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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

934 Beiträge, Schlüsselwörter: Celle, 1988, Regina Fischer, Wathlingen

1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

08.01.2013 um 19:36
So, ich hab mir mal Gedanken über den Weg gemacht, über den sich der Täter vom Tatort entfernt hat. Ausgegangen bin ich dabei von einem ortskundigen Täter, der die Umgebung kennt oder aus der Umgebung stammt.

Bisher wurden ja hauptsächlich Fluchtwege an der Bundesstraße entlang diskutiert. Was aber, wenn der Täter nicht durch den Wald entlang der Bundesstraße sondern in Richtung seines Wohnortes zielgerichtet von der Bundesstraße weg in eine andere Richtung bewegt hat? Wenn man die Waldwege in der Nähe des Tatortes ansieht, dann fällt auf, dass diese fast strikt rasterartig verlaufen.
Angenommen der Täter bewegt sich nicht zurück auf die Bundesstraße sondern auf dem Tatort-Weg tiefer in den Wald hinein. Wenn man diesen Waldweg etwas tiefer in den Wald hinein verfolgt, dann landet man an der nächsten Kreuzung auf einem Hauptweg, der scheinbar gut geschottert ist und wahrscheinlich auch mit einem Auto befahrbar wäre. Läuft man auf diesem Weg nach Norden, landet man ohne noch einmal irgendwo abzweigen zu müssen direkt in Walle:

http://maps.google.de/maps?saddr=Unbekannte+Stra%C3%9Fe&daddr=Bremer+Weg&hl=de&ie=UTF8&ll=52.724467,9.959922&spn=0.02037...

Je nach Variante ist die Strecke dorthin im Durchschnitt 3 km lang und man geht dafür ca. 35 bis 40 Minuten. Das wäre durchaus noch zu schaffen.

Durch den Wald nach Wolthausen wäre auch noch denkbar: https://goo.gl/maps/zqYJ6
3,3 km Wegstrecke, 40 Minuten zu Fuß.

Die Variante nach Bergen-Belsen in eine Kaserne wäre durchaus auch durch den Wald möglich, halte ich bei dem Wetter aber zu Fuß für ziemlich unwahrscheinlich. Mit Auto auf dem Waldweg dorthin kann man auch ausschließen, denn der Haupt-Waldweg wird an einer Stelle auf halbem Weg nach Bergen an einer Stelle für Kraftfahrzeuge sämtlicher Art unpassierbar.

http://maps.google.de/maps?saddr=Unbekannte+Stra%C3%9Fe&daddr=52.7234663,9.9492794+to:52.738768,9.9507221+to:52.7492745,... ca. 9 km, Fußmarsch ungefähr 2 Stunden

Seltsam nur, dass diese Dörfer alle überprüft wurden und nichts gefunden wurde. Das könnte evtl. daran liegen, dass der Täter doch nicht in das Altersraster des DNA-Tests gepasst hat oder sich dem Test entzogen (weggezogen, verstorben). Könnte aber auch sein, dass – sofern es sich um eine geplante Tat handelte – der Täter seinen Wagen auf dem Haupt-Waldweg oder in einer der umliegenden Ortschaften stehen hatte und gar nicht aus den umliegenden Dörfern stasmmte. Bei so einem Wetter ist dann auf dem Haupt-Waldweg was die Spurensicherung betrifft mit Fuß- oder Reifenspuren nicht mehr viel zu machen.

Zum Thema stark befahrene Bundesstraße:
Mag sein, dass die B3 ein Autobahnzubringer war. Allerdings hat man sich die Straßenlage nach 20 Uhr im Jahre 1988 wahrscheinlich anders vorzustellen als heute. Damals war um 18.00 Uhr noch bundesweit zwingend Ladenschluss. Freitags nach 20 Uhr war sämtliche „Gewerbebevölkerung“ bereits zu Hause vor dem Fernseher gesessen und hat XY geschaut. Außerdem gab es damals allgemein weniger Verkehr als heute. Damals war wahrscheinlich selbst eine Bundesstraße um 21 Uhr viel weniger befahren als heute.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

08.01.2013 um 20:08
@xynostalgiefan

Das sind sehr gute Überlegungen danke dafür auch dafür das du die Karten gepostet hast!
Dann währe hier aber auch zu überlegen wie sieht es mit Besuchern der Gegend aus?

Also jene die Urlaub machten oder Mutter Vater oder Freunde besuchten?
Wanderer z.B. haben ja auch oft Messer bei sich für die Brotzeit!

