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Ungeklärter Mord an Manuela C. in Regensburg

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Ungeklärter Mord an Manuela C. in Regensburg

08.02.2015 um 19:50
0,1423421432,Manuela Ch.Zusammenfassung:

20. August 1988:
Die 19-jährige Auszubildende Manuela C. aus dem Landkreis Kelheim verabredet sich mit drei Freunden in der Regensburger Altstadt zum Eisessen. Beim gemeinsamen Bummel durch die Straßen verlieren sich die Freunde aus den Augen. Nur einer der Begleiter bleibt an Manuelas Seite.
Vermutlich beschließen die Beiden, den Heimweg gemeinsam anzutreten.
Doch Manuelas Begleiter müsse erst seine Freundin in einem Regensburger Lokal abholen und diese nach Hause bringen. Deshalb lässt er Manuela um 23.15 Uhr an der Bushaltestelle in der Nordgaustraße (Gewerbegebiet) mit der Abmachung aussteigen, sie dort in Kürze wieder abzuholen.
Doch als der junge Mann zurückkommt, ist Manuela verschwunden.
Sie fällt ihrem Mörder in die Hände.
Mehrere Zeugen hören die Hilferufe der jungen Frau, ein Radfahrer beobachtet, wie ein Mann die schreiende Frau die Treppe von der Nibelungenbrücke zur Donau hinunterzerrt- und prügelt. Aber er fährt weiter.
Weil diese Zeugen es für einen Beziehungsstreit halten, schreitet niemand ein.
Der letzte Begleiter von Manuela ruft bei deren Eltern an, ob Manuela inzwischen per Anhalter nach Hause gekommen wäre. Doch keine Spur von ihr.
Am nächsten Morgen findet ein städtischer Mitarbeiter die Leiche von Manuela in der Donau treibend. Die junge Frau wurde vollständig entkleidet, geschlagen und gewürgt und anschließend in bewusstlosem Zustand in die Donau geworfen, wo sie letztlich ertrank.

Keine der damals verdächtigen Personen konnte als Mörder überführt werden.

Nach dem Mord erschienen mehrere sehr große Berichte u. A. auf der Titelseite in der regionalen Regensburger Zeitung "Die Woche". Diese Zeitung wurde mittlerweile eingestellt und ist nun nur noch in Archiven einsehbar.

Obwohl Regensburg zur damaligen Zeit eher als beschauliche, gemütliche und ruhige Großstadt galt, in der ein Verbrechen ganz und gar nicht zum Alltag gehörte, wurde es um den Fall danach relativ schnell ruhig.

2011 wurde der Fall routinemäßig nochmals kriminaltechnisch untersucht (es konnte keine Fremd-DNA festgestellt werden / Profiler fanden keine Anhaltspunkte), musste jedoch weiterhin als ungeklärt zu den Akten gelegt werden.

Im August 2014 veröffentlichte die "Mittelbayerische Zeitung" (MZ) im Rahmen einer Serie einen Bericht über den Mordfall.
Daraufhin meldete sich ein Unbekannter mit einem anonymen Brief bei der Mittelbayerischen Zeitung. Er könne sich noch sehr gut an den Fall erinnern und habe Wichtiges dazu mitzuteilen. Er habe sehr lange gezögert, ob er mit seinem Wissen an die Öffentlichkeit gehen soll und möchte jetzt nicht länger schweigen. Er nannte in diesem Brief den Namen einer Person aus der Region und meinte, seine Informationen seien nicht "an den Haaren herbeigezogen".
Die Zeitung übergab den Brief an die zuständige Kripo.

Am 02. Februar 2015 meldete die MZ, die Kriminalpolizei sieht im Inhalt dieses Briefes keine Grundlage für einen konkreten Ermittlungsansatz.

Der Fall Manuela C. gilt weiterhin als ungeklärt.


Foto: MZ Archiv


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Ungeklärter Mord an Manuela C. in Regensburg

08.02.2015 um 20:12
Das ist ja heftig.

