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Ungelöste Mordfälle /international

151 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Mordfall, Mordfälle
sarafin7
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Ungelöste Mordfälle /international

28.06.2007 um 16:00
@ onuba hätte schwören können, habe ich auch irgendwo...na mal sehen, jedenfalls hast du
recht....Immer noch einen Eintrag wert. !!


@ amerikaner
JA. Ich versuche
Fälle zu finden, die nicht so ganz bekannt sind und deshalb dauert die Recherche manchmal
ein bisschen.
Mein Archiv ist groß...


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sarafin7
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Ungelöste Mordfälle /international

28.06.2007 um 19:14
@onuba
schau mal unter Geschichtlich myster. Personen / 17.06 07
Kaspar Hauser LG


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sarafin7
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Ungelöste Mordfälle /international

28.06.2007 um 19:25
Thomas Rung / Stand 2003

Der Serienmörder Thomas Rung hat am Sonntag in derHaftanstalt Tegel einen Mitinsassen lebensgefährlich verletzt. Hintergründe für die Tat,die sich gegen 12.30 Uhr ereignet hatte, sind noch nicht bekannt. Gerüchten zufolge solldas Opfer, das in der Gefängnisdruckerei arbeitet, Schulden an Rung nicht zurückgezahlthaben. Der verletzte Mann liegt auf der Intensivstation des Haftkrankenhauses. Er istbewusstlos und schwebt in Lebensgefahr. Am Nachmittag übernahm eine Mordkommission dieErmittlungen. Beamte des Spezialeinsatzkommandos sicherten im Gefängnistrakt Spuren.

Der 41-jährige Thomas Rung gilt bei der Polizei als einer der gefährlichstenSerienmörder der Berliner Nachkriegsgeschichte. Er tötete sieben Menschen und wurde 1996zu einer zweifachen lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Die Richter ordneten außerdemSicherungsverwahrung an. Rungs Mordserie hatte bereits im Oktober 1983 mit dem Mord ander 77-jährigen Melanie Sch. in deren Wohnung in der Silbersteinstraße in Neuköllnbegonnen. Im November 1983 tötete Thomas Rung die 22-jährige Pfarrerstochter Susanne M.auf einem Spielplatz an der Silbersteinstraße. Im Dezember 1983 musste die 85-jährigeFrieda K. auf einem Lagerplatz an der Amendestraße in Reinickendorf sterben, nachdem Rungsie überfallen, sexuell missbraucht und ausgeraubt hatte. Nach der Tat ließ er sieliegen. Die Rentnerin erfror. Am Heiligabend 1983 überfiel er die 62-jährige Josefine G.am Neuköllner Schifffahrtskanal und vergewaltigte sie. Anschließend warf er die Frau insWasser. Am 16. Oktober 1990 ertränkte Rung die 59-jährige Hella K. aus der Marienstraßein Mitte in ihrer Badewanne. Fünf Jahre später starb Eckhard T. in seiner Wohnung in derCottbusser Straße in Hellersdorf. Die Polizei nahm Thomas Rung erst im Februar 1995 fest,nachdem er die beste Freundin seiner Lebensgefährtin vergewaltigt und getötet hatte.

Während seiner Haftzeit ist Rung mehrfach durch Körperverletzungen aufgefallen,sagen Mithäftlinge. Zuletzt geriet er 2001 in die Schlagzeilen, weil er in seiner Zelleden Mithäftling Brian L. bewusstlos geschlagen hatte. Er hatte Rungs Gameboy in die Handgenommen.


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sarafin7
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Ungelöste Mordfälle /international

01.07.2007 um 16:20
Loredana Mancini

verschwand, damals 7 jährig, am 14. April in Spreitenbach nacheinem Einkauf im Shoppingcenter.

Einige Monate zuvor wurden in einemnahegelegenen Wohnquartier zwei damals ebenfalls ca. 6 jährige Mädchen von einemunbekannten Mann sexuell belästigt. Die Mädchen wehrten sich und begannen sofort zuschreien, doch der unbekannte Mann liess nicht ab und versuchte die beiden in den Kellerihres Wohnblokes zu reissen. Das eine Mädchen wurde am Oberarm leicht verletzt als derTäter es in den Keller zu reissen versuchte. Durch die lauten Schreie wurde der Vater deseinen Mädchens auf seine Tochter aufmerksam und rannte direkt zu den Mädchen. Als derTäter dies bemerkte liess er von den Kindern ab und flüchtete sofort erfolgreich.

Einige Wochen später als das verletzte Mädchen sich wieder einmal imShoppi-Center aufhielt, sah sie den Täter in einigen Metern Entfernung vorbeigehen. AusAngst aber versteckte sie sich sofort und blieb unentdeckt. Sie sprach sofort eineAngestellte des Shoppi Centers an und erzählte ihr den Sachverhalt. Die Angestellte nahmdie vom Mädchen erzählte Geschicht jedoch nicht ernst.

Einige Monate später wurde"Loredana" entführt und ermordet.


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sarafin7
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01.07.2007 um 16:32
Werner Ferrari

Das Rätsel vom «Chefihau»
Von Peter Holenstein

1995wurde Werner Ferrari wegen der Ermordung von fünf Kindern zu lebenslänglich verurteilt.In vier Fällen war er geständig; den Mord an der 12-jährigen Ruth Steinmann hat er stetsbestritten. Jetzt wird der Fall neu aufgerollt – aufgrund der Recherchen vonWeltwoche-Autor Peter Holenstein.

Zwischen 1980 und 1989 wurden in acht Kantonenelf Kinder im Alter zwischen 6 und 14 Jahren entführt. Während sieben ermordetaufgefunden wurden, gelten vier bis heute als vermisst. Die Handschrift der Verbrechenwies auf einen psychisch abnormen Täter mit sadistischen Zügen hin. Die Fahndung nach ihmlief fast zehn Jahre ins Leere, denn von einer Ausnahme abgesehen, hatte er keineverwertbaren Spuren hinterlassen. Diese einzige Spur, ein Schamhaar, das auf der Leicheseines ersten Opfers, der 12-jährigen Ruth Steinmann, sichergestellt werden konnte, wurdejedoch nie untersucht.


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Aus Ausgabe 17/04 | WeitereArtikel
Werner Ferrari

Das Rätsel vom «Chefihau»
Von PeterHolenstein

1995 wurde Werner Ferrari wegen der Ermordung von fünf Kindern zulebenslänglich verurteilt. In vier Fällen war er geständig; den Mord an der 12-jährigenRuth Steinmann hat er stets bestritten. Jetzt wird der Fall neu aufgerollt – aufgrund derRecherchen von Weltwoche-Autor Peter Holenstein


Zwischen 1980 und 1989 wurdenin acht Kantonen elf Kinder im Alter zwischen 6 und 14 Jahren entführt. Während siebenermordet aufgefunden wurden, gelten vier bis heute als vermisst. Die Handschrift derVerbrechen wies auf einen psychisch abnormen Täter mit sadistischen Zügen hin. DieFahndung nach ihm lief fast zehn Jahre ins Leere, denn von einer Ausnahme abgesehen,hatte er keine verwertbaren Spuren hinterlassen. Diese einzige Spur, ein Schamhaar, dasauf der Leiche seines ersten Opfers, der 12-jährigen Ruth Steinmann, sichergestelltwerden konnte, wurde jedoch nie untersucht.

Der Name des Kindermörders wurdebereits 1982 erstmals aktenkundig. Nach der Ermordung des 14-jährigen Stefan Brütsch inBüttenhardt SH wiesen die Kripos Bern und Basel auf den 36-jährigen Werner Ferrari hin.Dieser hatte am 6. August 1971 in Reinach BL den 10-jährigen Daniel Schwan ermordet undwar 1979 vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Doch man unterliess es, Ferrari genauzu überprüfen.

Am 26. August 1989 wurde in Hägendorf SO die 9-jährige FabienneImhof ermordet. Vier Tage später meldete sich Werner Ferrari telefonisch bei derKantonspolizei Solothurn und teilte mit, dass er mit dem Tod dieses Kindes nichts zu tunhabe. Eine Stunde später wurde er in seiner Wohnung in Olten verhaftet.

Währendder Untersuchungshaft in Solothurn schrieb Ferrari detaillierte Geständnisse in vierFällen nieder. Neben dem Mord an Fabienne Imhof gab er zu, 1983 den 10-jährigen BenjaminEgli aus Kloten, 1985 den 7-jährigen Daniel Suter aus Rümlang sowie 1987 den 10-jährigenChristian Widmer aus Windisch entführt und umgebracht zu haben. Im Fall der 12-jährigenRuth Steinmann, die 1980 in Würenlos ermordet worden war, wies er von Anfang an jedeSchuld von sich: «Für diese Tat», beteuerte er, «ist eine andere Täterschaftverantwortlich.»

Was folgte, waren zwei aufsehenerregende Prozesse. Der erste imJahr 1994 platzte nach einem Eklat: Am zweiten Prozesstag zog Ferrari seine Geständnissezurück, worauf sein amtlicher Verteidiger, ein 81-jähriger Zürcher Scheidungsanwalt, dasHandtuch warf. Im zweiten Verfahren, das 1995 vor dem Bezirksgericht Baden stattfand,amtierte der Aargauer Martin Ramisberger als neuer Pflichtverteidiger. Am 8. Juni 1995wurde Ferrari wegen fünffachen Mordes zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt, darunter auchfür jene Tat, die er immer bestritten hatte: den Mord an Ruth Steinmann.

In ihremHaus in Würenlos warteten die Eltern Steinmann am Nachmittag des 16. Mai 1980 vergeblichauf ihre Tochter Ruth. Die 12-Jährige, ein selbst- und pflichtbewusstes Mädchen, galt alsabsolut zuverlässig. Ihren Weg zum Bezirksschulhaus in Wettingen legte sie mit demFahrrad zurück. Um der stark frequentierten Kantonsstrasse auszuweichen, nahm sie jeweilseine Abkürzung, die entlang des Waldstückes «Chefihau» führt. Als Ruth um 18 Uhr nochimmer nicht zu Hause eingetroffen war, machten sich ihre Eltern auf dieSuche.

Während Felix Steinmann zum Schulhaus nach Wettingen fuhr, machte sichseine Frau zu Fuss auf den Weg. Beim Waldstück «Chefihau» entdeckte sie ein Moped, das aneinen Baum gelehnt war. Auf dem Benzintank konnte sie das Wort «Caravelle» lesen. KurzeZeit später traf auch Felix Steinmann beim «Chefihau» ein. Ihre Rufe nach Ruth verhalltenim Wald.

