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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

325 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Cold Case, Aktenzeichen Xy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

17.01.2026 um 18:45
Hallo zusammen!

In diesem Thread geht es um einen sog. "Cold Case", also ein bis heute leider ungeklärtes Kapitalverbrechen.

Am Sonntag dem 01.07.1973 besucht die damals 12 Jahre alte Marion Baier in Zirndorf das sog. "Fischerfest". Dabei handelt es sich um ein typisches Volksfest mit Festzelt sowie Ausschank von Getränken, Speisen und musikalischer Untermalung. Marion ist ohne Familienangehörige dort und wird gegen 20 Uhr letztmalig von einer Schulfreundin gesehen. Danach verliert sich ihre Spur.

Laut Angaben jener Schulfreundin soll sich Marion Baier auf dem Fischerfest mit einem jungen Mann getroffen haben, dessen Identität bis heute nicht ermittelt werden konnte. Marion lebte im benachbarten Oberasbacher Ortsteil Altenberg. Ob sie allein oder in Begleitung die Festivität verließ und mit welchem Ziel, ist ebenfalls nicht eindeutig geklärt. Am folgenden Montag dem 02.07.1973 machte dann ein Bauarbeiter auf einer der Flächen des damaligen Neubaugebiets an der Hainbergstraße in Oberasbach eine schreckliche Entdeckung. Er fand die teilweise entkleidete Leiche der Marion Baier. Als Todesursache wurde festgestellt, dass Marion Baier mutmaßlich am Fundort erschlagen worden war. Zudem gehen die Ermittler aufgrund der Gesamtumstände davon aus, dass es sich dabei um ein Sexualdelikt handelte.

Am Fundort/Tatort konnte die Polizei einige Spuren sichern, welche sie dem Täter zuordnet. Dabei handelt es sich um Fußspuren, genauer Sohlenabdrücke von Schuhen der Marke Adidas in Größe 43, verwendet bei den damaligen Modellen „Olympia“ (Typ 3010), „Italia“ (Typ 302), „Gazelle blau“ (Typ 3100) oder „Allround“ (Typ 3070), sowie ein Medaillon welches ein Abbild des Hl. Christophorus (Schutzpatron der Reisenden und Autofahrer) zeigt. Weiterhin gibt es Zeugenaussagen zu Sichtungen von zwei verdächtigen Fahrzeugen.

Aktuell wird dieser mittlerweile über 50 Jahre alte Cold Case Fall wieder neu aufgerollt. Grund dafür ist ein neuer Ermittlungsansatz. So ermitteln Beamte der Kriminalpolizei Kempten im Regierungsbezirk Schwaben in einen Mordfall, der Parallelen zur Tat in Oberasbach aufweist. Es handelt sich dabei um den Mordfall Sonja Hurler aus dem Jahr 1981.

Links zu diesem Fall, aus denen ich die Informationen in der Zusammenfassung (s.o.) entnommen habe:

Offizielle Fahndungsseite der Polizei Bayern, Polizeipräsidium Mittelfranken:
https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/096844/index.html

Frei verfügbarer Artikel in der süddeutschen Zeitung (SZ):
https://www.sueddeutsche.de/bayern/zirndorf-fischerfest-marion-baier-cold-case-mord-maedchen-oberasbach-li.3369867

Frei verfügbare Zusammenfassung bei "Frankenfernsehen.tv"
https://www.frankenfernsehen.tv/wer-hat-marion-baier-getoetet-52-jahre-alter-cold-case-aufgerollt-378270/

Frei verfügbare Zusammenfassung des Falles bei "Nordbayern.de"
https://www.nordbayern.de/polizeiberichte/kripo-furth-rollt-mordfall-nach-uber-50-jahren-wieder-auf-parallelen-zu-weiterem-totungsdelikt-1.14969624

Frei verfügbarer Artikel der Zeitung "Merkur":
https://www.merkur.de/bayern/cold-cases-in-bayern-wer-hat-12-jaehrige-getoetet-neue-spur-nach-50-jahren-94125916.html


Bild des Opfers aus dem oben aufgeführten Link der Polizei Bayern:


Marion BaierOriginal anzeigen (4,8 MB)


Ich wünsche mir eine gute Diskussion und bitte euch darum, die Krimiregeln einzuhalten und respektvoll miteinander umzugehen!


