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Mord im "Mafia-Style" an Reinhard O. in Klagenfurt (31.10.2015)

139 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Drogen, Aktenzeichen Xy, Auftragsmord, Rotlicht, Klagenfurt

Mord im "Mafia-Style" an Reinhard O. in Klagenfurt (31.10.2015)

28.10.2017 um 09:06
Aber es ist doch überaus wahrscheinlich, dass der Mord mit dem Übergriff einige Zeit vorher in seinem Auto zusammenhängt. Der hat schließlich auch eine Waffe gehabt und offensichtlich ein Problem mit dem späteren Opfer.

Kann mir nur vorstellen, dass es im Zusammenhang mit der Prostituierten steht. Vermutlich hat es dem Freund und/oder Zuhälter überhaupt nicht gefallen, dass es außerhalb des Bordells Kontakt gab. Ein Ausländer, der Angst um seine Geschäftsgrundlage hatte und das Problem auf seine hinterwäldlerische Weise löste, nachdem die Warnung fehlschlug.

Könnte auch sein, dass er irgendein kriminelles Ding in dem Bordell mitbekommen hat und als sie ihm seinen Job kosteten, könnte er gedroht haben:"Mischt euch nicht mehr in mein Leben ein, sonst plaudere ich." Aber wenn hier wer schreibt, das Problem sei eigentlich gelöst gewesen und man habe sich versöhnt, dann wohl eher nicht.


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28.10.2017 um 09:16
PurePu schrieb:Aber wenn hier wer schreibt, das Problem sei eigentlich gelöst gewesen und man habe sich versöhnt, dann wohl eher nicht.
Naja, "versöhnt" ist ja immer ein schönes Alibi um vom Scheinwerferlicht weg zu kommen -muss man also immer mit Vorsicht betrachten. Denn vielleicht ist nur vorgetäuscht.

Vielleicht hat ihm aber die Prostituierte etwas erzählt was sie gar nicht dürfte/wollte (z.B. eine Straftat ala Mord o.ä) und somit wurde er zu einem Risiko und mußte beseitigt werden...?


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Mord im "Mafia-Style" an Reinhard O. in Klagenfurt (31.10.2015)

28.10.2017 um 21:50
Kleine Zeitung heute

20171028 203547


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Mord im "Mafia-Style" an Reinhard O. in Klagenfurt (31.10.2015)

29.10.2017 um 01:00
@Destructivus
@raptor83

Ich habe sehr oft mit dem AUG geschossen. Angenehm zu schießen weil nur geringer Rückstoss. Aber ein paar Macken. Schwierig war nicht nur die Einzelfeuerjustierung sondern auch dass die niederen Seriennummern kein Fadenkreuz sondern nur einen Haltepunkt hatten. Da war die Gefahr groß dass man verkantet und sein Ziel verfehlt.

Die zivile Variante ohne Dauerfeuer kann man übrigens per Bestellung aus einem Drittland ohne weiteres "nachrüsten". Ist natürlich verboten.

Die Ermittler gehen also aufgrund der Verwendung dieser Waffenart und der Remington.223 von einem Profi aus. Warum eigentlich? .223 hatte mal den Ruf durch seine hohe v0 einen "Gewebeschock" zu verursachen. Das wurde widerlegt, aber das Projektil hat die Eigenschaft dass es fallweise überkippt bzw. splittert was schwere Verletzungen verursachen kann.

Die Frage ist wie der Täter nach der Tat entkomnen ist. Wie bereits beschrieben, Flucht mit dem Auto wäre nur Richtung 7Hügelstrasse möglich gewesen alle anderen Zufahrten sind nachts abgesperrt. Die Zufahrt von 7Hügel zu Hausnummer 100 ist aber sehr schmal sodass ein entgegenkommendes Auto den Täter blockiert hätte. Und wäre ein Profi mit der Waffe oder Gewehrtasche in der Hand durch die Siedlung zun Parkplatz gelaufen wenn er nach den Schüssen damit rechnen musste dass dort Anrainer auftauchen?
Ich glaube die rumänische Prostituierte ist der Schlüssel zu dem Fall.


