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ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

63 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Doku, Nelli Graf, Ungelöster Mordfall ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

gestern um 12:11
Guten Morgen und Herzlich Willkommen :)
Zitat von FrauSandmannFrauSandmann schrieb:Am Ende möchten wir gerne einen guten, spannenden – und treffenden – Film machen!
Hier geht es mMn schon los.

Spannend ist ein Begriff, den ich mit Thrillern oder Kriminalfilmen verbinde; nicht mit einem Tötungsdelikt, hinter dem echte Schicksale stehen.

Der Grad ist oft schmal, dennoch darf man mMn nie! vergessen, was Angehörige und Freunde durchleben, wenn so etwas Schreckliches passiert.

Es gab hier auch schon Threads, die richtigerweise geschlossen wurden, da dies von den Angehörigen an die @Verwaltung herangetragen wurde.


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gestern um 12:16
@sooma
Ganz herzlichen Dank für die Tipps!
Recherchearbeit ist sicherlich schon mal ein besserer Begriff als Ermittlung, danke!
Wir sind, was den Film angeht, auch ganz am Anfang unserer Recherchen und Überlegungen. Falls wir den Fall Nelli Graf tatsächlich angehen würden, dann sollten – udn würden wir – auf jeden FAll die Angehörigen einbeziehen, toll, dass ihr da so sensibel seid!


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gestern um 12:16
Um ein bisschen Gespür für das Forum zu bekommen empfehle ich, falls nicht schon erfolgt, sich mit den Krimiregeln auseinanderzusetzen.
Allmystery-Wiki: Kriminalfälle - Die Regeln

Allmystery hat recht strenge Regeln, weshalb es hier deutlich gesitteter zugeht, als in anderen Foren, bei Youtube oder social Media.
Wilde Spekulation werden von uns Moderatoren gelöscht, genauso darf man nicht einfach jemanden verdächtigen, der nicht offiziell unter Tatverdacht steht. Wenn hier jemand behauptet, in irgendeine Weise in einen Fall involviert zu sein (Angehörige, Zeugen usw.), muss er dies der Verwaltung belegen. Auch alles, was die Ermittlungen gefährden könnte, wird selbstverständlich gelöscht.

Grundsätzlich finde ich die Idee zu eurer Doku hochinteressant und bin sehr gespannt, wie sich das entwickelt.


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gestern um 12:20
@Ziegenpetra
Sorry, spannend ist dann hier wohl missverständlich, ich meine einen Film, den man sich gerne anschaut, weil er Interesse für das Thema/die Menschen weckt und einfach gut erzählt ist.


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gestern um 12:35
Zitat von ZiegenpetraZiegenpetra schrieb:Der Grad ist oft schmal, dennoch darf man mMn nie! vergessen, was Angehörige und Freunde durchleben, wenn so etwas Schreckliches passiert.
Absolut! Und der True Crime- Hype (an dem wir hier sicherlich auch unseren Anteil haben oder sogar Teil davon sind) bringt da ja durchaus befremdliche, teils abstoßende Auswüchse hervor.

Ich erinnere mich mit Grausen, wie dieser mediengeile Anwalt Stevens und diese BR-Moderatorin mir dem Fall Maria Baumer auf deutschlandweite Bühnenshow-Tournee gehen wollten. Stevens vertritt den verurteilten Mörder der jungen Frau, am Ende der Show sollte dann das Publikum live abstimmen, in sie seinen Mandanten für unschuldig oder schuldig halten. Die Moderatorin hat die Schwester des Opfers regelrecht versucht zu nötigen, ein Statement für die Show abzugeben, obwohl dieses das schon beim ersten Kontakt abgelehnt hatte. Nicht Mal, dass die Schwester anfing zu weinen, hat sie davon abgehalten weiter zu bohren. Und das alles unter dem Qualitätssiegel des BR.
Die Schwester hat es letztendlich geschafft, dazu eine öffentliche Debatte loszutreten und der BR hat erst nach diesem öffentlichen Druck zurückgerudert.
So ein Benehmen ist einfach nur unfassbar rücksichtslos und man merkt, wie viele Menschen Kriminalfälle, die vor allem ja auch immer persönliche Katastrophen für die Angehörigen sind, einfach nur als Surfbrett für Publicity und kommerzielle Interessen missbrauchen wollen.

