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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

934 Beiträge, Schlüsselwörter: Celle, 1988, Regina Fischer, Wathlingen

1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

01.01.2013 um 21:18
@alle:
Die Polizei hat sowohl das Umfeld in Wathlingen als auch das räumliche Umfeld in der Nähe des Tatorts gecheckt.

Ich denke, sie haben vor allem auch das Wathlinger Umfeld gecheckt, weil sich die Angehörigen und Freunde einfach nicht vorstellen können, dass Regina einen wildfremden Tramper unterwegs aufgelesen hat.

Eines sollten wir auch im Auge haben: 1988 gab es noch keine Handys. Es wurden also nicht jede Sekunde irgendwelche SMS abgeschickt. Die Kommunikation war also viel umständlicher als heute.

Und: Hätte sich der Mörder zur Arbeitszeit bei Regina gemeldet, dass er bei ihr mitfahren möchte, hätte er beim Supermarkt in der Warteschleife gehangen, wo zumindest einmal hätte zu Regina durchgestellt werden müssen. Im XY-Beitrag ist dieser Prozess zu sehen, als Ihr Freund von der Kaserne in Munster sie anrief.


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Deichschaf
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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

01.01.2013 um 21:25
Daher meinte ich ja, diese Aktion mit dem Test oder den Schildern lässt Rückschlüsse darauf zu, das es möglicherweise doch Spuren gegeben hat, die auf einen Täter aus der Region schließen lassen könnten.
Diese Hinweise oder Spuren werden möglicherweise aus ermittlungstaktischen Gründen der Öffentlichkeit vorenthalten. Ansonsten ergäbe es keinen Sinn, wenn in unmittelbarer Nähe 10000 Soldaten aus Deutschland und ganz Europa stationiert sind, nur in diesen Orten zu suchen oder Schilder aufzustellen!


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

01.01.2013 um 22:01
Zu der Überlegung, wie der Mörder ins Auto gekommen ist, zwei Überlegungen:

1) Wollte ich die Überlegung von oben aufgreifen, dass er an einer Ampel eingestiegen ist (also Beifahrertür auf und rein): Ich hatte vor kurzem ein ähnliches Erlebnis, das sich zum Glück als völlig harmlos herausstellte - aber mir trotzdem einen gehörigen Schrecken einjagte: Ich war allein im Auto unterwegs, gegen abend (aber nicht tief nachts), halte an einer roten Ampel und plötzlich torkelt einer auf die Straße und reißt die Beifahrertür auf und setzt sich rein. War letztlich nur ein betrunkener Fußballfan, der keine Lust hatte, bis zur nächsten Haltestelle zu laufen und stieg dann dort auch brav wieder aus, aber das Erlebnis hat mir zweierlei gezeigt: wenn die Beifahrertür nicht verriegelt ist, hat man keine Chance (außer aus dem Auto aussteigen - aber das kam mir gar nicht in den Sinn) und man ist wie gelähmt und macht alles, was der andere sagt (ohne Waffe und so), vermutlich, weil man unterbewusst denkt: wenn ich das jetzt alles mache, dann wird er nicht ärgerlich und tut mir nichts... Ach ja, und bis er im Auto saß, habe ich überhaupt nicht gechekct, was der vorhat - wenn jetzt noch das Wetter scheußlich gewesen wäre, hätte ich den wohl erst gesehen, wenn er drinnen gewesen wäre.

Es stimmt zwar, dass früher die Autos keine Zentralverriegelung hatten - aber das heißt ja nicht, dass die Tür zwangsläufig verriegelt war.