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Mord im "Mafia-Style" an Reinhard O. in Klagenfurt (31.10.2015)

29.10.2017 um 04:12
Destructivus schrieb:Ich habe auch gehört, dass der sich mit dem Betreiber vor seinem Tod wieder versöhnt hat und bei einer anderen Kette wieder Taxi gefahren ist. (...) Ich denke auch, dass es mit dem Bordell nicht unmittelbar was zu tun hat. (...) Was natürlich sein kann ist, dass er dort einen Feind *Freund/Zuhälter eines Mädchens, anderer Gast ) kennengelernt hat. In KlaFu wird man für Drogengeschichten normal nicht umgebracht. Aber das muss nicht für seine Auslandsaktivitäten gelten. über die man offenbar wenig weiß.
PurePu schrieb:Aber es ist doch überaus wahrscheinlich, dass der Mord mit dem Übergriff einige Zeit vorher in seinem Auto zusammenhängt. Der hat schließlich auch eine Waffe gehabt und offensichtlich ein Problem mit dem späteren Opfer.
Also ich vermute hier ebenfalls, dass es sich eher nicht um einen Disput zwischen Bordellbetreiber und/oder Drogenmileu und Opfer gehandelt hat. Zunächst hätte der Bordellbetreiber eher nicht geklagt, wenn er das Opfer von vorn herein hätte beseitigen wollen. Außerdem spricht die mögliche Versöhnung zwischen Kläger und Beklagtem vor der Tat dagegen, sofern die Information korrekt ist. So wie der Fall in XY dargestellt wurde, hat die MoKo auch wohl keine konkreten Hinweise auf Bordell und/oder Drogenszene, denn das Opfer wurde ja als eher "kleines Licht" beschrieben, was eben eine solche Tat ersteinmal nicht unbedingt rechtfertigt. Nichts desto trotz, sollte man es dennoch nicht ausschließen, solange es keine enstprechenden Hinweise gibt, die eindeutig dagegen sprechen.

Ich persönlich halte anhand der derzeitig bekannten Informationen ein Motiv im Umfeld der angesprochenen Prostituierten für wesentlich wahrscheinlicher. Der "Freund" wurde kaum erwähnt, dabei hat/hatte er ja ein ziemlich starkes Motiv. Ob er aus finanziellen, persönlichen oder sogar beiden Gründen gehandelt haben mag, bleibt offen. Doch beide Gründe sind für sich schon ein starkes Motiv. Der erste Angriff auf das Opfer ist dabei möglicherweise schon der entscheidende Hinweis. Fraglich ist, warum der Täter in der XY-Darstellung des ersten Angriffs so gezeigt wurde, als ob er zunächst "nur" reden wollte. Woher sollte die MoKo Informationen über den Hergang haben, wenn es doch dafür angeblich keine Zeugen gab ?? Der Angriff wurde doch -lt. Darstellung- nur deshalb bekannt, weil ein Autobesitzer plötzlich ein Einschussloch im Auto hatte. Doch wie kam die Polizei da auf das spätere Opfer ? Wurde der Vorfall doch beobachtet ? Das ist sehr merkwürdig. Die Informationen zum Aggressor (Rumäne, wollte reden usw.) kann sonst ja nur vom Opfer selbst stammen. Doch wenn es so war, würde ich hinter diese Aussage ein großes Fragezeichen machen. Warum sollte das Opfer detailliertere Angaben zum Täter machen, wenn er doch keine Anzeige erstatten und die Sache verharmlosen/unter den Teppich kehren wollte ?? Wenn er Angst vor einer Rache/einem erneuten Angriff hatte und/oder wenn er die Sache selbst regeln wollte, warum sollte er Hinweise geben ?? Wäre das aus der Opferperspektive nicht gefährlich/kontraproduktiv ?? Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass 1. und 2. Angriff direkt zusammenhängen. Erst ein Versuch der Klärung/Einschüchterung/Warnung, nachdem der Versuch gescheitert ist, eben die Konsequenz in Form der Liquidierung des Opfers.
Gehirnkrebs schrieb:Unter den Sturmgewehren ist das AUG eines der handlichsten, natürlich nicht so einfach verdeckt zu tragen wie eine Pistole, aber denoch ein guter Kompromiss aus Feuerkraft und Größe.
Die Wahl der Waffe ist sehr interessant. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die mir dazu spontan einfallen. So könnte der Täter nur dieses Gewehr zur Verfügung gehabt und daher nicht die Wahl gehabt haben. So wurde es hier auch schon geschrieben. Das würde ja zunächst mal eher gegen einen "echten" Profi sprechen. Allerdings soll lt. XY -wenn ich mich recht entsinne- eine Auffangvorrichtung für die Geschosshülsen vorhanden gewesen sein. Ferner spricht sie verwendete Munition (geringerer Geschossknall, hohe Geschwindigkeit) ja gegen eine Verwendung der Waffe für Jagd und Sport. Fraglich nur, woher die MoKo die Info mit der Auffangvorrichtung her hat ? Es hat ja niemand gesehen. Handelt es sich um eine Mutmaßung, weil der Täter schnell verschwand und daher keine Zeit hatte, die Hülsen aufzusammeln ? In dem Fall wäre die Info nicht gesichert...

