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Auf der Suche nach dem großen Killer

Auf der Suche nach dem großen Killer

07.07.2017 um 23:00
Immer wieder taucht in Diskussionen, die sich hier mit Frauenmorden (vor allem Tramperinnen-Morde der 70er und 80er) beschäftigen, der Gedanke auf, ob es nicht einen Zusammenhang mehrerer derartiger Serien geben könnte.
Eduard Zimmermann vermutete dies schon Ende der 70er:

aus der Hörzu, entnommen diesem blog: https://www.blogxy.de/wp-content/uploads/2012/11/54-Moustache-Container.pdf

Bildschirmfoto 20170707 um 22.44.05


Es soll hier also darum gehen, die drei Mordserien Münsterland (1971-1974), Heidelberg (1975-1977) und Cuxhaven (1977-1986) gemeinsam zu betrachten.


Chronologie:


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Auf der Suche nach dem großen Killer

07.07.2017 um 23:27
Finde ich wirklich toll das für diese Mordserie ein eigener Thread eröffnet wurde.
Auch wenn die Taten schon eine Ewigkeit zurückliegen, muss ich oft an die Mädchen denken.
Ich kann mir gut vorstellen das die Münsterland und die Heidelberger Mordserie zusammenhängen.

Doch bei der Bremer (Serie) habe ich so meine Zweifel.
Der Täter von den ersten beiden Mordserie hat die Leichen, bis auf die von Monika Pfeiffer, die im Rhein an der Conrad Adenauer Brücke versenkt worden ist, alle achtlos abgelegt. Hat finde ich eine Eigene Handschrift.
Das der Täter dann aber in Bremen oben einen auf Bestatter-Profi gemacht hat, kann ich mir nicht so recht vorstellen. Keine Leiche wurde in der Bremener Serie je gefunden.
Deswegen habe ich da meine Zweifel.

Trotzdem macht es auch irgendwie wieder Sinn weil die Tat an Maria Theresia Majer (Heidelberg Serie) und die an Anja Beggers (Bremer Serie) wieder im 6 Monate Rhytmus geschehen sind.

Die Tat an Uta Flemming betrachte ich persönlich als Einzeltat, ebenso wie die an Irene Warnke, diese halte ich nämlich für eine Beziehungstat.
Die Serie (wenn es eine große ist) ist meiner Ansicht im Jahr 1986, beim Verschwinden von Jutta Schneefuß abgerißen.

Sorry wegen Doppelpost, den oberen bitte löschen, versehntlich zu früh abgeschickt.


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Auf der Suche nach dem großen Killer

07.07.2017 um 23:46
Hallo @theforeigner ,

Du hast Recht, es ist keineswegs eindeutig, dass die drei Serien zusammengehören.
Vor allem das rigorose Verschwinden der Cux- bzw. Bremerhavenerinnen scheint dagegenzusprechen.
Andererseits hat der vermeintliche Täter auch schon von den Münsteraner zu den Heidelberger Taten seine Mordmerkmale stark variiert.
Es besteht, meiner Meinung nach, die Möglichkeit, dass hier ein aufmerksamer Täter auf Medienberichte reagiert hat und sich bemühte durch diese Variablen die GßOßE SERIE zu verschleiern.
Auch gut möglich, dass er beim Umzug von Heidelberg nach Norddeutschland erstmals einen Ort zu Verfügung hatte, den nur er kontrollieren konnte. Beispielsweise ein abgelegenes Gehöft.


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07.07.2017 um 23:54
@darkstar69 hatte kürzlich in der "Todesdreieck"-Diskussion angeregt, dass wir versuchen sollten ein möglichst professionelles formales Profil des Mister X zu erstellen.
Ich hoffe, dass das hier zustande kommt.
Außerdem würde ich mich freuen, wenn sich auch "Hobby-Kriminalisten" aus dem Münsterländer und Heidelberger Raum beteiligten. Denn was diese vielen Fällen angeht, ist doch sehr wenig bekannt. Es wäre beispielsweise hochinteressant, damalige Zeitungs-Artikel zu sichten.
Auch würde man gern mehr über die Opfer erfahren.


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fauchi
ehemaliges Mitglied

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07.07.2017 um 23:54
@GonzoX
hast du,ausser dem "4MBzumrunterlanden-link" u. den videos,noch ne andere zusammenfassende quelle zum lesen?