Der Begleiter konnte aufgrund seines Alibis ausgeschlossen werden? Wurde die Kleidung gefunden?
Konnte man Täter-DNA isolieren?

Man liest immer wieder, dass sich Zeugen nicht eingemischt haben, weil sie von einem Beziehungsstreit ausgingen. Anscheinend ist es tolerierbar, wenn in Beziehungen geprügelt wird...


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08.02.2015 um 20:23
Der Begleiter galt nach den Infos aus der MZ als Hauptverdächtiger. Musste dann jedoch ausgeschlossen werden. Vermutlich aufgrund seines Alibis. Mir ist leider nicht mehr darüber bekannt.

Eine Fremd-DNA konnte nicht festgestellt werden, auch bei den erneuten Untersuchungen 2011 nicht. Die Kleidung des Opfers fehlt bis heute. Lediglich ein Ohrring von Manuela C. ist bis heute als Asservat gesichert.

Beschämend, dass sich jemand nicht weiter kümmert, wenn er einen derartigen Vorfall als Beziehungstat einordnet.

Vielleicht meldet sich in diesem Forum jemand, der sich an den Fall erinnert bzw. weitere Details weiß, so wie sie damals auch in der Zeitung "die Woche" gestanden haben.


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08.02.2015 um 20:35
@Treets

Wurde der Fall in xy dargestellt? Ich hab auf die Schnelle nichts gefunden.


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Ungeklärter Mord an Manuela C. in Regensburg

08.02.2015 um 20:43
Ich habe selber im Internet danach gesucht und nichts gefunden. Andererseits wundert es mich sehr, wenn der Fall nicht in XY nachgestellt wurde. Im Allgemeinen finden sich auch im Internet kaum Einträge über diesen wirklich sehr mysteriösen Mord.


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08.02.2015 um 20:47
116964,1423424833,Die WocheHier noch ein Foto aus der MZ, mit einem Bericht in der Zeitung "die Woche" aus der damaligen Zeit.
Leider ist der Text nicht leserlich.


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08.02.2015 um 21:08
Ich hab einen relativ neuen Artikel gefunden:

http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/oberpfalz-bayern/artikel/tod-unter-der-nibelungenbruecke/1107137/tod-unter-de...


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Ungeklärter Mord an Manuela C. in Regensburg

08.02.2015 um 21:10
Dabei wurden die vorhandenen Spuren unter modernsten kriminaltechnischen Methoden untersucht. Doch eine Fremd-DNA konnte nicht gesichert werden.
Das ist natürlich erstmal ernüchternd.

Vielleicht finden sich auf der Kleidung verwertbare Spuren. Laut MZ fehlt diese vollumfänglich:
Die Kleidung, die die junge Frau trug als sie ihrem Mörder begegnete, ist bis heute verschwunden – darunter eine weiße Baumwollhose, ein weißes T-Shirt-Kleid und ein schwarzes Herrensakko mit glänzendem Revers.
Das geschilderte Vorgehen finde ich mehr als befremdlich:
Vermutlich wollten Manuela C. und ihr Begleiter gemeinsam den Heimweg antreten, doch der junge Mann musste zuvor seine Freundin aus einem Regensburger Lokal abholen und nach Hause bringen, weshalb er Manuela C. an jenem 20. August 1988 gegen 23.15 Uhr an der Bushaltestelle in der Nordgaustraße aussteigen ließ – mit dem Versprechen sie dort in Kürze wieder abzuholen.
Quelle: http://www.mittelbayerische.de/region/kelheim/artikel/tod-unter-der-nibelungenbruecke/1107137/tod-unter-der-nibelungenbr...