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

17.01.2026 um 19:25
Man hat Parallelen festgestellt? Es war 1973 ein Einzeltäter, 1983 hat man das Opfer mit einer Gruppe gesehen. Beide sind im selben Alter, aber sonst? Könnte mir höchstens im Tathergang Übereinstimmungen vorstellen.

Ist denn die Turnschuhfrage schon geklärt? Ich sage 1973 waren Turnschuhe noch nicht "in". Vielleicht ist es ein Sportler.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

17.01.2026 um 22:57
Meine Vermutung ist, dass Marion sich irgendwann allein auf den Heimweg machte (mit oder ohne vorheriges Treffen mit dem jungen Mann), und auf dem Heimweg leider auf ihren Mörder stieß. Und dass der nie ausfindig gemachte junge Mann (wenn es ihn gab) mit dem Mord nichts zu tun hat.

Insofern eine mögliche Parallele zu dem Allgäuer Fall - ich stelle mir einen Täter vor, der hier wie dort nach einem geeigneten Opfer Ausschau hielt und leider zweimal fündig wurde, in Gestalt von zwei sehr jungen Mädchen, die allein unterwegs waren, und vielleicht auch empfänglich waren für hinterlistige Hilfsangebote (z.B. Mitfahrgelegenheit).

@Dancingfool: ich war damals in der Grundschule, und die Turnschuhwelle fing gerade an würde ich sagen. Es war noch kei Hype oder Kult, aber es wurde gebräuchlich, mit Turnschuhen auch außerhalb vom Sportgelände herumzulaufen.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

17.01.2026 um 23:27
Ich bin froh, dass sich in diesem Fall vielleicht doch noch was tut.

Da ich ebenfalls Jahrgang 1960 bin, damals gleichalt war und in Oberasbach gelebt habe hat mich dieser Fall nie losgelassen. Marion persönlich kannte ich jedoch nicht. In Erinnerung habe ich nur, dass ich damals echt Angst hatte wenn ich täglich mit dem Schulbus in der Nähe des Tatortes vorbeigefahren bin.

Bin gespannt was da noch kommt.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

18.01.2026 um 00:23
Ich habe erst vor ein paar Tagen zum ersten Mal vom Mord an der 12-jährigen Marion Baier gehört. Es freut mich, dass die Ermittler sich diesen Cold-Case-Fall noch einmal vorgenommen haben.
Etwa 50 Jahre nach dem Mord an der zwölfjährigen Marion Baier in Mittelfranken verfolgt die Polizei eine vielversprechende neue Spur.
Ich bin gespannt, um welche Spur soll es sich handeln, vielleicht doch noch um eine gefundene DNA an Asservaten, eine Beobachtung von Zeitzeugen, eine Autosichtung?


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In der nächsten „Aktenzeichen XY ungelöst“-Sendung am 21. Januar 2026 um 20:15 Uhr wird dieser Fall vorgestellt! Sollten wir nicht verpassen!


Quelle:
https://www.merkur.de/bayern/cold-cases-in-bayern-wer-hat-12-jaehrige-getoetet-neue-spur-nach-50-jahren-94125916.html


Sehr schön, dass @Slaterator diesen Thread eröffnet hat. Es stimmt mich sehr traurig, Marion Baier und auch Reiner Koch wurden beide 1973 im Alter von 12 Jahren ermordet. Und wie @andrea_ml und @Corydalis habe ich zur damaligen Zeit die Grundschule besucht und durfte eine unbeschwerte Kindheit verbringen.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

