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Der mysteriöse Tod von Geli Raubal (1931)

39 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Geschichte, Suizid, Hitler ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der mysteriöse Tod von Geli Raubal (1931)

13.07.2026 um 08:15
Fakt ist, sie ist durch Hitlers Pistole ums Leben gekommen. Wenn kein Suizidmotiv feststellbar ist, welches Szenario könnte es dann gewesen sein?


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Der mysteriöse Tod von Geli Raubal (1931)

13.07.2026 um 09:44
@Autor77
Historiker schätzen die Wahrscheinlichkeit eines direkten Mordes durch Adolf Hitler oder seine Handlanger als eher gering ein.Die moderne Geschichtsforschung geht überwiegend von einem Suizid aus. Allerdings wird dieser Tod oft als „Suizid durch psychischen Terror“ (In-den-Tod-Treiben) eingestuft.Warum ein Mord als unwahrscheinlich giltKeine Beweise: Es wurden nie forensische oder dokumentarische Belege für ein Verbrechen gefunden.Hitlers Reaktion: Augenzeugen beschrieben Hitler nach dem Vorfall als emotional völlig zerstört. Er erlitt einen Nervenzusammenbruch und stand tagelang unter Suizidbeobachtung. Ein geplanter Mord passt nicht zu diesem Zusammenbruch.Politisches Risiko: Im September 1931 stand Hitler kurz vor dem Durchbruch zur Macht. Ein Mord in der eigenen Wohnung hätte seine Karriere sofort beenden können.Warum die Mordtheorie dennoch hartnäckig bleibtFehlende Obduktion: Die bayerische Justiz – damals bereits teilweise mit NSDAP-Sympathisanten besetzt – schloss den Fall in Rekordzeit ab. Eine gründliche Leichenöffnung fand nie statt.Der Schusskanal: Die Kugel drang unterhalb des linken Schlüsselbeins ein und trat am Rücken aus. Für einen Rechtshänder ist dieser Winkel bei einem Selbstmord extrem ungewöhnlich.Politisches Motiv: Geli wollte nach Wien fliehen und hatte ein Verhältnis mit Hitlers Chauffeur Emil Maurice. Gerüchte besagen, sie habe intime Geheimnisse gekannt, die Hitlers Image zerstört hätten.
Quelle: google KI, Hervorhebung durch mich.

Die wahrscheinlichste Variante laut der modernen Geschichtsforschung ist also der Suizid.
Es gibt da durchaus auch Argumente für die Gegenthese, aber ich denke nach fast hundert Jahren dürften dafür keine stichhaltigen Beweise mehr auftauchen.


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Der mysteriöse Tod von Geli Raubal (1931)

13.07.2026 um 12:57
Zitat von GinoRedheartGinoRedheart schrieb:Quelle: google KI, Hervorhebung durch mich.
Die KI brabbelt mal wieder alles Mögliche zusammen. Einiges stimmt, einiges ist zweifelhaft. Als Quelle oder Beleg ist sie m.E. untauglich.

Und weil die Geschichtswissenschaft auch keine Beweise für einen Mord oder einen Suizid vorweisen kann, bleiben letztlich Einschätzungen, Wahrscheinlichkeiten und Vermutungen. Ob Hitler ein sexuelles Verhältnis mit seiner Nichte hatte, können sie ebenso wenig belegen, wie eine eventuelle Suizidalität Geli Raubals. Zudem gibt es eine ganze Latte von Zeitzeugen, die unterschiedlichste Motive und Taten behaupten. Der Zunft steht es also frei, die Zeugen zu wählen, die scheinbar am Glaubhaftigsten sind.

Im Grunde folgen also die Historiker der Version Adolf Hitlers und der NSDAP. Das sollte zumindest stutzig machen, weil kaum ein Politiker des 20. Jahrhunderts seinen Lebenslauf und seinen Mythos so manipuliert hat wie Hitler.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb am 28.06.2026:Das ist die nächste Frage. Die einschlägigen öffentlichen Archive sind von mehreren Forschergenerationen abgegrast worden.
Adolf Hitler ist die wohl am intensivsten untersuchte Person des 20. Jahrhunderts. Dabei gibt es allerdings ein Problem: Weil sie so zentral für die Geschichte ist, weil sie so im Fokus der Aufmerksamkeit stand, es Millionen Menschen gab, die ihn vergöttert haben, die ihn gehasst haben, die Opfer seiner Politik oder seiner Verbrechen wurden, gibt es nicht nur Dokumente, sondern auch Beobachtungen und Erinnerungen von Zeitzeugen, Zeugen vom Hörensagen, Quellen aller Art. Und in der Folge Mythen, Deutungen, Vermutungen und ganz viele Thesen.