2) Wenn es tatsähclich ein Teenie war, halte ich es für möglich, dass sie ihn auch außerorts aufgelesen hat: es war scheußliches Wetter und ein Teenie läuft an der Bundesstraße entlang - wer hätte da nicht Mitleid? Oder eben, es war der kleine Bruder, Cousin oder so von jemandem, den sie kannte und er quatschte sie an der Tanke an nach dem Motto: "Ich hab den letzten Bus verpasst. Jetzt krieg ich total Ärger etc." Dafür spricht finde ich vieles (unprofessionell, kein Auto, "Kindchenschema" beim Mitnehmen etc. was @diegraefin schon gesagt hat) - allein: wie hat er sie dazu gebracht, in diesen Waldweg abzubiegen? Wenn so ein Typ auf meinem Beifahrersitz austickt und meinetwegen ein Messer zieht, dann tret ich doch auf's Gas und versuch, einen Unfall im Straßengraben zu provozieren - der hätte doch eine ebenso geringe Überlebenschance bzw. ich kann nach dem Unfall flüchte. Aber ich bieg doch nicht auf der Landstraße bei strömendem Regen links (!), also unter Beachtung des Gegenverkehrs in einen Waldweg ab! Außer, ich gehe davon aus, dass ich dem Kerl körperlich überlegen bin oder ihn aus der ganzen Sache rausreden kann. Denn körperliche Überlegenheit des Täters (z.B. ein gut trainierter Soldat) nützt ihm ja solange nichts, als er auf dem Beifahrersitz (und eben nicht wie im klassischen Anhaltermord auf dem Fahrersitz!) sitzt - jede "falsche" Bewegung der Fahrerin bringt ihn ja selbst in Gefahr, er kann sie also nur mental zwingen.

Oder eben: Regina ist freiwillig dorthin abgebogen. Entweder, weil sie dort etwas sah, was sie abbiegen ließ (aber wer täuscht bei dem Mistwetter eine Panne vor in der Hoffnung, auf ein Vergewaltigungsopfer zu treffen?) oder, weil sie hoffte, dem Täter dort ein Schnippchen zu schlagen (mit ihm reden, weglaufen, Unfall provozieren, etc.) und sie selbst den Weg kannte und darin ihre letzte Chance sah oder, weil der Täter bis zum Abbiegen nicht als gefährlich wahrgenommen wurde und das Abbiegen einvernehmlich erfolgte ("missglücktes" Schäferstündchen mit einem Bekannten).

Dies scheint mir nach einigem Überlegen als wahrscheinlicher als jemand, der sie in diese Abbiegung zwingt, denn als Fahrerin hat sie doch die "Hoheit" über den Wagen.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

01.01.2013 um 22:09
@orakel09:

Gut kombiniert, aber wenn dir jemand während der Fahrt ein Messer an die Kehle hält, dann biegst Du auch ab.

Auf die Idee, in den Graben zu fahren - unter Stress setzen oftmals die logischen Gedanken aus.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

01.01.2013 um 22:11
Es kann aber auch jemand gewesen sein, den sie als Kunden aus dem Supermarkt kannte, weil er dort seine Brötchen holte. Dann hätte sie ihn auch mitgenommen, weil sie ihm vertraute. Vielleicht war er ja gerade in ihrer Richtung unterwegs...


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

01.01.2013 um 22:24
@orakel09 Nun ja, Hoheit über den Wagen mit jemandem auf dem Beifahrersitz der mich mit einem Messer bedroht, ich weiß nicht. Selbst ein Mann würde sich da nicht mehrmals Herr über sein eigenes Schicksal bezeichnen.
Im Rahmen einer Einsatzvprbereitung habe ich einmal an einem Geiselhafttraining teilnehmen müssen. Dort wusste jeder dass es nur eine Übung ist. Nach 5 Minuten hatte das aber jeder von uns "Geiseln" vergessen, an Gegenwehr hat da niemand Gedacht, wir haben einfach versucht allen Wünschen der Geiselnehmer nachzukommen, sämtliche Gegenwehr war gebrochen. Das klappt bei Soldaten natürlich nur wenn der oder die Täter total überzeugend und überlegen agieren. Laut allgemeiner Lehrmeinung ist dieses auch genau das richtige Verhalten, den Wünschen und Verlangen des Täters nach kommen, keinen Grund zum eskalieren der Situation geben.
Warum erzähle ich das? Nun, wenn man bedenkt das Regina eine 20 Jährige Verkäuferin war und in diese Situation vermutlich total überraschend geraten ist, glaube ich ganz einfach daß ihr Widerstand in dem Moment gebrochen wurde, als der Täter ein Messer gezogen hat. Sie war einfach nicht in der Lage über Alternativen nachzudenken weil diese Situation für sie schlicht bedrohlich war, könnte man auch als Angststarre bezeichnen. Die ganze Tat eskalierte in dem Moment wo der Täter nicht mehr Herr der Lage war und Regina versucht hat zu fliehen. Vielleicht hat er eh vorgehabt die umzubringen, aber die Ausführung und mehrmaligen Versuche deuten für mich doch eher auf eine Art Panikhandlung hin.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

