seli schrieb am 15.07.2026:@FrauSandmann habt Ihr diese Anfrage noch in anderen Foren gestellt und wenn ja könntet Ihr uns sagen in welchen? Nicht falsch verstehen, ich will Euch weder etwas unterstellen, noch bin ich misstrauisch, ich bin nur neugierig.
Dass man für die angedachte Doku UserInnen verschiedener Foren anspricht, hätte ich eigentlich vorausgesetzt. Was
@Hexe40 heute über die "Detektive" im Drage-Fall schrieb, war mir neu. Es bekräftigt aber meine Bedenken gegenüber solchen selbsternannten Experten. Ich habe mich auch auf Allmy angemeldet, weil entsprechende übergriffige Posts, die ich unerträglich finde, i. d. R. hier gelöscht werden.
Fraglich finde ich auch, ob die Absicht mancher selbsternannten Ermittler oder Vermissten-Sucher tatsächlich so edelmütig ist, wie sie vorgeben. Wenn ihr Organisationsname Begriffe wie etwa "Verein", "Institut" oder "Detektiv" beinhaltet, bürgt das nicht automatisch für Seriosität. Das soll keine Pauschalverdächtigung aller Namensträger sein. Aber z. B. im Fall Fabian fragte ich mich von Anfang an, warum manche Medien einem bestimmten Protagonisten gegenüber so gutgläubig zu sein scheinen, der sich schon früher in Szene setzte.
In einem anderen Fall bestärkte ein Privatermittler die Eltern eines jungen Mannes in der Annahme, ihr Sohn könne (entgegen dem Ergebnis der Ermittlungsbehörden) einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein. Die mediale Aufmerksamkeit für seine Detektei war ihm dadurch jedenfalls sicher. Um die Frage, ob er recht haben könnte oder nicht, geht es mir hier nicht.
O. g. ist nicht der Reality-TV-Detektiv, der im BILD-Ticker als "Star-Ermittler" bezeichnet wurde. Die verwaschenen Grenzen zwischen fiktiven und realen Inhalten finde ich ebenfalls bedenklich. Sie wundern mich aber nicht mehr wirklich, seit ein Reality-TV-Star US-Präsident geworden ist.
Dass verzweifelte Betroffene auf Personen hereinfallen, die ihnen vermeintlich helfen wollen, ist mehr als verständlich. Wenn jemand die Not der Betroffenen für unlautere Zwecke ausnutzt, finde ich es aber verachtenswert.
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Weil wir uns über Menschen austauschen, die unvorstellbar grausame Schicksalsschläge erlitten haben, halte ich auch einen distanzierten Blick, wie ihn
@KleLen auf Krimi-Foren geworfen hat, für begrüßenswert. Nachdem ich selbst über Jahre nur mitgelesen hatte, denke ich allerdings, dass man manche Vorgänge evtl. erst durchschaut, wenn man selbst am digitalen
Kielius schrieb:Stammtisch
sitzt.
In die professionelle Arbeit von
@FrauSandmann bzw. des TV-Doku-Teams habe ich Vertrauen. Bezüglich einzelner Threads ist m. E. eher Skepsis angebracht, z. B., ob dort UserInnen mitmischen, weil sie ihre Medieninhalte auf anderen Plattformen pushen oder am Leben halten wollen. Z. B. wird auch ein Crime-Blog oder Crime-Podcast nach der Schlussfolgerung uninteressant, dass die Indizien, die für ein Unfallgeschehen sprechen, überwiegen.
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sallomaeander schrieb am 16.07.2026:Ich denke insofern, dass wir hier nicht nur Bekanntes aus der Presse wiederkäuen, sondern prinzipiell auch in der Lage sind, eigene Ideen und Ansätze zu entwickeln, mit denen man Tätern auf die Spur kommen kann.
Deine Ideen, die du hier geschildert hast, finde ich gut. Auch, weil erkennbar ist, dass es dir nur darum geht.