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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

1.142 Beiträge, Schlüsselwörter: 1988, Celle, Regina Fischer, Wathlingen

1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

05.04.2020 um 09:27
Rotmilan schrieb am 21.03.2020:Das hat @mister auch nicht behauptet, dass es notwendigerweise so sein muss. Es wäre doch aber leicht möglich gewesen, die paar Männer ohne FS damals in die DNA Testung einzubeziehen. Dann hätte man diese Gruppe schon mal ausgeschlossen, oder evtl. den Täter ermittelt.
sören42 schrieb:
Diese Erkenntnis zu der UK-DNA würde dann auch nicht mehr passen, vermutlich?
Sollte es ein englischer Besatzungssoldat gewesen sein, wird der Fall wohl nicht mehr gelöst.
Wäre in dem Mordfall nicht die Erstellung eines genetischen Phantombilds ein zusätzlicher Informationsgewinn? Mittlerweile ist einiges möglich:

https://www.tagesspiegel.de/wissen/der-dna-code-fuer-eine-schmale-nase-forscher-finden-gene-die-das-gesicht-formen/25272...

P. S. : Bzgl. angeblicher UK-DNA -> dachte immer, DNA-Herkunftsanalysen seien in Deutschland nicht erlaubt.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

17.04.2020 um 08:19
Harry.de.beere schrieb am 31.03.2020:Interessante Beiträge... aber offenbar folgten die Ermittler nicht den Gedankengängen des HolgerE.
Dieser Holger E. ist hier nicht mehr am Start, oder? Wurde er gesperrt?
Harry.de.beere schrieb am 03.04.2020:Es spricht aber mMn einiges dafür, dass Regina ihren Täter zumindest flüchtig gekannt haben könnte. Vielleicht aus der Disco? Der Bäckerei? Aus der Nachbarschaft?
Ich komme aus dem LK Gifhorn und bin die Strecke von Wohlthausen bis Groß Hehlen immer gefahren, mittlerweile auch über 10 Jahre her. Ernsthaft: da liegt der Hund begraben, selbst tags ist da nie viel los gewesen, daher bin ich dort auch gefahren, insofern denke ich auch, dass es ein Zufall war, man kannte sich*. Sie nimmt ihn mit, ...
Das man dort jemandem auflauert, absichtlich, finde ich nicht realistisch.
Da glaube ich eher, dass sie den Täter in einem der Dörfer aufgelesen hat. Abends schlechtes Wetter, Dunkelheit, keiner draußen, da ist das Risiko überschaubar, dass man gesehen wird. Sofern es später eine spontane Tat war, wird er sich in dem Moment eh keine Platte gemacht haben, ob ihn wer sieht und am Ende hat er einfach nur Glück gehabt.


* in meiner Jugend waren wir in vielen Diskotheken im Umkreis (Inkognito Celle, Farmers Uetze, Double U, Labelle, ...) da trieben sich immer die gleichen Leute rum, man kannte sich - wenn auch nur vom sehen. Die Gegend ist schon sehr ländlich, da nimmt man zum feiern schon mal lange Wege auf sich. In vielen Discos war es auch kein Problem, wenn man keine 18 war, die Zeiten waren einfach anders. Ich war dort vor 20-25 Jahren unterwegs, es waren immer Soldaten am Start, weil es in der Region auch eine Menge Kasernen gibt/gab.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

17.04.2020 um 08:25
@Suppenhuhn79
Moin,

was meinst du mit „da liegt der Hund begraben“? Wenn du die Ortschaften dort meinst, so stimmt das durchaus. Das kann ich, weil ich dort aufwuchs, durchaus bestätigen. Die Bundesstraße 3 war aber gerade an den Wochenenden sehr stark frequentiert.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

17.04.2020 um 10:46
mister schrieb:was meinst du mit „da liegt der Hund begraben“? Wenn du die Ortschaften dort meinst, so stimmt das durchaus. Das kann ich, weil ich dort aufwuchs, durchaus bestätigen. Die Bundesstraße 3 war aber gerade an den Wochenenden sehr stark frequentiert.
Ja genau. Die B3 hätte ich anders eingeschätzt. Aber ich bin die kurze Strecke auch meist Freitags spät und Sonntags spät gefahren, vielleicht kommt daher meine Fehleinschätzung.
Wobei ich fast sicher bin, dass sich keiner zu der Zeit in dieser Jahreszeit "auf die Lauer legt", weil vielleicht eine Frau alleine des Weges kommt und mich mit nimmt.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

19.04.2020 um 22:49
Suppenhuhn79 schrieb:Wobei ich fast sicher bin, dass sich keiner zu der Zeit in dieser Jahreszeit "auf die Lauer legt", weil vielleicht eine Frau alleine des Weges kommt und mich mit nimmt.
Da teile ich Deine Meinung. Wer soll sich bei dem Wetter bis auf die Knochen durchregnen lassen, damit ausgerechnet eine junge hübsche Autofahrerin, die allein im Auto sitzt, anhält und ihn mitnimmt. Und das soll dann noch genau die tun, die sich sonst absolut weigert, einen Fremden mitzunehmen. Ich glaube, hier ist etwas anderes passiert. Entweder sie kannte ihren Mörder, oder er hat sich gewaltsam oder hinterhältig Zugang in ihr Auto verschafft. Sicher wissen kann man das nicht, theoretisch ist alles möglich.

