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ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

473 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Doku, Nelli Graf, Ungelöster Mordfall ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

26.10.2026 um 17:46
Ich hab das hier im Osten geguckt zu DDR-Zeiten. Der Empfang war ne einzige Katastrophe, nur Griesel. Durch die Gehirnwäsche hier, Verbrechen und Kriminalität gäbe es hier ja nicht, saß ich davor und dachte mir "Meine Fresse, da drüben muss es ja zugehen. Nur Mord und Totschlag".


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26.10.2026 um 18:05
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:saß ich davor und dachte mir "Meine Fresse, da drüben muss es ja zugehen. Nur Mord und Totschlag".
In etwa so geht es mir heutzutage, wenn ich "Täter-Opfer-Polizei" (RBB) oder "Kripo Live" (MDR) schaue...


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26.10.2026 um 18:19
Zitat von KieliusKielius schrieb:In etwa so geht es mir heutzutage, wenn ich "Täter-Opfer-Polizei" (RBB) oder "Kripo Live" (MDR) schaue...
Versteh ich nicht. Kriminalität wird doch heut gar nicht verschwiegen. Dort werden auch regionale Fälle behandelt und ohne Filme.


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26.10.2026 um 19:32
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Versteh ich nicht.
Ich bezog mich nur auf den von mir zitierten Teil deines Beitrags.

Dass Verbrechen heutzutage verschwiegen werden, darauf wollte ich nicht hinaus. Das glaube ich auch nicht. Herkunft und Hautfarbe von Tätern oder Tatverdächtigen wird vielleicht gelegentlich weggelassen. Das erlebe ich bei Meldungen über Straftaten immer wieder.


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28.10.2026 um 09:59
Ich war schon immer eine Krimieule und durfte mit meinen Geschwistern bereits Anfang der 80er Jahre gelegentlich Aktenzeichen XY im ZDF schauen. Wir mussten natürlich schon bettfertig sein und saßen dann mit einer Wolldecke auf dem Sofa und verfolgten auf unserem neuen Chromat-Farbfernsehgerät die Sendung. In der Schule durften wir natürlich niemandem erzählen, dass wir heimlich Westfernsehen schauten! 🫣

Wir DDR-Bürger staunten schon, welche Kriminalfälle sich beim sogenannten Klassenfeind in der kapitalistischen Bundesrepublik ereigneten.

Und ja, natürlich gab es auch in der DDR Mord und Totschlag. Entgegen der Meinung mancher „Wessis“ wurde darüber durchaus in der Tagespresse berichtet. Auch die Kriminalpolizei, die MUK (Morduntersuchungskommission) und Stasi waren sehr aktiv und bemüht, solche Verbrechen zeitnah aufzuklären.

Ich kann mich noch gut an einen Mordfall aus meiner Region erinnern, der 1979 aufgeklärt wurde. Damals war die Leiche aus dem Westen in den Osten verbracht worden. Eine beeindruckende Ermittlungsleistung der MUK Gera! 💪

👇
https://www.dailymotion.com/video/x9t2mza


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28.10.2026 um 10:06
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Und ja, natürlich gab es auch in der DDR Mord und Totschlag.
Ja, bei Fällen, die nicht vertuscht werden konnten. Wie der Kreuzworträtselfall. Hier bei uns in der Stadt gab es in den 70ern einen Mord. Damals hieß es, der wäre bei Spazierengehen tot umgefallen. Anfang der 90er, nach der Wende, wurde die Wahrheit öffentlich. Und ich rede hier nicht von Berlin oder Leipzig, sondern von nem 15k EW-Kaff. Also wo nicht jeder jeden kennt, sondern nur jeden zweiten.

Offiziell gab es in der DDR keine Kriminalität.