Die verpasste DNA-Analyse

Während seine Frau weiter RichtungBahnhof Würenlos lief, sah Felix Steinmann plötzlich, wie ein Mann auf dem Moped sitzendaus dem Wald kam. Er beschrieb ihn später als «schlanken, etwa 20-jährigen Burschen mitblondbraunen, vorne etwas abstehenden Haaren, der eine markante Brille und eine brauneLederjacke trug». Als der Unbekannte Steinmann erblickte, wendete er sein Fahrzeug undfuhr in entgegengesetzter Richtung davon.

Auf einem Trampelpfad durchquerte VaterSteinmann darauf das Waldstück. Zunächst fand er Ruths Fahrrad und wenig später dienackte Leiche seiner Tochter. Der Mörder hatte ihr den Pullover um den Hals verknotet,und tief in ihrem Mund steckte eine Socke. Bei der linken Brustwarze warenblutunterlaufene Abdrücke einer Zahnspur sichtbar: Der Täter musste mit aller Kraftzugebissen haben.

Eine vielversprechende Spur fand die Kripo auf dem Gesäss desOpfers: ein Haar. Die kriminaltechnische Untersuchung ergab, «dass es sich mit grössterWahrscheinlichkeit um ein Schamhaar handelt, welches dem Täter zugeordnet werden muss».Ebenfalls gesichert wurden Abdrücke von kleinen Schuhsohlen einer Person, «die inRichtung Würenlos gerannt sein muss». Und nahe dem Tatort wurde ein Schüleretui gefunden,welches nicht Ruth gehörte.

Ein weiteres Fundstück war ein 33 Zentimeter langesAststück, das neben dem Opfer lag. Obwohl ein direkter Zusammenhang mit dem Mord nichterkannt werden konnte, erschien die Lage des Holzstückes doch wichtig genug, dass esgerichtlich sichergestellt wurde, zumal zwischen dem Standort des Mofas und dem Tatortdie passenden Gegenstücke des Astes gefunden wurden. Damit stand fest, dass das Aststückfrisch abgebrochen worden war.

Nach Ferraris Verhaftung erhielt dassichergestellte Aststück einen neuen Stellenwert. Denn auch andere Kinder, die zwischen1980 und 1989 ermordet wurden, waren mit einem frisch abgebrochenen Ast geschändetworden. Aus diesem Grund kontaktierten die Untersuchungsbehörden im September 1989 dendamaligen Pathologen des Kantonsspitals Aarau und ersuchten ihn, die Verletzungen beiRuths Genitalbereich nochmals zu beurteilen. Das Gutachten kam zum Schluss, «dass dieVerletzungen von der Manipulation mit einem Aststück herrühren können».

Nachdemdie Medien ausführlich über die schreckliche Tat im «Chefihau» berichteten, meldete sichbei der Polizei ein Zeuge. Auslöser war der Hinweis im veröffentlichten Signalement desunbekannten Mofafahrers, wonach der Gesuchte eine braune Lederjacke trug.

DerNachtwächter Emil Hiestand (Name geändert) hatte am Abend des Tattages eine ungewöhnlicheBeobachtung gemacht: «Gegen 21 Uhr beobachtete ich in Regensdorf einen zirka 20- bis23-jährigen Mann, der eine Brille sowie eine braune Lederjacke trug. Er schaute sich nachallen Seiten um und warf dann die Jacke in die Wiese.» Während sich der Unbekannte mitschnellen Schritten entfernte, las Hiestand die Jacke auf und nahm sie mit nachHause.

Ferrari, der zum Zeitpunkt der Tat einen markanten Schnauzbart trug (einsolcher war beim «Unbekannten» weder Vater Steinmann noch dem Nachtwächter aufgefallen!),bestritt immer, jemals eine braune Lederjacke besessen zu haben. Am Prozess ersuchte ihnder Gerichtspräsident, das Kleidungsstück probehalber anzuziehen. Dabei stellte sichheraus, dass Ferrari die Jacke viel zu gross war.

Nach Ferraris Verhaftung schlugProfessor Walter Bär, Leiter des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Zürich(IRM), vor, das auf der Leiche sichergestellte Schamhaar einer Untersuchung zuunterziehen, die in Europa noch weitgehend unbekannt war: einer DNA-Analyse. Bärsamerikanischer Kollege, Professor George F. Sensabaugh von der University of California,Berkeley, anerbot sich, vom Haar ein DNA-Profil zu erstellen, das mit jenem von Ferrarihätte verglichen werden können.

Anfang April 1990 wurde das Haar ProfessorSensabaugh zugestellt. Fünf Jahre lang blieb es in seinem Institut archiviert, ohne dasssich jemand für seinen Verbleib interessierte. Erst als sich Ferraris Verteidiger vorProzessbeginn nach dem Resultat der Analyse erkundigte, erinnerte man sich wieder daran.Doch diese war nie durchgeführt worden, und der Prozess fand 1995 ohne diesesBeweismittel statt. Einige Wochen später erhielt Professor Bär Post aus den USA: Dasversiegelte Schamhaar wurde ihm wieder zugestellt. Er legte es zur entsprechendenFallakte im IRM, wo es für weitere sechs Jahre liegen blieb. Die Untersuchungsbehördenhielten es offenbar nicht mehr für nötig, sich weiter um diese Sache zukümmern.

Beim Studium der Gerichtsakten, in die ich für mein Buch über das Lebenund die Taten von Werner Ferrari integral Einsicht hatte, stiess ich im Frühjahr 2001 aufdie verpasste DNA-Analyse. Auf meine Anfrage, ob sich das Schamhaar vielleicht noch immerim IRM befinde, teilte mir Professor Bär mit: «Das seinerzeit asservierte Einzelhaarbefindet sich tatsächlich noch bei uns, da wir vom Gericht nie instruiert wurden, wie mitdiesem Asservat weiter zu verfahren sei.»

Eine schreckliche Erinnerung

Mitdem Einverständnis der Aargauer Justizbehörden wurde mir erlaubt, am Institut fürRechtsmedizin der Universität Lausanne die verpasste DNA-Vergleichsanalyse auf eigeneKosten durchzuführen. Am 11. September 2001 stand fest: «Werner Ferrari kann mitSicherheit als Spurengeber ausgeschlossen werden», so das IRM Lausanne. «Zwischen demHaar und Werner Ferrari besteht keine Identität.»

Die Frage, weshalb RuthSteinmann vom Fahrrad gestiegen und ihrem Mörder freiwillig zum Tatort gefolgt war,beschäftigt die Eltern bis heute. «Ich bin überzeugt», so Felix Steinmann, «dass sich dasVerbrechen niemals so zugetragen hat, wie das vom Gericht angenommen wurde. Ich schliessenicht aus, dass Ruth von einer Person, die sie gekannt hat, unter irgendeinem Vorwand inden Wald gelockt wurde.»

Diese Vermutung wurde genährt, als Mitte Februar 2000 die32-jährige Hanna Utz (Name geändert) bei der Opferhilfe Aarau vorsprach und von einerschrecklichen Erfahrung erzählte, die sie als Kind gemacht habe. Damals sei sie von ihremOnkel, der 1998 im Kantonsspital Baden an Krebs gestorben sei, sexuell missbrauchtworden. Ein besonders traumatisches Erlebnis würde sie jedoch noch mehr belasten: Als12-Jährige habe sie nämlich vor 20 Jahren beim Mord an Ruth Steinmann als Lockvogel fürdie Täterschaft gedient. Und zu dieser habe neben ihrem Onkel auch Werner Ferrari gehört.Sie habe damals die mit dem Fahrrad herannahende Ruth angehalten und dazu bewogen, mitihr in den Wald hineinzugehen. Dort habe sie mit ansehen müssen, wie Ruth von ihrem Onkelmalträtiert wurde und schliesslich erstickt sei. Ferrari sei erst am Tatort aufgetaucht,als das Mädchen schon tot war. Als sie gehört habe, wie die Eltern von Ruth nach ihrerTochter riefen, sei sie vom Tatort weggeflüchtet. Seit sie sich des schrecklichenGeschehens wieder bewusst sei, leide sie unter starken Schuldgefühlen und habe Angst vorder Reaktion von Ruths Eltern. Seit einiger Zeit sei sie deswegen bei einem Psychologenin Behandlung, und dieser habe ihr geraten, sich an die Opferhilfe zu wenden.

DerLeiter der Opferhilfe empfahl Hanna «mit viel Vorbehalt», sie solle sich der Polizeianvertrauen, und informierte die zuständigen Behörden über den Vorfall.


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sarafin7
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Ungelöste Mordfälle /international

01.07.2007 um 16:35
Weiter: Ein neuer Zeuge meldet sich

Nachdem im März 2000 im Tages-Anzeiger-Magazinein Artikel erschienen war, in dem ich mich mit der schizoiden PersönlichkeitsstrukturWerner Ferraris auseinander setzte, erhielt ich einen Anruf der mir bis dahin nichtbekannten Hanna. Sie erklärte, dass sie Ruth aus dem Schulhaus in Wettingen gekannt habeund sich an ihrem Tod mitschuldig fühle. In der Folge kam es zu einigen persönlichenTreffen, bei denen sie mir bezüglich des Tatablaufs von Umständen berichtete, die nie inden Medien veröffentlicht worden waren, so zum Beispiel, dass Ruth an einer Sockeerstickt sei und in welcher Lage das Opfer tot liegen geblieben war.

Fragenstellten sich: Weshalb hat Hanna zwanzig Jahre lang geschwiegen? Warum hat sie sich niejemandem anvertraut? Ihre Erklärung:

Nach der Tat habe sie die Erinnerung an dasschreckliche Geschehen vollständig verdrängt: «Es hat einfach plötzlich nicht mehrexistiert.» Erst vor drei Monaten sei die Erinnerung wegen eines ungewöhnlichenEreignisses «wieder durchgebrochen».

Dieses Ereignis schien den Wahrheitsgehaltihrer Aussagen zu bekräftigen: «Als Ende Dezember 1999 der Sturm ‹Lothar› wütete»,erzählte Hanna, «hörte ich fast die ganze Nacht das Knacken von Ästen. Das Geräusch vonbrechendem Holz rief mir plötzlich wieder jenes Bild wach, wie das Stück Holz aus einemAst herausgebrochen wurde, mit dem man Ruth zu schänden versucht hatte.» Zumindest diesesDetail konnte praktisch nur jemand wissen, der beim Mord an Ruth dabei war. Denn dass essich um ein Aststück handelte, das frisch abgebrochen worden war, wurde nie öffentlichbekannt.

Da sich Hanna vor einer polizeilichen Untersuchung fürchtete, versprachich ihr, mich dafür einzusetzen, dass sie zunächst nicht polizeilich befragt werde,sondern vom bekannten Gerichtspsychiater Mario Etzensberger. Dieser erklärte sich AnfangMai 2000 dazu bereit, und auch der Aargauer Kripo-Chef Urs Winzenried zeigte Verständnisfür mein Anliegen. Dennoch musste auf die Befragung verzichtet werden. Staatsanwalt ErichKuhn hatte nämlich inzwischen verfügt, dass nicht ermittelt werde, weil der von Hannabezeichnete Täter gestorben sei.

