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Der Fall Jens Söring

29.366 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

20.05.2019 um 23:54
Zitat von boraboraborabora schrieb:Dann hätte er tatsächlich auf eine Schilderung bestehen müssen.
Fragt sich auch, wie er mit seinen Fragen zum Täterwissen kam u. daraus Details bzw. den genauen Ablauf herleiten konnte^^
das sind ja gerade diese ganzen Widersprüche. Er möchte sie retten, die Strafe auf sich nehmen, aber nichts über den Tathergang erfahren bzw. nicht zuviel, denn sonst könnte es ja das Bild von EH zerstören, welches er von ihr hat. Ernsthaft, alleine die Tatsache, dass sie ihre Eltern abgeschlachtet hat, wovon er ja wusste, tat es das nicht? Das hört sich alles einfach nur sowas von unglaubwürdig an. Dass ich es immer noch nicht fasse, dass es Personen gibt, die ihm diesen Unfug auch noch glauben.


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Der Fall Jens Söring

21.05.2019 um 00:04
Jepp, wie gesagt, er hätte sich den Ablauf sehr genau erzählen lassen, um sie zu "retten".
Das, was er dann insgesamt angab nebst zahlreicher Indizien, klang schlüssig, ihn als Täter einzustufen.

Das er geringfügige Fehler bei seinem Geständnis einbaute, spielte dann natürlich keine Rolle mehr, beispielsweise, wo die Haysoms lagen oder was sie trugen.


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Der Fall Jens Söring

21.05.2019 um 00:09
Zitat von boraboraborabora schrieb:E. hat ihm das Verbrechen bzw. den gesamten Ablauf nicht geschildert
Kannst du mal bitte eine exakte Quelle angeben die genau diesen Wortlaut 1:1 wiedergibt.

Danke


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Der Fall Jens Söring

21.05.2019 um 00:23
@borabora

Du wirst sie nicht finden!!

Tue mir bitte den Gefallen und zitiere richtig. Danke.

"Und dann beschrieb Elizabeth mir das Verbrechen, und ich versuchte mir vorzustellen, wie man mich dazu gebracht haben könnte, ihre Eltern umzubringen. Sie erzählte mir nicht, warum sie nach Lynchburg gefahren war und was tatsächlich in Loose Chippings passiert war. Und ich fragte sie nicht danach. So bizarr das heute klingen mag, ich wollte wirklich keine Details wissen. Das war nicht meine freie Entscheidung, glaube ich, sondern eher eine Art Intuition: Wenn ich anfing, Liz Fragen zu stellen, würde ich unweigerlich Dinge herausfinden, die zu widerwärtig, zu überwältigen"
Aus Söring "Nicht schuldig" , 2012, Seite 89

"Then Elizabeth described the scene of crime, and I tried to imagine how I might have been driven to kill her parents. She did not tell me why she had driven to Lynchburg or what had actually happened at Loose Chippings, and I did not want to know. We never mentioned the murders directly to one another again."
Aus Söring "Mortal Thoughts" 1995 Seite 69


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Der Fall Jens Söring

21.05.2019 um 00:25
Zitat von JohnnyGWatsonJohnnyGWatson schrieb:annst du mal bitte eine exakte Quelle angeben die genau diesen Wortlaut 1:1 wiedergibt.
Ich habe hier u. da viel zum Fall gehört u. gelesen, werde mal nachschauen, ob ich die Quelle noch finde.
Zitat von JohnnyGWatsonJohnnyGWatson schrieb:Aus Söring "Nicht schuldig"
Das ist natürlich die zuverlässigste Quelle überhaupt :troll:


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Der Fall Jens Söring

21.05.2019 um 00:31
Zitat von JohnnyGWatsonJohnnyGWatson schrieb:Sie erzählte mir nicht, warum sie nach Lynchburg gefahren war und was tatsächlich in Loose Chippings passiert war.
dafür wusste er jedoch einige besondere Details, wie z. b. dass er wieder zurück ins Haus ist auf Socken, das mit dem Außenlicht. Das passt ja nicht dazu, dass er es von ihr nicht hat. Und bisher hat er auch nie davon erzählt, dass er es aus der Zeitung hat (was ich auch nicht glaube, weil solche Details üblicherweise auch nicht veröffentlicht werden). Woher weiß er es dann?


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Der Fall Jens Söring

21.05.2019 um 00:56
Ich glaube das wurde hier schon alles plausibel zusammenhängend erklärt. Aber der Inhalt aus dem blogbuster ist auch gerne schnell nachgeplappert.


