Heute hat das Hamburg Journal berichtet:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/fall-white-tiger-gericht-lehnt-nebenklage-von-opfer-ab,hamj-5680.htmlEine zur Tatzeit erst Elfjährige aus Finnland möchte als Nebenklägerin zugelassen werden. Sie wurde u.a. vom Tatverdächtigen dazu gezwungen, sich den Suizid des 13 jährigen Amerikaners im Livestream anzusehen und ist bis heute schwer traumatisiert und in Behandlung.
Das Gericht hat die Zulassung zur Nebenklage vorerst abgelehnt, weil bei Prozessen nach Jugendstrafrecht ein Opfer detailliert darlegen muss, welcher Schaden durch die Taten erlitten wurde, um als Nebenkläger(in) auftreten zu dürfen. Angeblich soll das hier aber noch mal überprüft werden.
Die Anwältin des TV macht indirekt den Behörden Vorwürfe, warum nicht schon vor Jahren wenigstens eine Gefährderansprache erfolgt ist bzw. warum seine Eltern nicht über die Ermittlungen gegen ihn informiert wurden.
Bis heute konnten nicht alle Datenträger des TV, die er zwischen der ersten Beschlagnahmung und der endgültigen Festnahme genutzt hat, vollständig entschlüsselt werden, sodass unklar ist, welche weiteren Straftaten er online begangen hat.
Man muss dem FBI direkt dankbar sein, dass die sich die Mühe gemacht haben, persönlich nach Hamburg zu kommen, um die deutschen Ermittlungsbehörden von der Schwere seiner Taten und der Dringlichkeit, so schnell wie möglich eine Anklage zu erheben, zu überzeugen.