Könnte ja sein das sie einen Mitgenommen hat aus Mitleid weil er vom Unwetter überrascht wurde und dessen Fahrzeug in einem der Orte stand!

Er muss ja nicht Blutverschmiert gewesen sein so dass man sich hier nur an einen Nassen schmutzigen Menschen erinnert!

Wie sieht es in der Gegend mit dem Tourismus aus?


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

09.01.2013 um 20:59
@steven01

Von Urlaubern, Bekannten oder Verwandten der Anwohner würde ich nicht einmal zwingend ausgehen. Da der Täter den Waldweg kannte, könnte ich mir gut vorstellen, dass er ortskundig war. Dazu ist es normalerweise erforderlich, dass man länger in dieser Gegend lebt oder gearbeitet hat. Vielleicht passt der Täter auch ins Altersraster der operativen Fallanalyse. Man muss nur bedenken, dass die Liste derer, die zum DNA-Test aufgefordert werden anhand der Daten der Einwohnermeldeämter generiert wird.

Heißt konkret: Wer nicht mit Wohnsitz in den umliegenden Dörfern gemeldet war, fällt von Anfang an untern Tisch.

Jetzt gibt es viele Gründe, warum jemand keinen Wohnsitz anmeldet. Nehmen wir an, beim Täter handelt es sich um eine ohnehin etwas zwielichtige Person, die finanziell nicht gerade gut dasteht, dem seine Gläubiger dicht auf den Fersen sind. Solche Menschen wechseln für gewöhnlich oft ihren wohnort, ohne die Aktenkundig werden zu lassen. Denn dann ist es schwieriger, ihnen Amtspost zukommen zu lassen.

Andere Möglichkeit wäre, dass es jemand war, der nur sich nur beruflich und saisonal in dieser Gegend aufhielt. Dann erfolgt oft auch keine Meldung eines Wohnsitzes in der entsprechenden Gemeinde. Wenn man sich die Gegend um den Tatort herum etwas genauer anschaut, dann ist die Umgebung weitgehend ländlich geprägt mit ein paar größeren landwirtschaftlichen Betrieben. Solche Betriebe beschäftigen oft in den Sommermonaten bis in den Herbst hinein (manchmal aber auch ganzjährig) Erntehelfer, die in vielen Fällen auch auf dem Bauernhof wohnen dürfen. Oft sind das auch Personen mit einem etwas zweifelhaften Ruf. Ein solcher Täter hätte sich berufsbedingt auch auf den Feld- und Waldwegen in der Umgebung ausgekannt. Wenn es auf dem Bauernhof witterungsbedingt mal nichts zu tun gibt, dann bekommen die manchmal frei und fahren mit Bus, Bahn oder eben Anhalter in die nächste Stadt, um mal einen draufzumachen (eigenes Auto haben die meistens wegen geringem Lohn nicht)

Als 2003 dann der erste DNA-Test stattfand, hat der Täter natürlich schon über 10 Jahre nicht mehr auf dem Betrtieb gearbeitet und dementsprechend konnte sich auch niemand mehr an ihn erinnern.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

10.01.2013 um 00:36
@xynostalgiefan
Ja Erntehelfer gibt es die heute überhaupt noch?
Da kannst du recht haben aber werden diese Helfer bei einem Kapitalverbrechen nicht automatisch mit überprüft? Eben weil sie nur eine bedingte Zeit an einem Ort leben!
Während jemand der dort aufgewachsen ist und zu Besuch ist ja auch auch die Gegend kennt! So jemand muss ja auch nicht bei Bekannten oder Verwandten gewohnt haben, sondern in einem Hotel oder ähnliches.
Wenn es jemand war wie du ja auch erwähnt hast der unbedingt das Raster fallen wollte, weil Schulden usw.. Ist da nicht die Wahrscheinlichkeit sehr hoch das solch ein Täter öfter zuschlagen würde weil die Bereitschaft zu Kriminellen Handlungen eh schon vorhanden sind?


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

10.01.2013 um 08:58
NAtürlich gibt es noch Erntehelfer (heute häufig aus Osteuropa) und 1988 gab es die bestimmt auch, nur nicht aus Osteuropa, sondern vermutlich eher lokal. Es ist meistens so, dass sie jedes JAhr wieder zum selben Bauernhof kommen und es sind sicher nicht alles zwielichtige Gestalten, sondern auch Menschen, die einfach anders kein Geld verdienen können.