Am 15. Juni 2000 meldete sich Hanna noch einmal:Sie telefonierte der Aargauer Kripo und erklärte erneut, dass sie sich an Ruths Todmitschuldig fühle und Angst vor der Reaktion von Ruths Eltern habe. Im Übrigen habe siesich entschlossen, keine Aussagen mehr zu machen.

Dass im Fall Ruth Steinmann 24Jahre nach der Tat nun doch neu ermittelt wird, hängt weniger mit der verpasstenDNA-Analyse oder mit Hannas Aussagen zusammen. Ausschlaggebend dafür, dass dasObergericht des Kantons Aargau am 12. Juni 2003 das Urteil gegen Ferrari im FallSteinmann aufhob, waren vielmehr die Aussagen eines neuen Zeugen: Fritz Vonarx (Namegeändert) hatte sich beim Blick gemeldet, nachdem dieser am 16. August 2002 ein Foto mitseltsamer Bildlegende veröffentlicht hatte.

Auf dem Bild war eine unkenntlichgemachte Person zu sehen, die vor einem markanten Haus mit Gartenarbeiten beschäftigtwar. In der Bildlegende wurde gefragt: «Wer weiss, wo dieses Haus steht?» Nicht vonungefähr: Zwei Jahre nach dem Mord an Ruth hatte Vonarx dieses Foto Felix Steinmann mitden Worten zukommen lassen: «Dieser Mann könnte es gewesen sein.»

DerDoppelgänger

Steinmann schenkte dem Bild damals keine Beachtung und legte es zuden Akten. Erst nachdem mein Buch über Ferrari erschienen war, erinnerte er sich wiederdaran und übergab es mir. Es zeigte einen Mann, der Werner Ferrari bis aufs Haar zumVerwechseln ähnlich sah: dieselbe Statur, Gesichtsform und Frisur, die gleiche Brille.Der Mann unterschied sich nur in zwei Punkten von Ferrari: Er schien grösser und trugkeinen Schnauzbart – genauso wenig wie jener Unbekannte, den Felix Steinmann damals aufdem Moped flüchten sah und der von Nachtwächter Hiestand beim Wegwerfen der braunenLederjacke beobachtet wurde.

Die einzige Möglichkeit, um festzustellen, um wen essich bei der Person handelte, bestand darin, das auf dem Foto abgebildete markante Hauszu orten. Blick-Reporter Viktor Dammann erklärte sich bereit, das Bild mit einem Aufrufzu veröffentlichen – und hatte Erfolg.

Fritz Vonarx erklärte, dass es sich beimUnbekannten auf dem Bild um E.R., seinen Schwager, handle. Dieser sei von seiner Familienach Ruths Ermordung nachhaltig der Tat verdächtigt worden. Der damals 28-jährige E.R.habe nur drei Kilometer vom Waldstück «Chefihau» entfernt gewohnt und als Pfleger imKantonsspital Baden gearbeitet. Er habe ein Moped der Marke «Caravelle» gefahren, das ernach Bekanntwerden der Tat «wie ein Irrer gereinigt hat, wobei er sogar die Reifen miteiner Stahlbürste säuberte», und er habe eine braune Lederjacke besessen, wie sie damalsgesucht worden war.

Vonarx wusste noch mehr: «Am Abend des Tattages kam E.R.verspätet nach Hause und wirkte völlig aufgebracht. Am Arm wies er eine frische Bisswundeauf, die ihm von meiner Schwester verbunden werden musste. In den folgenden Monatenwirkte er nervös, unzugänglich und depressiv und konsumierte Beruhigungstabletten. Alsich ihn einmal auf den Fall Ruth ansprach, grummelte er vor sich hin ‹Das habe ich nichtgewollt› und ‹Weshalb müssen die Weiber auch nur immer schreien?›. Aus diesem Grundbeschlossen wir in der Familie, Vater Steinmann ‹einen Wink mit dem Zaunpfahl› zu geben,und überbrachten ihm das Foto.»

Nachdem am 20. März 1982 im luzernischen Gettnaudie 8-jährige Rebecca Bieri entführt und ermordet worden war, meldete Vonarx seineBeobachtungen angeblich auf dem Posten der Kantonspolizei in Baden und übergab ein Fotovon E.R. «Ein paar Wochen später teilte man uns mit», so die damalige Ehefrau von E.R.,«mein Mann sei aufgrund der Hinweise meines Bruders ohne Ergebnis polizeilich überprüftworden.» Seltsamerweise findet sich in den Gerichtsakten zum Fall Ruth kein einzigerHinweis darauf, dass E.R. tatsächlich polizeilich überprüft worden war.

SatansEinfluss

Innerhalb der Familie Vonarx blieb der Verdacht, E.R. könnte etwas mitdem Mord an Ruth zu tun haben, nachhaltig bestehen. Im Herbst 1982 hielt E.R. dieVerdächtigungen nicht mehr aus und übersiedelte mit seiner Familie nach Wolfhalden.Schliesslich hielt er dem Druck nicht mehr stand: Im März 1983 erhängte er sich auf demDachboden seines Hauses. In einem Abschiedsbrief wies er darauf hin, dass er wegen SatansEinfluss und der anhaltenden Verdächtigungen das Leben nicht mehr ertrage.

WurdeWerner Ferrari von Vater Steinmann und der Zeugin Hanna mit E.R. verwechselt? HatNachtwächter Hiestand damals Ferraris «Doppelgänger» beim Wegwerfen der braunenLederjacke beobachtet? Stammt das auf der Leiche von Ruth sichergestellte Schamhaar vonE.R. oder von Hannas Onkel? Im Hinblick auf den Revisionsprozess sollen nun DNA-Analysendie Antworten liefern. Zu diesem Zweck werden Anfang Mai die sterblichen Überreste vonE.R. exhumiert.

Für die Wahrheitsfindung unerlässlich wäre auch ein DNA-Profildes 1998 verstorbenen Onkels der Zeugin Hanna. Eine Möglichkeit dazu bestünde: In derPathologie des Kantonsspitals Baden werden die Gewebeproben dort verstorbenerKrebspatienten 20 Jahre lang aufbewahrt. Im Hinblick auf den neuen Prozess dürften auchdiese Proben untersucht werden.

Eine abschliessende Antwort darauf, wer RuthSteinmann ermordet hat, wird man allerdings auch dann nicht finden, wenn eine derDNA-Analysen positiv ausfallen würde. Ein solcher Befund würde nur bedeuten, dass eineder beiden Personen am Tatort gewesen sein muss. Mit Sicherheit steht nur fest, dass dasauf der Leiche gefundene Schamhaar nicht von Werner Ferrari stammt. Das Rätsel vom«Chefihau» bleibt deshalb wohl für immer ungelöst.

Stand 04 /QuelleWeltwoche.ch


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Ungelöste Mordfälle /international

01.07.2007 um 16:46
Mehr dazu
http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=8596&CategoryID=66

31. Juli2006: Der falsche Mörder
Die 12-jährige Ruth Steinmann wurde 1980 in Würenlos auf demSchulweg in einen Wald gelockt und dort umgebracht. Christa Ulli rekonstruiert den Fall,in dem lange der Kindermörder Ferrari als Täter galt. Der Vater von Ruth erinnert sich anjenen Tag, als wäre es gestern gewesen. «DOK» zeigt zum ersten Mal die aufsehenerregendeGebiss-rekonstruktion der Stadtpolizei Zürich, die dem Fall eine neue Wende gab. Denn derBiss auf der Brust des Mädchens stammte nicht von Werner Ferrari.


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Ungelöste Mordfälle /international

01.07.2007 um 16:55
24. Juli 2006: Mord in Kehrsatz
1985 wurde in der Tiefkühltruhe einesEinfamilienhauses in Kehrsatz die Leiche einer 24-jährigen jungen Frau aufgefunden.Nachdem der im ersten Prozess verurteilte Ehemann der jungen Frau im Revisionsprozessfreigesprochen wurde, gilt der berühmte Mordfall als nicht geklärt.

Mehrdarüber:

Wikipedia: Mord_in_Kehrsatz


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sarafin7
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Ungelöste Mordfälle /international

01.07.2007 um 16:59
Vor 25 Jahren ereignete sich in Seewen SO der grösste Mordfall der Schweiz - bis heuteist er ungeklärt

VON PETER KNECHTLI

Die schreckliche Bluttat bleibtunvergessen: Am Pfingstwochenende 1976 wurden in einem Wochenendhäuschen imsolothurnischen Seewen fünf Menschen erschossen. Der umfangreichste Mordfall derSchweizer Kriminalgeschichte bis auf den heutigen Tag ungeklärt. Noch einVierteljahrhundert danach brechen die Mutmassungen darüber nicht ab, wer das Unfassbarebegangen haben könnte.

"Waldeggli" heisst das heimelige Wochenendhäuschen imsolothurnischen Juradorf Seewen. Das wellblechbedeckte Refugium Marke Eigenbau istSchauplatz einer der grausamsten Mordtaten der Schweizer Kriminalgeschichte: AmPfingstsamstag 1976 werden dort fünf Menschen durch 13 Schüsse hingerichtet - elf Schüssein den Kopf, zwei in die Brust. Vier Leichen werden ins Häuschen geschleppt, die fünftewird auf der Terrasse in einen Teppich eingewickelt.

Der Mord soll dem EhepaarSiegrist gegolten haben

Die Toten: Das Ehepaar Elsa (62) und Eugen (63) Siegrist,seine Schwester Anna Westhäuser (80) und ihre beiden Söhne Emanuel (52) und Max (49)Westhäuser. "Eines der Opfer war viermal in den Kopf getroffen worden - und jeder Schuss'sass' mit grauenhafter Präzision", schreibt Robert Siegrist, Sohn des ermordetenEhepaars, in seinem soeben veröffentlichten Buch "Der Mordfall Seewen". Allgemein wirdheute davon ausgegangen, dass der Mordanschlag primär dem Ehepaar Siegrist galt, währenddie drei weiteren Opfer den oder die Täter überrascht haben sollen.

Obschon dieSolothurner Kriminalpolizei über 9'000 Hinweisen nachging und systematisch nach Besitzernvon Winchestern und Winchester-Imitationen fahndete, blieb die Suche nach dem Mördererfolglos.