Ein weiterer Tiefpunkt der "Branche" war eine live aufgezeichnete Episode des Zeit Verbrechen - Podcasts, bei dem die Moderatoren zusammen mit einem Orchester vor Publikum auf der Bühne saßen und über wahre Verbrechen plauschten. Nach jedem Gesprächsabschnitt spielte das Orchester irgendwelche auf schmissig-klassisch getrimmte Melodien aus bekannten Thrillern und Kriminalfilmklassikern ein. Das war sowas von daneben...
Ich glaub, die gehen mir dem Programm immer noch auf Tour, sicher bin ich nicht, denn ich höre den Podcast seit dem nicht mehr, weil es mich so abgestoßen hat.


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gestern um 12:48
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ein weiterer Tiefpunkt der "Branche" war eine live aufgezeichnete Episode des Zeit Verbrechen - Podcasts, bei dem die Moderatoren zusammen mit einem Orchester vor Publikum auf der Bühne saßen und über wahre Verbrechen plauschten. Nach jedem Gesprächsabschnitt spielte das Orchester irgendwelche auf schmissig-klassisch getrimmte Melodien aus bekannten Thrillern und Kriminalfilmklassikern ein. Das war sowas von daneben...
Ja, das ist leider immer eine unangenehme Begleiterscheinung: Wenn es einen Trend gibt und viele Leute auf den aufspringen und damit Geld verdienen wollen, dann fängt es irgendwann an, dass man sich mit immer neuen Ideen von dem schon besehenden absetzen muss. Und die sind nicht immer so geschmackvoll.

Da ist es harmloser, wenngleich auch ärgerlich, wenn große Ankündigungen gemacht und geteasert werden und am Ende kommen dann nur Banalitäten dabei heraus oder schlichtweg an den Haaren herbeigezogene Behauptungen.


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gestern um 13:35
@pony2.4
Ich finde es ja super, dass ihr da so korrekt seid!
Ich bin auch gespannt!


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gestern um 13:37
Falls der/die eine oder andere zu einem – vertraulichen wie unverbindlichen – Hintergrundgespräch bereit wäre, wäre das grandios! Dann könnte ich euch besser kennenlernen und auch eure Interessen besser verstehen.
Schönes Wochenende erstmal!


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gestern um 13:46
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich erinnere mich mit Grausen, wie dieser mediengeile Anwalt Stevens und diese BR-Moderatorin mir dem Fall Maria Baumer auf deutschlandweite Bühnenshow-Tournee gehen wollten.
Und zuvor das Gegenstück, gerade diesen Fall hatte die Mittelbayerische (Autorin Isolde Stöcker-Gietl) in einer sensiblen, sachlichen Weise begleitet, wie ich es in kaum einem anderen Fall so wohltuend miterlebt habe. Das war Journalismus vom Feinsten. Ich gerate ins Schwärmen.


@FrauSandmann
Vielleicht ist das hier ein gutes Beispiel, wie wir am liebsten diskutieren.
Zitat von emzemz schrieb am 23.06.2020:In einer Woche beginnt der Prozess.
Hier ist chronologisch nochmal alles Wichtige nachzulesen.
https://www.onetz.de/deutschland-welt/regensburg/prozessbeginn-mordfall-maria-baumer-doppelleben-verlobten-id3047668.html



