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Ungeklärter Mord an W. Rehfeld in Leipzig am 4.12.1985

222 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Ungeklärt, Leipzig, Erschlagen, Chesterfield-fall, Carola Bar

Ungeklärter Mord an W. Rehfeld in Leipzig am 4.12.1985

29.06.2017 um 09:16
Hallo @woodpeckerLE, herzlich willkommen auf Allmy und schön, dass du dich angemeldet hast! Ich bin schon gespannt auf deine Infos und Überlegungen! :)

Gleich mal zwei kleine Fragen an dich:
Wie fanden eigentlich Schwarztaxifahrer und Fahrgäste zueinander? Wer hat wen angesprochen uns so? Oder gab es irgendwelche Erkennungszeichen?

Und vielleicht könntest du bei Gelegenheit auch ein bisschen die Carola-Bar beschreiben? Musik, Publikum, Preisniveau, Öffnungszeiten u.s.w. Ich nehme z.B. an, dass es nicht viele Kneipen gab, die wochentags so lange offen hatten, oder unterschätze ich da das damalige Leipziger Nachtleben?


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Ungeklärter Mord an W. Rehfeld in Leipzig am 4.12.1985

29.06.2017 um 11:24
Auch ich bin schon sehr gespannt auf die Ausführungen von @woodpeckerLE

Eine Kleinigkeit ist mir noch eingefallen, warum ich glaube, dass der "Schäfer" kein echter Schäfer war. Echte Schäfer tragen Messer (Laguiole-Messer z. B. wurden ursprünglich für Schäfer hergestellt) und ihr Gebrauch ist nach ein paar Jahren im Beruf so natürlich wie der Gebrauch von Fingernägeln und Zähnen. Natürlich könnte der "Schäfer" ein Messer einstecken gehabt, es aber nicht genutzt haben; ich fände es jedoch sehr ungewöhnlich, mit einer Mülltonne zuzuschlagen, was auch entsprechend Lärm gemacht haben muss, wenn man ein Messer in der Tasche hat.


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Ungeklärter Mord an W. Rehfeld in Leipzig am 4.12.1985

29.06.2017 um 14:40
VanDusen schrieb: warum ich glaube, dass der "Schäfer" kein echter Schäfer war. Echte Schäfer tragen Messer
Interessante Überlegung, aber wie war das damals in der DDR? Durfte man da legal mit Messer durch die Straßen laufen?


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Ungeklärter Mord an W. Rehfeld in Leipzig am 4.12.1985

29.06.2017 um 15:10
Das hat zwar fast niemand gemacht, wäre aber legal gewesen. Vor allem dann, wenn es der Berufsausübung dient.


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29.06.2017 um 15:38
@Egi
Bei der Berufsausübung war er mitten in Leipzig zwar nicht, aber so ein latent gewalttätiger Schäfer hätte wohl trotzdem sein Messer dabeigehabt - und hätte es in dieser Situation vermutlich auch benutzt (statt Mülltonne).

Somit spricht die Überlegung von @VanDusen schon dagegen, dass er ein Schäfer war. Völlig wasserdicht ist die Argumentationskette natürlich nicht, aber es gibt ja noch weitere Gesichtspunkte, die eher gegen einen echten Schäfer sprechen.


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Ungeklärter Mord an W. Rehfeld in Leipzig am 4.12.1985

29.06.2017 um 19:07
woodpeckerLE schrieb (Beitrag gelöscht):Vor diesem Hintergrund habe ich innerlich das Verhalten von Opfer, TV und Taxifahrer nacheinander „durchgespielt“ und bin auf zahlreiche neue Mosaiksteinchen gestoßen.
@woodpeckerLE
Ja, theoretisch hätte auch der Taxifahrer nach der "Tour" zum Bahnhof (wo er den TV hinbrachte) noch mal selbst beim Schulhof danach aufkreuzen können, wenn er die blutigen Hände des TV bemerkt hätte? Denn das dort wohl wer verletzt (oder gar tot) liegt, wenn ein Fahrgast fehlt, der andere Fahrgast blutige Hände hat, finde ich nicht gar soo abwegig, dass der Taxifahrer selbst dann solche Gedanken damals hatte...noch mal allein nachzusehen, was denn mit dem anderen Fahrgast dort passiert ist.....vielleicht?


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Ungeklärter Mord an W. Rehfeld in Leipzig am 4.12.1985

29.06.2017 um 20:57
Vielen Dank Menedemos für Deine Begrüßung!