Es könnte auch sein, dass der Täter sonst eher aus größeren Distanzen feuerte und -ggf. mit Zieloptik- arbeitete. Könnte es sein, dass er -ggf. entgegen seiner Planung- nicht aus größerer Distanz feuern konnte, weil ihn irgendwelche Umstände (z.B. Bebauung, mögliche Zeugen durch schlechte Tarnmöglichkeiten etc.) kurzfristig zu einer Schussabgabe aus kurzer Distanz zwangen ? Ist das ein möglicher Grund, warum keine Pistole verwendet wurde ?

Möglicherweise wollte der Täter auch nur alle Eventualitäten abdecken und entschied sich deshalb gegen eine Pistole, die ihn von der Distanz eher eingeschränkt hätte. So war eine Schussabgabe aus kurzer und größerer Distanz möglich. In diesem Zusammenhang ist auch die Menge der abgegebenen Schüsse nicht uninteressant. Mindestens 3 sollen es ja gewesen sein. So wie es aussieht, wurde das Opfer von mindestens einem Projektil durchschlagen und/oder verfehlt, weil ja -siehe Tatortfoto- die Türscheibe hinter dem Opfer zerstört wurde.
Suinx schrieb:Die mehreren Schüssen sind für mich auch kein Hinweis auf einen Profi -1x Schuss sollte einem Profi-Killer zum einen reichen und zum anderen sind mehrere Schüsse immer besser wahrnehmbar/hörbar, d.h. das Risiko der Tat erhöht sich.
Das ist richtig. Man würde einem "Profi" unterstellen, er könnte mit einem Schuss auf die "richtige" Stelle töten. Das ist auch sicher korrekt. Doch wir sprechen hier von einer Schussabgabe im Dunkeln. Möglicherweise konnte er -aus welchen Gründen auch immer- nicht präzise genug zielen und/oder wollte durch einen "Feuerstoß" sicherstellen, dass er das Opfer tödlich verletzt. Bei einem einzelnen Schuss entscheiden oft Milimeter über Leben und Tod. Außerdem feuerte er -zumindest sah es im XY-Beitrag so aus- auch nicht auf den Kopf, was eine letale Schusswirkung mMn erhöht hätte. Möglicherweise auch aufgrund der Dunkelheit und/oder weil der Kopf sehr viel schwerer zu treffen ist. Oder auch ganz einfach deshalb, weil es eben kein Profi war, sondern ein eher ungeübter Schütze. Ohne Schalldämpfer ist das Risiko einer Wahrnehmung des Schusses durch Zeugen sowieso schon recht hoch. Auch, wenn er Munition mit geringerem "Knall" verwendete. Ich denke, möglicherweise hatte hier die Tötung als Ziel der Aktion Priorität vor dem Entdeckungsrisiko.

