbedingt an sich zu binden. JS war höchstens der Friendzone-Typ für EH, aber er hatte per Ausnutzung ihrer psych. Probleme einen Weg gefunden, mehr zu erzwingen, so sehe ich das. Und jemand, der so eine miese Strategie fährt, muss grobe Komplexe und eine Menge falscher Verdrahtungen im Oberstübchen haben.

Ohne JS wäre es vermutlich nie zu einer realen Tatumsetzung gekommen. Oftmals setzen sich nämlich gerade die Leute für ihre Ziele über alle Grenzen hinweg, von denen man es nicht erwartet, nicht die Junkies, Dealer, Kleinkriminellen, etc., sondern Leute wie die (ein)gebildeten Nerds Jens Söring und Peter Madsen. Madsen sah mit 28 so aus wie Söring mit 15, dem hätte man nicht einmal zugetraut, n Frühstücksei zu köpfen und doch köpfte der sympathische und eloquente Peter später sein Opfer.

Natürlich halte ich mir auch immer die andere Geschichte vor Augen, wo EH den armen JS ungefragt in den Mord mit hineinzieht. Jedoch ergeben sich dabei immer mehr logische Fehler oder nicht wahrscheinliche Zufälle, wie die Erwähnung des blutenden Täters, wo nicht einmal JS selbst versucht, diesen Täterwissen-Fakt wegzudiskutieren, denn damit die Plausi des Geständnisses zu erhöhen, ist ausgemachter Quark.

Nicht jeder ist so naiv und glaubt die Lügen-Märchen eines verurteilten Doppelmörders. Ich halte den 18-jährigen JS für einen überheblichen und lebensunfähigen (unerfahren, zurückgeblieben, fehlentwickelt, inselbegabt) IQ-Hirni mit emotionalem Dachschaden, der - genau wie Peter Madsen - für egoistische Ziele über Leichen ging, der Macht und Kontrolle über EH wollte, der EHs psych. Probleme eiskalt mit berechnendem Vorsatz ausnutzte (steigerte) und folglich die Tatherrschaft inne hatte. Gut, dass man den weggesperrt hat.

Wenn es jemand von den beiden "verdient" hat, auf Bewährung frei zu kommen, dann ist es EH, denn ihr Verhalten war krankheits- und drogenbedingt sie war Opfer eines sex. Missbrauchs, sie gesteht und bereut die Tat, sie hat sich psych. helfen lassen und Teile der Opferfamilie verzeihen ihr bzw. bescheinigen ihr Aufrichtigkeit.


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Der Fall Jens Söring

05.11.2018 um 18:22
Zitat von Sector7Sector7 schrieb:Wenn es jemand von den beiden "verdient" hat, auf Bewährung frei zu kommen, dann ist es EH, denn ihr Verhalten war krankheits- und drogenbedingt sie war Opfer eines sex. Missbrauchs, sie gesteht und bereut die Tat, sie hat sich psych. helfen lassen und Teile der Opferfamilie verzeihen ihr bzw. bescheinigen ihr Aufrichtigkeit.
Mir war doch direkt klar warum der Vorlagenblog zu Deiner Geisteshaltung "soeringguiltyascharged" heisst.
Kommt bald noch "Haysomvictomshouldbefree" dazu?

Soviel missionarischen Ansatz hab ich selten vernommen....;)

Das "wissenschaftlichste" war wirklich den 18j mit einem 50 jährigen zu vergleichen, der sein Opfer nachweisslich missbraucht und dann zerteilt und dann eine Lügenstory nach der naderen dazu loslässt.
Wirklich köstlich.


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Der Fall Jens Söring

05.11.2018 um 18:28
Und so wurde uns das langsam aufkeimende schlechte Gewissen schlagartig mit einem Beitrag wieder genommen.

Jetzt kann ich ihn wieder hassen, danke @cy_n.
Zitat von mr_majesticmr_majestic schrieb:Soviel missionarischen Ansatz hab ich selten vernommen....;)
Oh, da hat er durchaus ebenbürtige Konkurrenz hier.


