Enterprise1701 schrieb:Der Täter muss nach dem Mord 20.00 Uhr bis 3.50 Uhr irgendwo gewesen sein. Bedingt durch die Nähe Tatort und Automat liegt es nahe, dass der Täter dort wohnt oder sich zumindest in Räumlichkeiten aufhielt. Magdeburg wurde nicht verlassen.
Der Täter hätte sich demnach einerseits weiterhin in Magdeburg aufgehalten, verließ aber andererseits recht fluchtartig den eigentlichen Tatort. Bei vergleichbaren Taten kommt es ja häufig vor, dass der oder die Täter sich noch am Tatort waschen, Spuren vernichten oder was auch immer. Der Täter könnte also aus einem uns nicht bekannten Grund plötzlich konkrete Angst vor Entdeckung gehabt haben.
Klingelte vielleicht das Telefon nach der Tat? Hörte der Täter Stimmen im Hausflur?
Wenn der Täter mit dem Auto von außerhalb angereist sein sollte, musste er ja für den Fall, dass die Leiche bald nach seinem Verschwinden entdeckt worden wäre, mit einer Ringfahndung rechnen. Gerade ein Kfz mit auswärtigem Kennzeichen wäre wohl besonders aufgefallen.
Vielleicht hat der Täter Angst gehabt und sich einige Stunden in seinem Auto irgendwo auf einem abgelegenen Parkplatz in Magdeburg verkrochen. Also die Füße still gehalten, bis eine eventuelle Ringfahndung vorbei gewesen wäre. Als er sicher sein konnte, dass die Tat noch unentdeckt war, zog er Geld mit der Karte, um einen Raubmord mit lokalen Bezügen vorzutäuschen. Und verließ dann die Gegend.
Oder, wie ich auch schon vermutet habe, er war längst über alle Berge und hatte die Karte samt PIN irgendwo deponiert, wo sie gefunden werden sollte und auch wurde.