Ich habe mittlerweile 4 A4-Seiten gescripted und werde mit jedem Gedankenblitz sicherer und gleichzeitig aufgeregter. Die Theorie würde den Tathergang, den Tod des Opfers, das rätselhafte Verhalten des Täters sowie den verspäteten, selbstverständlich erlogenen Bericht des Taxifahrers zusammenfügen. Was mir etwas unheimlich ist... es läuft glasklar vor meinen Augen ab und ich finde bislang keine Widersprüche. Du warst übrigens schon auf derselben Fährte.

Bis morgen Abend bringe ich den Gedankensalat in Reinform und will zum Schluss nochmal gegenlesen, ob nicht irgend ein Detail im Thread alles einstürzen lässt. Gegen 22 Uhr poste ich das Ergebnis.

Eine Theorie ist ja ein unbewiesenes Zusammenfügen von Wahrscheinlichkeiten. Bringt sie jemand zum Einsturz, bin ich keineswegs böse, die Prüfung stützt entweder eine Theorie oder verwirft sie. In diesem Sinne würde ich mich auf Euer Bombardement freuen und hoffe, das Konstrukt hält stand.

Ich weiß das ist gemein, aber mir juckte die Rückmeldung gerade so was von in den Fingern...


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29.06.2017 um 21:15
Doverex schrieb:Ja, theoretisch hätte auch der Taxifahrer nach der "Tour" zum Bahnhof (wo er den TV hinbrachte) noch mal selbst beim Schulhof danach aufkreuzen können
Ja, diese Möglichkeit sollte man nicht aus dem Auge verlieren! Man braucht vom Floßplatz zum Hauptbahnhof nur 5 Minuten. Zahlung und Rückfahrt eingeschlossen - in spätestens 15 Minuten könnte der Taxifahrer zurückgewesen sein.
woodpeckerLE schrieb:In diesem Sinne würde ich mich auf Euer Bombardement freuen und hoffe, das Konstrukt hält stand.
Das ist die richtige Einstellung! :) Würde hier so manchem mimosenhaften Stammgast (nicht auf diesen Thread bezogen) gut zu Gesicht stehen. Keine Sorge, das "Bombardement" wird kommen, muss der Wahrheitsfindung wegen sein. Und dann schauen wir mal, welche Teile wacker standhalten und welche umkonstruiert werden sollten. Bin jedenfalls auf deine Hypothese gespannt! :)


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fauchi
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Ungeklärter Mord an W. Rehfeld in Leipzig am 4.12.1985

29.06.2017 um 22:05
@Menedemos
Menedemos schrieb:Man braucht vom Floßplatz zum Hauptbahnhof nur 5 Minuten.
des glaub ich nich.....
der flossplatz ist in der südvorstadt u. der hbf. im zentrum.
egal wie du fährst,en stückel innenstadtring musst du mitnehmen - des dauert schon wegen der ampeln länger.


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Ungeklärter Mord an W. Rehfeld in Leipzig am 4.12.1985

29.06.2017 um 22:28
@fauchi
Nach GoogleMaps 6 Minuten. Und das ist heutzutage. Damals gab es noch nicht so viele Ampeln und außerdem war es Nacht, also kein Verkehr.


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fauchi
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Ungeklärter Mord an W. Rehfeld in Leipzig am 4.12.1985

29.06.2017 um 22:31
@Menedemos
kannst du mir zeigen welche route g.m. dafür vorsieht?


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Ungeklärter Mord an W. Rehfeld in Leipzig am 4.12.1985

29.06.2017 um 22:34
@fauchi
Naja, gib bei der Routensuche einfach "Leipzig Floßplatz" nach "Hauptbahnhof" ein.


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Ungeklärter Mord an W. Rehfeld in Leipzig am 4.12.1985

29.06.2017 um 22:39
Also bei den damaligen Verkehrsverhältnissen sind wochentags nachts über Rossplatz/Georgiring 5 Minuten bis zum Hbf durchaus machbar gewesen. Die Ampeln waren aber schon damals alle da ;-)


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30.06.2017 um 14:39
( Zusammenfassungen für alle Neulinge hier:
Beitrag von Menedemos, Seite 8 )
bikini-apoll schrieb:Die Ampeln waren aber schon damals alle da
Aber waren sie nachts auch eingeschaltet? Aber ist eigentlich egal, länger als 20 Minuten hat das Taxi so und so nicht für Hin- und Rückweg gebraucht.

Möglicherweise war der "Taxifahrer" ja selber vorher Gast in der Carola-Bar und hat den beiden gegen ein kleines Entgeld angeboten, sie zu fahren. Dann hat er vielleicht auch mitbekommen, dass Rehfeld mit Geld nur so um sich schmiss. Das wäre ein Grund für ihn gewesen, zum Tatort zurückzukehren.