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08.07.2017 um 00:03
Hallo @fauchi ,

als Lektüre würde ich Dir die Diskussion: Das Todesdreieck - Frauenmorde im Elbe-/Weserraum empfehlen.
Dort geht es vor allem um die Norddeutsche Serie, aber auch ein möglicher großer Zusammenhang wurde immer wieder mal angesprochen.


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fauchi
ehemaliges Mitglied

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Auf der Suche nach dem großen Killer

08.07.2017 um 06:03
was mir spontan aufgefallen ist:
von 1975 - 1977 beginnen die vornamen mit m
von 1977 - 1980  beginnen die vornamen mit a
hat er da ein schema - gleiche stadt = gleicher anfangsbuchstabe vom vornamen - versucht?

es fällt tatsächlich auf,des alle ungefähr die gleiche frisur tragen.
auch heute tragen viele ähnliche frisuren.
ist des nun zufall o. doch ein auswahlkriterium?

was hielt ihn 1981,83 u. 84 vom töten ab?
ab 1986 gibt es keinen fall mehr,der den bekannten gleicht - warum?

ich durchdenk mir des nochmal......


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fauchi
ehemaliges Mitglied

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Auf der Suche nach dem großen Killer

08.07.2017 um 06:13
@GonzoX
1976 - zwei mädchen
1977 - zwei mädchen

1978 - nur ein bekanntes,vom zweiten ist nix bekannt
wurde des nie öffentlich gemacht o. fehlt es nur in deiner chronologie?


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08.07.2017 um 09:25
Hallo @GonzoX
danke für die Erstellung des Threads. Super!
Ich denke auch, dass wir hier einen möglichen Zusammenhang mehrerer Mordserien/Vermisstenfälle besser beleuchten und aufarbeiten können als im Thread zum Todesdreieck, wo es ansich ja nur um eine mögliche Serie geht.
Wir haben ja mit mehreren usern im Todesdreiecks-Thread über eine geordnete Aufarbeitung und Beleuchtung der Fälle und möglicher weiterer Fälle sowie über bekannte Täterdaten unterhalten. Dies würde ich hier gerne machen.

Was sind die Daten und Fakten zu dem Täter oder den Tätern, die wir kennen? Wie ist das Täterwissen? Wie das Täterverhalten? usw


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08.07.2017 um 09:37
@fauchi
Es ist durchaus möglich, dass es sich ja nun um einen reisenden Täter handeln könnte. Entweder weil er häufiger umgezogen ist oder weil er familiär oder beruflich mehrere Bezugspunkte hatte oder weil er regelmäßig aus irgendwelchen Gründen ständig quer durch die Republik fuhr. Daher wäre ja theoretisch denkbar, dass es weitere Fälle gibt, die bislang nicht in Zusammenhang gesetzt werden konnten. Nur weil er mglw. eine gewisse weile z.B. um Heidelberg herum agierte, heisst es nicht, dass er in etwa um diesen Zeitpunkt herum eine Dienstreise unternehmen musste und er deswegen plötzlich ganz woanders gemordet haben könnte. Das Problem ist nur, welche ungelösten Fälle könnten in die Serien passen und wie beleuchtet man diese ohne jetzt wahllos jede ungelöste Tat wahllos und unfundiert plötzlich in eine Riesenserie zu integrieren. Gerade wenn es sich auch um einen reifenden und lernenden Täter handeln sollte, der eben je nach Situation und Möglichkeit und Erfahrung anders handelt, so dass es nicht die ein, zwei, drei fixen Kriterien gibt, die ein festes sich wiederholendes Täterverhalten aufzeigen würden.

Ich schlage daher vor, eine Art Täterprofil zu erarbeiten, um zu sehen, wie die Entwicklungen des Täterverhaltens verlaufen sind bzw sein könnten und dann besser beurteilen zu können, welche Taten passen oder passen nicht in eine mögliche Serie.


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Auf der Suche nach dem großen Killer

08.07.2017 um 10:14
ich zitiere mich hier mal eben selber aus dem Todesdreieck-Thread vom 25.6.17:
Ich hatte vor einem Monat geschrieben, dass ich mich mal etwas in das Profiling bzw die operative Fallanalyse orientiert an Stephan Harbort und Alexander Horn einarbeiten möchte und hier wiedergeben werde. Dann kann man sich hier in etwa orientieren, wie ein Profil unseres möglichen Serienmörders halbwegs aussehen könnte. Wir werden ja dennoch keine Profiprofiler sein. Dies kann als Ergänzung und Fortführung zu den sehr schönen Unterlagen gesehen werden, die @GonzoX am 7.6.17 hier einstellte.