01.01.2013 um 22:25
TomXY war schneller... ;-)


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

02.01.2013 um 09:53
@orakel

Du beschreibst selbst, wie du überrumpelt den besoffenen Fußballfan zur nächsten Haltestelle gebracht hast, obwohl er keine Waffe und nichts hatte, einfach in der Hoffnung, dass er dann nicht sauer wird, wenn du tust, was er sagt, und du ihn so am schnellsten wieder los wird. Und dann sagst du, du kannst dir nicht vorstellen, warum Regina unter Waffengewalt abgebogen sein soll statt einfach aufs Gas zu treten, dabei müsstest du das doch am Besten verstehen, warum sie das nicht gemacht hat. Warum hast du denn in der beschriebenen Situation nicht dein Auto vor die nächste Ampel gefahren oder laut gehupt, bis einer kommt und guckt, was los ist, oder bist einfach ausgestiegen? ;)

Sie war wahrscheinlich auch total überrumpelt, und wenn es ein Bekannter war, den sie mitgenommen hat (und für nett und harmlos hielt, denn sonst hätte sie ihn ja nicht mitgenommen), dann kann ich mir sehr gut vorstellen, dass sie dachte, sie kann sich da wieder rausreden und ihn zur Vernunft bringen... Viele Frauen nehmen in so einer Situation sogar billigend eine Vergewaltigung in Kauf, ohne sich zu wehren, weil sie hoffen, dass der Täter danach verschwindet, wenn sie es hinter sich gebracht haben... wenn sie VORHER gewusst hätte, dass das Ganze so endet, hätte sie sicher anders reagiert, aber das WEISS man als Opfer ja vorher nicht, also tut man meist das, was der (bewaffnete / aggressive) Täter will, um ihm keinen Grund zu geben, einen zu verletzen oder gar zu töten.

@ all

Ich habe mich mal was Anderes gefragt: Warum hat der Täter Regina eigentlich wohl gezwungen, sich komplett bis auf die Socken zu entkleiden? Ich meine, für eine Vergewaltigung ist sowas doch gar nicht nötig, wenn es ihm nur um Sex gegangen wäre, die meisten Sexualtäter kommen doch meist ziemlich schnell und ohne große Umwege "zur Sache", reißen dem Opfer die Kleider vom Leib an den Stellen, wo nötig... die Situation, dass er sie zwang, sich selbst auszuziehen, ist dagegen doch schon recht ungewöhnlich, wenn man sich das mal wirklich so lebhaft vorstellt. Da sitzt einer, zwingt die Frau, in den Weg abzubiegen, und sagt dann: "Zieh dich aus!" mit vorgehaltenem Messer. Wie reagiert sie? Sicher versucht sie erst Mal, ihn von seinem Vorhaben abzubringen, redet auf ihn ein. Er wird drohender, beängstigender, sie merkt, er meint es ernst, fängt an, sich zu entkleiden, dabei wahrscheinlich inzwischen sich des Ernstes der Lage bewusst, ängstlich, zitternd, verstört, vielleicht sogar schon panisch, weinend. Dann sitzt sie nackt vor ihm, zitternd vor Kälte und Angst, weinend, beschämt... Und er? Genießt er seine Macht? Genießt er die Demütigung, die er ihr damit antut? Warum tut er ihr das an? Warum hat er in dem Moment scheinbar so einen Hass auf sie, dass ihn das kalt lässt, kein Mitleid mit ihr? Hass auf Frauen im Allgemeinen oder Hass auf DIESE Frau im Speziellen? Und wenn Letzteres der Fall ist, was hat diesen Hass ausgelöst? Gab es eine Vorgeschichte oder reichte ihm schon auf der kurzen Fahrt ein falsches Wort, womit sie bei ihm vielleicht genau seinen wunden Punkt getroffen hatte?