Alles in Allem könnte es also auch die Tat einer Person gewesen sein, die zwar Zugang zu einer geeigneten Waffe hatte, jedoch nicht ihr Geld mit dem Töten anderer Menschen verdient(e). In Oststaaten ist es häufig einfacher, an entsprechende Waffen zu kommen. Außerdem war ein Täter aus diesen Ländern einem geringeren Risiko ausgesetzt, wenn er sich gleich nach der Tat wieder in sein Heimatland abgesetzt hätte und nirgendwo polizeilich erfasst war. So war Flucht/Verdunklung gut möglich. Ich möchte auch noch kurz darauf hinweisen, dass ein Auftragsmörder für gewöhnlich auch nicht für ein paar Euro fünfzig tötet. Es hätte dem Auftraggeber also eine entsprechende Summe wert sein müssen, sofern ihm nicht irgendein Auftragsmörder noch einen "Gefallen schuldet".
ErwinKöster schrieb:Ich glaube die rumänische Prostituierte ist der Schlüssel zu dem Fall.
Ja, ich denke das derzeit auch. Selbst wenn sie weder etwas ahnte noch je danach die Wahrheit erfahren haben sollte, so ist sie mMn mit recht hoher Wahrscheinlichkeit Teil des Motives. Wenn der Streit mit dem Bordellbesitzer, der Rauswurf aus dem Taxiunternehmen und Drogen tatsächlich nichts mit der Tat zu tun hatten, ist sie der einzig verbleibende Grund. Festlegen werde ich mich aber nicht. Denn ohne entsprechende Hinweise ist hier (noch) alles möglich.


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Mord im "Mafia-Style" an Reinhard O. in Klagenfurt (31.10.2015)

31.10.2017 um 01:06
Slaterator schrieb:Suinx schrieb:
Die mehreren Schüssen sind für mich auch kein Hinweis auf einen Profi -1x Schuss sollte einem Profi-Killer zum einen reichen und zum anderen sind mehrere Schüsse immer besser wahrnehmbar/hörbar, d.h. das Risiko der Tat erhöht sich.
Das müsste der Obduktionsbericht klären. Wir wissen nur dass ein Schuss den Hals des Opfers durchschlagen hat und durch die Eingangstür in die Wohnungstür einer Nachbarin geflogen ist. Also die Mannstopwirkung eines StG ist im Vergleich zu großkalibrigen Revolvern wie .357 Magnum nicht gerade berauschend. Ein Schuss muss noch nicht tödlich sein, mehrere auf der gleichen Stelle im bereich Kopf/Rumpf mit Sicherheit. Wenn er so geschossen hat dann muss man davon ausgehen dass er zumindest mit Waffen umgehen kann.

Ein echter Profikiller hätte meiner Meinung nach sowieso mit Schalldämpfer und Laserpointer geschossen wie zB im "Sanikidze-Mord" in Wien.

Aber es gibt auch Erfreuliches: der ORF berichtet heute dass seit Mittwoch bereits 50 Hinweise eingegangen sind, einige davon hochinteressant!


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Mord im "Mafia-Style" an Reinhard O. in Klagenfurt (31.10.2015)

31.10.2017 um 14:05
ErwinKöster schrieb:Aber es gibt auch Erfreuliches: der ORF berichtet heute dass seit Mittwoch bereits 50 Hinweise eingegangen sind, einige davon hochinteressant!
Dann hoffen wir mal, dass einer der hochinteressanten Hinweise zum Täter führen werden.

An die Mannstoppwirkung von .223 Remington habe ich auch schon gedacht. Möglicherweise waren die Schüsse doch nur um sicher zu sein. Wie gesagt: Bei einem Profikiller hätte ich ein anderes Kaliber erwartet.

Schaun wa mal.


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01.11.2017 um 18:04
Slaterator schrieb am 29.10.2017: Handelt es sich um eine Mutmaßung, weil der Täter schnell verschwand und daher keine Zeit hatte, die Hülsen aufzusammeln ? In dem Fall wäre die Info nicht gesichert...
Alle Hülsen wird der in der Nacht nicht sofort finden. Die verstreut es ja in alle Himmelsrichtungen....


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Mord im "Mafia-Style" an Reinhard O. in Klagenfurt (31.10.2015)

03.11.2017 um 00:20
@Destructivus
@raptor83
@Slaterator

Wenn ein Sturmgewehr keinen Patronenfangsack hat fliegen die Hülsen meterweit. Am Tatort hinter den Mülltonnen ist es um 2 Uhr in der Früh und bei dichtem Nebel wie in dieser Nacht zappenduster. Ausserdem waren die ersten Nachbarn schon kurze Zei t nach den Schüssen unten vor der Tür. Der Täter hätte also weder die nötige Sicht noch die Zeit gehabt Patronenhülsen zu sammeln. Wahrscheinlich haben die Ermittler keine gefunden und deshalb auf eine Auffangvorrichtung geschlossen.