Heute möchte ich mit den ersten Aussagen zu dem Vorgehen von Stephan Harbort beginnen. Zunächst möchte ich auf seine Internetseite verweisen der-serienmoerder.de

Hier sind insbesondere zweit Unterseiten interessant. Einmal mit Literatur über Serienmörder, z.B. zum Menschen, zu Aufdeckungsbarrieren und zum Modus operandi und zur Empirie. ich kann nur empfehlen, diese Aufsätze zu lesen. Ich kann sie hier nicht alle wiedergeben und ich denke, das wäre auch nicht der Sinn der Sache hier.
http://www.der-serienmoerder.de/scripts_de/aufsaetze/aufsaetze01.html

Zur wissenschaftlichen Evidenz kann man hier einiges einsehen:

http://www.der-serienmoerder.de/scripts_de/forschung/forschung01.html

z.B. zum geografischen Verhalten und zur Epidemiologie, usw.

In seinem Buch "Der klare Blick" (Knaur, 2016, S. 105f) beschreibt Harbort eine Checkliste zur Fallanalyse:

Erhebung der Falldaten
- objektive Befunde und Tatsachen haben Priorität
- persönliche Besichtigung der Ereignisortes
- ganzheitliche Wahrnehmung aller Falldaten
- Berücksichtigung von Umgebungsvariablen
- Dokumentation der Falldaten

Rekonstruktion
- Nebenhandlungen/Nebensächlichkeiten beachten
- Handlungslücken durch Hypothesen schließen
- Handlungen chronologisch ordnen
- ganzheitliche Darstellung
- (ggf.) Nachstellen von Handlungen
- (ggf.) Durchführung von Experimenten
- Diskussion des Arbeitsergebnisses
- Prüfung auf Plausibilität und Faktenrelevanz
- Modellbildung 1: Fallspezifizierung

Sequenzierung
- Handlungselemente chronologisch ordnen
- Prüfung von Handlungsalternativen
- Plausibilität der Sequenzen prüfen

Sequenzanalyse
- Einzelfallperspektive
- hypothetisch-deduktive Vorgehensweise
- Induktion erst nach Deduktion
- räumlich-zeitliche Dimension beachten
- situative Einflüsse berücksichtigen
- Alltagsroutinen gelten lassen
- charakteristische Eigenschaften benennen
- Hypothesenvielfalt und Fallrelevanz
- Hypothesenkonkurrenz
- Ergebniskontrolle durch Gruppendiskussion
- Gruppenregeln beachten
- Modellbildung 2: Verhaltensbewertung

Profilerstellung
- Modellbildung 3: Merkmale zu Person/Verhalten

Um dem besser folgen zu können ist es sicherlich gut, Harborts Bücher oder eben dieses (z.B. S 74 ff, Operative Fallanalyse) gelesen zu haben.

Besonders hervorheben möchte ich dabei die Modellbildungen:

- die Rekonstruktion und die Fallspezifizierung: welche Daten sind bekannt, wie sieht der Tatort aus, welche Wege hat der Täter genommen und welche Entscheidungen getroffen und welche Handlungen vollzogen, wie hat das Opfer reagiert, welche Spuren gibt es? usw
- die Sequenzanalyse und Verhaltensbewertung: Es werden Fragestellungen und Hypothesen hinterfragt, was ist auffällig an dieser Situation, welche Struktur hat die Tat, welche Motivation zeigt der Täter, welche Gefühle zeigt der Täter, welche Persönlichkeitsstruktur zeigt der Täter, weshalb wählte er diesen Ort und dieses Opfer, usw.
- Profil und Merkmale des Täters: Dazu hat Harbort in diesem Buch auf S. 86 eine Struktur angegeben. Geschlecht und Anzahl Täter, Täter-Opfer-Beziehung, Lebensalter, Wohnort, Vorstrafen, Persönlichkeitsstruktur, Motivrelevante Konfliktsituationen


Wir können hier sicherlich nicht in Gänze nach diesem Prinzip vorgehen und uns auch nicht alles im Detail durchexerzieren. Aber zur Ordnung unserer Gedanken und zur Beleuchtung der Taten ist es sicherlich ein annehmbares Prinzip. So können wir uns auch sicher sein, uns nicht im Datenwust zu verlieren und uns auf evaluierte Grundlagen zu stützen.