Der spektakuläre Waffenfund im Herbst 1996

Doch im Herbst 1996,zwanzig Jahre nach der Tat, schien die Zeit der langen falschen Verdächtigungen undfruchtlosen Verhaftungen ein Ende zu nehmen: Bei der Renovation einer Wohnung in Oltenwurde in der ehemaligen Wohnung einer gewissen Frau Doser eine italienischeWinchester-Imitation der Firma Umberti, Modell 1866, Kaliber .38 Spez. mit gekürztemLauf, in einem Plasticsack hinter einer Küchenkombination entdeckt: Es war die Tatwaffeund sie gehörte Carl Doser. Der in Basel wohnhafte Einzelgänger war nach der Tat von derBasler Polizei im Rahmen der Reihenuntersuchung befragt worden. Doser gab an, die Waffeauf dem Flohmarkt verkauft zu haben. Und die Polizei gab sich mit dieser Auskunftzufrieden.

Erwiesenermassen hatte Doser das Schiesseisen 1973 in der Zürcher FirmaHofmann & Reinhart Waffen AG rechtmässig erworben. Seit dem Oltener Waffenfund giltDoser, seit Jahrzehnten verschwunden, sowohl für den Sohn des ermordeten Ehepaars alsauch in Fahndungskreisen und in der breiten Öffentlichkeit als "Täter".

HansBlaser hatte Kontakt zu "Johnny" Siegrist

Daran glaubt Hans Blaser hingegen nicht.Der heute 75jährige Pensionär war damals Prokurist und Verkaufschef derFischereiartikel-Engrosfirma Louis Irion AG in Binningen BL. Dort kam er 1975, ein Jahrvor dem Seewen-Mord, mit Adolf Siegrist, dem Cousin von Buchautor Robert, ingeschäftlichen Kontakt: "Johnny" Siegrist (so sein Rufname) war auf der Suche nachFischerei-Ersatzteilen. Er wusste aber, dass auch die Waffenhandelsfirma IZU Waffen AGzum Fischereihandelsunternehmen gehörte und die Schweizer Generalvertretung derösterreichischen Marke Steyr betrieb.

Eines Tages, so erinnert sich Hans Blaser,erkundigte sich "Johnny", ob er eine Maschinenpistole kaufen könne. Nach seinem Motivgefragt, antwortete er: "Ich bin Combat-Schütze, jeweils in der südbadischenNachbarschaft."

Gemeinsames Combat-Schiessen?

Aufgrund weiterer Indizienvertritt Hans Blaser die These: "Johnny Siegrist könnte der Täter und Doser nur derKomplize gewesen sein." Blaser hält es für möglich, dass sich die beiden zumCombat-Schiessen getroffen und Waffen ausgetauscht haben, ohne dass die Polizei dieseFrage geklärt hat. Dosers Aufgabe wäre es demnach nur gewesen, die Waffe zum Verschwindenzu bringen und allenfalls an der Tat mitzuwirken.

Mit grösster Wahrscheinlichkeitwar es auch "Johnny" Siegrist, der rund drei Wochen vor dem Mord in der Waffenhandel R.Mayer AG an der Basler Steinenvorstadt die Tatmunition beschaffte. Der damalige VerkäuferHans-Georg Spinnler (49), erinnert sich heute noch, wie der "sporadische Kunde" Siegristnach zwei Päckli à 50 Patronen des Kalibers ".38 Spez." fragte und dabei eine Variantemit "besonders schwerem Bleigeschoss" wünschte. "Ob diese Patronen in dieseTschinggen-Winchester passen" habe sich Siegrist erkundigt und beiläufig erwähnt, ermüsse "diese Patronen für jemanden besorgen".

DurchschosseneStyropor-Köpfe

Ist von Doser allerdings keinerlei Bekanntschaft zu den Ermordetenaktenkundig, gehörte "Johnny" zur direkten Verwandtschaft. Zweimal war er inUntersuchungshaft genommen und durch die Polizei intensiv einvernommen worden. "Es gingbei dieser Bluttat um Geld und Erbschaft", heisst es mitunter hinter vorgehaltener Hand.Auch der Blutrausch eines gelegentlich jähzornigen Waffenfans, in dessen Wohnungdurchschossene Styropor-Köpfe gefunden wurden, oder Rache könnten das Motiv gewesen sein:Adolf Sigrist, 150 Zentimeter gross und mit Frauenstimme versehen, wurde neben "Johnny"meist auch "Dölfeli" genannt oder mit "Globi" gehänselt.

Ob der Mordfall Seewen jegeklärt werden kann, wird immer unwahrscheinlicher: Doser ist verschollen, "Johnny"Siegrist Mitte der achtziger Jahre gestorben, die 20jährige Verjährungsfristabgelaufen.

Fahnder Jaeggi: "Das gibt es viele Experten!"

In denAufklärungsversuch hat Max Jaeggi, damaliger Vizechef des Fahndungsdienstes derSolothurner Kantonspolizei, viele Jahre seines Berufslebens investiert. Dass der Erfolgausblieb, ist ihm "grundsätzlich Wurst": "Wir haben unternommen, was wir konnten." Auchdie ganze Tracht Kritik, die er über sich ergehen lassen musste, ficht er nicht an: "Ineinem solchen Fall sind alle Experten - wie bei einem Fussballmatch."

Das"Waldeggli" ist längst vernichtet. Nur noch sein Beton-Fundament erinnert an dasPfingst-Massaker von damals.

Stand 03

Der Mordfall Seewen Erzählt vom Sohnder Opfer von Robert Siegrist
kartoniert
Erschienen: 2001
Titel mussbesorgt werden.
Erschienen bei: Opinio
ISBN-10: 3-03999-001-2
ISBN-13:9783039990016
Einband: kartoniert, 10 Abbildungen 20,5 cm
Seitenzahl: 192
Gewicht: 262 g
Sprache(n): Deutsch


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Ungelöste Mordfälle /international

05.07.2007 um 17:18
Vera Brühne (Biografie)
1910 – 2001



Vera Brühne wurde am 6. Februar1910 in Essen geboren. Ihr Vater Ludwig Kohlen (1870 – 1951) war damals Bürgermeister vonKray-Leithe.

Bekannt wurde Vera Brühne durch die Medienberichte über denumstrittenen Prozess im Mordfall Otto Praun und Elfriede Kloo.

Der Arzt Dr. OttoPraun lernte die von dem Schauspieler Hans Cossy und dem Filmkomponisten Lothar Brühnegeschiedene Vera Brühne im Juli 1957 in München kennen. Otto Praun stellte ihr eingebrauchtes Auto zur Verfügung, zahlte ihr ein Monatsgehalt und traf sich jede Wochezweimal mit ihr. Im Oktober 1957 begleitete Vera Brühne ihn erstmals zu seiner Villa ander Costa Brava und begegnete dabei auch seiner früheren Geliebten Katja Hintze, von derer das Anwesen verwalten ließ. Knapp ein Jahr später entzog der Arzt Katja Hintze dasWohnrecht, hob das Testament auf, das sie zur Erbin der Villa gemacht hätte undbeauftragte Vera Brühne mit der Verwaltung des Immobilienbesitzes.

Am 19. April1960, dem Dienstag nach Ostern, wunderte sich die Sprechstundenhilfe Renate M. darüber,dass ihr Chef nicht in die Praxis kam und zu Hause das Telefon nicht abnahm. Mit ihremFreund betrat sie am Abend die unverschlossene Villa des Arztes in Pöcking und stieß imKeller auf die Leichen von Dr. Otto Praun und seiner Haushälterin ElfriedeKloo.

Zunächst sah es so aus, als habe Otto Praun zuerst Elfriede Kloo und dannsich selbst erschossen. Auch sein Sohn Günther ging erst einmal von einem Suizid aus,doch als er erfuhr, dass sein Vater am 23. Mai 1959 Vera Brühne als Erbin der Villa inSpanien eingesetzt hatte, wurde er misstrauisch und beantragte eine Obduktion derLeichen, bei der in Otto Prauns Kopf eine bis dahin übersehene zweite Kugel entdecktwurde. Die Ermittlungen ergaben, dass der Arzt und seine Haushälterin bereits am 14.April erschossen worden waren, doch der genaue Zeitpunkt blieb umstritten.

ImSommer 1961 hielt Vera Brühne sich noch einmal mit ihrer aus der Ehe mit Hans Cossystammenden Tochter Sylvia Kosiolkowski (1941 – 1990) in der Villa von Otto Praun inSpanien auf. Nach ihrer Rückkehr wurde sie am 3. Oktober in Münchenfestgenommen.

Sylvia behauptete nun, ihre Mutter habe ihr den Mord gestanden. DerProzess gegen die zweiundfünfzigjährige Vera Brühne und den drei Jahre jüngeren KölnerSchlosser Johann Ferbach begann am 25. April 1962 in München. Das Gericht folgte derAuffassung des Staatsanwalts, dass Vera Brühne den ihr angeblich hörigen Bekannten – vondem sie und ihre Tochter Sylvia im Zweiten Weltkrieg nach einem Bombenangriff in Köln ausden Trümmern gerettet worden waren – dazu angestiftet habe, Otto Praun umzubringen, umeinen Verkauf der begehrten Villa in Spanien zu verhindern: Am 4. Juni 1962 wurden VeraBrühne und Johann Ferbach wegen Doppelmordes zu lebenslangen Zuchthausstrafen verurteilt.Obwohl die beiden ihre Unschuld beteuerten und das Urteil auf fehlerhaften Ermittlungen,zweifelhaften Gutachten und fadenscheinigen Indizien beruhte, lehnte derBundesgerichtshof einen Revisionsantrag ab.

In den Medien sorgte der Fall fürSchlagzeilen: Da hatte es eine fünfzigjährige "Lebedame" offenbar verstanden, aus ihremeleganten, attraktiven Aussehen Kapital zu schlagen. In ihrer Gier sei sie zur Mörderingeworden, glaubten viele.

Johann Ferbach verschied im Juni 1970 in der Haft. VeraBrühne wurde am 15. Dezember 1979 von Ministerpräsident Franz-Josef Strauß begnadigt undaus dem Frauengefängnis Aichach entlassen; sie starb am 17. April 2001 inMünchen.

Bis heute halten sich sowohl erhebliche Zweifel an der Täterschaft vonVera Brühne und Johann Ferbach als auch Verschwörungstheorien, die sich um angeblicheGeheimdienstkontakte und Waffengeschäfte von Otto Praun ranken.


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05.07.2007 um 17:41
Nathan Leopold
Richard Loeb


Lebenslauf
Nathan Leopold wurde an 19November 1904 in Chicago, Illinois geboren. Wie die meisten Anwohner der Michigan Avenue,war seine Familie sehr wohlhabend und stellte eine Reihe von Erzieherinnen ein, die sichum ihm und seinen Bruder Tom kümmerten. Mathilda Wantz, seine letzte Erzieherin,mißbrauchte die Jungen sexuell. Sie wurde entlassen, als Nathan’s Mutter sie dabeiüberraschte, wie sie den kränkliches Nathan gewaltsam aus Bett warf um ihn für die Schulefertig zu machen. Er besuchte Miss Spade’s, eine gemischte pädagogische Institution, undwechselte später auf die Douglas Schule um. Er war nie sehr populär.