18.01.2026 um 00:31
Leider wird in keinem der verlinkten Artikel etwas zu den näheren Umständen von Monikas Festbesuch erwähnt. Auffällig finde ich, dass Monika trotz ihres recht jungen Alters offenbar bis in die Abendstunden allein auf dem Fest war (damit meine ich ohne Geschwister, ohne Freundinnengruppe o.ä.). Helikoptereltern waren damals noch nicht so verbreitet, aber trotzdem finde ich das auch für die damalige Zeit eher ungewöhnlich, zumindest bei einem Mädchen. Sie wurde um ca 20 Uhr zuletzt auf dem Fest gesehen und wohnte ja nicht unmittelbar neben dem Festgelände, sondern im Nachbarort. Sie hatte also, wenn sie zu Fuß unterwegs war, auch noch einen Heimweg von grob geschätzt mindestens 15 oder 20 Minuten zurückzulegen. Klar, um die Jahreszeit bleibt es lange hell, aber die Sommerzeit gabs 1973 noch nicht, d.h. gegen 21 Uhr wurde es dunkel. Möglich ist natürlich, dass sie die Eltern angeschwindelt hat, um auf das Fischerfest zu gehen ("ich bin bei meiner Schulfreundin, darf dort mit zu Abend essen, und komme um 21 Uhr heim"). So etwas war in analogen Zeiten deutlich einfacher als heute.

Weiterer auffälliger Aspekt ist ihr "Date", d.h. der von den Ermittlern nie ausfindig gemachte junge Mann, den sie lt. Zeugin auf dem Fest treffen wollte oder getroffen hat (aus den Schilderungen in den verlinkten Artikeln wurde ich nicht recht schlau). Der Beschreibung nach klingt es durchaus nach einem romantischen Treffen, und auch das finde ich im Alter von 12 Jahren relativ ungewöhnlich. Dabei muss ihr "Date" ja keineswegs der Täter sein; ich tippe wie schon gesagt auf einen Dritten.

Wobei auch noch merkwürdig ist, dass der "Date-Junge", wenn es ihn denn gibt, sich nicht von sich aus gemeldet hat. Aber auch dafür gibt es sicher harmlose Erklärungen (zB Angst, verdächtigt zu werden, oder ein zutiefst schlechtes Gewissen, weil er sie nicht nachhause begleitet hat). Was ihr passiert ist, dürfte er ja mitbekommen haben, wenn er existiert.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

18.01.2026 um 00:46
Jetzt habe ich im letzten Beitrag von "Monika" geschrieben, das war falsch, denn natürlich geht es um das Mordopfer Marion Baier. Hintergrund meines Fehlers ist, dass ich auch noch den Fall der Monika Frischholz im Kopf hatte, zu dem es hier ebenfalls einen Thread gibt:
12-jährige Monika Frischholz aus Flossenbürg seit 1976 verschwunden

Ähnliches Setting; Zwölfjährige ist allein unterwegs - in eigentlich "unverfänglicher" Situation, kein Streit mit den Eltern etc. - und wird mutmaßlich von ihrem bisher nicht aufgefundenen Mörder abgegriffen.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

18.01.2026 um 01:39
Zitat von CorydalisCorydalis schrieb:Insofern eine mögliche Parallele zu dem Allgäuer Fall - ich stelle mir einen Täter vor, der hier wie dort nach einem geeigneten Opfer Ausschau hielt und leider zweimal fündig wurde, in Gestalt von zwei sehr jungen Mädchen, die allein unterwegs waren, und vielleicht auch empfänglich waren für hinterlistige Hilfsangebote (z.B. Mitfahrgelegenheit).

@Dancingfool: ich war damals in der Grundschule, und die Turnschuhwelle fing gerade an würde ich sagen. Es war noch kei Hype oder Kult, aber es wurde gebräuchlich, mit Turnschuhen auch außerhalb vom Sportgelände herumzulaufen.
Eine Parallele ja, ein vermutlich sehr ähnliches Szenario. Aber einen Zusammenhang beider Fälle sehe ich auf grund der sehr weiten räumlichen und zeitlichen Entfernung noch nicht.