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fauchi
ehemaliges Mitglied

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Auf der Suche nach dem großen Killer

08.07.2017 um 11:07
von 1971 - 1977 (m.t.majer)
- ist keine vergewaltigung erfolgt
- todesursache variiert erwürgen,ersticken/plastiktüte,messerstiche
-1973 u. 1975 ist weder eine vergewaltigung noch die todesursache nachweisbar
- ab 1977(a.beggers) werden die opfer gar nicht mehr gefunden

bei der tötungsart ist er variabel.
wahrscheinlich legt er sich nicht fest u. tötet so wie es die situation hergibt.
das es keine vergewaltigung gibt könnte bedeuten,des es ihm nur um die dominanz und des morden geht,er ist impotent o homosexuell.

bei zwei opfern wird vermutet,des sie als leiche auf dem beifahrersitz transportiert wurden.
des lässt auf einen besonders skrupellosen täter schliessen,der keine angst vor entdeckung hat.
(hab des sonst noch nirgends gelesen,des ein totes opfer als beifahrer transportiert wird)

bis 1977 werden die leichen gefunden,ab dem zweiten mord 1977 verschwinden sie spurlos.
was könnte ihn dazu veranlaßt haben?
ist er,von den ermittlern unbemerkt,in den focus geraten (evtl. durch den mercedes) u. somit vorsichtiger/genauer geworden?
der wandel ist unübersehbar......


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Auf der Suche nach dem großen Killer

08.07.2017 um 11:29
@fauchi
Wegen der Dominanz am Töten hat der Täter denke ich mal, nicht gemordet. Wenn doch, dann wohl eher zweitrangig. Über die Münsterland und Heidelberger Mordserie ist im Internet nicht viel zu finden.
Doch irgendwo stand mal das die Opfer zum Teil entkleidet aufgefunden worden waren, deswegen vermutete die Polizei damalig einen Triebtäter.
Monika P. die im Rhein versenkt worden war, hatte bis auf einen Ring am Finger nichts mehr am Körper.
Deswegen vermute ich persönlich einen Triebtäter.
Kann aber auch anders sein, deswegen würde ich mich hundertprozentig nicht auf das festlegen.


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Auf der Suche nach dem großen Killer

08.07.2017 um 12:06
Operative Fallanalyse (OFA) nach Alexander Horn (Die Logik der Tat, Droemer, 2014):

- Ziel der OFA ist es ein Fallverständnis zu gewinnen, nicht unbedingt nur ein Täterprofil.  Klärung: Was ist passiert? Warum ist es passiert? Wer ist dafür verantwortlich? S. 68

- Tathergangsanalyse: Darunter versteht man die gedankliche Rekonstruktion des Verbrechens und des Täterverhaltens und der Täterentscheidungen. Die Tat wird in Sequenzen aufgeteilt: Annäherung an das Opfer, Angriff,  Kontrollgewinnung, Phase der sexuellen Handlungen (wenn es eine sexuell motivierte Tat war), Tötung des Opfers, Nachtatverhalten des Täters.  Seite 37f.

- Verhaltens- und Motivbewertung: Welches Täterverhalten zeigt sich? Welche Motive können ausgeschlossen werden, so dass das plausibelste Motiv am wahrscheinlichsten anzunehmen ist. S. 69

- Täterprofil: wahrscheinlichste Persömlichkeitseigenschaften eines Unbekannten. S 70ff Gerade bei Morden/Sexualmorden/Serien ist ein Täterprofil oft ein Mehrwert der Ermittler. Hier sind beispielsweise folgende Daten relevant: Alter, geografische Verortung, Vortaten, möglw. psychische Strg./Persönlichkeitsstrg/Persönlichkeitsprofil, S. 40f

- zentrale Fragen bei Sexualmorden: zu welchem Zeitpunkt begannen die eigentlichen sexuellen Handlungen an dem Opfer?, lebte das Opfer dabei noch? Waren die Reaktionen des Opfers stimulierend für den Täter? S 37