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gestern um 15:22
Zitat von FrauSandmannFrauSandmann schrieb:. Insofern wissen wir auch noch nicht im Detail, was wir wollen, immer aber eine gute Geschichte von tollen Menschen erzählen.
Für mich gibt es verschiedene Gründe mich für bestimmte Fälle zu interessiere, zu manchen habe ich einen örtlichen Bezug, zu anderen einen persönlichen, weil ich Kontakt mit Angehörigen hatte, oder habe. Wenn ein Mord besonders grausam war, lässt er mich nicht mehr los, ich weiß wie sehr Angehörige leiden und das manchmal Jahrzehnte, bei alten Vermisstenfällen vlt. noch mehr, weil die Möglichkeiten was passiert sein könnte viel mehr sind.
Habt Ihr denn bereits Angehörige zu manchen Fällen gefunden? Ich denke, so müsste Eure Recherche anfangen,auch welche Erfahrungen sie mit " Hobby Ermittlern"gemacht haben, ob sie Menschen über das Internet kennengelernt haben, die sie unterstützen.
Wir hier diskutieren meist über einen Fall, auch weil er uns menschlich berührt, aber die es betrifft, die Angehörigen, melden sich selten hier an, obwohl sie sicher ihre eigenen Internet Recherchen anstellen, für Diskussionen aber gar nicht die Nerven und Kräfte haben.


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gestern um 16:21
@Grillage
@brigittsche
@seli
Um das gleich noch klarzustellen: Uns geht es nicht um Sensationslust oder Effekthascherei oder das Ausbreiten von gruseligen Details oder das Vorführen von Angehörigen.
Vielmehr ginge es uns um eure Community und wie ihr – in Bezug auf einen konkreten Fall – analysiert, diskutiert, recherchiert, sicher auch wie ihr zu True Crime gekommen seid, was auch daran interessiert und euch – wieder in Bezug auf deinen konkreten Fall, vielleicht auch verschiedene Fälle – beschäftigt.
Wir haben daher hier angefangen und nicht bei den Angehörigen, wir wissen ja noch nicht mal, ob es bei Nelli Graf bleibt, wir hatten uns den Fall rausgesucht, weil wir den interessant finden und er nicht zu bekannt ist. Irgendwo muss man ja anfangen... Und wir sind gespannt, wo uns der Weg, die Recherche hinführt.


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gestern um 16:59
Ich für meinen Teil bin seit einer gefühlten Ewigkeit hier nicht mehr aktiv, einfach weil private Dinge Vorrang hatten. Und manches auch zur Genüge rauf und runter diskutiert wurde. Was waren das mitunter für lange, intensive und teilweise auch hitzige Diskussionen...
Gerade der Fall Graf spricht hier Bände. Und da habe ich auch gleich eine Frage, obwohl schon in Teilen erläutert: Wieso ist "ausgerechnet" der Fall Graf für Euch interessant? Ein, zum Leidwesen vieler, klassischer Cold Case, inmitten der "ostwestfälischen Pampa".

Grüße


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gestern um 17:01
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Hobby "Ermittler" gab es hier aber auch schon einige. Ich glaube, die meisten sind mittlerweile nicht mehr da. Sie fuhren zu Tatorten, befragten Leute aus den Orten, Nachbarn etc. Ich fand das immer sehr befremdlich.
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Da erinnere ich mich aber noch an andere Zeiten, da fanden das viele toll, wenn diese "Ermittler" von ihren Ausflügen berichteten, Bilder einstellten usw. Mittlerweile ist es zum Glück ander
Es hat nur etwas nachgelassen aber ein paar wenige hObbyermittler sind noch unter uns und es ist gerade mal ein paar WoCHEN her da wurden im Fabian thread dementsprechende fOtos hochgeladen.
wenn ich es richtig erinnere waren die meisten User begeistert und nur ein paar wenige sahen es kritisch.

dann gibt es noch einen älteren User, der im fall B. Ameis mal fotos hochgeladen hat, die damals auch begeistert aufgenommen wurden.

Meins ist es nicht. dAs geht mir zu weit und ich kriege da komische vibes. aBer das ist wohl der Unterschied zwischen hObbyermittlern und nur Fallinteressierte.

sry für den verunstalteten Text, die tastatur ist vollkommen aus dem Häuschen. kA ...


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gestern um 17:34
Zitat von __gans.ehrlich__gans.ehrlich schrieb:dann gibt es noch einen älteren User, der im fall B. Ameis mal fotos hochgeladen hat, die damals auch begeistert aufgenommen wurden.
Wobei es schon darauf ankommt, ob das einfach Fotos aus der Umgebung sind, anhand derer man sich das vorstellen kann und die Dinge zeigen, die a) bekannt und b) für jeden frei zugänglich sind ohne dass da jemand beeinträchtigt wird.

