sallomaeander schrieb:Was spricht nun dagegen, auch einen erweiterten räumlichen Bezug über Sachsen-Anhalt hinaus anzunehmen?
Ein Täter von weiter weg ist gut denkbar. Die Herkunft des Täters konnte regional bisher nicht eingegrenzt werden. Völlig plausibel also.
Dass aber ein Täter zwischen einem Mord gegen 20 Uhr und einer Geldabhebung nahe dem Tatort um kurz vor 4 Uhr morgens 8 Stunden im Auto umherfährt, ein solches Verhalten ist wenig plausibel. Ganz gleich, ob der Täter aus der Nähe oder aus der Ferne kommt.
sallomaeander schrieb:Und außerdem: Brauchte der Täter den IBM-Thinkpad etwa bei sich zu Hause, um die von mir beschriebene Hardwaresicherung (Auslesen und Entschlüsseln eines EEPROM-Speicherbausteins) in Ruhe zu knacken? Was war dort eventuell gespeichert? War der Diebstahl der ec-karte zugleich auch ein Ablenkungsmanöver vom Diebstahl des Laptops, der ja scheinbar kaum einen Sinn ergibt?
Du scheinst dem Täter ja einiges an Know-how zuzutrauen. Was spricht denn aus deiner Sicht dafür, dass der Täter versierte IT Kenntnisse hatte?
Hältst du es für plausibel, dass jemand, der am selben Abend in höchst emotionalisiertem Zustand einen Menschen erstochen hat, kurz darauf nichts Besseres zu tun hat und die nötige Ruhe und Konzentration aufbringt, einen passwortgeschützten Rechner zu knacken?
Für wie wahrscheinlich hältst du es angesichts der Tatsache, dass der Täter gleichzeitig ja auch einen Mord (!) beging, dass mit dem Diebstahl der EC-Karte des Opfers vom Diebstahl des Laptops abgelenkt werden sollte?
Wie kommst du darauf, dass der Diebstahl des Laptops kaum Sinn ergibt? Es ist doch bekannt, dass die Ermittler sich vorstellen können, dass ein Beziehungstäter mit dem Diebstahl des Laptops und der EC-Karte einen Raubmord vortäuschen wollte. Auch die Vermutung, dass der Täter den Laptop als Wertgegenstand mitgenommen haben könnte, ist im Thread wiederholt geäußert worden.