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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

1.142 Beiträge, Schlüsselwörter: 1988, Celle, Regina Fischer, Wathlingen

1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

15.03.2020 um 00:00
@Binokular88
Ich bin hier per App im Forum. Wenn du nach oben gehst , wirst du sehen, dass hier 6 Bilder gepostet wurden. Der Tatort befindet sich, aus Richtung Celle kommend hinter der Ortschaft Wolthausen.
Nach dem Ortsausgang kommt im Prinzip eine lange Gerade. Da kommt zwar ein kleiner Linksknick, aber entscheidend ist die erste Rechtskurve. In dieser Rechtkurve , musste laut Aktenzeichen, die Regina nach links abbiegen. Der Fiesta des Opfers stand ja noch dort auf dem Weg.
Von der Straße aus ist es auch nicht einfach in den Weg hineinzusehen.
Es ist richtig das viele Kreuze den Weg „schmücken“. Die Polizei hat auch in den 80ern speziell nach“ Discorasern„ gefahndet.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

17.03.2020 um 12:41
@mister
Wahrscheinlich hatte ich den richtigen Waldweg gefunden, auch nach dem Luftbild vom 12.03.2019. Von Celle aus kommend lag er linksseitig am Anfang einer Rechtskurve, wie auf dem Bild zu erkennen. Was ich sagen wollte, die grauenhafte Szene des XY- Filmes, ich meine jetzt insbesondere ihre Flucht mit den weißen Socken, ist womöglich nicht am Tatort nachgestellt worden. Im Film sieht es eher so aus, als wenn sie abseits von einem Weg durch den Wald läuft. Sie hat aber doch nachher tot auf dem Weg gelegen, auf dem auch das Auto stand. Zumindestens heute ist das ein gut angelegter Fahrweg. Folglich möchte ich daraus schließen, daß sich die Verfolgungsjagd auf Weg abgespielt hat und der Mörder sich nicht so stark beschmutzt haben muß, sodaß es gleich aufgefallen wäre.

Wie und wo ein britischer Soldat in ihr Auto kam, ist mir einfach ein Rätsel. Gut, einigen Beiträgen nach, ist es durchaus möglich, daß Regina den einen oder anderen irgendwoher kannte. Sie wird immer wieder als freundlich und hilfsbereit beschrieben. Ließ sie sich schnell erweichen, wenn man sie um etwas bat?
Cloude666 schrieb am 04.03.2019:Was man wissen muss, Regina war ein eher ängstlicher zurückhaltender Typ. NIEMALS hätte sie jemanden mitgenommen, auch nicht bei einem vorgetäuschten Unfall. Dann hätte sie eher an einem Haus oder Telefonzelle angehalten um per Telefon Hilfe zu rufen.
Ich finde auch, auf dem Bild, welches nach dem Film gezeigt wird, wirkt sie ein wenig verhalten. Beim besten Willen kann ich mir nicht vorstellen, daß sie einen Mann geradezu herausfordert. Niemals möchte ich bei ihr eine Mitschuld vermuten. Der Mann ist über die wehrlose Frau hergefallen und trägt die alleinige Schuld.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

17.03.2020 um 12:59
@Binokular88
Das Fahrzeug fuhr in den Wald hinein. Das stand natürlich auf dem Weg,
Regina wird mit Sicherheit nicht versucht haben in den Wald zu flüchten, vielmehr wohl Richtung Bundesstraße 3.
Es war sehr schlechtes Wetter, der Weg mit Pfützen wohl sehr matschig. Laut Aktenzeichen soll sich Regina gewehrt haben. Sie konnte wohl auch einmal ein wenig entkommen. Je nach dem , wie diese Rangelei, gepaart mit extremer Körperverletzung und Vergewaltigung kann ich mir schon vorstellen das man dementsprechend dreckig und gezeichnet aussah.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

