Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

315 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Doku, Nelli Graf, Ungelöster Mordfall ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

12.07.2026 um 16:24
Zitat von EdnaEdna schrieb:Mein persönlicher Tiefpunkt in der deutschen true crime bubble war die Gründung einer eigenen "Ermittlergruppe" für den Fall Drage in einem anderen Forum.
Da würden Angehörige befragt, Orte mit Detektoren durchsucht, etc.
Hier gab es den unrühmlichen Fall, dass sich jemand mit einem mutmasslichen Mörder (Mord an Sandra D.) angefreundet hatte und sogar mit ihm eine intime Beziehung eingegangen ist, um Infos oder ein Geständnis aus ihm herauszukitzeln – ein Desaster, das sich dann auch auf das letztendliche Urteil ausgewirkt hat und Allmystery und solche Auswüchse erwähnt wurden.


1x verlinktmelden

ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

12.07.2026 um 17:22
Zitat von LanzaLanza schrieb:Da kann eine einfache Person dann ja quasi wirklich richtig "ermitteln"
Zu einfach sollte die Person aber auch nicht gestrickt sein.
Gesucht werden für diese Veranstaltung Teilnehmer, die aus den Bereichen:
Informatik/ Data Science/ Geoinformatik, Psychologie/ Verhaltensanalyse, Rechtswissenschaften, Statistik und Mathematik oder Sozialwissenschaften kommen, aber auch gern aus anderen Bereichen.
https://www.sachsen-anhalt.de/bs/pressemitteilungen/polizei?tx_tsarssinclude_pi1%5Baction%5D=single&tx_tsarssinclude_pi1%5Bcontroller%5D=Base&tx_tsarssinclude_pi1%5Buid%5D=658071&cHash=37900616f399712f34292f2050675b7e


1x zitiertmelden

ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

12.07.2026 um 17:57
Ich sehe das Krimiforum bei Allmystery leider nicht so unkritisch wie viele andere hier. Ich finde es ja gut, dass viele auf den ersten Seiten auf moralische Standards hinweisen, aber meines Erachtens nach gibt es trotzdem immer wieder Grenzüberschreitungen (wie hier auf den letzten Seiten dokumentiert wurde) und auch der Durchschnittsthreadverlauf ist für mich auch ein Problem. Wenn man sich mal die Kommentarzahlen einiger Nutzer:innen und Threads anschaut, sprechen wir sicher davon, dass es ein ungesundes Nutzungsverhalten gibt. Einerseits werden die Diskussionen hier natürlich zu Unterhaltungszwecken verwendet, das heißt, die die echten Kriminalfälle werden mehr als willkommenes Thema für die Befriedigung des eigenen Mitteilungsdrangs missbraucht alsdass Diskussion ein Werkzeug ist zur sachlichen Auseinandersetzung mit den Fällen. Das mag noch als Problem der privaten Freizeitgestaltung wahrgenommen werden. Manche Menschen hier versteigen sich aber extrem in die Fälle, beziehen starke Positionen, was die Threads ja auch so lang und repetitiv werden lässt, und sind deutlich zu stark involviert. Ich erinnere an den Yogtze-Fall, da schrieben nach der Einstellung der Ermittlungen vor kurzem einige langjährige Nutzer, sie seien fassungslos und geschockt, ein anderer schrieb, hätte er an der Himmelspforte noch einen Wunsch frei, würde er sich die Aufklärung des Falls wünschen, und eine Person schrieb gar, sie fühle sich "abgespeist" mit dieser "Lösung" des Falls. Ist natürlich ein Extrembeispiel, aber dass User die Fälle als Rätselwettbewerb ansehen, anhand der gegebenen Informationen die plausibelste Geschichte (gelingt ohnehin selten, echte Fälle sind oft nicht so spektakulär wie gewünscht) zu fabrizieren und zu verteidigen, sieht man in fast jedem Thread.