Ich habe ausserdem gehört dass nur die StGs der Polizei mit einem Burst Modus ausgerüstet sein sollen??


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Mord im "Mafia-Style" an Reinhard O. in Klagenfurt (31.10.2015)

03.11.2017 um 01:17
raptor83 schrieb:An die Mannstoppwirkung von .223 Remington habe ich auch schon gedacht. Möglicherweise waren die Schüsse doch nur um sicher zu sein. Wie gesagt: Bei einem Profikiller hätte ich ein anderes Kaliber erwartet.
Das ist doch alles spekulativ. Das Kaliber .223 Remington ist auf 100-200 Meter so etwas von tödlich sofern der Beschossene keine ballistische Schutzweste (bei Körpertreffern) trägt, erst recht wenn nicht militärische Vollmantelmunition, sondern "aufpilzende" Jagdmunition verwendet wird. Die Tatsache, dass das Opfer mehrere Treffer erhielt führe ich auf die unbedingte Tötungsabsicht zurück, hier sollte nichts dem Zufall überlassen werden und eine semi-/ fullauto Waffe ist ja auch schließlich dafür konzipiert, schnelle Schußfolgen abzuleisten.
Es kann an der Steyr AUG eine professionelle/ originale Hülsenfangvorrichtung angebracht werden, oder man steckt die Waffe in einen unauffälligen Müllbeutel etc., spart die Visiereinrichtung aus und feuert aus dem Beutel heraus. Bei der Begehung zum späteren Tatort erregt ein Müllbeutel an der Hand überhaupt kein Aufsehen, erst recht nicht im Bereich von Parkplätzen und Müllcontainern. Die ausgeworfenen Hülsen verbleiben im Sack und können mit abtransportiert werden. Bei Profikillern in Verbindung mit Kurzwaffen ein ganz alter Hut.
Klassischer Millieu-Mord eben. Erst der einzelne  Warnschuß mit der P38, die Nichtanzeige des Opfers bei der Polizei und schlußendlich die finale "Liquidation". Da wird es schwer sachdienliche Hinweise aus dem Umfeld zu bekommen, auch bei noch so hoher Auslobung von Behördenprämien. Wer will schon der Nächste sein?


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Mord im "Mafia-Style" an Reinhard O. in Klagenfurt (31.10.2015)

04.11.2017 um 22:26
Über die Wirkung der Munition (und welche der Täter verwendet hat) gibt mit Sicherheit der Autopsiebericht Aufschluss. Den kennen wir nicht, also kann man nur spekulieren. Bekannt ist nur dass mindestens 3 Schüsse gefallen sind und dass ein Projektil den Hals des Opfers durchschlagen hat und durch die Glastür in die Wohnungstür eine Nachbarin eingeschlagen ist.

Der standardmäßige Hülsenfangsack wie er auch beim Scharfschießen verwendet wird sieht so aus:

http://army-warehouse.com/10-servicecard-artikel/1866-osterr-bundesheer-hulsenfangsack-fur-stg77-steyr-aug-obh-bh-neu.html

Bei der NATO-Vollmantelmunition ist es so dass diese als Vollmantelgeschoss möglichst intakt bleiben soll. Das ist eine Bestimmung der Haager Landkriegsordnung. Es kann also passieren dass ein Schuss auch aus der Nähe, wenn er nicht richtig "sitzt" durch den Körper geht ohne viel Schaden anzurichten. Im Gegensatz zur Jagdmunition .223 Remington, die soll sofort tödlich wirken.

Und im Dunkeln zu schießen ist immer schwierig auch wenn es nur eine kurze Distanz ist. Deshalb halte ich es für möglich dass das AUG Typ P verwendet wurde, das mit kurzem Lauf und Laserpointer ausgerüstet ist. Das ist die Waffe der österreichischen "Cobra".

Ich kann mich deshalb irgendwie nicht richtig damit anfreunden, dass ein eifersüchtiger Freund oder Nebenbuhler oder "Beschützer" seiner Herzdame selbst geschossen haben soll. Das ganze sieht zu professionell aus.


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Mord im "Mafia-Style" an Reinhard O. in Klagenfurt (31.10.2015)

05.11.2017 um 02:39
Ähnlich wie im Fall des in der Steiermark bereits seit 2004 vermissten Gastwirt Hubert S., haben wir hier die Problematik dass die späteren Opfer durch ihre Gefühle, in eine gefährliche Situation getrieben wurden.