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Der Fall Jens Söring

21.05.2019 um 04:27
@Calligraphie
Das ist mal eine Frage, die wir hier noch nicht hundertmal durchgekaut haben. Ansonsten ist das, was mr_majestic hier immer wieder aufbringt, ja nichts Neues.

Warum hat sich JS in London nicht auf seinen "Diplomatenstatus" berufen? Nun, ihm wird bewusst gewesen sein, dass er in London keinerlei Immunität geniesst, da eine solche, wenn überhaupt, nur im sogenannten "Empfangsstaat" gilt, also in dem Staat, in dem die Amtsperson ihren Dienstort hat. In diesem Fall den USA.

Dennoch ist das eine gute Frage, die noch konkreter in einem anderen Zusammenhang gestellt werden sollte: wenn er tatsächlich den Schmonzes geglaubt hätte, diplomatische Immunität zu besitzen - warum hat er dann nicht bereits in den USA darauf bestanden? Denn hätte er wirklich Immunität, dann hätte er mit dem Hinweis darauf bereits jegliche Bitten/Vorladungen etc. zum Gespräch mit den Ermittlern beantworten können. Und vor allem, er hätte mit Verweis auf diese Immunität das Gesuch, Fingerabdrücke usw. abzugeben verweigern können.

Aber genau dann, wenn es darauf ankam, hat er alles andere getan als sich auf seine vermeintliche Immunität zu berufen.

Nun ist es ja so, dass er kein kleines Dummerchen gewesen ist. Sein Vater war Konsulatsangestellter, ein deutscher Berufskonsularbeamter, welche den etwas hochtrabenden Titel "Vizekonsul" führen. Am Beginn einer solchen Tätigkeit in den USA bekommt der Amtsinhaber dann einen schönen Ausweis vom amerikanischen Aussenministerium, den er bei Gelegenheit der Polizei vorzeigen kann. Er darf auch einen Satz spezielle Nummernschilder führen.

Nur: bei Konsulatsangehörigen gilt das eben nur für die Amtsperson selbst, und die Immunität ist eine eingeschränkte Immunität, nämlich nur eine Amtsimmunität. Familienangehörige geniessen keine Immunität. Ich denke mal, das wird sein Vater JS spätestens dann klargemacht haben, als dieser den Führerschein bekam: denn Familienangehörige von Konsulatsbeamten müssen jedes Strafmandat zahlen, die von Diplomaten nicht.

Nein, aus JS Verhalten wird ganz klar, dass er sich zu keinem Zeitpunkt auf einen imaginären Diplomatenstatus verlassen hat. Im Gegenteil, in dem Moment, wo die Ermittlungen ihm nahekamen, hat er die Flucht ergriffen. Und das ist schon der erste Hinweis darauf, dass seine "edler Ritter Story" nicht stimmt.


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Der Fall Jens Söring

21.05.2019 um 07:41
@Rick_Blaine
Du legst wieder eine " Schippe" drauf. Wieder was gelernt. Diese Erkenntnisse setzen dem ganzen noch mal ein entlarvendes Krönchen auf. Darauf einen tiefen Zug aus der Havanna....?

Und nun abwarten was die Dauerzweifler unter d Foristen dieses Threads dazu sagen, denn seltsam u auffällig ist auch, daß auf solche Kl pikanten Fragen u Details von der free JS Seite nicht eingegangen wird .
Ein tusch auf die diplomatische Immunität. Mögen tausende nichtbezahlter knöllchen mit euch sein.


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Der Fall Jens Söring

21.05.2019 um 07:49
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Nein, aus JS Verhalten wird ganz klar, dass er sich zu keinem Zeitpunkt auf einen imaginären Diplomatenstatus verlassen hat. Im Gegenteil, in dem Moment, wo die Ermittlungen ihm nahekamen, hat er die Flucht ergriffen. Und das ist schon der erste Hinweis darauf, dass seine "edler Ritter Story" nicht stimmt.
Ich glaub du verwechselst gleich doppelt jemanden.
Söring ist geflohen als mehrere Punkte zusammenkamen. Der Fussabdruck der Haysom war noch nicht ausgewertet.
Der Bruder HH meinte telefonisch man hätte den Mörder bald.
Die Flucht an der Seite einer Beziehungspartnerin (laut ihm geständigen Mörderin) mit der Zusage sich im Falle einer Gefangenschaft für diese aufzuopfern ist also erster Teil der "Beschützerstory". Ich finde das kann man klar herauslesen, wenn man nur will, aber deine persönliche Antipathie gegen Söring hast du ja mehrfach hier angebracht, insofern gilst du wohl juristisch eher als befangen in dem Fall.