Richard A.Loeb wurde an 11 Juni 1905 geboren und wuchs im Süden von Chicago auf. Als er noch kleinwar, wurde ihm nicht erlaubt, mit anderen Kindern seines Alters zu spielen. Er fühltesich von seinen Eltern vernachlässigt und fand seine Erzieherinnen zu streng. Deshalbentwickelte er die Angewohnheit zu lügen und phantasierte davon, in einem Gefängnis zusein. Diese Vorstellungen wurden dann Wirklichkeit als er ein Gruppenanführer undKrimineller wurde. Er wollte sich stark fühlen, weil er in seinem eigenen Leben machtloswar. Loeb besuchte die Lab Schule (?) und wechselte dann auf die University High um, einevorbereitende Schule, die der Universität von Chicago angeschlossen war. Er war ein sehrintelligenter Junge, der mit dreizehn Jahren seinen High School Abschluß machte und imHerbst darauf an der Universität weitermachte. Richard wurde sehr beliebt und lerneNathan Leopold in seinem ersten Jahr an Universität von Chicago kennen. Nach einer kurzenPeriode der Feindschaft wurden Nathan und Richard festen Freunde.

Die Morde
Am21 Mai 1924 wurde der vierzehnjährige Bobby Franks auf seinem Weg zur Schule entführtwurden. Später am Tag erhielten seine Eltern einen Telefonanruf, daß er entführt wordensei. Dem Rechtsanwalt der Eltern und Freund der Familie, Samuel Ettelson, wurden über dasTelefon erklärt, daß Bobby in einem Taxi zu dem Drugstore an 1465 an East Sixty-ThirdStraßegebracht würde und daß sie zehntausend Dollar zum Drugstore bringen sollten. DasTelefon läutete nochmals und Herrn Franks wurde mitgeteilt, daß man Bobby tot in einemAbzugskanal nahe des Wolf Sees gefunden hätte. Die Nachforschungen begannen unverzüglich.Ein wichtiger Anhaltspunkt ging verloren, weil sich Frnaks und Ettelson nicht mehr anddie Adresse des Drugstores erinnern konnten, und der Taxifahrer auch nicht den Ortkannte. Richard Loeb, ein Freund der Franks Familie und Nathan Leopold, ein häufigerBesucher zum Wolf Sees, wurden zusammen mit drei von Bobby’s Lehrern verhört. Loeb sagteaus, er hätte niemanden getötet und Leopold hatte ein glaubwürdiges Alibi. Jedoch wurdein der Nähe des Tatortes eine Brille mit besonderen Scharnieren gefunden. Die Scharnierewaren so einzigartig, daß nur drei Exemplare in der Gegend verkauft worden waren, undNathan Leopold war einer der Kunden der sie gekauft hatten.

Nathan wurde vom demStaatsanwalt Robert Crowe in einem Raum des Hotel LaSalle verhört. Anfangs behaupteteLeopold, er hätte die Brille beim Vögelbeobachten verloren als er stolperte und sie dabeiaus seiner Brusttasche fiel. Der Vorfall wurde vom Crowe’s Assistenten neu gestellt, aberdie Brille blieb in seiner Tasche. Nach einigem herumdrücken gab er zu, daß er und seinFreund Richard Loeb zum Essen ausgegangen seien, danach zwei Mädchen aufgesammelt hättenund mit ihnen herumgefahren seien. Loeb’s Geschichte war jedoch ein wenigunterschiedlich, denn er behauptete, sie seien nach dem Abendessen auseinander gegangenund er erinnere sich nicht mehr, was er danach getan hätte. Diese Diskrepanz weckteVerdacht.

Später brachte ein Freund der beiden Jungen eine Mitteilung von Leopoldzu Loeb. Diese Mitteilung änderte den Kurs des Verhöres: "Baby [ Leopold ] sagte, dieWahrheit über die zwei Mädchen zu sagen. Erkläre der Polizei, was du mit ihnen getanhast. Du kannst damit die Lage nicht schlechter machen, als sie schon ist. Er sagte, duwürdest verstehen." Abgesehen von einigen Details an die sich Richard nicht mehr erinnernkonnte, wurden Loeb’s und Leopold’s Aussagen wurden dieselben. Das Verhör wurdeabgebrochen und Crowe lud die Jungen zum Abendessen ein. Einige Tage später wurde einBeweis geliefert, der Nathan und Richard beschuldigte. Der Fahrer Leopolds sagte aus, daßsein Auto den ganzen Nachmittag in der Garage gewesen war, und so also die Jungen nichtdamit herumgefahren seien. Auch der Text auf einem Notizblatt, das bei Nathan gefundenwurde, deckte sich mit der Handschrift auf dem Erpresserbrief.

DasGerichtsverfahren
Loeb gestand bald den geplanten Mord und sagte aus, daß er undLeopold hätten sich ausgedacht, daß der perfekte Mord eine spassige Herausforderung sei.Er beschuldigte Leopold als den tatsächliche Mörder, was aber Nathan abwies undbehauptete, Loeb sei der wirkliche Mörder gewesen. Das machte jedoch keinen Unterschiedund sie wurden beide verhaftet und im Joliet Correctional Center eingesperrt. RichardLoeb wurde am 28 Januar 1936 von einem Mitgefangenen in der Dusche zum Tode erstochen.Leopold wurde nach 34 Jahren Haft entlassen (1958), arbeitete in einem Lebrahospital ,undstarb 1972.


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07.07.2007 um 14:05
Einige interessante Fälle / auch Akteneinsicht möglich
Weidestäbchen zeugen vonMord

Man schreibt das Jahr 1605. Ein Jahr, in dem in Frickenhofen in der Nähe vonGschwend (Ostalbkreis) ein grausamer Mord begangen wird. Kein lauter Pistolenknall lässtdie Menschen in der Nacht in ihren Betten erschrecken. Kein hinterlistig gelegtes Feuerscheucht die Frickenhofener auf der rauen Ostalb ins Freie. Die Tat geschieht heimlichund leise - und sorgt wegen ihrer Grausamkeit auch Jahrhunderte danach noch fürerschrockene Gesichter. Georg Berger durfte nicht schnell sterben. Sein Sterben muss sichüber Stunden hingezogen haben.Die Mordwaffe? Man weiß es nicht genau. Ein Ausweidemesserwird vermutet. Fest steht aber: "Der Mann wurde zu Tode gequält", ist sichLandeshistoriker Dr. Martin Häussermann sicher. Sechs Wunden - vermerkt auf einem Zettel- belegen den qualvollen Tod des Georg Bergers. Das "Verzaichnus" vom 15. Juli 1605 lässtdie Grausamkeit der Mörder erahnen.Sechs Wunden hat man dem historischen Schriftstückzufolge am Ermordeten festgestellt: "Ain Wunden an der Stirnen eines Fingers lang" - alsoeine etwa fünf bis zehn Zentimeter lange Wunde an der Stirn. "Ain Stich am Hals, einesguten Fingers dieff und die Gurgel abgestochen" - also ein tiefer Einstich direkt amHals. Weitere Stiche sind vermerkt - unter anderem "oberm Nabel, zwee zween Finger prait"und "uff der linckhen Seitten, das das Därm außgehangen". "Hautt und Haar" wurden demOpfer weggeschnitten und in aller Grausamkeit haben die Mörder Georg Bergers ihm auchnoch "das ober Lefaz entzweigeschlagen" - sprich die Lippen getrennt. Doch dasSchriftstück ist nicht das Einzige, was sich zum Fall Georg Berger im Staatsarchivfindet. Weidenstäbchen - sorgsam zusammen gebunden mit einem Bindfaden und eingewickeltin ein Leinentüchlein - sind dem historischen Dokument beigefügt.Sie dienten dem Gerichtoffenbar als Beweis für die Heftigkeit der Stiche, denn Fotografien gab es damals nochkeine, auch die Leiche legte man den Richtern nicht vor. Die Stäbchen und dasSchriftstück haben die Jahrhunderte überdauert. Das Blut ist mittlerweile verwest und vonder einst dunkelroten Farbe ist nichts geblieben. Weiß und pulverartig ist das Blut desOpfers, das heute noch an den Mordwerkzeugen klebt.

*********


MEHR:
http://www.landesarchiv-bw.de/sixcms/detail.php?template=hp_artikel&id=11234&id2=8485&sprache=de
Landesarchiv Baden Württemberg - Der Tod lauert auf dem ...


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07.07.2007 um 14:46
1. Zwei Leichen gefunden in einer Kläranlage 1983 DARMSTADT

2. Mord an Wirtin im"Adler" 1968

3. Mord an "Kaffeefahrtenvertreter" 1987

4. MysteriösesVerschwinden Hannelore Braun197?



http://www.youtube.com/watch?v=oUUrS6WzQGw

http://www.youtube.com/watch?v=CXGBrOuSAEo&mode=related&search=

http://www.youtube.com/watch?v=w0x8pe7IFrI&mode=related&search=

http://www.youtube.com/watch?v=DHuo4mN6Crw&mode=related&search=



. Oktober 1996:
Yasmin Stieler, 18 Jahre junge Schülerin ausUelzen, wollte am Abend mit der Bahn nach Braunschweig in die Disco Atlantis nachBraunschweig fahren. Eigentlich mit einer Freundin, die dann doch keine Lust hatte, sodaß Yasmin allein losfuhr. In der Disco kam sie nie an. Ihr Leiche wurde etwa neun Tagespäter zerstückelt (filigran zersägt) am Bahndamm bei Vechelde aufgefunden. Wochen späterwurden ihre Beine in den Ricklinger Kiesteichen bei Hannover gefunden. Einige Zeit späterwurde der Kopf von einem Pilzsammler im Wald bei Hämelerwald gefunden. Die Arme mit denHänden fehlen bis heute.

Yasmin war ein Scheidungskind und hatte immer wenig Geldzu ihrer Verfügung. Mit ihrer Mutter kam sie wegen der ewigen Streitereien nicht klar, sodaß der Vater ihr im Herbst 1995 eine kleine Wohnung in Uelzen besorgte. Mit 17 wohntesie nun in der Soltauer Straße besuchte das Lessing Gymnasium und „genoß“ ihre Freiheit.In dieser Zeit hatte sie viele Männerbekanntschaften. Das Frühjahr 1996 und den Sommerverbrachte sie mit einem zehn Jahre älteren Freund, feierte im Juli ihren achtzehntenGeburtstag. Im September, wenige Wochen vor ihrem Tod, bezog sie in der Birkenallee eineandere Wohnung.