19.03.2020 um 13:43
Binokular88 schrieb am 01.10.2018:Es wurde nie beschrieben, was der besagte Jemand für ein Alibi hervorgebracht hat und warum es von HolgerE und weiteren Personen für unglaubwürdig gehalten wird. Vielleicht ist es ja auch besser, wenn das nicht öffentlich bekannt gemacht wird. Es könnte sein, daß einige bestimmte Leute sofort wüßten, wer gemeint ist. Ich könnte mir sogar vorstellen, daß einige Wathlinger ohnehin ganz stark etwas ahnen. Es fehlen nur die Beweise, sodaß es für einen offiziellen Tat-/Anfangsverdacht nicht reicht. Deshalb nochmal die Frage: Was müßte der Polizei schon an konkreten Hinweisen, Indizien usw. vorliegen, damit überhaupt ein Anfangsverdacht erhoben wird und ein Ermittlungsverfahren gegen "X" eingeleitet werden kann?
Den Tathergang kann ich mir so vorstellen: Täter und Opfer kannten sich. Wenn Regina öfter und schon über eine längere Zeit ihren Freund nach Munster brachte bzw. holte, können doch einige Leute in ihrem nahen Umfeld die Wochentage und Tageszeiten gekannt haben, an denen sie das tat. Jemand, der seit einiger Zeit ein Auge auf sie geworfen hatte, paßte die Gelegenheit ab, "mal sehen, ob sie heute noch nach Munster fährt", geht auf sie zu und bittet sie: "Na Süße, fährst Du wieder nach Munster, nimm mich doch bis nach Celle (oder Bergen) mit." Regina ahnte noch nichts Böses und nahm ihn mit. Möglicherweise hat er sich zuvor ihr Vertrauen erschlichen. Im Auto wurde er ihr zudringlich, sie lehnte seine Wünsche ab, eskalierender Streit im Auto, furchtbares Ende.
Ganz schrecklich: Sie hat spätestens während ihrer Vergewaltigung gewußt, daß der Mann sie danach töten wird. Denn normalerweise läuft keine gerade eben vergewaltigte Frau sofort weg, das auch noch nackt. Ein Zufallstäter, der sein Opfer am Leben läßt, macht sich aus dem Staub und läßt sein Opfer tränenüberströmt und verängstigt liegen. Erst eine Weile später schleppt sich die Frau vom Tatort weg. Weil sich hier Opfer und Täter kannten, mußte sie sterben, ein typischer Verdeckungsmord.
Wenn es jemand aus ihrem Umfeld war, ist es dann nicht fast zwangsläufig jemand, der Ihre üblichen "Fahrzeiten" kannte? Diese Fahrt wurde erst am Nachmittag am Telefon vereinbart. Wer außer der Arbeitskollegin, soll das so schnell mitbekommen haben?
Ein sehr interessanter Beitrag, der wichtige Punkte benennt.

In der Regel legen Fallanalytiker ein Raster über x Männer zwischen 18 und xx Jahren, die seinerzeit in Umkreis des Wohnorts des Opfers /des Tatorts lebten (und auch arbeiteten?). Mir kommt die Zahl der überprüften Zielpersonen etwas gering vor. Schon vor 10-20 Jahren waren DNA-Massen-Tests keine Seltenheit, warum wurden insgesamt deutlich weniger als 1000 Personen getestet?


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

19.03.2020 um 13:53
Binokular88 schrieb am 01.10.2018:Sie hat spätestens während ihrer Vergewaltigung gewußt, daß der Mann sie danach töten wird. Denn normalerweise läuft keine gerade eben vergewaltigte Frau sofort weg, das auch noch nackt. Ein Zufallstäter, der sein Opfer am Leben läßt, macht sich aus dem Staub und läßt sein Opfer tränenüberströmt und verängstigt liegen. Erst eine Weile später schleppt sich die Frau vom Tatort weg. Weil sich hier Opfer und Täter kannten, mußte sie sterben, ein typischer Verdeckungsmord.
Wobei dieser Absatz reine Spekulation ist. Einfach aus Vermutungen heraus.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