Das alles ist für mich problematisch und liegt auch in der Verantwortung der Plattform, aber mag für viele ein persönliches Problem der User sein. Nur lesen hier auch Angehörige mit, die verzweifelt auf der Suche nach Hinweisen zu den jeweiligen Fällen sind. Diese werden erstmal genötigt, sich Massen an unqualifizierten Privatmeinungen durchzulesen. Sie werden mit teils schwer verdaulichen Szenarien der Tathergänge konfrontiert. Sie sehen sich teils persönlichen Anschuldigungen ausgesetzt. Klar, davon wird sicher auch viel und das schlimmste gelöscht, aber de facto lebt die Popularität dieses Forums ja von seiner Möglichkeit zu unqualifizierten Beiträgen. Würde man diese konsequent unterbinden, bliebe wirklich ein Promilleanteil an Posts, die offizielle oder journalistisch recherchierte Informationen (was ja durch Paywall-Verbot auch noch eingeschränkt ist) weiterleiten, oder tatsächlich zielführende Hinweise zu den Fällen enthalten. Die Masse verdeckt dies eigentlich komplett. In meinen Augen ist das auch kein Problem der Nutzer:innen – der Eindruck ist eh gebiased, weil natürlich die Vielschreiber auch das Bild dominieren – sondern des Formats Forum.


4x zitiertmelden

ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

12.07.2026 um 18:42
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb:Nur lesen hier auch Angehörige mit, die verzweifelt auf der Suche nach Hinweisen zu den jeweiligen Fällen sind. Diese werden erstmal genötigt, sich Massen an unqualifizierten Privatmeinungen durchzulesen.
Ok, das ist natürlich eine negative Sache.
Andererseits werden einige Angehörige aber auch froh darüber sein, dass es Menschen gibt, die sich Gedanken über den Fall machen.
Ob das dann irgendwelche Ermittlungserfolge bringt ist ziemlich unwahrscheinlich, aber ein klein wenig Hoffnung haben die Angehörigen verdient und viele User hier haben auch bestimmt ein Bedürfnis zu helfen.
Da kommt dann auch schon einmal eine abwegige Theorie ins Thema, die dann aber in der Regel zerpflückt wird. Leider wird dann noch seitenweise darüber diskutiert, wenn der Ideengeber nicht einsichtig ist.


2x zitiertmelden

ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

12.07.2026 um 19:00
Zitat von emzemz schrieb:Zu einfach sollte die Person aber auch nicht gestrickt sein.
Gesucht werden für diese Veranstaltung Teilnehmer, die aus den Bereichen:
Alles andere hätte mich auch gewundert, da mein Eindruck eher der ist, dass die Profis solche Hobbyermittlungen zurecht kritisieren.
Im Thread "Wurde schon einmal ein Kriminalfall durch Allmy gelöst?" hatte ich 3 entsprechende Artikel verlinkt.
Wurde schon einmal ein Kriminalfall durch Allmy gelöst? (Beitrag von watnu)

- -
Zitat von VettlappenVettlappen schrieb:
Zitat von FrauSandmannFrauSandmann schrieb:Sehr gerne möchten wir die Arbeit von Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern mit einem konkreten Fall verbinden. Dazu haben wir zunächst den Fall Nelli Graf ins Auge gefasst
(…)

Es gibt natürlich auch die Sorte TikTok-Ermittler, nicht selten Wichtigtuer mit gefährlichem Halbwissen, die sich anmaßen, als One-Man-Show hochkomplexe Fälle zu lösen.
Dem sollte man auch besser keine Bühne bereiten.
In manchen Interviews bzw. Dokus berichten Angehörige von Vermissten oder Verbrechensopfern über dubiose Personen, die zu ihnen Kontakt aufnahmen. Darunter sind z. B. selbsternannte Ermittler und Hellseher oder andere übergriffige Personen.

Als Bsp. für Betroffene, die Mutter von Frauke Liebs:
Es habe immer Hinweise an sie gegeben, die nicht tragfähig waren. "Ein Anrufer sagte, er habe damals am Donnerstag nach Fraukes Verschwinden meine Tochter mit einem Mann am Waldrand gesehen. Als ich nachfragte, stellte sich heraus, dass das nicht sein konnte, denn er musste einräumen, dass er die Frau, die er gesehen hatte, nicht einmal beschreiben konnte. Als ich ihm das sagte, wurde er mir gegenüber auch noch unverschämt."
(…)
Sie sei in den vergangenen Jahren beschimpft und beleidigt worden, wenn sie Zweifel an der Richtigkeit der Hinweise äußerte. "Einmal schickte mir eine Person 45 nur bedingt ertragbare Mails. Das war alles nicht nachprüfbar, da die Person weder eine E-Mail-Adresse noch ihren Namen nannte."

