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Mord an Matthias H. in Magdeburg am Valentinstag 2006

1.018 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Messer, Sachsen-anhalt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mord an Matthias H. in Magdeburg am Valentinstag 2006

Mord an Matthias H. in Magdeburg am Valentinstag 2006

15.09.2021 um 07:44
Die erste Barabhebung am Automaten soll auch die Hausbank des Opfers gewesen sein. Das stand in einem der Artikel. Vielleicht hatte der Täter das Opfer beim Geldabheben dort beobachtet? Kurios betrachte ich weiterhin die Uhrzeit und die verstrichene Zeit nach der Tat. Der Täter muss m.M die Lage des Automaten gekannt haben. Ist er gar selbst dort Kunde? An beiden Automaten, auch in Halle, gab es keine Kamera. Zufall ? Das denke ich eher nicht. War es gar die gleiche Bank/Sparkasse? Diese Info haben wir nicht. Ein Mitarbeiter kennt natürlich die Sicherheitseinrichtungen. War das Opfer mit einem Mitarbeiter befreundet?


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Mord an Matthias H. in Magdeburg am Valentinstag 2006

15.09.2021 um 08:33
Zitat von KlarmannKlarmann schrieb:War hier das Opfer gemeint?
Sehr aufmerksam, danke. Nein, ich meinte natürlich den Täter.
Zitat von KlarmannKlarmann schrieb:Ich bleibe dabei. Der Täter ist männlich, jung ( 18-20 ). Drogenabhängig.
Seine DNA ist nicht registriert. Er strolcht herum. Vermutlich hält er sich seit dieser Tat "bedeckt". Immer darauf bedacht, wegen eines eventuellen DNA Abgleichs nicht mehr in Erscheinung treten zu dürfen. Er ist intelligent. Kann gut abwägen was passiert ... wenn.
Wenn er intelligent ist, und gut abwägen kann: mit welcher Intention hat er die Tatwaffe, das Küchenmesser, liegengelassen? Auch nach dem Abwischen des Messergriffs, riskiert man doch ggf. Hinweise zu hinterlassen.


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Mord an Matthias H. in Magdeburg am Valentinstag 2006

15.09.2021 um 08:53
Noch mal zu den digitalen Spuren: Ich finde es auch seltsam, dass der Kontakt nicht irgendwo aufscheint. Natürlich kann es sein, dass sie sich erst kurz kannten, aber selbst dann. Außerdem hat der Täter den Laptop gestohlen, vielleicht waren da seine Kontaktdaten gespeichert oder er glaubte es zumindest.
Nun war es 2006 noch nicht so wie heute, dass jeder ständig mit dem Handy unterwegs war. MH. bestimmt, weil er es für seine Arbeit brauchte. Aber der Täter? Viele hatten damals „Notfallhandys“, die man halt in der Tasche hatte, falls etwas Wichtiges passierte. Aber kein Smartphone, wo die SMS hin und herflogen. Das Festnetz war noch gang und gäbe, da war es billiger zu telefonieren. E-Mail hatten schon viele, war aber eher für Geschäftliches, privat sahen viele nicht jeden Tag rein.

Wie also verabredete man sich zu dieser Zeit? Sah man sich täglich oder häufig, hätte man sich das mündlich ausgemacht. („ Ich komm morgen so um 8 vorbei“), da hätte man nicht nochmal nachtelefoniert. Es war nicht so wie heute: Ich fahr jetzt weg, jetzt steh ich am Parkplatz, jetzt komme ich die Stiege rauf…


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Mord an Matthias H. in Magdeburg am Valentinstag 2006

15.09.2021 um 09:43
Zitat von Enterprise1701Enterprise1701 schrieb:natürlich die Sicherheitseinrichtungen. War das Opfer mit einem Mitarbeiter befreundet?
Damit meine ich einen Bankangestellten.