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Der Fall Jens Söring

21.05.2019 um 08:01
@JohnnyGWatson
Und du bist " juristisch " unbefangen mit offensichtlicher Sympathie?
Das einzige was hier die meisten vermissen , bei deinen emotional geladenen Anmerkungen ist, dass du einfach nicht auf fragen antwortest, die irgendwie das Bild vonJS u seine Story beschädigen könnten.
Im Gegensatz zu dir hat @Rick_Blame fundierte Sachkenntnis zu fragen der US Gerichtsbarkeit.
Und ich glaube ihm ist JS persönlich so egal wie der Säcke Reis in China , so wie den meisten hier. Interessant an ihm ist nur die Story Drumherum.


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Der Fall Jens Söring

21.05.2019 um 08:12
@Calligraphie
Wozu überhaup x-pathie? Muss man etwas davon haben um Dinge richtig zu stellen oder einfach nur anders zu deuten? Basierend auf allen Fakten am Tatort und drumherum.
Ich löse mich von der US Denke Virginias in der Hardliner ihn auch direkt aufgeknüpft hätten, weil er ja geständig war und akzeptiere das event und die Existenz von Falschgeständnissen. Dazu muss ich kein Jurist sein. So wenig wie Sector7 DNA-Experte. Und das in einem Fall in dem es keine zwingenden Beweise dafür oder dagegen gibt. Das wird ja schon selbst durch die Briefe immer deutlicher.


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Der Fall Jens Söring

21.05.2019 um 08:30
@JohnnyGWatson
Du scheinst einfach nicht verstehen zu wollen, dass die Indizien hier sehr wohl ausreichend sind. Und das nicht einmal zu knapp. Schau dir hier bei uns Urteile in Indizienprozessen an. Zum Beispiel der Badewannenmord, Charlotte Boehringer, Andreas Darsow. Die sitzen alle wegen wesentlich weniger Indizien die auf sie gedeutet haben lebenslänglich ein. Ohne Flucht und abgegebene Geständnisse. Nur weil sich jemand im Nachhinein eine Geschichte zusammenspinnt, bedeutet es nicht, dass das andere plötzlich komplett wertlos ist. Außer haltlosen Anschuldigungen anderen gegenüber, schafft es JS seit nunmehr annähernd 33 Jahren nicht jemand anderen mit der Tat in Verbindung zu bringen.
Das was du hier anbringst, sind auch immer wieder nur deine persönlichen Deutungen und Spekulationen. Die aber absolut O Beweiskraft haben. Das ist für das Parole Board unerheblich, dass du ihm glaubst.


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Der Fall Jens Söring

21.05.2019 um 08:44
Es ist schon sehr beeindruckend, was hier an Für und Wider geschrieben steht.
Wenn sich das Parole Board danach richten würde (was sie natürlich nicht tun), würde nach meiner Überzeugung JS die USA
nicht mehr (lebend) verlassen.


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Der Fall Jens Söring

21.05.2019 um 09:23
Zitat von JohnnyGWatsonJohnnyGWatson schrieb:Die Flucht an der Seite einer Beziehungspartnerin (laut ihm geständigen Mörderin) mit der Zusage sich im Falle einer Gefangenschaft für diese aufzuopfern ist also erster Teil der "Beschützerstory".
Ich könnte nachvollziehen, wenn eine Mutter die Schuld auf sich nehmen würde für ihr Kind.

Aber Söring für eine Frau, die er kaum kennt?
So heldenhaft ist wohl keiner, oder?

Die gesamte Vorgehensweise von Söring u. seine Aussagen sind zudem höchst unmoralisch u. verwerflich u. zeugt davon,
das er auf Rechtsstaatlichkeit pfeift ;)


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Der Fall Jens Söring

21.05.2019 um 10:47
@JohnnyGWatson

mMn wurde hier im Thread sehr gut heraus gearbeitet, warum die "Retter - Story" von JS von ihm nachträglich frei erfunden wurde.
Das für mich überzeugende Argument ist, dass wenn es deutliche Beweise gegen EH gegeben hätte, ein Geständnis von JS ihr gar nichts genutzt hätte, beide hätten verurteilt werden und auf den elektrischen Stuhl landen können.