19.03.2020 um 15:00
Harry.de.beere schrieb:Ganz schrecklich: Sie hat spätestens während ihrer Vergewaltigung gewußt, daß der Mann sie danach töten wird. Denn normalerweise läuft keine gerade eben vergewaltigte Frau sofort weg, das auch noch nackt. Ein Zufallstäter, der sein Opfer am Leben läßt, macht sich aus dem Staub und läßt sein Opfer tränenüberströmt und verängstigt liegen. Erst eine Weile später schleppt sich die Frau vom Tatort weg. Weil sich hier Opfer und Täter kannten, mußte sie sterben, ein typischer Verdeckungsmord.Wenn es jemand aus ihrem Umfeld war, ist es dann nicht fast zwangsläufig jemand, der Ihre üblichen "Fahrzeiten" kannte? Diese Fahrt wurde erst am Nachmittag am Telefon vereinbart. Wer außer der Arbeitskollegin, soll das so schnell mitbekommen haben?
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Ich bin da der gleichen Meinung wie @mister, das ist reine Spekulation. Der Fakt, dass sie nach der Vergewaltigung getötet wurde, spricht keineswegs zwingend dafür, dass der Täter Regina zuvor gekannt haben muss, wie Du es formulierst @Harry.de.beere.
Natürlich hat ein Bekannter plausible Gründe, sein Opfer hinterher zu töten, da dieses bei einer Strafanzeige der Polizei auch gleich seine Identität preisgeben wird.
Leider gibt es aber auch genügend Fälle, wo der Vergewaltiger ein dem Opfer Unbekannter ist ( das Forum ist voll davon und gerade gestern wurde auf AZXY wieder ein solcher Frauenmordfall vorgestellt, wo das Vergewaltigungsopfer den Täter NICHT gekannt hat und trotzdem ermordet wurde).
Wenn man von besonderer Grausamkeit mal absieht, kann auch hier für den Zufallstäter allein der Grund, dass das Opfer eine Personenbeschreibung für ein Phantombild abgeben könnte, bereits als Grund für eine Tötung nach der Vergewaltigung ausreichen.
Und mit Verlaub, woher willst Du gerade wissen, was eine Frau nach einer Vergewaltigung macht? Dass die Opfer alle nicht sofort hinterher weglaufen und verängstigt liegen bleiben, bzw. weil sie nackig sind nicht weglaufen , da Frau nackig laufend gegen die gesellschaftlichen Konventionen verstoßen würde und das Schamgefühl ( was bitte sonst?) sie davon abhalten sollte, halte ich für eine sehr steile These, die gar keine Allgemeingültigkeit hat.

Regina war in höchster Not und Lebensgefahr, sie hat garantiert nicht mehr darüber nachgedacht, dass sie jetzt nackig ist, sie wollte aus dem einsamen Waldweg raus, die Hauptstraße erreichen in der Hoffnung ihren Verfolger abzuhängen und Hilfe zu bekommen, durch andere Autofahrer, die dann hoffentlich angehalten hätten.

Das ist meine Sicht, keine Ahnung warum das jetzt alles so "grau" unterlegt ist. Hab ja nur den oberen Absatz kopiert.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

19.03.2020 um 21:54
Kleine Ergänzung zu meinem Beitrag vom 01.10.2019
Es ist natürlich richtig, es gibt auch Zufallstäter, die eine Frau vergewaltigen und anschließend töten. Ich meine aber, wenn beide sich kennen, ist die Gefahr ermordet zu werden besonders groß. In diesem Fall spricht nicht nur der Mord dafür, daß beide sich kannten. Bewiesen ist das zwar nicht. Aber es ist doch so, wenn sie den Mann kannte, hätte sie ihn früher oder später als ihren Vergewaltiger benannt. Manche Frauen, die vergewaltigt werden, schweigen über ihr schlimmes Erlebnis. Es geht ihnen aber so schlecht, daß sie nicht verbergen können, "daß etwas nicht stimmt". Ihrem Freund, der Familie und den Arbeitskollegen, vielleicht sogar Kunden wäre aufgefallen, daß sie nicht mehr die Regina ist, die sie bis dahin war. Von allen Seiten hätte man sie gefragt: "Was ist mit Dir los?" Irgendwann wäre es herausgekommen, sie hätte ihr Schweigen brechen müssen. Dann hätte man sie mit der Frage bestürmt: "Wer war das? Kanntest Du den?" Und der "nette Bekannte" wäre geliefert gewesen. Das wollte unser Täter natürlich um jeden Preis verhindern und bringt sie zum Schweigen.
Harry.de.beere schrieb:Regina war in höchster Not und Lebensgefahr, sie hat garantiert nicht mehr darüber nachgedacht, dass sie jetzt nackig ist, sie wollte aus dem einsamen Waldweg raus, die Hauptstraße erreichen in der Hoffnung ihren Verfolger abzuhängen und Hilfe zu bekommen, durch andere Autofahrer, die dann hoffentlich angehalten hätten.
Das sehe ich auch so. Aus diesem Grund bin ich mir sicher, daß der Mann ihr seine Tötungsabsicht angekündigt hat. Sie muß eine entsetzliche Todesangst gehabt haben, wenn sie sofort nach der Vergewaltigung nackt in Richtung Straße läuft was sie kann. Ich nehme doch an, sie hatte sonst schon eine Hemmschwelle sich nackt zu zeigen. In vielen Vergewaltigungsfällen wird im XY- Film gezeigt, wie das Opfer noch nach der Tat völlig verstört zitternd am Boden liegt und sich die Augen aus dem Kopf weint. Ist denn das nicht nur zu verständlich? Sie versuchte nur noch ihr bißchen Leben zu retten, was sie noch hatte. Was fürchtet ein Mensch schon mehr, als den Tod, hier ein schmerzhafter Tod.
Hätte sie die Bundesstraße erreicht, so fürchte ich, hätte sie nicht unbedingt gleich Hilfe bekommen. Der Autofahrer ist nicht darauf gefaßt und müßte schon blitzschnell reagieren. Da fahren bestimmt erstmal ein paar Autos vorbei.
Der Mörder will natürlich um jeden Preis verhindern, daß sein Opfer in Erscheinung tritt. Ich kann mir vorstellen, wir haben es hier mit einem Ersttäter zu tun, der noch eine Hemmschwelle hatte, jemand zu töten, was seine Tat keineswegs weniger grausam macht. Ich meine, er griff nicht so zu. Sonst hätte sie gar keine Chance zur Flucht gehabt. Dann schlägt er sie erstmal nieder, läßt sie noch einmal laufen. Dann ringt er sich dazu durch, sie doch zu töten damit sie für immer schweigt. Arme Regina.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