Aber auch ehrliche Besorgnis könnte ein Grund gewesen sein: Immerhin verließ ein Fahrgast sein Auto, der andere lief ihm hinterher, aber nur der erste kam zurück, mit einer wenig ausgeklügelten Ausrede "Mein Freund will zu Fuß nach Hause", vermutlich schnaufend wie ein Walross und mit Blut an der Kleidung (das Fahrer in der Dunkelheit aber nicht unbedingt gesehen haben muss). Trotzdem, ein ganz merkwürdiges Geschehen - ich hätte mir Sorgen gemacht an Stelle des Taxifahrers.
Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit hat er ja auch die unschöne Szene vor der Bar schon mitbekommen, vielleicht sogar das Handgemenge an der Garderobe zwischen Rehfeld und dem "Schäfer". Selbst wenn nicht, Spannung lag trotzdem in der Luft.
Wenn in einer solchen Situation zwei eiligst das Taxi verlassen und nur einer kommt zurück, dann wird man doch misstrauisch...


Und aus der Besorgnis könnte, nachdem der Taxifahrer nur noch den Tod feststellen konnte, auch ein Raub geworden sein.


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fauchi
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Ungeklärter Mord an W. Rehfeld in Leipzig am 4.12.1985

01.07.2017 um 01:10
@Menedemos
dein zuletzt eingestelltes szenario ist soweit ganz gut nachvollziehbar,aber wem traust du dabei des benutzen der tonne zu?
dem "schäfer",weil der taxifahrer einen toten herrn rehfeld vorfand?
oder dem taxifahrer,weil er nach dem ausrauben ganz sicher sein wollte des herr rehfeld tot ist?


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10.08.2017 um 14:29
mildmr schrieb am 08.02.2017:Dennoch dürfte solch ein Kamerad aufgefallen sein. Vor allem auch im Zug. Dürfte sich um den D 730 von Leipzig nach Rostock gehandelt haben. Vielleicht findet sich ja Jemand der mal erzählen kann, wie voll so ein D Zug damals war und wie das mit den Fahrkarten Kontrollen war.
Ich hab mir jetzt noch mal die Beiträge durchgelesen und hoffe dir da helfen zu können.
Also unter der Woche, zu dieser Jahreszeit und dann noch Nachts, dürfte der Zug ziemlich leer gewesen sein. Die Fahrkartenkontrollen waren damals definitiv ziemlich lax. Ich bin als Student oft hin und her gependelt und habe oft meine Fahrkarte, welche von der letzten Fahrt nicht entwertet war, oft ein zweites mal verwendet. Es kann also durchaus sein, das "der Schäfer" von niemandem im Zug zur Kennnis genommen wurde.

Ob er wirklich ein Schäfer war,daran zweifle ich mittlerweile auch. Vielleicht ist er oft sein sein ungewöhnliches Outfit angesproche worden und hat sich diese "Schäferlegende" als plausible Antwort zurechtgelegt. In den 80ern gab es viele Subkulturen, auch in der DDR, da war so eine ungewöhnliche Kleidung öfter mal zu sehen. Es wurde viel selbst geschneidert und auch viel auf Märkten zum Kauf angeboten. Vielleicht hat er auch so einer Art "Mittelalterszene" angehört, die Sachen auf Märkten verkauften. Das würde auch erklären, dass er das Geld für den teuren Kassettenrekorder aufbringen konnte. Damals konnte man auf diesen Märkten mit simplen Sachen einen Haufen Kohle machen. Vielleicht ging er auch keiner geregelten Arbeit nach, sondern bestritt von dieser Selbstständigkeit seinen Lebensunterhalt. Vielleicht hatte er einen Ausreiseantrag gestellt und hat deswegen nicht mehr gearbeitet. Kurz nach der Tat war er dann weg und für die Behörden auch nicht mehr greifbar. Alles möglich.