Das wäre z. B. etwas ganz anderes, wenn da Adressen gepostet werden oder Fotos von Privathäusern " Heh, seht her, das ist das Tathaus in der XY Straße Nr. Sowieso und da wohnt jetzt Familie Müller! Habe mal geklingelt, aber es hat keiner aufgemacht! Aber vielleicht fährt ja mal jemand von Euch hin und hat mehr Glück!"

Da wäre dann definitiv eine Grenze überschritten. Aber nicht wenn es irgendwo ein Waldweg ist den man in fünf Minuten vom nächsten Parkplatz aus erreichen kann.


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gestern um 17:42
@__gans.ehrlich

Für mich persönlich gibt es schon Unterschiede. Ich halte überhaupt nichts von Tatorttourismus, wenn es nicht gerade solche Dinge wie zB eine "Jack the ripper" Tour oä ist. Das ist zwar auch in irgendeiner Art und Weise Voyeurismus, aber mMn auf einer anderen Ebene. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Private Bilder von Usern, die zb bestimmte Örtlichkeiten zeigen, können im Thread schon ganz interessant sein, weil sie Geschehnisse "greifbarer" machen. Es ist ein Unterschied, ob man über einen Fall liest, rein in der Theorie bleibt, oder sich plötzlich, anhand von Fotos, ein eigenes Bild über zB Entfernungen, Umgebung oä machen kann. Nicht ohne Grund arbeiten Zeitungen oftmals mit Bildergalerien.

Private "Ermittlungen", Suchaktion, Befragungen etc, wie es auch im Fall Drage (und vielen anderen) immer wieder vorgekommen ist, lehne ich komplett ab. Wie sehr da manche durchticken, sieht man auch wieder schön am Fall Fabian, SM stand und steht Kopf. Das ist mMn keine besonders gute Entwicklung.
Zitat von FrauSandmannFrauSandmann schrieb:sicher auch wie ihr zu True Crime gekommen seid, was auch daran interessiert und euch
Ich persönlich kam vor vielen Jahren über den Film
"Final Vision" zu True crime. Ich sah die Verfilmung als Jugendlicher und der Fall beschäftige mich ungemein (bis heute), ließ mich nicht mehr los. (Mehrfachmord durch Jeffrey MacDonald an seiner ganzen Familie).
Zitat von emzemz schrieb:Mein Interesse, und damit bin ich sicher nicht allein, gilt mehr der juristischen Aufbereitung eines Falls. Das fängt mit den polizeilichen Ermittlungen an, geht weiter mit der Gerichtsverhandlung, dann wie es warum zu welchem Urteil kommt und schließlich ob es evtl. Revisionen oder WAA gibt.
Dem schließe ich mich an, wobei mich, neben der juristischen Aufarbeitung, auch die Psyche der Täter immer sehr interessierte.


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gestern um 18:03
@brigittsche
@Photographer73

aLso bei mir hört es schon auf wenn user zu tatorten bzw tatortumgebungen hinfahren oder dort urlaub machen ;) .
aber gottseidank kann das jeder für sich selbst entscheiden ... ich brauch es nicht, aber natürlich ist das für die nutzer zu hause am bildschirm ein geschenk die gegend zu sehen von der die rede ist.

an die auswüchse im drage fall erinnere ich mich auch und was der fall von fabian angeht hmm ... der hat wohl alles negative getoppt.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Das wäre z. B. etwas ganz anderes, wenn da Adressen gepostet werden oder Fotos von Privathäusern " Heh, seht her, das ist das Tathaus in der XY Straße Nr. Sowieso und da wohnt jetzt Familie Müller! Habe mal geklingelt, aber es hat keiner aufgemacht! Aber vielleicht fährt ja mal jemand von Euch hin und hat mehr Glück
ich hoffe so was ist noch nie vorgekommen!! das wäre unterirdisches verhalten ...