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Der Fall Jens Söring

05.11.2018 um 18:30
Zitat von Seps13Seps13 schrieb:Jetzt kann ich ihn wieder hassen,
Nein, ist nicht ernstgemeint. JS ist mir immer noch ziemlich egal. Aber @Sector7 hat sehr anschaulich gemacht, wie Stimmungsmache funktioniert.

Vielleicht sollten wir zur Entspannung nochmal Sockenabdruckbilder bemalen oder Teppichfransen zählen oder unsere Molekularbiologiekenntnisse auffrischen. :D


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Der Fall Jens Söring

05.11.2018 um 18:33
Zitat von mr_majesticmr_majestic schrieb:Warum sagt Gail Ball ob NB EH schreibt und ob er weiss dass sie....wissen....dass...
?? Dafür bräuchte ich den Dechiffriercode.


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05.11.2018 um 19:11
Zitat von Sector7Sector7 schrieb:Der Deal bzw. die rationale Überlegung zwischen den Gemeinschaftstätern EH und JS bestand meiner Überzeugung nach nämlich darin, dass JS die mit am Tatort befindliche EH vor einer Mordanklage schützen wollte. So wären beide im Worst Case nach 5-10 Jahren wieder frei gewesen, EH musste dafür nach Washington DC gelogen werden und JS blieb wahrheitsgemäß am Tatort. Eine Win-Win-Strategie, bis Updike die EH mit einem (scheinbar) besseren Kronzeugen-Angebot verführte, was JS bis heute nicht verkraftet hat.
@Sector7, ich fand ja schon immer gefallen an deiner Argumentation, in diesem Punkt musst du mir aber mal was erklären:

Woran unterscheidest du die Strategie von EH und dem was EH und Jens angeblich ursprünglich geplant hatten?
- Man hat EH doch nach Washington gelogen,
- EH war nicht am Tatort
- Jens gibt zu dass er der Alleintäter ist

Das habe ich im Buch schon nicht verstanden.
Jens schildert es wie folgt:
- Er schweigt und wartet, fragt nach einem Anwalt (manche behaupten er war so überzeugt von sich dass er diesen gar nicht wollte)
- Dann gesteht er ohne Anwalt weil er das ja angeblich EH versprochen hat
- Updike steckt dies EH
- Diese beginnt ebenfalls zu reden und zwar genau dass was angeblich JSs Heldenplan war

Warum also ist er überhaupt sauer auf diese Göre? Sie tat doch das was er wollte.
Er wollte doch die alleinige Schuld auf sich nehmen???!!!

Und wieso machte Sie Schluss mit JS??? Wenn er doch Ihren Arsch retten wollte???

Das ganze wird für mich nur logisch indem das "schluss machen" von EH Jens zur Realität zurück gebracht hat. Er merkt dass er nur benutzt wurde, und dann hat er keine Lust mehr alleine für den gemeinsamen Mord gerade zu stehen. Also Denk er sich nach Washington und gibt EH die Alleinschuld.

Aber nochmal, das was EH 86 und 90 sagte ist doch das was JS angeblich wollte?!


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05.11.2018 um 19:16
Zitat von Seps13Seps13 schrieb:Nein, ist nicht ernstgemeint. JS ist mir immer noch ziemlich egal. Aber @Sector7 hat sehr anschaulich gemacht, wie Stimmungsmache funktioniert.
Wie du hasst JS nicht? Das ist doch eine Voraussetzung wenn man ihn für schuldig hält.


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05.11.2018 um 19:25
Zitat von mr_majesticmr_majestic schrieb:Bei der Intelligenz eines Sörings und der offensichtlichen Dummheit. die Du Söring am Tatort unterstellst muss ich davon ausgehen, dass Deine Theorie nicht Spuren legen heisst sondern gleichgültig sein Blut hinterlassen.
Bei aller Liebe, auch wenn JS hochbegabt war, in dem Mordfall hat er sich sicher nicht Stipendienhaft verhalten. So oder so, egal ob schuldig oder unschuldig.