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14.10.2017 um 22:34
Ich bin leider heute erst auf diesen Thread gestoßen, habe alles gelesen und finde es schade, dass ich die Ausführungen/die Theorie von woodpeckerLE nicht finde! Hätte mich sowas von interessiert!
Ich war damals erst 17, aber hatte Bezug zu dem Teil von Leipzig, in dem die Tat statt fand.
Dazu komme ich gleich....
Ich bin jetzt Leipzigerin (und wohne im Stadtteil , in dem das Opfer damals lebte und arbeitete), damals wohnte ich zwar noch in Markkleeberg ( fand deshalb auch das mit der "agra", was jemand schrieb, nicht schlecht). Mich "berührt" der Fall mehrfach.
Jetzt zu dem, was ich dazu schreiben wollte.
Mein Bezug zu dem Ort der Tat ist folgender, meine Großeltern wohnten dort ( Paul- Gruner- Str.), und ich war auch schon zu DDR- Zeiten brennender "True- Crime- Fan", schon recht früh habe ich Kriminalfälle "verfolgt", aus allen Gebieten der DDR, der BRD und der ganzen Welt.
Meine eigene Theorie zu diesem Fall deckt sich mit einigen hier schon genannten, aber wie gesagt, woodpeckerLE's Theorie hätte mich brennend interessiert, auch aus dem Grund, ob er halt auch evtl. damals einen Bezug zu dem Stadtgebiet hatte. Es gibt nämlich etwas, was sich, jetzt erst recht, nicht mehr nachweisen lässt. Und warum das nicht in die Ermittlungen einfloss, ist mir schleierhaft ( oder ich habe etwas überlesen in den Artikeln, dann sorry). Wie gesagt, meine Großeltern wohnten "um die Ecke" der Dufourstr., die Paul- Gruner- Str. ist eine Querstraße dieser, mein Opa arbeitete damals im "Volkshaus" ( damals war da der FDGB ansässig) in der "Karli" ( verläuft parallel zur Dufourstr.). Selbst gesehen haben den "Schäfer" meine Großeltern nicht, aber andere Leute, die dort ebenfalls wohnten! Und das schon länger vor der Tat! Ganz genau weiß ich es nicht mehr, aber er soll schon einen Tag vorher im Clara- Zetkin- Park in der Nähe der Rennbahn, aufgefallen sein, tagsüber. Mit diesem Recorder und gleicher Kleidung. Ich habe nur das, was meine Großeltern damals im "Buschfunk" hörten, aber i-wie scheint der Aspekt, der sich daraus ergibt, dass er sich dort nämlich schon auskannte, nicht in die Ermittlungen eingeflossen sein. Es müssen doch Anwohner befragt wurden sein, bzw. haben sich garantiert Leute gemeldet, die ihn eben schon vorher sahen, nach der Veröffentlichung des "Fahndungsbildes".
Klar, es hat mit der Tat als solcher nix zu tun, andere Täter laufen ja auch vorher da rum, wo sie später eine Tat begehen, aber in dem speziellen Fall ( "auffälliger, großspurig auftretender Fremder", sein Dialekt, die Chesterfields usw.), hätte man da nicht auch diesen Aspekt weiter verfolgen sollen? Er kann z.B. da einen evtl. Mittäter "rekrutiert" haben, z.B. den "Schwarztaxi"- Fahrer. ;-) Sehr spekulativ, aber nicht unmöglich. Oder er hat einfach nach einer Location in der Nähe gefragt, wo öfter mit Geld "um sich geschmissen" wird. Oder sich bestimmte Personen aufhalten. Er könnte sich "verquatscht" haben, und und und....
Mit dem, und dem, was ich hier teilweise las, ist es für mich fast 100% sicher, dass da die Stasi nicht nur involviert war, sondern auch vertuscht hat. I-etwas war da, was nicht an die Öffentlichkeit durfte.... Und aller Wahrscheinlichkeit nach ist der Typ seitdem, oder spätestens 1990 "Wessi". Wenn er es nicht sogar schon vorher war.... ;-) Klar, da würde der Raub nicht so zu passen, aber der könnte auch nur zur "Vertuschung" der eigentlichen Tat begangen worden sein. Die wohl auch nicht wirklich geplant war. Meine Theorie geht ja soweit, dass da was ganz anderes geplant war, und das spätere Opfer tatsächlich nur zur falschen Zeit am falschen Ort war...., der "Schäfer" hat nur den Fehler gemacht, sich zu besaufen, und auf das spätere Opfer zu treffen, und er musste vom ursprünglichen Plan absehen, weil er so nicht mehr durchführbar war...., oder er erzählte dem Opfer von seinem Plan im Suff ( was auch den Streit der beiden untermauert, wenn das spätere Opfer "quatschen" wollte), und hat sich dann dem Mitwisser entledigt... und da würde auch die "Falschinformation" mit den russischen Männern zu passen.... Was bitte spricht denn dagegen, dass der "Schäfer" ein Spion aus der BRD war, oder auch (nur) in der ganzen DDR tätiger IM? ( Letzteres eher nicht so wahrscheinlich, da er dann gar nicht erst mit Phantombild gesucht worden wäre, sondern gleich "entsorgt"...., obwohl...., ja, klar, warum nicht. ;-) ) Er war zwar nach den Zeugenaussagen noch recht jung, aber bei Eignung wurden auch schon so junge Menschen rekrutiert! Gerade, weil/wenn "spezielles" Schauspieltalent vom Feinsten vorhanden war.