Angenommen EH hätte tatsächlich den Doppelmord alleine verübt und ihn ihrem Freund gestanden, hätte doch jeder "echte Freund" versucht ihr auf anderer Art und Weise zu helfen um es nicht zu einer Hinrichtung kommen zu lassen.


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Der Fall Jens Söring

21.05.2019 um 13:07
Zitat von RosenmontagRosenmontag schrieb:Angenommen EH hätte tatsächlich den Doppelmord alleine verübt und ihn ihrem Freund gestanden, hätte doch jeder "echte Freund" versucht ihr auf anderer Art und Weise zu helfen um es nicht zu einer Hinrichtung kommen zu lassen.
eben, weil JS zu dem Zeitpunkt gar nicht wissen konnte, ob es nicht handfeste Beweise am Tatort gegen EH gibt.

Was nützt es da, wenn er die Tat auf sich nimmt, wenn sie sich z. B. bei der Tat verletzt hätte und man am Tatort die Blutgruppe B (in großen Mengen) gefunden hätte anstelle der Blutgruppe 0.
Daher ist diese Rettungsaktionsgeschichte einfach nur Unsinn bzw. ein Versuch sich selber zu retten.


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Der Fall Jens Söring

21.05.2019 um 13:47
Zitat von RosenmontagRosenmontag schrieb:mMn wurde hier im Thread sehr gut heraus gearbeitet, warum die "Retter - Story" von JS von ihm nachträglich frei erfunden wurde.
Er musste sich ja was zurechtlegen, nachdem er u. E. geschnappt worden sind u. die Briefe gefunden u. ausgewertet worden sind ;)

...ich darf die Alibi Geschichte dazu ergänzen.
Die macht nämlich auch keinen richtigen Sinn.
Ist alles ausführlich in diesem Thread zu lesen ;)
Zitat von RosenmontagRosenmontag schrieb:Angenommen EH hätte tatsächlich den Doppelmord alleine verübt und ihn ihrem Freund gestanden, hätte doch jeder "echte Freund" versucht ihr auf anderer Art und Weise zu helfen um es nicht zu einer Hinrichtung kommen zu lassen.
Und er wäre auch nicht per Briefwechsel auf ihre Fantasien bzgl. ihrer Eltern eingegangen ;)
Es hätte also gar nicht zu diesem brutalen Doppelmord kommen dürfen, hätte Söring "richtig" reagiert.

Auch hier lässt es keinerlei Spielraum positiv gesehen für Söring zu.


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Der Fall Jens Söring

21.05.2019 um 19:09
Was ich ganz gut verstehe ist dass 1986/1990ff die Ermittler die Sache eingeschätzt haben. Ich glaube aber nicht so gut wie sie konnten, sondern eher so sehr sie unter grossem Druck einen Mörder nach über 12 Monaten zu präsentieren überzeugt waren. Trotzdenm war es eine Einschätzung.
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:Du scheinst einfach nicht verstehen zu wollen, dass die Indizien hier sehr wohl ausreichend sind. Und das nicht einmal zu knapp. Schau dir hier bei uns Urteile in Indizienprozessen an
Diese Einschätzung kann leicht durch folgende Aussagen ad adsurdum geführt werden:
a) Söring dachte bis zum Schluss dass er fei gesprochen wird (Neaton an die Jury: wenn Sie Söring nicht am Tatort sehen dann müssen)
b) Updike hatte seine Zweifel dass es zu einer Verurteilung reichen würde
c) Die Geschworenen lagen erst bei 6/6
Zitat von RosenmontagRosenmontag schrieb:Das für mich überzeugende Argument ist, dass wenn es deutliche Beweise gegen EH gegeben hätte, ein Geständnis von JS ihr gar nichts genutzt hätte, beide hätten verurteilt werden und auf den elektrischen Stuhl landen können.
Merkwürdig unlogisch für mich. Wie soll Söring wissen was seine drogensüchtige Freundin alles am Tatort zurückliess, wenn er nicht dabei war. Kein Wunder, dass sie schnellstmöglich ins Haus wollte und den Fuss auch verglich. Der Plan war sofort zu gestehen in dieser Nacht noch wenn die Polizei sie festnimmt. Daher dachte man die Spuren plus Fahndung führen direkt zu ihnen (Schock und Panik). Und dann eine riesige Ladung Naivität und Überheblichkeit bezüglich Einschätzung der rechtlichen Konsequenzen. Es ist immer wieder lustig hier ca. 30-50 Jährige zu lesen die einen 18j 360° aufs Korn nehmen. Ein greenhorn was Lebensalltag und Krisenbewältigung angeht.