Wenn er der Mörder ist dann hat er wohl viele Fehler gemacht. Z.B. den KM-Stand, da hätte man in Washington auch ein 2. Auto mieten können.

Wenn er nicht der Mörder ist, dann war er so dumm dass er sich durch seine rosa Brille das ganze Leben versaut hat.

Für EH, die ja auch hochbegabt war, gilt das gleiche.

Fazit:

Ich rate davon ab alle Handlungsstränge mit Logik und IQ der möglichen beteiligten zu erklären.
Wundern tut mich das allerdings nicht, denn ich denke dass das normal ist, wenn man nicht gerade Berufskiller ist macht man wohl unter Drogen (ob H oder Liebe, oder Adrenalin, Blutrausch etc. ) Dinge an die man mit klarem Menschenverstand entspannt vor dem Tatort auf dem Sofa Sonntag Abend wohl nicht denken würde

"Es liegt in der menschlichen Natur vernünftig zu denken und unlogisch zu handeln." Anatole France

... im Leben benötigt man auch soziale Intelligenz, und die spreche ich einen 18 jährigen JS durchaus ab


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Der Fall Jens Söring

05.11.2018 um 20:09
Zitat von Seps13Seps13 schrieb:Vielleicht sollten wir zur Entspannung nochmal Sockenabdruckbilder bemalen oder Teppichfransen zählen oder unsere Molekularbiologiekenntnisse auffrischen. :D
Vielleicht gibt´s in Killer couples noch´n paar Briefzeilen oder Crime Scene Fotos....*lechz*....:)


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Der Fall Jens Söring

05.11.2018 um 20:37
@B-Hörnchen

JS wusste von Anfang an, dass ihm sein Pass nichts nutzt. Es ging nie um den Pass, sondern ausschließlich um Jugendstrafrecht in Deutschland und Sörings Fehlannahme, dass EH ihr Leben mit ihm verbringen wollte.

EH sah aber nur solange Sinn in dem für sie nützlichen Deal (beide am Tatort), bis Updike ihr ein besseres bzw. sichereres Angebot (keine Mordanklage, keine drohende Todesstrafe) machte. Ab dem Zeitpunkt brauchte sie JS nicht mehr und schoss ihn in den Wind. Sie hatte nie vor, ihren Jens nach 5-10 Jahren Knast zu heiraten, aber sie spielte bei JS Plan mit, weil sie als Mittäterin davon profitierte.

Für JS war der Plan auch kein Nachteil. Er musste sicher davon ausgehen, dass seine (und nicht EHs) Spuren am Tatort sichergestellt wurden und ihn überführen würden. Gelang ihm ein Prozess in Deutschland, würde er eine kurze Strafe UND EH gewinnen, ansonsten hätte er sowieso sein Leben UND EH verloren. Das muss man immer aus damaliger Tätersicht beurteilen, der nicht davon ausgeht, nicht überführt zu werden.

JS blieb gar also nichts anderes übrig, als zu gestehen, denn die Spuren hatten ihn überführt und er glaubte dooferweise an eine Zukunft mit EH. Dass das beides nicht so war, wusste er nicht. Er wusste auch nicht, dass er folgenlos hätte schweigen können, er dachte, wenn er schweigt, wird auch gegen EH Mordanklage erhoben. Nachdem er gemerkt hat, dass EH ihn null liebt und sie ihm nur solange was vorgemacht hat, wie es für sie nützlich war, musste JS für den Worst Case "Auslieferung nach Virginia" eine Unschuld-Story erfinden oder sich mit der wahren Story in Deutschland stellen.