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14.10.2017 um 23:30
Ah so, und noch nebenbei. So ein spezielles Outfit war damals tatsächlich nicht soooo ungewöhnlich. Ich selbst rannte damals in "Fleischerhemd", Parka und Trampern/ Jesuslatschen rum ( als Mädchen ;-) ), ein Kumpel von damals hatte auch so einen "Manfred Krug- Zimmermannshut" i- wo "abgestaubt". Ja, das, was da beschrieben wurde ist eher die Kopfbedeckung eines Zimmermanns! Und die waren auch schon zu DDR-Zeiten genormt, also immer gleich ( außer im Kopfumfang). Nicht eines Schäfers. Aus Gründen (produktionstechnisch, finanziell) könnte es aber gut sein, dass Schäfer zumindest einen ähnlichen trugen. Leider kannte ich zu DDR- Zeiten keinen Schäfer, kann da also keine Angabe machen.
Was mich auch was wundert, berichtigt mich, wenn ich falsch liege: Wieso wurde kein Ganzkörperphantombild veröffentlicht, obwohl auch der Mantel/Umhang so auffällig war? Und von Zeugen beschrieben?
Das stützt wieder meine Theorie, dass von dem Typ, obwohl so auffällig, nicht "alles" bekannt gemacht werden sollte.


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fauchi
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Ungeklärter Mord an W. Rehfeld in Leipzig am 4.12.1985

15.10.2017 um 02:42
nach allem was ich über die ddr aus reportagen im tv u. aus zusammengetragen relikten aus jener zeit weiss ist für mich alles möglich.
jugendliche wurden schon mit 14j. angeworben u. bei zusage unter beobachtung gestellt (mussten ja auch auf tatsächliche tauglichkeit geprüft werden).
leute wurden aus banalen gründen ausspioniert u. terrorisiert - da gab es mittel u. wege,die glaubt man nicht.
privat o. beruflich war da egal,Hauptsache der mensch wurde irgendwie zerstört.

da kann es durchaus sein,des die stasi bei dem opfer einen grund zum töten sah.
nur seine familie u. nun auch wir kommen da nicht drauf - waren ja mitunter auch arg abstruse gründe.
der "schäfer" könnte daher auch irgendwie mit der stasi verbandelt gewesen sein.
wenn dem so war u. er als anfänger einen fehler gemacht hat,dann ist es nicht verwunderlich des er unauffindbar war/ist.
entweder wurde er sonstwohin verband o. er wurde auch ermordet.

natürlich kann der fall auch komplett stasifrei sein u. es war tatsächlich nur ein zufall des opfer u. täter aufeinander trafen.

am ende war es vlt. nicht mal der "schäfer",sondern ganz jemand anderes.
jemand der des opfer in seiner hilflosen lage vorfand u. diese gelegenheit zum ausrauben nutzte.
kann ja sein des des opfer noch irgendwas bei sich hatte,was sich zum stehlen eignete.

oder

des opfer konnte sich doch wieder aufraffen.
traf auf jemanden der die situation missverstand u. an einen angriff glaubte.

wir werden es wahrscheinlich genausowenig erfahren wie seine familie.
nur ist für sie die ungewissheit sehr schlimm u. quälend.


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15.10.2017 um 15:04
Also die Staatssicherheit war keine planlose Gurkentruppe. Dieser Geheimdienst war der beste nach dem Mossad.
Geheim = Unauffällig.
Ich persönlich glaube nicht das ein Typ der auffällt wie ein bunter Hund ... im Schäferoutfit, mit einem Kassettenrekorder und zudem noch volltrunken.
Für so einen Plan ordert man sich auch kein Schwarztaxi.
IamSherlocked schrieb:Er war zwar nach den Zeugenaussagen noch recht jung, aber bei Eignung wurden auch schon so junge Menschen rekrutiert! Gerade, weil/wenn "spezielles" Schauspieltalent vom Feinsten vorhanden war.
auf jemanden angesetzt wird, um ihn aus dem Verkehr zu ziehen.

Nach "Schauspieltalent" wurde mit Sicherheit nicht ausgesucht.


Eine Möglichkeit für die Familie wäre es Akteneinsicht bei der Gauck-Behörde zu beantragen.


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