Irgendwie würde es passen - nur: wie ist der ins Auto gekommen? Stammte Regina aus einer Landwirtschaft, so dass sie einen ehemaligen Erntehelfer erkannt und mitgenommen hat? Oder hat er getrampt? Wie ist er dann aber zunächst nach Celle gekommen (denn in der Nähe des Tatorts wird sie ihn ja nicht erst mitgenommen haben, oder?)? Kurz vor einem Unwetter haben ERntehelfer ja meist viel zu tun, weil noch möglichst viel an Ernte eingebracht werden soll - und danach macht man sich ja eigentlich nicht mehr auf den Weg. ODer hat sie doch auf der Landstraße angehalten und ihn einsteigen lassen, weil er ihr leid tat und irgendwie auf sich aufmerksam machte? Auch dann stellt sich aber die Frage, wieso er ca. 3 km im strömenden Regen bis zur Landstraße gelaufen sein sollte und was er dort wollte...


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

10.01.2013 um 11:51
Mir lässt die Frage keine Ruhe, wie der Täter ins Auto gekommen ist. Nachdem ich heute den Bericht über das Räuberpärchen in München (http://www.sueddeutsche.de/muenchen/raeuberpaerchen-vor-gericht-albtraum-auf-dem-parkplatz-1.1569156) gelesen habe, habe ich überlegt, ob es nicht so ähnlich bei Regina gewesen sein könnte.

An einer Tankstelle (evtl. auch schon zu Hause, aber das wäre dann ein weites Stück) oder sonst wo, wo sie sich noch etwas zu Essen o.ä. besorgt, steigt jemand zu und zwingt sie, auf den Beifahrersitz zu rutschen. Ist erwiesen, dass Regina auf dem Fahrersitz saß? Wenn sie nämlich auf dem Beifahrersitz sitzt/evtl. sogar gefesselt ist, dann ist es natürlich viel einfacher, irgendwann in den Waldweg abzubiegen und würde auch erklären, warum sie das so scheinbar freiwillig gemacht hat.

Bei dem scheußlichen Wetter würde es wahrscheinlich niemandem auffallen, jeder, der überhaupt unterwegs ist, läuft schnell mit gesenktem Kopf, an Ampeln oder im Gegenverkehr ist man darauf bedacht, sicher zu fahren und achtet sicher nicht auf andere Fahrzeuge.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

10.01.2013 um 13:01
Gefesselt war sie sicher nicht, das hätte die Obduktion dann ja ergeben, außerdem macht es keinen Sinn, jemanden erst zu fesseln und ihn dann wieder zu entfesselt, damit er sich selbst ausziehen kann, und ihn danach ungefesselt zu lassen.

Aber vielleicht ist sie ja auch FREIWILLIG auf den Beifahrersitz gegangen. Bei dem Mistwetter könnte doch sein, dass sie Angst hatte, die weite Strecke zu fahren. Orkanartige Boen und starker Regen bei Nacht, wer bei so einem Wetter schon mal im Dunkeln unterwegs war, weiß, dass da auch einem Fahrer mit viel Fahrpraxis mulmig werden kann, und der Escort war nicht gerade windschnittig, da rüttelte es schon gut dran bei starkem Wind, mit 20 hatte Regina ja auch nicht soooo viel Fahrpraxis. Vielleicht hat sie sich ja spontan entschlossen, unterwegs bei einem Freund/Bekannten anzuhalten ODER hat jemanden unterwegs gesehen, den sie kannte und von SICH aus angesprochen, ob er mitfährt bzw. sich ans Steuer setzt, weil es ihr zu unsicher war?! Das wäre auch noch eine Option, dass nicht SIE jemandem durch mitnehmen half, sondern IHR jemand durch Übernahme des Steuers, weil sie sich bei dem Wetter nicht zu fahren traute!

Ist eigentlich sicher, dass sie nicht von Zuhause aus schon eine solche Verabredung telefonisch getroffen hat? Heute kann man ja alles zurückverfolgen, aber war das damals auch schon so?


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

10.01.2013 um 14:27
Ob sie sozusagen freiwillig jemanden fahren ließ, habe ich auch schon überlegt, es würde einiges erklären.

V.a., weil man sich auf dem Beifahrersitz auch deutlich einfacher entkleidet als auf dem Fahrersitz - oder wo hat die Vergewaltigung stattgefunden? Auf dem Fahrersitz kann ich mir das rein technisch nicht vorstellen.