Jede Mail, die eingehe, mache ja im ersten Moment Hoffnung. "Aber dann kommt beim Lesen oft der Ärger auf, wenn es wieder keine tragfähigen Mails sind, weil sie keine nachprüfbaren personenbezogenen Inhalte haben. Ich will das nicht mehr. Daneben gibt es natürlich gut gemeinte, auch empathische Mails, die aber in der Sache leider auch nicht weiterbringen. Das macht auf Dauer mürbe", beschreibt Ingrid Liebs die Erfahrungen der letzten drei Jahre, in der sie mit Hilfe der Internetseite auf neue Hinweise hoffte.
Quelle: https://www.stern.de/panorama/verbrechen/frauke-liebs/frauke-liebs--mutter-schaltet-hinweisseite-nach-17-jahren-ab-33732012.html , Stand 13. August 2023

In diesem Artikel beschrieb Frau Liebs u. a. das z. T. distanzlose Verhalten mancher Medienschaffenden:
https://wr-magazin.de/themen/ingrid-liebs-ich-brauche-die-oeffentlichkeit/ , Stand 17.07.2023

Auch Anfeindungen und falsche Verdächtigungen wie im Fall N. G. sind wohl kein Einzelfall.
Ich zitiere bewusst nicht aus dem uralten Artikel, um den Schmutz nicht wieder hochzuspülen.
https://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/vermisst/psycho-terror-gegen-verzweifelte-familie-20981786.bild.html

- -
Zitat von FrauSandmannFrauSandmann schrieb:@seli: Am Ende möchten wir gerne einen guten, spannenden – und treffenden – Film machen!
Dabei ist es für uns ganz normal, dass unsere Anfangsidee sich durch die Recherche und die Menschen, denen wir begegnen, oft sehr verändert und letztlich etwas ganz anderes rauskommt, als wir dachten.
Vielleicht könnt ihr auch o. g. Schattenseiten und zusätzlichen Verletzungen, denen Opferfamilien ausgesetzt sind, beleuchten. Insbesondere trifft es wohl Diejenigen, die sich selbst hilfesuchend an die Öffentlichkeit wenden. Andere sind durch Anonymität besser geschützt.


Zitat von FrauSandmannFrauSandmann schrieb:Unsere letzte ARD-Doku "HOLT – Der Windkraftschwindler" ist derzeit in der ARD-Mediathek zu sehen:
https://www.ardmediathek.de/video/holt-der-windkraft-schwindler/holt-der-windkraft-schwindler/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIzMDk5NjI
Die interessante Doku habe ich erst neulich angeschaut. Leider kommt meiner Meinung nach in der Krimi-Rubrik bzw. in der öffentlichen Wahrnehmung das Thema Wirtschaftskriminalität zu kurz. Dabei ist der angerichtete Schaden immens und trifft wie im Fall Wirecard auch Kleinanleger, die ihre Altersvorsorge verloren haben. Auch die Steuerausfälle durch Cum/Cum und Cum/Ex betreffen die Gesamtgesellschaft.


3x zitiertmelden

ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

12.07.2026 um 19:03
Zitat von GinoRedheartGinoRedheart schrieb:Da kommt dann auch schon einmal eine abwegige Theorie ins Thema, die dann aber in der Regel zerpflückt wird. Leider wird dann noch seitenweise darüber diskutiert, wenn der Ideengeber nicht einsichtig ist.
Ob plausibel oder abwegig, ist egal, da jede Theorie ausermittelt werden müsste, und da das für Foristen nicht möglich ist, wird endlos weiter diskutiert. Auch eine plausible Theorie wird ja nicht einfach irgendwann angenommen, sondern animiert wieder andere, dagegenzuhalten. Das hält die Diskussionen am Laufen.