Am Abend des 5.Oktober 1996, einem Samstag, wollte sie mit einerFreundin zum ersten Male nach Braunschweig in die Disco "Atlantis". Die überlegt es sichaber anders, so daß Yasmin allein mit der Bahn über Hannover nach Braunschweig fuhr. IhrFreund war, wie so oft, mit seinen Motorradfreunden unterwegs. In der Bahn bis Vecheldewurde sie von mehreren Zeugen gesehen, da sie ein auffälliges Kuhfeld-T-Shirt trägt.Ebenso sahen Jugendliche sie in Braunschweig am Bahnhof und versuchten, sie mit ins"Jolli Joker", einer weiteren Disco, zu lotsen.

Da Yasmins Torso aber am Bahndammbei Vechelde gefunden wurde, kann eine Version nicht stimmen. Oder beide Aussagenstimmen, da durch die Liegezeit von rund neun Tagen der Todeszeitpunkt nicht exakt zubestimmen ist und Yasmin erst in Braunschweig von ihrem Mörder „abgegriffen“ wurde.Danach dann erwürgt, zersägt und in der Gegend verteilt. Die aufwendige Arbeit der Kripoführte zu keinem brauchbaren Ergebnis. Vergleiche mit der „Arbeitsweise“ des FleischersOlaf W., der in der Region ebenfalls eine Frau zersägt hatte, brachten keineAnhaltspunkte für eine mögliche Tatbeteiligung.

Das gleiche traf auf die Mördervon Markus W. zu, der bei Peine zertrennt aufgefunden wurde. Erst im Spätherbst 1999,drei Jahre nach der Tat, hatte die Kripo einen Tatverdächtigen. Aber alle Bemühungen,Haiko v. K. die Tat nachzuweisen, scheiterten. Es gibt einige Indizien gegen ihn, dieaber nicht zwingend sind. Ein möglicher, ihm vorgehaltener Tatablauf, erscheint logisch,ist dem Autor aber nach eigener Recherche nur einer von mehreren möglichen, zumal keinBezug zwischen Opfer und dem mutmaßlichen Täter hergestellt werden konnte.

Alsder Beschuldigte nach einer zweiten, achtstündigen Vernehmung, eine Anwältin mit derWahrung seiner Interessen beauftragte, stellte die Kripo ihre Bemühungen, ihn weiter"weich zu kochen", ein. Zumindest passierte seit dem Jahr 2000 nichts Entscheidendesmehr. Auch die Aussagen des leitenden Kriminalhauptkommissars in der Presse 2003 -"Irgend wann kriege ich ihn" - bringen den Fall nicht entscheidend weiter. Ebensowenigerbrachten Fernsehberichte keine brauchbare Hinweiseauf den Täter.

VorläufigeBilanz:
Die Indizien gegen H.v.K. reichten nicht einmal zu einem Haftbefehl. SeinAuto ergab keine verwertbaren Spuren, die Arbeitsstelle (gut 200 Meter vom Fundort derLeiche entfernt) und die Wohnung, einige Orte weiter, ebenfalls nicht. Die VerbindungTäter - Opfer fehlt. Da stellt sich zwangsläufig die Frage, ob nicht zu einseitigermittelt wurde. Oder ob alle vorhandenen Spuren gesichert, bzw. nach dem Stand derKriminaltechnik ausgewertet wurden. Wenn der Autor bei seiner Recherche feststellt, daßz.B. die Nachbarn von Yasmins erster Wohnung nicht befragt, oder zeitnahe Aussagen vonihrem Umfeld nicht auf den Wahrheitsgehalt hin abgeklopft wurden, deutet das nicht aufprofessionelle Ermittlung hin. Somit wird Yasmins Mörder immer noch gesucht!

Das Ermittlungsverfahren wurde jetzt, nach zehn Jahren, wegen Erfolglosigkeiteingestellt. Was für den Mörder nicht heißt, daß er jetzt vor weiteren Ermittlungen seineRuhe hat und somit einer möglichen Strafe entgeht!

http://katrinkonert.ka.funpic.de/ergebnis-recherche1.html


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07.07.2007 um 14:53
Frankreich



Aufsehenerregender Mordfall bleibt vermutlichungeklärt
Paris, 25. Juli (sda/afp) Einer der aufsehenerregendsten Mordfälle in derfranzösischen Kriminalgeschichte der Nachkriegszeit wird vermutlich nie aufgeklärtwerden. Der vierjährige Gregory Villemin war am 16. Oktober 1984 an Händen und Füssengefesselt in einem Fluss der Vogesen gefunden worden. Nach schwierigen Ermittlungen, diereich an Überraschungen waren und monatelang ganz Frankreich in Atem hielten, wurde dieMutter Christine Villemin im Juli 1985 wegen der Tat unter Anklage gestellt. Wie dasPariser Nachrichtenmagazin "Le Point" in seiner jüngsten Ausgabe berichtet, ist derStaatsanwaltschaft von Dijon acht Jahre nach der Tat nun zu dem Schluss gekommen, dasssie unschuldig ist. Er wird bei der zuständigen Anklagekammer die Einstellung desVerfahrens beantragen. Die Entscheidung soll im September fallen. Der Vater des Kindeshatte 1985 seinen Vetter Bernard Laroche erschossen, den er für den Mörder hielt, obwohldieser nach dreimonatiger Untersuchungshaft aus Mangel an Beweisen freigelassen wordenwar. Die Eltern hatten jahrelang hasserfüllte anonyme Schreiben erhalten, hinter denender Mörder vermutet wird. Christine Villemin war unter den Verdacht geraten, selbst dieBriefe geschrieben zu haben.

(Schweizerische Depeschenagentur,25.07.1992)




Prozess: Vater wollte Ermordung seines Sohnesrächen.
Dijon, 3. Nov. (sda/dpa) Neun Jahre nach der Ermordung des damals vierjährigenGregory Villemin steht seit Mittwoch im französischen Dijon nicht etwa der immer nochunbekannte Mörder des Kindes vor Gericht, sondern der Vater Jean-Marie Villemin. Er hatteein halbes Jahr nach der Tat seinen Vetter Bernard Laroche erschossen, den er für denMörder hält. 140 Zeugen sollen in dem Verfahren aussagen. Der Prozess findet inFrankreich grosse Aufmerksamkeit. Viele Fragen, die der Fall aufgeworfen hat, konnten niegeklärt werden. Am 16. Oktober 1984 war der in den Vogesen lebende kleine Junge, etwasechs Kilometer von seinem Zuhause entfernt, ertrunken in dem Fluss Vologne aufgefundenworden. Seine Hände waren gefesselt. In einem anonymen Telefonanruf bei einem Onkelbekannte ein Unbekannter: "Ich habe mich gerächt, ich habe den Sohn des Chefs genommen,ich habe ihn in die Vologne geworfen." Laroche, der Cousin von Jean-Marie Villemin, wurdevon seiner zu jener Zeit 15jährigen Schwägerin zunächst belastet. Sie zog aber balddanach ihre Aussage zurück. Laroche wurde aus der Untersuchungshaft entlassen. Der Vaterdes Jungen, der ihn aber weiterhin für den Mörder hielt, erschoss ihn am 29. März 1985.Anschliessend stellte er sich. Die Justiz verdächtigte auch die damals 25 Jahre alteMutter, das Kind getötet zu haben. Sie wurde ebenfalls in Untersuchungshaft genommen. Dieschwangere Frau trat in einen Hungerstreik und kam nach elf Tagen frei, die Ermittlungengegen sie wurden aber erst im Juli vergangenen Jahres eingestellt. Schon zu jener Zeitwaren die Ermittlungen von Indiskretionen, Sensationsberichten und Vor-Verurteilungenbegleitet. Der Vater ist seit sechs Jahren auf freien Fuss, muss sich aber regelmässigbei den Behörden melden und darf seinen Wohnort nicht verlassen. Mit dem Prozess gegenihn war gewartet worden, weil die Justiz immer noch hoffte, den Mord an dem Jungenaufklären zu können.sda -

(Schweizerische Depeschenagentur,03.11.1993)



Fuenf Jahre Haft fuer Vater eines ermordeten Kindes
Urteilmit Erschiessung des vermeintlichen Taeters begruendet
Prozess erregte in ganzFrankreich Aufsehen
In einem der aufsehenerregendsten Kriminalfaelle derfranzoesischen Nachkriegsgeschichte ist der Vater eines ermordeten kleinen Jungen amDonnerstag nach siebenwoechigem Prozess von einem Geschworenengericht in Dijon (Burgund)zu fuenf Jahren Haft verurteilt worden. Davon wurde ein Jahr auf Bewaehrung ausgesetzt.Der verurteilte Jean-Marie Villemin hatte am 29. Maerz 1985 seinen Cousin Bernard Larochegetoetet, von dessen Schuld am Tode seines Sohnes er noch heute ueberzeugt ist. Seine33monatigen Untersuchungshaft wird auf die Strafe angerechnet. Der mysterioese Mordfalldes Sohnes von Villemin konnte bis heute nicht aufgeklaert werden. Die Leiche des kleinenGregory war mit zusammengebundenen Haenden und Fuessen im Oktober 1984 in dem Flüßchen LaVologne in den Vogesen gefunden worden. Zunaechst war der Cousin von Villemin, dann langeZeit die Mutter des Jungen verdaechtigt worden. Gegen sie wurde das Verfahren erst imvergangenen Februar eingestellt. Das Ehepaar war vor der Tat mit hasserfuellten Briefenund Drohungen verfolgt worden, deren Ursprung nach wie vor ungeklaert ist. Seit Jahrenbewegte der Mordfall wegen einer Reihe von Fehlern der Polizei und Untersuchungsrichtersowie wegen hemmungsloser Berichterstattung der Sensationspresse in ganz Frankreich dieGemueter. Der Staatsanwalt hatte gegen Jean-Marie Villemin ueberraschend eineMindeststrafe von zehn Jahren Haft beantragt. Er erkannte zwar milderne Umstaende an,machte aber geltend, bei dem Vater des ermordeten Jungen gebe es `immer noch einGefaehrlichkeitsrisiko`. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plaediert, weil derAngeklagte wegen des Mordes und der Verdaechtigungen seiner Frau seit langem ausreichendfuer die toedlichen Schuesse bestraft sei. Die Familie des erschossenen Cousins hattewissen lassen, dass sie nichts gegen eine mit der Untersuchungshaft abgesesseneFreiheitsstrafe einzuwenden haette.