Ich war damals auch noch in der Grundschule im nicht weit entfernten Erlangen und bei uns gab es damals noch eine sehr strenge Regel: die Schule erlaubte keine Sportschuhe in der Turnhalle, die auch draussen auf der Strasse getragen wurden. Man trug seine Schuhe immer im sog. Turnbeutel in die Schule. Ich vermute, die Schulen im Bereich Fürth und Nürnberg hatten ähnliche Regeln. Ich kann mich an keine Eltern erinnern, die zwei Paar Sportschuhe für ihre Kinder kauften. Daher vermute ich eher einen älteren Täter, der sich die Sportschuhe vom eigenen Lehrgeld o.ä. als Strassenschuhe kaufte - oder: einer der Zeugen sah ein Fahrzeug mit dem damals sehr auffälligen amerikanischen Kennzeichen. Im Bereich Fürth gab es damals sehr viele amerikanische Soldaten und tatsächlich war es in den USA weiter verbreitet, Sportschuhe als normale Strassenschuhe zu tragen, als in Deutschland. Allerdings trugen amerikanische Soldaten dann fast immer amerikanische Marken wie Nike etc., da sie diese billiger im PX erwerben konnten, als deutsche in deutschen Geschäften.

Aber auch hier gab es wieder eine Besonderheit: Im benachbarten Herzogenaurach gab es den Fabrikverkauf von Adidas und Puma, wo man deren Schuhe günstiger als in normalen Geschäften kaufen konnte. Das wieder könnte bedeuten, dass diese Schuhe im Grossraum Nürnberg verbreiteter waren, als anderswo in Deutschland.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

18.01.2026 um 06:31
Der Mord an Marion Baier wurde bereits schon einmal am 13.12.1974 bei XY als Filmfall vorgestellt unter dem Titel

- Mord an Marion B. ("Fischerfest-Mord") -


Zum Inhalt des Filmbeitrages in Kurzform:
Familienfrühstück, älteste Tochter (12 Jahre) fehlt, wird bei Oma vermutet. Eine Nachbarin hört im Radio vom Fund eines unbekannten toten Mädchens und erzählt der Mutter davon. Heftiger Kampf, Sexualverbrecher. Vorabend: Marion in Festzelt, Fischerfest in Zirndorf, Frohsinn und Musik, Rocker-Streit. Marion verabschiedet sich, will noch zu Oma und dann nach Hause. Sie ist aber dann nochmal beim Fest aufgetaucht. Ein Schreinermeister sieht am späten Abend einen leeren Wagen mit amerikanischem Kennzeichen. Bundeswehrsoldat sieht später Porsche, in dem ein Mann mit einer Frau kämpft, fährt aber weiter. Mordszene: Würgen, erschlagen mit Stein, Fußabdrücke, gefundenes Medaillon, Adidas-Turnschuhe. Wer ist der unbekannte Chris/Chrissi (Moped, roter Helm), mit dem sich das Opfer einige Tage vorher getroffen hatte?
Und das waren die damaligen ersten Zuschauerreaktionen in der Spätausgabe:
FF 1: Mord an Marion B.; zahlreiche Hinweise auf das Christophorus-Medaillon; Porschefahrer werden überprüft; Hinweis aus Wien auf einen gelben Porsche mit Nürnberger Kennzeichen, der vom Juli 1973 bis zum April 1974 in Wien unbenutzt gestanden hat.
Quelle:
https://www.wikixy.de/Sendung_vom_13.12.1974


Hat zufällig irgendein User eine Idee wo man den Filmfall noch abrufen könnte?