1x zitiertmelden

ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

12.07.2026 um 19:12
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb:Nur lesen hier auch Angehörige mit, die verzweifelt auf der Suche nach Hinweisen zu den jeweiligen Fällen sind. Diese werden erstmal genötigt, sich Massen an unqualifizierten Privatmeinungen durchzulesen.
Ja, das ist ein ganz generelles Problem - da müsste man dann fragen, ob es solche Foren wie dieses hier geben darf und wenn nein, ob man sie verbieten sollte (mal von der Frage abgesehen, ob man das könnte). Dass manche Äußerung hier für Angehörige schwer verdaulich ist, stimmt sicher.

Aber es ist auch die freie Entscheidung eines jeden, hier mitzulesen oder nicht. Und dass Angehörige sich hier, bei Leuten die weniger wissen als die Ermittler, irgendwelche Hinweise erhoffen, kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.

Und es gibt auch mehrere Fälle, bei denen die Angehörigen der Moderation mitgeteilt haben, dass sie keine Diskussion darüber wünschen und wo der Thread dann in der Tat gelöscht bzw. ein neuer wieder gesperrt wurde.

Mal abgesehen davon, werden solche Bedenken "Was sollen denn die Angehörigen denken!" komischerweise sehr gerne von Usern und Userinnen geäußert die vorher so gar keine Bedenken haten, über viele Seiten mitzudiskutieren und denen diese Bedenken dann einfallen wenn die Argumente zu Ende gehen.
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb:Ob plausibel oder abwegig, ist egal, da jede Theorie ausermittelt werden müsste, und da das für Foristen nicht möglich ist, wird endlos weiter diskutiert. Auch eine plausible Theorie wird ja nicht einfach irgendwann angenommen, sondern animiert wieder andere, dagegenzuhalten.
Das ist nun aber mal der Sinn einer Diskussion, dass da verschiedene Meinungen aufeinander treffen. Und diskutieren bedeutet eben nicht "Ich sage was und alle stimmen mir zu."

Ich verstehe Deine Bedenken, aber das sind Dinge, die lassen sich nicht vermeiden. Oder man müsste eben radikal sagen, dass das Forum geschlossen wird weil man es nicht verantworten kann.


1x zitiertmelden

ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

12.07.2026 um 19:23
Zitat von FrauSandmannFrauSandmann schrieb:Sehr gerne möchten wir die Arbeit von Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern mit einem konkreten Fall verbinden. Dazu haben wir zunächst den Fall Nelli Graf ins Auge gefasst, sind aber auch offen für andere Ideen. Der Fall sollte nur nicht allzu bekannt sein und eine erwachsene Person betreffen.

Wir würden daher im Forum mitlesen, vor allem aber sehr gerne mit engagierten Mitgliedern in Austausch treten.

Was wir uns erträumen: Sehr gerne möchten wir einige von euch kennenlernen, – erst einmal komplett unverbindlich und off the record per Forum, Mail und/oder Telefon, später gerne auch persönlich – und so schließlich eine Gruppe von zu einem Fall ermittelnden Menschen finden, die wir mit der Kamera für eine große ARD-Doku begleiten dürfen.
Aber jetzt geht es um Nichts als einen ersten Kontakt, wie gesagt, ohne jede Verpflichtung.

Wir wollen mit einer großen, reichenweitenstarken Dokumentation gerne noch mehr Aufmerksamkeit auf euer Engagement und einen ungelösten Fall lenken.
ich verstehe das nicht. Was sollen die denn "vor der Kamera" machen? Posts auf Allmy schreiben, zeigen, wie sie GoogleMaps nutzen oder Zeitungsartikel recherchieren? Denn sollten die user im RealLife unterwegs sein und "ermitteln", dann hat das ja im Grunde wenig mit Allmy zu tun, es gibt ja hier - zumindest offiziell - keine Gruppe, die das macht. Und was bedeutet "Engagement"? Die Frage ist doch eigentlich, warum man sich ggf. "über die Maßen" mit irgendeinem Fall beschäftigt. Da sind dann wohl eher Psychologen gefragt.... :troll:
Ich habe Bedenken es könnte dazu führen, dass user sich zu sehr engagieren, dass es zu Situationen für Angehörige oder vermeintlich tatverdächtige Personen führen könnte, die eher unangenehm sind. Es gibt da einiges zu bedenken, wie ich finde, so richtig alles bedacht ist da sicher noch nicht. Ob jede Form von Aufmerksamkeit wünschenswert ist, ist sicherlich auch fraglich


1x zitiertmelden

ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

12.07.2026 um 19:38
Ich frage mich gerade: ist diese Anfrage hier eigentlich mit dem Forenbetreiber/der Moderation abgestimmt und verifiziert?
Wäre das nicht eigentlich der Standard, wenn man sowas macht? Gerade als Teil der Öffentlich-Rechtlichen?