Dass er sie vergewaltigte, gehört für mich bei DEM Szenario jedenfalls mit zu seiner Absicht, Macht zu demonstrieren und sie zu demütigen, nicht weil er wirklich einen sexuellen Trieb hatte, denn wenn der so groß gewesen wäre, dann hätte er sich wie gesagt nicht so viel Zeit damit gelassen, sondern wäre gleich ohne Umwege im Wald über die hergefallen, statt sie erst noch zu zwingen, sich selbst komplett zu entkleiden, was sicher eine Zeit dauerte (die er wahrscheinlich genüsslich auskostete) unter einreden, betteln, Tränen usw. von Seiten des Opfers und unter drohen, abweisen, zeigen dass er es Ernst meint von Seiten des Täters!

Für mich ist dadurch klar, der Täter und sie kannten sich. Ein Fremder mit Vergewaltigungsabsicht wäre schneller vorgegangen, Opfer in die Gewalt bringen, Kleider runter, vergewaltigen, bumm, Ende, aus. Dass der Täter hier so langsam vorging, und dass sie nachher 2x Gelegenheit hatte zu flüchten, zeigt mir, dass hier Gespräche auch zwischen Täter und Opfer stattgefunden haben müssen, vorher und nachher, und dass der Täter NACH der Tat wahrscheinlich selbst verwirrt und unschlüssig war, was er nun tun soll mit ihr. Laufenlassen konnte er sie jetzt nicht mehr, aber dass das zwangsläufig bedeutete, dass er sie nun TÖTEN muss, damit sie ihn nicht verraten kann. Dies hatte er sicher nicht von Anfang an bewusst mit eingeplant, entsprechend dürfte er über diese nun für ihn ausweglose Situation selbst ziemlich panisch geworden sein... Nun sitzt sie da und merkt, der Typ weiß nicht, was er machen soll, der fängt gleich an, die Nerven zu verlieren, was macht sie? Sicher redete sie auf ihn ein und versuchte ihn zu beruhigen, damit er nichts Unüberlegtes tut, wahrscheinlich versprach sie ihm, nichts zu verraten, wenn er sie laufen lässt, und er zögerte noch, konnte er ihr das glauben? Was sollte er tun? Und dieses Zögern nutzte sie, die Tür aufzureißen und abzuhauen, versuchen, wegzulaufen. Das besiegelte dann wohl ihr Schicksal, er wusste, er konnte ihr nicht vertrauen, er konnte sie nicht laufen lassen, sie würde ihn verraten, also ist er ihr nach und dann war da auch kein Zögern und Zaudern mehr, er musste sie erwischen und davon abhalten, es bis zur Straße zu schaffen.

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber bei diesem Szenario sehe ich vor meinem geistigen Auge immer einen sehr jungen Täter! Ich frage mich, was hat er nach der Tat gemacht? Hat er die Nerven verloren und sich direkt von da, wo er Regina erstochen hat, durch den Wald nach Hause geschlagen? Oder ist er wohl erst noch mal zum Auto zurück, um sicherzugehen, dass er darin nichts verräterisches liegengelassen hat? Eigentlich sollte man letzteres annehmen, und dann stellt sich wieder die Frage: Warum hat er das Auto stehen lassen? Für mich gibt's nur zwei mögliche Gründe, die einander nicht ausschließen: 1. Er hatte noch keinen Führerschein. 2. Er wohnte dort in der Nähe.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

02.01.2013 um 10:15
@diegraefin Sehr gute Schlussfolgerungen, klingt für mich alles sehr stimmig.