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08.02.2015 um 21:26
Treets schrieb:Daraufhin meldete sich ein Unbekannter mit einem anonymen Brief bei der Mittelbayerischen Zeitung. Er könne sich noch sehr gut an den Fall erinnern und habe Wichtiges dazu mitzuteilen. Er habe sehr lange gezögert, ob er mit seinem Wissen an die Öffentlichkeit gehen soll und möchte jetzt nicht länger schweigen. Er nannte in diesem Brief den Namen einer Person aus der Region und meinte, seine Informationen seien nicht "an den Haaren herbeigezogen".
Die Zeitung übergab den Brief an die zuständige Kripo.

Am 02. Februar 2015 meldete die MZ, die Kriminalpolizei sieht im Inhalt dieses Briefes keine Grundlage für einen konkreten Ermittlungsansatz.
Hier ist die Quelle dazu: http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/oberpfalz-bayern/artikel/mordfall-anonymer-brief-an-die-mz/1185645/mordfall-a...


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08.02.2015 um 21:34
Danke für die eingefügten Links!!! Macht es für nachfolgende Leser einfacher.

Für mich ist es sehr mysteriös, dass man sich zuerst in der belebten Altstadt aufhält und jemand später freiwillig in einem um diese Uhrzeit sehr verlassenen Gewerbegebiet verbleibt. Zumal in diesem Fall der Begleiter wieder zurück in ein Lokal in der Altstadt kehrt, weil er seine Freundin abholen muss. Ich kenne Regensburg gut, deshalb ist mir das ein absolutes Rätsel. Egal ob weiblich oder männlich- ich glaube, ich kenne niemanden, der sich nachts um diese Uhrzeit gerne alleine im genannten Gebiet aufhalten würde. Es ist dort wirklich sehr einsam. Warum hat die junge Frau nicht in einem Lokal in der Stadt auf die Rückkehr ihres Begleiters gewartet? Seltsam! Aber aus irgendeinem Grund muss das so gewesen sein.


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08.02.2015 um 21:46
Das Vorgehen ist in der Tat ungewöhnlich. Sie muss ein starkes Motiv gehabt haben, in dieser Situation noch zu warten. Laut Artikel strebte Manuela eine Modelkarriere an. Möglicherweise hat ihr der Begleiter diesbezüglich irgendwas versprochen, das könnte zu etwas irrationalem Verhalten verleitet haben.

Die nächste Bushaltestelle in der Nordgaustraße ist von den Treppen der Nibelungenbrücke ca. 200 m entfernt. Wie hat sie wohl diese Strecke zurückgelegt? Sie wird ja nicht 200 m gezerrt worden sein. Insofern müsste sie den Weg mit jemandem gegangen sein, dem sie vertraut hat. An ein freiwilliges Trampen glaube ich weniger, weil sie erst 15 Minuten zuvor aus dem Bus ausgestiegen ist.


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08.02.2015 um 21:49
Treets schrieb:Egal ob weiblich oder männlich- ich glaube, ich kenne niemanden, der sich nachts um diese Uhrzeit gerne alleine im genannten Gebiet aufhalten würde. Es ist dort wirklich sehr einsam.
Für mich stellt sich die Frage nach dem WARUM. Warum wurde Manuela durch den Begleiter an diesem (verlassenen) Standort "zwischengelagert"? Wollte der Begleiter verhindern, dass seine Freundin von dem Stadtbummel usw. erfährt?


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08.02.2015 um 21:56
X-Aequitas schrieb:Wollte der Begleiter verhindern, dass seine Freundin von dem Stadtbummel usw. erfährt?
Ich nehme mal an, seine Freundin sollte nicht erfahren, dass er noch mit Manuela unterwegs war bzw. ist, sonst hätte er sie ja mitnehmen können. Andererseits ist ja seltsam, dass er dann ja wiederum seine Freundin alleine lassen musste. Wann ist er eigentlich wieder zurück zur Bushaltestelle gekommen und was hat er gemacht, als er Manuela nicht antraf?