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28.10.2026 um 13:13
@SomertonMan
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Offiziell gab es in der DDR keine Kriminalität.
ganz genau. Meine Tante lebte und lebt noch heute dort in Bleicherode und als wir sie 1981 das erste Mal besuchten, hat sie unter anderen, sie konnte auch Westfernsehen schauen, uns gesagt, das es in der DDR so gut wie keinen Mord gäbe. Als meine Mutter dann 1986 starb und sie zur Beerdigung kommen durfte, hatte sie Angst das sie überfallen wird. Viele dachten echt das es dort ganz selten Morde gibt. Und meine Tante und mein Onkel sind keine dummen Leute, mein Onkel ist Arzt in einer Poliklinik gewesen, mein Tante hat die Küche in dem Krankenhaus geleitet.


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28.10.2026 um 14:33
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Offiziell gab es in der DDR keine Kriminalität.
Das mag sein.
In der Realität gab es natürlich auch in der DDR Straftaten.
Es gab aber erheblich weniger Kriminalität als in der BRD.

Das hatte unter anderem zu tun mit einer konsequenteren öffentlichen Ächtung jeder Art von kriminellem Fehlverhalten, strengeren Ein- und Ausreiseregelungen, einem insgesamt geordneteren gesellschaftlichen Zusammenleben, dem Recht und der Verpflichtung zur Erwerbsarbeit, einem höheren zu erwartenden Strafverfolgungsdruck (weil die Befugnisse der Ermittlungsbehörden weitreichender waren) und vermutlich auch mit den rustikaleren Bedingungen in den Haftanstalten.

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.


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28.10.2026 um 18:18
Zitat von KieliusKielius schrieb:Das hatte unter anderem zu tun mit einer konsequenteren öffentlichen Ächtung jeder Art von kriminellem Fehlverhalten,
Dein ernst? Unter der Hand und mit Vitamin B wurde nur rumgeklaut. Vor allem Baustoffe. Kann aber sein, dass das so verbreitet war, dass man das nicht mehr als kriminell wahrnahm...


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29.10.2026 um 20:01
Ich möchte zurückkommen auf die ARD-Doku…

@FrauSandmann hatte an einen Fall wie Nelli Graf gedacht.
Zitat von FrauSandmannFrauSandmann schrieb am 10.07.2026:Dazu haben wir zunächst den Fall Nelli Graf ins Auge gefasst, sind aber auch offen für andere Ideen
Da ich wie Frau Sandmann auch offen für andere Ideen bin, habe ich mich mit dem Fall Nelli Graf befasst, den ich vorher nicht kannte.

Im Gitta Schnieder-Thread kam es zu folgender Zusammenfassung bezüglich Attacken gegen den Hals:
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb am 06.08.2026:Bei Attacke gegen den Hals denke ich an

1) Nelli Graf 2011 — Kehlschnitt post mortem
Der Fall Nelli Graf (Beitrag von Comtesse)

2) Truus Langendonk 1997 — Stiche gegen den Hals und Kehlschnitt
Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau (Beitrag von leberkashawaii)

3) Gitta Schnieder 1989 — singulärer, tödlicher Stich in den Hals
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb am 06.08.2026:Mir fallen da noch Sibylle Grotjan (hier im Thread mit dem Mord an Anja Aichele) und Klaus Berninger ein.
Ich bin gespannt, ob einer der Fälle in der ARD-Doku aufgenommen wird.

Es gibt nicht so viele Fälle, in denen es gezielte Attacken gegen den Hals gibt.


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30.10.2026 um 12:56
For the record: Sibylle G.wurde in die „Hauptschlagader“ gestochen, vom Hals ist nirgendwo die Rede .


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30.10.2026 um 13:17
Ich würde gern noch einmal auf den biografischen Bezug mancher User hier zum Thema eingehen.

Die Geschichten, wie man als Kind z.B. die Sendung "XY ungelöst" erlebt hat (heimlich im Schlafanzug ins Wohnzimmer geschlichen, heimlich im "Westfernsehen" geschaut, oder aber von der Lehrerin missbilligt) - das weist doch irgendwo auf ein gemeinsames Erleben hin, auch wenn es individuell unterschiedliche Ausprägungen gab.

In eine Sendung zum Phänomen der "Hobbydetektive" gehört so etwas mMn auf jeden Fall hinein.