Das betrifft insbesondere die Persönlichkeit des Menschen Adolf Hitler, seine Beziehungen und inneren Gedanken und Gefühle. Man will diesem Jahrhundertverbrecher, dieser monströsen Gestalt, möglichst nahe kommen. Seiner Psyche, seiner Sexualität, seinem Inneren. Das ist zwar tausendfach untersucht, alle möglichen Quellen wurden gewälzt, aber letztlich verbleiben auch die Historiker im Bereich der Vermutungen, wenn es z.B. um das Verhältnis von Adolf Hitler und Eva Braun geht.

Der "Fall" Geli Raubal führt dabei unweigerlich zu einem intimen und heiklen Punkt: War es ein familiäres, platonisches Verhältnis? Gegenseitige Schwärmerei? Gab es ein Liebesverhältnis? Gab es ein Motiv für Raubals Suizid? Oder ein Motiv, sie "aus dem Weg zu räumen"? Waren Ermittlungen 1931 gegen einen sehr prominenten Bewohner Münchens noch unbefangen? Oder gelenkt? Klar ist: Er hatte mächtige Freunde, aber auch mächtige Feinde.

Hitlers NSDAP war auf dem Weg zur stärksten Partei der Weimarer Republik (1932) und seine Wahl zum Reichspräsidenten konnte nur mit Mühe verhindert werden (1932). Wäre gegen ihn ermittelt worden, hätte das negative Folgen für ihn gehabt.
Zitat von Nev82Nev82 schrieb am 28.06.2026:Ich vermute, die Antwort liegt hier. Leider habe ich keine Zweifel daran, dass hier sehr gründlich gearbeitet wurde
Alle anderen Unterlagen sind entweder im Krieg verkohlt oder, wahrscheinlicher, spätestens 1933 beiseite geräumt worden, als die SS-Führer Heinrich Himmler und Reinhard Heydrich sowie der spätere Gestapochef Heinrich Müller die Schlüsselstellungen der Münchner Polizei besetzten.
Es haben mehr Unterlagen die Nazizeit überlebt, als man denken könnte. Die deutsche Bürokratie ist ja legendär. Das war z.B. auch bei der Stasi so: Auch wenn die IM-Akte 1989/90 vernichtet wurde, "überlebte" z.B. die Liste der IMs, die Orden erhalten haben, in einer anderen Abteilung. Also auch wenn die Ermittlungsakten von 1931 nach 1933 beseitigt worden sein sollte, könnte es Dokumente geben, die Informationen zum Fall enthalten. Nicht einfach vernichtet werden konnten. Meistens sind es nur Namen, Daten, Schnipsel, Indizien, die dann zusammengeführt werden müssen.

Kurz und gut: Ich halte das für einen spannenden historischen Kriminalfall. Aber es müsste erst einmal sehr viel scheinbares Allgemeingut (s.o. die KI) unter die Lupe und ggf. weggeräumt werden, um einen klareren Blick zu haben.

Vielleicht gibt es ja zum Einstieg eine gute (kritische/unvoreingenommene) Darstellungen, als Buch oder im Netz? Oder können Abschnitte der neueren Hitler-Biografien (wie die vielgelobte von Ian Kershaw) als Ausgangspunkt dienen? Und zuletzt: Welche Dokumente sind überhaupt noch zugänglich? Oder ist wirklich alles vernichtet?


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Der mysteriöse Tod von Geli Raubal (1931)

13.07.2026 um 13:14
Zitat von OriginesOrigines schrieb:abei gibt es allerdings ein Problem: Weil sie so zentral für die Geschichte ist, weil sie so im Fokus der Aufmerksamkeit stand, es Millionen Menschen gab, die ihn vergöttert haben, die ihn gehasst haben, die Opfer seiner Politik oder seiner Verbrechen wurden, gibt es nicht nur Dokumente, sondern auch Beobachtungen und Erinnerungen von Zeitzeugen, Zeugen vom Hörensagen, Quellen aller Art. Und in der Folge Mythen, Deutungen, Vermutungen und ganz viele Thesen.
Ich meinte damit allerdings schon Primärquellen. Nicht irgendwelche Jahrzehnte später niedergeschriebene Erinnerungen.