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Mord an Matthias H. in Magdeburg am Valentinstag 2006

15.09.2021 um 11:28
Zitat von FritzPhantomFritzPhantom schrieb:Noch mal zu den digitalen Spuren: Ich finde es auch seltsam, dass der Kontakt nicht irgendwo aufscheint.
Es kann gut sein, dass der Kontakt, der zum Täter führt, sich unter den ermittelten Kontakten von MH befindet, dass jedoch kein Tatbezug festgestellt wurde oder dass die Motivlage nicht erkennbar oder zumindest nicht offensichtlich ist.
Im Falle einer echten Beziehungstat ist es doch eher unwahrscheinlich, dass es irgendwo noch den "großen Unbekannten" im Leben von MH gab, der mit MH in einer persönlichen Beziehung stand, ohne dass das im Zuge der Ermittlungen herausgekommen wäre.
Ein bis heute unbekannter Täter passt besser zu anderen schon genannten Szenarien (Stricher oder verunglückter Raub).


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Mord an Matthias H. in Magdeburg am Valentinstag 2006

15.09.2021 um 11:40
Zitat von KieliusKielius schrieb:jedoch kein Tatbezug festgestellt wurde
Das glaube ich am ehesten. Dass er einen Bekannten irgendwo getroffen hat und dann vielleicht mündlich was ausgemacht wurde. Oder derjenige spontan vorbeikam, etwas abholen oder so.


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Mord an Matthias H. in Magdeburg am Valentinstag 2006

15.09.2021 um 11:54
Zitat von KieliusKielius schrieb:Im Falle einer echten Beziehungstat ist es doch eher unwahrscheinlich, dass es irgendwo noch den "großen Unbekannten" im Leben von MH gab, der mit MH in einer persönlichen Beziehung stand, ohne dass das im Zuge der Ermittlungen herausgekommen wäre.
Von der Wahrscheinlichkeit her ist das sicher richtig. Ich bin ja bei so alten Fällen auch immer der Ansicht, dass der Täter meist schon irgendwo in der Ermittlungsakte namentlich auftaucht.

Wenn das nicht der Fall sein sollte, könnte man trotzdem Überlegungen anstellen, welche Art von Beziehung sich nach einer relativ großen Zeitspanne ( z.B. nach 15 Jahren) dergestalt wiederaufnehmen lässt, dass dies trotz der verstrichenen Zeit weder spontane Abwehr noch Unverständnis auslöst.

Es muss sich also in meinen Augen um eine Bindung handeln, die einen mehr "institutionellen" Charakter hat als einen "emotionalen" - letztere müsste man von Zeit zu Zeit auffrischen, um die Freund- bzw. Bekanntschaft zu erhalten. Und das wäre den EB bekannt.

Eine "institutionelle Bindung", wie ich sie jetzt einfach mal nenne, zeichnet sich gerade dadurch aus, dass sie ohne weiteres Zutun über Jahrzehnte bestehen bleibt:
  • Schulkameraden
  • Militärkameraden
  • ehem. Arbeitskollegen
  • Verwandte

In einem gewissen Sinne gehören auch Ex-Partner in diese Kategorie- je nach Dauer und Intensität der ehemaligen Beziehung. Der "institutionelle Charakter" ergibt sich dann u.U. auch aus gemeinsamen Anschaffungen, gemeinsam eingegangenen Verpflichtungen ...

Personen aus den genannten "institutionellen Bindungen" können plötzlich im Leben auftauchen ("ich war gerade in Magdeburg und dachte, ich klingle einfach mal an...") und erregen unangekündigt keinen Argwohn - auch wenn das nicht den gängigen Höflichkeitsregeln entsprechen mag, jemanden einfach so zu "überfallen".

Und diese Redensart, jemanden unangemeldet zu "überfallen", könnte dann ja hier zum grausigen Ernst geworden sein.


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Mord an Matthias H. in Magdeburg am Valentinstag 2006

15.09.2021 um 13:44
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Es muss sich also in meinen Augen um eine Bindung handeln, die einen mehr "institutionellen" Charakter hat als einen "emotionalen" - letztere müsste man von Zeit zu Zeit auffrischen, um die Freund- bzw. Bekanntschaft zu erhalten. Und das wäre den EB bekannt.