- Grundannahme der OFA: Persönlichkeit eines Menschen wird in seinem täglichen Verhalten widergespiegelt. Das gibt Rückschlüsse auf Motiv und Verhalten und Persönlichkeit eines Täters. In der Tat gibt es drei wesentliche Einflussgrößen: Täter, Opfer und Tatsituation. S. 52ff

- Modus operandi: Art des Tätervorgehens umd die Tat begehen zu können. Personifizierung/Handschrift des Täters: Täterverhalten, das zur erfolgreichen Durchführung der Tat nicht notwendig wäre und dennoch erfolgt, also über die tat als solche hinausgeht. S 54f

- Informationsquellen: forensische Daten der Rechtsmedizin,  Hintergrundinformationen zum Opfer und Tatort inkl der Spuren. S. 58

- Vergleichende Fallanalyse. S 100 ff Können einzelne Fälle zusammenhängen? Kann ein Täter/eine Tätergruppe für eine Serie bzw. mehrere Taten verantwortlich sein? Gemeinsamkeiten im Tathergang, Täterverhalten, Motiv, usw. Besondere Verhaltensweisen und Situationen, Lernerfahrungen des Täters, Verhaltensänderungen des Täters, usw

- Sammeln, Rekonstruieren und Bewerten: Informationen werden erhoben und geordnet. Es werden erstellt: Fakten, Wahrnehmungen und Hypothesen. S 122ff


Ich denke, A. Horn gibt eine ansprechende Vorgehensweise und Ordnung der bekannten Informationen vor. Man kann sich gut davon leiten lassen und daran orientieren, damit man sich nicht verzettelt. Mir kommt diese Logik recht nahe.  Gerade die vergleichende Analyse passt hier gut, wobei er dazu recht wenige feste Strukturen vorgibt.


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Auf der Suche nach dem großen Killer

08.07.2017 um 12:26
Hier sind nochmal zwei Links zum BKA zur OFA:

https://www.bka.de/DE/UnsereAufgaben/Ermittlungsunterstuetzung/OperativeFallanalyse/operativefallanalyse_node.html

https://www.bka.de/DE/UnsereAufgaben/Ermittlungsunterstuetzung/OperativeFallanalyse/Methodik/methodikOfa.html



Ich schlage vor, dass wir uns an den Gedanken von Harbort und Horn orientieren, um uns zu ordnen. ich selbst würde gerne die Struktur von Horn verfolgen: Tathergangsanalyse, Verhaltens- und Motivbewertung, Täterprofil. Dazu kann man Fragen und Ansätze beider Autoren nutzen, finde ich.

@GonzoX
@theforeigner
@fauchi
@neugierchen
@RALEXS
@spookytooth
@Dasdeeeeniz
@Cottingley
@bellady


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Auf der Suche nach dem großen Killer

08.07.2017 um 13:18
Hallo @darkstar69 ,

vielen Dank für die theoretische Untermauerung.
Ich denke auch, wir sollten am Anfang dieser Diskussion ruhig mal so eine Liste komplett durcharbeiten.
Es ist sicher für uns praktikabler diese Stichpunkte die Du aus Horns Buch gezogen hast, als Gerüst zu nehmen, denn Harborts Liste.

Punkt 1 wäre dann also für uns die Tathergangsanalyse.
Da wird es ja schon gleich interessant. Beispielsweise ist die "Annäherung an das (bzw die) Opfer gar nicht so eindeutig wie es zunächst erscheinen mag. Oft war es sicher die fast schon klassische Tramperinnen-Jagd. Dem verwandt scheint das Aufsammeln von Straßenprostituierten, wie im allerersten Fall der Serie 1971.
Mehrfach fährt der Täter aber noch mit seinen Opfern in Gastwirtschaften.
Was die Cuxhavener Fälle angeht, scheint die Anbahnung sogar in (Kiffer-)Disotheken passiert zu sein.
Ganz aus der Reihe fällt hier sicher Uta Flemming, die entweder am hellichten Tag vom Fahrrad gepflückt wurde, oder aber einen (geheimen) Bekannten traf.
Dies könnte wiederrum auch bei Maria Theresia Majer der Fall gewesen sein.