Auch hatte ich oft den Eindruck, dass unterschiedlicher Kontakt mit Kriminalität (als Opfer, als Nachbar, als Bewohner einer Gegend) bei vielen Leuten hier den Ausschlag gab, sich mit einem Thema zu befassen, mit dem sich andere nur ungern auseinandersetzen mögen.

Da wären Erfahrungsberichte, welche Punkte in der Biografie das Interesse an 'true crime' geweckt haben, doch sicher für die Zuschauer sehr interessant.

Nur mal so als Idee für das Konzept einer TV-Doku.


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30.10.2026 um 15:04
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Auch hatte ich oft den Eindruck, dass unterschiedlicher Kontakt mit Kriminalität (als Opfer, als Nachbar, als Bewohner einer Gegend) bei vielen Leuten hier den Ausschlag gab, sich mit einem Thema zu befassen, mit dem sich andere nur ungern auseinandersetzen mögen.

Da wären Erfahrungsberichte, welche Punkte in der Biografie das Interesse an 'true crime' geweckt haben, doch sicher für die Zuschauer sehr interessant.
Ich werde nicht darüber reden, welche Punkte in meiner Biografie das Interesse am Thema Kriminalität geweckt haben, dass überhaupt nicht meinen eigentlichen Interessen entspricht und wohl auch nicht dem Interesse der Durchschnittsbevölkerung.

Das Gruselige, Böse, den Tod lebt man lieber zu Halloween aus, statt es in Wirklichkeit intensiv anzuschauen. Höchstens lässt sich die Mehrheit auf unterhaltende Berichterstattung und Mithilfe ein; nicht umsonst ist Aktenzeichen xy unterhaltsam gestaltet.


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30.10.2026 um 19:42
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:und wohl auch nicht dem Interesse der Durchschnittsbevölkerung.
@Füchschen
Wie kommst du zu dieser Einschätzung? Gibt's da irgendwelche Statistiken?
Mir persönlich kommt es nämlich so vor, als wäre da schon ein Interesse vorhanden.


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gestern um 16:35
Und da komme ich wieder auf den Fall der verschwundenen 12-jährigen Monika Frischholz aus Flossenbürg.
Das Mädel hat sich geschminkt, hat sich in einen wesentlich älteren Burschen verknallt und war zu einem Fremden ins Auto gestiegen. So eine, die war schon auch selbst Schuld, da ist man anderen Spuren nicht mehr nachgegangen, über den Fall hat man dann besser gar nicht mehr geredet.


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gestern um 20:27
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:In eine Sendung zum Phänomen der "Hobbydetektive" gehört so etwas mMn auf jeden Fall hinein.
Diese Anregung möchte ich unbedingt unterstützen.

Das schon lange legendäre TV-Format "Aktenzeichen XY ungelöst" dürfte mit Abstand die meisten und wesentlichsten Informationsgrundlagen für im Forum diskutierte Kriminalfälle geliefert haben.

Die Sendung dürfte mit der Ausstrahlung von Filmfällen über ungeklärte Kapitalverbrechen auch häufig den Anlass geliefert haben, im Forum eine Diskussion über den jeweiligen Kriminalfall zu eröffnen.


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um 09:56
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Auch hatte ich oft den Eindruck, dass unterschiedlicher Kontakt mit Kriminalität (als Opfer, als Nachbar, als Bewohner einer Gegend) bei vielen Leuten hier den Ausschlag gab, sich mit einem Thema zu befassen, mit dem sich andere nur ungern auseinandersetzen mögen.
Na ja, manche interessiert (mich zum Beispiel) der Weg von Sekunde 1 des Verbrechens bis zum Zeitpunkt der Überführung. Ganz am Anfang kommt man als Ermittler zum Tatort und sieht und weiß erstmal nichts und gar nichts. Und dann fängt man an das 1 Mio.-Teile-Puzzle, von dem die Hälfte der Teile davon alle gleich aussehen, zusammenzusetzen.

Selbst betroffen, auch im entfernteren Umfeld, war ich nie.


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