Wegen des Fesselns: kann man das grundsätzlich feststellen? Ich weiß, dass es im Fernsehen immer so aussieht, aber wie ist es in der Realität?

Und wegen des Telefons: die Frage ist, ob die Deutsche Post ausgehende und eingehende Anrufe damals schon mit Nummer gespeichert hat oder ob die Rufnummernaufstellung (und die entsprechende Speicherung mit Rufnummer) eine technische Neuerung der 90er Jahre war. Der Apparat hat es sicherlich nicht speichern können.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

10.01.2013 um 16:41
Das mit dem Telefon frage ich mich auch.

Zum Fesseln, ja, das kann man gut feststellen. Es entsteht Hautabrieb an den gefesselten Stellen (zumeist Hand- und Fußgelenke), zumindest wenn man jemanden RICHTIG fesselt, was ja den Sinn hat, die betreffende Person wehrlos zu machen, die Stellen werden eingeschnürt, die Haut reißt ein, es entstehen Rötungen, Hautabschürfungen bishin zu blauen Striemen, je nachdem, wie fest es zugezogen wurde. Der Gefesselte versucht meist ja auch, sich von den Fesseln zu befreien, sie zu weiten oder nach einer Weile auch einfach seine Bewegungsfreiheit wiederzuerlangen, dadurch entstehen dann noch mehr Verletzungen an den betreffenden Stellen.

Wenn man natürlich nur harmlose Fesselspielchen mit Plüschhandschellen macht, wo der Gefesselte sich gar nicht wehrt, weil es zum Rollenspiel gehört, findet man natürlich auch keine Fesselungsspuren, aber bei einer Gewalttat wie dieser wäre das auf jeden Fall zu erwarten, dass man da was findet. Denn man muss jemanden schon ganz schön fest verschnüren, damit er sich nicht mit ein paar Bewegungen wieder befreien kann.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

13.01.2013 um 14:42
das Regina nicht viel Fahrpraxis hatte (max 2 Jahre),hatte ich ja auch schon erwähnt darum find ich es auch nicht so abwägig das sie froh war jemanden zu haben der für sie das Steuer lenkt.Das derjenige von Reginas Wohnort schon mit im Auto war halte ich jedoch für ausgeschlossen.Der Täter muß ja davon ausgehen beim einsteigen gesehen zu werden und vor ihrer Haustür ist das auffallen größer als irgendwo unterwegs.Ein zusteigen auf der Strecke halte ich darum für viel wahrscheinlicher.

Grüß Dich kann ich ein Stück mit muß in die selbe Richtung.Klar dann fahr du bitte bei dem Wetter fühle ich mich hinterm Lenkrad nicht so sicher.

So könnt es gewesen sein.Das würde auch den merkwürdigen Abbiegevorgang erklären,vermutlich wusste sie erst ab diesem Zeitpunkt das sie in Gefahr ist.
Der Täter hat 100% erst im Auto die Tat (Vergewaltigung) geplant,vieleicht dachte er auch er kriegt sie freiwillig rum und dann ist alles eskaliert...


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

13.01.2013 um 16:54
@fcmlars
interessantes Frauenbild :-(
ich glaube ganz bestimmt nicht, dass eine Fahrerin stoppt, einen Anhälter mitnimmt (egal ob bekannt o. unbekannt) und ihm sogar gleich noch das Fahrzeug anvertraut...
wer so unsicher ist, dass er mit dem fahren nicht klär käme, hat doch sicher auch Angst, Anhalter mitznehmen.
fcmlars schrieb:das Regina nicht viel Fahrpraxis hatte (max 2 Jahre),hatte ich ja auch schon erwähnt darum find ich es auch nicht so abwägig das sie froh war jemanden zu haben der für sie das Steuer lenkt.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

13.01.2013 um 16:57
ups, da war es eine Mischung aus Anhalter und Zuhälter = Anhälter
vielleicht auch nicht verkehrt. Aber sie hat es ganz bestimmt nicht gewusst.


ist eigentl. sicher, dass sie einen männl. Person mitnahm im Wagen?


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

13.01.2013 um 18:19
@lawine

warum interessantes Frauenbild-einen männlichen Fahrer würde ich nach 2 Jahren Führerscheinbesitz auch nicht als Vollprofi bezeichnen...


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

05.02.2013 um 13:30
Mal eine Überlegung in eine ganz andere Richtung: alle Überlegungen der letzten Seiten gehen ja von einem Szenario aus, in dem Regina ihren Mörder jedenfalls ein Stück im Auto mitgenommen hat - sei es als Bekannter, sei es als Anhalter, sei es durch einen erzwungenen Zustieg.