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Der mysteriöse Tod von Geli Raubal (1931)

13.07.2026 um 14:53
Um den Fall näher zu beleuchten, müsste man immensen Aufwand betreiben, zB die Leiche exhumieren lassen, um ev. festzustellen, wie die Knochenverletzungen durch die Schusswunde aussehen, alle Archive durchforsten etc. Trotzdem fehlen so viele Informationen,dass es fast chancenlos ist.


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Der mysteriöse Tod von Geli Raubal (1931)

13.07.2026 um 15:39
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich meinte damit allerdings schon Primärquellen. Nicht irgendwelche Jahrzehnte später niedergeschriebene Erinnerungen.
Nun, das ist klar. An der Quelle ist das Wasser immer am klarsten. Aber machen wir uns nichts vor: Auch zeitgenössische Quellen können trübe sein. So dürften Hitlers Gegner 1931 ein großes Interesse daran gehabt haben, aus der Verbindung von Onkel und Nichte einen Skandal zu machen. Genauso dürfte der Kreis um Hitler ein sehr großes Interesse daran gehabt haben, einen hemmungslos trauernden Hitler zu inszenieren.

Was glaubhaft ist und was nicht, das lässt sich trotzdem beurteilen, wenn alle Informationen gebündelt werden. Wer wusste was von wem worüber?
Zitat von KottanKottan schrieb:Um den Fall näher zu beleuchten, müsste man immensen Aufwand betreiben, zB die Leiche exhumieren lassen, um ev. festzustellen, wie die Knochenverletzungen durch die Schusswunde aussehen, alle Archive durchforsten etc.
Es reicht doch erst mal, sich die gängige Hitler-Literatur und die zeitgenössischen Medienveröffentlichungen anzusehen. Was haben die Zeitungen 1931 berichtet? Was haben Ex-Nazis berichtet, die emigriert sind? Wie war die Erinnerungsliteratur nach 1945?

Und Archive haben zumeist elektronische Kataloge, so dass sich Unterlagen mit einem Bezug zur Person Geli Raubal relativ schnell ausfindig lassen dürften. Viel dürfte es nicht sein, wenn die Nazis nach 1933 gut gearbeitet haben, aber die Existenz und der Tod einer Person lassen sich auch nicht vollständig ausmerzen.


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Der mysteriöse Tod von Geli Raubal (1931)

13.07.2026 um 16:10
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Und Archive haben zumeist elektronische Kataloge, so dass sich Unterlagen mit einem Bezug zur Person Geli Raubal relativ schnell ausfindig lassen dürften.
Das hängt halt sehr vom Erschließungszustand ab. Ich würde ja eher damit rechnen dass, wenn noch mal etwas auftaucht, das Dinge sind die irgendwo liegen, wo man sie nicht erwartet bzw. wo sie nicht hingehören. Also wenn es z. B. eine Akte geben würde "Fälle von Handtaschenraub in der Münchner Tram 1930-35" und darin dann, obwohl es gar nicht hineingehört, etwas zum Fall GR ist, wird es so schnell niemand finden.

Nur wenn das Archiv in jüngerer Zeit das noch einmal neu verzeichnet und dabei den Inhalt überprüft, würde das dann festgestellt werden. Oder jemand will ein Buch über Handascheraub schreiben und guckt deshalb rein ;)


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Der mysteriöse Tod von Geli Raubal (1931)

13.07.2026 um 16:35
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Das hängt halt sehr vom Erschließungszustand ab.
Wenn man Sterbeort (München) und -datum kennt, kann man auch viel in in Verzeichnissen finden. Zum Beispiel der Friedhofsverwaltung, dem Standesamt oder bei Behörden, die nicht unmittelbar mit den Ermittlungen zum Tod in Verbindung stehen.

Bücher, in denen z.B. fortlaufend die Sterbefälle oder Suizide der Stadt München erfasst werden, die konnte man nicht einfach nach 1933 eliminieren. Ebenso wenig, ob z.B. an den Ermittlungen beteiligte Polizeibeamte, Staatsanwälte oder der angebliche Verlobte oder sonstige Verwandte/Freunde Gelis nach 1933 erstaunliche Karrieren hinlegten - oder mit Repressalien belegt wurden.

Ich würde aber da nicht zum Wühlen anfangen, sondern erst einmal die gängige seriöse Hitler-Literatur zum Thema sichten. Nach Gemeinsamkeiten und Widersprüchen in der Bewertung. Und zur Person Hitler ist die Forschungsdichte natürlich extrem hoch. Mal abgesehen von den Gestalten, die es geil finden, ein Autogramm Hitlers auf einen Bierdeckel ihr Eigen zu nennen ("Schtonk" lässt grüßen).