19.03.2020 um 22:00
@Binokular88
Du hast gerade mich zitiert bzw. aus meinem Text kopiert, und nicht @Harry.de.beere. Nur der oberste Textblock ist der von Harry, der Rest stammt von mir. Darum habe ich extra die gestrichelte Linie noch unter den Textblock oben gemacht.
Keine Ahnung warum mein eigener größerer Textblock dann diese graue Unterlegung angenommen hat.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

19.03.2020 um 22:32
Binokular88 schrieb:Es ist natürlich richtig, es gibt auch Zufallstäter, die eine Frau vergewaltigen und anschließend töten. Ich meine aber, wenn beide sich kennen, ist die Gefahr ermordet zu werden besonders groß. In diesem Fall spricht nicht nur der Mord dafür, daß beide sich kannten. Bewiesen ist das zwar nicht. Aber es ist doch so, wenn sie den Mann kannte, hätte sie ihn früher oder später als ihren Vergewaltiger benannt. Manche Frauen, die vergewaltigt werden, schweigen über ihr schlimmes Erlebnis. Es geht ihnen aber so schlecht, daß sie nicht verbergen können, "daß etwas nicht stimmt". Ihrem Freund, der Familie und den Arbeitskollegen, vielleicht sogar Kunden wäre aufgefallen, daß sie nicht mehr die Regina ist, die sie bis dahin war.
Natürlich ist die Gefahr getötet zu werden, wenn der Täter das Opfer vorher gekannt hat groß. Ob sie wirklich viel größer ist, als wenn der Täter ein Zufallstäter ist, wage ich aber zu bezweifeln. Keine Ahnung, ob die Kriminalistik da Statistiken hat.
Wenn man an die ganzen Anhaltermorde aus der 70er und 80 er Jahren denkt, zum Beispiel auch im Elbe Weser Raum, dann glaube ich da nicht so ganz dran. Einige Opfer sind auch nie wieder aufgetaucht, weder lebendig noch wurden die Leichen gefunden.
Es ist auch nicht so, dass man es allen Frauen, die darüber schweigen anmerkt und es ihnen offensichtlich so schlecht geht.
Im Krieg und beim Einmarsch der Russen gab es sehr viele Vergewaltigungen und man hat den Frauen nichts angemerkt. Die Frauen die sich ein neues Leben aufgebaut haben, funktionierten einfach, viele hatten Kinder. Psycho- und Traumatherapie gabs nicht. Gibt auch heute noch Frauen, die in ihrer Beziehung vergewaltigt werden und weiter funktionieren und keiner merkt was. Die erstatten auch aus verschiedensten Gründen keine Anzeige.
Es gibt da sehr viele Facetten und keine Allgemeingültigkeit für alle Frauen.

