Nightrider64 schrieb:Dieses Tattoo war recht dilettantisch gestochen und eines der wohl beliebtesten Knastmotive.
Oft noch selbst gestochen.
brigittsche schrieb:Genau, daher könnte es gut sein, dass z. B. die Eltern des Toten keine Ahnung davon hatten,
Ihr habt vollkommen recht, wenn man nicht zwingend davon ausgehen kann, dass die Eltern oder nahestehende Verwandte von einem solchen Tattoo Kenntnis gehabt haben müssen, jedoch gibt es eben auch noch den Freundeskreis, meist im gleichen Alterskegel, der wohl schon eher über entsprechende Tabus der 70er Jahre Bescheid hätte wissen müssen. Wie gesagt, man muss ja von einer Person ausgehen, die mit jungen Jahren verstorben ist. Neben den Angehörigen müsste man natürlich auch den entsprechenden Freundeskreis befragen, wenn man davon ausgehen würde, dass diese eben nicht durch den Sohn, Enkel etc. über das Tattoo unterrichtet wurden. Andererseits sprechen wir über eine verstorbene Person, die, wie auch immer verstorben, doch auch durch einen Arzt begutachtet werden musste, der die endgültige Todesursache feststellen hat müssen. In der Regel erfolgt eine solche Begutachtung, gerade wenn es sich um so junge Verstorbene handelt, sehr gründlich, womit auch die Kleidung den Körper verlässt.
Deshalb gehe ich schon davon aus, dass, wenn man denn die Tattoos damals tatsächlich veröffentlicht hätte, man sicherlich eine gute Möglichkeit gehabt hätte eine Person zu finden, welche diese bekannt vorkommt. Man muss dazu auch berücksichtigen, dass die Printmedien das Informationsmedium Nummer Eins waren und gerade dieser Fall wohl in der lokalen Presse sehr präsent gewesen sein dürfte.