In der CZ vom 03.04.2020 habe ich jetzt eine Überschrift gelesen: Mordfall Regina Fischer bleibt ungelöst. Die DNA des Spurenverursachers wurde mit englischen DNA- Datenbanken abgeglichen, wohl ohne Erfolg. Ist das nicht traurig? Und wie groß ist überhaupt die Wahrscheinlichkeit, daß unser Mann "X" wirklich Engländer ist?
Leider konnte ich nur die ersten zwei Zeilen im Netz lesen. Deshalb einmal die Frage in die Runde: Wer hat diesen Zeitungsartikel ganz gelesen? Was wurde da bekannt gegeben und wie soll jetzt weiter verfahren werden?


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

19.04.2020 um 23:08
Binokular88 schrieb:Deshalb einmal die Frage in die Runde: Wer hat diesen Zeitungsartikel ganz gelesen? Was wurde da bekannt gegeben und wie soll jetzt weiter verfahren werden?
Ich habe den Artikel ganz gelesen. Wir hatten das Thema hier im Thread, da habe ich einen kostenfreien Artikel etwa gleichen Inhalts aus der HAZ hier extra verlinkt.
Inhaltlich weicht der verlinkte Artikel nicht vom dem aus der CZ ab. Die Quintessenz ist, dass die gesicherte DNA des Täters noch mal neu nach neuesten Methoden untersucht wurde und auf einen Engländer verweisen soll.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

19.04.2020 um 23:10
https://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Celle-Neue-Spur-in-ungeloestem-Mordfall-nach-31-Jahren

Nochmal der Artikel aus der HAZ.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

19.04.2020 um 23:36
Rotmilan schrieb:Die Quintessenz ist, dass die gesicherte DNA des Täters noch mal neu nach neuesten Methoden untersucht wurde und auf einen Engländer verweisen soll.
Merkwürdig, die Strafprozessordnung verbietet doch explizit eine DNA-Analyse, die auf die örtliche Herkunft einer Person gerichtet ist. (Vgl. § 81e Abs. 2 i.V.m. § 81e Abs. 1 S. 2 StPO)


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

19.04.2020 um 23:44
Harry.de.beere schrieb:Merkwürdig, die Strafprozessordnung verbietet doch explizit eine DNA-Analyse, die auf die örtliche Herkunft einer Person gerichtet ist. (Vgl. § 81e Abs. 2 i.V.m. § 81e Abs. 1 S. 2 StPO)
Ich bin jetzt zu müde, um zu googlen, von welchem Zeitpunkt dieses Urteil ist. Ich habe ja nur verlinkt, was in der HAZ und der CZ steht. Mir ist das grundsätzlich auch bekannt und ich war auch erst überrascht.
In der Juristerei ändert sich doch öfter mal etwas- ich könnte mir vorstellen, dass es unter bestimmten Bedingungen ( ein ungeklärtes, schweres Kapitalverbrechen könnte doch ein juristisch hinreichender Grund sein) Ausnahmen gibt, wo es eben doch erlaubt ist, auf die örtliche Herkunft eines mutmaßlichen Straftäters zu analysieren.
Zumal hier alle anderen Bemühungen ermittlerseitig keinen Erfolg gebracht haben und ausgeschöpft zu sein scheinen.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

20.04.2020 um 22:55
@Rotmilan
Erst einmal vielen Dank für Dein Bemühen. Dieser Artikel der HAZ "Nach 31 Jahren: Neue Spur in ungelöstem Mordfall" war mir bekannt. Es scheint inzwischen einen weiteren Zeitungsbericht zu geben. Unter "Mord an Regina Fischer" erscheint folgendes, ich zitiere mal:
"CZ+ Wathlingerin 1988 getötet 15.47Uhr 03.04.2020"
darunter die Überschrift: "Mordfall Regina Fischer bleibt ungelöst"
darunter: "Ermittler haben eine neue DNA- Analyse mit Datenbanken in Großbritannien abgeglichen. Das ist dabei herausgekommen."
Dann ist sie noch einmal abgebildet. Unter dem Bild ist noch folgender Text lesbar:
"Wathlingen. Die Hoffnungen im ungelösten Mordfall Regina Fischer haben sich vorerst zerschlagen. Ein Abgleich der mutmaßlichen Täter- ........."
Weiter konnte ich auf dieser Webseite leider nicht lesen. Wenn jemand die CZ hat oder in der HAZ etwas ähnliches steht, würde mich interessieren.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