Eine "institutionelle Bindung", wie ich sie jetzt einfach mal nenne, zeichnet sich gerade dadurch aus, dass sie ohne weiteres Zutun über Jahrzehnte bestehen bleibt:
Schulkameraden
Militärkameraden
ehem. Arbeitskollegen
Verwandte

In einem gewissen Sinne gehören auch Ex-Partner in diese Kategorie- je nach Dauer und Intensität der ehemaligen Beziehung.
Ich gehe fest davon aus, dass die Ermittler nach dem Mord alles daran gesetzt haben, nicht nur die im Jahr 2006 aktuellen, sondern auch alle früheren persönlichen Beziehungen von MH vollständig zu ermitteln und zu überprüfen. Das zeigt ja auch der erneute Aufruf bei XY mit dem Foto des jungen MH zu Hinweisen aus der lange zurückliegenden Militärzeit von MH, weil dort bisher nicht alle Kontakte ausfindig gemacht werden konnten.
Ich denke, dass man tatsächlich bis in die früheste Jugend von MH zurückgegangen ist und seine jeweiligen Kontakte in sämtlichen Lebensbereichen (Schule, Ausbildung, Beruf, Freizeit, Wohnen und was es sonst noch so gibt) untersucht hat auf irgendwelche Anzeichen, die ein mögliches Motiv für die Tat hergeben könnten.


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Mord an Matthias H. in Magdeburg am Valentinstag 2006

15.09.2021 um 13:55
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:jemanden unangemeldet zu "überfallen", könnte dann ja hier zum grausigen Ernst geworden sein.
Aber die Situation eskalierte ja ziemlich schnell. Man kann den Tatzeitraum ja eingrenzen: Vom letzten Anruf bzw. Einloggen bis zu den Schreien. Mir fehlt die Fantasie, was bei jemanden, den ich Jahre nicht gesehen habe, von einem „Ich war gerade in der Gegend, lange nicht gesehen“ zu einem Massaker führen könnte. Ich meine, ein Streit muss sich ja aufbauen.


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Mord an Matthias H. in Magdeburg am Valentinstag 2006

15.09.2021 um 16:37
Zitat von FritzPhantomFritzPhantom schrieb:Mir fehlt die Fantasie, was bei jemanden, den ich Jahre nicht gesehen habe, von einem „Ich war gerade in der Gegend, lange nicht gesehen“ zu einem Massaker führen könnte.
Das würde ich auch denken. Ich kann mich jedenfalls nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass es ein lange (also z. B. bis in die Militär- oder Schulzeit) zurückreichendes Ereignis gibt, dass dann über 20 und mehr Jahre einen solchen Hass "warmhält", dass man, wenn man zufällig erfährt wo MH jetzt lebt, spontan beschließt ihn endlich umzubringen und Rache zu nehmen, worauf man schon jahrzehntelang aus war.


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Mord an Matthias H. in Magdeburg am Valentinstag 2006

15.09.2021 um 16:43
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wenn er intelligent ist, und gut abwägen kann: mit welcher Intention hat er die Tatwaffe, das Küchenmesser, liegengelassen? Auch nach dem Abwischen des Messergriffs, riskiert man doch ggf. Hinweise zu hinterlassen.
Hm, vielleicht hatte er Handschuhe an? Ich glaube, das ging alles so schnell, so dass er selbst nicht nachvollziehen konnte, was er da angerichtet hat.


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Mord an Matthias H. in Magdeburg am Valentinstag 2006

15.09.2021 um 17:35
Zitat von KlarmannKlarmann schrieb:Hm, vielleicht hatte er Handschuhe an?
Demnach eine geplante Tat (Handschuhe)?


