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Mord in Leipzig-Plagwitz (Oktober 2017)

81 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Leipzig, Messer, Plagwitz

Mord in Leipzig-Plagwitz (Oktober 2017)

29.09.2018 um 16:39
Lada
schrieb:
Der 01.10.2017 ist auf einen Sonntag gefallen. Der Zeitpunkt des Mordes wird um ca. 22.15 Uhr vermutet. Beste Sportschauzeit im MDR (regionaler Fernsehsender in Mitteldeutschland).
Die Menschen, die hier/dort wohnen, sind nicht unbedingt so die Sportschau- Schauer. Und um diese Uhrzeit ist hier/dort auch an einem Sonntag oft noch viel los. Kneipen und so. So viel ich mich erinnere, soll da auch ein Konzert im Täubchenthal gewesen sein.

Ich schreibe hier/dort, weil ich nicht ganz in der Nähe wohne, aber auch nicht sehr weit weg. Leipziger Westen halt. Ich kenne auch die Eduardstr. bzw. ihre nähere Umgebung.

Ich wünsche mir bei so Fällen in der Nähe ( gab ja noch einige mehr, sogar sehr nah zu mir) immer, ich könnte Zeuge sein und helfen, aber leider war das bisher nie der Fall.


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Lada
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Mord in Leipzig-Plagwitz (Oktober 2017)

29.09.2018 um 21:42
lawine
schrieb am 30.11.2017:
im Umfeld von ca 2 Kilometern um den Tatort hat es in diesem Jahr weitere, teils sehr schwere Übergriffe auf Personen gegeben.
Ist Plagwitz zu einem "heißen Pflaster" geworden?
IamSherlocked
schrieb:
Ich wünsche mir bei so Fällen in der Nähe ( gab ja noch einige mehr, sogar sehr nah zu mir) immer, ich könnte Zeuge sein und helfen, aber leider war das bisher nie der Fall.
Ich denke, dass viele Menschen Angst haben, in Gewalttaten verwickelt zu werden oder befürchen, dass sie jemandem falsch verdächtigen.

Man hat das Opfer relativ schnell gefunden. Der Täter konnte nicht allzuweit weg sein, möglicherweise hat man ihn gesehen odet er hat sich bestens ausgekannt. Diese Häuser haben sicher Hinterhöfe, über die man verschwinden kann.


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Lada
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Mord in Leipzig-Plagwitz (Oktober 2017)

29.09.2018 um 22:33
Oben rechts an der Ecke ist die Eduardstraße 1. Unten links geht es dann zum Täubchenthal(-Festival).

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Das Areal sieht nicht sehr bebaut aus. Auf der Website im ersten Bild sieht man einen begrünten Hinterhof.

https://www.immobilienscout24.de/Suche/S-T/WG-Zimmer/Sachsen/Leipzig/Plagwitz

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Mord in Leipzig-Plagwitz (Oktober 2017)

29.09.2018 um 22:37
@Lada
@IamSherlocked

Es scheint ja nicht nur,daß niemand etwas gesehen hat,sondern auch nichts gehört.
Abends ist es doch ruhig in den Straßen,manche haben auch ihre Schlafzimmer zur Straße vorne heraus (mutmaße ich jetzt mal),da hätte man ein Gerangel,eine Streiterei-wenn es eine gegeben haben soll-mitbekommen können.

Da der 3.Oktober ein Feiertag ist,nutzen viele Menschen die davorigen Tage als Brückentage.

Heute wurde ein Thread von einem User eröffnet"Mord vor der Tür".
Dieser wurde geschlossen,da es um diesen Fall hier geht.

Der User schrieb über Hals-und Oberarmverletzungen,die dem Opfer zugefügt wurden.

Mir sind die Oberarmverletzungen neu.
Bisher war immer von Halsverletzungen oder Kehle durchgeschnitten die Rede.
Auch in den Berichten dazu fand ich keine weiteren Angaben,hab jetzt aber vielleicht auch nicht alle dazu gelesen.

Wenn es weitere Verletzungen gegeben haben soll,könnte es evtl. einen Kampf gegeben haben?