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

18.01.2026 um 08:06
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Hat zufällig irgendein User eine Idee wo man den Filmfall noch abrufen könnte?
Vielleicht hilft dir das hier weiter: Youtube: Der Cold Case von Marion B. aus dem Jahr 1973, dargestellt in Aktenzeichen Xy vom 13.12.1974
Der Cold Case von Marion B. aus dem Jahr 1973, dargestellt in Aktenzeichen Xy vom 13.12.1974
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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

18.01.2026 um 09:25
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Hat zufällig irgendein User eine Idee wo man den Filmfall noch abrufen könnte?
Ja, kein Problem, gib folgendes bei google ein:
"aktenzeichen xy 13.12.1974"
Klicke dann oben auf den Reiter "Videos" und dann wird - zumindest bei mir - das Originalvideo direkt als erster Treffer angezeigt.
Leider darf ich aufgrund der Forumsregeln die Seite nicht direkt verlinken (Socialmedia-Seite).
Falls es nicht funktioniert, einfach eine PN an mich, dann schicke ich den Link.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

18.01.2026 um 10:13
Meine Überlegungen zu den Vorliegenden Informationen:

Daß dieses Medaillon dem ominösen Chris gehörte wäre ja nicht ganz unlogisch. Ich hatte früher auch mal einen Kumpel namens Chris (Christoph) der so einen Anhänger getragen hat, einfach weil es der Schutzpatron war.
Das müsste aber natürlich nicht bedeuten, daß der Chris dann auch Marion ermordet hat. Vielleicht hatte er ihr die Kette oder den Anhänger einfach gegeben, als etwas persönliches von sich.

Seltsam finde ich es aber, daß Chris nicht ausfindig gemacht werden konnte, wenn man schon so eine gute Beschreibung von ihm hatte.

Der Auffindeort war ja anscheinend auch recht frequentiert: erst sieht jemand da ein Auto mit amerikanischem Kennzeichen, dann jemand anders ein Auto in dem gekämpft wird…. also keine total abgelegene Stelle, wo man unbedingt hinfahren würde, wenn man einen Sexualmord plant. Also eventuell eher jemand, der nicht das bekommen hat, was er sich erhoffte und dann mal schnell ausgerastet ist…


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

18.01.2026 um 13:52
FÜRTH AKTUELL berichtet schon im Vorfeld zur Ausstrahlung bei XY in der kommenden Woche mit einem kurzen Film, dort kommt Kriminalhaupt-kommissar Jan Frühwald von der Kriminalpolizei Fürth zu Wort.

Der Cold-Case-Fall Marion Baier wurde neu aufgerollt, es gibt eine neue Spur.


Youtube: Cold Case Marion Baier: Nach 52 Jahren neue Spur im Mordfall von Oberasbach
Cold Case Marion Baier: Nach 52 Jahren neue Spur im Mordfall von Oberasbach
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Für mich jetzt neu, es handelt sich bei den Adidas-Turnschuhen Gr. 43 um das Modell "Olympia". Weiß Jemand wie der Turnschuh damals aussah?

Der Kommissar fragt u.a. nach Personen, welche sich 1973 in Fürth und 1981 in Kempten aufgehalten haben, aus familiären, beruflichen Gründen oder im Urlaub. Auch spricht er Zeugen an, die vielleicht noch im Besitz von Fotos sind! Die Idee ist nicht ganz übel, kann doch dann evtl. der Träger der Christophoruskette auf Fotos identifiziert werden.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

18.01.2026 um 15:40
Danke @Alray81 für Deine schnelle Recherche.

Dann passt der gefundene Sohlenabdruck offensichtlich genau zu diesem Modell.

tatort-bild21-schuhabdruckOriginal anzeigen (8,7 MB)


Weiß man wie an diesen beiden Tagen im Juli das Wetter war? Der Tatort/Fundort war eine Baugrube in einem Neubaugebiet. Wie sahen die Adidas-Schuhe hinterher aus, waren die total verschlammt, verdreckt? Hat der Täter seine weißen Turnschuhe hinterher aufwendig reinigen müssen?


tatort-bild2b-bearbeitet-unkenntlichmachOriginal anzeigen (5,3 MB)


Quelle der Bilder:
https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/096844/index.html


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

18.01.2026 um 15:47
@HolzaugeSHK
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Dann passt der gefundene Sohlenabdruck offensichtlich genau zu diesem Modell.
Ja, schau mal hier, da ist auch die Sohle abgebildet:
https://de.pinterest.com/pin/78813062225170768/