Dann passierte aber lange Zeit nichts. Und siehe da. Beinahe hätte es die Person Söring also durch sein Geständnis ermöglicht, dass eine EH, die ursprünglich wg capital murder angeklagt wurde eine Option hatte 1995 rauszukommen. Das scheinen hier viele vergessen zu wollen.
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:Was nützt es da, wenn er die Tat auf sich nimmt, wenn sie sich z. B. bei der Tat verletzt hätte und man am Tatort die Blutgruppe B (in großen Mengen) gefunden hätte anstelle der Blutgruppe 0.
Daher ist diese
Eine deutlich tiefere Verletzung bei Haysom wäre in der Nacht doch ihr und ihm direkt aufgefallen. Die hinterlassenen Blutspuren stehen Mengenmässig ja eher fuer "Kratzer". Und überhaupt die Wortlaute (ich bin doch sonst eher der Pessimist....) der Briefe und die Zweifel im Prozess dass sie die Ermittler so einfach überzeugen konnten sind doch realistisch.
Zitat von boraboraborabora schrieb:Und er wäre auch nicht per Briefwechsel auf ihre Fantasien bzgl. ihrer Eltern eingegangen ;)
Es hätte also gar nicht zu diesem brutalen Doppelmord kommen dürfen, hätte Söring "richtig" reagiert.

Auch hier lässt es keinerlei Spielraum positiv gesehen für Söring zu.
Hey 100% d'accord. Schrieb ich vorher. Er hätte es verhindern müssen. Und ohne Bauernopfer, keinen Doppelmord.😄


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Der Fall Jens Söring

21.05.2019 um 19:32
Zitat von JohnnyGWatsonJohnnyGWatson schrieb:ondern eher so sehr sie unter grossem Druck einen Mörder nach über 12 Monaten zu präsentieren überzeugt waren. Trotzdenm war es eine Einschätzung.
Venice2009 schrieb:
ich finde es mehr als ausreichend. JS hatte kein Alibi für die Tatzeit, der Briefverkehr, EH hat sich ihm offenbart bezüglich ihrer Eltern und er ging darauf ein. Die Fahrt nach Washington, die absurd ist und die er nicht wirklich erklärt bekommt. Die Flucht als er seine Finger- und Fußabdrücke abgeben sollte, also als es für ihn unbequem wurde. EH hatte ihre bereits abgeben gehabt. Daraufhin die Flucht, danach sein Geständnis. Ich finde kaum, dass man sich noch verdächtiger verhalten kann. Außer man wird inflagranti bei der Tat erwischt. Ich hätte Gardner für geisteskrank erklärt, wenn er ihn für unschuldig gehalten hätte.
Zitat von JohnnyGWatsonJohnnyGWatson schrieb:a) Söring dachte bis zum Schluss dass er fei gesprochen wird (Neaton an die Jury: wenn Sie Söring nicht am Tatort sehen dann müssen)
das glaube ich, dass er davon überzeugt war, dass man ihm den Schwachsinn abnimmt. Scheinbar hat er ja auch den ein oder anderen gefunden der im Glauben schenkt, die Mehrheit allerdings glaubt ihm die krude Geschichte nicht.
Zitat von JohnnyGWatsonJohnnyGWatson schrieb:b) Updike hatte seine Zweifel dass es zu einer Verurteilung reichen würde
kann ich mir nicht vorstellen, du deutest das so. Ich denke Updike war eher von ihm genervt, von seiner Überheblichkeit.
Zitat von JohnnyGWatsonJohnnyGWatson schrieb:Eine deutlich tiefere Verletzung bei Haysom wäre in der Nacht doch ihr und ihm direkt aufgefallen. Die hinterlassenen Blutspuren stehen Mengenmässig ja eher fuer "Kratzer". Und überhaupt die Wortlaute (ich bin doch sonst eher der Pessimist....) der Briefe und die Zweifel im Prozess dass sie die Ermittler so einfach überzeugen konnten sind doch realistisch.
Was wäre denn mit z. B. Haaren gewesen die ihr herausgerissen worden wären und sie es im Eifer des Gefechts gar nicht mitbekam. Ich meine die eigenen Eltern abzustechen ist sicherlich keine alltägliche Situation.
Oder eben wenn der Fußabdruck auf ihren Fuß gepasst hätte, was er ja nicht tat, sondern auf den von JS passte. Also von den 2 möglichen Personen, die als Täter infrage kamen, passte er eben auch noch auf JS Fußabdruck. Auch wieder so ein seltsamer Zufall.


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