Alle Hypothesen leiden aber an folgenden Mängeln:

- sie können nicht erklären, warum Regina bei dem scheußlichen Wetter einen Anhalter mitgenommen haben sollte
- wie derjenige bei dem Wetter unbemerkt vom Tatort weggekommen ist und wo er zu Fuß so schnell hingekommen ist
- warum ein Anhalter eine Waffe dabei hat
- wie er sie dazu bekommen hat, in den Waldweg abzubiegen
- warum Regina nicht zwischen Celle und dem TAtort irgendwie versucht hat, auf sich aufmerksam zu machen/ das Auto irgendwo hinzulenken etc.


Ich habe jetzt noch einmal überlegt, ob es nicht doch so gewesen sein könnte, dass jemand an dem Waldweg "lauerte" - vielleicht nicht unbedingt, um eine junge Frau zu vergewaltigen, sondern vielleicht, um alternativ einen Raubüberfall zu begehen. Der Täter könnte bequem mit dem Auto dorthin gefahren sein, das Auto zum Anlocken verwendet haben, einen Notfall vorgetäuscht haben oder aber Regina beobachtet haben, ihr mit seinem Auto gefolgt sein und sie durch Vortäuschen eines (Auffahr-)unfalls zum Anhalten gebracht haben. Weiß man, ob an ihrem Auto Unfallspuren waren (also, wissen wir das?) - wahrscheinlich eher nicht, aus denen hätte man vermutlich auch damals schon erkennen können, welches Auto involviert war. Aber man könnte ja mit Lichthupe u.ä. z.B. auf einen vermeintlichen Mangel am Auto aufmerksam machen o.ä. Sie biegt gutgläubig ab, hält an und alles nimmt seinen Lauf. Der Regen verwäscht die Spuren des anderen Autos...


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

06.02.2013 um 14:01
Ich sehe in diesen aufgeworfenen Fragen beileibe keine Mängel irgeneiner Theorie.

- Wenn man Anhalter mitnimmt, ist schlechtes Wetter doch sogar eher ein Grund zu sagen "den lass ich bei dem Sauwetter nicht da draussen stehen" als bei schönem Wetter.
- Wieso soll er nicht einfach gelaufen sein? War er dann halt triefnass, aber was soll das ausschließen? Und er muss auch nicht schnell irgendwohin gekommen sein ,eigentlich hatte er doch alle Zeit der Welt ......
- Weil viele junge Männer halt immer z.B. ein Messer mit sich führen.
- mit einem Messer an der Kehle
- aus Angst wegen der Bedrohung mit einer Waffe?

Alles keine Argumente, die aus meiner Sicht gegen die "Beifahrer" These sprechen.

Da scheint mir die Idee, dass der Täter mit dem eigenen Wagen zum Tatort kam, egal ob als vorgetäuschte Panne oder als getürkter Auffahtunfall, wesentlich unwahrscheinlicher


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

06.02.2013 um 14:47
Ich weiß nicht, ob du eine Frau bist, aber mal ganz ehrlich:

- welche Frau, die alleine im Auto fährt, nimmt einen männlichen Anhalter mit, der ihr gänzlich unbekannt ist? Egal, wie das Wetter ist. Ich mach das nicht mal gerne, wenn mein Freund im Auto ist

- ausgenommen natürlich, sie kennt die Person und hält sie für harmlos (dazu hatten wir ja schon unterschiedlichste Szenarien)



Natürlich kann er gelaufen sein, aber es ist doch nicht zwingend und ich finde einfach nur, dass sich diese Diskussion zu sehr auf die "Beifahrer-These" versteift und nicht überlegt wird, ob der Täter auch anders an den Tatort gelangt sein kann. V.a., nachdem eine Nachforschung bei Personen, die nach der Tat nach Hause hätte laufen können, ja anscheinend im Sande verlaufen ist...


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

06.02.2013 um 17:24
Hallo.

Hier wurde darüber nachgedacht, warum die Fahrerin links abgebogen ist und die These vertreten, dass es logischer wäre, rechts abzubiegen...

Also wenn wir bei der Beifahrer-Theorie bleiben, von der ich übrigens auch ausgehe, denn wer lauert bei einem so miesen Wetter irgendjemanden in einer gottverlassenen Gegend auf??? Da gibt es geeignetere Locations. Also, die Beifahrer-Theorie: Wenn auf dem Beifahrersitz ein Mann saß und sie z. B. mit einem Messer bedrohte, dann wird er nicht gerade auf dem Sitz gesessen haben sondern vermutlich etwas nach links (ihr zugewandt) gedreht gesessen haben.

