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ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

63 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Doku, Nelli Graf, Ungelöster Mordfall ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

um 16:24
Zitat von EdnaEdna schrieb:Mein persönlicher Tiefpunkt in der deutschen true crime bubble war die Gründung einer eigenen "Ermittlergruppe" für den Fall Drage in einem anderen Forum.
Da würden Angehörige befragt, Orte mit Detektoren durchsucht, etc.
Hier gab es den unrühmlichen Fall, dass sich jemand mit einem mutmasslichen Mörder (Mord an Sandra D.) angefreundet hatte und sogar mit ihm eine intime Beziehung eingegangen ist, um Infos oder ein Geständnis aus ihm herauszukitzeln – ein Desaster, das sich dann auch auf das letztendliche Urteil ausgewirkt hat und Allmystery und solche Auswüchse erwähnt wurden.


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um 17:22
Zitat von LanzaLanza schrieb:Da kann eine einfache Person dann ja quasi wirklich richtig "ermitteln"
Zu einfach sollte die Person aber auch nicht gestrickt sein.
Gesucht werden für diese Veranstaltung Teilnehmer, die aus den Bereichen:
Informatik/ Data Science/ Geoinformatik, Psychologie/ Verhaltensanalyse, Rechtswissenschaften, Statistik und Mathematik oder Sozialwissenschaften kommen, aber auch gern aus anderen Bereichen.
https://www.sachsen-anhalt.de/bs/pressemitteilungen/polizei?tx_tsarssinclude_pi1%5Baction%5D=single&tx_tsarssinclude_pi1%5Bcontroller%5D=Base&tx_tsarssinclude_pi1%5Buid%5D=658071&cHash=37900616f399712f34292f2050675b7e


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ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

um 17:57
Ich sehe das Krimiforum bei Allmystery leider nicht so unkritisch wie viele andere hier. Ich finde es ja gut, dass viele auf den ersten Seiten auf moralische Standards hinweisen, aber meines Erachtens nach gibt es trotzdem immer wieder Grenzüberschreitungen (wie hier auf den letzten Seiten dokumentiert wurde) und auch der Durchschnittsthreadverlauf ist für mich auch ein Problem. Wenn man sich mal die Kommentarzahlen einiger Nutzer:innen und Threads anschaut, sprechen wir sicher davon, dass es ein ungesundes Nutzungsverhalten gibt. Einerseits werden die Diskussionen hier natürlich zu Unterhaltungszwecken verwendet, das heißt, die die echten Kriminalfälle werden mehr als willkommenes Thema für die Befriedigung des eigenen Mitteilungsdrangs missbraucht alsdass Diskussion ein Werkzeug ist zur sachlichen Auseinandersetzung mit den Fällen. Das mag noch als Problem der privaten Freizeitgestaltung wahrgenommen werden. Manche Menschen hier versteigen sich aber extrem in die Fälle, beziehen starke Positionen, was die Threads ja auch so lang und repetitiv werden lässt, und sind deutlich zu stark involviert. Ich erinnere an den Yogtze-Fall, da schrieben nach der Einstellung der Ermittlungen vor kurzem einige langjährige Nutzer, sie seien fassungslos und geschockt, ein anderer schrieb, hätte er an der Himmelspforte noch einen Wunsch frei, würde er sich die Aufklärung des Falls wünschen, und eine Person schrieb gar, sie fühle sich "abgespeist" mit dieser "Lösung" des Falls. Ist natürlich ein Extrembeispiel, aber dass User die Fälle als Rätselwettbewerb ansehen, anhand der gegebenen Informationen die plausibelste Geschichte (gelingt ohnehin selten, echte Fälle sind oft nicht so spektakulär wie gewünscht) zu fabrizieren und zu verteidigen, sieht man in fast jedem Thread.

Das alles ist für mich problematisch und liegt auch in der Verantwortung der Plattform, aber mag für viele ein persönliches Problem der User sein. Nur lesen hier auch Angehörige mit, die verzweifelt auf der Suche nach Hinweisen zu den jeweiligen Fällen sind. Diese werden erstmal genötigt, sich Massen an unqualifizierten Privatmeinungen durchzulesen. Sie werden mit teils schwer verdaulichen Szenarien der Tathergänge konfrontiert. Sie sehen sich teils persönlichen Anschuldigungen ausgesetzt. Klar, davon wird sicher auch viel und das schlimmste gelöscht, aber de facto lebt die Popularität dieses Forums ja von seiner Möglichkeit zu unqualifizierten Beiträgen. Würde man diese konsequent unterbinden, bliebe wirklich ein Promilleanteil an Posts, die offizielle oder journalistisch recherchierte Informationen (was ja durch Paywall-Verbot auch noch eingeschränkt ist) weiterleiten, oder tatsächlich zielführende Hinweise zu den Fällen enthalten. Die Masse verdeckt dies eigentlich komplett. In meinen Augen ist das auch kein Problem der Nutzer:innen – der Eindruck ist eh gebiased, weil natürlich die Vielschreiber auch das Bild dominieren – sondern des Formats Forum.


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