2x zitiertmelden

ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

12.07.2026 um 19:42
Zitat von EdnaEdna schrieb:Ich frage mich gerade: ist diese Anfrage hier eigentlich mit dem Forenbetreiber/der Moderation abgestimmt und verifiziert?
Ein Moderator hat doch die Diskussion angepinnt. Deshalb gehe ich davon aus, dass die Verwaltung keine Einwände hat.


melden

ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

12.07.2026 um 19:43
Ups. Dass die angepinnt ist, hab ich völlig übersehen. Hab sie relativ früh abonniert und dann über die Liste aufgerufen.


melden

ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

12.07.2026 um 21:35
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb:Ich erinnere an den Yogtze-Fall, da schrieben nach der Einstellung der Ermittlungen vor kurzem einige langjährige Nutzer, sie seien fassungslos und geschockt, ein anderer schrieb, hätte er an der Himmelspforte noch einen Wunsch frei, würde er sich die Aufklärung des Falls wünschen, und eine Person schrieb gar, sie fühle sich "abgespeist" mit dieser "Lösung" des Falls. Ist natürlich ein Extrembeispiel, aber dass User die Fälle als Rätselwettbewerb ansehen, anhand der gegebenen Informationen die plausibelste Geschichte (gelingt ohnehin selten, echte Fälle sind oft nicht so spektakulär wie gewünscht) zu fabrizieren und zu verteidigen, sieht man in fast jedem Thread.
Tatsächlich muss ich zugeben, dass ich im ersten Moment, als ich die Lösung des YOGTZE-Falles las, auch das Gefühl einer gewissen "Enttäuschung " gespürt habe. "Ach, ne, so banal kann das doch aber nicht gewesen sein!"
Ich erinnere mich, wie gruselig und mysteriös det Fall für mein Empfinden bei Aktenzeichen XY dargestellt war ( das war noch zu Edes Zeiten). V.a. die Szene, als er mitten in der Nacht bei der alten Nachbarin aufschlägt ist mir Erinnerung geblieben.
Und in dem Fall haben die Ermittler ja tatsächlich zum "miträtseln" aufgerufen, weil man dachte, diese Buchstabenkombination müsse irgendwie entschlüsselbar sein. Ob es sie je gab oder sie nur in der Erinnerung der Ehefrau existierte ist bis heute nicht geklärt.

Natürlich ist diese zunächst gespürte Enttäuschung über die banale Erklärung widersinnig und zwiespältig. Es kann sich doch niemand im Ernst wünschen, der Mann sei lieber einem perfiden Verbrechen zum Opfer gefallen, als einfach nur - wahrscheinlich von einer Psychose getrieben - verunfallt.
Und mit etwas Abstand sieht man da einen ganz normalen Menschen mit einem mehr oder weniger zu Bruch gegangenem Leben, der nie in der Öffentlichkeit stand, wahrscheinlich auch nie stehen wollte, und dessen letzte, verzweifelte Stunden über Jahrzehnte öffentlich, für jeden nachlesbar und vor allem für jeden mitspekulierbar, ausgewalzt wurden. Noch schlimmer, dem ohne daß es dafür konkrete Hinweise gab, Verstrickungen in Drogenhandel oder Lebensmittelmafia angedichtet wurden.

Ja, @1899Ost, die hast Recht, das ist ein sehr gutes Beispiel, was für seltsame Auswüchse so eine Diskussion haben kann, gerade wenn man sie mit etwas Abstand betrachtet und die wahre Lösung kennt.


melden

ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

12.07.2026 um 22:33
Zitat von AllgoriaAllgoria schrieb:Wir hier im Forum diskutieren ja nur über das, was offiziell bekannt ist. Ich würde uns alle hier als eine, meist freundlich gestimmte, Schwarmintelligenz bezeichnen, die das Ganze nicht professionell betreibt, aber immer mit den Opfern mitfühlt!