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Der mysteriöse Tod von Geli Raubal (1931)

13.07.2026 um 18:16
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Wenn man Sterbeort (München) und -datum kennt, kann man auch viel in in Verzeichnissen finden. Zum Beispiel der Friedhofsverwaltung, dem Standesamt oder bei Behörden, die nicht unmittelbar mit den Ermittlungen zum Tod in Verbindung stehen.
Ja, aber man kann davon ausgehen, wie ich bereits schrieb, dass diese Dinge, die man im Verzeichnis findet, längst ausgewertet sind und man darin keine unbekannten Fakten mehr findet.


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Der mysteriöse Tod von Geli Raubal (1931)

14.07.2026 um 16:57
Ich finde den Tod nicht so sonderlich mysteriös. Die Selbstmordrate war in dieser Zeit viel höher als heute,es gab noch kein Bewusstsein für psychische Erkrankungen, Depressionen etc., keine wirksamen Antidepressiva und Leute gerieten aufgrund der viel einengenderen Strukturen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zwänge leichter in ausweglose Situationen. Der Onkel hatte sich ihrer Meinung nach von ihr abgewandt und das war existenzbedrohend für sie.


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Der mysteriöse Tod von Geli Raubal (1931)

14.07.2026 um 17:38
@Kottan
Ich sehe hier aber die Rolle des Onkels aktiv!
Er hat sie doch eingeengt und ihre Liebe zu seinem Chauffeur Maurice hat er doch eifersüchtig bekämpft.


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Der mysteriöse Tod von Geli Raubal (1931)

15.07.2026 um 09:13
Naja, die ist vermutlich depressiv geworden,weil sie sich hilflos gefühlt hat in ihrer Lage. Die Frauen könnten sich ja damals kaum wehren und ihre eigenen Lebensentwürfe durchsetzen. Hitler wollte sie weiterhin als Begleiterin/Unterhalterin/Gespielin/Kindersatz, was auch immer und da hatte sie kein Mitspracherecht. Ich nehme an, dass ihr das bei diesem Streit, der dem Selbstmord voranging, drastisch vor die Augen geführt wurde. Hitler aber deswegen Mord anzuhängen, finde ich unlogisch, das hatte er ja gar nicht notwendig, er war der Mann und sagte, wo es langging.


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Der mysteriöse Tod von Geli Raubal (1931)

15.07.2026 um 12:34
Zitat von KottanKottan schrieb:Die Frauen könnten sich ja damals kaum wehren und ihre eigenen Lebensentwürfe durchsetzen.
Zumindest war das erheblich schwieriger und erforderte neben großem Durchsetzungsvermögen auch Verzicht auf anderem Gebiet - also z. B. wenn man berufstätig sein wollte lief das praktisch darauf hinaus, nicht zu heiraten.

Und in dem Fall kam vermutlich noch hinzu, dass ihr Onkel solche Pläne sabotiert hätte, wenn ihm nicht gepasst hätte was sie macht.

Sie hätte vermutlich sehr viel mehr Kraft und Energie gebraucht um sich durchzusetzen als schon eine "normale" Frau in der Zeit. Und die hatte sie vermutlich nicht.


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Der mysteriöse Tod von Geli Raubal (1931)

15.07.2026 um 13:40
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Sie hätte vermutlich sehr viel mehr Kraft und Energie gebraucht um sich durchzusetzen als schon eine "normale" Frau in der Zeit. Und die hatte sie vermutlich nicht.
Das klingt, als ob der Suizid schon feststeht. Das tut er meiner Meinung nach nicht. Da gibt es etliche Ungereimtheiten, auch was die Abwicklung nach Geli Raubals Tod betrifft:

- Geli schreibt kurz vor ihrem Tod einen gut gelaunten Brief an eine Freundin in Wien. Sie will dorthin reisen. Der Brief bricht mitten in einem Wort ab.

- Es gibt keine Hinweise auf Depressivität. Im Gegenteil. Geli wollte nach Wien umziehen, um dort eine Gesangsausbildung zu machen. Sich der Gefangenschaft bei ihrem Onkel entziehen. Es gibt kein erkennbares Motiv.