(AFP,16.Dezember 1993)




Eineerste Verurteilung in der "Affäre Gregory"
Frankreichs berühmtesterGerichtsfall


Das Geschworenengericht der Cote-d'Or in Dijon hat am Donnerstagden 36jährigen Jean-Marie Villemin wegen des Mordes an seinem Cousin Bernard Laroche zufünf Jahren Gefaengnis, wovon ein Jahr mit Bewährung, verurteilt. Villemin hatte im März1985 in Lepanges-sur-Vologne, einem Dorf in den Vogesen, kaltblütig und vorsätzlichseinen Cousin, ebenfalls Vater eines Knaben, niedergeschossen, weil er ihn verdächtigte,am 16. Oktober 1984 seinen damals vierjährigen Sohn Gregory getötet und in die Volognegeworfen zu haben. Laroche war vom Untersuchungsrichter Lambert kurz zuvor aus derUntersuchungshaft entlassen worden, nachdem die Polizei ihren Verdacht auf die Mutter vonGregory, Christine Villemin, gerichtet hatte. Das Verfahren gegen sie wurde erst imFebruar dieses Jahres wegen mangelnder Beweise niedergeschlagen.
Eineausgeschlachtete Provinztragödie

Ein seltsamer Prozess. Die "Affäre Gregory"Owird seit neun Jahren von den französischen Medien unablässig neu aufgerührt. Seit derAffäre Dominici - mit Jean Gabin in der Hauptrolle verfilmt - hat kein Mordfall einesolche Publizität erfahren. Lepanges und das Tal der Vologne waren von Journalistenüberschwemmt worden, die sich als romancierende Kriminalisten gebärdeten und zwischen denverfeindeten Familien Villemin und Laroche intrigierten. Die Gendarmen agierten dagegenals Klatschtanten, der petit juge Lambert, der aus seinem Übernamen "der kleine Richter"ein Buch machte, als untalentierte Primadonna. Auch Christine Villemin schrieb ihreMemoiren. Die Schriftstellerin Marguerite Duras verfasste 1985 ein Feuilleton über dasTal und die Mutter, das ihr jetzt eine Klage von Christine eingetragen hat. DerPhotograph Helmut Newton, sonst eher für Erotikaufnahmen zuständig, reiste zu denVerhandlungen nach Dijon, um die Protagonisten zu porträtieren. Die Soziologen undPsychologen analysierten die malträtierten Vogesen als freudianische Seelenlandschafteiner rueckständigen und komplexbehafteten France profonde.

Das Schweigen derClans

Der Mord am kleinen Gregory war ein Racheakt aus Hass gegen seinen Vater,der es, im Gegensatz zu den anderen, zu etwas gebracht hatte: zu zwei Autos, zu einemEsszimmer aus "massiver Eiche" und einem neuen Einfamilienhaus; und der dies auchvorzeigte. Er und die ganze Familie Villemin, in der es nicht an Neid und Spannungenfehlte, war vor und nach dem Tod Gregorys schon das Opfer eines corbeau (ein berühmterFilmtitel von Henri-Georges Clouzot), eines anonymen Briefschreibers und Anrufers, derüber den Mord an Gregory Bescheid wußte. Es gelang bisher nicht, die Identität des"corbeau", hinter dem sich mehrere Personen verbergen können, oder diejenige des Tätersherauszufinden, obwohl der Gerichtspräsident von Dijon den Prozess gegen Jean-Mariebenutzen wollte, um die ganze Wahrheit zu enthüllen. Sie blieb weiterhin verborgen hinterwidersprüchlichen Zeugen- und Gutachteraussagen, einer fahrlässig geführten Untersuchungund vor allem hinter dem berechnenden Schweigen der Familien Villemin und Laroche, diemehr wissen müssen, als sie zugeben wollen. Die Belastungszeugin gegen Bernard Laroche,die damals 15jährige Murielle Bolle, die jüngere Schwester seiner Frau Marie-Ange, hatteerst ausgesagt, im Auto von Laroche die Entführung Gregorys miterlebt zu haben. Siewiderrief wenig später ihre Aussage mit der Behauptung, sie sei von den Gendarmen unterDruck gesetzt worden, und blieb auch in Dijon bei dieser Version. Das Geheimnis derVologne bleibt den französischen Medien - auch nach der bald zu erwartenden Entlassungvon Jean-Marie, der den größten Teil seiner Strafe bereits abgesessen hat - erhalten.

( Autor: Ulrich Meiste NZZ 16. Dezember 1993)





In Dijonwegen Selbstjustiz verurteilter Vater frei


Der wegen Selbstjustiz ammutmasslichen Moerder seines Sohnes verurteilte Jean-Marie Villemin ist rund zwei Wochennach seiner Verurteilung freigelassen worden. Wie am Donnerstag auf Justizkreisen inDijon bekannt wurde, wurde Villemin unter Auflagen aus der Haft entlassen.Villemin war am16. Dezember von einem Schwurgericht in Dijon zu fuenf Jahren Haft verurteilt worden,weil er 1985 den mutmasslichen Moerder seines Sohnes, seinen Vetter Bernard Laroche,erschossen hatte. Ein Jahr Haft wurde zur Bewaehrung ausgesetzt. Seine baldigeFreilassung wurde erwartet, da er bereits über die Hälfte der verhängten Strafe inUntersuchungshaft verbuesst hatte. Die Affaere Villemin war einer deraufsehenerregendsten Kriminalfaelle der vergangenen Jahre in Frankreich. Der Tod deskleinen Gregory Villemin konnte bislang nicht aufgeklärt werden. Die gefesselte Leichedes Kindes war 1984 aus dem Vogesenflüßchen La Vologne geborgen worden. Zunaechst warLaroche, der Cousin von Villemin, dann lange Zeit die Mutter des Jungen verdächtigtworden. Ein Verfahren gegen sie wurde im Februar dieses Jahres eingestellt. Bei demjüngsten Prozess gegen Jean-Marie Villemin, der von Laroches Schuld am Tod des Kindesweiterhin überzeugt ist, wurden zahlreiche Irrtümer und Versäumnisse derErmittlungsbehörden in der Affäre offengelegt.

(AFP,30.Dezember 1993)


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Ungelöste Mordfälle /international

07.07.2007 um 15:06
Fall Chamberlain

Die Tragödie der Chamberlains begann in Australien an einemidyllischen Augusttag des Jahres 1980. Lindy und Michael Chamberlain unternahmen mitihren beiden Söhnen Aidan und Reagan und dem kleinen Töchterchen Azaria einen Ausflug zumAyers Rock. Beim abendlichen Barbecue hörte Lindy plötzlich einen Schrei aus dem Zelt, indem Azaria schlief. Sie sah gerade noch, wie ein Dingo, ein australischer Wildhund, vomZelt weglief und fand Azarias Bettchen leer. Eine sofort eingeleitete Suchaktion, an dersich auch andere Campingplatzgäste beteiligten, blieb erfolglos. Auch eine ausgedehnteFahndung der Polizei brachte keine Spur des verschwundenen Babys.

Doch überall imLand stieß Lindys Aussage auf Zweifel. Ist ein Dingo überhaupt in der Lage, ein Kindfortzuschleppen? Das Urteil der Bevölkerung stand schnell fest: Lindy - ebenso wie ihrEhemann Mitglied in der religiösen Gruppe "Siebenten Tags Adventisten“ - hat ihre Tochterin einer Art religiösem Wahn getötet und die Geschichte mit dem Dingoerfunden.

Nachdem die eingeleitete Untersuchung mit einem Freispruch endete,kannte der Volkszorn keine Grenzen. Lindy und ihre Familie waren einem unermesslichenTerror ausgesetzt. Als Gerichtsmediziner ebenfalls zu der Ansicht gelangten, dass LindysGeschichte unglaubwürdig ist, wuchs die Empörung über den Freispruch noch mehr. Zudemmissverstand man Lindys zornige Gelassenheit als stillschweigendes Geständnis.

Eskam erneut zum Prozess, in dem die mittlerweile im siebten Monat schwangere Lindy von denGeschworenen schuldig gesprochen und zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Ihr MannMichael wurde als angeblicher Mitwisser zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Erst nachJahren im Gefängnis fand sich ein Beweis für Lindy ChamberlainsUnschuld.



Trough My Eyes in den Schlagzeilen


SIDNEY,Australien, July 16 /PRNewswire/ -- Die derzeit im Northern Territory mit grossem Aufwandvon Beyond Distribution produzierte Miniserie THROUGH MY EYES sorgt in Australien weithinfür Furore.

Mit THROUGH MY EYES wird das wahre Geschehen über das Verschwindeneines Babys, Azaria Chamberlain, in Uluru in Australien Outback vor fast 25 aufgedeckt.Die Mutter des Babys, Lindy Chamberlain-Creighton, arbeitet an dem Projekt mit.

Die Ereignisse rund um das Verschwinden, die schon damals in den 80er Jahreneinigen Wirbel verursacht hatten, stehen nun wieder in ganz Australien auf denTitelseiten der Tagespresse aufgrund der sensationellen Behauptungen des 78-jährigenFrank Cole, der in Melbourne lebt. Cole offenbarte, er habe den Körper des Babys in denKlauen eines Dingos, den er 1980 nahe Uluru erlegt hatte, gefunden. Er glaubt, dass seinFreund das tote Baby in im Hinterhof eines Vorstadthauses nahe Melbourne begraben hat.

Cole hatte zu jener Zeit, als Hunderte Menschen eine verzweifelte Suche in Ulurunach Azaria, dem Baby, das im Mittelpunkt von Australiens - bis heute - prominentestemProzess gerückt war, geschwiegen.

Die Aufsehen erregende neue Behauptung stütztdie Zeugenaussage der Mutter, Lindy Chamberlain-Creighton, die 1982 wegen Mord an ihremeigenen Kind ins verurteilt worden war, ins Gefängnis kam aber später begnadigt wurde.Der Körper des Babys wurde schliesslich niemals gefunden und der Fall wurde nieabgeschlossen. Die Behauptungen Coles stärken die Aussage Chamberlain-Creightons, dieglaubt, dass die Wahrheit nie vollständig aufgeklärt werden konnte.

Chamberlain-Creighton sagte: "Ich habe jahrelang gesagt, ich will ein endgültigesGerichtsurteil auf Azarias Totenschein". "Es wäre gut, wenn er (Cole) Recht hätte, weildamit Ruhe einkehren würde und bewiesen würde, dass das, was der Staat sagt, falsch warund hier ist der Beweis dafür."