Dafür versetzen wir uns auch in die Täter, um ein Tatgeschehen vielleicht besser verstehen zu können.
Das trifft es - finde ich - sehr gut!


melden

ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

12.07.2026 um 22:36
Zitat von LanzaLanza schrieb:Nichtsdestotrotz gehen die Behörden aber auch gezielt auf "Hobbyermittler" zu und da wird dann anhand Originalakten nach neuen Ansätzen gesucht.
Wollte eigentlich dazu das Event aus Februar 2025 in Hannover raussuchen.
Aber hier gibt es sogar was aktuelles:
04.06.2026, Magdeburg – 005/2026

Polizeiinspektion Zentrale Dienste Sachsen-Anhalt

Die Landespolizei Sachsen-Anhalt geht neue Wege bei der Aufklärung ungelöster Fälle und veranstaltet am Freitag, den 25. September 2026, erstmals einen True-Crime-Hackathon. Ziel der Veranstaltung ist es, mit frischen Perspektiven, interdisziplinärem Fachwissen und moderner Analysemethoden neue Impulse für sogenannte Cold Cases , Cybercrime- und Fahndungssachverhalte zu gewinnen.
Quelle: https://www.sachsen-anhalt.de/bs/pressemitteilungen/polizei?tx_tsarssinclude_pi1%5Baction%5D=single&tx_tsarssinclude_pi1%5Bcontroller%5D=Base&tx_tsarssinclude_pi1%5Buid%5D=658071&cHash=37900616f399712f34292f2050675b7e

Vllt ist das für den einen oder anderen hier interessant oder auch für @FrauSandmann

Da kann eine einfache Person dann ja quasi wirklich richtig "ermitteln"
Eine ähnliche Veranstaltung gab es auch schon in Niedersachsen vor einiger Zeit.

Die Polizeit nutzt diese Veranstaltung aber auch, um geeignetes Personal für die Polizei zu rekrutieren, z. B. IT-Experten o. ä. Das Ganze hat also noch einen weiteren Nutzen


1x zitiertmelden

ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

12.07.2026 um 22:41
Ich erinnere mich an den Joggerinnen-Fall - da hat die Polizei in der aktuellen Phase darum gebeten, dass man sich mit öffentlichen Spekulationen zurückhalten möge. Viele hielten sich daran, da die Polizei wohl die Ermittlungen gefährdet sieht, wenn Mutmaßungen, im Einzelfall aber vielleicht auch Tatsachen, zu dem genannten Fall, öffentlich ausgewalzt werden.

Ein vielschichtiger Fall, auch in dieser Hinsicht, ist der Vermisstenfall Rebecca R. aus Berlin. Er war von Anfang an von einer starken Medienpräsenz begleitet, angefacht u.a. auch dadurch, dass die Familie der Vermissten ein gefiltertes Bild aus Social Media zur Verfügung stellte, das mit dem tatsächlichen Erscheinungsbild des damaligen Teenagers nur ansatzweise übereinstimmte. Außerdem hat in dem genannten Fall eine von Rebeccas Schwestern von Anfang an die Öffentlichkeit mobilisiert, so dass Freiwillige nach der jungen Frau suchten.

Später führte der Fall zu regelrechten Übertretungen einzelner Hobbydetektive- der Fall wurde und wird auch andernorts diskutiert, und offenbar auch von Leuten, die selbst vor dem Betreten fremder Grundstücke und ähnlichem nicht zurückschrecken. Auch hier wird der Fall nach wie vor lebhaft diskutiert, allerdings mit zahlreichen Warnhinweisen und Eingriffen der Moderation, zeitweise war der Thread auch geschlossen.

Letzteres geschieht hier übrigens regelmäßig, wenn eine Diskussion abseits des eigentlichen Themas ausufert, oder anhaltend und zahlreich gegen die Forenregeln verstoßen wird.

Anders als in unmoderierten Medien, werden hier Aufrufe zur Eigenfahndung, zum Tatorttourismus, zum Online-Stalking und ähnlichem konsequent gelöscht und z.B. im Wiederholungsfall auch sanktioniert, bis hin zu Sperren und Ausschluss.