Man muss sich mal fragen, wer der Täter war, wenn er Regina doch näher kannte. Warum hat er sie ausgerechnet an diesem Abend vergewaltigt und nicht schon zuvor? War das die allererste Gelegenheit für ihn, mit Regina alleine zu sein?
Wenn er eine Disco Bekanntschaft war, hätte er es ja zuvor schon mal drauf anlegen können, sie hätte ihn dann sicher auch mitgenommen, oder er hätte sie mal für die Disco abgeholt oder Ähnliches.
Dann muss der Vergewaltiger, vermutlich ein Engländer, dem Bekanntenkreis von Regina ja nie aufgefallen sein. Oder die Polizei hat ihn in der Akte stehen, aber es fehlen damals die Beweise. Er hat aber seine DNA hinterlassen, nur konnte man diese damals leider noch nicht auswerten.
Binokular88 schrieb:Das sehe ich auch so. Aus diesem Grund bin ich mir sicher, daß der Mann ihr seine Tötungsabsicht angekündigt hat. Sie muß eine entsetzliche Todesangst gehabt haben, wenn sie sofort nach der Vergewaltigung nackt in Richtung Straße läuft was sie kann. Ich nehme doch an, sie hatte sonst schon eine Hemmschwelle sich nackt zu zeigen. In vielen Vergewaltigungsfällen wird im XY- Film gezeigt, wie das Opfer noch nach der Tat völlig verstört zitternd am Boden liegt und sich die Augen aus dem Kopf weint. Ist denn das nicht nur zu verständlich
Sicher bin ich mir nicht, dass er ihr das angekündigt hat, da spricht schon sein Verhalten dafür, ich glaube da brauchts nicht unbedingt noch eine Ankündigung.. Ich finde jede Reaktion eines Opfers verständlich, ob es nun zitternd am Boden liegt oder versucht zu fliehen.
Dass es bei dem Unwetter nicht unbedingt erfolgreich für Regina ausgegangen wäre, wenn sie die Hauptstraße erreicht hätte, befürchte ich leider auch. Aber sie hatte keine Wahl, als es zu versuchen.
Binokular88 schrieb:Ich kann mir vorstellen, wir haben es hier mit einem Ersttäter zu tun, der noch eine Hemmschwelle hatte, jemand zu töten, was seine Tat keineswegs weniger grausam macht. Ich meine, er griff nicht so zu. Sonst hätte sie gar keine Chance zur Flucht gehabt. Dann schlägt er sie erstmal nieder, läßt sie noch einmal laufen. Dann ringt er sich dazu durch, sie doch zu töten damit sie für immer schweigt. Arme Regina.
Durchaus möglich, es wäre mal interessant, ob die Ermittlungsbehörden auch von einem Ersttäter ausgehen. Ich glaube allerdings er hätte sie auch sofort erschlagen, wenn es geklappt hätte, dass sie nochmal versuchen konnte zu fliehen, war sicher nicht vom Täter beabsichtigt. Eher seiner "mangelnden" Kondition geschuldet.
Binokular88 schrieb:Dann ringt er sich dazu durch, sie doch zu töten damit sie für immer schweigt. Arme Regina.
Ob der sich da durchgerungen hat, glaube ich nicht. Man hat immer eine Wahl. Auch als Vergewaltiger. Immerhin gibt es auch Vergewaltiger die ihr Opfer laufen lassen, egal ob bekannt oder unbekannt. Der Mörder von Regina hatte meiner Meinung nach ein gehöriges Maß an Heimtücke und Aggressivität an den Tag gelegt.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

20.03.2020 um 16:19
@Rotmilan
Das mit den Zitaten ist etwas durcheinander gekommen, habe ich gemerkt, ist nicht so tragisch.

Meinst Du der Schlag mit dem Knüppel hätte sie sofort töten sollen? Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Das wäre durchaus möglich. Der erste Tötungsversuch könnte einfach fehlgeschlagen sein. Der Schlag hat ihr bestimmt schon sehr weh getan, trotzdem konnte sie sich noch einmal losreißen und weiterlaufen. Wenn das wirklich an seiner mangelnden Fitness gelegen hat, dann ist das aber ein sehr schwächlicher oder gar kranker Mann, der ihr körperlich nicht sehr überlegen ist. So ein Schwächling würde als Zeitsoldat nicht glücklich. Regina war einmal in der CZ im Ganzen abgebildet. Ein ganz schlankes Mädchen, zarter Körperbau. Ich mag nicht so recht glauben, daß sie sich gegen einen Soldaten, der sich freiwillig zum Dienst verpflichtet hat, wirklich wehren kann. Als sie niedergeschlagen am Boden lag, hätte er ja sofort auf sie einstechen können. Deswegen eventuell ein zögerlicher Mörder. Das er bei der Autofahrt und der Vergewaltigung heimtückisch, aggressiv und grob vorgegangen ist, glaube ich auch. Das war sicherlich kein Akt der Liebe und Zärtlichkeit.
Meiner Meinung nach spricht ihre Flucht auch gegen einen zweiten oder dritten Täter. Vier oder sechs Männerhände hätten sie mit Leichtigkeit festgehalten. Es wundert mich schon ein wenig bei einem Täter.