EH als Alleintäterin oder wahrheitsgemäß als Mittäterin zu benennen wäre für seine Strategie kontraproduktiv gewesen, da JS eben nicht wusste, ob er mit der Wahrheitsstory (mit oder ohne EH) in Deutschland oder mit der Lügenstory in Virginia antreten musste. Deshalb blieb er bis 1990 bei der Wahrheit. Ihm war sehr wohl bewusst, dass das Verurteilungs-Risiko bei der Lügenstory "Das Versprechen" in keinem Verhältnis zu 5-10 Jahren Jugendstrafe stand. An dieser Zwickmühle hat sich bis heute nicht geändert, weder JS noch EH können ohne eigene Nachteile (keine Bewährung) die Wahrheit sagen.

Der von dir erfragte Unterschied ist also, dass EH mit JS keine Zukunft wollte, aber so getan hat als ob, weil es ihr nutzte und weil ihr bis zum Deal mit Updike nichts anderes übrig blieb, denn ihr hätte man eine Unschuldstory erst recht nicht abgenommen. JS ist auf EH reingefallen, obwohl ihm von Anfang an klar war, dass EH nicht seine Kragenweite war. So einfach ist das, JS wollte eine Beziehung mit EH erzwingen ohne dass sie es merkt oder was dagegen tun konnte. Die beiden verband nicht das Band der Liebe, sonder die gemeinsame Tat, auch wenn JS sie abgöttisch geliebt haben wird, das reichte nicht und das wusste er.


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Der Fall Jens Söring

05.11.2018 um 20:37
Zitat von Sector7Sector7 schrieb:Der Deal bzw. die rationale Überlegung zwischen den Gemeinschaftstätern EH und JS bestand meiner Überzeugung nach nämlich darin, dass JS die mit am Tatort befindliche EH vor einer Mordanklage schützen wollte. So wären beide im Worst Case nach 5-10 Jahren wieder frei gewesen, EH musste dafür nach Washington DC gelogen werden und JS blieb wahrheitsgemäß am Tatort. Eine Win-Win-Strategie, bis Updike die EH mit einem (scheinbar) besseren Kronzeugen-Angebot verführte, was JS bis heute nicht verkraftet hat.
Toll, also doch noch ein Retter Motiv....Der weisse Ritter mit der blutroten Weste.....
Interessant auch...psychologisch gab es ich will ein Held sein aus allen Perspektiven....

Trigger: Konkurrenz andere Männer, teilen, Eifersucht

- Actio: Eltern mit morden und Schuld übernehmen
- Actio: Eltern alleine morden und Schuld übernehmen
- Actio: Unschuldig die Schuld übernehmen

Gibt es eigentlich irgendwo den Wortlaut des Briefes in dem EH Sörings "Opfer" anspricht. Soll auch im Courthouse rumliegen.


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Der Fall Jens Söring

05.11.2018 um 20:42
Zitat von mr_majesticmr_majestic schrieb:Interessant auch...psychologisch gab es ich will ein Held sein....
er wollte gar kein Held sein. Er wollte aus der Geschichte profitieren.


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05.11.2018 um 20:45
Also monetär war da schon mal nix zu machen. Söring hatte ja stets die Spendier Hosen an.
Ich würde also doch noch mal über das "Aufschauh"-Prinzip nachdenken, wenn der Schwächling
schon nicht den "Body" mitbringt.


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05.11.2018 um 22:01
Übrigens hier ist ein relativ neuer Artikel von Sandy Hausman.

http://www.wvtf.org/post/retired-detective-raises-new-doubts-about-soering-conviction#stream/0

Natürlich nix neues drin.....Interessant aber das darunter:


William Holdsworth • 3 days ago
It should be noted immediately that Sandy Hausman has long assumed a role as one of Jens Soering's cheerleaders in this case. Any notion that she reports as an objective journalist in search of the truth is laughable.

She says at the beginning that Soering was a German exchange student. He wasn't, and she must know that.