Generell muss man, denke ich, brandaktuelle Fälle, in denen aktiv von den Behörden ermittelt wird, unterscheiden von Fällen, die schon länger zurückliegen und bis heute ungelöst sind.


2x zitiertmelden

ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

12.07.2026 um 22:53
Interessante Fälle sind sicherlich auch der Mordfall Norbert Stolz in Köln (Cold Case - Tatort Bundeswehrkaserne 1989). Hier gab es einen umtriebigen Kripoermittler, der noch weitere Cold-Cases in Köln bearbeitet hat und Ende Mai in den Ruhestand gegangen ist.

Oder auch die - nach meinem Eindruck - immer komplexer werdende Gemengelage um die Morde des Kurt-Werner Wichmann. Denn dieser könnte für weitere Morde in Frage kommen, z. B. für die Münsterland-Morde (Anhalterinnen-Morde, 70er Jahre) oder auch für die Disco-Morde aus dem Raum Cuxhaven (70er bzw. 80er Jahre). Hier vermutet die Polizei jetzt einen möglichen Mittäter:
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/goehrdemorde-bei-lueneburg-gab-es-einen-mittaeter,goehrdemorde-100.html

@FrauSandmann: Die NDR-Doku über Herrn Holt (Windkraft-Schwindler) habe ich gesehen, die ist super!


1x zitiertmelden

ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

13.07.2026 um 00:25
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Das ist nun aber mal der Sinn einer Diskussion, dass da verschiedene Meinungen aufeinander treffen. Und diskutieren bedeutet eben nicht "Ich sage was und alle stimmen mir zu."
Diskussionen sind aber im Regelfall endlich. Entweder klären Fakten die Streitfrage oder (in der Politik) wird eine Entscheidung getroffen. Warum Frauke Liebs telefonieren durfte, werden wir aber wohl niemals erfahren. Deswegen werden in dem Thread auch noch viele Nutzergenerationen endlose Seiten füllen.


2x zitiertmelden

ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

13.07.2026 um 00:45
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb:Diskussionen sind aber im Regelfall endlich. Entweder klären Fakten die Streitfrage oder (in der Politik) wird eine Entscheidung getroffen. Warum Frauke Liebs telefonieren durfte, werden wir aber wohl niemals erfahren. Deswegen werden in dem Thread auch noch viele Nutzergenerationen endlose Seiten füllen.
Es stimmt schon, dass viele der Diskussionen hier eigentlich sinnlos sind, zumindest wenn man die Lösung des diskutierten Problems als erklärtes Ziel der Diskussion ansieht. Ungelöste Fälle werden wir hier eben nicht durchs diskutieren lösen können. Das ist ja aber eben auch allen klar, denn die meisten von uns verstehen sich ja eben nicht als Hobbyermittler.

Ich finde die Diskussionen aber durchaus um ihrer selbst willen interessant. In vielen Fällen habe ich es schon erlebt, dass jemand eine total andere Meinung zu einem Detail hatte als ich. Wenn derjenige dann erklärt und begründet, warum er etwas so und nicht anders sieht, wahrnimmt oder interpretiert hat das schon oft meinen Blickwinkel verändert oder erweitert und mir vor allem klar gemacht, wie begrenzt meine eigene Sichtweise war. Mir macht das tatsächlich Freude, einen Fall oder sogar nur einzelne Details eines Falls genau anzuschauen und zu erfahren, warum andere Menschen darin etwas ganz anderes sehen als ich .


melden

ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

13.07.2026 um 08:25
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb:Einerseits werden die Diskussionen hier natürlich zu Unterhaltungszwecken verwendet, das heißt, die die echten Kriminalfälle werden mehr als willkommenes Thema für die Befriedigung des eigenen Mitteilungsdrangs missbraucht alsdass Diskussion ein Werkzeug ist zur sachlichen Auseinandersetzung mit den Fällen.
Ja das kann man durchaus so sagen und da gibt es hier einen prominenten Thread zu wo ein User seinem exaltierten Mitteilungsdrang freien Lauf lässt und der Fall förmlich in den Hintergrund tritt. Auch diverse Hinweise darauf durch andere User wurden da ignoriert und die Verwaltung ist froh wenn Threads bespielt werden und so lange keine Regel missachtet wird haben die Mods auch keine Handhabe dies zu unterbinden.