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gestern um 18:44
Zitat von __gans.ehrlich__gans.ehrlich schrieb:ich hoffe so was ist noch nie vorgekommen!! das wäre unterirdisches verhalten ...
Sowas hab ich durchaus schon öfter hier gelesen, es wird hier aber gelöscht, sobald es ein Mod bemerkt.
Ich hab mich schon oft über Löschungen der Mods geärgert, die Regeln sind stellenweise sehr streng. Dadurch, dass man keine Verdächtigungen gegen Personen aussprechen darf, gegen die nicht ermittelt wird, ist in manchen Fâllen gar keine sinnvolle Diskussion möglich.

Aber mit ein bisschen Abstand betrachtet, sind die Regeln natürlich absolut nachvollziehbar und sinnvoll. Unvorstellbar,bwas für Auswüchse manche Diskussion annehmen würde, wenn jeder nach Belieben rumspekulieren dürfte, wie er will. Und noch unvorstellbarer, wenn man sich in die Situation eines Angehörigen versetzt, der hier solche Beschuldigungen lesen müsste. Auf welcher Basis außer dem "Bauchgefühl" sollte man denn in vielen Fällen auch bewerten können, wer der Täter ist, wenn die Ermittler es (noch) nicht können?

Letztendlich sind also genau die Regeln, über die ich mich oft ärgere, genau der Grund, warum ich hier mitschreibe und nicht irgendwo anders. Was bringt es mir, seitenweise wild ins Kraut schießsende Spekulationen ohne Substanz zu lesen?!


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gestern um 20:30
@FrauSandmann
Als Tipp für die Suche nach einem für eure Doku vielleicht interessanten Fall: man kann die Übersicht der Threads nach der Anzahl der Beiträge sortieren und bekommt so einen guten Überblick, welche Fälle besonders intensiv diskutiert werden und wurden. Natürlich stehen ganz oben Fälle, die auch stark in den Medien diskutiert wurden, wie etwa Frauke Liebs, die vermisste Scarlett oder Lars Mittank. Und du hast ja geschrieben dass ihr lieber einen Fall vorstellen wollt, der noch nicht so starke öffentliche Aufmerksamkeit bekommen hat. Aber auch da werdet ihr bei der Sortierung einige finden, die kaum öffentlich bekannt sind, hier aber sehr intensiv diskutiert wurden.
Über "Infos" oben in der Kopfzeilen des jeweiligen Falls bekommt man alle Namen der Accounts angezeigt, die mitdiskutiert haben. Je mehr Beiträge, desto größer ist der Name geschrieben.

Vielleicht kannst du so zunächst ein paar zu Euren Kriterien passende Fälle raussuchen und dann Accounts, die dort besonders aktiv waren, persönlich ansprechen, was sie an dem Fall besondere interessiert hat und warum sie mit so viel Engagement dort diskutiert haben.


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gestern um 20:39
Der USP von Allmy sind mMn die Fälle, wo ein Prozessberichterstatter(in) vor Ort ist und hier exklusiv berichtet.

Dass Prozesse besonders fokussieren hatte @Zaunkönigin ja schon erwähnt.

Von daher wäre mein Augenmerk in diese Richtung gelenkt. Das deckt dann eher keine ColdCases ab.


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gestern um 22:00
Ich gebe zu, dass ich mir der vielfältigen Motivationen, mit denen sich User an Diskussionen in der Rubrik "Kriminalfälle " beteiligen bzw. mitlesen, bisher nicht bewusst war.

Ich glaube aufgrund der bisherigen Beiträge folgende Motivationen erkannt zu haben:

1. Interesse an der juristischen Aufarbeitung von Verbrechen
2. Erweiterung des eigenen Wissens über Kriminalfälle
3. Suche nach Erklärungen für ungelöste Kriminalfälle ("Wer war der Mörder?").
4. Affektive Entlastung durch Sich-Mitteilen und Sich-Austauschen über Kriminalfälle, die einen emotional stark bewegen
5. Die "Faszination des Unfassbaren" - das Verstehenwollen extremer gesellschaftlicher Tabubrüche

Bestimmt gibt es weitere Gründe.


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