Habe mir gestern Abend und heute Morgen auch noch ein paar Gedanken zu der ganzen Sache gemacht. Da fiel mir ein, daß es in Celle eine JVA gibt. Ist jetzt natürlich sehr Klischeehaft aber was wäre denn wenn an dem Tag ein Strafgefangener nach mehreren Jahren entlassen wurde. Er hatte ewig keine Frau, sie vollständig nackt zu sehen war für ihn schon Teil der eigenen Befriedigung. Hat er ja schließlich Jahre lang nur in seiner Phantasie gehabt. Bleibt natürlich noch die Frage wie ein ehemaliger Strafgefangener ins Auto gekommen ist, hier hinkt meine Theorie etwas, aber alle anderen Punkte sprechen für einen solchen Täter. Er konnte wahrscheinlich kein Auto fahren, oder hat es sich nach Jahren im Knast einfach nicht getraut und hat gedacht er fällt damit mehr auf als wenn er versucht zu Fuß vom Tatort weg zu kommen. Ein örtlicher Bezug bestand vermutlich nicht, so daß er von dem Gentest nicht erfasst wurde. DNA Proben wurden damals noch nicht genommen. Vielleicht ist er seit dem auch nie mehr straffällig geworden!?


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

02.01.2013 um 10:20
@XYDiesel

Wenn aber die Polizei DAS nicht geprüft hätte (wer von den Gefangenen da in der Zeit entlassen wurde oder Freigang hatte), wäre es aber schon arg fahrlässig, oder? Die Polizei weiß doch von dem Knast, und dass es einer von da gewesen sein könnte, sollte dann doch eigentlich ein automatischer erster Gedanke gewesen sein?! Ansonsten guter Gedanke wegen dem "schon vom Ablick der Nacktheit erregt", denn das würde ja auch auf einen sexuell unerfahrenen Täter zutreffen, der zum ersten Mal eine Frau nackt vor sich sieht, die nicht seine Mutter oder Schwester ist.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

02.01.2013 um 10:35
@diegraefin

Der Grund, weshalb ich weitergefahren bin, war v.a., weil meine kleine Tochter auf dem Rücksitz im Kindersitz saß. Ich hätte sie bei einem Unfall gefährdet und aussteigen ging auch nicht, weil dann hätte ich sie ja alleine zurückgelassen mit einem betrunkenen Fußballfan.
Außerdem: ja, ich war überrumpelt, aber ich hatte auch ziemlich schnell das Gefühl, der Typ ist nicht gefährlich, sondern nur betrunken und wenn ich jetzt alles mache, was er sagt (jeder zweite Satz war: " O Gott, jetzt hab ich die kleine Maus auf dem Rücksitz erschreckt. Ich habe ja selbst zwei Enkel, oh je, das tut mir leid."), dann steigt er schnell wieder aus und das ist die einfachste Möglichkeit ihn loszuwerden. Wenn er mich jetzt bedroht hätte, hätte ich glaube ich anders reagiert - aber das weiß ich nicht. Kann sein, dass nicht.

Aber bei Regina kann ich mir eben gut vorstellen, dass es so war, wie du sagst: es war kein Fremder, der sie mit Waffengewalt gezwungen hat, sondern jemand Bekanntes, bei dem sie selbst das Abbiegen noch nicht als Bedrohung empfunden hat. Sondern z.B. als Möglichkeit zur klärenden Aussprache oder so nach dem Motto: jetzt mach ich mal, was er sagt, dann beruhigt er sich schon wieder. Oder: ich fahre da jetzt rein und wende und fahr zurück nach Celle, das ist immer noch besser, als mit diesem Idioten auf der dunklen Landstraße. Und beim Wenden ist er ausgetickt und hat "zugeschlagen".

Ehemalige Strafgefangene finde ich an sich eine gute Überlegung, aber: wie kommt der zu einem Messer? Mit so einem wird man ihn sicher nicht entlassen haben - und wie trifft er auf Regina?