Also macht es für mich schon Sinn, links abzubiegen, da ein Waldweg auf der linken Seite bei dieser Sitzposition doch eher ins Auge fällt als einer auf der rechten. Man müsste dann seinen Kopf nach rechts drehen um nach einem geeigneten Waldweg Ausschau zu halten und verliert in diesem Moment das Opfer aus dem Blick.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

06.02.2013 um 21:42
Das ist durchaus plausibel.

Trotzdem ist nicht geklärt, wie bzw. wann der Täter ins Auto kam und wie er den Tatort verlassen hat. Richtig schlüssig erscheint bisher keine der dazu vorgebrachten Theorien, da immer Fragen offen bleiben.

Daher mal ein anderer Ansatz, der mich zwar auch nicht vollständig überzeugt, aber vielleicht mal diskutiert werden sollte:

Kann es sein, dass R. F. in dem Waldweg mit jemandem verabredet war, und zwar mit jemandem, der mit seinem eigenen Wagen kam - und damit später wieder wegfahren konnte. (Zu Fahrzeugspuren habe ich übrigens nichts gefunden.) Das Treffen könnte durchaus länger gedauert haben; wann R. F. tatsächlich von der Wohnung weggefahren ist, scheint nicht sicher festzustehen. Es kann sogar nicht ausgeschlossen werden, dass R. F. nur ganz kurz in ihrer Wohnung war.

Sicher bleiben auch hier Fragen offen, aber immerhin wären mit dieser Variante die größten Ungereimtheiten des Falls geklärt: Wie kam der Täter ins Auto, wie kam er vom Tatort weg?


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

07.02.2013 um 04:57
@QF1

Nein, wie der Täter ins Auto kam (kam er überhaupt ins Auto?) ist wohl auch leider nicht mehr zu klären.

Es ist bei mir schon eine ganze Zeit her, dass ich mir den XY-Beitrag angesehen habe. Aber ich meine mich zu erinnern, dass anfangs deutlich gesagt wurde, dass ihr "ihre Hilfsbereitschaft zum Verhängnis geworden ist"... Dieses wird wohl nicht näher erläutert aber ich habe es so verstanden, dass von einer Panne des Täters ausgegangen wurde. In einem Folgebericht wird auch erwähnt, dass nach einem Mercedes gesucht wird.

Erntehelfer halte ich Ende September fast schon für ausgeschlossen. Meiner Meinung nach werden diese doch eher für regionale Saison-Ernten wie z. B. Spargel beschäftigt.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

09.02.2013 um 19:05
So, nach einiger Zeit auch mal wieder in diesem Fall. Habe mal einen Kameraden in Munster, der auch dort aufgewachsen ist, nach dem Fall gefragt. Leider konnte er sich nicht an diesen erinnern, wollte sich aber die Tage im Kameraden-, Freundes- und Bekanntenkreis mal umhören ob da irgendwo etwas bekannt ist.
Er konnte sich aber an eine andere Geschichte aus der Zeit erinnern. Es wurde wohl mal ein UvD irrtümlich von einem Kameraden erschossen. Damals kamen viele GwDl aus dem Ruhrpott und der ein oder andere hatte wohl auch ein ziemlich zwielichtiges Zivilleben. Zwei waren wohl ganz dicke im Drogengeschäft und waren sich nicht wirklich Grün. Da beide in der selben Einheit dienten eskalierte der Streit in der Kaserne irgendwann und der eine beschloss den anderen aus dem Weg zu Räumen. Das potentielle Opfer sollte dann während eines UvD Dienstes erschossen werden. Pech nur das dieser den Dienst kurzfristig mit einem Kameraden getauscht hatte und der Täter dieses nicht mitbekam. Er Drang Nachts in den Dienstraum ein und erschoss den ruhenden Kameraden. Der zweite Diensttuer (GvD) befand sich gerade auf seiner Runde und fand den getöteten. Auf Grund der Vorgeschichte konnte der Fall ohne Hilfe von außen relativ schnell aufgeklärt werden.
Hat zwar keinerlei Zusammenhang mit dem Fall Regina Fischer aber dieses zeigt das damals viel Gewaltpotential in den Kasernen vorhanden war (auch ohne gewaltverherrlichender Computerspiele).


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