Zu der Frage wie sich eine vergewaltigte Frau verhält. Ob das unter Kriegsbedingungen noch einmal anders ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Eine solche Frau habe ich nie wissentlich gekannt. Ich, männl., weiß nur, daß das eine ganz schlimme Gemeinheit ist, von der sie sich nur schwer bis gar nicht erholen. Sie leiden sehr darunter.
An dieser Stelle möchte ich einmal vorsichtig die Damen in dieser Diskussion fragen: Haltet Ihr meine Einschätzungen zum Tathergang für richtig? Sagt mir doch, wenn ich da falsch liege. Ihr habt sicher ein besseres Einfühlungsvermögen für unsere Regina.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

20.03.2020 um 17:21
Binokular88 schrieb:Meinst Du der Schlag mit dem Knüppel hätte sie sofort töten sollen? Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Das wäre durchaus möglich. Der erste Tötungsversuch könnte einfach fehlgeschlagen sein. Der Schlag hat ihr bestimmt schon sehr weh getan, trotzdem konnte sie sich noch einmal losreißen und weiterlaufen.
Das ist natürlich spekulativ, aber ich halte das für wahrscheinlich. Man weiß ja, dass Schläge auf den Schädel potenziell sehr gefährlich und auch tödlich sein können. Nicht umsonst heißt es bei gerichtsmedizinischen Sektionen so oft, dass Schläge mit einem stumpfen Gegenstand auf den Schädel todesursächlich waren.
Binokular88 schrieb:Der erste Tötungsversuch könnte einfach fehlgeschlagen sein.
Genauso so stelle ich mir das vor. Er hat dann eben nochmal nachgesetzt. Dass er dann zum Messer griff, hatte meiner Meinung nach den Grund, dass der Täter definitiv "auf Nummer sicher" gehen wollte, das Regina den Tatort nicht mehr lebend verlassen wird und auch nicht durch Zufall evtl. ( am nächsten Morgen war ja diese Jagdhundeprüfung) schwer verletzt aufgefunden wird und evtl. ihr Leben noch durch eine Not-OP oder Ähnliches gerettet wird. Regina sollte für immer zum Schweigen gebracht werden.
Binokular88 schrieb:Wenn das wirklich an seiner mangelnden Fitness gelegen hat, dann ist das aber ein sehr schwächlicher oder gar kranker Mann, der ihr körperlich nicht sehr überlegen ist. So ein Schwächling würde als Zeitsoldat nicht glücklich. Regina war einmal in der CZ im Ganzen abgebildet. Ein ganz schlankes Mädchen, zarter Körperbau. Ich mag nicht so recht glauben, daß sie sich gegen einen Soldaten, der sich freiwillig zum Dienst verpflichtet hat, wirklich wehren kann. Als sie niedergeschlagen am Boden lag, hätte er ja sofort auf sie einstechen können. Deswegen eventuell ein zögerlicher Mörder. Das er bei der Autofahrt und der Vergewaltigung heimtückisch, aggressiv und grob vorgegangen ist, glaube ich auch. Das war sicherlich kein Akt der Liebe und Zärtlichkeit.
Ja, das ist allerdings eine Diskrepanz und passt nicht dazu, was man an Sportlichkeit und Kraft von einem möglicherweise englischen Besatzungssoldaten oder überhaupt einem Soldaten als Täter erwarten würde.
Das ist tatsächlich erklärungsbedürftig.
Ich denke auch, dass Regina rein körperlich keine Chance hatte, zumal wen sie auch noch eine zierliche Frau war. Unter Heimtücke stelle ich mir halt eine Vorgehensweise des Täters vor, indem er ihr vorgespiegelt hat, er habe in der Richtung Munster etwas zu erledigen oder wollte zu seiner Militäreinhait zurück. Dabei muss es ihm dann gelungen sein, an ihre Gutmütigkeit zu appellieren, dass sie wegen des Unwetters dann doch gegen ihre Gewohnheit jemanden mitnahm ( egal ob derjenige ihr zuvor zumindest grob bekannt war, oder sie den Täter irgendwo einsteigen ließ.
Binokular88 schrieb:Als sie niedergeschlagen am Boden lag, hätte er ja sofort auf sie einstechen können. Deswegen eventuell ein zögerlicher Mörder.
Das stimmt. Evtl. wollte er nicht unbedingt sofort ein Blutbad anrichten. Entweder weil es ihn selbst geekelt hätte, oder aber weil ihm klar war, dass es für ihn sehr nachteilig gewesen wäre, würden Zeugen, andere Autofahrer bemerken, dass er mit Blut besudelt war.
Die Frage ist ja auch immer noch, wie der Täter vom Tatort entkam und dass dort wo er zu Hause war ( Privatwohnung, Haus oder eben Kaserne) keiner etwas von der verschmutzten Kleidung bemerkte.
Bei einer Ehefrau oder Freundin kommen da sicher Fragen, bzw. Misstrauen auf, wenn der Partner Nachts mit Blut besudelten Klamotten auftaucht, oder stante pede die Waschmachine anwirft.
Welche Möglichkeiten hätte der Täter eigentlich in einer Kaserne gehabt, die schmutzige und blutige Garderobe unauffällig zu entsorgen oder zu waschen?
Binokular88 schrieb:Meiner Meinung nach spricht ihre Flucht auch gegen einen zweiten oder dritten Täter. Vier oder sechs Männerhände hätten sie mit Leichtigkeit festgehalten. Es wundert mich schon ein wenig bei einem Täter.
Ich gehe hier auch von einem Einzeltäter aus. Ich denke das kann man als gesetzt betrachten, da die Kripo auch davon ausgeht.
Bei mehreren Tätern wäre es auch wahrscheinlicher, dass zumindest einer ein Auto gehabt hätte. Der Täter hat Reginas Ford absichtlich nicht benutzt, da er natürlich mit diesem PKW und Kennzeichen nicht gesehen werden wollte.