- Die Waffe, mit der sie sich in die Brust schießt, ist eine 6,35 mm-Taschenpistole, die Hitler gehört haben soll. Der Winkel, mit dem sie die Waffe gegen ihre Brust gehalten haben müsste, ist sehr ungewöhnlich. Manche sagen auch unmöglich.

- Es gab keine Obduktion, nur eine oberflächliche Leichenschau. Ob der Schuss aufgesetzt war oder aus welcher Entfernung er abgegeben worden war, wurde nie geprüft. Auch Schmauchspuren wurden nicht untersucht.

- Nach ihrem Tod wurde Geli schnellstmöglich unter die Erde gebracht, merkwürdigerweise nach Wien. Dabei stammte sie aus Linz.

- Die Verlobung mit dem Fahrer Hitlers war schon Jahre vor dem Tod aufgelöst worden. Das konnte kein Grund sein.

- Spekulativ könnte es ein Tötungsmotiv oder ein Motiv, Geli in den Suizid zu treiben, durchaus geben: Für einen angehenden Reichskanzler oder -präsidenten war es höchst unschicklich, mit seiner gerade mal volljährig gewordenen Nichte zusammen zu wohnen. Zumal es offenbar viele Gerüchte gab, es sei eine sexuelle Beziehung. Die Nichte wusste jedenfalls viel und wer weiß, was sein würde, wenn sie sich aus der Umklammerung Hitlers befreien und in eine andere Stadt gehen würde?

- Wenn es Gründe gab, dass eine tote Geli besser als eine lebendige war, ist das natürlich abzuwägen mit der potentiellen Gefahr eines Skandals. Aber es gelang Hitler, zusammen mit der ihm wohlgesonnenen Bayerischen Staatsregierung, die Sache unter dem Teppich zu kehren. Dass er todtraurig gewesen sein soll, das betrachte ich als Fake. Eine Person wie Hitler dürfte dazu aufrichtig nicht in der Lage gewesen sein.


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Der mysteriöse Tod von Geli Raubal (1931)

19.07.2026 um 13:02
Zitat von OriginesOrigines schrieb am 13.07.2026:Im Grunde folgen also die Historiker der Version Adolf Hitlers und der NSDAP. Das sollte zumindest stutzig machen, weil kaum ein Politiker des 20. Jahrhunderts seinen Lebenslauf und seinen Mythos so manipuliert hat wie Hitler.
Das sehe ich auch so, aber dennoch wird seiner Version bzw. die seiner Anhänger, die nach 1945 auch noch das immer wieder ERzählte verbreitet haben, unkritisch geglaubt. Das verwundert mich schon, wird doch den Erzählungen dieser Leute (Speer, Hoffmann, Schirach, Riefenstahl usw) zu Recht mittlerweile nicht mehr geglaubt, sondern kritisch hinterfragt. Im Falle Raubal glaubt man alles und alles, was gegen eien Suizid spricht, wird schnell als Verschwörungstheorie abgetan.


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19.07.2026 um 13:04
Zitat von KottanKottan schrieb am 14.07.2026:Ich finde den Tod nicht so sonderlich mysteriös. Die Selbstmordrate war in dieser Zeit viel höher als heute,es gab noch kein Bewusstsein für psychische Erkrankungen, Depressionen etc., keine wirksamen Antidepressiva und Leute gerieten aufgrund der viel einengenderen Strukturen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zwänge leichter in ausweglose Situationen. Der Onkel hatte sich ihrer Meinung nach von ihr abgewandt und das war existenzbedrohend für sie.
Interessanter Ansatz, der so m.W.n. auch stimmt. durch die Weltwirtschaftskrise stieg die Suizidrate enorm, aber: Geli Raubal lebte im Luxus und das er sich abgewandt hat, dafür kennen ich keine Quelle.


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19.07.2026 um 13:05
Zitat von GinoRedheartGinoRedheart schrieb am 14.07.2026:Er hat sie doch eingeengt und ihre Liebe zu seinem Chauffeur Maurice hat er doch eifersüchtig bekämpft.
ja, weil dieser jüdische Vorfahren hatte.


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19.07.2026 um 13:06
Zitat von KottanKottan schrieb am 15.07.2026:Hitler wollte sie weiterhin als Begleiterin/Unterhalterin/Gespielin/Kindersatz, was auch immer und da hatte sie kein Mitspracherecht.
Sie war erwachsen, waurm ist sie nicht einfach zurück nach Österreich?


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um 15:07
Man sieht, es fällt offenkundig kein realer Suizidgrund ein - was ist die Konsequenz aus dieser Erkenntnis?


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