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Der Fall Dirk Schiller

1.424 Beiträge, Schlüsselwörter: Kinder, Vermisst, DDR, Stasi, Harz, Heimkehle, Blauer Moskwitsch
bayernwastl
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Der Fall Dirk Schiller

06.06.2012 um 16:01
servus
Da vieles zu den Ausführungen meines "vor Ort" Zeugen paßte, Wetter, Bachverläufe usw. war ich von einer überzogenen Geschichte ausgegangen.
Da nun aber weder das Standesamt Sterberegister Nebra noch Nachfolger, bzw. das Sterberegister Görlitz eine Geburts/Sterbeurkunde oder Grablage vorweisen können, wurde da gefaket. Auch findet sich in den Altakten der Kripo Nebra kein Vorgang zu einem Leichenfund ab März 1979 am Wehr.
Dagegen zeigen Fotos den Bach als zugefroren, nur den zum Wald hin gelegenen Bach als teilweise frei an. Von Hochwasser keine Spur. Das gab es erst ca. 10-14 Tage später.
Somit hat mein "vor Ort" Zeuge nur Schmarn erzählt.
Hat jemand Kontakt mit der Mutter?
servus derweil wastl


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Der Fall Dirk Schiller

06.06.2012 um 16:36
Aber wie wahrscheinlich ist es denn, dass jemand unbemerkt ein Kind entführt aus der direkten Nähe der Eltern und der großen Schwester, ohne einen Mucks, ohne Spuren? Die große Tochter sagte, er war gerade noch hinter ihr und plötzlich war er wie vom Erdboden verschluckt. Da kann ich mir noch vorstellen, dass ein Kind in einen Bach fällt und je nach Fließgeschwindigkeit unter die Eisdecke gezogen wird und weiß-Gott-wo-und-wann wieder ans Tageslicht kommt, als dass ein Fremder ebenfalls spur- und lautlos zuschlägt und mit dem Kind verschwunden ist. Und warum sollte man das auch tun?


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bayernwastl
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Der Fall Dirk Schiller

06.06.2012 um 18:13
servus
@Comtesse
Das hatte ich ja auch zuerst gedacht. Nur hat die Sache einen kleinen Schönheitsfehler. Was der Bach an Wasser führte, reicht unter unglücklichen Umständen zum ertrinken, nicht zum wegtreiben. Zudem damals wie heute ein Sperrgitter in Fließrichtung zur Unstrut ein weg treiben verhindert. Nur bei reissendem Hochwasser wäre das unwirksam. Das gab es aber am 10 März noch nicht.

Die Schwester ist 6 Jahre gewesen. Ob die jede Sekunde zum Buben schaut? Wohl kaum.

Ich gehe noch nicht auf die möglichen Gründe des Verschwinden ein. Dazu fehlt noch zu viel Wissen.

servus derweil


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Der Fall Dirk Schiller

06.06.2012 um 18:59
Wenn das wirklich so war an dem Tag, dann ist es wirklich merkwürdig. Aber weiß man das denn mit letzter Sicherheit, DASS die Verhältnisse zu der zeit so waren an dem Bach? Aus welcher Quelle stammt diese Info?


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bayernwastl
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Der Fall Dirk Schiller

06.06.2012 um 19:30
@Comtesse
Ich bzw. andere Freunde fangen gerade mit der Spurensuche an. Mit letzter Sicherheit steht natürlich noch nichts fest. Nur ergeben neue Spuren ein ganz anderes Bild. Wenn z.B Kinder am 11 März Schlittschuhe laufen, gibt es logischerweise kein Hochwasser. Das gibt es nur wenn es stark taut. Das mit weiteren Sachbeweisen wird jetzt ausgewertet.

servus derweil
wastl


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Blitzendorf
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Der Fall Dirk Schiller

07.08.2012 um 16:12
Fall ist im Grunde genommen klar:
Stasi arbeitete mit dem Ehepaar Schiller zus.
Das Buch zum Fall gibt reichlich Einblicke in das Fachliche Können der MfS Mitarbeiter.
Die halten auch heute noch zus.,besonders im Fall Dirk Schiller.

MfG


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Achtsamkeit
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Der Fall Dirk Schiller

07.08.2012 um 16:18
die Stasi arbeitet mit dem Ehepaar Schiller zusammen? wie meinst du das? verstehe ich gerade nicht.


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SeelenStein
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Der Fall Dirk Schiller

07.08.2012 um 17:42
Ich denke damit war gemeint, daß die Stasi mit dem Ehepaar Schiller ohne deren wissen zusammen arbeitete..

Kam ja später raus.. wer da alles mit drin steckte..