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20.03.2020 um 20:20
Rotmilan schrieb:Der Täter hat Reginas Ford absichtlich nicht benutzt, da er natürlich mit diesem PKW und Kennzeichen nicht gesehen werden wollte
Vielleicht hatte er tatsächlich keinen Führerschein. Es gibt in den umliegenden Dörfern Männer die den damals nicht hatten und auch heute nicht haben. Er kann tatsächlich durch den Wald vom Tatort entkommen sein.


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21.03.2020 um 12:21
mister schrieb:Vielleicht hatte er tatsächlich keinen Führerschein. Es gibt in den umliegenden Dörfern Männer die den damals nicht hatten und auch heute nicht haben.
Dann kann es aber doch kein Soldat gewesen sein, oder? Beim Bund konnte man meiner Erinnerung nach als Mann doch sogar noch den Führerschein für LKW machen.
Und ich meine die meisten haben die Zeit der Wehrpflicht genutzt, immerhin kostete der FS damals auch so um 1500 DM, die man sich damit beim Bund doch sparen konnte.
Wie alt würdest Du den Täter zum Tatzeitpunkt einschätzen? Ich kenne es selbst vom Dorf her so, dass die jungen Leute alles daran setzen, möglichst schnell den FS zu machen und ein eigenes Auto zur Verfügung zu haben.
Da wurde dann billig ein Gebrauchtwagen gekauft und notfalls auch zurecht gebastelt.

Ich finde es ungewöhnlich, dass es da offenbar Männer gab, die damals keinen FS hatten und anscheinend auch als Erwachsene keinen Wert darauf legten, diesen zu machen. Ist der ÖPNV dort soviel besser ausgebaut, als im restlichen NDS?
mister schrieb:Er kann tatsächlich durch den Wald vom Tatort entkommen sein.
Ja, das ist sicher möglich. Aber so weit weg kann er dann auch nicht gewohnt haben. Evtl. war dann das Raster für die späteren DNA Testungen vom Alter her und von der Begrenzung der Ortschaften nicht breit genug ausgelegt, um den Täter zu fassen.
Aber wie passt das alles zusammen, mit der Erkenntnis der neuerlichen DNA Untersuchung, nach der der Mörder hochwahrscheinlich ein Engländer sein soll?