Richard Hudson resorts to much of the same old tripe in this interview, making disingenuous claims that have been regularly put forward on Soering's behalf. For example, Elizabeth Haysom said that when Soering returned to DC he was wrapped in a bloody sheet. For corroboration one need only look at the crime scene. As Hudson himself said in his letter to the Governor of September 12, 2017: “In reviewing the crime scene photos, there is a sheet obviously missing from the bed in the Haysom master bedroom.” It was actually a counterpane, but no matter. Haysom's account checks out.

He then returns to the Luminol testing again. We know that Soering was only cut on his left hand, which he bandaged at the house, and as a bright boy he would have been very careful not to wave it around in the car so as to leave blood traces. The blood went onto the counterpane, which they threw away at the hotel. There's no reason why any should have been left in the car.

Even so, how thoroughly was the Luminol testing carried out? We know it was done by investigator Chuck Reid. Hudson's letter again states that –

“Reid luminols the area of the vehicle he was instructed to examine and finds absolutely no evidence of blood staining or residue. Chuck Reid acknowledges the entire car should have been examined using the luminol technique but he was following directions from his supervisor...”

Hudson also claims that Soering weighed “just 140 pounds.” How about a source for that? At the time of his arrest he was recorded as being 165 pounds, which is a very significant difference.

Everything about this indicates desperation to exculpate a guilty man, and there can be few left in Virginia who don't know it. For anyone wanting more details there is a website: https://soeringguiltyaschar...

More than a few reputations might well be going down the toilet in due course. No wonder Hudson's distressed!





William Holdsworth aka XY ist mal wieder eine Traffic-Maschine für seinen Guilty-Blog und backlinked fleissig so "gut" er kann.
In Wahrheit geschieht dies aber nach dem eher substanzlosen schwachen Prinzip des Verrisses, Verwässerung etc....

- erst mal den Autor verreissen, egal wie
- bloody sheet - fehlt auf dem Foto - WH: Es ist eher die Tagesdecke. Für mich ein echter Brüller. Vorher war es doch immer belastend, aber bei der URL muss EH auf jeden Fall aus der Schusslinie
- Luminol - Reid: WH streut wohl die "INFO" das Auto sei gar nicht per Luminoltest getestet worden. Reid sagt sogar er musste wegen dem Luminol-Test zum Gericht. Brüller 2
- Bandaged in the house, no blood in the car. WH veröffentlicht Geständnisse in denen steht, dass er ins Auto blutet. Egal was nicht passt wird passend gemacht. Brüller 3
- 140 pounds <> kill 2 people: WH: 12 Monate später 165 pounds?! Beweis? Reid hatte ihn beim Erstverhör sogar nur auf 120 pounds geschätzt....Brüller 4

Und danach kommt das Beste natürlich zum Schluss...."Everything about this indicates desperation to exculpate a guilty man........."
Auf dieser liederliche Weise denkt man also man hätte einen "dummy" davon überzeugt die ganze Zeit in der "falschen" Ecke gelesen zu haben....

Ich finds wirklich offensichtlich flach! Was treibt so einen Typen? Ist der der Vorsitzende von EHs elitärem Supporter Club?


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Der Fall Jens Söring

05.11.2018 um 22:06
@Sector7

das triffts ganz gut.

Noch einen Nachsatz: Als sie sich für den sicheren Hafen Updike entschied, war noch nicht klar, ob JS mit seiner 5-10 Jungenknast-Hoffnung bei Sauerkraut und Bratwürsten durchkommt. Dann hätte sie auch einen Freispruch haben können.
Das Risiko zu warten ob JS mit seinem Plan durchkommt wollte sie wohl nicht eingehen.
Möglicher Weise hat sie sich daran erinnert, dass seine übrigen Voraussagen bis dato auch schon schief gingen.
Ich gehe nämlich davon aus, dass die Flucht die Handschrfit von JS war, er war es mit den kalten Füssen.

Ironie des Schicksals dass ohne die Flucht und das auffinden der Briefe es wahrscheinlich nie zu einer Verurteilung einer der Beiden gereicht hätte.

Wie immer alles nur meine Meinung.


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