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Lada
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Mord in Leipzig-Plagwitz (Oktober 2017)

29.09.2018 um 23:08
http://m.lvz.de/Leipzig/Polizeiticker/Polizeiticker-Leipzig/Mord-in-Leipzig-Plagwitz-Was-geschah-in-den-sieben-Minuten-v...
Vor dem Mehrfamilienhaus in der Seitenstraße zwischen Erich-Zeigner-Allee und Zschocherscher Straße kam es gegen 22.15 Uhr zu dem tödlichen Angriff. ...
Die Polizei, die um 22.21 Uhr per Notruf alarmiert wurde, fand das Opfer mit schwersten Verletzungen vor.
@whitelight
Vielleicht wurde doch etwas gehört. Ein Gerangel oder eben eine Streiterei, wie du vermutest. Er wurde schnell gefunden.
Ob der junge Mann am Sonntagabend nur zur falschen Zeit am falschen Ort war, er beispielsweise ausgeraubt wurde und sich wehrte, oder gezielt einem Anschlag zum Opfer fiel – dazu wurden keine Angaben gemacht. Keine denkbare Variante wird bislang offiziell ausgeschlossen.
Laut Medienberichten soll er Stichverletzungen aufgewiesen haben. Bestätigt ist das bislang nicht. „Es handelt sich hierbei um Täterwissen.
whitelight
schrieb:
Mir sind die Oberarmverletzungen neu.
Bisher war immer von Halsverletzungen oder Kehle durchgeschnitten die Rede.
Ja, das ist seltsam. Eine Oberamverletzung fände ich logisch, aber nirgendwo ist die Rede davon, nur im geschlossenen Thread von @Lars01.

https://www.allmystery.de/fcgi/?m=first_unread_post&thread=135287

Es wäre wohl Täterwissen oder Spekulation. Die Menschen machen sich Gedanken und reden.


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Mord in Leipzig-Plagwitz (Oktober 2017)

29.09.2018 um 23:14
whitelight
schrieb:
Der User schrieb über Hals-und Oberarmverletzungen,die dem Opfer zugefügt wurden.
Muss mich wohl korrigieren, es ging in dem Artikel nur um Stichverletzungen am Hals.

https://www.pressreader.com/germany/leipziger-volkszeitung/20180203/281517931565479
Nach Lvinformationen versuchte der Täter offenbar, dem Leipziger die Kehle durchzuschneiden und fügte ihm schwerste Stichverletzungen am Hals zu.


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Mord in Leipzig-Plagwitz (Oktober 2017)

30.09.2018 um 01:32
@ all
Lada
schrieb:
Übergriffe auf Personen gegeben.
Ist Plagwitz zu einem "heißen Pflaster" geworden
Zitieren funktioniert bei mir gerade nicht richtig.

Aber ja, hier ist ganz schön viel los, was Kriminelles betrift. Meist nicht so extrem, aber Messerstechereien sind nicht gerade selten. Im gesamten Leipziger Westen.

Ich bin in Lindenau, ich wurde beklaut (Handy, Täter dachte, es wäre ein Smartphone ;), 2 Uhr in der Nacht, nach Konzert- Besuch ), und auch mein Sohn (Pusher- Tasche, 23:00 Uhr ca.).

Aber wer bitte will einen DHL-Mitarbeiter, der vom Job kommt, beklauen? Um eine recht "normale" Uhrzeit für die Gegend und überhaupt? Was hätte er gehabt außer auch evtl. Smartphone ( darüber wurde auch nie berichtet) oder/und bisschen Geld?

Nee, das war entweder persönliches Motiv oder reine Mordlust. Beim persönlichem Motiv würde ich nicht mal von Tötungswillen ausgehen.


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Mord in Leipzig-Plagwitz (Oktober 2017)

30.09.2018 um 20:00
Läuft gerade wieder bei "Kripo live" beim MDR.


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Blattwerk
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Mord in Leipzig-Plagwitz (Oktober 2017)

07.10.2018 um 14:50
Bewusst auf diesen Fall aufmerksam wurde ich erst durch die Zusendung einer Aufforderung zur Zeugenaussage.

Dabei wusste ich noch nicht, dass es sich hierbei um den Mann handelte, welchen ich bereits auf Aushängen der überdachten Haltestellenwartebereiche der LVB Linien registrierte.

Dass ich mich zum Tatzeitpunkt im nahen Umfeld des Geschehens befand, war mir nicht bewusst - der Zeitraum zwischen Geschehen und Aufforderung ist in meiner Erinnerung unüberbrückbar.
Tatsache ist jedoch, daß es die Polizei wusste.
Auf Grund von GSM Ortung meines Prepaid betriebenen Telephons und der (wahrscheinlich durch richterliche Anordnung) Herausgabe meiner Personalien durch den Netzbetreiber.