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

21.03.2020 um 12:45
@Rotmilan
Da ich in einem der Dörfer groß geworden bin kann ich dir sagen das dort nicht alle den Führerschein hatten. Mir fallen spontan 3-4 Männer ein. Aber ich glaube das min 2 aus dem Raster fielen weil sie „zu alt“ für die DNA waren. Viele von denen haben auch nicht gedient. Wenn man beim Bund eingezogen wurde, hieß das noch lange nicht, dass der Führerschein gemacht wurde.
Auch als Engländer würde ich durch den Wald entkommen können.
Er könnte nach Bergen/ Bergen-Belsen recht unerkannt flüchten.
Auch Winsen/Aller ist durch den Wald ohne Probleme möglich.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

21.03.2020 um 13:10
@mister
Im Prinzip hätte die zuständige Polizei auf die gleichen Überlegungen kommen müssen wie Du. 3-4 Männer, die keinen FS hatten und zwei die bei der späteren DNA Testung aus dem Altersraster fielen.
Wahnsinn. Es hätte durchaus Sinn gemacht, bei den wenigen Männern ohne FS einfach alle zu testen. Denn den Gedanken, dass der Täter einfach durch den Wald den Tatort verließ, hatte die Polizei auch. Man stelle sich vor, der Täter ist evtl. eine der zwei Personen auf die das Altersraster nicht gepasst hat und ist nur deshalb davon gekommen. Zumal auch niemand garantieren kann, dass ein solcher Mann nicht doch noch mal zum Wiederholungstäter wird.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

21.03.2020 um 13:14
@Rotmilan
Es ist aber einer von denen schon unter der Erde. Nur komisch war, dass der zu einer Gruppe gehörte, wo angeblich jemand großen Mist gebaut hatte. Was an dieser Aussage letztlich dran war, kann nur spekuliert werden.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

21.03.2020 um 13:19
mister schrieb:Es ist aber einer von denen schon unter der Erde. Nur komisch war, dass der zu einer Gruppe gehörte, wo angeblich jemand großen Mist gebaut hatte. Was an dieser Aussage letztlich dran war, kann nur spekuliert werden.
Ja...möglicherweise ist es zu spät. Der Täter evtl. verstorben und man kann ihn nicht mehr zur Rechenschaft ziehen. Wäre auch nicht das erste Mal, ich muss da gerade an Kurt Werner Wichmann aus LG denken, der für seine Morde auch nicht mehr zur Rechenschaft gezogen wird, weil er 1993 in der U- Haft ( zunächst aus anderem Grund) Suizid beging.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

21.03.2020 um 13:27
mister schrieb:Nur komisch war, dass der zu einer Gruppe gehörte, wo angeblich jemand großen Mist gebaut hatte.
@mister
@Rotmilan
Nun muss auch nicht jede kriminelle Vergangenheit auf einen Mord hinführen. Einer aus Gruppe hatte "großen Mist" gebaut, aber nicht notwendigerweise er?
Diese Erkenntnis zu der UK-DNA würde dann auch nicht mehr passen, vermutlich?


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

21.03.2020 um 13:28
@sören42
Genau das ist es. Reine Spekulation. Kann alles möglich sein. Das hatte ich auch zum Ausdruck bringen wollen.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

21.03.2020 um 13:35
sören42 schrieb:Nun muss auch nicht jede kriminelle Vergangenheit auf einen Mord hinführen. Einer aus Gruppe hatte "großen Mist" gebaut, aber nicht notwendigerweise er?
Das hat @mister auch nicht behauptet, dass es notwendigerweise so sein muss. Es wäre doch aber leicht möglich gewesen, die paar Männer ohne FS damals in die DNA Testung einzubeziehen. Dann hätte man diese Gruppe schon mal ausgeschlossen, oder evtl. den Täter ermittelt.
sören42 schrieb:Diese Erkenntnis zu der UK-DNA würde dann auch nicht mehr passen, vermutlich?
Sollte es ein englischer Besatzungssoldat gewesen sein, wird der Fall wohl nicht mehr gelöst. Ich würde mir für Reginas Familie sehr wünschen, dass der Fall doch noch aufgeklärt wird und Regina hat es mehr als verdient, dass der Mord an ihr nicht in Vergessenheit gerät.


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