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sarafin7
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Ungelöste Mordfälle /international

07.07.2007 um 15:34
s. oben / Stand 04
Priester behauptet:
Melbourne -
Australiens größtesMysterium der Neuzeit macht wieder Schlagzeilen. Das vor 24 Jahren am Ayers Rockverschwundene weiße Mädchen Azaria soll am Leben sein. Das behauptet ein Priester. Eineetwa 20 Jahre alte weißhäutige Frau lebe bei einem Stamm der Aborigines in einemunzugänglichen Teil der Wüste. Er sei sicher, dass es sich dabei um Azaria handele


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mcmööp
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Ungelöste Mordfälle /international

07.07.2007 um 16:08
mir fallen noch die ein:

Jack the Ripper

Jack the Stripper


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sarafin7
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Ungelöste Mordfälle /international

07.07.2007 um 17:23
@mcmööp hatten wir das nicht schon?

aber bitte:
Ganz kurz
Das Arbeiter-und Armenviertel Whitechapel im Osten von London wurde 1888 von einem Serienmörderheimgesucht: "Jack the Ripper". So nannte sich jemand in einem vom 25. September 1888datierten und zwei Tage später bei einer Nachrichtenagentur eingegangenenBekennerschreiben. Die Identität des Serienmörders ist bis heute ebenso unbekannt wie dieZahl seiner Opfer. Zugeschrieben werden ihm folgende Morde:

Freitag, 31. August1888: Mary ("Polly") Ann Nichols
Samstag, 8. September 1888: Annie ("Dark Annie")Chapman
Sonntag, 30. September 1888: Elizabeth ("Long Liz") Stride
Sonntag, 30.September 1888: Catharine ("Kate") Eddowes
Freitag, 9. November 1888: Mary Jane("Marie Jeanette") Kelly
Bei allen fünf Frauen handelte es sich um Prostituierte. Bisauf die junge Mary Jane Kelly wurden sie auf offener Straße ermordet. Die protokolliertenSpuren lassen darauf schließen, dass Jack the Ripper seinen vor ihm stehenden Opfern miteinem Messer rasch die Kehle durchtrennte. Sobald sie tot am Boden lagen, schnitt erihnen sachkundig Eingeweide heraus, die er zu bizarren Stillleben arrangierte oder imoffenen Kamin verbrannte. Nach der Ermordung von Elizabeth Stride scheint Jack the Rippergestört worden zu sein, denn ihre Leiche wies als einzige keine Verstümmelungen auf.(Deshalb bezweifeln manche, dass Jack the Ripper ihr Mörder war.)

Einige weitereMordopfer, die möglicherweise von Jack the Ripper getötet wurden:

25. Februar1888: Annie Millwood
28. März 1888: Ada Wilson
3. April 1888: Emma Smith
7.August 1888: Martha Tabram
20. November 1888: Annie Farmer
20. Dezember 1888:Rose Mylett
Inspektor Frederick George Abberline leitete die Ermittlungen, aber dieMutmaßungen über Jack the Ripper halten bis heute an. Im Lauf der Zeit wurden vieleMänner verdächtigt, darunter Lewis Carroll, Oscar Wilde und John Merrick, derElefantenmensch. Weitere Verdächtige:

Joseph Barnett, der Lebensgefährte von MaryJane Kelly
der vermutlich sexuell gestörte Lehrer Montague John Druitt, der sich imDezember 1888 das Leben nahm
der 1903 wegen dreifachen Giftmordes zum Tod verurteilteSeverin Antonovich Klosowski
der im Frühjahr 1889 in eine psychiatrische Anstalteingewiesene Frauenhasser Aaron Kosminski
der vermutlich geisteskranke russische ArztMichael Ostrog
der amerikanische Quacksalber Francis Tumblety
Die amerikanischeSchriftstellerin Patricia Cornwell vertritt in ihrem Buch "Wer war Jack the Ripper?"(2002) die These, dass es sich bei Jack the Ripper um den aus München stammendenimpressionistischen Maler Walter Sickert (1860 - 1942) handelte. Für ihreNachforschungen soll Patricia Cornwell fünf Millionen Euro ausgegeben haben (SüddeutscheZeitung, 29. August 2005), doch andere Experten lehnen ihre Schlussfolgerungen ab. ImMittelpunkt der Spekulationen stehen zwei Verdächtige: William Withey Gull und JamesMaybrick. Sir William, der Leibarzt der königlichen Familie, ist die Zentralfigur einerVerschwörungstheorie, derzufolge Edward Albert Victor, der älteste Sohn des späterenKönigs Edward VII., hinter den Morden steckte. Davon geht auch der Kinofilm "From Hell"(2001) von Albert und Allen Hughes aus. Aber 1991 fand man das Tagebuch eines Mannesnamens James Maybrick, das darauf schließen lässt, dass er "Jack the Ripper" war.Allerdings ist die Echtheit des Dokuments umstritten.
MehrINFO:http://www.jacktheripper.de/

http://www.serienkiller.net/sk1a.html


Neue Erkenntnisse/2007
Wer war der brutale Serienmörder, der Ende des 19.Jahrhunderts mindestens fünf Prostituierte in London bestialisch ermordete? NeueDokumente scheinen zu belegen, dass Scotland Yard den als "Jack the Ripper" bekanntgewordenen Serienmörder schon so gut wie verhaftet hatte.

London - Es sind nureinige Bleistift-Notizen, hingekritzelt in einem Buch - doch sie könnten die Lösung zueinem der größten kriminologischen Rätsel der vergangenen 120 Jahre sein: Wer war derMann, der zwischen August und November 1888 im Londoner East End vermutlich fünfProstituierte mit einem Messer ermordete und bestialisch verstümmelteBislang warenKriminologen und Historiker davon ausgegangen, dass der wahre "Jack the Ripper" derbritischen Polizei immer wieder hatte unerkannt entkommen können. Folgt man dagegen denNotizen des damaligen Ripper-Fahnders Chief Inspector Donald Swanson, die seineNachkommen jetzt an das Museum von Scotland Yard übergaben, dann ist der wahre Täterdamals tatsächlich überführt worden - und kam doch nicht ins Gefängnis.

Es beganndamals alles wahrscheinlich am Abend des 31. August 1888. Der Prostituierten Mary AnnNichols, auch "Polly" genannt, wurde in einer Gasse im Elendsviertel Whitechapel dieKehle durchgeschnitten und mit einem Messer der Unterleib verstümmelt. In den kommendenWochen versetzten noch vier weitere Morde die britische Hauptstadt in Angst und Schrecken- alle trugen dieselbe Handschrift, wurden in ihrer Ausführung aber immerbrutaler.

Verdächtige: Ein Lehrer, ein Arzt, ein Friseur

Die Polizei warratlos. Assistant Commissioner Robert Anderson und Chief Inspector Donald Swansonversuchten verzweifelt, dem Mörder auf die Spur zu kommen. Die Kriminalexpertenerstellten ein Profil des Täters: Demzufolge handelte es sich um einen gut gekleidetenMann weißer Hautfarbe im Alter zwischen 20 und 40 Jahren, von mittlerer bis kleinererStatur. Höchstwahrscheinlich war er ledig und hatte einen festen Job: Seine Taten fandenzu verschiedenen Abend- und Nachtzeiten statt, aber immer nur an Wochenenden. Zudem hatte"Jack" vermutlich medizinische Erfahrung und war Rechtshänder.

Trotz dieser rechtvagen Spuren grenzten die Fahnder von Scotland Yard den Kreis der Verdächtigen bald aufeine kleine Gruppe ein. Unter ihnen befand sich beispielsweise Montague John Druitt, einjunger Anwalt und Lehrer aus guter englischer Familie, der als sexuell gestört galt. Kurznach den vorerst letzten Frauenmorden verschwand er. Seine Leiche wurde Ende Dezember1888 in der Themse gefunden.

Der zweite Hauptverdächtige war ein jüdischer Friseurnamens Aaron Kosminski, der 1882 aus Polen nach England gekommen war und nun inWhitechapel wohnte. Der psychisch kranke Kosminski war für seinen Hass speziell aufProstituierte bekannt. Der Polizei fiel er 1891 auf, weil er seine Schwester mit einemMesser bedroht hatte.

Ein Zeuge identifiziert "Jack"

Auch Michael Ostrog,ein russischer Arzt und Sträfling, war unter den verdächtigen Personen. Ostrog warwiederholt wegen versuchten Totschlags in ein Irrenhaus gesperrt worden. Es konnteniemals geklärt werden, wo er sich zum Zeitpunkt der Taten aufgehalten hatte.

Doch den britischen Kriminalpolizisten gelang es nicht, einen der Verdächtigenvor Gericht zu bringen - zu dünn war die Beweislage. "Jack the Ripper" wurde zu einemPhantom, vor dem man sich in den dunklen Gassen der Themsestadt noch lange Jahrefürchtete.

1910 schließlich veröffentlichte Ermittler Anderson seine Memoiren,von denen er seinem Kollegen Swanson ein Exemplar schenkte. In den Passagen, in denenAnderson vom Ripper-Fall berichtete, kritzelte Swanson einige Bemerkungen an den Rand -glaubt man diesen Notizen, dann hatten die Beamten den echten Ripper tatsächlich bereitsaufgespürt. Schon in dem Buch hatte Anderson erwähnt, der Täter sei sehr wahrscheinlich"ein polnischer Jude" gewesen.

Anscheinend war Swanson und seinem Kollegen etwasbesonderes gelungen: Sie hatten einen Augenzeugen aufgetrieben, der Jack the Rippergesehen hatte. Anderson und Swanson waren sich einig, dass der Zeuge einen derVerdächtigen identifiziert hatte. Erst am Ende des Buches notiert Swanson denentscheidenden Satz: "Der Verdächtige war Kosminski."

"Ein unlösbares Rätsel"

Und doch wurde Kosminski nie verurteilt: Der Zeuge, ein Mann jüdischen Glaubens,weigerte sich, vor Gericht auszusagen, "weil der Verdächtige ebenfalls Jude war und weildiese Aussage den Verdächtigen an den Galgen bringen würde - womit der Zeuge nicht seinGewissen belasten wollte", notierte Swanson. Zudem war mehr als fraglich, ob man demFriseur bei seinem Geisteszustand überhaupt den Prozess machen konnte.

Dennochschien Jack the Ripper nun das Handwerk gelegt: "Nach der Identifizierung fanden keineMorde dieser Art mehr in London statt." Kosminski wurde künftig Tag und Nacht vonPolizisten observiert. Kurz darauf wurde er laut Swanson in eine psychiatrische Anstaltgebracht. 1919 starb der Mann, der angeblich Jack the Ripper war.

Der HistorikerKeith Skinner hat jedoch Zweifel: "Ich bin mir nicht sicher, dass Aaron Kosminski dierichtige Person ist", sagte er der BBC. Es gebe einige zeitliche Widersprüche in SwansonsNotizen. Skinner wird nicht der einzige Zweifler bleiben. So hatte beispielsweise 2002die Thriller-Autorin Patricia Cornwell verkündet, sie habe den Beweis dafür, dass derdeutschstämmige Maler Walther Sickert der Täter sei.

Dieses Rätsel werdewahrscheinlich niemals gelöst, sagte Steve Lovelock, der Chef der LondonerPolizeiakademie, der BBC. "Aber vielleicht ist es ja auch genau das, was den Fall vonJack the Ripper so interessant macht."


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mcmööp
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Ungelöste Mordfälle /international

07.07.2007 um 18:18
hehe du msust mir keine infos über JtR geben
ich weiß praktisch gesehn alles xD
beidir fehlen einige infos aber es ist das meiste shonmal ;9

wollt die fälleripper&stripper nur noch ma aufbringen da es hier ja um ungelöste mordfälle geht..


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