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

18.01.2026 um 17:42
@Dancingfool @andrea_ml @Corydalis @Rick_Blaine @JRoger @Mickelangelo @Alray81 @HolzaugeSHK @sooma

Euch allen erst einmal ein ganz herzliches Willkommen im Thread zu diesem Fall! Schön das ihr euch beteiligt. :Y:
Zitat von CorydalisCorydalis schrieb:Auffällig finde ich, dass Monika trotz ihres recht jungen Alters offenbar bis in die Abendstunden allein auf dem Fest war (damit meine ich ohne Geschwister, ohne Freundinnengruppe o.ä.). Helikoptereltern waren damals noch nicht so verbreitet, aber trotzdem finde ich das auch für die damalige Zeit eher ungewöhnlich, zumindest bei einem Mädchen.
Diesen Umstand würde ich in der Tat zunächst auch sehr verwunderlich finden. Marion war damals ja gerade einmal 12 Jahre alt. Zudem handelte es sich um einen Sonntag, am nächsten Tag hatte sie Schule. Die völlig richtige Erklärung dafür, warum sie allein auf dem Fest war, lieferst du selbst. Denn im original Filmfall von Aktenzeichen XY ungelöst vom 13.12.1974 wird genau diese Annahme bestätigt:
Zitat von CorydalisCorydalis schrieb:Möglich ist natürlich, dass sie die Eltern angeschwindelt hat, um auf das Fischerfest zu gehen
Richtig. Im Filmfall gab sie der Mutter gegenüber an, ihre Oma besuchen zu wollen. Dies war absolut nicht ungewöhnlich. Auch nicht, dass sie wohl auch gelegentlich bei der Oma übernachtete. Aus diesem Grund machte sich auch zunächst niemand allzu große Sorgen, als Marion am nächsten Morgen nicht zugegen war. Erst als sie auch nach Schulbeginn nicht daheim auftaucht um ihre Schultasche zu holen, macht sich die Mutter berechtigte Sorgen und bricht zu Marions Oma auf um nachzufragen, da die Familie Baier und/oder die Oma kein Telefon hat/haben. Als die Mutter dann noch zufällig von einem Mord erfährt und sich bei der Polizei erkundigt, kommt die traurige Gewissheit.
Zitat von CorydalisCorydalis schrieb:Weiterer auffälliger Aspekt ist ihr "Date", d.h. der von den Ermittlern nie ausfindig gemachte junge Mann, den sie lt. Zeugin auf dem Fest treffen wollte oder getroffen hat
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb:Seltsam finde ich es aber, daß Chris nicht ausfindig gemacht werden konnte, wenn man schon so eine gute Beschreibung von ihm hatte.
Dieser Umstand ist für mich in sofern interessant, als das die Beschreibung dieses jungen Mannes welchen Marion als Chris oder Chrissy benannt haben soll, relativ markant ist. So ist neben dem Rufnamen auch die Haarfarbe/Frisur, dessen mutmaßliches Alter und auch ein Sprachfehler bekannt. Zudem, dass er wohl Zugriff auf ein Moped hat. Der Ort ist an sich ja nun keine Millionenmetropole, in der Einzelpersonen in der Masse anonym bleiben. In dieser eher ländlichen Umgebung sollte deshalb die Identifizierung einer recht genau beschriebenen Person mMn kein großes Problem darstellen. Auch die Person selbst sollte ja zeitnah von dem Mord erfahren haben und es ist komisch, dass sie sich nie selbst gemeldet hat. Die Frage ist deshalb, ob er von außerhalb kam. Ich bezweifle jedoch, dass jemand mit einem Moped große Strecken zurücklegt.
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:einen Zusammenhang beider Fälle sehe ich auf grund der sehr weiten räumlichen und zeitlichen Entfernung noch nicht.