Zunächst dachte ich mir nichts dabei. Später wurde ich mit der Frage konfrontiert, ob dieses Vorgehen legal sei.

Ich bin ehrlich der Überzeugung, daß die staatliche Institution Polizei sich dieser Mittel bedienen sollte um Kapitalverbrechen aufzuklären, in der (vielleicht naiven/kindlichen) Vorstellung, zum Schutz des Lebens und der Gemeinschaft beizutragen.
(Dennoch möchte ich hier anmerken, daß ein nicht unerhebliches Missbrauchrisiko besteht)

Was ich zur Diskussion beitragen möchte, ist folgende persönliche Anmerkung: Kann der/die Täter nicht ebenfalls auf diese Weise geortet werden? Wer trägt heute sein Handy nicht bei sich, auch wenn es ausgeschaltet ist? Weiß der Täter um dieses Verfahren und hatte bewusst auf sein Endgerät verzichtet? Oder ist es unauffällig, wenn sich dieses Endgerät in der Tatzone befand? Oder wurde ein richterlicher Beschluss zu einer bestimmten Rufnummer womöglich nicht erteilt?

Des Weiteren stelle ich mir die Frage, welche Rolle die öffentliche Information spielt, dass der Betroffene DHL Mitarbeiter war. Ist die Berufsinformation Standard?
Die Information zur Körperstelle der Verletzung "fühlt" sich so an, als hätte die Tat mit Reden und Schweigen zu tun. In meiner Vorstellung sind Angstellte eines Paketdienstleisterservices, euphemistisch formuliert, überarbeitet. Verschwinden Sendungen und/ oder deren Inhalte immer unbeobachtet?
Die hohe Belohnung erscheint unüblich.


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Pipi.Strumpf
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Mord in Leipzig-Plagwitz (Oktober 2017)

08.10.2018 um 23:09
@Blattwerk
Danke für den interessanten Beitrag. Du wurdest also quasi zur Zeugenvernehmung einbestellt ohne genau vorher zu wissen um was es geht?

Ein planender Täter müsste ja nicht zwangsweise ein Handy mitgeführt haben, so jemand könnte also auch nicht über den Telefonanbieter ausfindig gemacht werden.

Auch hab ich mich schon mehrfach bei anderen Fällen gefragt, wie diese "zur Verfügungstellung" von Daten eigentlich aussieht, wenn ein Täter einen ausländischen Mobilfunkvertrag hat? Dann wählt er sich zwar ins dt. Netz ein, die Polizei hätte auch Einwahlzeitpunkt, Sendemast etc, aber käme doch sicher nicht so einfach an die persönlichen Daten besagter Person. Unsere Polizeidienststellen haben ja noch nicht mal Zugang auf Einträge anderer Dienststellen (leider selbst schon erlebt), wie sind wohl erst die Schranken wenn ausländische Mobilfunkanbieter abliefern sollen?

In diesem Fall hab ich mich schon oft gefragt, ob evtl das Opfer sogar verwechselt wurde? Es scheint ja so gar nichts im Umfeld zu geben (was bekannt wurde), was irgend eine Art Motiv liefern könnte?


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Mord in Leipzig-Plagwitz (Oktober 2017)

12.11.2018 um 18:25
Die Polizei überprüft jetzt einen Zusammenhang zu einem ihr erst jetzt bekannt gewordenen Angriff auf einen 19-jährigen, der sich am 19.9.2017 kurz nach Mitternacht, also knapp zwei Wochen vor dem an Stefan M. begangenen Verbrechen, in der von der Eduardstr. rund 1,6km entfernten Schwartzestr. ereignet hatte. Das Opfer, das unvermittelt attackiert und schwer verletzt wurde, hielt sich nach der Tat für längere Zeit im Ausland auf, bevor es sich bei der Polizei meldete. Die Tat wird als versuchter Mord eingestuft.

http://www.lvz.de/Leipzig/Polizeiticker/Polizeiticker-Leipzig/Versuchter-Mord-in-Leipzig-Polizei-sucht-Zeugen


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trailhamster
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Mord in Leipzig-Plagwitz (Oktober 2017)

12.11.2018 um 19:47
@bikini-apoll

Klingt erstmal so, als könnte da ein Zusammenhang bestehen. Aber das Opfer wird schwer verletzt und erst nach einem Jahr erfährt die Polizei davon? Keine zeitnahe Anzeige? Keine Täterbeschreibung???


