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Der Fall Dirk Schiller

1.424 Beiträge, Schlüsselwörter: Kinder, Vermisst, DDR, Stasi, Harz, Blauer Moskwitsch, Heimkehle

Der Fall Dirk Schiller

27.01.2015 um 23:19
ich diskutiere gerne weiter mit, habe aber das Buch noch nicht durch


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Der Fall Dirk Schiller

28.01.2015 um 00:21
Dass die Moskwitsch-Leute ausfindig gemacht und befragt wurden, wie hier verschiedentlich behauptet wurde, kann ich glauben, ich kann es aber auch sein lassen. Es wurde vielleicht festgestellt, wer es war (wenn es nicht schon bekannt war), aber dann wurde das Mäntelchen des Verschleierns drübergehängt. Warum sonst sollten die Namen überall geschwärzt sein? Unbeteiligte Zeugen, die man befragt hat, kann man doch namentlich in den Akten stehen lassen. Und dann, wie @mac61713 so richtig schreibt, warum wurde so darauf gedrängt, Dirk für tot erklären zu lassen? Warum wurde versucht, Dirk, aber auch Frau Stein einen anderen Lebenslauf zu stricken, Stichwort verschwunden in Ungarn 1983? Ob dieser mysteriöse Einsatz, zu dem die Polizisten während des Dirk-Einsatzes plötzlich abkommandiert wurden, auch was mit der Geschichte zu tun hat? Auch, dass nicht mal eine Pressenotiz über Dirks Verschwinden samt Personenbeschreibung veröffentlicht wurde, stinkt zum Himmel. Er wurde faktisch nach der Suchaktion am Tag seines Verschwindens nicht mehr gesucht. Einzige logische Erklärung: Man wusste, wo er ist.

Frau Stein, falls Sie hier noch mitlesen, sah die Örtlichkeit 1979 genauso aus, wie es jetzt auf Google Maps zu sehen ist? Mich würde insbesondere die Position der Brücke interessieren, über die Silvia Ihnen entgegen kam.

Es kann meines Erachtens durchaus sein, dass das Moskwitsch-Paar spontan auf dem Parkplatz beschloss, Dirk zu entführen, als sie sahen, dass die Eltern allein waren und die Kinder logischerweise auch allein sein mussten. Oder die Zeit drängte, eine beauftragte Entführung durchzuziehen, weil es der letzte Urlaubstag der Schillers war. Aber warum? Warum gerade Dirk?


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Der Fall Dirk Schiller

18.03.2018 um 08:50
Hallo liebe Foristen,

ich habe das Buch „Wo ist Dirk?“ gefunden. Ausgabe vom Goldmann Verlag 06/1991Autorin Ines Veith. Basierend auf den Erinnerrungen von Frau Schiller/Stein. Auf dieses Buch beziehen sich auch die folgend angeführten Quellenangaben.

Ein sehr hartes Schicksal, welches die Familie Schiller/ Stein zu tragen hat.
Meiner Meinung nach spricht viel für einen verunglückten Dirk. Das verunfallte Leichen nicht gefunden werden, kennen wir aus dem Forum zu Genüge.

„[…] Der Parkplatz war ziemlich groß, auch für Reisebusse geplant. Mindestens vierzig bis fünfzig Autos und sechs Reisebusse hatten Platz. Das Gelände war nicht eingezäunt, sondern mit riesigen Baumgruppen umgeben.[…] S.40

thyra
Bild 1

[…] Die Kinder stapften auf dem Eis umher und hatten ihren Spaß, auf dem Bach entlang zu schlittern[…] S.42 Hier der zugefrorene Bach gemeint

Beide Elternteile gehen zum Parkplatz/ Auto zurück um ein paar Sachen umzuladen. Nach o.g. Zitat hatten die Eltern keine Sicht mehr auf ihre beiden Kinder, die am Wasser/ Eis spielten.
Da der zugefrorene Bach in die nicht zugefrorene Thyra mündet (an der Brücke, an der die Kinder spielten) sh. Bild 2, halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass Dirk beim Schlittern über den zugefrorenen Bach bis zur Mündung an die Thyra gelangt ist – verunfallt.


thyra 1
Bild 2

Ich hatte die Moderation um Öffnung des Threads gebeten. Die Diskussion war interessant und wird ja vielleicht wieder aufgenommen.