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Deichschaf
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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

02.01.2013 um 10:47
Als ich in dieses Thema hier einstieg, kam mir irgendwie auch der Gedanke, warum sich diese Frau komplett ausziehen musste. Eine Soldat, der mal eben die Gelegenheit nutzt, weil ihm die Hormone durchgehen, handelt schnell und unüberlegt.
Daher kam mir schon gestern der Gedanke, das es vielleicht jemand war, der sie z.B. aus dem Supermarkt oder dem Ort kannte und der die Phantasie lebte, diese Frau einmal nackt sehen zu wollen. Vielleicht ging sie ja auch unfreiwillig auf den Sex ein, in der Hoffnung auf ein glimpfliches Ende. Er muß sie ja auch ständig bedroht haben, und sich selber soweit auszuziehen, von Spuren eines Kampfes war ja nicht die Rede. Sie hätte ja während des ausziehens vielleicht eine Chance gehabt, aus dem Auto zu springen. Irgendwie komisch!

@diegraefin

Sehr guter Beitrag !


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

02.01.2013 um 15:13
Ein paar Punkte die mir nach dem Lesen aufgefallen sind:

Im dem kompletten Entkleiden kann ich nichts besonders sehen, ein Pulli und Shirt sind doch schnell über den Kopf gezogen, auf was soll das hinweisen?
Ist doch zudem die "normale" Reihenfolge sich zu entkleiden, oder?
Quasi von oben nach unten.

Ein Messer hatten in den 80igern tatsächlich viele, gerade jüngere Männer immer dabei, das muss nicht auf ein geplantes Verbrechne hindeuten.

Das der Täter danach nicht ihr Auto nahm könnte darin begründet sein, dass er nach dem Mord (ausserhalb des Kfz) doch Panik bekam und nur noch schnell weg von allem wollte.

Und auch nachts sich durch den Wald zu schlagen ist zwar sicher mühsam, muss aber nicht darauf zwingend schließen lassen, das derjenige ein Soldat war oder sonstwie "walderfahren" war.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

02.01.2013 um 16:28
Das komplette Entkleiden ist trotzdem komisch, denn es ist für eine Vergewaltigung nicht nötig. Zumal sie bei dem Wetter sicher eine Jacke anhatte, dazu einen Pulli oder eine Bluse, evtl. noch ein Unterhemd und / oder einen BH. Auch das komplette Ausziehen der Hose und Unterhose wäre nicht nötig, es reicht mit EINEM Bein aus den Klamotten zu steigen. Zumal jeder, der schon mal im Auto seine Klamotten ausgezogen hat weiß, wie schwer man aus seiner Hose da komplett rauskommt, vor allem auf dem Fahrersitz, wo ja auch noch das Lenkrad und die Pedale die Beinfreiheit begrenzen.

Der Täter hatte es also zu dem Zeitpunkt offensichtlich nicht eilig. Dass er sie sich selbst ausziehen ließ, finde ich auch vielsagend - um ihr selbst die Sachen vom Leib zu reißen, hätte er das Messer weglegen müssen, das Risiko, sich ihr unbewaffnet zu nähern, war ihm aber anscheinend zu groß, er fühlte sich nur durch die Waffe stark und hatte wohl Bedenken, es mit ihr ohne Waffe auf einen Zweikampf ankommen zu lassen. Das zeigt mir, dass er ihr körperlich nicht besonders überlegen gewesen sein kann, wofür auch ihre 2 Fluchterfolge sprechen. Von einem älteren und planenden Täter, gerade auch einem durchtrainierten Soldaten, würde ich mehr Kontrollfähigkeit erwarten.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

02.01.2013 um 16:39
@diegraefin

Eine Jacke würde ich z.B. auf so einer langen Fahrt eher auf die Rücksitzbank legen,
sonst wird es bei laufender Heizung schon recht warm.

Es war für die Ausführung der Tat denke ich auch einfacher, wenn er sie selbst machen ließ,
so eilig musste es ja nicht sein, abgelegen auf einem Waldweg,
das ganze kann doch trotz allem in 1-2 Minuten locker geschehen.
jemand z.B. eine Jeans "runterzureißen" stelle ich mir gar nicht so einfach vor in einem Kleinwagen.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

02.01.2013 um 16:50
Hallo @stupormundi , hallo @diegraefin , hallo @alle !