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Mord in Leipzig-Plagwitz (Oktober 2017)

12.11.2018 um 20:29
@trailhamster
Ja, das ist schon sehr seltsam. Vielleicht waren dem Opfer und auch dem Zeugen die Schwere der Verletzung nicht sofort bewusst, obwohl letzterer ja offenbar ohne große Umschweife den Notruf wählte.


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Mord in Leipzig-Plagwitz (Oktober 2017)

12.11.2018 um 23:56
Ich dachte immer Ärzte sind verpflichtet, bei derartigen Verletzungsmustern die ein Kapitalverbrechen vermuten lassen, die Polizei hinzuzuziehen?


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Mord in Leipzig-Plagwitz (Oktober 2017)

01.10.2019 um 15:50
Heute vor zwei Jahren wurde Stefan M. ermordet und leider scheinen die Ermittlungen bisher keine Fortschritte gemacht zu haben.


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Mord in Leipzig-Plagwitz (Oktober 2017)

01.10.2019 um 22:30
@bikini-apoll
Ich hatte kürzlich nach der XY-Sendung, als dieser Messerangriff auf den Mann in Aschaffenburg gezeigt wurde, auch wieder an diesen Fall gedacht. Beide Angriffe scheinbar grundlos aus dem Nichts heraus, der Fall in Achaffenburg war ja kaum später. Ich frag mich da schon manchmal ob es so viele Wahnsinnige da draußen gibt bzw ob die Polizei auch in den Datenbanken diese Fälle abgleicht? Räumlich gesehen, ja ne ganz andere Ecke, aber dennoch...


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Mord in Leipzig-Plagwitz (Oktober 2017)

15.07.2020 um 19:21
Wer tötete Stefan M.? Knapp drei Jahre, nachdem der Leipziger vor seinem Wohnhaus in Leipzig-Plagwitz umgebracht wurde, hat die Polizei 1800 Zeugenvernehmungen durchgeführt. Jetzt fährt sie die Ermittlergruppe personell runter.

Wird das Rätsel um den Mord in der Eduardstraße jemals gelöst? Fast drei Jahre, nachdem der 34-jährige Stefan M. vor seinem Wohnhaus im Leipziger Stadtteil Plagwitz getötet wurde, arbeiten noch drei Polizeibeamte an dem ungeklärten Gewaltverbrechen, teilte die Staatsanwaltschaft auf LVZ-Anfrage mit. Zum Vergleich: In den ersten Monaten nach dem Mord gehörten der Erweiterten Morduntersuchungskommission (Emuk) mit dem Namen „Eduard“ noch 17 Beamte an.



Motiv bleibt unklar
Doch offenbar konnten die Ermittler bisher nicht herausfinden, was genau an jenem 1. Oktober 2017 passierte. Bekannt wurde bislang, dass DHL-Mitarbeiter Stefan M. nach der Arbeit um 22.08 Uhr an der Könneritzstraße/Stieglitzstraße aus einer Straßenbahn der Linie 1 ausgestiegen war.
Sieben Minuten später, gegen 22.15 Uhr wurde er von einem Unbekannten mit einem Messer angegriffen und mit Stichen am Hals tödlich verletzt.

Nach unbestätigten Informationen soll der Täter sogar versucht haben, dem Leipziger die Kehle durchzuschneiden. Auf Nachfrage gab die Staatsanwaltschaft allerdings keinerlei Informationen zur konkreten Auffindesituation und zum Verletzungsbild. Auch zu einem möglichen Motiv für die Bluttat äußern sich die Behörden weiterhin nicht.

1900 Flyer ohne Resonanz
Klar ist: Kripo und Staatsanwaltschaft betrieben in dem Fall einigen Aufwand. Doch weder Fahndungsplakate noch die im Leipziger Westen verteilten 1900 Flyer brachten den erhofften Erfolg. Ebenso wenig sorgte eine ausgesetzte Belohnung in Höhe von 10 000 Euro für Hinweise zur Ergreifung des Täters.