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Der Fall Dirk Schiller

18.03.2018 um 15:46
@jada
Das Buch wurde hier doch mehr als ausführlich besprochen.
Auch die Sache mit dem umladen, die laut Herrn Schiller gar kein umladen war.
Auch die Karte wurde schon hundertmal eingestellt.

Also praktisch alle was du geschrieben hast steht hier schon.

Gibt es Neuigkeiten?


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Der Fall Dirk Schiller

18.03.2018 um 16:11
@tenbells
nein

Es gab reges Interesse an der Diskussion bevor sie geschlossen wurde. Ich habe sie beim Lesen des Buches entdeckt und die Moderation um Eröffung gebeten. Prämisse sollte ein neuer Beitrag sein. Ich denke mein Beitrag ist nicht "ausgelutscht", ich bringe vor, dass das angeblich kleine Zeitfenster, indem die Kinder nicht unter Aufsicht waren, nicht gegeben ist. Die Eltern durch die Baumgruppe auch keine Sicht (trotz Winter) auf die Kinder hatten. Sich hiermit ein viel größeres Zeitfenster eröffnet und damit Raum zu Spekulationen bietet- hier vor allem verschiedene Unfallszenarien, die über ein Ertrinken hinausgehen.

Möchtest du was beitragen?


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Der Fall Dirk Schiller

18.03.2018 um 16:14
@jada
Nein, ich möchte zu diesem Fall nichts mehr beitragen.
Hatte nur gehofft das es eventuell neue Erkenntnisse gibt.


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Der Fall Dirk Schiller

18.03.2018 um 16:21
@tenbells
nein, wird es wohl auch nicht mehr geben.


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Der Fall Dirk Schiller

19.03.2018 um 02:39
Und ich dachte schon es gibt eine neue Erkenntnis ... Aber ich sehe es auch so, es war ein tragischer Unfall. Vielleicht könnte man mit Hypnose etwas aus der Schwester herausholen. Ich könnte mir vorstellen das sie etwas mitbekommen hat und es verdrängt hat.
Dann würde vielleicht die Mutter von Dirk endlich Ruhe finden.


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Der Fall Dirk Schiller

19.03.2018 um 12:40
@darkunicorn
Die Schwester hat sich doch einer Hypnose unterzogen wie Frau Stein hier schrieb.
Dabei kam leider raus, dass sie leider nichts beobachtet hatte.

Sorry, kann den Beitrag nicht verlinken.


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Der Fall Dirk Schiller

21.03.2018 um 04:08
@SommerRendezvo
Danke für die Info. Das ist mir, bei den vielen Beiträgen und da der Fall jetzt eine Weile geschlossen war, wohl entfallen.
Ja dann wird der Fall für viele weiterhin ein großes Rätsel bleiben. Dass da nach all den Jahren noch eine neue Erkenntnis kommt wäre ein Wunder.


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Der Fall Dirk Schiller

04.04.2018 um 13:00
Aktueller Artikel aus Welt Online zu Zwangsadoptionen und Kindesentziehungen in der DDR.

https://www.welt.de/geschichte/article175143422/Zwangsadoptionen-DDR-Behoerden-sollen-Eltern-neugeborene-Babys-gestohlen...

Weil ihre Eltern aus Sicht der SED „auffällig“ waren, sollen Tausende Kinder in der DDR nach der Entbindung für tot erklärt und zur Adoption freigegeben worden sein. Betroffene fordern Aufklärung.

kurze Zusammenfassung:
Es werden Interessengemeinschaften von Betroffenen und ihre Aktivitäten beschrieben.

Eine Anwältin kommt zu Wort:
„Als zwangsadoptiert werden jene Kinder betrachtet, die ihren Eltern wegen politischer Delikte wie ‚Republikflucht‘, ‚Staatshetze‘ oder ‚Staatsverleumdung‘ weggenommen wurden“, erklärt die Rechtsanwältin Marie-Luise Warnecke, die 2009 ihre Dissertation über „Zwangsadoptionen in der DDR“ veröffentlicht hat.