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Mord an Matthias H. in Magdeburg am Valentinstag 2006

15.09.2021 um 18:00
Naja es war kalt draussen


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Mord an Matthias H. in Magdeburg am Valentinstag 2006

15.09.2021 um 19:51
@FritzPhantom
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich kann mich jedenfalls nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass es ein lange (also z. B. bis in die Militär- oder Schulzeit) zurückreichendes Ereignis gibt, dass dann über 20 und mehr Jahre einen solchen Hass "warmhält", dass man, wenn man zufällig erfährt wo MH jetzt lebt, spontan beschließt ihn endlich umzubringen und Rache zu nehmen, worauf man schon jahrzehntelang aus war.
Ich würde es auch für naheliegender halten, dass es im Falle einer Beziehungstat einen aktuelleren Hintergrund gab, da mit den Jahren und Jahrzehnten über vieles eben auch Gras wächst.
Trotzdem ist das immer auch eine subjektive Frage. Es gibt Menschen, die außerordentlich nachtragend sind und "nicht vergessen". Die sich mit der Zeit sogar weiter in die Vorstellung hineinsteigern, dass jemand anders für ihr "Unglück" verantwortlich ist und die daraus vielleicht ein Recht auf Wiedergutmachung ableiten oder Fantasien von Rache und Bestrafung entwickeln.
Dass ein Beziehungstäter MH am Tatabend tatsächlich mit dem festen Vorsatz aufgesucht hat, ihn umzubringen, glaube ich allerdings in keinem Fall. Es ist im Thread schon mehrfach argumentiert worden, dass vieles dafür spricht, dass die Situation zwischen Täter und Opfer in der Wohnung in verhängnisvoller Weise eskaliert ist.


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Mord an Matthias H. in Magdeburg am Valentinstag 2006

15.09.2021 um 20:09
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wenn er intelligent ist, und gut abwägen kann: mit welcher Intention hat er die Tatwaffe, das Küchenmesser, liegengelassen? Auch nach dem Abwischen des Messergriffs, riskiert man doch ggf. Hinweise zu hinterlassen.
Zitat von KlarmannKlarmann schrieb:Ich glaube, das ging alles so schnell, so dass er selbst nicht nachvollziehen konnte, was er da angerichtet hat.
Ich sehe hier ebenfalls keinen Widerspruch.
Der Täter mag durchaus ein intelligenter Mensch sein. Einiges an seinem Nachtatverhalten spricht aus meiner Sicht sogar dafür.
In den Momenten der Tat hat der Täter allerdings nicht mit kühlem Verstand gehandelt, sondern da stand sein Verhalten vor allem unter dem Einfluss seiner starken, gegen das Opfer gerichteten Emotionen.


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Mord an Matthias H. in Magdeburg am Valentinstag 2006

15.09.2021 um 20:17
Zitat von KieliusKielius schrieb:In den Momenten der Tat hat der Täter allerdings nicht mit kühlem Verstand gehandelt, sondern da stand sein Verhalten vor allem unter dem Einfluss seiner starken, gegen das Opfer gerichteten Emotionen.
Das kann ich nachvollziehen, danke für die Erklärung. Das rationale Denken setzte erst später ein, wobei das Geldabheben schon riskant anmutet, aber er wurde ja nicht gefilmt, wie bereits mehrfach erwähnt.


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Mord an Matthias H. in Magdeburg am Valentinstag 2006

15.09.2021 um 20:37
Zitat von KieliusKielius schrieb:Trotzdem ist das immer auch eine subjektive Frage. Es gibt Menschen, die außerordentlich nachtragend sind und "nicht vergessen". Die sich mit der Zeit sogar weiter in die Vorstellung hineinsteigern, dass jemand anders für ihr "Unglück" verantwortlich ist und die daraus vielleicht ein Recht auf Wiedergutmachung ableiten oder Fantasien von Rache und Bestrafung entwickeln.
Ja, da hast Du Recht. Allerdings denke ich auch, dass ja jemand nicht, sagen wir mal, 20 Jahre herumläuft, einen Hass mit sich herumträgt und dann erst auf die Idee kommt, denjenigen, der vermeintlich an seinem Elend Schuld ist, umzubringen. Denn man begegnet in 20 Jahren ja auch anderen Menschen und erlebt andere Dinge, die der Anknüpfungspunkt für so eine "der ist Schuld an meinem Unglück" Idee sein können. Anders ausgedrückt: Wenn ich arbeitslos bin und in Hartz IV lande, mache ich ja auch nicht in erster Linie meine Grundschullehrerin verantwortlich weil sie mir schlechte Noten gegeben hat, sondern eher meinen letzten Chef, der mich entlassen hat.