„Im Zuge der umfassenden Ermittlungen gab es rund 80 Hinweise, die jedoch nicht im Zusammenhang mit den Flyern und der Belohnung standen“, berichtete Staatsanwältin Vanessa Fink. „Auf die Flyer hin gab es tatsächlich keine weiteren Hinweise.“ Auch Zeugenaussagen sorgten nicht für einen Durchbruch bei den Ermittlungen. So fahndeten die Behörden öffentlich mit Fotos nach jenen 14 Fahrgästen, welche kurz vor dem Mord gemeinsam mit Stefan M. aus der Straßenbahn ausgestiegen waren. Das war eingedenk der hohen Hürden zum Schutz von Persönlichkeitsrechten durchaus ein ungewöhnlicher Schritt.

Interna aus Mordermittlung ausgeplaudert:

Auch nach Teilnehmern von Veranstaltungen in der Nähe des Tatortes suchten die Ermittler. Denn womöglich hatten sie etwas Ungewöhnliches, wie beispielsweise eine lautstarke oder gar körperliche Auseinandersetzung beobachtet. Ausgeleuchtet wurde ferner das Lebensumfeld des Opfers, sein Freundes- und Bekanntenkreis sowie die Arbeitsstelle. „Es wurden inzwischen etwa 1800 Zeugenvernehmungen durchgeführt“, berichtet Staatsanwältin Fink. „Weitere Angaben sind momentan nicht möglich, um die weiterhin laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden.“

Einige Details waren lediglich im Zuge eines anderen Strafverfahrens bekannt geworden. So steht demnächst eine 29-jährige Polizeibeamtin vor Gericht, weil sie Interna aus den Mordermittlungen ausgeplaudert haben soll – etwa, dass Stefan M. und seine Freundin zehn Jahre miteinander liiert gewesen seien und beide bei DHL gearbeitet hätten. Und: Bei der Spurensuche sei ein Polizeihund zunächst in die falsche Richtung gelaufen. Die Staatsanwaltschaft wirft der Beamtin daher vor, das Dienstgeheimnis und die besondere Geheimhaltungspflicht verletzt zu haben.
Quelle:https://www.lvz.de/Leipzig/Polizeiticker/Polizeiticker-Leipzig/Drei-Jahre-nach-raetselhaftem-Mord-in-Leipzig-Plagwitz-Polizei-zieht-Ermittler-ab

Nach 3 Jahren keine Täterbeschreibung, kein Motiv und keine Tatwaffe. Da hat wirklich niemand etwas mitbekommen. Mich wundert es, dass niemand eine fluechtende (bewaffnete) Person sah. Die Klamotten des Täters müssen doch auch voller Blut gewesen sein. Wäre er Samstag Abend 22Uhr Richtung Zschochersche Str gerannt/gelaufen, hätte das jemand gesehen. Ebenso die Erich Zeigner Alle nordwärts RI. Kreisverkehr. Bleibt noch die Schlippe der Nonnenstr (ein dunkler Fußweg, kaum einsehbar, führt direkt am Fluss Elster lang, äußerst selten Personenverkehr) sowie die Erich Zeigner Allee Südwärts(auch sehr dunkel, jedoch kaum Abbiege/Fluchtmoeglichkeiten, keine Gewässer) Und ab der Limburger Str. /Entenbruecke ist auch dort wieder reger Verkehr. Ich persönlich sehe den kleinen Weg hinter der Nonnenstr als einzige Möglichkeit um ungesehen den Tatort zu verlassen und Kleidung/Messer verschwinden zu lassen, ohne vorher mindestens 300m durch dichtbebautes Gebiet laufen zu müssen. Plagwitz ist ein junges hippes Viertel, Samstagabend ist da immer das halbe Quartier auf den Beinen. Mutmaßlich Gefährliche Typen sind in der Ecke Nonnenstr eigentlich kaum unterwegs, anders dann schon Richtung Adler und Grünau. (Hab dort auch schon Messererfahrung sammeln dürfen..) In meinem Szenario hat sich der Täter den belasteten Sachen in Wassernähe entledigt und ist dann evt. In Richtung Schleussig, von wo aus die Strassenbahnen in die dunkleren Randbezirke verkehren bzw auch in die Eisenbahnstr. Ausser der Industriestraße und Könneritzstr ist auch diese Ecke nicht für ihre gute Ausleuchtung bekannt. Schlussendlich ist die Vermutung, daß eine düstere Seele im gut Betuchten Viertel unterwegs war und das Opfer zur falschen Zeit Am falschen Ort. Flucht Richtung Zschochersche Str schließe ich aus. Ist die größte Straße in der Nähe, man muss bergauf rennen, oben angekommen ist ne Kneipe und ne Haltestelle und ausser ein paar Brachflächen keine Möglichkeit ein Tatwaffe/Kleidung
unauffällig, schnell und unauffindbar loszuwerden.
Ich habe hier seitdem auch keine großen Polizeiaktionen wahrgenommen, wie es sich bspw. Jährlich am Elsterwehr abspielt.