22.05.2020 um 09:29
Moin, auch bei der neuesten DNA-Analyse ist erwartungsgemäß nichts herausgekommen. Wie denn auch? Schon mal mit den klassischen Methoden versucht? Der gute alte Fingerabdruck,Treffsicherheit höher als jede DNA. Faserspuren von der Kleidung des Täter etwa? Stichwaffenanalyse? Ich kann mir gut vorstellen das die Datenbanken bezueglich Fingerabdrücke um ein vielfaches ergiebiger sind als DNA-Datenbanken.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

23.05.2020 um 07:47
Genau das was @Suppenhuhn79 geschrieben hat meinte ich.
Hier in der Gegend kannte man sich einfach oft. Wir hatten nicht so viel Auswahl wo man feiern gehen konnte und aus den Dörfern ist man dann eben weiter gefahren. Je nach Vorliebe dann eben auch nach Celle oder Bergen oder Lachendorf. Teilweise auch nach Lüneburg, Walsrode oder Hannover. Und überall traf man dann doch immer Bekannte.

Es gab viele Mädels die die englischen Soldaten interessant fanden und die dann in den entsprechenden Lokalitäten gefeiert haben. Und selbst wenn ein Mädchen selbst ehr nicht an den Soldaten interessiert war, irgendeine Freundin hat einen dann doch mitgeschleppt oder eben die Soldaten mitgebracht.

Grad in der Celler Innenstadt gab es für alle irgendetwas wo man hingehen könnte. Sei es das Popcorn, den Eulenspiegel, Hannen Fass etc. und danach dann noch zu McDonald's den es damals mitten in der Stadt gab (wobei ich nicht sicher weiß wann der z. B. eröffnet hat).

Ich würde es nach wie vor nicht von der Hand weisen das Regina den Mann kannte und ihn irgendwo getroffen hat und ihn, weil man sich ja kannte, mitgenommen hat.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

23.05.2020 um 19:06
@Maifeuer
Es erschließt sich mir aber nicht , wohin die Regina jemanden mitnehmen soll, wenn von vornherein klar ist, dass es „nur“ nach Munster geht um den Freund abzuholen. Und wenn sie einen Bekannten mitnehmen wollte, warum weiß kein Mensch aus ihrem Umfeld davon?


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

23.05.2020 um 19:46
@mister Nach Munster kann man über Bergen fahren. Dort war damals quasi die Engländerhochburg mit dementsprechend vielen Pubs etc.
Vielleicht hat sie einen der Soldaten schon vorher mal beim weggehen getroffen/kennengelernt und hat diesen dann z. B. an der Tankstelle oder so wieder gesehen (Anhalter?) fühlte sich sicher und hat ihn dann eben mitgenommen.Wetter war ja auch schlecht.
Ich glaube manchmal macht jeder Sachen die er normalerweise sonst nicht machen würde. In dem Fall dann vielleicht jemanden den man nur vom Sehen kennt als Anhalter mitzunehmen.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

23.05.2020 um 19:58
@Maifeuer
Ich kenne Bergen aus meiner Jugend. Ich kannte dementsprechend auch viele pubs von dort. Es ist nur schwierig jemanden aus Wathlingen in Verbindung mit Bergen zu bringen. Das war damals nicht üblich. Selbst wenn man aus Hermannsburg, Fassberg , Beckedorf oder Winsen kam, ging man nicht in die Pubs der Engländer. Als Deutscher war man dort auch nicht erwünscht. Auch wenn der Freund, als Unteroffizier der Sanitäter in Munster stationiert war, so waren nicht viele Berührungspunkte mit Angehörigen der britischen Streitkräfte vorhanden. Ich kenne viele au dem Bereich Langlingen , Wathlingen, wienhausen oder Lachendorf. Von denen fuhr doch keiner freiwillig in Bergener pubs. Celle oder Braunschweig waren bessere Möglichkeiten.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

23.05.2020 um 20:04
@mister Allerdings waren die deutschen Mädels sehr beliebt in den Engländerkneipen.
Und manchmal hatte man ja auch ne Freundin die auf die Engländer stand und die einen mitgeschleppt. Nicht unbedingt nach Bergen, aber in Celle selber gab es ja auch genug Engländerkneipen. Und die Engländer waren ja mal hier mal dort.


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