Wir kommen jetzt in den Berreich des Kaffeesatzlesen und der Erbsenzählerrei.

Der Sachverhalt, das sich Regina Fischer selbst bis auf die Socken ausziehen mußte, spricht eher für einen Täter, der seine Machtphantasien oder Frustrationen ausleben wollte und nicht für reinen Triebstau.

Gruß,Gildonus


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

02.01.2013 um 19:14
Comtesse schrieb:Von einem älteren und planenden Täter, gerade auch einem durchtrainierten Soldaten, würde ich mehr Kontrollfähigkeit erwarten.
Der ältere und planende Täter wäre sicher mit einem ähnlichen Delikt anderweitig in Erscheinung getreten, wenn er seinen Trieb nicht unter Kontrolle hat. Man hat ja sicher mittlerweile in ähnlichen ungeklärten Fällen soweit möglich DNA gesichert und verglichen.
Bei der im Anfang diskutierten Theorie, das es sich um einen Soldaten aus Munster handeln hätte können, wäre interresssant zu wissen, ob sich da nicht Soltau bzw. Uelzen zum Besuch einer größeren Stadt besser geeignet hätten. Außer er hätte in Celle gewohnt und wollte wieder zurück in die Kaserne. Waren in Bergen nur Briten oder auch die Bundeswehr?


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

02.01.2013 um 19:35
Hallo @Deichschaf , hallo @alle !

Bei der Idee, es könne sich beim Täter um einen Soldaten handeln, passt zumindest die vermutete Altersgruppe und bei Wehrdienstleistenden, die von ihren Frauen getrennt sind, ist der Triebstau tendenziell höher als bei anderen Personengruppen. Ansonsten sehe ich keinen Grund Soldaten als potentielle Täter zu bevorzugen.

Freitags um die Zeit fahren die Soldaten in aller Regel nach Hause und nicht in die Kaserne, sofern sie nicht schon lange daheim sind.

Gruß,Gildonus


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Deichschaf
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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

02.01.2013 um 20:05
Gildonus schrieb:Freitags um die Zeit fahren die Soldaten in aller Regel nach Hause und nicht in die Kaserne, sofern sie nicht schon lange daheim sind.
Hallo Gildonus,

wir hatten diese Frage am 30./31. hier schon versucht zu klären. Es befanden sich ja Ende der 80er Jahre ca. 10000 Soldaten in besagtem Gebiet, darunter Briten, Niederländer, Belgier und Bundeswehr aus der gesamten Bundesrepublik zu Übungen und Manövern.
In Filmbericht war auch auch davon die Rede, das der Freund, der sich in Munster aufhielt, an diesem Abend bis 21.45 Uhr Dienst hatte. Was da genau los war um diese Zeit und wieviele der Soldaten tatsächlich dort Dienst am Wochenenende hatten, Wachen, Ordonanzen, Lehrgangsteilnehmer, UVD/GVD, die Truppen, die sich dort zu Manövern/Übungen aufhielten usw. weis man nicht. Es wurde auch die Möglichkeit diskutiert, das er den letzten Zug verpast haben könnte, aber da wollte mir ein Bekannter noch die Verbindung aus 1988 heraussuchen.
Letztendlich kann es jeder gewesen sein, die vorliegenden Fakten schließen keine Möglichkeit aus un geben auch keine Hinweise auf die Herkunft des Täters.


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1988: Wathlingen (Celle) Mord an Regina Fischer

02.01.2013 um 20:23
Hallo @Deichschaf , hallo @alle !

Ich sehe nach wie vor keinen gesteigerten Grund Soldaten als potentielle Täter zu bevorzugen.

Mit der Begründung es könne Jeder gewesen sein, kann man auch die These aufstellen der Täter sei "Dachdecker" oder "Bäcker" gewesen. Von Wathlingen aus bis nach Munster sollen es ca. 60 km Fahrstrcke sein. Warum sollte Regina Fischer da irgendeinen Uniformträger einsteigen lassen ?
Einen ihr bekannten Kameraden des Freundes vieleicht, aber bestimmt keinen "Unbekannten".

Gruß,Gildonus


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