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Mord in Leipzig-Plagwitz (Oktober 2017)

15.07.2020 um 19:38
@schieflage
Ich kenne die Ecke auch ziemlich gut, bin da groß geworden. Ich kann mir irgendwie auch nicht vorstellen, dass keiner was gesehen hat. Ein Teil meiner Freunde lebt da noch und geht da regelmäßig aus, denen ist generell auch keine Aktion aufgefallen, dass die Polizei die Gegend abgesucht hat oder den Fluss, wo sich vielleicht die Tatwaffe finden lässt. Im Vergleich zu anderen Fällen, war es in diesem Fall von Anfang an recht ruhig, auch was die Presse angeht. Eine Aufklärung ist da wahrscheinlich absolut nicht in Sicht. Sehr traurig, dass solche Taten einfach so geschehen und ungesühnt bleiben.


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Mord in Leipzig-Plagwitz (Oktober 2017)

15.07.2020 um 22:05
@schieflage

Na ja, zur falschen Zeit am falschen Ort, würde ich nicht sagen. Da er ja vor seiner Haustür ermordet wurde. Das war schon, imho, eine gezielte Tat, also es ging dem Mörder um ihn. Also war Stefan M. leider zur richtigen Zeit am richtigen Ort, für den Täter.

Ich kenne die Gegend übrigens auch. Nur nicht so gut. Habe damals noch in Lindenau gewohnt, war aber auch oft in der Gegend. Mein Sohn wohnt jetzt da, nur mehr Richtung Adler.

Danke für die Erinnerung. Ich hab das die Jahre auch nie ganz vergessen.


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Mord in Leipzig-Plagwitz (Oktober 2017)

16.07.2020 um 19:40
Letztes Jahr wurde ein Mann festgenommen, an Schizophrenie leidend, nachdem er eine ihm unbekannte Frau wenige hundert Meter vom Tatort entfernt mit einem Messer angriff und schwer am Kopf verletzte.

https://www.mdr.de/sachsen/leipzig/leipzig-leipzig-land/urteil-messerangriff-sachsenbruecke-leipzig-100.html

Sowas kann tatsächlich ohne vorherigen ersichtlichen Grund passieren, in dem Fall wenige hundert Meter vom Tatort entfernt.

2 Monate vor dem Mord griff ebenfalls in Tatornähe(~1km) eine Frau einen Jogger an und verletzte ihn mit einem Messer. Aus einer Belanglosigkeit heraus, ein halbes Jahr später klickten die Handschellen.

Zum Mord:
13 Minuten nachdem er aus der Bahn stieg, alarmierte man den Notruf. Blutspritzer waren laut Zeitungen sogar an der Hausfasse zu sehen.
10.000 Euro Belohnung wurden ausgelobt, nach 2 Monaten gab es einen Tip zur Tatwaffe, ob die Taucher was fanden erfuhr man nie.

Man erfährt in diesem Fall, speziell zur Person, kaum bis nix. Selbst knapp 3 Jahre nach dem Mord. Groß Zeit für einen Streit auf dem Nachhauseweg gab es nicht, wohl nix wofür man jemandem die Kehle durchschneiden will.

Die gefundenen Blutspritzer, die vermutlich nicht auf Bodenhöhe an der Fassade hafteten sondern höher, sagen mir dass das Opfer beim Angriff aufrecht gestanden haben könnte.
Auch die wohl nicht existenten Zeugen bestätigen dass es direkt davor wohl keine Auseinandersetzung gab.

Ein Täter im Rausch bspw wäre aufgefallen und nicht so (wohl) spurenarm vorgegangen.
Geraubt wurde anscheinend auch nichts.
Da muss jemand ein Haufen Hass in sich getragen haben um ihn ohne lang zu Fackeln skrupellos zu entladen, direkt nachdem er/sie Stefan M. erblickte. Von Abwehrversuchen las ich auch nie etwas. Entweder das alles ging viel zu schnell, oder er kannte den Täter und der Täter Wohnort und Ankunftszeit Stefans Ms., was auch eine arme Spurenlage begründe und für penible Planung sprechen kann.


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