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Mord an Matthias H. in Magdeburg am Valentinstag 2006

15.09.2021 um 21:32
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Denn man begegnet in 20 Jahren ja auch anderen Menschen und erlebt andere Dinge, die der Anknüpfungspunkt für so eine "der ist Schuld an meinem Unglück" Idee sein können.
Das sehe ich genauso.
Deshalb denke ich auch, dass im Falle einer Beziehungstat mit länger zurückliegender Ursache es eine spezifische persönliche Vorgeschichte zwischen Täter und Opfer gegeben haben muss und dass der Täter sich durch ein ganz konkretes Verhalten von MH massivst gekränkt, verletzt, zurückgesetzt oder geschädigt gesehen hat.


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Mord an Matthias H. in Magdeburg am Valentinstag 2006

15.09.2021 um 22:27
Zitat von KlarmannKlarmann schrieb:Nämlich, dass dieser eine enorm niedrige Aggressions- bzw. Frustrationsschwelle besitzt. Jemand, der Ablehnung, Verneinung und Widerspruch nicht ertragen kann. Der es gewohnt ist, sich mit Brutalität oder Bockigkeit zu erstreiten, was er möchte. Ich tippe auf eine narzisstische Persönlichkeitsstörung basierend aus frühester Kindheit. Er dürfte daher sowieso als schnell aufbrausend bekannt sein.
Zu deiner "Ferndiagnose" würde ich gern noch Stellung nehmen.
Dass man aufgrund der Informationen zum Tathergang und des offenbar schnellen Hochkochens des Geschehens in der Wohnung Vermutungen über bestimmte Persönlichkeitszüge des Täters anstellen kann, möchte ich nicht abstreiten. Dass der Täter möglicherweise eine niedrige Aggressions- bzw. Frustrationsschwelle hat, vielleicht zu Brutalität neigt (zumindest aber bewiesen hat, dass er unter bestimmten Umständen zu ungeheurer Gewalt fähig ist), vielleicht ein aufbrausendes Gemüt hat, möglicherweise (ich ergänze) auch ein labiles Selbstwertgefühl und ein "Problem", seine Emotionen zu regulieren, - für all das kann man bestimmt Anhaltspunkte sehen.
Auf der Grundlage dessen, was bekannt ist, eine "narzisstische Persönlichkeitsstörung" beim Täter zu vermuten, halte ich hingegen für ziemlich gewagt. Ich denke, dass man die Person des Täters für eine solche Einschätzung sehr viel besser kennen müsste.


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Mord an Matthias H. in Magdeburg am Valentinstag 2006

16.09.2021 um 07:47
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:e geplante Tat (Handschuhe)?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:
Ja. Der Täter hat sich irgendwie den Zugang zur Wohnung des MH verschafft mit der Intension, klauen zu wollen. Oder Geld zu erpressen. Dazu hatte er "vorsorglich" sowieso Handschuhe an.

Ich glaube, es zählt eh zu den "Vorsichtsmaßnahmen" der meisten Täter, Handschuhe über zu ziehen.

Dass er auf diese Art und Weise töten wollte, wenn überhaupt, glaube ich nicht. Weil, wie schon gesagt, er hätte sonst seine Tatwaffe mitgebracht und diese nicht aus dem Messerbestand des Opfers gewählt. ( Messer, Pistole, evtl. Schraubenzieher zum Erstechen etc. )


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