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Blitzendorf
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Der Fall Dirk Schiller

10.08.2012 um 15:30
@Achtsamkeit

verstehe ich ebenso wenig,daß-warum-meine ich.

@SeelenStein

wenn ich es so gemeint habe wie Du es sagst,dann hätte ich das niemandem vorenthalten.


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sunkiss
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Der Fall Dirk Schiller

10.08.2012 um 15:47
@Blitzendorf

Na dann sag doch wie du es gemeint hast-haben könntest-gedacht hast-glaubst zu wissen-annimmst-ahnst-geträumt hast.......^^


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Achtsamkeit
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Der Fall Dirk Schiller

10.08.2012 um 18:06
@Blitzendorf
du hast mich zwar angesprochen aber auf meine Frage nicht geantwortet. Erklär doch einfach wie du das meinst.


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SeelenStein
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Der Fall Dirk Schiller

11.08.2012 um 23:27
@Blitzendorf

Es war nur eine Interpretation meinerseits auf dein Geschirebenes.. ;)

Wenn es nicht richtig ist, dann nehme ich es gerne zurück.. und freue mich auf weitere Details.. ;)


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Blitzendorf
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Der Fall Dirk Schiller

13.08.2012 um 15:35
@sunkiss @Achtsamkeit

was ich damit meine ist:wie geht ein Geheimdienst vor,wenn er ein Kind verschwinden lassen will?
Sicher nicht auf eine für Aussenstehende vollkommen klar und leicht nachvollziehbare Weise,sondern sehr professionell.
Mehr dazu verrät das Buch:"Wo ist Dirk?"

MfG


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Der Fall Dirk Schiller

13.08.2012 um 16:10
Hätten die nicht einfacherer Möglichkeiten gehabt, einem das Kind wegzunehmen, als so umständlich? Ab in den Knast mit den Eltern wegen angeblichem Staatsverrat (irgendwas ließ sich doch bei jedem finden), schwupp konnten sie bequem die Kinder abgreifen und per Adoption sonstwo verschwinden lassen. Gab es doch zigfach in der ehem. DDR, warum also in dem Fall so ein Bohei?

Ich glaub, der Junge ist einfach ertrunken. Wäre nicht das erste Kind, das vor den Augen der Eltern verschwindet in der Nähe von Wasser und dann irgendwann tot gefunden wird. Nun, hier wurde er halt nicht gefunden, warum auch immer. Vielleicht wurde er auch von einem Kinderschänder entführt und getötet. Gibt zig Fälle, wo nie eine Leiche gefunden wurde. Ich glaube, dieses Festhalten daran, dass das Kind noch lebt und entführt wurde, ist von den Eltern nur Selbstschutz, weil sie nicht mit dem Gedanken leben können, dass ihr Kind weg ist, weil sie einfach nicht gut genug auf es aufgepasst haben (was so oder so der Fall ist, denn sonst WÜSSTEN sie ja, was passiert ist).


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Blitzendorf
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Der Fall Dirk Schiller

14.08.2012 um 16:15
@die Graefin

Dem Buch"Wo ist Dirk?" war jedenfalls zu entnehmen,daß die herbei gerufene Polizei bzw.Kriminal-
polizei nicht wie üblich ermittelte.Eine gewisse Trägheit war unübersehbar,um das mal milde zu umschreiben.
Diese Tatsache war unmittelbar nach Dirks verschwinden das erste was geschah,und ist insofern richtungsweisend bezüglich der "Tataufklärung",einer Fallbearbeitung also,die zu keinem Zeitpunkt normaler Ermittlungsarbeit auch nur ähnelte.
Die Mutter des Dirk hält M.E.an ihrem"Glauben das Dirk entführt wurde und noch lebt"fest,weil sie auf eine bestimmte Weise Glaubwürdigkeit vermitteln muss.
Wenn nun vorraus gesetzt wird das die Mutter aktiv am Verschwinden ihres Sohnes beteiligt war,
bleibt ihr eben nur dieser Weg:Sie muss die besorgte und verzweifelte Mutter mimen.Die Polizei verhielt sich dem Ehepaar Schiller gegenüber so,als ob sie(die Polizei)guten Grund gehabt hätte,den Schillers zu misstrauen.Aber dafür braucht die Polizei einen konkreten Hintergrund.
Wer war in der Lage,der Polizei einen entsprechenden Hintergrund zu geben,dazu gehört ja irgendwo auch das Ausüben von Druck,damit sich die Ermittler so verhalten wie sie es dann an dem 10.März 79 getan hatten und auch später noch.Nur das MfS war einflussreich genug,der Polizei Anordnungen zu geben.