In diesem Fall kann man tatsächlich von Missbrauch zur Befriedigung des eigenen Mitteilungsdrangs aka -zwangs sprechen.


melden

ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

13.07.2026 um 12:30
Hallo Frau Sandmann, ich lese seit Jahren hier intensiv mit und habe noch nie einen Beitrag geschrieben und war auch bis jetzt nicht angemeldet. Ich würde aber auch gerne einen anderen Ansatz, der sich nun nach Jahren der Recherche ergeben hat, einbringen. Danach werde ich auch wieder inaktiv:
Foren, in denen über ungeklärte oder bekannte Kriminalfälle diskutiert wird, können grundsätzlich einen interessanten Austausch ermöglichen. Gleichzeitig zeigen sich jedoch immer wieder problematische Entwicklungen, die insbesondere hier kritisch betrachtet werden können.

Ein Kritikpunkt ist, dass ein Teil der Beiträge weniger dem Erkenntnisgewinn dient als vielmehr der Selbstdarstellung einzelner Nutzer. Statt sich auf den eigentlichen Fall zu konzentrieren, berichten manche ausführlich darüber, was sie selbst unternommen haben, welche Recherchen sie angeblich durchgeführt oder welche Orte sie besucht haben. Dabei entsteht mitunter der Eindruck, dass die eigene Person stärker in den Mittelpunkt gerückt wird als die sachliche Diskussion.

Besonders fragwürdig erscheint das Verhalten einiger Nutzer, die Tatorte oder andere mit Verbrechen verbundene Orte aufsuchen und anschließend in eigenen Threads ausführlich darüber berichten oder sich dafür Anerkennung erhoffen. Ein solches Verhalten kann schnell den Eindruck erwecken, dass persönliche Aufmerksamkeit wichtiger ist als der respektvolle Umgang mit den Betroffenen und dem eigentlichen Kriminalfall.

Hinzu kommt, dass Diskussionen häufig einen rauen Umgangston entwickeln. Nutzer greifen sich gegenseitig persönlich an, reagieren auf abweichende Meinungen wenig tolerant und sind oftmals nicht bereit, andere Sichtweisen ernsthaft zu berücksichtigen. Anstelle eines konstruktiven Austauschs entstehen dadurch immer wieder festgefahrene Auseinandersetzungen, in denen dieselben Argumente in Endlosschleifen wiederholt werden.

Ebenfalls kritisch zu sehen ist das teils pauschale Behörden-Bashing. Ermittlungsbehörden, Polizei oder Justiz werden nicht selten ohne belastbare Grundlage als unfähig oder voreingenommen dargestellt. Sachliche Kritik an behördlichem Handeln ist selbstverständlich legitim, doch pauschale Vorwürfe und Spekulationen tragen selten zu einer fundierten Diskussion bei.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass manche Threads mit immer wieder denselben Inhalten gefüllt werden. Häufig werden bereits mehrfach diskutierte Theorien erneut eingebracht, ohne neue Erkenntnisse oder Argumente hinzuzufügen. Dadurch verlieren Diskussionen an Übersichtlichkeit und Qualität. Mitunter entsteht der Eindruck, dass Beiträge lediglich verfasst werden, um sich selbst zu Wort zu melden, nicht aber, um die Debatte inhaltlich voranzubringen.

Auch die sprachliche Qualität vieler Beiträge erschwert den Austausch. Zahlreiche Texte weisen erhebliche grammatikalische oder stilistische Mängel auf, wodurch Aussagen missverständlich werden oder Interpretationsspielraum entsteht. Gerade bei komplexen Kriminalfällen, bei denen präzise Formulierungen und sorgfältige Argumentation wichtig sind, kann dies zu unnötigen Missverständnissen und Fehlinterpretationen führen.

Insgesamt zeigt sich, dass dieses Kriminalforum zwar Raum für interessante Diskussionen bieten kann, die Qualität des Austauschs jedoch erheblich darunter leidet, wenn Selbstdarstellung, persönliche Konflikte, wiederholte Spekulationen, pauschale Kritik an Behörden und eine unklare Ausdrucksweise die sachliche Auseinandersetzung in den Hintergrund drängen.

Quelle:


8x zitiertmelden