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Auf der Suche nach dem großen Killer

08.07.2017 um 13:39
Der Täter scheint ja viel unterwegs gewesen zu sein, was dafür spricht das er entweder sein Privates oder Berufliches umfeld oft gewechselt hat.Privates umfeld könnte bedeuten das er entweder auf Grund von Privaten problemen, wie z.b. Trennung oder job wechsel oft umgezogen ist.Der Täter könnte aber auch in einem Beruf gewesen sein in dem er oft herum gekommen ist ich dachte da sofort an einen Vertreter oder Bauarbeiter der auf montage war.
Weiß man denn über einen möglichen täter etwas ?


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Auf der Suche nach dem großen Killer

08.07.2017 um 13:45
@Kahil12
Über Erkenntnisse zum Täter kommen wir dann ja sicherlich noch im Täterprofil. Du kannst Dich aber i verschiedenen Threads dazu einlesen. Z.B. im Todesdreieck oder zu einzelnen Fällen der Serien. Es gibt zu den Einzelfällen teilweise auch eigene Threads


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Auf der Suche nach dem großen Killer

08.07.2017 um 13:59
@darkstar69
Danke für die Info :)
Ich hoffe ich habe jetzt mit meiner vermutung nicht zu hoch gegriffen da ich schon beim Täterprofil war aber mir ist beim durchlesen des Threads sofort der gedanke gekommen was der Täter möglicherweise macht bzw wie seine lebensgewohnheiten sind weil er muss ja irgendein bezug zu den ganzen orten geben


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08.07.2017 um 14:07
@GonzoX
Ja, dass es unterschiedliche Herangehensweisen zur Kontaktaufnahme mit den Opfern gab, kann der jeweiligen Situation geschuldet sein. in den unterschiedlichen Jahren und an den unterschiedlichen Orten hatte der Täter dann ja mglw. unterschiedliche eigene Zugänge zur Öffentlichkeit und zu jungen Frauen. Und er lernte sicherlich hinzu und gewann auch an Sicherheit. Die Annäherung erfolgte aber ja im Grunde meist ähnlich. Es erfolgte eine Ansprache und Kontaktaufnahme und Vertrauensgewinnung an einem relativ sicheren Ort.

Mitnahme einer prostituierten ist recht einfach, selbst wenn man unsicher ist. Man winkt mit etwas Geld und die dame steigt freiwillig ins Auto ein und man kann unerkannt entkommen. Tramperinnen steigen auch freiwillig ein, wenn man etwas Selbstsicherheit und Freundlichkeit ausstrahlt. Kontaktaufnahme in oder vor Kneipen, Diskos, usw ist schon öffentlicher und bedarf noch mehr Selbstsicherheit, die Mädels davon zu überzeugen ins Auto einzusteigen und dabei auch nicht erkannt zu werden. Dennoch ist dies alles ein fortlaufendes ähnliches Schema.

Was etwas rausfällt, ist: Wenn der Täter sich tatsächlich noch mit einem oder mehreren Opfern in der Öffentlichkeit gezeigt haben sollte und sie möglw sogar unter Zwang gefangen gehalten haben könnte. Mit dem ersten Opfer in Münster tat er dies nicht. Mit dem zweiten offenbar ja. Möglich wäre es ebenso mit den beiden letzten Opfern. Ich habe jetzt nicht im Kopf, bei wie vielen Opfern dies in Heidelberg oder Weser/Elbe-Raum möglich wäre. Einige sind aber ja vermisst und da wäre eine Gefangenhaltung durchaus möglich.

Was mir ebenso auffällt ist, dass das erste Münsteraner Opfer gleich kurz nach der Tat gefunden wurde, weil es nicht sonderlich gut versteckt wurde. Die folgenden Opfer im Münsterland fand man nicht sofort, teilweise erst lange Zeit später. Der Täter hat gelernt und Sicherheit erlangt. Für die weiteren Serien gilt dies fast ausnahmslos ebenso (nur Maria Theresia Majer nicht, sie wurde an einen Baum gelehnt. Wurde der Täter gestört?) Im Todesdreieck gibt es bislang kaum Leichen. Hat der Täter nochmals hinzugelernt und eine Möglichkeit des gründlichen Versteckens der Leichen gefunden? Hat er neue Möglichkeiten erhalten?

dennoch passt auch das Nachtatverhalten durchaus in allen Fällen/Serien zueinander, wenn man es als Abfolge des Lernens sieht.


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