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08.02.2015 um 22:03
Mir ist nicht bekannt, ob die beiden mit dem Auto oder mit dem Bus zur besagten Bushaltestelle gefahren sind. Und auch nicht warum sie diese Richtung genommen haben. Und warum fuhr Manuelas Begleiter plötzlich wieder in die entgegengesetzte Richtung (Altstadt). Es muss sich kurzfristig ergeben haben. Ein Handy und damit einen überraschenden Anruf von der Freundin des Mannes gab es damals nicht.
Aber manchmal gibt es ganz einfache, logische Erklärungen, warum jemand irrational handelt. Das sehe ich auch so. Alles was ihr in Betracht zieht, könnte sich so zugetragen haben.
Dass die junge Frau getrampt ist, kann ich mir auch weniger vorstellen.


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08.02.2015 um 22:04
X-Aequitas schrieb:Das geschilderte Vorgehen finde ich mehr als befremdlich:


Ich auch.
Das hört sich fast so an als hätten der letzte Zeuge und das Opfer ein "Krösken" gehabt wie man hier sagt. Andernfalls macht es keinen Sinn warum das Opfer die Freundin des letzten Zeugen nicht hätte mitabholen sollen.
Das bedeutet zwar nicht, dass es sich nicht wie geschildert abgespielt haben kann, allerdings hinterläßt das auch bei mir ein gewisses Geschmäckle.


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08.02.2015 um 22:28
Möglicherweise gab es da was zu Verheimlichen.

Wie lange der Begleiter gebraucht hat, um wieder an die Haltestelle zurückzukommen, ist mir nicht bekannt.
Als er Manuela nicht dort antraf, habe er ihre Eltern angerufen um nachzufragen, ob sie in der Zwischenzeit irgendwie (möglicherweise per Anhalter) nach Hause gekommen ist.


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08.02.2015 um 22:51
Weiß man denn, wo sie gewohnt hat, d. h. wo sie hin wollte?


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08.02.2015 um 23:00
Im MZ Artikel steht "vermutlich wollten Manuela C. und ihr Begleiter gemeinsam den Heimweg antreten".
Da sie den Rest der Freundesclique aus den Augen verloren haben bzw. umgekehrt, gibt es dazu keine weiteren Zeugen.
Manuela wohnte im Landkreis Kelheim. Wo genau, ist mir nicht bekannt. Vielleicht ergibt sich das noch durch weitere Beiträge im Forum.


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08.02.2015 um 23:44
Vermutlich wollten Manuela C. und ihr Begleiter gemeinsam den Heimweg antreten, doch der junge Mann musste zuvor seine Freundin aus einem Regensburger Lokal abholen und nach Hause bringen, weshalb er Manuela C. an jenem 20. August 1988 gegen 23.15 Uhr an der Bushaltestelle in der Nordgaustraße aussteigen ließ – mit dem Versprechen sie dort in Kürze wieder abzuholen.

Der Begleiter ist also nicht mit ausgestiegen, sondern weitergefahren? Man war ja zuerst wohl in der Innenstadt beim Bummeln. Warum ist man dann in dieses Gebiet gefahren? Auf dem Nachhauseweg in den Landkreis Kelheim liegt die Nordgaustraße ja nicht, oder? Befand sich das Lokal mit der Freundin hier in der Nähe? Irgendwie ist der Ablauf für mich noch etwas verwirrend.


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09.02.2015 um 00:05
Ich finde es auch eher verwirrend. Vermutlich liegt das aber an den mangelnden Infos.

Das Gebiet an der Nordgaustraße ist keine Gegend, in dem man "weg geht". Hier befindet sich u. A. das Donau Einkaufszentrum, das aber zu dieser Uhrzeit bereits lange geschlossen hatte.
Es war außerdem ein Donnerstag. Da findet man wirklich niemanden, der sich da in aller Gemütlichkeit aufhält.
Man könnte von der Innenstadt aus auch in diese Richtung über die Autobahn Richtung Kelheim fahren. Aber Sinn macht das nicht. Man bräuchte wohl eher einen bestimmten Grund, so zu fahren.


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