Ich auch nicht. Deshalb wird es sehr spannend, ob diese Parallelen zwischen den beiden Fällen dann auch in der kommenden Ausgabe von Aktenzeichen XY ungelöst konkret angesprochen werden.
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb:Ich hatte früher auch mal einen Kumpel namens Chris (Christoph) der so einen Anhänger getragen hat, einfach weil es der Schutzpatron war.
Das müsste aber natürlich nicht bedeuten, daß der Chris dann auch Marion ermordet hat. Vielleicht hatte er ihr die Kette oder den Anhänger einfach gegeben, als etwas persönliches von sich.
Das ist ein sehr interessanter Aspekt. Normalerweise würde man ja von jemandem ausgehen, der z.B. als Handlungsreisender viel (mit dem Auto) unterwegs war oder jemand, der diesen Anhänger einfach passend zu seinen Autoschlüssel gefunden hat, da Christopherus ja Schutzpatron der Reisenden und Autofahrer ist. Wenn der Anhänger jedoch einem Christoph gehörte, dann passt das zu der unbekannten Person "Chris" oder "Chrissy". Es gibt nur ein kleines Problem das ich sehe. Für mich persönlich ist die Sichtung des gelben Porsche Targa die Wichtigste. Sie ist in unmittelbarer Nähe zum Tatort, ein Mann kämpft mit einer Frau. Da laut EB wohl sehr wahrscheinlich ein Kampf stattfand, passt das natürlich exzellent. Aber warum sollte jener "Chris" oder "Chrissy", welcher wohl auf dem Fest nicht wirklich gesehen wurde und gerade einmal 17-18 Jahre alt ist, Zugriff auf einen Porsche Targa haben? Ich denke deshalb nicht, dass "Chris" oder "Chrissy" und der Mann in der Porschesichtung ein- und dieselbe Person sind.
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb:Der Auffindeort war ja anscheinend auch recht frequentiert: erst sieht jemand da ein Auto mit amerikanischem Kennzeichen, dann jemand anders ein Auto in dem gekämpft wird….
So wie ich es in Erinnerung habe, kam der erste Zeuge der den VW mit amerikanischen Kennzeichen sah, gegen 23 Uhr dort entlang. Der andere Zeuge, welcher den Porsche und die darin stattfindende "Rauferei" sah, kam erst gegen 02:30 Uhr dort vorbei. Dazwischen gab es keine weiteren Sichtungen, die gemeldet worden wären. Ich nehme deshalb an, dass in der Nacht wohl nur sehr selten Autos dort entlang kamen und die Stelle daher schon recht einsam war.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:FÜRTH AKTUELL berichtet schon im Vorfeld zur Ausstrahlung bei XY in der kommenden Woche mit einem kurzen Film, dort kommt Kriminalhaupt-kommissar Jan Frühwald von der Kriminalpolizei Fürth zu Wort.
Danke für das Einstellen des Videos. Ich bin tatsächlich sehr gespannt, welche neuen Ansätze nun konkret verfolgt werden und ob die Parallelen zwischen den beiden Kapitalverbrechen Baier/Hurler konkret benannt werden.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Der Kommissar fragt u.a. nach Personen, welche sich 1973 in Fürth und 1981 in Kempten aufgehalten haben, aus familiären, beruflichen Gründen oder im Urlaub. Auch spricht er Zeugen an, die vielleicht noch im Besitz von Fotos sind! Die Idee ist nicht ganz übel, kann doch dann evtl. der Träger der Christophoruskette auf Fotos identifiziert werden.
Für mich ist fraglich, ob der Anhänger um den Hals getragen wurde und damit dauerhaft sichtbar war. Er hatte ja auch zwei Seiten. Es ist mMn viel wahrscheinlicher, dass der Täter das Stück als Schlüsselanhänger verwendete.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