MfG


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sunkiss
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Der Fall Dirk Schiller

14.08.2012 um 16:25
An eine Entführung seitens der Eltern von Dirk glaub ich nciht.


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Der Fall Dirk Schiller

14.08.2012 um 16:46
@Blitzendorf

Ich glaube auch nicht, dass die Eltern mit drinstecken, denn dann hätte die Polizei sie sich genauer unter die Lupe genommen. Und wenn es der Polizei übergeordnete Instanzen gäbe, die ebenfalls mit drin stecken, hätten die bestimmt nicht akzeptiert, dass die Eltern wegen der Sache so ein riesiges Fass aufmachen.

Eine von staatlicher Seite organisierte Entführung gegen den Willen der Eltern halte ich auch für unwahrscheinlich, weil der Staat da wie gesagt viel einfachere Möglichkeiten hatte und es wohl mehr als unwahrscheinlich ist, dass man so eine ideale Möglichkeit dazu abpassen kann, wo die Eltern nichts, aber auch wirklich GAR nichts davon mitbekommen. Sowas lässt sich doch gar nicht planen, dass man das Kind spurlos verschwinden lassen kann direkt vor der Nase der Eltern.

Ich könnte mir vorstellen, dass der Junge hinter seiner Schwester herlaufend von irgendwas abgelenkt wurde (Kindern reicht dazu schon irgendein Geräusch oder Glitzern am Boden), er guckte kurz weg, drehte sich vielleicht auch zu der Quelle des Interesses, wollte dann weiter hinter der Schwester her und hat sie aber in dem Moment nicht mehr gesehen und die Orientierung verloren, was bei kleinen Kindern in dem Alter nicht so schwer ist. Dann ist er in die falsche Richtung weitergelaufen und dann entweder verunfallt oder von jemandem aufgegriffen worden.

Man kann sich das nicht vorstellen, dass sowas geschehen kann, aber mir ist meine 3jährige Tochter kürzlich auch wirklich unter der Nase weggekommen am Flughafen. Sie spielte an den Hüpftieren, ich guckte nur ein paar Sekunden weg, und als ich wieder hinschaute, war sie weg! Ich guckte links, ich guckte rechts, keine Spur. Was macht man dann? Man entscheidet sich für eine Richtung, in der man Suchen geht. Wenn das dann genau die entgegengesetzte Richtung ist als die, in die das Kind gelaufen ist (war bei mir natürlich der Fall), und man eben dann NICHT das Glück hat, dass das Kind dann jemandem in die Arme läuft, der ihm hilft, seine Mama zu finden, sondern es mitnimmt - dann kann sowas passieren, spurlos!

Da man bei einem Unfall das Kind sicher irgendwann gefunden hätte (es sei denn es gab einen Unfallverursacher der ihn verschwinden lassen hat, um den Unfall zu verdecken), ist eigentlich nur von einem Verbrechen auszugehen. Der Polizei ist vorzuwerfen, dass sie in dieser Hinsicht scheinbar nie gefahndet / ermittelt hat. Warum, muss man sich da natürlich fragen? War das so üblich in der ehem. DDR, vielleicht weil man die Schillers nicht für staatstreu genug empfand, um sich wegen deren Kind so eine Mühe zu machen? Ich weiß es nicht.


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sunkiss
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Der Fall Dirk Schiller

14.08.2012 um 19:13
An einen Unfall des Buben glaube ich nciht.


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Der Fall Dirk Schiller

14.08.2012 um 19:24
Nee, sag ich ja, ist unwahrscheinlich, weil man ihn dann ja gefunden hätte irgendwann. Ich gehe von einem Verbrechen aus. Er ist in die eine Richtung gelaufen, die Eltern in die Andere, schwupp, war er schon außer Hörweite, als sie nach ihm suchten, und als sie da suchten, wo er hingegangen war, hatte ihn schon jemand mitgenommen, wahrscheinlich von der Straße mit dem Auto. Und dass derjenige ihn behalten hat, um ihn als sein eigenes Kind aufzuziehen, dürfte unwahrscheinlich sein.

Wobei das auch schon echtes Pech wäre, dann ausgerechnet so einem Schwein in die Arme zu laufen. Leute, die so kleine Kinder als Opfer suchen, sind zum Glück sehr selten, da zieht eigentlich bei den meisten Menschen noch das Kindchenschema, selbst bei solchen, die zu einem 7jährigen Kind schon nicht mehr "Nein" sagen würden.


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Achtsamkeit
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Der Fall Dirk Schiller

15.08.2012 um 08:03
@DieGraefin
genau das was du schreibst befürchte ich auch schon seit Jahren. Auch in der ehemaligen DDR wird es Pädophile gegeben haben.


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