Die 6 Landesbauftragten aus den ehemaligen DDR-Bundesländern:
„In letzter Zeit häufen sich Berichte über vermutete politisch motivierte Adoptionen und Kindesentziehungen in der DDR“, teilte die Konferenz der sechs Landesbeauftragten jetzt mit. Man spreche sich „für eine Versachlichung in der emotional aufgeladenen Debatte aus: Es gibt bisher wenige belegte Einzelfälle, aber noch keine wissenschaftlich seriösen Belege für systematische, flächendeckende und in hoher Zahl vorgenommene Zwangsadoptionen in der DDR, bei denen Kinder aus politischen Gründen gegen den Willen der Eltern und ohne Gefährdung des Kindeswohls der Familie entzogen und adoptiert wurden.“

„Zu berücksichtigen sind auch die Fälle, in denen Eltern vermuten, dass ihnen das Versterben der Kinder vorgetäuscht wurde, um eine Zwangsadoption zu verschleiern“


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Der Fall Dirk Schiller

05.04.2018 um 18:55
jada schrieb:Weil ihre Eltern aus Sicht der SED „auffällig“ waren, sollen Tausende Kinder in der DDR nach der Entbindung für tot erklärt und zur Adoption freigegeben worden sein.
Mag sein, traf aber auf die Schillers zu diesem Zeitpunkt nicht zu.

Die Fälle von Zwangsadoption lagen auch ganz anders. Da wurde niemand vom Weg weggefangen, sondern das Ganze fand auf dem Wege eines Verwaltungsaktes statt.


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Der Fall Dirk Schiller

05.04.2018 um 21:02
@Nightrider64
Ja da hast du Recht. Ich bin der Meinung, dass es bei Dirk Schiller sich um einen Unfall handelt.
Da hier im Strang, aber auch die Thematik oft angesprochen wurde, habe ich den Artikel eingestellt.


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Meissnergold
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Dirk Schiller

27.02.2019 um 21:59
Hallo,

es gibt Neuigkeiten im Fall Dirk Schiller und seiner Mutter Heidi Stein.
Ihr verlorener Sohn scheint gefunden zu sein.
Er lebt in SGH = Sangerhausen im Bundesland Sachsen-Anhalt.

Frage an @alle:
Hat hier in diesem Thread mal ein User mit dem Namen "Wiwan" geschrieben?


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Der Fall Dirk Schiller

27.02.2019 um 22:07
@Meissnergold
Woher hast Du diese Info?
Ich kann es mir noch nicht vorstellen, ehrlich gesagt. Aber es wäre wunderbar, wenn es wahr wäre.
Gibt es denn eine Quelle für die Info?


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Der Fall Dirk Schiller

27.02.2019 um 22:18
Ich kann zu Wiwan nichts sagen. Müsste ich mich jetzt erst einlesen. Aber um den User geht es jetzt doch gar nicht. Oder?

Es geht um die Frage, ob Dirk Schiller tatsächlich noch lebt und wirklich als dieser gefunden wurde.
Hier in dem Artikel geht es um den Mann aus Sangerhausen. Es klang darin noch nicht so, als gäbe es diesbzgl. Klarheit.

https://www.mz-web.de/sangerhausen/zu-ddr-zeiten-verschwunden-seit-39-jahren-sucht-heidi-stein-nach-ihrem-sohn-29848192

@Meissnergold, wie kommst Du jetzt darauf, dass sich das Verschwinden um Dirk Schiller geklärt hätte?


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Der Fall Dirk Schiller

27.02.2019 um 22:23
Hier nun noch folgender Link (Oktober 2018), wonach der Mann aus Sangerhausen NICHT der gesuchte Dirk Schiller ist.

https://www.mz-web.de/sangerhausen/traurige-gewissheit-seit-39-jahren-verschwundener-mann-lebt-nicht-in-sangerhausen-313...


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