Beides im Prinzip Freier, die sich im Bordell in eine ausländische Prostituierte verliebt haben, und offenbar blind vor Liebe, zu tief in diese Szene eingetaucht sind und vielleicht auch naiv/unvorsichtig geworden sind. Nur, im Rotlicht-Milieu muss man aufpassen wenn man vor hat dort verwurzelten Personen ans Bein zu pinkeln.

Die Vorstellung, dass diese Liebe tatsächlich nicht bloß einseitig ist und die Frau einfach aussteigen kann - und das überhaupt will - naja, mit nüchternem Blick sieht man das anders als mit Schmetterlingen im Bauch.

Gerade bei ausländischen Prostituierten aus Ländern wie Rumänien, sind da im Hintergrund oft mehrere Personen involviert, das ist oft ein verworrenes, schwer durchschaubares Milieu, in mancher Hinsicht auch an der Grenze der Legalität und wenn dann jemand kommt, wie Reinhard O., fest entschlossen die Dame aus dem Milieu zu holen und dabei auch mit unangenehmem Nachdruck vorgeht, dann macht dieser sich zwangsläufig Leute zum Feind, die man eigentlich nicht zum Feind haben möchte.

Habe in diesem, wie auch im anderen von mir angesprochenen Fall, natürlich die Berichte verfolgt, u.a. die XY-Sendungen dazu gesehen, und komme auch nach Einsicht der Diskussion in diesem Thread zum Schluss dass hier kein Amateur, sondern ein "Mann fürs Grobe" Hand angelegt hat. Wirklich schrecklich vom Anfang bis zum Ende.

Leider kommt auch nicht all zu überraschend dass der Fall noch nicht aufgeklärt ist, da sich dieser teilweise im sprichwörtlichen Untergrund abspielte. Die Personen die etwas wissen, nehmen dieses Wissen mit ins Grab, da hilft auch eine anständige Belohnung nicht weiter.


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05.11.2017 um 02:48
Der Vollständigkeit halber: Auch ich bin wie der Diskussionsleiter, aus örtlichen Gründen am Fall interessiert. Als Grazer, ist Klagenfurt nicht weit weg, bin oft und gerne dort, war früher auch regelmäßig im Klagenfurter Fußballstadion, welches in unmittelbarer Nähe des Tatorts liegt.

Auch wenn ich wie oben beschrieben nicht sonderlich optimistisch bin in diesem Fall hoffe ich natürlich auf eine Aufklärung, vor allem aufgrund der Tatsache, liegt das Motiv in dem Bereich in dem ich es vermute, kann etwas vergleichbares jederzeit wieder passieren.


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05.11.2017 um 08:37
einen mafiamord ausgeübt von einen profi sehe ich hier nicht,würde sagen es ist ein persönlicher angriff gewesen ,täter und opfer werden sich vermutlich gekannt haben und hatten seit längeren meinungsverschiedenheiten.
natürlich profitiert der ein oder andere davon ,vielleicht wurde da auch etwas unterstützung geleistet und wenn es nur ein zureden war,oder die besorgung einer waffe.


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05.11.2017 um 22:25
zweiter schrieb:einen mafiamord ausgeübt von einen profi sehe ich hier nicht,würde sagen es ist ein persönlicher angriff gewesen ,täter und opfer werden sich vermutlich gekannt haben und hatten seit längeren meinungsverschiedenheiten.
natürlich profitiert der ein oder andere davon ,vielleicht wurde da auch etwas unterstützung geleistet und wenn es nur ein zureden war,oder die besorgung einer waffe.
Es deutet einfach vieles auf eine Milieu-Tat hin. Zum einen die Vorgeschichte, verliebt in eine ausländische Prostituierte, die Aktion als er vor dem Bordell Wirbel gemacht hat, später auch ein Einschüchterungsversuch der vermutlich nichts gebracht hat- zum anderen natürlich auch die "professionelle" Tatbegehung, der Fall ist zudem 2 Jahre unaufgeklärt was auch für eine gewisse Vorbereitung und gegen eine amateurhafte Aktion spricht.