18.01.2026 um 17:49
Zur Info übrigens hier noch der Link zum Fall Sonja Hurler den @sooma dankenswerterweise erstellt hat:

Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

18.01.2026 um 18:17
Hallo!
Ich habe hier ein bischen mitgelesen, bei dem Silbermedaillon ist mir, nachdem ich viele Bilder von Vergleichsstücken angesehen habe, aufgefallen dass sie sehr unterschiedlich aussehen, Stock mal links, mal rechts, Hintergrund unterschiedlich, Stockgabelung oben unterschiedlich. Vielleicht hat man ja das Glück herauszufinden wo genau dieses Silbermedaillon herkommt. Ein Bezug von vielen wäre meiner Meinung nach die Bundeswehr, zumindest gibt es einen Bezug des Christophorus dazu
Heilige, die auch als Schutzpatrone des Militärs gelten
Achatius von Armenien, Schutzpatron der Soldaten
Adrian von Nikomedien
Alfred der Große
Bakchos und Sergios, Beschützer der byzantinischen Armee
Christophorus
Quelle: Wikipedia: Soldatenheiliger
Der Pfarrer ging bei dem Gottesdienst auf das Thema Ferien ein und erzählte zum Schluss die Legende des heiligen Christophorus, dem Schutzpatron der Reisenden.
Christophorusplaketten und –schlüsselanhänger auf dem Altar ausgelegt und gesegnet. Jeder Teilnehmer konnte sich nun Plaketten für sein Kraftfahrzeug und den bevorstehenden Urlaub mitnehmen.
Quelle: https://www.bundeswehr.de/de/organisation/militaerseelsorge/katholische-militaerseelsorge/feldgottesdienst-in-stuttgart-836916


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

18.01.2026 um 18:33
Findet ihr, dass Marion aussieht wie eine 15-17 Jährige? Das wurde ja bei Leichenfund vermutet. Auf dem Foto sieht sie eher wie 12-14 Jahre alt aus. Man müsste wohl mehr Fotos von ihr sehen?

Ich finde übrigens schon einige Ähnlichkeiten wie bei Sonja. Beide sind ca. im gleichen Alter. Die Wohneorte liegen ca. 250 km voneinander entfernt, mit
Auto gar kein Problem. Beide verschwinden an einem Tag, wo es ein Fest gab. Aber das wird es wohl nicht gewesen sein, dass der Polizei aufgefallen ist.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

18.01.2026 um 18:46
Zitat von Anya1981Anya1981 schrieb:Findet ihr, dass Marion aussieht wie eine 15-17 Jährige? Das wurde ja bei Leichenfund vermutet. Auf dem Foto sieht sie eher wie 12-14 Jahre alt aus. Man müsste wohl mehr Fotos von ihr sehen?
Naja auf dem Foto dass hier von ihr eingestellt ist, finde ich schon dass sie älter wirkt, also nicht so sehr vom Aussehen, aber einfach der Gesichtsausdruck scheint mir sehr selbstständig und entschlossen. (aber für 17 würde auch ich sie nicht halten.)

Mir fällt es schwer, Parallelen zu Sonja H. zu finden. Sonja wurde nach der Tat versteckt, dem Täter in Zirndorf schien das nicht so wichtig zu sein. Außerdem der große Zeitabstand... da würde ich ja noch eher Verbindungen zu Monika Frischholz ziehen. (spielt da nicht auch ein gelbes Auto eine Rolle?)

Aber gut, die Polizei wird ihre Gründe haben.

Was mich wundert, sie hat also angegeben, sie kommt nicht nach Hause an dem Abend. Es gab etwas, dass die Eltern nicht mitbekommen sollten. Wahrscheinlich ein Treffen mit einer Person auf dem Fest.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Richtig. Im Filmfall gab sie der Mutter gegenüber an, ihre Oma besuchen zu wollen. Dies war absolut nicht ungewöhnlich. Auch nicht, dass sie wohl auch gelegentlich bei der Oma übernachtete. Aus diesem Grund machte sich auch zunächst niemand allzu große Sorgen,
Weshalb wird sie dann trotzdem mehr oder weniger in der Nähe ihres Elternhauses gefunden?
Außerdem war die Entdeckung ja zeitnah, komisch dass es überhaupt niemand gibt, dem sie auf dem Fest nach 20 Uhr noch aufgefallen ist.


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