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05.11.2017 um 23:05
Ich möchte zwei, drei Punkte anmerken:

Die Frage nach einem ganz anderen Motiv ist meiner Meinung nach nicht abwegig.

Vielleicht sind die Drogen und das Glückspiel nicht das Motiv, aber die damit zusammen hängenden Probleme? Er könnte ja nicht auf der Abschussliste des Milieus gestanden haben, sondern sich auf der Suche nach Geld vielleicht einen ganz anderen Todfeind gemacht haben. Für Drogen wird man vielleicht nicht in Klagenfurt erschossen, wohl aber von überregionalen Akteuren. Ein Schlüssel zur Lösung sind wohl (mögliche) Geldprobleme des Opfers.

Was bei Aktenzechen geschildert wird, sagt gar nichts aus. Eher im Gegenteil: Oft nehmen sich die Macher künstlerische Freiheiten heraus, die sogar irreführend sind, der Kripo-Mann weist lapidar auf einen Sachverhalt hin, der das ganze in einem vollkommen anderen Licht darstellt, usw.


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06.11.2017 um 10:44
@dead_souls

Ist etwas von finanziellen Problemen des Opfers bekannt? Glücksspiel, Drogen, Rotlichtmilieu heißt ja nicht zwangsläufig dass ein finanzieller Engpass da ist, kann sogar das Gegenteil bedeuten.

Sollten Schulden entstanden sein könnte natürlich auch dort das Motiv liegen, aber ich halte es eher für unwahrscheinlich. Wenn ich jemanden umbringe der mir noch Geld schuldet, habe ich damit ja praktisch selbst dafür gesorgt dass ich das Geld nie wieder sehe. Wenn überhaupt würde ich so etwas eher im Rahmen eines Streits um die Schulden, als Kurzschluss-Reaktion in Betracht ziehen und dafür wurde nach meinem Geschmack in diesem Fall viel zu professionell vorgegangen.


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06.11.2017 um 16:18
ErwinKöster schrieb am 03.11.2017:Wenn ein Sturmgewehr keinen Patronenfangsack hat fliegen die Hülsen meterweit.
Deshalb ist er ja auch verwendet worden. Wie üblich sind die eigentlich? Ich habe mal mit ein paar Leuten gesprochen, die gerade bei der Bundeswehr sind bzw. waren. Eine Auffangvorrichtung für Hülsen hat von denen keiner in der Hand gehabt.

Wie das in Österreich aussieht, weiß ich nicht. So viele kenne ich dort nicht. Eingentlich nur zwei. Sind aber beides Frauen.
User1282 schrieb am 03.11.2017:Das ist doch alles spekulativ.
Das ist alles, gerade wenn es kein klares Motiv zu geben scheint.

Ich kann mir da einiges vorstellen.
Cptn.Wankalot schrieb:Ist etwas von finanziellen Problemen des Opfers bekannt?
Dicke hat er es ja, allem Anschein nach, nicht gehabt. Zumindest hat er ja zwei Jobs gehabt.
Die Wohngegend ist ja auch eher im unteren Bereich, wenn ich das richtig sehe.
Möglich ist da so einiges.


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06.11.2017 um 16:41
@raptor83
raptor83 schrieb:Deshalb ist er ja auch verwendet worden. Wie üblich sind die eigentlich? Ich habe mal mit ein paar Leuten gesprochen, die gerade bei der Bundeswehr sind bzw. waren. Eine Auffangvorrichtung für Hülsen hat von denen keiner in der Hand gehabt.
So etwas gibt es auch für das G36.
https://www.germangunworks.com/heckler-koch-g36/hk243-huelsenfangsack-fuer-60-huelsen
Scheint also durchaus Bedarf dafür zu bestehen.

Allerdings wird man dieses Teil in der Truppe wohl nicht finden. Mglw. sind aber die Special Forces damit ausgerüstet.


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06.11.2017 um 16:50
@Seefahrer
Danke.
In der Truppe hätte mich das auch gewundert.

Bedarf scheint zu bestehen, sonst hat man sowas nicht im Programm. Große Nachfrage scheint es aber auch nicht zu geben.
"Lieferzeit auf Anfrage" spricht dafür, dass diese Säckchen nur auf Bestellung gefertigt werden.

So kenne ich es zumindest bei Ersatzteilen für meinen Youngtimer.


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